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25.05.1999

Trittin: Deutsche Unternehmen haben Herausforderung des Öko-Audits angenommen

Mehr als 2000 registrierte Standorte in der Bundesrepublik

Mehr als 2000 registrierte Standorte in der Bundesrepublik

Nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich das bestehende Umweltmanagementsystem Öko-Audit in Deutschland erfolgreich entwickelt. "Über 2000 registrierte Unternehmensstandorte beweisen, daß die deutsche Wirtschaft, aber auch die Verwaltungen, die Herausforderung des Öko-Audits angenommen haben und sich dieses freiwillige Umweltinstrument insgesamt bewährt hat," stellte Trittin heute in Bonn während einer Veranstaltung des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) aus Anlaß der Registrierung des 2000. Standortes fest. Daran nahm auch der Vorsitzende des DIHT-Umweltausschusses Dr. Claus Hipp teil. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten sich die Stadt Wuppertal, die Mannesmann Rexrodt AG und die Speditionsfirma ceralogistic, die am gleichen Tag registriert wurden und damit dem Öko-Audit zur Überschreitung der 2000-Marke verhalfen. Die Gesamtzahl aller in der Bundesrepublik registrierten Standorte hat sich bereits auf 2074 erhöht. Damit nimmt Deutschland in Europa eine absolute Spitzenstellung ein.

Bundesumweltminister Trittin verwies zugleich darauf, daß die beachtlichen Erfolge dieses Umweltmanagementsystems in der Bundesrepublik nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, daß ein europaweiter Durchbruch erst noch geschafft werden müsse. Deutschland habe mehr registrierte Standorte als alle anderen EU-Mitgliedsstaaten zusammen. Deshalb habe es sich Deutschland während seiner Präsidentschaft zur Aufgabe gemacht, seine guten Erfahrungen in die Novellierung der EG-Umwelt-Audit-Verordnung einzubringen. "Ziel muß es sein, das Öko-Audit zu einem europaweit bekannten und anerkannten Markenzeichen für umweltgerechte Produktion und Dienstleistung zu machen. Damit kann die Attraktivität des freiwilligen Öko-Audit-Systems bei den Unternehmen gesteigert werden. Bei der Novellierung der EG-Umwelt-Audit-Verordnung steht daher die Verbesserung der ökologischen und ökonomischen Wirksamkeit des Systems im Vordergrund. Ich hoffe, daß der derzeit im Rat der EG in erster Lesung beratene Verordnungsentwurf noch unter deutscher Präsidentschaft im Juni dieses Jahres zu einem Gemeinsamen Standpunkt geführt werden kann," betonte der Minister.

25.05.1999 | Pressemitteilung 077/99