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01.06.2021

Svenja Schulze überreicht Förderbescheide an Einrichtungen für Kinder und Jugendliche

Einrichtungen für Kinder und Jugendliche aus Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben von der Bundesumweltministerin einen Förderscheck erhalten.

BMU-Förderprogramm unterstützt soziale Einrichtungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Trockene Sommer und Hitzewellen machen die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland spürbar. Kinder und Jugendliche leiden unter andauernden Hitzewellen, zum Beispiel, weil sie nur eingeschränkt draußen spielen können. Überhitzung, Sonnenbrand oder sogar Sonnenstich werden für sie immer öfter zur Gefahr. Extremwettereignisse wie Hitze sind für Kinder- und Jugendeinrichtungen eine enorme Herausforderung. Mit dem BMU-Förderprogramm will ich helfen, das nötige Wissen über die Folgen des Klimawandels zu vermitteln. Vorsorgemöglichkeiten und Optionen zur Risikominimierung sollen bekannter werden. Bereits erlebbare extreme Klimabelastungen in sozialen Einrichtungen wollen wir mit konkreten Maßnahmen abmildern. Markisen, schattige Pavillons auf den Außenflächen oder solargetriebene Rollläden können die Lage spürbar verbessern. Mit individueller Beratung und Konzepten für die Klimaanpassung bekommen soziale Einrichtungen zudem eine Unterstützung, die noch in vielen Jahren wirkt."

Die bewilligten Vorhaben gehen an folgende Projekte:

  • Stadt Bamberg (Bayern): Entwicklung eines Anpassungskonzepts für die Jugendtreffs JUZ Margaretendamm, Ost (JO) und Gaustadt (GAUstart) der Stadt Bamberg;
  • Stadt Peine (Niedersachsen): Sommerlicher Hitzeschutz durch Errichtung eines schattenspendenden Pavillons mit Gründach in der Grundschule Stederdorf;
  • DRK Kreisverband Herford-Land e.V. (NRW): Entwicklung eines Anpassungskonzepts für sechs Kindertagesstätten im DRK-Kreisverband Herford-Land;
  • Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Lübeck e.V. (Schleswig-Holstein): Austausch der Markisen an der DRK-Kindertagesstätte Grashüpfer.

Das BMU-Förderprogramm richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich häufig auch dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels tragen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Gesellschaft bei und mindern unter anderem die Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die hohe Zahl der eingereichten Anträge, die Ende 2020 im ersten Förderfenster des neuen Programms "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" eingereicht wurde, zeigt, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei Kommunen und Wohlfahrtsverbänden und sonstigen Trägern sozialer Einrichtungen bereits ein bedeutendes Thema ist. Innerhalb von sechs Wochen waren aus dem gesamten Bundesgebiet – trotz der hohen Belastungen durch die zweite Corona-Welle – rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 100 Millionen Euro eingegangen. Derzeit prüft das BMU in Zusammenarbeit mit dem Projektträger, der ZUG gGmbH alle vorliegenden Anträge.

01.06.2021 | Pressemitteilung Nr. 114/21 | Klimaschutz