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26.04.2021

Schulze: Aus Tschernobyl lernen, heißt Atomausstieg vollenden

11.03.2021 | Nukleare Sicherheit

12 Punkte für die Vollendung des Atomausstiegs

Die Position des Bundesumweltministeriums

12 Punkte für die Vollendung des Atomausstiegs
Am 35. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl warnt Svenja Schulze vor den immer noch unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft und spricht sich für eine konsequente Vollendung des hiesigen Atomausstiegs aus.

Am 35. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl warnt Bundesumweltministerin Svenja Schulze vor den immer noch unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft und spricht sich für eine konsequente Vollendung des hiesigen Atomausstiegs und gegen jede weitere Förderung der Atomkraft mit EU-Mitteln aus. Ihre umfassende Position zur Vollendung des Atomausstiegs hatte Bundesumweltministerin Schulze kürzlich in einem 12-Punkte-Plan vorgelegt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Tschernobyl ist ein tragischer Beleg für alles, was gegen die Atomkraft spricht: Diese Technik ist unverzeihlich gegenüber menschlichen Fehlern, ihre Risiken sind unbeherrschbar, ihre Folgen weitreichend. Atomkraft ist alles andere als nachhaltig. Es gibt wesentlich günstigere und dabei sichere und nachhaltige Energietechnologien – die erneuerbaren Energien. Die Atomkraft darf deshalb keine weitere EU-Förderung erhalten – das ist meine Position und die der gesamten Bundesregierung. Für den Schutz von Mensch und Umwelt ist der Handlungsauftrag für mich und das BMU ganz klar: Atomausstieg in Deutschland konsequent vollenden, Atomrisiken in Europa reduzieren, die nukleare Sicherheit weltweit erhöhen. Aus Tschernobyl zu lernen, heißt, den Atomausstieg vollenden. Den Opfern von damals gilt mein Mitgefühl."

Einen havarierten Reaktor und die Kernschmelze sicher von der Umwelt abzuschirmen, ist auch heute noch ein großes Problem, wie Fukushima zeigt. In Tschernobyl dauerte es rund dreieinhalb Jahrzehnte, um mit einer neuen Schutzhülle, dem sogenannten "New Safe Confinement", für den sicheren Einschluss des zerstörten Blocks 4 vor der Umwelt zu sorgen. Doch das eigentliche Problem im Inneren der Schutzhülle – die Bergung und Entsorgung von Kernschmelze und anderen radioaktiven Abfällen – muss erst noch angegangen werden. Dreieinhalb Jahrzehnte nach der Atomkatastrophe steht die Ukraine damit am Beginn der zweiten Mammutaufgabe. Das Bundesumweltministerium ist gerne bereit, die Ukraine dabei weiterhin mit seiner Expertise zu unterstützen.

26.04.2021 | Pressemitteilung Nr. 074/21 | Nukleare Sicherheit