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18.09.2015

Park am Gleisdreieck in Berlin und Kloster Lorsch gewinnen Preis für Landschaftsarchitektur

Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wurden heute in Berlin zum zwölften Mal die Deutschen Landschaftsarchitekturpreise des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) verliehen. Den ersten Preis erhielten der Park am Gleisdreieck in Berlin und die UNESCO-Weltkulturerbestätte Kloster Lorsch. Mit dem Landschaftsarchitekturpreis werden herausragende, auch konzeptionelle Planungsleistungen ausgezeichnet, die ästhetisch anspruchsvolle, innovative, ökologische Leistungen aufweisen. Neben den zwei ersten Preisen wurden fünf Würdigungen und vier Sonderpreise verliehen.

Staatssekretär Gunther Adler betonte anlässlich der Preisverleihung: "Landschaftsarchitektur leistet einen wertvollen Beitrag bei der Gestaltung unserer Städte und ihrer grünen Infrastruktur. Grünanlagen und Freiflächen in Städten stehen für mehr Wohnumfeld- und Lebensqualität, Orte der Begegnung und des Austauschs sowie für Klimaschutz und Naturerleben."

Der Berliner Park am Gleisdreieck, der auf einer 34 Hektar großen aufgelassenen Bahnfläche entstanden ist, sei "von herausragender Qualität", so die Jury in ihrer Begründung. Dem Dreiklang Ästhetik – Ökologie – Innovation sei "in national wie international beispielhafter Art und Weise entsprochen" worden. Durch das Wechselspiel zwischen landschaftsplanerischem Gesamtkonzept und objekthaften Teilbereichen sei "eine neue Dimension von landschaftsarchitektonischen Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen" entstanden.

Den neuen Landschaftspark Weltkulturerbestätte Kloster Lorsch bewerteten die Preisrichter als "herausragendes Beispiel, wie historische Relikte und Spuren einerseits konservatorisch bewahrt und andererseits wieder stärker auf ihre landschaftlichen Beziehungen zurückgeführt werden können". Entlang zweier Wege, dem "Weg der Natur" und dem "Weg der Kultur" könnten nun Einheimische wie Besucher nicht nur die baulichen Dimensionen der früheren Klosteranlage wieder besser nachvollziehen, sondern auch ihre Entstehung aus der Landschaft.

Den aktuellen Wissensstand zu urbanem Grün fasst das unter Federführung des BMUB erstellte Grünbuch "Stadtgrün" zusammen. Es ist die Grundlage für einen breit angelegten Dialog zum zukünftigen Stellenwert von Grün- und Freiflächen in den Städten. In einem nächsten Schritt wird bis Frühjahr 2017 ein Weißbuch mit Handlungsmaßnahmen und Instrumenten zur Förderung städtischen Grüns erarbeitet.

Weitere Informationen

Baukultur

18.09.2015 | Pressemitteilung Nr. 231/15 | Stadtentwicklung