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07.12.2019

Neuer Fonds für lokale Kleinprojekte in Entwicklungsländern

Wolkenbilder im Form der Weltkarte.
Das BMU und die GIZ stellen bei der Weltklimakonferenz in Madrid ihr neues Förderprogramm für lokale Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zum Schutz von Klima und Biodiversität vor.

Das Bundesumweltministerium stellte heute zusammen mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH auf der Weltklimakonferenz COP 25 in Madrid sein neues Förderprogramm für lokale Projekte zum Schutz von Klima und Biodiversität vor. Dieses richtet sich an kleine Nichtregierungsorganisationen und Initiativen in Entwicklungs- und Schwellenländern (klein gemäß ihres Jahresumsatz), die nicht gewinnorientiert arbeiten. Im Rahmen des Programms sollen bis 2025 mehr als 100 Projekte über einen internationalen Wettbewerb ausgewählt und mit jeweils bis zu 100.000 Euro gefördert werden. Der neue Kleinprojektefonds "IKI Small Grants" wird von der GIZ betreut und verantwortet. Die Mittel stammen aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI).

Von kleinen Organisationen gehen wichtige Impulse für den Klimaschutz aus, und ihre Arbeit erreicht vielfach Regionen, die nicht im Fokus nationalstaatlicher Maßnahmen stehen. Ziel dieses neuen Fonds ist es, innovative und an lokale Bedürfnisse angepasste Ideen zur Minderung der Treibhausgasemissionen zu unterstützen sowie wetter- und klimarobuste Infrastrukturen in Kommunen und Regionen aufzubauen. Ein zentraler Aspekt sind auch gesellschaftliche Fragen des Strukturwandels sowie die Förderung von Frauen. Durch das neue Programm sollen die Kapazitäten kleiner Organisationen gestärkt werden. In regelmäßigen "Calls for Proposals" werden die besten Ideen gesucht. Zusätzlich zu den Kleinprojekten sollen mit "IKI Small Grants" Fonds von IKI-Partnerländern unterstützt werden, um dort landeseigene Förderprogramme für Klimaschutz und Biodiversität aufzusetzen.

Die Einrichtung von "IKI Small Grants" reagiert darauf, dass die IKI in ihrer aktuellen Struktur vorwiegend großvolumige Projekte und Programme fördert. Im ersten Quartal 2020 startet die IKI darüber hinaus zusätzlich das Programm "IKI Medium Grants", das sich an deutsche NGOs und Think Tanks in Entwicklungsländern richtet. Das Programm soll mittelgroße Projekte mit bis zu 800.000 Euro fördern, die im Nord-Süd-Austausch Modellprojekte mit Demonstrationscharakter durchführen. In jährlichen Calls sollen variierende Schwerpunktthemen ausgeschrieben werden. Mit der Betreuung der "IKI Medium Grants" ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH beauftragt.

07.12.2019 | Pressemitteilung Nr. 235/19 | COP 25