BMU Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

https://www.bmu.de/PM6209
30.09.2015

Nachhaltige Entwicklung vor Ort unterstützen

Bundesregierung konstituiert ressortübergreifenden Arbeitskreis "Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive" unter Leitung des BMUB

Bundesregierung konstituiert ressortübergreifenden Arbeitskreis "Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive"

Die Bundesregierung hat den Interministeriellen Arbeitskreis "Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive" ins Leben gerufen. Vor dem Hintergrund der am Wochenende in New York verabschiedeten weltweiten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, ist es Ziel des Arbeitskreises, den Stellenwert der Nachhaltigkeitspolitik auf globaler, europäischer und nationaler Ebene für die aktuelle und zukünftige Stadtentwicklung aufzuzeigen. Gleichzeitig soll verdeutlicht werden, dass Nachhaltigkeitsziele ohne die Städte nicht erreicht werden können. Der Arbeitskreis, kurz "IMA Stadt", unter Leitung des Bundesumwelt- und Bauministeriums soll den Austausch innerhalb der Bundesregierung stärken und Kommunen konkret in ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützen.

BMUB-Staatssekretär Gunther Adler rief die Ressorts zu entschiedenem Handeln auf: "Städte sind entscheidende Akteure nachhaltiger Entwicklung, dort werden Fehlentwicklungen und Probleme wie durch ein Brennglas sichtbar. Wir haben – heute mehr denn je – ein vitales Interesse, Städte national wie international in Bezug auf langfristige, integrierte und tragfähige Ansätze für ihre Entwicklung zu unterstützen. Es sind die Städte, die eine Nachhaltigkeitspolitik konkret machen müssen, die Herausforderungen wie die Unterbringung und Verpflegung von Flüchtlingen bewältigen und soziale Integration sowie wirtschaftliche Innovationen schaffen."

Der Beauftragte für Menschenrechte, internationale Entwicklung und Soziales im Auswärtigen Amt, Cyrill Nunn, unterstrich in der konstituierenden Sitzung: "Die global zu beobachtenden Urbanisierungsprozesse sind ein politisches 'Megathema' – von großer Bedeutung für den Einzelnen wie die Weltgemeinschaft, hochdynamisch und sehr komplex. Wir stehen als Bundesregierung in der Verantwortung, die Thematik nachhaltiger Entwicklung von Städten in internationale Dialoge einzubringen, uns eindeutig zu positionieren und diese Chance zur Gestaltung wahrzunehmen. Der 'IMA Stadt' wird hierfür ein wichtiges Kommunikationsforum sein."

Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom Bundesforschungsministerium wies auf die Rolle der Städte als Vorreiter eines notwendigen Wandels hin: "Städte sind Innovationsmotoren. Hier wird Forschung konkret angewendet. Die 'Innovationsplattform Zukunftsstadt' soll helfen, diesen Transfer von Forschungsergebnissen zu beschleunigen. Dies geht nur im Zusammenspiel mit den Akteuren vor Ort."

Der Interministeriellen Arbeitskreis Stadt beauftragte heute vier Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppen sollen Umsetzungsfragen der UN-Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene klären, Prozesse der internationalen Urbanisierung erörtern, den Austausch zu Forschungs- und Innovationsvorhaben stärken sowie das hochaktuelle Thema "Smart Cities", zum Beispiel Chancen und Risiken der Digitalisierung, diskutieren und begleiten. Die erste Sitzung der Arbeitsgruppen ist für Anfang November angesetzt.

Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte und Gemeindebund unterstützen die Initiative und sollen – wie weitere gesellschaftliche Akteure – eng in die Arbeit des "IMA Stadt" einbezogen werden. "Wir wollen im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden Wege zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Stadtentwicklung erarbeiten und sie beim Beschreiten dieser Wege unterstützen", hob Staatssekretär Adler hervor.

30.09.2015 | Pressemitteilung Nr. 240/15