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11.10.2019

Kochgeschirr wird künftig ressourcenschonend beschichtet

Kochgeschirr
Mit wasserbasierten Beschichtungen kann der Verbrauch an Lösemitteln bei der Oberflächenbeschichtung von Kochgeschirr deutlich reduziert werden. Das BMU fördert das Vorhaben aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Das Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm

Die Fissler GmbH aus Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) plant deutschlandweit erstmalig die Oberflächen von Kochgeschirr mit wasserbasierten Beschichtungen zu behandeln. Der Verbrauch an bisher eingesetzten Lösemitteln kann damit deutlich reduziert und die Ressourceneffizienz der Produktion erheblich gesteigert werden.

Bei der Herstellung von Kochgeschirr kommt der Oberflächenbeschichtung eine entscheidende Bedeutung zu, indem die Produkte antihaftbar, kratz-, farbton- und temperaturbeständig werden. Derzeitige Beschichtungsprozesse sind jedoch sehr ressourcenintensiv.

Ziel des Projektes ist es, die Ressourceneffizienz des gesamten Beschichtungsprozesses erheblich zu verbessern. So soll etwa der Wirkungsgrad des Lackauftrags erhöht, Trockentechniken effizienter eingesetzt sowie Reinigungsmittel eingespart werden.

Das Kernstück des Vorhabens besteht darin, die bisher eingesetzten lösemittelbasierten Lacke durch wasserbasierte Lacke zu ersetzen. Mit dem Vorhaben können der Lackverbrauch, Lösemittelverbrauch sowie der Ausschuss an Aluminium erheblich reduziert werden. In Verbindung mit einem deutlich geringeren Einsatz von Wasser und Reinigungsmitteln ergibt sich eine Minderung der Kohlenstoffdioxid (CO2)-Emissionen von 73 Prozent pro Jahr.

Für die Umsetzung des Vorhabens am Standort Hoppstädten-Weiersbach erhält das Unternehmen rund 1,5 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

11.10.2019 | Pressemitteilung Nr. 177/19 | Produkte und Konsum