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22.05.2019

Klimaschutz als Geschäftsmodell - Bundesumweltministerin Schulze überreicht "Better Together Award"

Svenja Schulze am Podium
22.05.2019 | Klimaschutz

ICCA2019 in Heidelberg eröffnet

Kommunen sind zentrale Akteure beim Klimaschutz

22.05.2019 | Klimaschutz

Internationale Klimakonferenz ICCA2019 in Heidelberg

Im Rahmen der internationalen Klimakonferenz ICCA2019 hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 22. Mai fünf Projekte mit dem "Better Together Award" ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurden Projekte aus Indien, Nigeria, Italien, Sydney und Deutschland

Heute hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Rahmen der internationalen Klimakonferenz ICCA2019 in Heidelberg fünf Projekten aus Indien, Nigeria, Australien, Italien und Deutschland den "Better Together Award" überreicht. Über 80 Akteure hatten sich mit ihren lokalen StartUp-Klimaschutzlösungen, die jeweils an kommunale Strukturen angedockt sind, um den Preis beworben. Das Bundesumweltministerium (BMU) hatte zusammen mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) den Award ins Leben gerufen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Klimaschutz und Pioniergeist sind genauso global wie der Klimawandel. Wir haben heute fünf Top-Klimalösungen von fünf StartUps und ihren Städten ausgezeichnet. Bangalore, Kano, Palermo, Sydney und Berlin arbeiten als Kommunen mit den heutigen "Better Together Award"-Preisträgern bei Abfallmanagement, Mobilität und Klimamodulation für Treibhausgasminderung und Klimaanpassung zusammen. Von diesen Vorbildern brauchen wir mehr. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern und wünsche viel Erfolg bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle."

Leon Reiner, Gründer und Geschäftsführer Impact Hub Berlin, Initiator des "Better Together Award": "Kollaboration ist für uns der zentrale Treiber für Innovation. Insbesondere Lösungsansätze für hochkomplexe Probleme wie der Klimawandel können nur durch Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren entstehen. Deshalb sind wir besonders glücklich, gemeinsam mit dem BMU und unterstützt durch GIZ einen Preis, der Kollaboration in den Mittelpunkt stellt, ausschreiben zu können."

Die fünf ausgezeichneten Projekte widmen sich Emissionen und Umweltwirkungen von Abfall, der Berechnung lokaler Klimamodelle sowie nachhaltigen Mobilitätsmodellen. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind bereits seit dem 16. Mai in Deutschland. Sie kommen aus Berlin von einer fünftägigen "Innovation Journey", in der sie das vielfältige Innovations-Ökosystem Berlins besucht und Experten-Coaching für Skalierung und Wirkungsmessung ihrer innovativen Klimalösungen erhalten haben.

Der Better Together Award

Der Better Together Award ist ein internationaler Wettbewerb für kollaborative Innovationen zur Lösung lokaler Klimaprobleme. Der Preis berücksichtigt explizit den Wert einer effektiven Zusammenarbeit zwischen Start-ups, KMU oder NGOs und lokalen Regierungen, die gemeinsam innovative Lösungen für eine wirksame Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahme umsetzen. Träger der Auszeichnung ist der Impact Hub Berlin. Der Preis wird aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) über das GIZ-Projekt "Climate policy meets urban development" (CPMUD) finanziert. Der Better Together Award macht erfolgreiche Beispiele für solche kollaborativen Innovationen für die Welt sichtbar. Ziel ist es, andere lokale Entscheidungsträger zu inspirieren und die Skalierung erfolgreicher Klimaschutzmaßnahmen über Regionen und Städte hinweg zu unterstützen.

Impact Hub

Impact Hub Berlin ist ein Treiber für soziales Unternehmertum in einem weltweiten Netzwerk für soziale Innovationen. Impact Hub versteht sich als branchenübergreifendes Innovationslabor, professionelles Netzwerk und Co-working Space. Für ihre lokalen und globalen Partner aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik entwickeln sie passgenaue Programme um soziale Innovationen gemeinsam voranzutreiben. Impact Hub Berlin wurde im April 2014 von Nele Kapretz, Anna Lässer und Leon Reiner gegründet. Der erste Impact Hub wurde 2005 in London gegründet – heute umfasst das Netzwerk weltweit über 100 eigenständige Standorte in 54 Ländern mit mehr als 15.000 Mitgliedern.

Die Gewinnerprojekte

Carbonlites / Bangalore, Indien

Carbonlite ist ein umgebauter Container, der aus organischen Abfällen Biogas und Biodünger-Produktionsstätte für Kommunen produziert. Somit werden täglich fünf Tonnen Methan und 1.2 Tonnen CO2 vermieden und gleichzeitig 400 Kilogramm Biogas und eine Tonne Dünger hergestellt. Partner sind die Kommune Bruhat Bengaluru Mahanagara Palike, das kleine Unternehmen Carbon Masters und die Bürgerverband Kormangala Residents Welfare Association. www.carbonlites.com 

Kano, Nigeria

Die Idee des Start-ups bietet eine App an, die es Müllsammler und Müllsammlerinnen ermöglichen soll, durch das Sammeln von Plastik-, Papier-, Metallen-, Nahrung- und Glasabfällen, ein Einkommen zu generieren. Müllsammler und Müllsammlerinnen, insbesondere Frauen, können im Staat Kano den gesammelten Abfall zu einem von 20 und mehr Recycling-Kiosks bringen, und somit monatlich fünf bis sechs US Dollar verdienen. Partner ist die Regierungsbehörde Refuse Management and Sanitation Board. www.etrash2cash.com 

Jelbi / Berlin, Deutschland

Jelbi ist ein Service entwickelt vom Start-up Trafi, welcher gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zeitnah umgesetzt werden soll. Nutzer können bis zu 25 verschiedene öffentliche und private Transportmittel in einer App planen und problemlos bezahlen. Es ist die erste App, die für eine europäische Stadt dieser Größe Anwendung findet. www.jelbi.de 

Mobility Urban Values Game / Palermo, Italien

Das "Mobility Urban Values Game" (MUV) versucht durch spielhafte Handy-Apps Bürger und Bürgerinnen zu nachhaltiger Mobilität im Alltag zu bewegen. Die App vergibt Punkte für zurückgelegte Wege der Nutzer und Nutzerinnen anhand von 31 Indikatoren und ermutigt diese, an stadtweiten Challenges teilzunehmen. Politische Entscheidungsträger können ihre Planungen daraufhin für die Stadtentwicklung anpassen. Nach Erfolgen in Palermo (2000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen reduzierten ihren CO2-Fußabdruck um die Hälfte), gibt es weitere Pilotprojekte in Amsterdam, Barcelona, Fundao, Ghent and Helsinki. www.muv2020.eu 

XDI Sydney / Sydney, Australien

Das Unternehmen XDI Cross Dependency Initiative entwickelte eine Plattform, die Daten mit umfangreichen Klimamodellierungen kombiniert, um Klima- und Extreme Wettereignis-Risiken zu berechnen. Die Plattform listet mehr als 100 verschiedene Stadtinfrastrukturen und ist in der Lage, Links zwischen kritischen Infrastrukturen wie Strom, Wasser und Kommunikation zu analysieren. Partner ist die Kommune Sydney. www.xdi.systems 

22.05.2019 | Pressemitteilung Nr. 080/19 | Klimaschutz