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19.12.2004

Jürgen Trittin: Weitere Anstrengungen erforderlich

Zu den Ergebnissen der Klimaschutzkonferenz in Buenos Aires (COP 10) erklärt Bundesumweltminister Jürgen Trittin:

"Das Ergebnis der Beratungen ist ein Kompromiss, der im Bereich Anpassung konkrete Fortschritte zeigt. So werden gerade für wenig entwickelte Länder allein von der EU Gelder in Höhe von jährlich 400 Mio. zur Verfügung gestellt, um sie besser vor Überschwemmungen, Unwettern und anderen Klimaschäden zu schützen. Auch für weitere Minderungen der Treibhausgase nach 2012 wurde mit der Vereinbarung für das Treffen im Mai 2005 in Bonn ein aller erster Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Am 16. Februar tritt das Kyoto-Protokoll in Kraft. Es kommt jetzt darauf an, das anstehende Jahr zu nutzen und darauf hinzuarbeiten, dass Ende 2005 ein Mandat für Verhandlungen zur Fortschreibung des Kyoto-Prozesses nach 2012 beschlossen wird. Der fortschreitende Klimawandel macht es dringend erforderlich, sich auf weitere Minderungen zu verständigen.

Die Zähigkeit, mit der dagegen einzelne Staaten - namentlich die USA ausgerechnet zusammen mit der OPEC - versucht haben, Gespräche über weitere Minderungen zu blockieren, zeigt aber, dass es neuer Anstrengungen beim Klimaschutz bedarf. Dabei dürfen sich die über 100 Kyoto-Staaten nicht von einzelnen Nicht-Kyoto-Staaten aufhalten lassen.

Gleichzeitig dürfen wir auch diese Staaten nicht aus der Pflicht lassen, ihren Beitrag zur Verhinderung der globalen Erwärmung um 2°C zu leisten. Ich begrüße es, dass sich die USA unter britischer Präsidentschaft im Rahmen der G8 im kommenden Jahr dieser Diskussion zu stellen haben werden. Und schon der morgige EU-Umweltrat in Brüssel wird sich mit der Frage beschäftigen, welche weiteren Konsequenzen aus der offenkundig verhärteten Position der USA zu ziehen sind."

19.12.2004 | Pressemitteilung Nr. 357/04