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02.08.2019

Industrie 4.0 – Bundesumweltministerium fördert energieeffiziente Rondelllackieranlage

Mit einem neuen Lackierverfahren leistet die Lothar Bix GmbH aus Meßkirch einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz, da künftig weder Abwasser noch Sondermüll anfallen werden.

Das Pilotprojekt wird aus dem Umweltinnovationsprogramm mit rund 700.000 EUR gefördert.

Mit einem neuen Lackierverfahren leistet die Lothar Bix GmbH aus Meßkirch (Baden-Württemberg) einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz, da künftig weder Abwasser noch Sondermüll anfallen werden. Mit der neuen Anlage können Kunststoffe auf kleinstem Raum und mit geringstem Energieeinsatz hochwertig beschichtet werden. Insgesamt kann mit der Umsetzung des Vorhabens bei einem typischen, dreischichtigen Lackaufbau eine CO2-Einsparung von 546 Tonnen pro Jahr erwartet werden, der CO2-Ausstoß wird damit um etwa 40 Prozent gemindert.

Die Lothar Bix GmbH aus Meßkirch (Baden-Württemberg) veredelt für die Automobil- und Elektrogeräteindustrie Oberflächen in Form von individuellen Beschichtungen auf Kunststoff- und Metallteilen. Bisher müssen für Mehrschichtlackierungen große und aufwändige Einzel- oder Mehrkabinenanlagen verwendet werden, die mit einem Stetigförderkonzept vollautomatisch Metall- und Kunststoffteile reinigen und lackieren. Dafür muss das zu lackierende Produkt die komplette Prozesskette von Reinigung über Lackierung, Abdunstung bis hin zur Trocknung und Kühlung mit Hilfe eines Förderbands durchlaufen. Bei Mehrschichtaufbauten müssen diese Abläufe meist mehrfach durchfahren werden.

Ziel des neuen Verfahrens ist ein geringerer Energieeinsatz auf kleinstem Raum für eine ebenso qualitative und individuelle Beschichtung von Kunststoffteilen. Ein entscheidender Vorteil der neuen Anlage ist, dass die notwendigen Prozessschritte durch moderne Anlagenteile und Verfahrenstechniken ersetzt werden und so angeordnet sind, dass sie von einem einzigen Handlingsroboter bedient werden können. Auch wird beispielsweise der Nassabscheider künftig durch eine Weiterentwicklung der Trocken-Bürstenabscheidung ersetzt, so dass weder Abwasser noch Sondermüll anfallen.

Durch das Vorhaben können unter anderem Ausschuss, Platzbedarf, Transportwege und Wartungsarbeiten reduziert werden. Die einmalige Kombination dieser Verfahren und die hohe Flexibilität der Prozessführung erlaubt neben einer bedarfsgerechten Beschichtung auch eine parallele Lackierung. Damit wird eine effiziente Anlagenauslastung ermöglicht.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

02.08.2019 | Pressemitteilung Nr. 131/19 | Förderung