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07.05.2015

Haushalte können mit Stromspar-Check rund 130 Euro pro Jahr sparen

Der vom Bundesumweltministerium geförderte "Stromspar-Check PLUS" führt zu deutlichen Einsparungen in den beteiligten Haushalten. So konnten seit Beginn des Pilotprojekts 2009 mehr als 170.000 Haushalte nach einer Beratung ihre Energiekosten um durchschnittlich 130 Euro im Jahr senken.

Das Projekt unterstützt gezielt einkommensschwache Haushalte.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Die Stromsparhelfer und die beteiligten Haushalte haben sich nicht nur um das Klima verdient gemacht. Sie haben auch dabei geholfen, die Energierechnung zu senken. Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass Klimaschutzpolitik auch Sozialpolitik sein kann. Bei der Weiterentwicklung von Klimaschutz und Energieeffizienz müssen wir die Perspektive einkommensschwacher Haushalte immer mit bedenken."

Im Rahmen des "Stromspar-Check PLUS" wurden bislang rund 4600 Langzeitarbeitslose zu StromsparhelferInnen ausgebildet. Derzeit besuchen rund 1200 StromsparhelferInnen an 170 Standorten einkommensschwache Haushalte und geben nützliche Informationen zum Verbrauchsverhalten. Zusätzlich erhält jeder Haushalt Soforthilfen wie Energiesparlampen oder schaltbare Steckerleisten. Die Auswertungen zeigen, dass der Energiespareffekt größer ist als angenommen. Über den Effekt der Soforthilfen hinaus haben die beteiligten Haushalte nach der Beratung ihr Nutzerverhalten langfristig geändert.

Außerdem wird ein Kühlgerätetauschprogramm angeboten. Durch die Ausgabe von Gutscheinen im Wert von 150 Euro wird die Anschaffung eines energieeffizienten A+++ Kühlgerätes unterstützt. Bislang wurden rund 2000 Gutscheine eingelöst. Den Stromspar-Check PLUS können BezieherInnen von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld kostenlos in Anspruch nehmen.

Die soziale Gestaltung von Klimaschutz und Energiewende ist heute Thema eines Fachkongresses von Bundesumweltministerium, Deutschem Caritasverband (DCV) und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD).

07.05.2015 | Pressemitteilung Nr. 103/15 | Energieeffizienz