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25.10.2019

Globale Solidarität im Klimaschutz: Über 9,7 Milliarden US-Dollar für den grünen Klimafonds zugesagt

Für den größten internationalen Fonds im Bereich des Klimaschutzes wurden neue Gelder beschlossen, um Entwicklungsländer bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen.

Geberkonferenz in Paris sendet mit Wiederauffüllung des Grünen Klimafonds positive Signale für die COP 25 in Chile

Auf der internationalen Geberkonferenz in Paris wurden heute rund 9,77 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Geldern für den größten internationalen Fonds im Bereich des Klimaschutzes zugesagt. Zahlreiche Geberländer sind dabei dem Beispiel Deutschlands gefolgt und haben ihre Beiträge zum Green Climate Fund (GCF) verdoppelt. Deutschland wird zur Wiederauffüllung des Fonds 1,5 Milliarden Euro bereitstellen. Die erfolgreiche Wiederauffüllung sendet ein wichtiges Signal für die im Dezember stattfindende Weltklimakonferenz in Santiago de Chile (COP 25). Deutschland hatte bereits auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz im Dezember 2018 als einer der ersten Staaten angekündigt, seinen Beitrag zum GCF auf 1,5 Milliarden Euro zu verdoppeln.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Wir werden die Entwicklungsländer nicht alleine lassen beim Kampf gegen den Klimawandel. Mit dem deutschen Beitrag für den Grünen Klimafonds und der erfolgreichen Wiederauffüllung setzen wir ein starkes Zeichen des globalen Zusammenhalts. Das ist gut investiertes Geld, denn es wird helfen, auf der ganzen Welt klimaverträgliche Lösungen voranzubringen."

Der grüne Klimafonds ist eines der zentralen Instrumente, um Entwicklungsländer in der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen. Er hat die Aufgabe, transformative Projekte zugunsten einer klimafreundlichen Entwicklung zu fördern. Auf der GCF-Geberkonferenz wurden heute in Paris umgerechnet über 9,77 Milliarden US-Dollar für die erste Wiederauffüllung des Grünen Klimafonds zugesagt. Dieses Ergebnis schafft eine wichtige Voraussetzung für die gemeinsamen Bestrebungen der Staatengemeinschaft um eine Erhöhung des weltweiten Ambitionsniveaus beim Klimaschutz. Die jetzige Wiederauffüllung des Grünen Klimafonds ist auf ein wichtiges Signal, um der Zusage der Industrieländer gerecht zu werden, im Jahr 2020 und bis 2025 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klimafinanzierung in Entwicklungsländern bereitzustellen.

Insgesamt hat der Fonds bereits 111 Projekte in 99 Ländern gefördert. Die Wiederauffüllung öffnet nun die Türen für weitere Maßnahmen zur Minderung des Treibhausgasausstoßes und zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern. Mindestens 27 Länder werden zusätzliche Mittel zum Fonds bereitstellen und ihre bisherigen Beiträge dabei ganz überwiegend verdoppeln oder zumindest signifikant erhöhen.

Der Grüne Klimafonds wird in Deutschland gemeinsam von Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und BMU betreut. Der deutsche Beitrag erfolgt aus dem BMZ-Haushalt.

25.10.2019 | Pressemitteilung Nr. 189/19 | Klimaschutz