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16.03.2009

Gabriel bestellt neue Geschäftsführer der Asse GmbH

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat für die mit dem bergbaulichen Betrieb beauftragte und zu Jahresbeginn gegründete Asse GmbH zwei neue Geschäftsführer bestellt. Neuer technischer Geschäftsführer wird der Abteilungsleiter im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Dr. Ulrich Kleemann. Die kaufmännische Geschäftsführung übernimmt der frühere Regierungspräsident von Hannover Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz. "Ich freue mich, dass wir für die technische und die kaufmännische Geschäftsführung ausgewiesene Experten gewinnen konnten. Mit Blick auf die notwendige sichere Stilllegung der Anlage wird die Asse GmbH in ihrer wichtigen Rolle gestärkt", erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel heute in Berlin. Beiden Ernennungen war eine Ausschreibung vorausgegangen. Die bisherigen Geschäftsführer hatten ihre Funktionen übergangsweise und teilweise zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben übernommen.

Kleemann ist seit 2004 Leiter des Fachbereiches "Sicherheit nuklearer Entsorgung" beim BfS und für die Endlagerprojekte Morsleben, Schacht Konrad und Gorleben verantwortlich. Er soll die neue Position für ein Jahr übernehmen. Mit der Asse ist Kleemann seit Frühjahr 2007 betraut, zunächst als fachlicher Berater des Bundesumweltministeriums. Er leitet zudem die Expertengruppe Schweizer Tiefenlager (EschT), die den Begleitprozess zum Schweizer Standortauswahlverfahren auf deutscher Seite fachlich unterstützt. Kleemann übernimmt die technische Geschäftsführung von Dr. Detlev Eck, dem Gabriel für seine Arbeit in der schwierigen Phase des Betreiberwechsels der Asse zum Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dankte.

Lennartz verfügt über umfangreiche Erfahrung in Wirtschaft und Verwaltung sowie konkrete Kenntnisse bei der nuklearen Entsorgung. Er arbeitete unter anderem bei einem renommierten Beratungsunternehmen, wo er für Projekte zur Reorganisation der staatlichen Rechnungsprüfung und der Etablierung von Zielvereinbarungssystemen bei Behörden und öffentlichen Unternehmen verantwortlich war. Außerdem war er für den Arbeitskreis Endlagersuche (AkEnd) tätig, der 2002 im Auftrag des BMU ein neues Standortsuchverfahren für die Endlagerung entwickelt hat. Davor war Lennartz bereits Regierungspräsident in Niedersachsen und Mitglied des niedersächsischen Landtages.

16.03.2009 | Pressemitteilung Nr. 085/09