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14.09.2021

Florian Pronold überreicht Förderbescheid für die Klimaanpassung in der Gemeinde Nörvenich

Mit Hilfe des Förderprogramms wollen die Gemeinschaftsgrundschulen Nörvenich und Eschweiler über Feld Verschattungen zum Hitzeschutz finanzieren.

BMU-Förderprogramm unterstützt soziale Einrichtungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Florian Pronold hat heute dem Bürgermeister der Gemeinde Nörvenich Timo Czech im Landkreis Düren einen Förderscheck in Höhe von mehr als 470.000 Euro für die Anpassung an den Klimawandel überreicht. Mit Hilfe des Förderprogramms "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" wollen die Gemeinschaftsgrundschulen Nörvenich und Eschweiler über Feld Verschattungen zum Hitzeschutz finanzieren. Außerdem will die Gemeinde Nörvenich den Spielplatz in Frauwüllesheim um einen Wasserspielplatz erweitern. Mit dem Förderprogramm aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket geht das Bundesumweltministerium gegen die Folgen des Klimawandels vor, um das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen zu verbessern.

Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold: "Soziale Einrichtungen sind zurzeit ganz besonders auf unsere Unterstützung angewiesen. Neben der Corona-Pandemie stellt sie der Klimawandel vor wachsende Herausforderungen. Hohe Sommertemperaturen und andauernde Hitzewellen verhindern zum Beispiel, dass Kinder und Jugendliche ohne Risiko für die Gesundheit im Freien spielen können. Verschattungen, Trinkbrunnen sowie der Wasserspielplatz kühlen die überhitzten Gelände, mindern die direkte Sonneneinstrahlung und sorgen für Erholung an heißen Tagen. Mit dem Förderprogramm hilft das Bundesumweltministerium sozialen Einrichtungen, Wissen über die Folgen des Klimawandels sowie über Vorsorgemöglichkeiten und Risikominimierungen zu vermitteln. Unser Ziel ist es, bereits erlebbare extreme Klimabelastungen in sozialen Einrichtungen mit konkreten Maßnahmen abzumildern. Von den Maßnahmen profitieren auch die Beschäftigten der Einrichtungen, denn ihr Arbeitsplatz wird kühler und birgt weniger Gefahren für die Gesundheit der Männer und Frauen im Sozialwesen."

Steigende Außentemperaturen und längere, intensivere Sonneneinstrahlung haben in den letzten Hitzesommern zu hohen gesundheitlichen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde Nörvenich geführt. Durch andauernde Hitzewellen erhöht sich im Freien das Risiko für Dehydrierung und Sonnenstiche. An den Gebäuden und auf den Schulhöfen der Grundschulen in Nörvenich und Eschweiler über Feld hat die Gemeinde bereits erste Maßnahmen gegen die Hitzebelastung getroffen. Nun soll mit den Fördermitteln die Turnhalle der Grundschule in Eschweiler eine Verschattungsanlage bekommen. In beiden Grundschulen sollen leitungsgebundene Trinkwasserspender sowie Sonnensegelanlagen für die Schulhöfe errichtet werden. Der Spielplatz Frauwüllesheim wird erweitert, und ein neuer Wasserspielplatz sorgt für die nötige Kühlung beim Spielen. Alle Maßnahmen werden zu 100 Prozent durch das BMU-Förderprogramm finanziert.

Das Förderprogramm richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das BMU bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich häufig auch dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels tragen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in unserer Gesellschaft bei und mindern unter anderem die Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die hohe Zahl der eingereichten Anträge, die Ende 2020 im 1. Förderfenster des neuen Programms "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" eingereicht wurde, zeigt, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei Kommunen und Wohlfahrtsverbänden und sonstigen Trägern sozialer Einrichtungen bereits ein bedeutendes Thema ist. Innerhalb von sechs Wochen waren aus dem gesamten Bundesgebiet – trotz der hohen Belastungen durch die zweite Corona-Welle – rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 100 Millionen Euro eingegangen.

Diese hohe Nachfrage führt dazu, dass es voraussichtlich erst im Frühjahr 2022 möglich sein wird, ein 2. Förderfenster für dieses Programm zu eröffnen und Anträge einzureichen. Auf der Website des Projektträgers ZUG gGmbH können sich Interessierte registrieren, um zeitnah Informationen zum Eröffnungsdatum des 2. Förderfensters zu erhalten.

14.09.2021 | Pressemitteilung Nr. 233/21 | Klimaschutz