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27.05.2019

Florian Pronold gratuliert Nürnberg zu erfolgreichen Klimaprojekten

Florian Pronold übergibt ein Klimazertifikat in Nürnberg
Durch 35 bewilligte und größtenteils bereits umgesetzte Projekte im Rahmen der Nationalen Klimainitiative mit einer Fördersumme von rund 2,26 Millionen Euro vermeidet Nürnberg den Ausstoß von 25.000 Tonnen CO2 in 20 Jahren.

Bundesumweltministerium hat seit 2008 rund 2,26 Millionen Euro für 35 Klimaschutzprojekte bewilligt

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, übergibt heute dem Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Ulrich Maly, ein Zertifikat über 35 bewilligte Klimaschutz-Projekte und die Menge eingesparter Treibhausgase. 18 in Nürnberg bereits abgeschlossene Projekte werden innerhalb von 20 Jahren 25.000 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen – das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 13.000 Autos (bei 15.000 km Fahrleistung) oder, anders ausgedrückt: Es müssten fast 56.000 Bäume gepflanzt werden, um diese Menge CO2 zu binden. Die Projekte werden alle durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums gefördert.

Florian Pronold: "Die Klimaschutzprojekte der Stadt Nürnberg reichen von der Einführung eines Klimaschutzmanagements über die Sanierung von Außen- und Innenbeleuchtungsanlagen bis hin zum Ausbau von Radwegen. Dadurch zeigt die Stadt Nürnberg, dass sie den Klimaschutz ernst nimmt und umfassend angeht. Zu diesem besonderen Engagement gratuliere ich. Die Projekte schonen das Klima und entlasten durch Energie- und Ressourceneinsparung die Stadtkasse."

Seit 2008 sind in Nürnberg aus der NKI insgesamt 35 Projekte mit einer Fördersumme von rund 2,26 Millionen Euro bewilligt und größtenteils schon umgesetzt worden. Dabei werden durch 18 bereits abgeschlossene Projekte der Stadt rund 25.000 Tonnen CO2–Äquivalente über einen Zeitraum von 20 Jahren eingespart.

2011 ließ die Stadt mit Förderung durch die Kommunalrichtlinie der NKI ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellen, das anschließend durch ein Klimaschutzmanagement umgesetzt wurde. Als ausgewählte Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzmanagements ließ die Stadt das Wüstenhaus im Tiergarten umfassend sanieren. Allein durch diese Sanierung werden rund 1.620 Tonnen CO2 in den nächsten 20 Jahren eingespart.

Darüber hinaus wurden bereits mehrere Lichtsignalanlagen und Teile der Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet, wodurch knapp 16.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Bei seinem heutigen Besuch überreichte Florian Pronold ein weiteres Zertifikat über die Einsparung von 245 Tonnen CO2 durch die Umrüstung von Ampeln auf innovative LED-Leuchten innerhalb der nächsten 20 Jahre. Von Februar 2018 bis Januar 2019 wurden dabei insgesamt 46 Lichtpunkte auf LED-Technik umgerüstet und durch die NKI des Bundesumweltministeriums mit 8.000 Euro gefördert. Der Stromverbrauch reduziert sich dadurch um ca. 89 Prozent.

Auch im Bereich der Innenbeleuchtung hat die Stadt zahlreiche Lichtpunkte saniert, so zum Beispiel im Museum Industriekultur, im Naturhistorischen Museum, in der Veit-Stoß-Realschule und dem Berufsbildungszentrum.

Zusätzlich verbesserte die Stadt Nürnberg mit Förderung durch die Kommunalrichtlinie die Radverkehrsinfrastruktur. Es wurden Radwege in der Minervastraße errichtet, ein Lückenschluss im Radwegenetz auf der Rothenburger Straße realisiert und die Radverkehrsführung am Knotenpunkt Spittlertorgraben/Am Plärrer umgestaltet, um die Verkehrssicherheit und den Radfluss zu erhöhen.

Einige Projekte, wie beispielsweise die Errichtung von Radstreifen zwischen der Schnelldorfer Straße und der Rednitzstraße, die Umrüstung weiterer Lichtsignalanlagen oder die Sanierung der Innenbeleuchtung in den Verwaltungsgebäuden der Stadtentwässerung und Umweltanalytik, im Bauhof 2 und in der Kunsthalle Nürnberg werden derzeit noch durchgeführt.

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Bis Ende 2018 wurden bereits mehr als 28.750 Projekte durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch ein Klimaschutzmanagement, die Sanierung von Beleuchtungsanlagen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur werden im Rahmen der NKI durch die Kommunalrichtlinie gefördert. Anträge können vom 1. Januar bis 31. März sowie vom 1. Juli bis 30. September eines Jahres gestellt werden. Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement können ganzjährig beantragt werden.

27.05.2019 | Pressemitteilung Nr. 086/19 | Klimaschutz