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02.06.2015

Erstmals klimafreundlicher Supermarkt mit dem Blauen Engel ausgezeichnet

Zum ersten Mal wird ein Supermarkt mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Der tegut-Markt in Marburg-Cappel erhielt heute die Auszeichnung von Staatssekretär Gunther Adler. Damit wird der Supermarkt als besonders energieeffizienter Betrieb ausgezeichnet, der ausschließlich klimafreundliche, natürliche Kältemittel verwendet. Der Energieverbrauch der klimafreundlichen Vorzeigefiliale ist 30 Prozent geringer als bei vergleichbaren älteren Filialen.

Adler: "Der Blaue Engel ist seit langem eine wichtige Orientierungshilfe für Verbraucher, die umweltbewusst einkaufen wollen. Dass er jetzt erstmals auch für einen ganzen Supermarkt verliehen wird, ist ein wichtiger Schritt hin zu einem umweltverträglichen Einkauf."

Das Handelsunternehmen musste eine Vielzahl an Kriterien erfüllen, um die Filiale mit dem Blauen Engel zertifizieren zu lassen: von Türen an Kühltheken über Photovoltaik auf dem Dach, der Verwendung natürlicher Kältemittel, eine Beheizung des Gebäudes mit der Abwärme der Kühlung, LED-Beleuchtung, Recyclingpapier für die Werbeprospekte bis hin zu Fahrradstellplätzen.

Das könnte Vorbildcharakter für den Lebensmitteleinzelhandel entfalten, der für rund drei Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland und ein Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Allein die Kühlung von Lebensmitteln in den Geschäften verbraucht knapp 40 Prozent der Energie.

Zurzeit gibt es rund 12.000 Produkte mit dem "Blauen Engel" von 1500 Unternehmen in 120 verschiedenen Produktgruppen. Nur die aus Umweltsicht besten Waren und Dienstleistungen einer Produktgruppe erhalten den "Blauen Engel". Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit garantieren die Jury Umweltzeichen, das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die RAL gGmbH. Mitglieder der Jury Umweltzeichen sind BDI, BUND, DGB, HDE, NABU, vzbv, ZDH, Stiftung Warentest, Medien, Kirchen, Wissenschaft, der Deutsche Städtetag und Vertreter von zwei Bundesländern.

02.06.2015 | Pressemitteilung Nr. 124/15 | Produkte und Konsum