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06.10.2020

Erlangen, Kreis Paderborn und FernUniversität Hagen gewinnen Recyclingpapier-Wettbewerb

Vorstellung des Papieratlas 2020
bildergalerie icon 06.10.2020 | Produkte und Konsum

Vorstellung des Papieratlas 2020

Vorstellung des Papieratlas 2020
Bei der Suche der "Recyclingpapierfreundlichsten Stadt" 2020 hat sich Erlangen als 1. Gewinner vor Leverkusen und Bottrop auf einem gemeinsamen 2. Platz durchgesetzt. Svenja Schulze prämierte die Gewinnerstädte.

Papieratlas-Wettbewerb 2020: Bundesumweltministerin Svenja Schulze prämiert den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel

Bei der Suche der "Recyclingpapierfreundlichsten Stadt" 2020 hat sich Erlangen als 1. Gewinner vor Leverkusen und Bottrop auf einem gemeinsamen 2. Platz durchgesetzt. Die Städte Siegen und Freiburg erhielten eine Sonderauszeichnung als Mehrfachsieger. Bei den Landkreisen geht die Auszeichnung an den Kreis Paderborn, vor dem Landkreis Schweinfurt und dem Kreis Warendorf. Den Hochschulwettbewerb 2020 gewinnt die FernUniversität in Hagen, gefolgt von der Freien Universität Berlin und der Hochschule Harz. Die Universität Tübingen ist Mehrfachsieger. 99 Städte, 40 Landkreise und 43 Hochschulen haben am "13. Papieratlas-Wettbewerb" der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) teilgenommen. Die Gewinner wurden heute in Berlin von Bundesumweltministerin und Schirmherrin Svenja Schulze ausgezeichnet.

Bundesumweltministerin Schulze: "Der sparsame Umgang mit Papier in Alltag und Beruf ist die beste Lösung. Wenn aber Papier benötigt wird, ist Recyclingpapier mit dem Blauen Engel die umweltfreundlichste Wahl: Für Papier mit dem staatlichen deutschen Umweltzeichen muss kein zusätzlicher Baum gefällt und kein Frischfaser-Zellstoff über tausende Kilometer aus Südamerika importiert werden. Das ist ein Beitrag zum globalen Erhalt unserer Wälder und Biodiversität, den alle Menschen ohne finanziellen Mehraufwand leisten können.

Der Papieratlas wurde von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) ins Leben gerufen. Die im Jahr 2000 gegründete IPR besteht aus 25 Unternehmen und fördert den Gebrauch von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in Wirtschaft, Behörden, Kommunen, Hochschulen und Schulen. Unterstützung bekommt die IPR durch das Bundesumweltministerium, den Deutschen Städtetag, den Deutschen Städte- und Gemeindebund, den Deutschen Landkreistag, den Deutschen Hochschulverband und das Umweltbundesamt. Eine Übersicht der Ergebnisse der Gewinner und aller anderen Teilnehmenden wird veröffentlicht unter www.papieratlas.de.

Blauer Engel für Recyclingpapier

Der Blaue Engel – das Umweltzeichen der Bundesregierung seit 1978 – garantiert, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen werden. Das schont die Wälder, wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen bleibt erhalten. Was viele Menschen nicht wissen: Rund zwei Drittel der in Deutschland zur Herstellung von Frischfaserpapier eingesetzten Primärfaserstoffe werden importiert, circa 40 Prozent der Importe stammen aus Brasilien, Uruguay und Chile – üblicherweise von Eukalyptus-Monokulturen. Weitere rund 15 Prozent der Importe stammen mit Portugal und Spanien aus Ländern, die von Wasserknappheit bedroht sind. Im Gegensatz dazu ist Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ein vergleichsweise regionales Produkt.

Auch bei der Ökobilanz ist 100 Prozent Recyclingpapier vorteilhaft: Seine Herstellung spart circa 70 Prozent Wasser und 60 Prozent Energie gegenüber Frischfaserpapier. Der Blaue Engel garantiert zudem, dass dem Papier bei der Herstellung keine schädlichen Chemikalien oder optischen Aufheller zugesetzt werden.

Recyclingpapier eignet sich für nahezu jede Anwendung, ob für den Drucker, den Kopierer oder als Schreibpapier. Der Blaue Engel legt zusätzlich die Gebrauchstauglichkeit des Papiers (DIN EN 12281) sowie die Alterungsbeständigkeit (DIN 6738, LDK 24-85) fest. Diese DIN-Normen stellen sicher, dass Recyclingpapier mit dem Blauen Engel einwandfrei in Druck und Kopiergeräten verwendet und ohne Qualitätseinbußen archiviert werden kann.

06.10.2020 | Pressemitteilung Nr. 170/20 | Produkte und Konsum