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18.11.2016

Deutschland und Kalifornien wollen Zusammenarbeit im Bereich Klima und Umwelt ausbauen

Am Rande der COP22 haben der kalifornische Minister für Umweltschutz Matthew Rodriquez und Staatssekretär Jochen Flasbarth vereinbart, die bilaterale Zusammenarbeit beim Klimaschutz auszubauen.

Am Rande der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Marrakesch haben der kalifornische Minister für Umweltschutz Matthew Rodriquez und Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, vereinbart, die bilaterale Zusammenarbeit beim Klimaschutz auszubauen. Das gemeinsame Engagement für die Ziele des Pariser Klimaabkommens und zur Einhaltung der Zwei-Grad-Obergrenze für die globale Erwärmung soll deutlich verstärkt werden.

In ihrem Gespräch verständigten sich Staatssekretär Flasbarth und Minister Rodriquez darüber, dass nur mit entschiedenen Klimaschutzmaßnahmen die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels auf die Umwelt, die Gesundheit und die Lebensgrundlagen der Menschen verhindert werden können. Gemeinsam suchten Staatssekretär Flasbarth und Minister Rodriquez nach Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels. Hierzu zählen Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und klimagerechte Technologien die zu Wirtschaftswachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen können.

Flasbarth: "Ambitionierter Klimaschutz benötigt eine Kraftanstrengung aller Akteure: Wirtschaft, Wissenschaft, Bürger und alle Regierungsebene müssen einen Beitrag leisten." Flasbarth unterstrich zudem den großen Nutzen einer inner- und zwischenstaatlichen Zusammenarbeit.

Rodriquez: "Unsere Partnerschaft mit Deutschland und den Bundesländern ist zu einer Koalition herangewachsen, die weltweit Maßstäbe setzt und auch andere nationale und bundesstaatliche Regierungen zum Handeln anspornen kann. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Gestaltung der Energiewende weiter auszubauen."

Staatssekretär Flasbarth und Minister Rodriquez verständigten sich darauf, die Arbeit der Under2 Coalition on Subnational Global Climate Leadership zu unterstützen. Hierbei handelt es sich um ein wachsendes Bündnis von 165 Städten, Bundesstaaten und Ländern, das sich dafür einsetzt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als zwei Grad zu begrenzen. Mit dem Beitritt von 29 neuen Mitgliedern in dieser Woche stehen hinter dem Bündnis nun 1,08 Milliarden Menschen und ein BIP in Höhe von 25,7 Billionen US-Dollar. Das entspricht mehr als einem Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Rodriquez und Flasbarth betonten, die Under2 Coalition sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie verschiedene Nationen, Provinzen, Bundesstaaten und Städte auf unterschiedlichen Kontinenten bei ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen eng zusammenarbeiten können. Das Bündnis wurde 2015 vom Bundesstaat Kalifornien und dem Land Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Die Mitglieder des Bündnisses verpflichten sich, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf 2 Tonnen pro Kopf oder 80-95 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken.

18.11.2016 | Pressemitteilung Nr. 288/16 | Klimaschutz