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22.09.2019

Deutschland, Norwegen und das Vereinigte Königreich rufen zu mehr Ambition im globalen Waldschutz auf

Aufnahme des Regenwaldes in Brasilien.
Die Regierungen forderten eine breitere Anerkennung der zentralen Rolle, die die Wälder bei der signifikanten Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 spielen.

Die Regierungen forderten eine stärkere Anerkennung der Schlüsselrolle der Wälder bei der deutlichen Reduzierung von Treibhausgasemissionen bis 2030 und der Erreichung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050.

Die Regierungen Deutschlands, Norwegens und des Vereinigten Königreichs riefen zu verstärkten Anstrengungen und Maßnahmen der Weltgemeinschaft beim Erhalt und der Wiederherstellung tropischer Wälder auf. In einer gemeinsamen Stellungnahme betonten die drei Regierungen, sie seien bei der Einhaltung ihrer Zusage aus dem Jahr 2015 auf Kurs. Sie bekräftigten ihre Bereitschaft, bis 2020 gemeinsam jährlich eine Milliarde US-Dollar beziehungsweise insgesamt mehr als fünf Milliarden Dollar zwischen 2015 und 2020 bereitzustellen, wenn die Länder ambitionierte Pläne vorlegten, um die Entwaldung zu stoppen und den Trend umzukehren. Sie forderten eine stärkere Anerkennung der Schlüsselrolle der Wälder bei der deutlichen Reduzierung von Treibhausgasemissionen bis 2030 und der Erreichung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050 sowie bei der nachhaltigen Entwicklung und dem Erhalt der biologischen Vielfalt.

Andrea Leadsom, Ministerin für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie des Vereinigten Königreichs, sagte: "Das Vereinigte Königreich verfolgt weiter das Ziel, seine Nettoemissionen bis 2050 auf Null zu reduzieren, und ruft Regierungen und Unternehmen weltweit dazu auf, sich für die Wälder unseres Planeten einzusetzen und dafür zu sorgen, dass sie auch für zukünftige Generationen wachsen und gedeihen. Natürliche Klimalösungen, wie Wälder sie bieten, können mehr als ein Drittel zu der globalen Treibhausgasreduktion beitragen, die wir bis 2030 brauchen. Deswegen haben wir gemeinsam mit Deutschland und Norwegen umfangreiche Finanzmittel zugesagt, um mit anderen Ländern beim Schutz und bei der Wiederherstellung von tropischen Wäldern zusammenzuarbeiten – und wir sind auf einem guten Weg, unsere Zusagen auch einzuhalten."

Der norwegische Minister für Klima und Umwelt, Ola Elvestuen, lud andere progressive Kräfte ein, sich dem Dreierbündnis im nächsten Jahr anzuschließen, damit konkrete Fortschritte erzielt werden können: "Es gibt keine Lösung für den Klimawandel ohne den Regenwald. Ich bin froh, dass die Entwaldung in den Tropen nun die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Die internationale Gemeinschaft muss mehr tun und engagierte Waldländer, die ihren Beitrag leisten, mit planbarer, ergebnisorientierter Finanzierung unterstützen."

Alle drei Regierungen haben die New Yorker Walderklärung (New York Declaration on Forests) unterzeichnet, deren fünfjähriges Bestehen heute mit einer hochrangigen Veranstaltung gefeiert wird. Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärte anlässlich dieser Veranstaltung: "Wir haben wenig Grund zu feiern, da die Entwaldungsraten weiterhin besorgniserregend hoch sind. Seit 2014 verlieren wir jährlich Waldflächen in der Größe von Großbritannien. Die zehn Ziele der New Yorker Erklärung sind richtig, aber es fehlt an dem gemeinsamen Ehrgeiz, den Trend des Waldverlusts bis 2030 umzukehren."

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, der das deutsche Engagement zu nachhaltigen Lieferketten deutlich verstärkt hat, rief Unternehmen und andere Regierungen dazu auf, mehr zu tun, um die Umwandlung von Waldflächen zu Gunsten internationaler Warenlieferketten zu beenden. Er sagte: "Die grünen Lungen unseres Planeten stehen in Flammen. Entwaldung bedroht das Weltklima und zerstört die Lebensräume von Menschen und Wildtieren. Dem müssen wir ein Ende setzen. Wir müssen die natürlichen Ressourcen unseres Planeten nachhaltig bewirtschaften."

22.09.2019 | Pressemitteilung Nr. 164/19 | Internationale Umweltpolitik