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08.05.2018

Deutschland hilft beim Wiederaufbau von Wäldern in Zentralamerika

Staatssekretär Jochen Flasbarth nimmt an der vierten südamerikanischen Bonn Challenge-Konferenz in Guatemala-Stadt teil. Die Konferenz hat die weltweite Wiederaufforstung zum Ziel – aus ökologischen und ökonomischen Gründen.

"Bonn Challenge"-Regionalkonferenz in Guatemala

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth nimmt an der vierten südamerikanischen Bonn Challenge-Konferenz in Guatemala-Stadt. Die nach ihrer Gründungsstadt Bonn benannte Konferenz dient dem Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften weltweit. In Zentralamerika und der Karibik hat die Bonn Challenge bereits eine große Dynamik entfaltet. Die Länder Zentralamerikas haben zugesagt, bis 2020 mehr als 16 Millionen Hektar Wälder und Waldlandschaften wiederherzustellen. Die Region Lateinamerika hat insgesamt 56 Millionen Hektar zugesagt.

Flasbarth: "Einem Jahrhundert weltweiter, zügelloser Entwaldung, müssen wir jetzt ein Jahrhundert des Waldschutzes und des Wiederaufbaus von Wäldern folgen lassen. Die Wiederherstellung von Wäldern und Waldlandschaften ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Wir unterstützen die zentralamerikanischen Länder beim Wiederaufbau ihrer Wälder und Waldlandschaften und hoffen nun auch auf die Unterstützung der EU. Wir befinden uns dazu in den letzten Abstimmungen zu einer Unterstützung in Höhe von 20 Millionen Euro."

Weltweit sind 3,2 Milliarden Menschen von Landdegradierung direkt betroffen. Die Verschlechterung von Landschaftsqualität und die sinkende Leistungsfähigkeit der Natur sind ein wachsendes Problem. Der Bericht des UN-Weltbiodiversitätsrats (IPBES) zur globalen Degradierung der Landfläche zeichnet ein alarmierendes Bild. Der Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften ist ein wichtiges Mittel dies zu mindern. Der Nutzen der Wiederherstellung von Landschaften ist im Durchschnitt zehnmal so hoch wie die Kosten ihrer Wiederherstellung. Gleichzeitig sind die Kosten des Nichts-Tuns dreimal so hoch wie die Kosten der Wiederherstellung.

08.05.2018 | Pressemitteilung Nr. 094/18 | Klimaschutz