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23.11.2021

Bundesumweltministerium lobt 6. Ideenwettbewerb für Klimaschutzprojekte in Europa aus

Bis zum 12. Januar 2022 können Vorschläge aus Europa eingereicht werden.

Virtuelle Jahreskonferenz der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) findet heute und morgen statt

Das Bundesumweltministerium (BMU) ruft zu Projektideen auf, die zur Umsetzung einer ambitionierten Klimaschutzpolitik in Europa beitragen. Bis zum 12. Januar 2022 können gemeinnützige Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung und Kommunen ihre Vorschläge im Rahmen des sechsten Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) einreichen. Es können sich Interessenten aus allen EU-Mitgliedsstaaten bewerben, wobei der regionale Schwerpunkt auf Mittel-, Ost- und Südeuropa sowie den baltischen Staaten liegt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Mit unserer Europäischen Klimaschutzinitiative leisten wir einen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele und setzen uns für grenzüberschreitenden Klimaschutz in Europa ein. Wir unterstützen vielfältige Aktivitäten auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene. So fördern wir die Renaturierung von Mooren und einen sozial verträglichen Kohleausstieg in einigen Regionen Europas und schaffen Sofortlösungen für lebenswerte Städte, zum Beispiel durch die Stärkung des Radverkehrs. Unsere Initiative unterstützt auch Schulen in ganz Europa bei der Aufklärungs- und Bildungsarbeit in den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Den Ideen für effektiven Klimaschutz sind keine Grenzen gesetzt. Deshalb rufen wir nun zum sechsten Mal unseren Ideenwettbewerb in ganz Europa aus."

Seit ihrer Gründung 2017 hat sich die EUKI zu einem erfolgreichen Förderprogramm entwickelt, wird mit 62,4 Millionen Euro vom BMU finanziert und hat mittlerweile 157 Projekte in 25 EU- sowie sechs Westbalkanländern auf den Weg gebracht. Über 300 Organisationen, Gemeinden, Schulen, Behörden oder auch Universitäten, die zur Umsetzung der Klimaschutzziele in der EU beitragen, sind durch die EUKI vernetzt. In der EUKI Academy haben sie die Möglichkeit ihr klimapolitisches Fachwissen zu erweitern, sich institutionell besser aufzustellen und dadurch ihre Stimme in der internationalen Klimadiskussion zu stärken.

Seit 2019 fördert die EUKI auch Projekte in den EU-Beitrittskandidatenländern des westlichen Balkans. Die Fördersumme pro Projekt kann bis zu einer Million Euro betragen. Finanziert werden Projekte mit einer Laufzeit von bis zu 28 Monaten aus acht Schwerpunktbereichen: Klimapolitik, Energie, Gebäudesektor und Kommunen, Mobilität, Landwirtschaft, Boden und Wald, Bewusstseinsbildung, klimafreundliche Finanzierung und nachhaltiges Wirtschaften.

Heute fällt der Startschuss für den sechsten Ideenwettbewerb auf der EUKI-Jahreskonferenz. Dazu lädt das BMU vom 23. bis zum 24. November 2021 klimapolitische ExpertInnen zum Austausch ein, die in von der EUKI finanzierten Projekten arbeiten. Diese dritte Vernetzungskonferenz steht unter dem Motto ‚Fit for Climate Action - Together for a Climate-Neutral Europe‘. Nachdem die Konferenz im letzten Jahr aufgrund der Covid19-Pandemie ausfiel, findet sie in diesem Jahr erstmals online statt.

Die EUKI bietet damit eine grenzüberschreitende Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und konkretes Know-how in klimapolitischen und fachspezifischen Themen zu teilen. Zudem können sich Teilnehmende in kleinen Gruppen und informellen Rahmen über die sozial-ökologische Transformation in ihren Ländern austauschen.

23.11.2021 | Pressemitteilung Nr. 280/21 | Europa