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30.04.2021

Bundesumweltministerium fördert neue Elektrofahrzeuge für die Diakonie in Bayern

Florian Pronold (links) überreicht einen Förderscheck aus dem Flottenaustauschprogramm Sozial & Mobil an die Diakonie Ulm
Die Pflegedienste der Diakonie in Memmingen, Neu-Ulm und im Raum Unteres Pegnitztal beschaffen mit den Fördermitteln neue Elektrofahrzeuge.

Florian Pronold hat heute drei Förderschecks aus dem Flottenaustauschprogramm "Sozial & Mobil" an verschiedene Einrichtungen der Diakonie in Bayern überreicht. Die ambulanten Pflegedienste der Diakonie in Memmingen, Neu-Ulm und im Raum Unteres Pegnitztal beschaffen mit den Fördermitteln neue Elektrofahrzeuge. Mit dem BMU-Förderprogramm wollen die Einrichtungen den Umstieg auf Elektromobilität schaffen. Außerdem bauen sie ihre Ladesäuleninfrastruktur aus. "Sozial & Mobil" war im November 2020 gestartet und läuft bis Ende 2022.

Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold: "Elektrofahrzeuge sind ein echter Gewinn für soziale Einrichtungen. Sie sind klimafreundlich, fahren leiser, stoßen keine Abgase aus und verbessern so die Lebensqualität vor Ort. Außerdem schonen sie den Geldbeutel, denn sie sind günstiger im Betrieb und brauchen weniger Wartung als Verbrenner. Mit der Unterstützung des BMU soll die Diakonie in Bayern den Umstieg auf batterieelektrische Antriebe schaffen. Mit vielen kurzen Fahrten sind ambulante Pflegedienste optimal für die Nutzung von Elektrofahrzeugen. In Kombination mit dem Umweltbonus können wir mit der Förderung die Mehrkosten eines neuen Elektrofahrzeugs nahezu ausgleichen. Wenn soziale Einrichtungen jetzt aktiv werden, ist das eine Chance für den Klimaschutz sowie für die Lebensqualität der Beschäftigten und der Menschen, die von Ihnen betreut werden." Die Diakonie Memmingen unterhält insgesamt 20 Fahrzeuge. Die zehn für die ambulante Pflege eingesetzten Fahrzeuge sollen durch die Förderung komplett durch E-Autos ersetzt werden. Die Integration einer Photovoltaikanlage auf dem Gebäude wird aktuell geprüft. In Neu-Ulm hat die Diakonie aktuell 16 Fahrzeuge an mehreren Standorten im Einsatz. Fünf davon sollen künftig Elektrofahrzeuge sein. Eine große PV-Anlage versorgt das Gebäude und künftig auch die geförderten Elektrofahrzeuge. Die Diakonie Unteres Pegnitztal in Lauf hat insgesamt 19 Fahrzeuge an verschiedenen Standorten. Im ersten Schritt werden mit der Förderung vier Fahrzeuge durch E-Autos ersetzt. Eine PV-Anlage für die Stromversorgung ist geplant. Die E-Flotte soll weiter ausgebaut werden, auch mit E-Bussen für den Rollstuhltransport und die Tagespflege.

Soziale Einrichtungen, die ihren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen wollen, können bis Ende 2022 eine Förderung beantragen. Aufgrund der aktuell langen Lieferzeiten ist eine frühzeitige Beantragung empfehlenswert. Bis Ende 2022 stehen über "Sozial & Mobil" insgesamt 200 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

In Deutschland sind derzeit mehr als 280.000 Fahrzeuge für Unternehmen und Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen auf deutschen Straßen unterwegs. Bislang wird nur eine kleine Zahl davon elektrisch betrieben. Mehr als 45.000 dieser Pkw und Kleinbusse werden jährlich erneuert. Die Anschaffung von Elektrofahrzeugen zahlt sich langfristig aus: Elektrofahrzeuge haben geringere Betriebskosten als Verbrenner, und aufgrund des CO2-Preises werden herkömmliche Kraftstoffe immer teurer. Für den Kauf eines Elektrofahrzeugs anstelle eines Verbrenners bietet das Programm verschiedene Fördermöglichkeiten.

Neben dem Flottenaustauschprogramm unterstützt das BMU soziale Einrichtungen mit dem Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" bei investiven Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Beide Programme sind Bestandteil des Konjunktur- und Zukunftspakets, das die Bundesregierung in Reaktion auf die Corona-Pandemie auf den Weg gebracht hat.

30.04.2021 | Pressemitteilung Nr. 085/21 | Energieeffizienz