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24.05.2019

Bundesumweltministerium fördert klimafreundliche LED-Beleuchtung in Niederbayern

bildergalerie icon 24.05.2019 | Nationale Klimaschutzinitiative

Übergabe von Zertifikaten im Rahmen der NKI

Übergabe von Zertifikaten im Rahmen der NKI
Das BMU hat die Umstellung auf LED-Beleuchtung in Niederbayern mit rund 130.000 Euro durch die NKI gefördert. Der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold übergab die Klimaschutz-Zertifikate.

Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold übergibt Klimaschutz-Zertifikate an Zwiesel, Hauzenberg, Tiefenbach und Regen

Das Bundesumweltministerium hat die Umstellung von konventioneller auf LED-Beleuchtung in Niederbayern mit insgesamt rund 130.000 Euro durch die Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, übergibt heute der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der drei niederbayerischen Städte sowie der Landrätin des Landkreises Regen Klimaschutz-Zertifikate über die eingesparten Treibhausgase.

Florian Pronold: "Durch die Beleuchtungssanierungen in Zwiesel, Hauzenberg, Tiefenbach und Regen werden in den nächsten 20 Jahren knapp 1.900 Tonnen CO2 eingespart. Das zeigt, wie groß die Klimaschutzpotenziale bei der Umstellung auf moderne Technologien sind. Gleichzeitig sinken die Stromkosten durch die Einsparungen erheblich. Eine Umstellung auf LED lohnt sich daher fürs Klima und für die Stadtkasse."

In der Stadt Zwiesel wurde die Innen- und Hallenbeleuchtung des Waldmuseums auf LED umgerüstet. Der Stromverbrauch der sanierten Leuchten ist circa 92 Prozent niedriger als der Verbrauch der alten Anlagen. So werden in den nächsten 20 Jahren rund 499 Tonnen CO2 eingespart. Die Gesamtausgaben des Projekts betrugen insgesamt rund 85.000 Euro, das Bundesumweltministerium unterstützte das Vorhaben mit rund 31.000 Euro. Die Umstellung fand von Dezember 2017 bis November 2018 statt. Heute überreichte Florian Pronold dem ersten Bürgermeister der Stadt, Franz Xaver Steininger, ein Zertifikat über die Einsparung von Treibhausgasemissionen. Zusätzlich zu diesem Projekt unterstützte das Bundesumweltministerium über die NKI noch zwei weitere Klimaschutzvorhaben der Stadt Zwiesel. So erstellt die Stadt derzeit ein Klimaschutzteilkonzept für die eigenen Liegenschaften, nachdem sie in 2013 bereits ein Teilkonzept zur klimafreundlichen Abwasserbehandlung fertigstellte.

Die Stadt Hauzenberg setzt neuerdings bei der Innen- und Hallenbeleuchtung in den Turnhallen der Schulen und Kindergärten auf LED. Die sanierten Leuchten verbrauchen rund 73 Prozent weniger Strom als die alten Beleuchtungsanlagen. Dadurch werden in den nächsten 20 Jahren rund 142 Tonnen CO2 eingespart. Das Bundesumweltministerium unterstützte die Umrüstung mit rund 12.000 Euro, die Gesamtkosten des Vorhabens beliefen sich auf knapp 31.000 Euro. Die Umstellung fand von März 2018 bis Februar 2019 statt. Florian Pronold überreichte der ersten Bürgermeisterin der Stadt, Gudrun Donaubauer, heute ein Klimaschutz-Zertifikat für die erfolgreiche Durchführung des Projekts. Insgesamt wurden in Hauzenberg bereits zehn Projekte im Rahmen der NKI mit einem Fördervolumen von rund 522.000 Euro bewilligt. 2014 erstellte die Stadt beispielsweise ein Klimaschutzteilkonzept für die eigenen Liegenschaften, das durch ein Klimaschutzmanagement umgesetzt wird. Darüber hinaus wird derzeit die Beleuchtung weiterer Liegenschaften, wie beispielsweise der Polizeistation, des Rathauses, des Busbahnhofs und des Parkhauses mit Unterstützung durch das Bundesumweltministerium saniert.

In der Gemeinde Tiefenbach wurde die Sanierung der Innenbeleuchtung im Rathaus und im Bauhof mit knapp 6.000 Euro durch die Kommunalrichtlinie der NKI gefördert. Die Gesamtausgaben des Projekts betrugen knapp 20.000 Euro. Die Sanierung der insgesamt 90 Lichtpunkte fand von August 2017 bis Juli 2018 statt und führt zu einer Stromverbrauchsreduktion in Höhe von 65 Prozent. Dadurch werden in den nächsten 20 Jahren 118 Tonnen CO2 eingespart. Heute überreichte Florian Pronold dem ersten Bürgermeister der Gemeinde, Christian Fürst, ein Klimaschutz-Zertifikat über diese Einsparungen.

Im Landkreis Regen wurde die Innenbeleuchtung des Landratsamts auf LED umgerüstet. Die Umstellung fand von März 2017 bis Juli 2018 statt. Die Gesamtausgaben des Projekts betrugen insgesamt knapp 267.000 Euro, das Bundesumweltministerium unterstützte das Vorhaben mit rund 80.000 Euro. Die 534 sanierten Lichtpunkte verbrauchen 69 Prozent weniger Strom als die alten Anlagen. Dadurch wird eine Treibhausgaseinsparung von 1.138 Tonnen CO2 in den nächsten 20 Jahren erreicht. Florian Pronold überreichte der Landrätin Rita Röhrl heute ein Klimaschutz-Zertifikat über diese Einsparungen. Insgesamt wurden bereits acht Projekte des Landkreises Regen mit einem Fördervolumen von rund 433.000 Euro im Rahmen der NKI bewilligt. 2012 ließ der Landkreis beispielsweise ein Klimaschutzteilkonzept für die eigenen Liegenschaften erstellen, das im Anschluss durch ein Klimaschutzmanagement umgesetzt wurde. Darüber hinaus wurde als ausgewählte Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzmanagements die Heizanlage des Landratsamts auf eine Holzhackschnitzelanlage umgestellt.

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Bislang wurden mehr als 28.750 Projekte durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Die Sanierung von Beleuchtungsanlagen sowie die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch ein Klimaschutzmanagement werden im Rahmen der NKI durch die Kommunalrichtlinie gefördert. Anträge können vom 1. Januar bis 31. März sowie vom 1. Juli bis 30. September eines Jahres gestellt werden. Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement können ganzjährig beantragt werden.

24.05.2019 | Pressemitteilung Nr. 085/19 | Nationale Klimaschutzinitiative