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26.06.2019

Bundesumweltministerium fördert innovatives Verfahren zur Wiedergewinnung von Wolfram

Das BMU fördert das innovative Pilotprojekt der H.C. Starck Tungsten GmbH zur energie- und rohstoffeffizienten Wiedergewinnung von Wolfram-Chemikalien mit rund 150 Tausend Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Die H.C. Starck Tungsten GmbH plant, ein innovatives Verfahren zur energie- und rohstoffeffizienten Wiedergewinnung von Wolfram-Chemikalien aus Metallschrotten zu implementieren. Damit kann das Unternehmen im Werk Goslar (Niedersachsen) den Energieverbrauch für diesen Prozess um über 90 Prozent senken und den Verbrauch von Natronlauge senken. Für die Umsetzung des Pilotprojektes stellt das Bundesumweltministerium rund 150 Tausend Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm bereit.

Die H.C. Starck Tungsten GmbH produziert nach kundenspezifischen Vorgaben am Standort Goslar aus Recyclingmaterialien und Erzen hochleistungsfähige Pulver des Refraktärmetalls Wolfram und dessen Verbindungen. Diese werden etwa für die Herstellung von Hartmetallwerkzeugen, Öl- und Gasbohrern, Schwermetalllegierungen oder auch von Katalysatoren benötigt, welche in den verschiedensten Schlüsselindustrien Verwendung finden (Luft- und Raumfahrt, Automotive, Konstruktions- und Maschinenbau, Medizintechnik, Chemie, sowie Energieindustrie).

Bereits heute recycelt das Unternehmen am Standort Goslar Wolfram. Ein Produkt des Wolframrecyclings ist das Ammoniummetawolframat (AMW), welches als Vorstoff für Industriekatalysatoren verwendet wird. Derzeit wird dieser Stoff über ein mehrstufiges chemisches Aufbereitungsverfahren gewonnen, das sehr energieintensiv ist.

Künftig soll das AMW aus wolframhaltigen Schrotten nach einem innovativen, deutlich energieeffizienteren hydrometallurgischem Verfahren hergestellt werden. Der Energieverbrauch beziehungsweise die CO2-Emissionen sollen um über 90 Prozent gesenkt werden. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung von über 900 Tonnen CO2-Emissionen bei einer Jahresproduktion von 1000 Tonnen Produkt. Die optimierte Prozessführung soll ferner den Verbrauch an Alkalilauge und die Emissionen an Neutralsalzen signifikant reduzieren.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

26.06.2019 | Pressemitteilung Nr. 108/19 | Förderung