https://www.bmu.de/PM1269
22.06.2001

Bundesumweltminister Jürgen Trittin: Naturschutz braucht starke Bündnispartner

Nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin braucht der Naturschutz zur Bewältigung der anspruchsvollen Aufgaben starke Bündnispartner. "Die mehr als 200 Stiftungen in Deutschland, die sich dem Umwelt- und Naturschutz widmen, haben sich als solche Partner bewährt und Beispielhaftes für den Schutz der biologischen Vielfalt vor Ort und zur Sicherung des nationalen Naturerbes geleistet. Angesichts knapper öffentlicher Kassen werden sie in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen," sagte der Minister während der heutigen Festveranstaltung zum 25jährigen Bestehen der Naturlandstiftung Saar in Perl/Nennig. Er appellierte an die Stiftungen, mit ihrem Erfolg stärker in der Öffentlichkeit zu werben und zu zeigen, dass Naturschutz Spaß macht und ein Gewinn an Lebensqualität darstellt.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin würdigte die Arbeit der Naturlandstiftung Saar, der ältesten Naturschutzstiftung Deutschlands, die sich um die Entwicklung von insgesamt 53 Schutzgebieten, darunter um die vom Bundesumweltministerium geförderten Naturschutzgroßprojekte Wolferskopf, Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe und Ill-Renaturierung, verdient gemacht hat. "Dieses langjährige Engagement ist zugleich ein wertvoller Beitrag, im Saarland einen Grundstock an geeigneten Schutzgebieten für den in der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes vorgesehenen Biotopverbund auf 10 Prozent der Fläche zu bilden. Mit diesem Biotopverbund werden heimische Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume dauerhaft gesichert und zugleich der Nachweis erbracht, dass moderner, zukunftsweisender Naturschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt auch in einem modernen Industriestaat möglich sind," sagte Trittin.

Das Bundesumweltministerium leistet einen erheblichen finanziellen Beitrag zur Sicherung des nationalen Naturerbes. So stellt es jährlich rund 40 Millionen DM für Naturschutzgroßprojekte in ganz Deutschland zur Verfügung.

22.06.2001 | Pressemitteilung 120/01 | Naturschutz/Biologische Vielfalt