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15.11.2019

Bundestag beschließt Klimaschutzgesetz

Bundestagskuppel mit deutscher Flagge
unterseite icon 15.11.2019 | Klimaschutz

Entwurf des Bundes-Klimaschutzgesetzes

Bundes-Klimaschutzgesetz

Entwurf des Bundes-Klimaschutzgesetzes
download icon 09.10.2019 | Klimaschutz

Klimaschutzprogramm 2030

Klimaschutzprogramm 2030
Das Klimaschutzgesetz wurde im Bundestag verabschiedet. Damit wird Klimaschutz für alle verbindlich.

Herzstück des Klimaschutzpakets verpflichtet alle relevanten Ressorts zur Treibhausgasminderung

Der Bundestag hat heute das Klimaschutzgesetz beschlossen. Es sieht gesetzlich verbindliche Klimaschutzziele für jedes Jahr und jeden einzelnen Bereich vor. Damit ist Deutschland das erste Land, das sich einen derart verbindlichen Fahrplan in Richtung Treibhausgasneutralität gibt. Sollte ein Bereich vom Kurs abkommen, greift ein verbindlicher Nachsteuerungsmechanismus als Sicherheitsnetz. Auch das Ziel der Treibhausgasneutralität 2050 wird damit erstmals gesetzlich verankert. Das Gesetz muss nun noch den Bundesrat passieren.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Das Herzstück des Klimaschutzprogramms wird jetzt Gesetz. Deutschland bekommt damit einen verbindlichen Klimaschutz-Fahrplan und klare Regeln. Klimaschutz wird endlich für alle verbindlich. Denn das Gesetz schreibt fest, wie viel CO2 in den Bereichen Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, Energie und Industrie jedes Jahr ausgestoßen werden darf. Mit dem Klimaschutzgesetz wird jedes Ministerium zum Klimaschutzministerium. Künftig wird regelmäßig kontrolliert, ob die Emissionen wie erwartet sinken. Wenn nicht, muss das jeweils verantwortliche Ressort mit einem Sofortprogramm reagieren. Das gilt auch für den sozialen Ausgleich: Wenn die geplanten Entlastungen nicht ausreichen, wird auch hier schnell nachgesteuert."

Infografik: Klimaschutz wird Gesetz - Sechs Gründe, warum das Klimaschutzgesetz so wichtig ist:Es schreibt vor, wie viel CO2 jeder Bereich pro Jahr ausstoßen darf;  Es überwacht regelmäßig, ob ein Bereich zu viel CO2 ausstößt;  Es verpflichtet zu sofortigen Maßnahmen, wenn zu viel CO2 ausgestoßen wird;  Es regelt, dass Klimaziele nur verschärft, aber nicht gelockert werden können;  Es sorgt dafür, dass das Klimaziel 2030 (55 Prozent weniger CO2) verlässlich erreicht wird;  Es bringt unser Land auf Kurs: Treibhausgasneutrales Deutschland bis 2050.
BMU/ Harvepino/ Shutterstock

Das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 für Deutschland wird erstmals gesetzlich verankert. Bislang lag das 2050-Ziel der Bundesregierung noch bei 80 bis 95 Prozent CO2-Reduktion. Das neue Ziel ist damit das klare Signal an alle Branchen, sich rechtzeitig auf eine Wirtschaftsweise ohne fossile Energien vorzubereiten. Vereinbart wird auch, dass die Bundesregierung im Jahr 2025 jährlich absinkende Emissionsmengen für die Zeit nach 2030 festlegen muss, die dann den Pfad in Richtung Treibhausgasneutralität 2050 genauer beschreiben werden.

Für den CO2-Ausstoß in jedem einzelnen Bereich gelten jetzt klar bezifferte und überprüfbare Sektorziele für jedes Jahr zwischen 2020 und 2030. Zugleich wird jedes Jahr das Umweltbundesamt und ein unabhängiger Expertenrat überwachen, ob ein Bereich zu viel CO2 ausstößt. In dem Fall, dass ein Bereich vom Reduktionspfad abweicht, verpflichtet das Gesetz die verantwortlichen Ministerien zu sofortigen Maßnahmen. So sorgt das Klimaschutzgesetz dafür, dass das übergreifende Klimaziel für 2030 (55 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu 1990) verlässlich erreicht wird.

15.11.2019 | Pressemitteilung Nr. 204/19 | Klimaschutz