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30.11.2020

Bundespreis Ecodesign zeichnet zum neunten Mal zukunftsweisende Projekte aus

video icon 30.11.2020 | Produkte und Konsum

Bundespreis Ecodesign 2020

Bundespreis Ecodesign 2020
Lösungen für nachhaltigere Lebensweisen werden für den Wettbewerb in vier Kategorien Produkte, Dienstleistungen, Konzepte und Nachwuchsarbeiten prämiert.

Eine virtuelle Reise zu hochalpinen Gletschern, gerettetes Porzellan, kreislauffähige Jeansherstellung oder die Wiederbelebung alter Gemüsesorten – mit zukunftsweisenden Projekten, die zugleich umweltverträglich und herausragend gestaltet sind, suchen die Gewinnerinnen und Gewinner des Bundespreises Ecodesign nach Lösungen für nachhaltigere Lebensweisen.

Parlamentarische Staatssekretärin im BMU Rita Schwarzelühr-Sutter: "Ich freue mich, dass trotz der Corona-Pandemie das Interesse am Bundespreis Ecodesign ungebrochen ist. Der gestalterische und ökologische Anspruch der Einreichungen hat sich seit der erstmaligen Auslobung kontinuierlich gesteigert. Der Bundespreis Ecodesign geht als wichtigste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in sein 10. Jubiläumsjahr."

UBA-Präsident Prof. Dr. Dirk Messner: "Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrücklich, dass es bei Ecodesign nicht nur um die Verbesserung von Produkten geht, sondern um die Gestaltung neuer Systeme und neuer Denkweisen. Gestaltende und Designende leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft."

Die Videoaufzeichnung mit der Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger des Bundespreises Ecodesign 2020 wird heute (30. November 2020) ab 17.00 auf den Webseiten des Bundesumweltministeriums (BMU), des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundespreises Ecodesign veröffentlicht. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Verleihung des Preises nicht wie geplant in einem feierlichen Rahmen stattfinden. Der Festakt im Bundesumweltministerium wurde abgesagt.

Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt loben den Bundespreis Ecodesign seit 2012 jährlich gemeinsam mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin aus. Der Wettbewerb zeichnet in vier Kategorien Produkte, Dienstleistungen, Konzepte und Nachwuchsarbeiten aus, die aus Umwelt- und Designsicht überzeugen. Er richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen sowie Studierende. Preisträger 2020

Alle Preisträger finden Sie ab 17:00 Uhr zudem in einer Online-Ausstellung.

2021 sind alle prämierten und nominierten Beiträge des Bundespreises Ecodesign 2020 in einer Wanderausstellung zu sehen.

Am 18. Januar 2021 startet die neue Wettbewerbsrunde.

Kategorie Produkt

• Startec Frame Fix – Häfele GmbH & Co KG (Firmensitz: Nagold) Die mechanischen Türzargenbefestigung verzichtet gänzlich auf Schaum und ist im Gegensatz zu festen Montagen per Dübel und Schraube jederzeit verstellbar.

• EcoLine – Edding AG (Firmensitz: Ahrensburg)
Die Marker der umweltfreundlichen Produktreihe bestehen aus recyceltem Kunststoff, außerdem bietet Edding Angebote zur Lebensdauerverlängerung durch Nachfüllen und Austauschen, sowie ein Rücknahmesystem an. Der Highlighter hat auch den Blauen Engel.

Kategorie Service

• LED-Beleuchtung im LaaS Modell – Deutsche Lichtmiete (Firmensitz: Oldenburg)
Hochwertige energieeffiziente LED-Industriebeleuchtung wird im Sinne eines integrierten Kreislaufwirtschaftskonzepts entwickelt, produziert und vermietet. Endkundinnen und Endkunden können somit Energieverbrauch, CO2-Emission und Kosten reduzieren.

Kategorie Konzept

  • Expedition 2 Grad – Züricher Hochschule der Künste; Université de Fribourg (Sitz: Zürich, Schweiz)

Die virtuelle Reise rund um das Gebiet des Aletschgletschers soll insbesondere Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen des Klimawandels in der alpinen Umgebung auf interaktive und emotionale Art und Weise vermitteln.

  • LÜCKE-Geschirr – Susann Paduch (Firmensitz: Weimar)

Fehlerhaftes Porzellan der Kahla Thüringen Porzellan GmbH wurde durch einen gestalterischen Kniff zu Design-Unikaten umfunktioniert und dem temporären Restaurant LÜCKE in Weimar zur Verfügung gestellt.

Kategorie Nachwuchs

  • New Blue – Tim van der Loo (weißensee kunsthochschule berlin)

Das Konzept für eine neuartige Jeansherstellung zeigt, wie gebrauchte Jeans mit der Technologie der Vliesbildung und digital unterstützter, industrieller Stickerei zu einem kreislauffähigen Textil umgewandelt werden kann.

  • Alte Sorten - Neu entdeckt – Jana Hoffmann (Hochschule Trier)

Das modulare Verkaufs- und Informationssystem wirbt für die Nutzung alter Gemüsesorten, informiert über deren Vorzüge und ist dabei ganzheitlich und nachhaltig gestaltet.

  • Papier Schwangerschaftstest – Yue Zhao (Muthesius Kunsthochschule)

Der Papier-Schwangerschaftstest aus Recyclingpapier reduziert im Vergleich zu handelsüblichen Tests unnötigen Plastikmüll und funktioniert dabei ebenso praktisch und akkurat.

Jury

  • Werner Aisslinger (Produktdesigner)
  • Professor Anna Berkenbusch (Kommunikationsdesignerin, Professorin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
  • Andreas Detzel (Umweltexperte am ifeu in Heidelberg)
  • Professor Matthias Held (Produktdesigner, Professor an der HfG Schwäbisch Gmünd)
  • Professor em. Günter Horntrich (Produktdesigner, Professor em. für Design und Ökologie an der KISD – Köln International School of Design)
  • Dr. Bettina Rechenberg (Leiterin des Fachbereichs III "Nachhaltige Produkte und Produktion, Kreislaufwirtschaft" im Umweltbundesamt)
  • Professor Dr. Claudia Perren (Architektin, Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel)
  • Rita Schwarzelühr-Sutter MdB (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium)
  • Professor Friederike von Wedel-Parlow (Modedesignerin, Gründerin des Beneficial Design Institute)
30.11.2020 | Pressemitteilung Nr. 219/20 | Produkte und Konsum
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Umweltbundesamt und dem Internationalen Design Zentrum Berlin