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14.07.2021

BMU fördert lokales Klimaschutzmanagement und Elektroautos für Pflegedienste in Brandenburg

Parlamentarischer Staatssekretär beim BMU, Florian Pronold hat Förderschecks an Projekte in Brandenburg vergeben.

Florian Pronold überreicht Förderschecks an die Stadt Templin und soziale Einrichtungen in Schorfheide und Wandlitz

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMU hat heute einen Förderscheck zum Start des Projekts "Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Templin" überreicht. Das Projekt wird mit 110.000 Euro aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Außerdem übergab Florian Pronold Förderbescheide an die Barnimer Pflegebienen aus Schorfheide sowie die AIP Ambulante Intensiv Pflege aus Wandlitz. Beide Pflegedienste werden bei der Anschaffung von jeweils zwei Elektrofahrzeugen und dem Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur finanziell unterstützt. Die Förderung für beide Einrichtungen stammt aus dem Programm "Sozial & Mobil", das noch bis Ende 2022 läuft.

Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold: "Klimaschutz kann nur erfolgreich sein, wenn wir alle Akteure in Deutschland beteiligen. Mit vielen kleinen Entscheidungen können Kommunen und soziale Dienste einen großen Beitrag für Deutschlands Klimaziele leisten. Ich freue mich sehr, dass die Stadt Templin die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative genutzt hat, um ein Klimaschutzmanagement vor Ort umzusetzen. Ambulante Dienste sind mit vielen kurzen Fahrten optimal für die Nutzung von Elektrofahrzeugen. Soziale Einrichtungen, die ihre Dienste elektrifizieren, wie in Schorfheide und Wandlitz schonen das Klima und ihren Geldbeutel. Leisere Fahrzeuge mit weniger Abgasen sind gut für die Umwelt und steigern die Lebensqualität der Be-schäftigten und der Menschen, die von ihnen betreut werden. Außerdem kosten Elektrofahrzeuge im Betrieb weniger als Verbrenner, und sie brauchen weniger Wartung.“

Mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Templin werden kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufgezeigt und somit tragen sie auf lokaler Ebene zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele bei. In Rahmen des Vorhabens wird unter Einbeziehung aller relevanter Akteure eine Energie- und Treibhausgasbilanz, eine Potenzialanalyse, Minderungsziele, ein Maßnahmenkatalog und eine Empfehlung für ein geeignetes Instrument zum Controlling und Management entwickelt. Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Im Zeitraum 2008 bis 2020 wurden bereits etwa 35.500 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,23 Milliarden Euro durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Ver-braucher und Unternehmen.

Soziale Einrichtungen, wie in Schorfheite und Wandlitz, die ihren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen wollen, können seit November 2020 eine spezielle Förderung beantragen. Bis Ende 2022 stehen ihnen im Programm "Sozial & Mobil" insgesamt 200 Millionen Euro mit verschiedenen Fördermöglichkeiten zur Verfügung. In Deutschland sind derzeit mehr als 280.000 Fahrzeuge für Unternehmen und Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen auf deutschen Straßen unterwegs. Bislang wird nur eine kleine Zahl davon elektrisch betrieben. Mehr als 45.000 dieser Pkw und Kleinbusse werden jährlich erneuert. Neben dem Flottenaustauschprogramm unterstützt das BMU Pflege-Dienste, Heime und andere soziale Einrichtungen mit dem Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen". Beide Programme sind Bestandteil des Konjunktur- und Zukunftspakets, das die Bundesregierung in Reaktion auf die Corona-Pandemie auf den Weg gebracht hat.

14.07.2021 | Pressemitteilung Nr. 180/21 | Klimaschutz