https://www.bmu.de/PM9774
02.09.2021

BMU fördert E-Campus in Freiburg mit 5,2 Millionen Euro

Der Aufbau des innerstädtischen E-Campus Freiburg, in dem öffentliche Gebäude mit Wärme und Energie aus Erneuerbaren Energien versorgt werden sollen, wird aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des BMU gefördert.

Rita Schwarzelühr-Sutter übergibt Förderscheck für kommunales Klimaschutz-Modellprojekt an Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag

Der Aufbau des innerstädtischen E-Campus Freiburg, in dem öffentliche Gebäude mit Wärme und Energie aus Erneuerbaren Energien versorgt werden sollen, wird mit rund 5,2 Millionen Euro aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums gefördert. Heute übergibt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, den Förderbescheid und den symbolischen Förderscheck für dieses kommunale Klimaschutz-Modellprojekt an Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau.

Rita Schwarzelühr-Sutter: „Der E-Campus in Freiburg wird ein Leuchtturm-Projekt, das als Vorbild für effektiven Klimaschutz weit über Baden-Württemberg hinaus strahlen wird. Es ist ein überzeugendes und auf andere Städte übertragbares Konzept für eine nachhaltig betriebene innerstädtische Wärme- und Energieversorgung. Deshalb kann ich die Stadt Freiburg nur ermuntern, die Ergebnisse und Erfahrungen mit dem E-Campus mit anderen Kommunen zu teilen, damit es möglichst viele Nachahmer gibt.“

Das Modellprojekt wird in den kommenden vier Jahren vom Bundesumweltministerium mit fast 5,2 Millionen Euro gefördert. In diesem Projekt mit Vorbildcharakter werden öffentliche Gebäude der Stadt Freiburg im Breisgau mit ihren jeweils unterschiedlichen Anforderungen der Energie- und Heizsysteme an ein gestuftes Wärmenetz und ein eigenes Stromnetz angeschlossen. Alle Gebäude sollen nach Fertigstellung nachhaltig durch Photovoltaik und Geothermie mit ausreichend Wärme und Energie versorgt werden. Ermöglicht wird dies durch eine intelligente Vernetzung digitaler Steuerungseinheiten sowie der Errichtung von Wärme- und Batteriespeichern. Mit diesem Projekt können jährlich bis zu 2.235 Tonnen CO2 eingespart werden.

Das Bundesumweltministerium unterstützt und initiiert über die NKI mit dem Förderaufruf für investive kommunale Klimaschutz-Modellprojekte wegweisende Investitionsvorhaben im kommunalen Umfeld, die durch ihre direkten Treibhausgasminderungen einen wesentlichen Beitrag zur schrittweisen Erreichung der Treibhausgasneutralität von Kommunen leisten. Seit 2016 hat das BMU im Rahmen des Förderaufrufes bundesweit rund 50 Klimaschutz-Modellprojekte bewilligt. Zusammen entspricht das einem Fördervolumen in Höhe von rund 135 Millionen Euro.

In diesem Jahr können kommunale Antragstellerinnen Projektskizzen vom 1. September bis zum 31. Oktober einreichen. Die besten Projekte werden in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.

02.09.2021 | Pressemitteilung Nr. 218/21 | Klimaschutz