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19.03.2019

Besserer Schutz der Gewässer vor Spurenstoffen

Svenja Schulze spricht beim Stakeholder-Dialog zur "Spurenstoffstrategie des Bundes"
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Ergebnisse der Phase 2 des Stakeholder-Dialogs

zur Umsetzung von Maßnahmen für die Reduktion von Spurenstoffeinträgen in die Gewässer

Ergebnisse der Phase 2 des Stakeholder-Dialogs
bildergalerie icon 19.03.2019 | Binnengewässer

Stakeholder-Dialog zur Spurenstoffstrategie

Stakeholder-Dialog zur Spurenstoffstrategie
Auf Initiative des BMU haben sich Unternehmen, Umweltverbände, Wasserwirtschaft, Länder und Kommunen auf auf neue Maßnahmen zur Verringerung von Spurenstoffen wie Arzneimitteln oder Chemikalien in Gewässern verständigt.

Unternehmen, Umweltverbände, Wasserwirtschaft, Länder und Kommunen haben sich auf Initiative des Bundesumweltministeriums auf neue Maßnahmen zur Verringerung von Spurenstoffen in Gewässern verständigt. Spurenstoffe sind Substanzen zum Beispiel aus Arzneimitteln oder Chemikalien, die in sehr geringer Konzentration in Gewässern vorkommen. Alle Beteiligten wollen die neuen Maßnahmen zunächst in einer einjährigen Pilotphase testen. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse soll eine gemeinsame, umfassende Spurenstoffstrategie entwickelt werden. Die Pilotmaßnahmen werden heute im Rahmen einer Konferenz im Bundesumweltministerium vorgestellt und diskutiert.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Immer häufiger finden wir Rückstände von Arzneimitteln und anderen Chemikalien in unseren Gewässern. Dort gehören sie nicht hin: Sie können der Umwelt schaden und die Trinkwassergewinnung erschweren. Ich freue mich, dass wir uns mit den beteiligten Akteuren auf zusätzliche Maßnahmen einigen konnten. Wir werden den Eintrag von Spurenstoffen in Gewässer reduzieren - von der Quelle bis zur Kläranlage."

Spurenstoffe stammen aus der Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Arzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln, Industrie- und Haushaltschemikalien, sowie Körperpflege- und Waschmitteln. Trotz der niedrigen Konzentrationen können sie schädliche Effekte auf Ökosysteme und auf die Gewinnung von Trinkwasser haben.

Die Teilnehmer des Dialogs haben sich für die Pilotphase auf folgende wichtige Maßnahmen verständigt:

  • Um mehr Klarheit darüber zu bekommen, welche Spurenstoffe für den Gewässerschutz besonders relevant sind, haben die Dialogteilnehmer gemeinsame Bewertungskriterienfestgelegt.
  • Die Hersteller haben sich dazu bekannt, konkrete Minderungsmaßnahmen für einzelne dieser Spurenstoffe zu ergreifen.
  • Die Teilnehmer haben einen Orientierungsrahmen formuliert, um zu prüfen, an welchen Kläranlagen in Deutschland eine erweiterte Abwasserbehandlung zur Elimination von Spurenstoffen besonders sinnvoll ist. Die Länder können anhand dieses Rahmens Kläranlagen identifizieren, die dahingehend nachgerüstet werden sollen.
  • Eine Substanzgruppe, die vermehrt in Gewässern nachweisbar ist, sind jodierte Röntgenkontrastmittel. Diese sind extrem langlebig. Auch wenn es noch keinen Nachweis über ihre Umweltschädlichkeit gibt, werden die beteiligten Akteure prüfen, wie sie diese noch vor Ort in der Praxis oder im Krankenhaus zurückhalten können statt sie im Abwasser zu entsorgen.
  • Durch gemeinsame Informationskampagnen sollen Verbraucherinnen und Verbraucher für den gewässerschonenden Umgang mit diesen Stoffen sensibilisiert werden.

Damit präsentiert das Umweltministerium kurz nach der Veröffentlichung der EU-Strategie zu Arzneimitteln in der Umwelt am 11. März 2019 und vor dem Weltwassertag am 22. März einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Spurenstoffeinträgen, der viele der von der EU vorgeschlagenen Handlungsfelder aufgreift.

19.03.2019 | Pressemitteilung Nr. 034/19 | Binnengewässer