Adler: "Deutsche Wasserwirtschaft ist bei der Bekämpfung globaler Wasserrisiken unverzichtbar."

28.03.2017
Hände schöpfen Wasser aus einem See
Hinweis: Dieser Text stammt aus dem Pressearchiv.
Veröffentlicht am:
Laufende Nummer: Nr. 102/17
Thema: Binnengewässer
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Leitung: Barbara Hendricks
Amtszeit: 17.12.2013 - 14.03.2018
18. Wahlperiode: 17.12.2013 - 14.03.2018
Adler eröffnet die Messe "Wasser Berlin"

Staatssekretär Gunther Adler eröffnet die Messe "Wasser Berlin"

Das Vorbeugen weiterer regionaler Wasserkrisen steht im Mittelpunkt der diesjährigen "Wasser Berlin". Auf der vom 28. bis 31. März stattfindenden Messe präsentieren 140 nationale und internationale Erstaussteller ihre Lösungen ökologischer Wasser- und Abwassertechnologien. Bei der Eröffnungsrede betonte Staatssekretär Gunther Adler, dass die Deutsche Wasserwirtschaft andere Staaten bei der Umsetzung des globalen Nachhaltigkeitsziels Wasser unterstützen kann: "Wasser ist das Lebensmittel 'Nummer eins'. Wassermangel verstärkt soziale, politische oder wirtschaftliche Krisen oder kann diese auch auslösen. Deutschland will daher helfen, andernorts Trinkwasser-Kapazitäten aufzubauen. Damit verhindern wir, dass Menschen ihre Heimatregionen verlassen müssen. Es geht also nicht nur um einen Markt für Wasser- und Abwassertechnik, sondern um ein wichtiges gesellschaftliches Engagement im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele." Adler bekräftigte, dass die Bundesregierung den Export von Umwelttechnologien und internationale Beratungsangebote für den Schutz von Wasserressourcen weiter fördern werde.

Der Global Risk Report des World Economic Forum zählt "Wasserkrisen" seit 2012 jährlich zu den fünf globalen Risiken mit den größten Auswirkungen. Aktuell leben weltweit über 1 Milliarde Menschen in wasserarmen Regionen. "Wasserkrisen" wiederum sind häufig geopolitische und soziale Risikofaktoren, die innenpolitische oder regionale Konflikte verstärken. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt als mittleren Wert, dass es bis 2050 circa 200 Millionen Umweltflüchtlinge geben wird.

Umwelttechnologien sind ein Hebel für nachhaltige Entwicklung und ein konkretes Instrument, mit dem Deutschland in anderen Ländern einen Beitrag zu besseren Lebensbedingungen leisten kann. Mit der vom BMUB ins Leben gerufenen "Exportinitiative Umwelttechnologien" werden Projekte deutscher Unternehmen und Institutionen mit der Perspektive gefördert, technisches Know-how und Umweltwissen in anderen Ländern zu verbreiten und damit vor Ort Kapazitäten aufzubauen. Das Kabinett hat am 15. März (mit den Haushaltseckwerten) eine Fortführung der vom BMUB ins Leben gerufenen "Exportinitiative Umwelttechnologien" bis 2021 beschlossen. Studien prognostizieren ein Wachstum des Marktvolumens für Wasser- und Abwassertechnologien weltweit auf knapp 990 Milliarden Euro.

Weitere Informationen

Im Rahmen des Kongressprogramms finden am Donnerstag, 30. März 2017, 9:30 Uhr bis 14:00 Uhr bereits zum zweiten Mal im Rahmen der Messe die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues (Halle 4.2) der Messe Berlin statt. Leitthema des aktuellen Expertenforums ist das Abwasser als unerschlossene Ressource. Staatssekretär Gunther Adler eröffnet die Veranstaltung mit einer Keynote zum Thema Ressourceneffizienz im Wassermanagement als Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele. Prof. Stefan Uhlenbrook, Leiter des World Water Assessment Programm der UNESCO, wird den am 22. März 2017 veröffentlichten diesjährigen Weltwasserbericht der Vereinten Nationen dem Publikum vorstellen. Die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues sind eine Veranstaltungsreihe der Partner BMUB, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, der Messe Berlin GmbH und German Water Partnership e.V. (Projektbüro).

28.03.2017 | Pressemitteilung Nr. 102/17 | Binnengewässer
https://www.bmuv.de/PM6990
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