100.000 Dächer-Solarstrom-Programm kurz vor dem Ziel

23.06.2003
Hinweis: Dieser Text stammt aus dem Pressearchiv.
Veröffentlicht am:
Laufende Nummer: 108/03
Thema: Energieeffizienz
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Leitung: Jürgen Trittin
Amtszeit: 27.10.1998 - 22.11.2005
15. Wahlperiode: 22.10.2002 - 22.11.2005
Bis Jahresende 300 MW neu installierter Leistung erwartet / Antragsende: 30. Juni 2003

Gemeinsame Pressemitteilung BMU / KfW

Das 1999 von der Bundesregierung aufgelegte Programm zur Förderung von Photovoltaikanlagen (100.000 Dächer-Programm) erfreut sich einer starken Nachfrage. Bis zum Ende diesen Jahres wird das Programmziel von rund 300 Megawatt (MW) neu installierter Photovoltaik-Leistung erreicht sein. Anträge auf Gewährung eines zinsgünstigen Darlehens aus dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm können noch bis zum 30.6.2003 bei der KfW gestellt werden.

Nach dem Willen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin soll die auslaufende Förderung aus dem 100.000 Dächer-Programm durch die vorgesehene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kompensiert werden. Das Bundesumweltministerium beabsichtigt, die zukünftige Vergütung für Solarstrom entsprechend anzupassen.

KfW-Vorstand Ingrid Matthäus-Maier weist darauf hin, dass nach dem Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms am 30. Juni Anträge auf zinsgünstige Darlehen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen aus dem KfW-Umweltprogramm und dem CO2-Minderungsprogramm (auf Wohngebäuden) der KfW gestellt werden können.

Das 100.000 Dächer-Programm fördert Investitionen in die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen, vorwiegend in privaten Haushalten. Mit der Bereitstellung von 25 Millionen Euro allein in diesem Jahr unterstützt die Bundesregierung den Ausbau dieses viel versprechenden erneuerbaren Energieträgers.

Die Erfolgsgeschichte des 100.000 Dächer-Programms in Zahlen: Seit Programmbeginn im Jahr 1999 wurden Anträge in einem Umfang von 250 MW bewilligt. Das hierzu erforderliche Kreditvolumen beträgt rund 1,3 Milliarden Euro. In den letzten Wochen waren explodierende Antragszahlen bei der KfW zu verzeichnen: Gegenwärtig nimmt die KfW täglich rund 300 Anträge mit einem Kreditvolumen von rund 10 Millionen Euro oder einer Leistung von 2 MW entgegen. Im Mai waren es mit 200 Anträgen pro Tag deutlich weniger. Im Mai des Vorjahres betrug der durchschnittliche Antragseingang 60 Anträge pro Tag.

Ziel ist es, mit Hilfe der Nutzung der Solarenergie den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf 12,5 % zu verdoppeln. Mit einer Erhöhung der installierten Leistung aus Photovoltaikanlagen von 50 MW im Jahr 1999 um 300 MW auf 350 MW zum Ende des Jahres 2003 wird ein aktiver Beitrag zur Marktdurchdringung und zur Kostensenkung dieser umweltfreundlichen Technologie geleistet.

Mit der Förderung aus dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm erhalten Antragsberechtigte zur Errichtung oder Erweiterung von Photovoltaikanlagen ab einer Mindestgröße von 1 KW Nennleistung ein Darlehen zu einem besonders günstigen Festzinssatz und mit langer Laufzeit. Die Zinsverbilligungen werden aus Mitteln des Bundesumweltministeriums und der KfW, welche auch mit der Abwicklung des Programms befasst ist, getragen. Der attraktive Zinssatz von derzeit 1,91 % p. a. (effektiv) und die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesetzlich geregelte Abnahmeverpflichtung des aus Photovoltaikanlagen erzeugten Stroms durch die Energieversorgungsunternehmen führte zu einer ständig steigenden Nachfrage.

Interessenten können sich für weitere Informationen unter der Telefonnr. 01801/33 55 77 zum Ortstarif oder unter iz@kfw.de an das KfW-Informationszentrum wenden.

23.06.2003 | Pressemitteilung 108/03 | Energieeffizienz
https://www.bmuv.de/PM1971
  • Fotogalerie Videogalerie

    Mediathek

    Das Ministerium in Bildern

  • Fotogalerie Videogalerie Interviews

    Online-Tagebuch

    Aus der täglichen Arbeit des Ministeriums

  • Newsletter

    Newsletter

    Meldungen per E-Mail empfangen

Wege zum Dialog

Gute Politik für Umweltschutz und Verbraucherschutz gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Schreiben Sie uns oder beteiligen Sie sich an unseren Dialogangeboten.