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31.03.2021

10.000 Beschäftigte sollen an Challenge zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel teilnehmen

Die "Klima-Pendel-Challenge" startet. Berufspendler sollen motiviert werden auf klimaschonende Verkehrsmittel umzusteigen.

Bundesumweltministerium unterstützt Projekt des europäischen Automobilclubs ACE zur Verkehrswende mit rund 607.000 Euro

Für mehr Klimaschutz im Verkehr braucht es innovative Projekte. Solch ein Projekt ist die "Klima-Pendel-Challenge", das der europäische Automobilclub heute startet und mit dem Berufspendler motiviert werden sollen, auf klimaschonende Verkehrsmittel umzusteigen. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, übergibt heute dem ACE Auto Club Europa e.V. für dieses Projekt einen symbolischen Förderscheck über rund 607.000 Euro aus der Nationalen Klimaschutz Initiative (NKI).

Rita Schwarzelühr-Sutter: "Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wollen nicht die autogerechte, sondern die menschengerechte Stadt. Klimaschonende Verkehrsmittel sind gut für die Umwelt und für die Gesundheit. Klimafreundlicher unterwegs zu sein, schont meist auch den Geldbeutel. Mit dem innovativen ‚Mitmach-Ansatz‘ motiviert der ACE die Beschäftigten zu einer umweltschonenden Ausrichtung ihrer Mobilität. Eine wirklich nachhaltige Verkehrswende braucht mehr Ambition auf politischer Ebene und ganz konkrete Vorhaben wie die Pendel-Challenge. Und ohne erfolgreiche Verkehrswende kein erfolgreicher Klimaschutz."

Ein großes Klimaschutzpotenzial liegt in der Verlagerung von Berufsverkehr vom Pkw auf CO2-emissionsärmere oder -emissionsfreie Verkehrsmittel. Aber nicht nur die Umwelt profitiert davon, sondern auch die Betriebe selbst indem beispielsweise Kosten für Stellplätze reduziert, ihre Erreichbarkeit verbessert, ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöht und die Gesundheit der Beschäftigten gefördert werden. Mit der "Klima-Pendel-Challenge" startet der ACE Auto Club Europa heute ein neues innovatives Projekt zum Mobilitätsmanagement in Betrieben. Wesentliches Ziel des Projektes ist die Motivation der Beschäftigten, ihre Verkehrsmittelwahl zu überdenken und ihr Mobilitätsverhalten zu ändern. Dies gelingt beispielsweise durch einen Umstieg auf öffentliche und nicht motorisierte Verkehrsmittel oder durch die Bildung von Fahrgemeinschaften.

Dreiwöchige "CO2-Einspar-Wettbewerbe" in ausgewählten mittleren und größeren Betrieben sind ein Kernelement des Projektes. Dabei geht es um einen möglichst klimafreundlichen Arbeitsweg. Der ACE stellt den Teilnehmer*innen der Wettbewerbe in dieser Zeit kostenlos Angebote des Umweltverbunds zur Verfügung: Pedelecs, Falträder, Lastenräder, Fahrradanhänger, E-Scooter sowie Zeitkarten für den Öffentlichen Verkehr. Flankiert werden die Wettbewerbe durch Mobilitäts-Aktionstage bei denen die Gewinner*innen der Wettbewerbe prämiert werden.

Rita Schwarzelühr-Sutter bei der virtuellen Bescheidübergabe an den ACE Club

Insgesamt sollen durch das Projekt rund 33.000 Beschäftigte in den beteiligten Betrieben erreicht werden, etwa ein Drittel davon soll an den Wettbewerben teilnehmen. Das Projekt soll damit auch "Türöffner" für ein nachhaltiges systematisches Mobilitätsmanagement in den Betrieben sein.

Das innovative Klimaschutzprojekt des ACE wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des BMU gefördert. 

31.03.2021 | Pressemitteilung Nr. 059/21 | Nationale Klimaschutzinitiative