Nachhaltiger Konsum Teilhabe

Bote auf einem Lastenfahrrad

Die Bundesregierung hat im Februar 2016 das Nationale Programm für Nachhaltigen Konsum beschlossen. Sie beschreibt darin Ziele, Leitlinien sowie relevante Handlungsfelder zur Förderung eines nachhaltigen Konsums. Übergreifende Ziele des Programms sind die Stärkung der gesellschaftlichen Diskussion über nachhaltige Lebensstile, die Ökologisierung des Konsumverhaltens in zentralen Lebensbereichen sowie die Stärkung der Teilhabe aller Bevölkerungskreise. Um diese Ziele erreichen zu können, müssen Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. Daher haben das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) ein Forschungsprojekt "Bürgerbeteiligung und soziale Teilhabe im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Programms für Nachhaltigen Konsum" initiiert.

In diesem Forschungsprojekt soll herausgefunden und praktisch erprobt werden, mit welchen neuen Methoden die Beteiligung aller Bevölkerungskreise an nachhaltigem Konsum gefördert werden kann. Zugleich wird gefragt, wie nachhaltiger Konsum helfen kann, gesellschaftliche Teilhabe für benachteiligte Gruppen zu ermöglichen und welche gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hierfür geschaffen werden müssen.

Aktuelle Aktivitäten

  • Ein Paar auf dem Balkon ihrer Wohnung.
    Ideenschmiede 1

    Wohnraum gut nutzen

    • Ort: Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg)
    • Datum: 9. November 2019
    • Teilnehmende: 15 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger Freiburgs, als Anker-Dialogpartner: Referat für bezahlbares Wohnen der Stadt Freiburg (zwei Personen). Weitere institutionelle Partner: Quartierstreff 46 und Bauverein Breisgau (eine Person), Mieterverein Regio Freiburg (eine Person)
    • Themenschwerpunkte: Effiziente Wohnraumnutzung, flexible Wohnungsangebote nach kurzfristiger Bedarfsorientierung, intergenerationale Projekte, preiswerte Angebote durch nicht familiäres Zusammenleben und viele mehr
    Lastenrad auf dem Lande
    Ideenschmiede 3

    Nachhaltig mobil auf dem Land

    • Ort: Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)
    • Datum: 15. Februar 2020
    • Teilnehmende: Bürgerinnen und Bürger und institutionelle Partner
    • Themenschwerpunkte: Nachhaltige Mobilitätskonzepte auf die Gegebenheiten ländlicher Region zuschneiden, Mobilitätsformen (ÖPNV, Auto, Fahrrad …) verknüpfen, Nachhaltigkeit mit möglichst geringem Komfortverlust und viele mehr
  • Hände, die Lebensmittel schnippeln
    Ideenschmiede 2

    Fleisch ist kein Gemüse

    • Ort: Berlin (Berlin)
    • Datum: 1. Februar 2020
    • Teilnehmende: 12 ausgewählte Bürgerinnen und Bürgern Berlins, als Anker-Dialogpartner Ernährungsrat Berlin und ProVeg (je eine Person), weitere institutionelle Partner: Sarah Wiener Stiftung, Ecologic Institute, Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung e. V. (je eine Person)
    • Themenschwerpunkte: Nachhaltige Ernährung, niedrigschwelliger Umstieg für alle Bürgerinnen und Bürger, nachhaltige Küche in der Schule, innovative Ansätze um den Umstieg zu erleichtern und viele mehr
    Kleiderstange mit bunten Kleidern
    Ideenschmiede 4

    Kleidung länger nutzen

    • Ort: Essen (Nordrhein-Westfalen)
    • Datum: 29. Februar 2020
    • Teilnehmende: Bürgerinnen und Bürger und institutionelle Partner
    • Themenschwerpunkte: Bewusster Kleidung kaufen, längere Nutzungszeiten durch Reparatur und Tausch, die vielseitigen Umweltauswirkungen und viele mehr

Weitere Schwerpunkte des Forschungsprojektes

  • Illustration von Menschen, die diskutieren

    Gruppendiskussionen und Online-Dialog

    Um herauszufinden, welche Maßnahmen für nachhaltigen Konsum funktionieren, diskutieren rund 75 Personen in Gruppen und online verschiedene Maßnahmen auf ihre Alltagstauglichkeit.

    Menschen in kreativer Diskussion schreiben auf eine Tafel

    Ideenschmieden

    In vier Ideenschmieden erarbeiten Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Personen aus Unternehmen, Kommunen und Institutionen Lösungen, wie nachhaltiger Konsum gelingen kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

    Mikrofon am Pult vor Publikum

    Zukunftsforum

    Auf einer Großveranstaltung mit abwechslungsreichem Programm im Spätsommer 2020 wird anhand der Erkenntnisse des Projektes eine öffentliche Diskussion über nachhaltigen Konsum, Beteiligung und Teilhabe angestoßen.

  • Menschen sitzen an einem runden Tisch

    Runder Tisch

    Beim Runden Tisch kommen Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen aus dem Projekt erarbeiten sie einen "Orientierungsrahmen" für Beteiligung und Teilhabe im Rahmen des Nationalen Programms Nachhaltiger Konsum.

    Pfeil im Sand zeigt nach rechts

    Praxisleitfaden – Projektwoche nachhaltiger Konsum

    Dieser Praxisleitfaden basiert auf den Erfahrungen aus einem Kurzzeitexperiment in Kooperation mit der Mittelschule Schleißheimer Straße, München. Dieses Kurzzeitexperiment ist als praktisches Erprobungsformat Teil des UBA-Projekts

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