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Dialog-Forum Verbraucher - Was können Verbraucher und Verbraucherinnen tun?

Beiträge: 229


Die Frage scheint einfach zu sein: Der Verbraucher muss nur Bio kaufen und schon ändert sich die Landwirtschaft. Diese Aussage möchte ich nicht verneinen – und doch ist die Antwort viel umfassender. Der Bürger selbst kann in einem nicht zu vernachlässigendem Maß mitbestimmen an einer Agrarwende. Bevor er das jedoch konsequent tun kann, muss der Staat Grundlagen für den Wandel schaffen und eine klare Position vertreten. So wie die Europäische Union unlängst den Händlern empfahl, keine Plastiktüten mehr anzubieten, könnte die Bundesrepublik Deutschland offiziell in großer Kampagne empfehlen, Bio-Produkte zu kaufen. Der Handel sähe sich unterstützt und böte von sich aus umfassendere Bio-Produkte an. Interessant wäre hierbei auch die Idee, Bio-Produkte von der Umsatzsteuer zu befreien, sie für Bio-Produkte auf durchgängig 7% zu senken oder Bio-Produkte geringer, bspw. mit 5% zu besteuern. Auch wäre hierbei zu überlegen, den Handel für besonders viele verkaufte Bio-Produkte steuerlich zu begünstigen. Elementar ist dabei, dass es keinen Preiskampf geben darf wie derzeit bei den konventionellen Lebensmitteln. Der Staat muss hier seine Verantwortung in der sozialen Marktwirtschaft ernst nehmen und einen Mindestabnahmepreis für Bio-landwirtschaftliche Produkte festlegen.

Natürlich stellt sich nun die Frage, ob die Entwicklung zu mehr Tierwohl zwangsweise über die Marke "Bio" laufen muss. Nein, zum selben Effekt kann selbstverständlich auch die schrittweise Anhebung der Tierschutz- und Umweltstandards bis zum heutigen Biostandard sei (der dann also zum normalen Zustand wird). Der Staat sollte selbstverständlich nicht zu massiv in den Markt eingreifen und doch muss er Grenzen setzen. Die derzeitigen gesetzlichen Grundlagen reichen nicht aus (für die Haltung von Milchkühen gibt es überhaupt keine gesetzlichen Haltungsbedingungen). Zusammen mit Biologen muss erarbeitet werden, wie die Haltung und Produktion aussehen muss, sodass Nutztiere kein Leiden während der Haltung haben. Erst dann merkt der Verbraucher, wie ernst er dieses Thema nehmen muss. Ziehen Sie zum Vergleich das Verbot der konventionellen Glühlampe heran. Erst durch dieses Verbot ist die Industrie vollends umgestiegen und erst seitdem überlegt der Verbraucher, wie er mit Licht Energie sparen kann.

Des Weiteren muss der Staat die Umstiegsbedingungen für Landwirte senken. Wenn ein Bauer von konventioneller auf biologische Produktion umstellt, muss ihm dies möglich sein, ohne sein ganzes Vermögen dafür zu verwenden oder hohe Kredite aufzunehmen. Finanzierungsmittel der Länder müssten bevorzugt an Bio-Betriebe ausgezahlt werden. Eine Option wäre auch, für Übergangszeiten niedrigere Bio-Standards anzusetzen. Ebenso könnten sich vermehrt besonders engagierte Bürger durch Regionalgesellschaften (wie die "Regionalwert AG") an den Umstellungen beteiligen.

Herr Karl-Georg Schumacher | 06.04.2017


Die Verbraucher*innen entscheiden direkt mit, wie die Lebensmittel der Zukunft produziert werden und wo sie herkommen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten für regionalen, nachhaltigen Einkauf: Wochenmarkt, solidarische Landwirtschaft, Gemüse- / Hofkisten, FoodCoops, wenn es sein muss auch der Bio-Supermarkt. Wer es sich leisten kann, ist in der Verantwortung, einen fairen Preis für seine Nahrungsmittel zu bezahlen (und das sind mehr als die derzeit durchschnittlich <10% des Einkommens). Dafür braucht es aber unbedingt verstärkte Aufklärung - Nahrungsproduktion erfolgt immer weiter weg von den Kunden, kein Mensch weiß mehr, wie viel Aufwand in einer Möhre steckt. Schulfächer "Nahrung, Umwelt, Energie" (o.ä.) und Kennzeichnung der gesamten Wertschöpfungskette für jedes Produkt an den Verkaufsstellen sind dringend nötig!

Frau Nina Gmeiner | 08.03.2017


endlich kapieren, dass es für die Preise im Supermarkt keine gerechte Tierhaltung und Arbeitsbedingungen in der Produktion geben kann. Weniger ist mehr und die regionalen Betriebe unterstützen wir nur, indem ihre Produkte kaufen. Sorgsam mit Lebensmitteln umgehen und ein Wertegefühl entwickeln ... um auch unsere Umgebung/Landschaft zu erhalten, damit die Versorgung auf lange Sicht durch (kleinere Betriebe) gesichert wird.

Frau Hermine Hackler | 08.03.2017


Es ist dringend erforderlich, dass die Landwirte realistische Preise mit ihren Produkten erwirtschaften, die auch den tatsächlichen Wert des Produktes widerspiegeln. Ebenso erforderlich ist es, dass die Verbraucher diese Wertschätzung wieder erlernen und realistische Preise für (landwirtschaftliche) Produkte bezahlen. Der positive Nebeneffekt wäre sicherlich ein sorgsamerer Umgang mit Lebensmitteln auf Seiten der Verbraucher und die Möglichkeit für die Landwirte überhaupt wieder sorgsamer und "natürlicher" mit ihren Ressourcen (seien es nun Tiere oder Ackerflächen) umzugehen, weil es sich dann auch rentiert.

Frau Harperath | 08.03.2017


Bessere Aufklärung, Information der VerbraucherInnen. Durch lückenlose, verständliche Deklaration der Lebensmittel wie Anbau, Herkunft, Zutaten. Schulpflichtfach Umwelt-und Gesundheitsschutz oä. in Theorie und Praxis ( Kochen, Ernährung, Landwirtschaftsbetriebe besuchen, )
Wie können sich Verbraucher mit wenig Geld Biolebensmittel leisten? Nur notwendige Lebensmittel in Maßen einkaufen, saisonal, regional, kaum oder kein Fleisch/ Fisch, aber es ist nicht einfach.
Das Gro der Verbraucher rennt zu den tägl. Billigangeboten in die Supermärkte.
Dabei müssten gerade die Produkte der Lebensmittelindustrie und Fleischindustrie viel teurer werden. Wie wäre es mit einer Verbraucher-Finanzabgabe in dem Billig-Preissektor zu Gunsten der regionalen, ökolog. Landwirtschaft.

Frau Wiese | 08.03.2017


Bessere Aufklärung, Information der VerbraucherInnen. Durch lückenlose, verständliche Deklaration der Lebensmittel wie Anbau, Herkunft, Zutaten. Schulpflichtfach Umwelt-und Gesundheitsschutz oä. in Theorie und Praxis ( Kochen, Ernährung, Landwirtschaftsbetriebe besuchen, )
Wie können sich Verbraucher mit wenig Geld Biolebensmittel leisten? Nur notwendige Lebensmittel in Maßen einkaufen, saisonal, regional, kaum oder kein Fleisch/ Fisch,

Frau Wiese | 07.03.2017


Wenn der Verbraucher was beeinflussen soll, dann muss er auch über die Zusammenhänge bescheid wissen. Deshalb müssen die Grundlagen über die Erzeugung von Lebensmitteln und hauswirtschaftliche Grundkenntnisse wieder in allen Schulformen vermittelt werden!

Frau Singer | 07.03.2017


Der Verbraucher sollte vermehrt regional einkaufen, und auch bereit sein, ein bisschen mehr als 10% des Konsums für Nahrungsmittel auszugeben. Um die Vorurteile gegen die moderne Tierhaltung zu entkräften, könnten Landwirte den Stall für Verbraucher transparent machen. (Tag des offnen Hof)

Herr J. Hagmann | 07.03.2017


Verbraucher müssen klar signalisieren, was sie von der Landwirtschaft erwarten. Diese Erwartung muss aber dann auch mit ihrem Handeln übereinstimmen. Möchte der Verbraucher also regionale Produkte oder ökologisch erzeugte Produkte von der LW produziert haben, dann muss er auch diese Produkte kaufen. Dies ist in der Realität oft nicht übereinstimmend der Fall. Wer regionale Produkte verlangt, kann nicht das "No-Name-Billigprodukt" kaufen. Die Landwirte sind bereit jeden Wunsch des Verbrauchers zu erfüllen. Wichtig dabei ist aber, dass diese gewünschten Produkte für den Landwirt einen Ertrag bringen von dem er leben kann bzw. er seine Mitarbeiter fair entlohnen kann. Zusätzliche Forderungen des Verbrauchers hinsichtlich Qualität und Erzeugungsweisen an den Landwirt muss der Verbraucher zwingend bezahlen. Geschieht dies nicht, wird die Produktion ins Ausland abwandern und ist dort wesentlich schlechter zu überwachen als in Deutschland.

Herr Gunnar Jungmichel | 07.03.2017


Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Verbraucher selbst ein Bild von der Landwirtschaft machen würden. Viele Landwirte lassen sich gern über die Schulter schauen, öffnen ihre Hoftore nicht nur zum "Tag des offenen Hofes". So wie die Verbraucher selbst nicht in den alten Zeiten verharren, sondern selbstverständlich die Vorteile des modernen Lebens zu schätzen wissen, nutzen auch die Landwirte den technischen Fortschritt, der Mensch und Tier eine gute Lebensqualität bringt. "Wer nichts wird, wird Landwirt", diesen Slogan kann man sich heute abschminken, denn im Stall und auf dem Feld ist heute komplexes Wissen gefragt.
Das Kaufverhalten der Verbraucher signalisiert täglich ganz basisdemokratisch, wie wir Landwirte produzieren sollen: überwiegend konventionell, zu hohen Standards, mit hohen Qualitäten. Wir bedienen auch ganz selbstverständlich das Bio-Segment, versorgen Vegetarier und Veganer.

Dr. Müller | 07.03.2017


Verbraucher sollten sich nicht durch öffentliche Diskussionen unter Druck gesetzt fühlen, sondern das kaufen, was ihnen schmeckt und was sie sich leisten können. Wenn der Druck durch die Medien und auch in der politischen Debatte nicht ständig aufgefrischt würde, würden die Umfragen zu den Verbraucherpräferenzen eventuell auch die Einkaufsrealität besser abbilden. Derzeit ist es so, dass die Menschen in Umfragen angeben, stets auf Tierwohl und Bio etc. - sprich vermeintlich politisch und ökologisch korrekt - zu achten, die Marktanteile aber eine andere Sprache sprechen. Ich kann das den Menschen nicht verübeln: Sie geben einfach einem gewissen Erwartungsdruck nach, Meinungsforscher sprechen von "sozialer Erwünschtheit" - das ist schlichtweg menschlich. Auch die hier schon mehrfach zitierte Naturbewußtseinsstudie "leidet" unter diesem Effekt: Solange es die Menschen nichts kostet, lieben sie die Natur und finden Artenschutz etc. wichtig - alle wollen zurück zur Natur, nur nicht zu Fuß!

Frau Susanne Günther | 07.03.2017


Verbraucherinnen und Verbraucher können schon heute durch ihren Einkauf mitbestimmen, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussieht. Der Kauf von Bioprodukten ist eine Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit. Indem man bevorzugt von Bio-Höfen aus der Region kauft oder sogar durch eine Mitgliedschaft in einer Solidarischen Landwirtschaft einem Hof ein Auskommen sichert, kann man sich ganz konkret und vor Ort für eine ökologischere Gestaltung der Landschaft, regionale Wertschöpfung und sinnhafte Arbeitsplätze einsetzen.
Wenn die durch die Produktion verursachten Umweltkosten (für Trinkwasseraufbereitung, Artenverlust, gesundheitliche Belastungen,…) sich in den Lebensmittelpreisen widerspiegeln würde (z.B. durch Pestizidsteuer, gesenkte Mehrwertsteuersätze für Biolebensmittel, o.ä.), wäre eine ausgewogene Bio-Ernährung auch nicht mehr teurer, sondern sogar günstiger als konventionelles Essen.

Frau Antje Kölling | 07.03.2017


die Arbeit der Bauern wertschätzen . Gute Preise für gute Ware bezahlen . sich informieren über Die Erzeugnisse. hinter die Kulissen schauen . beim Einkauf nicht nur auf den Preis schielen, nach dem Motto "kaufe 3,zahle 2,schmeiß 1 weg, weil es so billig war". die Lebensmittel als "Mittel zum Leben" betrachten. Wer beim Einkauf die Lebensmittel in den Wagen wirft (das machen Viele), gibt den Lebensmitteln einen Wert mit und diesen Wert nimmt Er dann zu sich . Mahlzeit

Herr Martin Krauch | 07.03.2017


Liegt nicht schon im Namen Verbraucher*innen eine Verirrung. Schließlich ist der Mensch doch ein Glied im Stoffwechsel der Natur. Erst im modernen urbanen Wohlstand ist er zum Verbraucher von Nahrungsmitteln und indirekt zum Verbraucher von Natur geworden. Aus Erfahrung ändern Qualitätsstandards und -Siegel an diesem Systems wenig, weil die Werbemacht der Industrie den Verbraucher*innen die Herkunft Bildern einer Idylle suggeriert, die sie nicht mehr finden. Warum traut sich die Umweltpolitik nicht, diese Verbrauchertäuschung zu entlarven. Und warum werden bei uns, im Gegensatz zu Nachbarländern, Gegenmodelle der Nahversorgung oder der solidarischen Landwirtschaft den gleichen Standards wie die Fernversorgung unterworfen?

Herr Schwarzwaldbauer Siegfried Jäckle | 07.03.2017


dem Verbraucher würde eine Entscheidungshilfe gegeben sein können wenn man eine VERPFLICHTENDE Kennzeichnungspflicht einführen würde für Tierhaltungformen,allgemein müssen die Verbraucher ihre Essgewohnheiten ändern um eine globale Klima-und Ökokrise abzuwenden..das heist Fleischkonsum muss reduziert werden und wenn dan aus artgerechter umweltfreundlicher Haltung kaufen, Palmölfreie Produkte bevorzugen,regional saisional Einkaufen und möglichst Plastikfrei und Pestizidfrei. Gespräch mit Produzenten,Bauern suchen und mit zuständigen Politikern um die dringlichkeit eines Struckturwandels in der Landwirtschaft anzustossen auf verpflichtende Kennzeichnungspflicht bestehen sowie auf Menschenrechtsstandarts für Importe,eine ökologische Reform der Mehrwertsteuer fordern die klimafreudliche Produkte konkurenzfähig macht zu konventionel hergestellten,seine Umgebung über Auswirkungen informieren überKlimawandel,Artensterben, Tierschutz,Müll in Meeren,

Frau Paulina Kowalska | 07.03.2017


Zur Stärkung der vom ZA-NExUS-Politikpapier thematisierten "nachhaltigkeitsbasierten Wertschöpfungsketten" sollten nicht nur technologische Ansätze (Transparenz-Tools ..) genutzt, sondern insb. auch gezielt soziale Innovationen unterstützt und befördert werden (z.B. durch ein Bundesprogramm „Regionale Ernährungskreisläufe“). Letztere können als Verantwortungsgemeinschaften (CSA, Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften, Selbsternteprojekte, Regionalwert AG etc.) Herstellende u. Verbrauchende enger verbinden. Sie helfen, die Entfremdung von VerbraucherInnen von der (landwirtschaftlichen) Lebensmittel-Erzeugung und natürlichen Prozessen zu überwinden. Sie ermöglichen Ernährungsbildung, nachhaltigere Ernährungs-Verhaltensweisen, Erhalt und Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, etc. Auch Kommunen können Ernährungsverantwortung übernehmen, z.B. durch Unterstützung von Ernährungsräten (Köln, Berlin). In den USA werden diese tlw. durch öffentliche Mittel finanziert.

Herr CR | 07.03.2017


Verbraucher sollten sich selbst ein Bild machen von heutiger Landwirtschaft, indem sie mit Bauern und Winzern sprechen und fragen, warum sie die ein oder andere Sache so oder so machen. Die Verbraucher sollten wahrnehmen, dass die deutsche Qualität an Nahrungsmitteln über dem Weltniveau liegen und ehrlich zu sich selber sein. Insbesondere sollten sie durch Betriebsbesichtigungen wahrnehmen, dass Landwirtschaft viel heller, freier und selbstbestimmter für die Tiere ist, als sie dies früher war. Es ist das ureigenste Interesse der Landwirte, dass es ihren Tieren gut geht.

Verbraucher sollten um die heimische Landwirtschaft zu schützen daher saisonal und regional einkaufen. Schade nur, dass viele nicht mehr wissen, was wann saisonal und regional ist. Hier ist die Politik gefragt. Ändern Sie den Lehrplan und die Schulbücher und passen Sie diese an aktuelle Verhältnisse an!

Frau Sakwerda | 07.03.2017


Der Verbraucher muss durch den Ladenpreis an der sog. Agrarwende beteiligt werden. Wenn Tier bald viel mehr PLatz benötigen kostet dies den Landwirt bares Geld durch geringere Kapazität seiner Stallungen oder erweiterung (Investition) ohne größere Wertschöpfung! Dies muss einen höheren Preis mit sich bringen! Keine weiteren schrecklichen Hetzkampagnen des Umweltmisteriums gegen die bäuerliche Landwirtschaft! Hierbei werden dem Verbraucher oft falsche Tatsachen dargelegt! Bessere Schulbildung zum Thema Landwirtschaft, verpflichtende Betriebsbesuche von Erdkunde/Sachkunde Lehrern um den Alltag des LAndwirts kennen zu lernen

Herr Johannes Reichert | 07.03.2017

Lieber Herr Reichert,

wir sind nach wie vor überzeugt, dass die "Bauernregeln" unserer Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ harmlos und keineswegs dazu angetan waren, irgendjemanden zu diffamieren oder zu verunglimpfen. Wir haben zur Kenntnis genommen, dass es nicht wenige Menschen gibt, die das ganz anders sehen. Diese Empfindungen respektieren wir und bedauern, dass sie entstanden sind. Wir haben daraus die Konsequenz gezogen, die "Bauernregeln" im Rahmen unserer Kampagne nicht zu plakatieren. Mit der zweiten Stufe der Kampagne betonen wir nun den Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft - und bedanken uns für Ihre Teilnahme an diesem Forum.

Die Bildungspolitik liegt in der föderalen Struktur der Bundesrepublik in der Hoheit der Länder. Wir setzen uns mit unseren Mitteln im Rahmen der Umweltpolitik für das Thema zukunftsfähige Landwirtschaft und damit auch für das Thema Ernährung ein. Das Bundesumweltministerium verfügt über hochwertige Materialien zur Umweltbildung, über die es jungen Menschen Wissen und Kompetenzen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen vermittelt. Hier sei die Seite www.umwelt-im-unterricht.de und die Förderung von BMUB-Bildungsprojekten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative und des Europäischen Sozialfonds genannt. Auch über die Kinderseite des Bundesumweltministeriums werden Kinder vielfältig und kindgerecht über die Arbeit des Ministeriums informiert.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Den Dialog mit den Landwirten suchen,denn wir haben unseren Beruf erlernt,der Verbraucher sollte mit uns diskutieren und sich nicht von verallgemeinerten Pauschalaussagen verunsichern lassen, denn wir sorgen für Ihre Ernährung.

Herr Ulrich Schreiber | 07.03.2017


Es müssen die Barrieren bei der Direkt-Vermarktung abgeschafft werden. Nur so können mehr regionale Produkte zu vernünftigen Preisen abgesetzt werden.

Frau Kroner | 07.03.2017


Jede/r Verbraucher/in kann unendlich viel tun. Bewusste Konsumentscheidungen beeinflussen in Summe Märkte und der Klassiker: "viel Kleinvieh macht auch Mist" gilt weiterhin. Dazu braucht man nicht unbedingt viel Geld, nur (Lern-)Willen und ein waches Bewusstsein. Einfache Beispiele: Lernt (wieder) richtig kochen, bringt es auch Euren Kindern bei (wünschenswert: Pflichtfach in der Schule!). Verweigert Nahrung, die eher einem Chemiebaukasten gleichkommt als einem LEBENSmittel (Aufback-"Brötchen" für 9 ct). Verweigert Fleisch für 2,99/kg. Esst lieber weniger Fleisch, das aber nicht auf Kosten von Tier, Mensch und Umwelt produziert wurde. Geht dorthin, wo unsere Nahrung produziert wird, seht es Euch an (Gläserne Produktion usw.)... und dann entscheidet BEWUSST

Frau Claudia Börsting | 07.03.2017


Keine Lebensmittel wegwerfen, 100% Bio kaufen (vorzugsweise Verbandsware), Fleischkonsum halbieren oder gleich Vegetarier/Veganer werden, solidarische Landwirtschaft, Mitglied in Genossenschaften werden die Acker- & Grünland kaufen, vor Spekulanten schützen und fair an Bio-Bauern verpachten, für ökologische Saatgut- und Tierzucht spenden solange der Staat seiner Aufgabe nicht nachkommt dafür eine ausreichende Forschungsförderung zu leisten. Geiz ist geil war nie gut - wir müssen für Alles was wir konsumieren/verbrauchen die Verantwortung übernehmen.

Frau Brig Wohnig | 07.03.2017


Verbraucher sollten weniger Fleisch essen, um den Verbrauch von Futtermitteln und Tierarzneimitteln zu reduzieren. Insgesamt sollten wir mehr Lebensmittel aus Ökolandbau essen, da damit die Belastung durch Kunstdünger und Pestizide deutlich reduziert werden kann.

Herr Hermann | 07.03.2017


Die Verbraucher sollenbewußter kaufen. Sie sollten auf Regionalität , auf Nachhaltigkeit und auf eine gute fachliche Praxis mehr Wert legen. Wenn es in Deutschland bald keine Bauern mehr gibt, oder nur solche, die versuchen ein großes Rad zu drehen, dann muß halt importiert werden, was am Markt benötigt wird. Nur ob des Umweltministerium dann die MAcht hat zu kontrollieren, ob die bei uns geltenden Bestimmungen, z.B. in osteuropäischen Ländern 1:1 so eingehalten werden, wie bei uns, das ist mehr als fraglich. Aber dann akzeptiert man wahrscheinlich das was der "Markt" hergibt. Handhabe gegen schwarze Schafe gibt es dannungleich schwerer.

Herr Dipl. Ing. agr. (FH) Markus Flury | 06.03.2017


Ich als Landwirt möchte das DU als Verbraucher meine Produkte wert schätzt. Du hast jetzt schon die Wahl beim Einkauf. Wenn du mehr ausgibst, habe ich die Möglichkeit, ganz auf Prämien zu verzichten. Und das währe mir und allen meiner Landwirtskollegen am liebsten. Und wenn ich mehr Umweltschutz betreiben soll, kannst du mich mit Steuergelder unterstützen, zum Beispiel Gewässer und Grundwasser zu schützen.

Herr Jens Engelken | 06.03.2017


Produkte mit tierischem Urspung müssen vom Teller verschwinden. Die Politik kann das mit entsprechender Gesetzgebung vorgeben und mit Bildungs und Infokampanien begleiten. Die Bürger müssen nicht nur erfahren warum das für alle besser ist, sie müssen auch wissen wie nahrhafte, leckere und gesunde Mahlzeiten nun aussehen können.

Frau Ingetraud Stetter | 06.03.2017


Ernährung auf biovegan umstellen. Vegan zu leben bedeutet keinen Verzicht, nur die Umstellung einer Gewohnheit. Hingegen häufig in den Medien verbreiteten Falschaussagen, ist eine vegane Ernährung in ALLEN Entwicklungsphasen des Menschen möglich und bei richtiger Durchführung (vollwertig und abwechslungsreich) sehr gesund und lecker. Informationen zum Einstieg finden sich z.B. auf den Seiten von PETA, VEBU oder Albert-Schweitzer-Stiftung. Die Effekte sind durchweg positiv. Das unsagbar große Leid der von der Agrarindustrie als Ware behandelten Tiere wird beendet. Die positiven Umweltauswirkungen sind enorm: U.a. werden zur Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel deutlich weniger Flächen und Ressourcen (u.a. Wasser) benötigt als zur Erzeugung tierischer Produkte. Die sogenannte Nutztierhaltung ist einer der Hauptgründe für die Abholzung der Regenwälder. Sie ist für etwa 33% aller globalen Treibhausgase verantwortlich, auf den gesamten Verkehrssektor entfallen nur ca. 13%.

Frau Roth | 06.03.2017


Es gibt seit den 1970er Jahren erprobte alternative Konzepte zur Versorgung mit Lebensmitteln aus nachhaltiger Landwirtschaft. Unabhängig voneinander haben sich in verschiedenen Teilen der Welt Formen gemeinschaftlich getragener Landwirtschaft gebildet. CSA (Community Supported Agriculture) gibt es seit 1988 auch in Deutschland und heißt hier "Solidarische Landwirtschaft" (SoLaWi). Dieses (Land-)Wirtschaftskonzept durchbricht die Distanz und die Anonymität zwischen Erzeugern und Verbrauchern und schafft dadurch Vertrauen. 1.) Das SoLaWi-Konzept bietet kleineren Betrieben Investitionssicherheit und ein relativ sicheres Einkommen. 2.) Die Abnehmer brauchen keinen Etikettenschwindel befürchten (Verschleierung von Inhaltsstoffen, Produktionsbedingungen und Umweltbelastungen) 3.) Durch den Wegfall von Verpackungen und langen Transportwegen werden Ressourcen gespart 4.) Die Böden profitieren durch sanfte, nachhaltige Nutzung. www.solidarische-landwirtschaft.org/de/

Herr Fritz Kuwe | 06.03.2017


Verbraucherinnen und Verbraucher sind der negativen Preisdiktatur des Einzelhandels ausgeliefert. Auch wenn Sie zur Erreichung bestimmte Ziele bereit sein sollten, einen höheren Preis zu zahlen, so können sie dies nur sehr eingeschränkt. Und wer zahlt schon mehr, wenn er nicht muß.
Insofern muß der gesamte LEH das Preisniveau auf breiter Linie anheben und den Mehrwert an die Landwirtschaft weiterleiten - direkt, über Absazinitiativen der Wirtschaft (wie um Beispiel bei Initiative Tierwohl) oder über öffentliche Haushalte. Die (Direkt-) Vermarktung regionaler Produkte wäre einfacher, wenn die gesetzlichen Auflagen nicht so hoch wären. Verrechtlichung und Bürokratie zerstören die regionale Erzeugung und Vermarktung und auch das Image der Landwirtschaft vor Ort. Verbraucher könnten viel bewegen, sind aber eine unbewegliche Masse.
Verbraucher/Wähler müßten die Politik vor sich hertreiben und eine stärkere Unterstützung der heimischen Landwirtschaft vor Ort einfordern.

Herr Josef Derstappen | 06.03.2017


Auflagen des Denkmalschutzes so vereinfachen, dass Altgebäude und Wohnhäuser auch nach modernen Standarts umgebaut und genutzt werden können
Weniger Ausweisung von Neubaugebieten, statt dessen Förderung von der Nutzung von bestehenden Gebäuden im Ortskern (Vermeidung von Leerstand im Dorf)
Landwirtschaft auch als Arbeitsplatz im ländlichen Raum atraktiv machen, damit auch die nachgegliederten Firmen Regional unterstützen

Herr Hewecker | 06.03.2017


Unterstützung der lokalen Landwirte durch einkauf von saisonalen und regionalen Produkten Höhre Preise für Produkte bezahlen, wenn in Punkten wie Tierwohl, Bodenschonenden Flächenbearbeitung, Gewässerschutz höhere Standarts eingehalten werden, als vom Gesetzesgeber vorgeschrieben sich über regionale Erzeugnisse direkt beim Primärproduzenten (Landwirt) erkundigen

Herr Hewecker | 06.03.2017


Aufklärung der Verbraucher,insbesondere der Kinder über Ernährung und die Wertschätzung der Produkte im Rahmen der Schule und weiterer Programme.
Der Verbraucher muss wissen was er kauft. In erster Linie sollten dies regionale und saisonale Produkte sein.

Frau Miriam Weghorn | 06.03.2017


Ich gehörte zu einem Projekt der Solidarischen Landwirtschaft. Da erfahre ich transparent, was die Erzeugung der Nahrungsmittel kostet, was die Beschäftigen verdienen und was Feldarbeit bedeutet.Ich kann Einfluss auf Produktion, Entlohnung auf demokratische Art nehmen. Hier können auch Kinder erfahren, was Landwirtschaft heute ist. Solche Projekte müssen zwar nicht unbedingt finanziell gefördert werden, aber die rechtlichen Rahmenbedingungen für solche Formen der Landwirtschaft - die auch neue Organisationsformen beinhalten - sollten solche Formen einbeziehen.

Frau Marlene Werfl | 06.03.2017


Ich stelle eine große Kluft zwischen der allgemeinen Gesellschaft und den Landwirten fest. Nicht-Landwirte haben zumeist nicht die geringste Ahnung von moderner Landwirtschaft und von Umwelt-/Naturschutz in der Agrarlandschaft. Es bestehen z.T. realitätsferne und falsche Vorstellungen, z.T. ideologisch gefärbt. Hier ist m.E. notwendig, über echte, offene Information die Kluft zu überwinden, sodass die Gesellschaftsmitglieder sehen können, was die Landwirtschaft (für sie) erbringt, welche Zwänge in der Landwirtschaft bestehen, was wirklich problematisch ist für Produktqualität, Nutztiere, Biodiversität etc. und was nicht. Es sollte mutig klar gesagt werden, was z.B. auch besser ist an der modernen Landwirtschaft (z.B. keine Anbindehaltung mehr) und es sollte auf ideologie- und gewaltfreie Kommunikation umgestellt werden: Begriffe wie "Massentierhaltung" sind unsachlich, rufen falsche Assoziationen bei Nicht-Wissenden hervor und tragen zur Kluft zw. Gesellschaft und Landwirtschaft bei.

Frau Catharina Druckenbrod | 06.03.2017


Der Verbraucher braucht, um wieder mündig zu werden, mehr Wissen. Landwirtschafts,- und Ernährungsthemen müssen wieder Schulthemen werden. Es hilft nicht, seinen Landwirt zu kennen, wenn man ihm nicht die richtigen Fragen stellen kann. Von einem Bio-Anbau-Verband zertifizierte Produkte zu kaufen ist momentan die einfachste Möglichkeit, einen garantierten Beitrag zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft zu leisten.

Frau Andrea Gallotti | 06.03.2017


Verbraucher sollten vor allem informiert sein und der Landwirtschaft wertschätzend gegenüber treten. Viele Landwirte verwenden viel Zeit für öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Tage des offenen Hofes, eigene Youtube-Kanäle, Blogs, Bauernhof als Klassenzimmer und vielem mehr. Die große Mehrheit der Verbraucher kauft nach wie vor das, was am günstigsten ist. Was einzelne Labels aussagen, ist für Verbraucher oft nicht nachzuvollziehen und viel zu kompliziert. Der Landwirtschaft wäre schon viel geholfen, wenn die Verbraucher regional, saisonorientiert und bei direkt vermarktenden landwirtschaftlichen Betrieben einkaufen würden. Qualität und Frische haben eben ihren Preis. Damit könnte auch die Marktmacht der Lebensmittelkonzerne zumindest ein bisschen aufgeweicht werden.

Frau Rotraud Weber | 06.03.2017


Was hilft es wenn viele Verbraucher sagen sie würden mehr Geld für nachhaltige Lebensmittel ausgeben und sie es dann nicht haben bzw.es nicht wollen und lieber dafür öfter in den Urlaub fahren. Es ist auch schwer zu verstehen warum zur Zeit BIO-Tomaten bzw.-Gurken im Supermarkt günstiger sind als konventionelle.

Herr A. Bäuml | 06.03.2017


Umweltbewusstsein sollte nicht nur ein Lippenbekenntnis sein. Zwar kann man heute in Deutschland auch für wenig Geld hohe Qualität bei Lebensmitteln erhalten, jedoch sollte mehr auf Regionalität uns Saisonalität geachtet werden. Letzteres hat meiner Meinung dabei Vorrang. Zudem ist die Wegwerfmentatlität- gerade weil es billig ist, zu ändern. Hilfreich wäre dabei, eine andere bzw. gar keine Kennzeichnung zur Mindesthaltbarkeit.

Frau Marion Wendt | 06.03.2017


Der Verbrauer muss wissen, dass, wenn die Anbinde-haltung verboten wird, was passiert:
1. Ca. 33% der Landwirte wird aufgeben.
2. Die kleinbäuerliche Struktur, welche besonders von den Urlaubern in Bayern geschätzt wird, wird sich dramatisch ändern.
3. Folglich werden die Felder und Wiesen großflächiger bewirtschaftet.
4. Die Massentierhaltung bekommt noch ganz andere Dimensionen.
5. Die Transportwege (der Tiere, der Futtermittel aber auch der Nahrungsmittel) werden länger.

Herr Franz Pöschl | 06.03.2017


Über den Kauf von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln werden die heimischen Landwirte und die Ernährungswirtschaft gestärkt.

Herr Thomas Sedlmayr | 05.03.2017


Nicht jeder Sau, die durchs Dorf getrieben wird hinterher laufen.Den Bauern mehr Vertrauen schenken. Sie sind gut ausgebildet und handeln seit Jahrhunderten nachhaltig und gewissenhaft. Die Höfe werden ja an die nächste Generation weiter gegeben. Sich nicht einseitig informieren, sondern auch die Betroffenen mal anhören. Und drüber nachdenken, wo denn die Lebensmittel herkommen, die sie täglich am Teller haben - zu extrem günstigen Preisen. So gut wie heute waren die LM noch nie, egal, ob biologisch oder konventionell produziert.

Frau Annette Götz | 05.03.2017


Für die hohen gesetzlichen Standards welche vom Verbraucher eingefordert werden, sollten diese auch Ihre Verantwortung zeigen (Mehrzahlungsbereitschaft). Kauf regionaler und saisonaler Nahrungsmittel

Herr Josef Först | 05.03.2017


Regional einkaufen, weniger Wasser verbrauchen, weniger Chemie verwenden, Kleidung länger tragen, im Garten umweltschonend arbeiten, Blühflächen für Insekten anlegen, gestalten, Insektenhotels aufhängen, wirklich mehr bezahlen für die übergesetzlichen Standard bei der Erzeugung von Lebensmittel!!!

Frau Hoßmann | 05.03.2017


Verbraucher können an der Misere wenig tun. Sie werden vom LEH geführt. Stabile und lohnende Erlöse für die Landwirte können nur über mehr Kontrolle des LEH erziehlt werden. Wer in der heutigen Zeit noch glaubt, das es Preisabsprachen zwischen den einzelnen LEH nicht gibt lebt im vorigen Jahrhundert.

Herr Alois Mühlbauer | 05.03.2017


Es ist ein Beitrag zum "Dialog Landwirtschaft" eingegangen: Persönliche Daten: Themenrubrik: Was können Verbraucher und Verbraucherinnen tun? (Verbraucher) Beitrag: Der Verbraucher also JEDER! Sollte sich im klaren sein dass ein Schnitzel nicht für 89 Cent niemals "Artgerecht, biologisch" oder sonst wie produziert werden kann. Der Verbraucher weiß heute nicht mehr wieviel Arbeit(Zeit und Geld)es Bedarf um ein Schnitzel zu herzustellen. Das Schwein muss JEDEN Tag(auch Sonn- und Feiertags) gefüttert, getränkt und vesorgt werden. Wer ein Haustier besitzt kann das in etwa nachvollziehen. Es muss für einen Bauer beschämend sein wenn er ein Tier um das er sich ein Jahr lang tagtäglich kümmert und versorgt, vielleicht 150 oder 200 Euro verdient hat. Die Politik sollte sich deshalb mehr um Aufklärung eines jeden was es bedeutet Landwirtschaft zu betreiben und Nahrungsmittel zu erzeugen

Herr Geiger | 05.03.2017


Jeder will hochwertige, aus der Region oder Bio hergestellte Nahrungsmittel, aber zum kleinsten Preis. Wo bleibt die Wertschätzung unserer hochwertig hergestellten Lebensmittel? Das kann doch nicht sein, dass im Supermarkt teilweise die Preise niedriger sind, als die Produktionskosten. Aufklärungsbedarf in unserer Gesellschaft ist dringend notwendig! Da braucht sich doch keiner wundern, dass einer nach dem anderen seinen landwirtschaftlichen Betrieb aufgeben muss und alles Industriell hergestellt wird.

Herr Ströhhuber | 05.03.2017


Ersten regionale und fair hergestellt Produkte kaufen. Wenn möglich ohne lange Transportwege. Zweitens auf saisonelles Angebot achten. Erdbeere im Februar können unmöglich aus Deutschland stammen. Drittens auch der konventionellen Landwritschaft eine Chance geben. Denn in Regionen wo Förderprogramme zur Erhaltung von Tier und Natur gezahlt werden ist die Qualität nich mehr sehr weit von Bio entfernt. Und das wichtigste ist das sich der Verbraucher erst einmal informieren soll bevor er seine Meinung kund tut. Er sollte mehrere verschiedene Betriebe betrachten und nicht nur den einen Nachbarbetrieb. Auch die verschiedenen Haltungsformen nicht gleich verurteilen. Den ein Anbindestall mit Weidegang kann eventuell acuh besser sein als ein Laufstall in dem 300 Kühe eingepfercht sind. Information ist alles. Aber aus mehreren Quellen und objektiv.

Katharina Rest | 05.03.2017


Frau Hendricks, in Ihrem Interview über die Agrarpolitik erwähnen Sie unter anderem die Marktmacht der großen LEH´s. Obwohl jeder dieses Oligopol sieht, ist noch von keinem irgend ein Vorschlag gekommen diese Marktmacht zu begrenzen. Warum wohl? Lieber versucht man der Urproduktion noch weitere Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Der Verbrucher ist oftmals ein gespaltenes Wesen. Wie allgemein bekannt, ist die Differenz zwischen bekundeter Meinung und tatsächlichem Kaufverhalten immer noch sehr ausgeprägt. Aber wer höhere Standards will, muss auch dafür an der Ladentheke mehr bezahlen.

Herr Hauser | 05.03.2017


Über den Kauf von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln werden die heimischen Landwirte und die lokale Ernährungswirtschaft gestärkt.

Herr Landwirtschaftsmeister Josef Engelbrecht | 05.03.2017


Endlich einmal mit und nicht über den Landwirten reden! Es werden Sachen erzählt, welche aus Unwahrheiten bestehen und haben gar keine Ahnung, was sie eigentlich mit ihren Äußerungen bewirken und gegen die gut praktizierenden Landwirten unfair handeln. Die deutschen Produkte sind unter ständiger Kontrolle und die ausländischen Produkte können nicht mit unseren Standards konkurrieren.

Herr Schunk | 05.03.2017


Der Verbraucher sollte einfach mal die Handelsmarken (ja!; gut und günstig; usw.)im Regal liegen lassen und nur Artikel kaufen, auf denen der tatsächliche Hersteller(möglichst aus 100 km Umkreis) im Klartext angegeben ist. Beim Einkauf im Discounter wird dann vermutlich nicht viel im Einkaufswagen landen. Die Handelsmarken machen die Lieferanten beliebig austauschbar und schädigen damit regionale Wertschöpfungsketten. Rohmilch wird aus Brandenburg bis hinter Dresden gekarrt, um anschließend als Butter im Aldi in Rostock wieder aufzutauchen. Die Einsparung solch unsinniger Transporte bringt mehr Umweltschutz als jede Greeningdiskussion.

Herr Dipl. agr. Ing. Rolf Lehmann | 05.03.2017


Verbraucher können durch ihr Einkaufsverhalten den Preis und die Herkunft der Lebensmittel mit bestimmen. Es muss nicht immer alles und überall verfügbar sein. Das heißt jedes Lebensmittel zu seiner Jahreszeit. Regional und vor Ort einkaufen. Zuständig für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten ist das Bundeslandwirtschaftsamt.

Herr Popp | 05.03.2017


-mehr Bioprodukte kaufen

-regional + saisonal einkaufen, selber kochen und auf Exotisches verzichten

-selbst Gemüse im Hausgarten anbauen, einkochen

-solidarische Gartengemeinschaften (z.B. von Transition Town)

-Solidarische Landwirtschaft (z.B.Wildwuchs bei Hannover)

-Essbare Städte, wie Andernach, Kassel, Minden..., wo Grünflächen öffentlich mit Gemüse bebaut werden und geerntet werden können

-Reste verwerten! -Foodsharing

-gemeinsam bei Mitkochprojekten kochen

-Produkten am MHD günstiger kaufen und schnell verwerten

-IHRE EINSTELLUNGEN ÄNDERN! Man muss nicht jederzeit alles haben können! Ich will keinen Spargel oder Erdbeeren zu Weihnachten! -Händler ansprechen auf mehr Bioprodukte, ohne Verpackung, mit kleinen Schönheitsfehlern

-Boykott der "falschen" Produkte -Lebensmittelampel fordern

-direkt am Hof oder Wochenmarkt einkaufen

-weniger hochverarbeitete Lebensmittel verwenden

-Gentechnikfreiheit und Pestizidverbote fordern -Handelsabkommen(Ceta + TTIP)ablehnen

-keine Palmölprodukte

Frau birgit haushahn | 05.03.2017


zu Frage 4: Kaufverhalten ändern, sich für regionale Produkte entscheiden (nicht aus dem Ausland,die werden nicht so angebaut u. kontrolliert!! Dafür müssen sie auch bereit sein, mehr zu bezahlen. In Deutschland sind die Lebensmittel viel zu billig.

Herr Landwirtschaftsmeister Georg Zenk | 05.03.2017


Durch den Kauf von hochwertigen regional und saisonal erzeugten Nahrungsmitteln werdDenn Umwelt-, Tier- und Naturschutzorganisationen informieren die Verbraucher nicht nur einseitig, sondern häufig überzeichnet und somit unwahr. Zentral versuchen diese Gruppen Menschen zu ängstigen, um als "Zufluchtorganisationen" Mitglieder und Spenden zu generieren. Verbraucher sind gut beraten, wenn sie selbst Kontakt zu Landwirten und Winzern suchen und auch Angebote, wie die "Tage der offenen Höfe" nutzen. Es macht Sinn, scheinbare Skandale erst nach einigen Tagen zu beurteilen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Alle als Skandale stilisierten Vorgänge haben sich als haltlos erwiesen, zuletzt die Diskussion um das eben nicht gesundheitsgefährdende Glyphosat. Verbraucher sollten, wie gesagt, Kontakt mit benachbarten Landwirten halten und regional erzeuge Nahrungsmittel nachfragen, um einerseits die Landwirte der Region zu unterstützen und andererseits Einfluss auf die hier erzeugten Lebensmittel zu nehmen.

Herr Herbert Netter | 05.03.2017


Durch den Kauf von hochwertigen regional und saisonal erzeugten Nahrungsmitteln werden die einheimischen Landwirte und die lokale Ernährungswirtschaft gestärkt. Durch die Bereitschaft für nach höchsten Umweltstandarts erzeugten Lebensmitteln mehr zu bezahlen würde die einheimische Landwirtschaft und lokale Ernährungswirtschaft gestärkt werden.

Herr Steinbacher | 05.03.2017


Grundsätzlich sollte der heimischen Landwirtschaft und regionalen Nahrungsmittelproduktion mehr Wertschätzung und Vertrauen entgegengebracht werden. Die mediale Darstellung und damit öffentliche Meinung zur konventionellen Landwirtschaft muss dringend wieder versachlicht werden. Dabei sollten Veränderungen und Entwicklungen in den landwirtschaftlichen Betrieben - wie auch in allen anderen Unternehmen - nicht persee als negativ beurteilt werden. Rückblickend betrachtet hat die enorme Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft die Entwicklung vom Agrarstaat zum Industrie- und Wirtschaftsstandort und damit zum Wohlstand in Deutschland erst ermöglicht.

Herr Christian Beil | 05.03.2017


Ich selbst bin Nebenerwerbslandwirt und natürlich auch Verbraucher. Bis von wenigen Jahren hatten wir auf unserem Hof auch noch Milchvieh. In vielen Gesprächen durfte ich erfahren, wie sehr doch die Arbeit des Landwirts geschätzt wird.

Schade ist nur, dass wir Bauer dies nicht an der Ladentheke spüren dürfen.

Die Bereitschaft bessere und faire Preise zu zahlen, hält oftmals nur solange an wie über Skandale in den Medien berichtet wird. Gerechte Preise auf Dauer würden vielen Berufskollegen das Überlegen sichern. Wir alle sollten uns als Verbraucher an der Theke dieser Verantwortung bewusst werden. "Geiz ist Geil"-Mentalität holt uns irgendwann durch

Herr Eisen | 05.03.2017


Alle Einträge von Nitrat ins Grundwasser verhindern auch die aus den Kanalisationen der Städte.Fächenversie- gelung so weit als möglich vermeiden,der Boden ist der Filter für das Grundwasser,wenn wir den Filter immer kleiner machen kann er eines Tages seine Aufgabe nicht mehr erfüllen.3-4 Liter braucht der Mensch für essen und trinken täglich wir fördern aber ca 130l je Mensch und Tag.Auch darüber sollte man nachdenken.

Herr Dipl Ing Adolf Zeller | 05.03.2017


Das Einkaufsverhalten der Verbraucher steuert den Markt und die landwirtschaftliche Produktion. Doch auch bei Bio und Öko greifen viele Verbraucher zu "billigen" Produkten. "Billiges" Bio und Öko können deutsche landwirtschaftliche Familienbetriebe nicht produzieren. Importe von "billigen" Bioprodukten schaden deutschen Familienbetrieben und bringen wegen ihrer fragwürdigen Herkunft oftmals auch keinen Nutzen für die Umwelt.

Herr Harald Hüsam | 05.03.2017


Ich erwarte vom BMUB, daß es (bitte abgestimmt mit dem BMEL) die hier im Dialog formulierten Einlassungen verlustfrei kategorisiert und katalogisiert. Dies muß nicht anhand der 5 aktuellen Kategorien erfolgen, die für das breite Ideenspektrum der Teilnehmer keine ausreichende Grundlage boten. Ich erwarte bitte auch, daß dann im Sinne effektiver Transparenz zu den einzelnen Kategorien mindestens jährlich gliederungsgleiche Forderschrittsberichte, ggf. auch mit Ergebnissen und Antworten auf Fragen veröffentlicht werden. Auf diese Weise wird nicht nur Kontinuität auf der "Bearbeitungsschiene", sondern auch politisch gewahrt. Diese zu sichern ist angesichts immer möglicher politischer Brüche, verursacht ggf. auch durch das Ergebnis der BT-Wahl im September, nicht nur von marginaler Bedeutung. Ebenso sollte die Materie zeitnah nach der o.g. Kategorisierung und Katalogisierung, gerne unter Hinzuziehunhg der hier am Dialog beteiligten Menschen, in einem Hearing spezifiziert werden.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 05.03.2017

Lieber Herr Kluge,

wir werden im Nachgang der Kampagne die Beiträge in diesem Forum analysieren und die Ergebnisse in die Erarbeitung der Positionen des BMUB zur zukünftigen Ausgestaltung der Landwirtschaftspolitik einfließen lassen. Die Ergebnisse werden auch der interdisziplinär besetzten "Kommission Landwirtschaft" beim Umweltbundesamt (UBA) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird es die Fortsetzung des Dialoges auf den Social Media-Kanälen des BMUB geben, etwa in Form von Live-Formaten auf Facebook und Twitter mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Staatssekretär Jochen Flasbarth. Darüber hinaus finden weiterhin öffentliche Veranstaltungen statt, an denen die Bundesumweltministerin und/oder andere Mitglieder der BMUB-Leitungsebene teilnehmen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Verbraucher müssen kritischer mit Informationen von Medien umgehen, dabei sollte von den landwirtschaftlichen Behörden und Unternehmen eine Hilfestellung gegeben werden. "Landwirtschaft aus Sicht der Landwirte" In aller Munde befinden sich Worte wie Massentierhaltung und Tierquälerei, jedoch sind dies nur meinungsbildende Worte ohne jegliches Hintergrundwissen. Solche Aktionen wie die von Frau Hendricks müssen eigentlich auch von der Landwirtschaft ausgehen, Plakte in Städten über die guten Landwirtschaftlichen Produkten. Wir müssen agieren und nicht nur reagieren. Auch muss dem Verbraucher klar gemacht werden, dass gute deutsche Qualität auch seinen Preis hat, denn hinter jedem Produkt steht ein verantwortungsvoller Landwirt.

Herr Herbert Sturm | 05.03.2017


Keine Lebensmittel wegwerfen. 100% Bio kaufen (vorzugsweise Verbandsware). Fleischkonsum halbieren oder gleich Vegetarier/Veganer werden. Solidarische Landwirtschaft. Mitglied in Genossenschaften werden die Acker- & Grünland kaufen, vor Spekulanten schützen und fair an Bio-Bauern verpachten. Für ökologische Saatgut- und Tierzucht spenden, solange der Staat seiner Aufgabe nicht nachkommt dafür eine ausreichende Forschungsförderung zu leisten

Herr Matthias Wohnig | 05.03.2017


Um den CO2 Ausstoß zu senken muss das Flugbenzin besteuert werden,dies würde zu wenigeren Flügen führen. Der Bedarf von weiteren Landebahnen würde sich erübrigen und keinen weiteren Landraub verursachen.

Herr Rothlehner | 04.03.2017


Was können Verbraucher und Verbraucherinnen tun? (Verbraucher) Beitrag: Eine Vielzahl von Verbrauchern gibt an, gerne mehr für regionale und für übergesetzliche Standards bei Lebensmitteln bezahlen zu wollen. Dieses theoretische Versprechen muss dann aber auch in die Tat umgesetzt werden: Keine Schnäppchen-Jägereien bei Lebensmitteln, Hinterfragung von Werbeaktionen, mehr Verantwortung für den eigenen Einkauf übernehmen, etc.

Frau Sieglinde Furthmeier | 04.03.2017


Sie können sich immer bewußt machen, dass jede Konsumentscheidung direkte Auswirkungen auf ihr Lebensumfeld hat und dann auch danach entscheiden! Fast jeder "billige" Preis eines Produktes kommt durch ausgelagerte Kosten zustande, die die Allgemeinheit zu tragen hat .

Herr Eckhardt Neudert | 04.03.2017


Vor allem beim Kauf auf regionale und saisonale Produkte achten - auch auf die Verpackung achten - lieber beim Metzger an der Theke als eingeschweißt. Nicht nur von der sogenannten Bereitschaft von Mehrzahlung reden sondern auch zeigen und selbst wieder mehr mit Produkten kochen als Fertigprodukte kaufen.

Frau Silvia Herold | 04.03.2017


Ich bin der Meinung, dass der jetzigen Zustand der Landwirtschaft nur durch das Verhalten des Verbrauchers entstanden ist. Daher muss eine Kampanie für Okologische Landwirtschaft und die Wertschätzung der Landwirtschaft und deren Produkte gestartet werden. Die Politik will gewährleisten, dass jeder Bürger sein täglich Brot hat, was auch oberste Priorität haben sollte. Aber ist es nicht irrwitzig, dass für die Grundnahrungsmittel, die so lebenswichtig sind, ein so geringer Preis gezahl wird? Viele Menschen zögern nicht, sich ein Handy für 500€ zu kaufen, greifen aber bei den Lebensmitteln oft nur nach dem günstigeren. Durch die EU und die allgemeine Globalisierung ist es fast unmöglich, aus diesem Preisdumpingkreislauf heraus zu kommen. Jeder Bürger sollte schon im Kindergarten lernen, wie kostbar unsere Nahrung und die Umwelt ist und wie wichtig dafür die Landwirtschaft ist.

Frau Heike Noll | 04.03.2017


Lebensmittel sind einfach zu billig, oder durch die schlaue Politk der letzten jahre verdienen die leute zu wenig geld, oder die sozialsyteme können mit dem fortschritt nicht stand halten und darum müssen möglichst viele menschen produktiv sein und in die kassen einzahlen. wir müssen unser gesamtes handeln überdenken ich möchte nicht um jeden preis an alten festhalten es müssen mal reformen her die nicht von parteiidelogoien geprägt sind

Herr Stefan Wietkamp| 04.03.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, so handeln,

wie sie reden. Das klappt eher wenn, diese über Vorschriften zur Verpackungskennzeichnung und Bezeichnungen, klar auf das hingewiesen werden, was sie verursachen. Es muss Schluß sein mit irreführender Werbung wie bei Penny - dort sinngemäß: Sie kaufen hier tolle Eier, da den Hennen hier nicht die Schnäbel kupiert werden. Analog müssen ScheinÖkoLabel wir bspws. ProPlanet bei Rewe in die Mottenkiste.

Herr Mues-Schröder| 04.03.2017


Grundsätzlich sollte jeder Verbraucher selbst entscheiden, welche Nahrungsmittel er einkaufen möchte. Der Markt bietet hier eine sehr große Vielfalt an hochwertigen Produkten. Viele Verbraucher sind jedoch auf preiswerte (nicht billige) Nahrungsmittel angewiesen. Wer es sich leisten kann, soll auch gerne mehr dafür ausgeben, egal ob biologisch oder konventionell erzeugt. Das Angebot folgt der Nachfrage. Die Politik darf hier die Gesetze des Marktes nicht ignorieren

Herr Scheuerer | 03.03.2017


Zunächst müssen ALLE Verbraucher und Verbraucherinnen in die Lage versetzt werden, nicht jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Das Bedarf einer Vermögensverteilung von oben nach unten.
Dann muß verstärkt daran gearbeitet werden, das Essen wieder zum Genuß werden zu lassen und nicht zur Vertilgung von Mengen an Nahrungsmitteln.
Appelle nutzen nichts!

Herr Jens Winter | 03.03.2017


Regionale und hochwertige Produkte von heimischen Landwirten zu fairen Preisen nachfragen und kaufen. Wichtig ist es auch, dass die Verbraucher zu dem Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte stehen und seine Arbeit nicht nur finanziell, sondern auch ideell und im Gespräch mit dritten ausdrücklich anerkennen.

Herr Hehn | 03.03.2017


Leider gibt es keine Rubrik für die Lebensmittelwirtschaft. Denn die sehe ich, als Landwirt, deutlich mehr gefordert. Wer seine Tiere vernünftig hält und Kriterien, wie Weidehaltung, Tiefstrohboxen in den Ställen usw. erfüllt, sollte mehr Geld für seine Erzeugnisse bekommen. Stattdessen wird aber, bei Nichterfüllung, von Preisabschlägen gesprochen. Sprich der Grundpreis ist für die Betriebe die Kriterien erfüllen und der Rest bekommt weniger. Das ist der falsche Weg. Qualität muss wieder Geld kosten. So und nicht anders.

Herr Ingo Harms | 03.03.2017


Die Verbraucher sollten stärker auf regionale und saisonale Produkte zurückgreifen um die lokale Wirtschaft zu stärken. Außerdem sollte sie ihre Mehrzahlungsbereitschaft für übergesetzliche Standards einlösen.

Briest | 03.03.2017


Verbraucher sollten sich bei den ortsansässigen Landwirten und Winzern informieren und deren Tage des offenen Bauernhofes nutzen. Lebensmittel sollten in ihrer Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mehr geschätzt und in der Prioritätenliste für Haushaltsausgaben höher eingestuft werden.

Frau Dr. Petra Paul | 03.03.2017


Der Verbraucher hat es in der Hand, wie sich die Landwirtschaft weiterentwickelt. Wenn der Verbraucher Bioprodukte kauft, gibt dieser seinen Beitrag zum Umweltschutz und zum Tierwohl. Dabei wird auch der Landwirt für sein Engagement bezahlt. Nur einfach meinen, durch Gesetze und Verordnungen allen Landwirten die hohen Standards überzustülpen, ohne dass dieser Mehraufwand honoriert wird, wird einen Strukturwandel verursachen, den sich keiner Wünscht!
Wir wollen kleine Tierbestände? Dann müssen wir diese Landwirte anhören!

Herr Josef Klimmer | 03.03.2017


Wenn Fleisch aus Massentierhaltung und Brot aus pestizidbehandeltem Getreide so viel billiger und leichter zugänglich ist als Bioprodukte, dann wird es von der Mehrheit auch gekauft. Daran können einzelne Verbraucher nichts ändern, sondern einzig und allein der Staat. Er muss seine Verantwortung endlich wahrnehmen und Gesetze für eine tiergerechtere Haltung und eine naturschonende Landwirtschaft erlassen und auf EU-Ebene auf eine komplette Neuordnung der Agrarförderung hinwirkt. Landwirte sind ja keine Tierschänder - sie produzieren Fleisch auf die für sie gewinnbringenste Weise. Täten sie das nicht, täte es die Konkurrenz. Da helfen nur Gesetze, nach denen alle handeln müssen!

Frau Sixta Görtz | 03.03.2017


Sich endlich vom Diktat der Billigpreise lösen, Fleisch ist so billig das es vielen schwer fällt, darauf zu verzichten. Super billige Fleischangebote sind strategische Attacken gegen eine verantwortungsvolle Landwirtschaft.

Herr Ralf Haas-Langwagen | 03.03.2017


Verbraucher können sehr viel tuen.Nicht nur auf die billigsten Angebote schielen, sonder auch bewusst Produkte kaufen, die aus der Region stammen.Ich muss nicht im Januar Erdbeeren essen wollen. Obst und Gemüse sollte man entsprechend der Jahreszeit essen und wir haben auch viele Gemüsesorten, die hier gedeihen und auch schmecken.Auch könnten die Verbraucher bewusst einkaufen, um zu vermeiden , das zu viel Lebensmittel ungenutzt weggeworfen werden, denn dies belastet unsere Umwelt auch ganz schön.

Herr Volkmar Frömrich | 03.03.2017


Der Verbraucher muss schlichtweg maßvoll mit seinen Ressourcen umgehen. Es kann nicht sein, dass stetig auf die Landwirtschaft gezeigt wird, aber dann der Hobbygärtner oder aber auch die deutsche Bahn oder der stätische Bauhof beispielweise Pflanzenschutzmittel und/oder andere Stoffe (z.B. Streusalz)erwirbt, welche tatsächlich oftmals unkontrolliert und weitab wissenschaftlicher Empfehlungen dann in die Natur gelangen. Die konzentration macht schlichtweg das Gift.

Herr Dipl.Ing Niels Wrogemann| 03.03.2017


Es ist wichtig , dass in den Schulen wieder das Fach Ernährungslehre eingeführt wird. Nur so können unsere Kinder und Enkelkinder den verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln lernen. Es werden so viele Lebensmittel verschwendet und weggeworfen, was ein absolutes No Go ist!!

Frau Christine Jäckels | 03.03.2017


Wenn der Verbraucher Bio will, soll er auch Bio kaufen!

Vetter | 02.03.2017


Zuerst sollte sich jeder Verbraucher darüber klar sein, dass Lebensmittel Mittel zum Leben sind. Diese kann man diese nicht in einer hervorragenden Qualität produzieren und gleichzeitig billig im Laden kaufen. Das Einkaufsverhalten der Bürger spielt hier eine Rolle. In der heutigen Zeit ist es kein Problem für viele, für das neue Handy 800 EUR oder das Extrazubehör fürs Auto tausende Euro auszugeben. Man sollte doch erwarten können, dass auch Lebensmittel entsprechend bezahlt werden.

Frau Maier | 02.03.2017


Ernährung ist bei uns beim Landwirtschaftsministerium angesiedelt!!
Verbraucher könnten mehr auf die Ökoprodukte zugreifen, die in ökologischer Bewirtschaftungsmethode produziert werden.
Der Bayerische Minister Helmut Brunner hat dazu schon etliche Kampagnen gestartet, von der Schule bis zum Seniorenheim.
Die Politiker und Leute, die gerne propagieren, sollten mehr durch eigenes Zutun und "Vorleben" Vorbild sein.

Herr Johann Weininger | 02.03.2017


Die Verbraucher haben es selbst in der Hand. Es war noch nie so einfach und günstig Biolebensmittel zu erwerben. Mithilfe des Internets ist es möglich regionale Hofläden in unmittelbarer Nähe zu finden und somit die regionale, nachhaltige Landwirtschaft zu stärken.

Herr Frank Sturm | 02.03.2017


Vor allen Dingen nicht immer wieder Geld für Studien ausgeben! Wir brauchen kein Ergebnis, wo 80% der Befragten bereit wären mehr Geld für Essen auszugeben! Tatsache ist, daß über 90% genau das nicht tun! Als ich vor ca. 40 Jahren anfing mich für Landwirtschaft zu interessieren, kam auch der Gedanke auf Bio umzustellen. Ich habe mich damals nicht getraut weil ich behauptet habe, daß ein Umdenken nicht wirklich stattgefunden hat, so lange die Anzahl an Neueröffnungen von Fastfootläden höher ist, als die von Bioläden. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Die Bioschiene dümpelt immer noch unter 10% und das trotz Billigbio aus der ganzen Welt im Supermarkt. Also der Verbraucher bestimmt die Entwicklung, mit Lippenbekenntnissen hält man bestimmt keine Globalisierung auf.

Herr von den Driesch | 02.03.2017


Das bundesumweltministerium ist nicht zuständig für die Themnbereiche Ernährung, lädnliche Räume und Agrarpolitik, sondern das Bundeslandwirtschaftsministerium. Verbraucher können durch den Kauf regionaler und lokaler Produkte die heimische Landwirtschaft und das lokale, handwerkliche Ernährungsgewerbe (Bäcker, Metzger, Brauereien etc.) stärken und unterstützen. Die oftmals bekundete Bereitschaft für höhere gesetzliche Standards und regionale Produkte mehr zu bezahlen gilt es endlich durch die Verbraucher einzulösen.

Herr Daniel Spaderna | 02.03.2017


Es ist nötig, dass das Schulfach Hauswirtschaft bzw. neudeutsch Alltags- und Lebensökonomie verstärkt unterrichtet wird . Der Lehrplan muss entsprechend angepasst werden. Wer nicht kochen kann, kann keine frischen Nahrungsmittel verarbeiten.

Frau Beate Mahr | 02.03.2017


Die Verbraucher sind leider nur Marionetten der Politik!
Sie kaufen was Angeboten wird.
Wenn die Politik sich nicht nur durch Lobbiisten der Metall und Automobilwirtschaft leiten liese, wäre die Landwirtschaft heute beim Verbraucher in einem anderen Licht.
Die Politiker betreiben Überspitzt gesagt eine Politik wie es in einer guten Tierhaltung auch ist. Die Menschen bekommen günstig was zu essen und viele Dinge um sich bespielen und unterhalten zu lassen. ( dann ist das Volk voerst zu frieden)
Ich weiß dass das nicht genau zu vergleichen ist aber machen Sie sich doch bitte die Mühe und ziehen mal Parallelen.
Der Verbraucher muss Lebensmittel mehr schätzen als er es im Moment tut!
Einziger Ausweg ist die Investition in Bildung( Lehrkräfte etc.) und nicht allein in den Bau von Schulen.
Landwirtschaft gehört Unterrichtet für alle den da wachsen Lenbensmittel!

Herr Thomas Schmoll | 02.03.2017


Verbraucher sollten mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Saisonal, regional und Bio-Lebensmittel kaufen. Unverarbeitete Produkte bevorzugen, keine Fertiglebensmittel. Möglichst unverpackte Lebensmittel einkaufen. Gerichte selbst zubereiten. sich einem Bauernhof mit solidarischer Landwirtschaft anschließen.

Frau S. Kudicke | 02.03.2017


Einen Fairen Preis bezahlen für hochwertige Lebensmitel und nicht immer nur billig Nicht nur Bio ist das allerweltsheilmittel. Vertrauen in die Landwirtschaft haben und auch wertschätzen das jeden Tag zu essen da ist.Weniger lebensmittel wegwerfen.Landwirte nicht immer als doof sehen die meisten haben diesen Beruf in 6 jahren Ausbildung sehr genau erlernt und wollen nicht immer von anderen bevormundet werden.

Frau Eva Bail | 02.03.2017


Was können die Verbraucher tun
Der Verbraucher (wir) sollte so handeln wie er es in den Umfragen sagt – mehr für Lebensmittel ausgeben (das Geld muss auch beim Landwirt ankommen) und bewusster einkaufen. Lebensmittel, die Arbeit die dahinter steckt und diejenigen, die die Arbeit leisten, müssen wieder wertgeschätzt werden. Lebensmittel und Bauern sind mehr wert. Lebensmittel dürfen nicht länger verramscht werden so dass die Landwirte von den Erlösen nicht leben können. Zudem kann beim Einkauf mehr auf Regionalität und Saisonalität geachtet werden und bei Konsumgütern sollte auf Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit wert gelegt werten. Müllvermeidung ist angesagt – auch und gerade bei Konsumgütern.

Böhm | 02.03.2017


Es gilt beim Einkauf nicht nur auf Geiz ist Geil zu achten sondern für die hochwertigen Lebensmittel einen angemessenen Preis zu bezahlen, vor allem wenn bei der Produktion höhere als die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten werden!

Herr Markus Bauer | 01.03.2017


- Über den Kauf von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln werden die heimischen Landwirte und die lokale Ernährungswirtschaft gestärkt.
- Die vielfach bekundete Mehrzahlungsbereitschaft für übergesetzliche Standards bei der Erzeugung von Lebensmitteln gilt es einzulösen.

Stefan Kramer | 01.03.2017


Verbraucher können Einfluss nehmen, indem sie sich vegan ernähren. (Würde die Massentierhaltung beenden, mit Gülle überdüngte Felder und Grundwasserbelastung verhindern, den Flächenverbrauch reduzieren - da weniger Futter angebaut wird.) Außerdem sollten Lebensmittel einen höheren Stellenwert haben und nichts zu Dumpingpreisen gekauft werden. Und die Biobauern sollten unterstützt werden, indem Bio-Produkte gekauft werden.

Frau Carmen Rothe | 01.03.2017


Landwirtschaftliche Produkte (Milch, Käse, Quarck und Joghurt) direkt beim Bauern kaufen, damit steigen die Einnahmen der Bauern. Man sollte auch den Anbau von neuen Energiepflanzen (anstelle von Mais) von seiten der Politik fördern.

Herr StD Josef Kamm | 01.03.2017


o Regionale und saisonale Produkte kaufen, um lokale Wirtschaft zu stärken
o Mehrzahlungsbereitschaft für übergesetzliche Standards einlösen

Herr Andreas Müller | 01.03.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

in dieser Rubrik lesen wir immer wieder Beiträge, die sich mit dem Thema Bildung und Ernährung beschäftigen. Bildungspolitik liegt in der föderalen Struktur der Bundesrepublik in der Hoheit der Länder. Wir setzen uns mit unseren Mitteln im Rahmen der Umweltpolitik für das Thema zukunftsfähige Landwirtschaft und damit auch für das Thema Ernährung ein. Das Bundesumweltministerium verfügt wie beschrieben über hochwertige Materialien zur Umweltbildung, über die es jungen Menschen Wissen und Kompetenzen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen vermittelt. Hier sei die Seite www.umwelt-im-unterricht.de und die Förderung von BMUB Bildungsprojekten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative und des Europäischen Sozialfonds genannt. Auch über die Kinderseite des Bundesumweltministeriums werden Kinder vielfältig und kindgerecht über die Arbeit des Ministeriums informiert.

Mit dem "Dialog Landwirtschaft" möchten wir eine Plattform für eine breite gesellschaftliche Debatte zur zukunftsfähigen Landwirtschaft schaffen. Eine Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, die den Landwirtinnen und Landwirten ein gutes Einkommen sichert und die gesunde Lebensmittel produziert. Uns geht es darum, auf Fehlentwicklungen, die uns alle betreffen, aufmerksam zu machen und diese zu korrigieren: der steigende Ausstoß von Treibhausgasen, die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und das Wohl der Nutztiere. Nicht zuletzt geht es uns darum ein Bewusstsein auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern gegenüber der Frage schaffen, woher unser Essen stammt und was es uns wert sein sollte.

Viele Grüße aus dem BMUB | 01.03.2017


Bereit sein, für Nahrungsmittel mehr Geld auszugeben. Keine Geiz ist Geil Mentalität. LEH durch Kartellamt stärker in die Schranken weisen. Landwirten mehr Vertrauen schenken.

Herr Kraus | 01.03.2017


weg von der Geiz ist geil metalität und hin zu einer größeren Wertschätzung von Lebensmitteln.

Herr Jürgen Speer | 01.03.2017


Verbraucher und -innen sollten sich wieder mehr mit der Produktion von Lebensmitteln beschäftigen und nicht nur das "Billigste" im Supermarkt kaufen, weil eh immer alles verfügbar ist. Auch das Kaufverhalten sollte der Verbraucher überdenken (Erdbeeren an Weihnachten ?).

Herr Manfred Frick | 01.03.2017


Die Preise für Fleisch und Wurst sind viel zu billig. Sie sind seit 20 Jahren nicht gestiegen. Fleisch ist zu einem Alltagslebensmittel geworden und genießt nicht mehr den "Festbraten"-Status. Für ein Stück Fleisch musste ein Tier sein Leben lassen. Das ist vielen nicht bewußt. Leider kann ich die Menschen nicht ändern, die jeden Tag ihr Fleisch essen müssen, sondern nur appelieren. Ein erster Schritt ist aber auf jeden Fall die ökologische Landwirtschaft auszubauen. Wenn das Fleisch allgemein teurer wäre, würde es allen Tieren besser gehen. Vieles lässt sich über den Preis steuern: Fleisch teurer, Gemüse billiger! Dieselautos werden ja auch deshalb so viel gekauft, weil der Preis für Diesel deutlich biliiger ist als für Benzin!

Frau Eva Krötz | 01.03.2017


Für Ihre Pläne müssten Sie zunächst einen neuen Verbraucher erschaffen, mit ausreichenden finanziellen Mitteln. Momentan können ALLE auf sichere und ausreichende Lebensmittel zu günstigen Preisen zurückgreifen. Kein Grund also, ein funktionierendes System zu zerschlagen, besser optimieren

Frau Krick | 01.03.2017


Es ist total schwierig zu sehen, ob zum Beispiel das Fleisch aus meiner Region kommt, oder ob die Ferkel oder Hähnchenteile aus dem schlecht kontrolierten Ausland zu uns kommen. Da währe es notwendig besser zu Kennzeichen, um heimische Lebensmittel zu erkennen

Herr Jan Hohls | 28.02.2017


In Einrichtungen wie Behörden, Kindergärten & Schulen, Unis, Betriebskantinen etc. verstärkt Lebensmittel anbieten aus regionaler Herkunft, saisonal angepasst, auch aus biologischem Landbau sowie vegetarische Gerichte.

Frau Friedlein | 28.02.2017


Genau hier hat jeder/jede einzelne es selbst in der Hand wieviel Beitrag er/sie dazu leistet für geforderte übergesetzliche Standards in der Erzeugung von Lebensmitteln, Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft, Energie, CO2!! Regional und Saisonal

Frau Marion Warmuth | 28.02.2017


Schützen durch Nützen

Verbraucher sollte Lebensmittel aus der Region bevorzugen. So können Sie mit eigen Augen sehen wie Ihre Lebensmittel erzeugt werden. Die Landwirte vor Ort werden gestärkt und können durch bessere Wertschöpfung mehr Geld in Biodiversität und Umweltschutz investieren.

Herr Johann Biener | 28.02.2017


Am besten machen wir es wie mit den Eiern! Tierhaltung Standards ganz hoch und unsere EU Nachbarn oder nicht EU Nachbarn produzieren und verkaufen mit unsern alten Standards. Dann haben wir alle gewonnen!!!!!! Also Entweder EU weit gleiche Voraussetzungen und dann die Aussengrenzen dicht oder mit wie bis jetzt mit guten Standards weiter so

Herr Hermann-Josef Broicher | 28.02.2017


Bildung und Aufklärung sind hier meiner Meinung nach die Schlüsselwörter. Wenn ich bis ins frühe Erwachsenenalter noch nie wirklich mit den Konsequenzen meiner tagtäglichen Ernährungsweise konfrontiert und aufgeklärt wurde, werde ich mich auch später nicht fragen, was hinter den Produkten und deren Produktion steckt. Da wäre ein Appell an das BMBF mal vonnöten. Und es kann nicht sein, dass es dann widerum heißt, es wäre kein Geld da, um es in Bildung zu investieren, wenn ich gleichzeitig lesen, dass die Regierung wieder mehr Geld für die Aufrüstung der Bundeswehr ausgeben will. Es wären neue Fächer in der Schule nötig, die sich mit unserer Lebensweise an sich befassen und die Kinder zum kritischen Hinterfragen von Gegebenheiten befähigen. Das Thema "Lebensmittel" braucht einen neuen Stellenwert in unserem Leben allgemein und das sollte von Ihnen verstärkt gefördert werden. Die Leute müssen verstehen, dass die Preise momentan nun mal nicht die Kostenrealität wiederspiegeln!!

Frau J. Bortz | 28.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

viele von Ihnen beschäftigen sich mit dem Einfluss von Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Qualität von Lebensmitteln. Wir geben Ihnen recht, wir alle nehmen mit unseren Kaufentscheidungen Einfluss auf die Produktion von Lebensmitteln. Indem wir regionale und saisonale Produkte kaufen ist das nicht nur ist gut für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit und den Geldbeutel. Denn Obst und Gemüse der Saison sind nährstoffreicher und in der Regel preiswerter. Und wenn mehr darauf geachtet wird, Lebensmittel auch aufzubrauchen z.B. indem man nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums erstmal prüft, ob sie wirklich schlecht sind, werden weniger Lebensmittel weggeschmissen: Das spart viel Geld und entlastet die Umwelt. Aber nicht nur die Verbraucher sind gefragt: Landwirtinnen und Landwirte bekommen heute auch aufgrund der Marktmacht der Lebensmittelindustrie oftmals die Preise diktiert. Dadurch sind immer mehr bäuerliche Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Zudem kommen Umwelt und Natur durch ein "billiger, schneller, mehr!" zunehmend unter die Räder. Wir möchten diesen Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik entgegensteuern und die Rahmenbedingungen für unsere Landwirtinnen und Landwirte so gestalten, dass gute Lebensmittel besser in Einklang mit der Natur produziert werden können.

Viele Grüße aus dem BMUB


Über den Kauf von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln werden die heimischen Landwirte und die lokale Ernährungswirtschaft gestärkt. Was wiederum zur Folge hat, dass wir kontrollieren können wie unsere Nahrungsmittel erzeugt werden. Was hat die BIO Erdbeere aus Peru noch mit BIO zu tun?

Herr Michael Bienlein | 28.02.2017


Regional und saisonal einkaufen. Nicht immer nur reden, dass man das macht und dann das Gegenteil tun!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Herr Ehrlich | 28.02.2017


Regionale Produkte auch KAUFEN und nicht nur ankündigen, dass man das tut.

Herr Ehrlich | 28.02.2017


Die vielfach bekundete Mehrzahlungsbereitschaft für übergesetzliche Standards bei der Erzeugung von Lebensmitteln gilt es einzulösen. Zudem sollten die Verbraucher regionale und saisonale Produkte kaufen und mehr Wert auf artgerechgte Tierhaltung legen.

Herr Martina Roth  | 27.02.2017


Es gibt genügend Möglichkeiten Lebensmittel regional und saisonal direkt vom Erzeuger zu kaufen. Allerdings ist auch eine breite Nachfrage seitens der Verbraucher nach diesen Produkten nötig. Als Selbstvermarkter weiß ich, wie schwer es ist die angebauten Produkte zu den erforderlichen Erlösen zu vermarkten. Natürlich gibt es viele Verbraucher, die dies wertschätzen und auch so einkaufen. Auf der anderen Seite sind viele Verbraucher, die dies nicht können oder wollen. Wenn politisch eine höhere Bereitschaft zum Kauf von regionalen Lebensmitteln gefordert wird, sollte hier mit gezielten Fördermaßnahmen aktiv geworben werden. Hierzu gehört eine Förderung zum Auf- und Ausbau solcher Vertriebswege für den landwirtschaftlichen Einzelbetrieb und die Förderung von Investitionen, von regionalen Wertschöpfungsketten sowie Regional- und Direktvermarktungsinitiativen

Herr Marc Timm | 27.02.2017


Flächebindung der Tierhaltung
Bestand Obergrenzen bei Tierhaltung festlegen
Strukturschwache und kleinstrukturierte Betriebe fördern und dafür Gross Betriebe deckeln

Vielgliedrige Fruchtfolge
Leguminosenanteile erhöhen
Erhaltung von Grünland
Schutzmaßnahmen und Erhält müssen besser honoriert werden damit sie marktfähig sind

Verbraucher müssen mehr in Verantwortung genommen werden und Forderungen auch bezahlt werden.
Unsinnige und beleidigende Plakataktionen sind nicht zielführend Missstände sollten stärker geahndet werden

Herr Clemens Schlatter | 27.02.2017


Eigentlich gehört mein Beitrag auch zu anderen Rubriken: Genauso wie in anderen Bereichen (Verkehr, Energie, ....) plädiere ich für ehrliche Preise, die alle Kosten einrechnen. Nur so ist es gut für Artenvielfalt, Klima, Landschaft, Bauern und Bäuerinnen, Tierwohl, den globalen Süden, .... und Verbraucher*innen lernen Nahrung wieder wertschätzen

Neubauer | 27.02.2017


Die nutzlosen wöchentlichen Prospekte der Handelsketten ignorieren. Pro Haushalt wöchentlich ca. 1/2 kg die sofort im Müll landen. Damit wäre für den Umweltschutz (Papiereinsparung) sehr viel erreicht. Aber der Bedarf scheint ja da zu sein, wo gibt das billigste Angebot, das zählt für die Mehrzahl der Verbraucher. Somit bleibt das regionale Kaufverhalten ein Nischenangebot. Die Bequemlichkeit ist ein weiteres, siehe Kaffeepads aus Alu oder die Einwegbecher für Kaffee. Hier wäre ein Umweltpfand angebracht, damit wenigstens die Entsorgungskosten für die Müllbeseitigung gedeckt wären.

Herr Herbert Pfeufer | 27.02.2017


Verbraucher können ihr eigenes Konsumverhalten regulieren und dann vor allem nachhaltige d.h. regionale und Bio Produkte kaufen. Außerdem nur wenig verpackte Lebensmittel kaufe denn das schont die Umwelt. Und vermehrt Pfand oder Glasflaschen einkaufen, all dies dieht einer stärkung von Umweltfreundlichen anbau und Produktionsweisen.

Frau Sievi | 27.02.2017


Der Verbraucher outet sich bei jedem Einkauf an der Ladenkasse. Umfragen stellen nicht die tatsächliche Handlungsweise der Verbraucher dar. Die Einzelhandelsmärkte verkaufen die preiswerten Produkte aus der ganzen Welt, die auch von den Krawattenträgern nachgefragt werden. Verbrauchermüssen mehr auf Regionalität achten und auch bei den Direktvermarktern und auf Bauernmärkten einkaufen. Nur wenn sie bereit sind mehr Geld für ihre Nahrungsmittel auszugeben, dann können sie unsere Betreibe unterstützen.

Herr Dieter Heberlein | 27.02.2017


Befassung mit dem Thema wo kommt´s den her kann der Erzeuger damit leben. Lebensmittel sind Mehrwert als 12% des Jahreseinkommens

Herr Bernhard Jocher | 27.02.2017


Über den Kauf von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln werden die heimischen Landwirte und die lokale Ernährungswirtschaft gestärkt.
Förderung von kleinen Verkaufsläden auf dem Lande in dem regionale Produkte der ansässigen Landwirte gekauft werden können.

Metalagring | 27.02.2017


1. Verbraucher müssen stärker geleitet werden, gerade in den ärmeren Gegenden interessiert nur der Preis. Folglich muß eine Steuer / ein Zuschlag auf unökologisch produzierte Waren erhoben werden, damit diese teurer werden. Wenn das nicht durchsetzbar ist, muß diese Steuer den entspr. Landwirten aufgedrückt werden, damit sie nicht mehr so billig produzieren können.
2. Hofläden und andere Instrumente der regionalen Versorgung müssen besser gefördert werden - sie schaffen auch Beschäftigung. Hier müssen allzu strenge Auflagen abgeschafft werden (Entbürokratisierung!).
3. Es muß in allen Schularten für alle Schüler verpflichtenden Kochunterricht über 1-2 Schuljahre geben (9. oder 10. Klasse), wo die Kinder das Einkaufen und Kochen mit regionalen Zutaten lernen - zuhause lernen es die meisten nicht mehr.

Frau Prof. Dr. Sigrid Liede-Schumann | 27.02.2017


Solange es weder politisch noch wirtschaftlich gewollt ist, wird dem Verbraucher weiterhin Billig Fleisch und Geflügel aus Antibiotikaverseuchten Massentierhaltungen vorgesetzt. Argument: Viele könnten sich Fleisch sonst nicht leisten. Solange bei jeder Elektronik-Markt Eröffnung die Leute Schlange stehen, oder das Geld in Piercing- und Nagelstudios getragen wird, dürfte die Geldbörse noch gut gefüllt sein. Sie, Frau Dr. Hendricks bieten in Ihrem BMUB bei Empfängen nur noch fleischloses Catering an. Gleichzeitig hätten Sie es als Bundesbauministerin in der Hand den Bau von weiteren Tier-KZ zu verbieten! Warum werden Sie hier nicht tätig? "Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein". Die "Geiz ist Geil-Mentalität" bei Lebensmitteln wird von der Politik forciert, die regelmäßig die Interessen der Wirtschaft bedient. Erzeuger von hochwertigen Produkten müssen von EU Fördermitteln deutlich stärker profitieren als Massentierhaltungen!

Frau Balu | 26.02.2017


Sie sollten so viel wie möglich regionale Produkte kaufen. Sie sollten sich erst bei den Landwirten erkundigen, bevor sie sich eine Meinung bilden. Sie sollten dem Fachwissen der Landwirte ein gewisses Vertrauen schenken.

Herr Albrecht Schmitt | 26.02.2017


Der Verbraucher will Lebensmittel mit den höchsten Standards bezüglich Umwelt, Sozial, Tierschutz usw, aber nichts dafür bezahlen. Die Landwirtschaft produziert gerne Nahrungsmittel mit allen gewünschten Auflagen. Voraussetzung ist,daß der Verbraucher die Kosten übernimmt. Seine Eikommen sind ja auch durch Mindestlohn und Tarifverträge geschützt.
Natürlich funktioniert das nur, wenn billige Weltmarktimporte (auch Bioware)bestreuert oder verboten werden(Freihandelsabkommen verhindern diese Option), oder staatliche Transferzahlungen die Kostendifferenz ausgleichen. Regionalprogramme sind zwar ein Anfang aber von der Menge völlig unwichtig.

Herr Dipl.-Ing. Stefan Renz | 26.02.2017


Sie entscheiden an der Ladentheke, was LandwirteInnen in unserem Land anbauen und welche Methoden sie dazu verwenden. Geben sie mehr Geld aus für Lebensmittel im Biobereich, dann steigt auch der Bioanbau. Solange TV, Reisen, Auto und anderes wichtiger ist als LBENSMITTEL, wird sich an der Situation wohl nur sehr langsam etwas ändern. Die Zunahme der Umsätze im Biobereich sind nach wie vor in einem kleinen "Kuchenstück" des Gesamtumsatzes des LEH's. Jeder will Bio, jedoch muss das auch bezahlt werden!

Herr Karl Wagner | 26.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, die Verbraucher sind leider heute derart weit vom Themengebiet Nahrungsmittelproduktion entfernt, dass es oft für sie nicht mehr möglich ist, eine Einkaufsentscheidung zu treffen, die dem Umweltschutz und dem Erhalt einer nachhaltigen Landwirtschaft zuträglich ist. Bestes Beispiel ist der Aufschrei wenn z. B. wie in Norwegen den Kindern das Schlachten eines Rentiers gezeigt wird (ist unweigerlich mit dem Konsum tierischer Produkte verbunden (für Kinder ein muss, Kinder brauchen tierisches Eiweiß!) und daher sehr natürlich). Ich halte daher ein Schulfach Lebenskunde für unbedingt erforderlich. Darüber hinaus sollte bereits den Kindern vermittelt werden, welche Informationen zuverlässig sind (und das sind zuerst wissenschaftlich fundierte Daten, die entsprechend statistisch signifikante Effekte zeigen und nur wenn diese nicht vorliegen, das Expertenwissen) und welche nicht. Zugespitze Informationskampagnen benötigen sehr gut Informierte Addressaten!

Herr Stefan Thurner | 26.02.2017


Darüber wird ja nun wahrlich genug debattiert. Über solche Anti-Bauern-Plakate geht das alles nicht. Der Verbraucher bleibt ein Wechseltier. Redet so und handelt so. Schwer ein Konzept zu sagen. Da wissen wir doch alle wer an einem Tisch kommen müsste und um ehrlich mit einander zu verhandeln – Politik-Landwirtschaft-Umweltschutz-Markthandel…..
Das wird jedoch nie passieren. Zuerst sollten mal all die anderen Fragen gut geklärt werden in diesem Dialog, wozu ja diese Frage auch zählt.

Frau Katrin Lutze | 26.02.2017


Um regional und saisonale Nahrungsmittel für den Verbraucher kenntlicher zu machen, müsste Ihr Ministerium für ein Verbot von Hausmarken der großen Handelskonzerne eintreten. Es liegt in der Verantwortung des Staates, dass die Lebensmittelindustrie gesunde Lebensmittel dem Verbraucher zur Verfügung stellt und nicht in der Verantwortung des Verbrauchers.

Herr Falter | 26.02.2017


Der Verbraucher kann regionale Lebensmittel kaufen, auf Inhaltsstoffe und Haltung der Tiere achten,aber das ist zu wenig. Die breite Masse ist zu träge und zu bequem und greift oftmals deshalb zu dem Billigprodukt, weil die Kosequenz nicht offensichtlich ist. Krasse Bilder auf dem Billigprodukt (wie bei Zigaretten) würden viele Kunden zum teureren, umwelt- und tierfreundlicheren Produkt greifen lassen. Solange z.B. ein Wiesenhoprodukt mit einem idyllischen Bauernhof in Verbidung gebracht wird, wird sich so schnell nichts ändern. Dem Verbraucher muss vor Augen gehalten werden, was er da kauft, dann ändert sich auch das Kosumverhalten merklich.

Frau Kennzeichnung der Lebensmittel Imme Stade | 26.02.2017


Der Verbraucher kann heute gezielt wählen, welche Lebensmittel er einkauft. Der größte Anteil wird auch in Zukunft das Billigsegment bleiben. Allerdings kann er auch gezielt sein Rindfleisch beim Direktvermarkter kaufen. Mein Fleisch kann ich auf der Wiese weiden sehen, bevor es geschlachtet wird. Im übrigen brauchen wir genau dieses Rindfleisch, damit die Wiesen, die ja so wichtig für die Artenvielfalt sind, auch sinnvoll genutzt werden können. Kein Verbraucher muß hier auf die Macht der Konzerne schimpfen. Für qualitativ erstklassiges Fleisch brauchen wir nur die Bauern mit ihrer Direktvermarktung und die Verbraucher, die nicht nur mit dem Mund Qualität einkaufen.

Herr Diplom Agrar Ingenieur (FH) Klaus Merkel | 25.02.2017


Noch nie sind die Menschen so alt geworden und dabei relativ gesund geblieben wie jetzt. Übergewicht in der Bevölkerung ist nicht der Landwirtschaft anzulasten. Viele gesunde Lebensmittel und werden mit zu viel Zucker, billigem Palmöl, Geschmacksverstärkern usw. zu Fast-Food und Fertignahrung verarbeitet
Eine Medienwelt und verschiedene NGOs, die nur schwarz-weiß können, verunsichert die Verbraucher immer mehr. Ganz schwarze Begriffe: Ausgelaugte Böden, Pestizide, Kunstdünger, Monsanto. Gut ist:
Bio, Artgerecht, Vegan, usw. Regelmäßig hört man von Pestizidrückständen in Babynahrung, Muttermilch, Bier und Trinkwasser. Dass man sämtliche Arzneimittel, z.B. Diclofenac, ebenfalls nachweisen kann, bleibt unterm Teppich. Verunsicherte Verbraucher kaufen keine Kartoffeln und Gemüse mehr, um selbst zu kochen, sondern oft den oben genannten, verarbeiteten Plunder, Hauptsache es steht Bio drauf. Übrigens: Ich bin selbst Landwirt und habe großen Respekt vor Bio-Kollegen.

Herr Albrecht Wörner | 25.02.2017


VEGAN weil ALLES "vom Tier" GEWALT ist. Es ist eine SCHANDE, wie wir ohne jede Notwendigkeit Tiere benutzen, als seien es Dinge versklaven, vergewaltigen und töten obwohl es ALLEs ganz lecker und nachhaltig rein pflanzlich gibt pflanzliches „Fleisch“ pflanzliche „Milch“ pflanzliche „Eier“ SCHLUSS mit dem Massaker an unschuldigen LEBEWESEN wie Du und ich, mit dem Willen zu leben, mit Mama und Papa… Angst ist Angst Schmerz ist Schmerz Blut ist Blut HÖR AUF FLEISCH, MILCH und EIER zu konsumieren lebe VEGAN sei ein HELD die Würde ALLER Lebewesen ist unantastbar!

Herr Gerald Hagele | 25.02.2017


Verbraucher/innen können nur durch ihr Kaufverhalten die Landwirtschaft beeinflußen.Landwirte produzieren, was sich rechnet. Also muß Ökoware konklurrenzkräftiger gemacht werden, u.A. durch geeignete Besteuerung industrieller Agrarproduktion, insbesondere aus Massentierhaltung. Darüberhinaus sollte Verbraucher/innen angehalten werden, nach der Herkunft von Lebensmitteln zu fragen.

Herr Dr. Heinz Klöser | 25.02.2017


Verbaucherinnen und Verbraucher sollten das Sagende auch umsetzen; Nicht bei Umfragen sagen, wir kaufen regional usw. den die Meisten kaufen nur nach Motto Hauptsache billig. Bei Autos, Reisen usw. schaut man auch nicht immer nach dem Preis, den das sieht der Nachbar bzw. man kann im Freundeskreis punkten. Die Lebensmittel zu Hause sehen die wenigsten Mitmenschen.

Frau Hauswirtschafterin Silvia Bühler | 24.02.2017


Gezielt einkaufen. Direktvermarktung nutzen. Markenprodukte bevorzugen, bei denen man weiß, dass auch die Landwirte gerecht behandelt und bezahlt werden (z. B. Bekannt bei Berchtesgadener Land Produkten). Nicht gleich den perfekten landw. Betrieb erwarten, da Investitionen viel kosten und das Geld ja durch den Landwirt erst verdient werden muss.

Frau Landwirtin Maria Kainzmaier | 24.02.2017


Wichtig ist, den Menschen den Zusammenhang zwischen den Produktionsbedingungen der Landwirte und dem Preis klar zu machen. Für Landwirte geht es - weil sie davon leben - im Hinblick auf Flächen vorrangig um Wertschöpfung. Es gilt, ein bestimmtes Produkt anzubauen. Vielfalt ist im Prinzip gut, aber nicht immer erwünscht.Bei jeder Nutzung der Umwelt werden Ansprüche und Ziele verfolgt, die nicht vorrangig mit der Vielfalt von Tieren und Pflanzen vereinbar sind. Landwirtschaft hat in erster Linie den Auftrag, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen und dabei die Landbewirtschaftung stets so an veränderte Bedingungen anzupassen, dass die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft der Geschwindigkeit und Stärke des jeweiligen Wandels standhalten können wird. Die Gesellschaft ist auf eine funktionierende Landwirtschaft angewiesen.

Herr Michael Schulz | 24.02.2017


Für die Ernährung ist immer noch das Bundeslandwirtschaftministerium zuständig.Die Verbraucher sollen regionale heimische Produkte zu fairen Preisen kaufen,und nicht das ganze Geld für Auto und Urlaub ausgeben.Gute Lebensmittel sind Ihren Preis wert. Alle Lebensmittel in Deutschland sind viel zu billig.

Herr Helmut Mader | 24.02.2017


Die Verbraucher sind in einer Marktwirtschaft die einzigen, die etwas bewegen können. Man kann nicht fordern, dass alle Landwirte am Markt vorbeiproduzieren müssen. Gefragt sind hier nämlich schlicht und einfach billige Lebensmittel.
Verbote bringen aufgrund unserer offenen Märkte garnichts! In Deutschland ist die Käfighaltung von Legehennen längst verboten. Dennoch liegt der Verbrauchsanteil bei 50%. Genauso bei den Gänsen. Stopfleberproduktion und Rupfen lebendiger Tiere ist bei uns aus guten Grund verboten. Dennoch liegen die "Abfallprodukte" dieser Produktionsrichtung bei uns in den Tiefkühlregalen und machen den Preis für die heimischen Erzeuger kaputt! Ich kann unmöglich eine Gans für 17 €, wie ich sie letztes Jahr gesehen habe anbieten. Da zahle ich als Erzeuger drauf!

Das muss den Verbrauchern endlich klar gemacht werden! Die Landwirte müssen das produzieren, was der Verbraucher kauft, nicht das, was er vorgiebt kaufen zu wollen!

Herr B.Sc. Franz Sedlmeier | 24.02.2017


Nichts. Da ist die Politik zuständig. Klare Beschriftung der Produkte.

Herr Martin Kupfer | 24.02.2017


Her mit der Vegan/Vegetarisch Offensive! Regionales, ökologisches, klimaarmes und tierfreies Essen muss massiv gefördert werden

Frau Elke Körner | 23.02.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks,
ich bin es leid, dass dem Verbrauchenden so ein großes Potential zugeschrieben wird, denn 1. sind diese nicht organisiert, außer auf Demos und 2. dauert es zu lange um die Macht der Wirtschaft zu brechen, damit sich die Wirtschaft, hier v.a. die Fleischindustrie, bewegt. Es sollte eine oder mehrere Fragebogenrunde/n geben, in der die Bürger.innen wählen können ob sie klima- und sozialverträglich produzierte landwirtschaftliche Produkte wünschen oder billige. Es müssten entweder-oder-Fragen gestellt werden, um klar zu machen, dass nur eines von beidem geht. Dieser Dialog ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn auch ein guter Anfang. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im "Dialog" mit Minister Schmidt.

Herr Jochen Walter | 23.02.2017


Aufklärung und Appelle allein können das praktische Verbraucherverhalten nur bei einem kleinen Teil der Bevölkerung ändern - auch wenn ein weit größerer Teil bei Umfragen entsprechende Absichten verkündet. Viele, die artgerechte Tierhaltung befürworten, feiern weiter ihre Grillfeten mit Billigfleisch aus der Massentierhaltung.
Deshalb ist der Gesetzgeber gefordert, rechtliche Rahmenbedingungen zu setzen, welche die gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Anforderungen an unsere Lebensmittel und ihre Erzeugung schrittweise auf ein nachhaltiges Niveau anzuheben. Aufklärung dient dazu, diesen Prozess für die Bevölkerung verständlich und nachvollziebar zu machen. Nachhaltiger Konsum muss so für alle auch ohne besonderes ökologisches Konsum-Bewußtsein zur Routine werden. Wie schnell das gelingen kann, zeigen Entwicklungen der Vergangenheit: z.B. Mülltrennung, Rauchverhalten in Gaststätten, Gurtanschnallpflicht. Voraussetzung: Die Regeln sind klar und konsequent.

Herr Reinhard Degener | 23.02.2017


Regional und saisonal einkaufen, möglichst vom Erzeuger. Lieber ursprüngliche Lebensmittel als hoch verarbeitete Produkte kaufen. Einen fairen Preis bezahlen. Ökologisch erzeugte Lebensmittel bevorzugen. Solidarische Landwirtschaft fördern. Weniger Fleisch und Milchprodukte konsumieren. Reste nicht wegwerfen.

Frau Groh | 23.02.2017


Endlich mehr bezahlen, Grenzen zu, Umweltstandard´s anheben so wie in der Schweiz. Damit man auch von 30 Kühen noch leben kann.

Herr Hartmut Kümmerle | 23.02.2017


Vernünftige Preise für hochwertige Produkte und Bio ist nicht alles.

Herr Köppel | 23.02.2017


Bei Alkohol und Zigaretten wurde die Werbung wegen negativer folgen für die Bürger und die Gesellschaft stark beschnitten.

Einen ähnlichen Weg würde ich für Lebensmittel vorschlagen.
Verbieten Sie die Werbung mit Preisen bei den Lebensmitteln.
Die Werbung für die Schinkenwurst beim Discounter sollte nicht heißen: "Heute 100g für 0,33€" sondern Heute Schinkenwurst von glücklichen Schweinen mit Auslauf"

Das Preisdumping und die Verbraucherverführung ein Schnäppchen zu machen sind ein großes Problem!
Würde in der Werbung auf die Qualität, die Haltung, die Herkunft, hingewiesen hätte dies (auf lange Sicht) ein umdenken zur Folge!

Veränderungen sollten von unten nach oben erfolgen, nicht von oben nach unten!
Wenn alle die, die es sich leisten können Ihre Lebensmittel nach Qualität, Erzeugung und Herkunft auswählen, ändert sich die Produktion auch ohne irgend jemandem etwas aufzuzwingen!!

Herr Timo Bentz | 23.02.2017


Gerne hätte ich - kein Vegetarier - über die Position des Bundesministeriums zur Fleischindustrie gesprochen. Wie stark ist die Lobby und kennen Sie die Auswirkung von Methan und des notwendigen Wasserbedarf auf das Klima und die Folgen für die kommenden Generationen?
Keine Industrie verbraucht mehr Wasser oder produziert mehr gefährliche Treibhausgase. Im Gegensatz zu CO2 dessen Reduzierung erst in Jshrzenten einen positiven Effekt auf den Klimawandel hat ist es möglich durch Einschränkung des Methan Ausstoßes der Fleischindustrie sehr zeitnah einen Effekt zu generieren.
Wollen wir den Klimawandel stoppen bzw abmindern - denn Stoppen ist nicht mehr möglich - dann geht dies nur so und es wäre so einfach und sofort möglich!
Jeder Verbraucher müsste nur weniger Fleisch essen. Nicht gar nichts sondern weniger. Es wäre sogar gesünder und entlastet das Gesundheitssystem. Siehe Amerika.
Daher die Frage. Warum wird nicht in diese Richtung gelenkt wird. Bitte helfen Sie UNS ALLEN!

Herr Stefan Wurm | 22.02.2017

Lieber Herr Wurm,

Ackerbau und Viehzucht waren im Jahr 2014 mit insgesamt 66,1 Mio. Tonnen CO2-equi. für ca. 7 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich (die Gesamtemissionen lagen 2014 bei 902 Mio. Tonnen CO2-equi.). Die Landwirtschaft ist nach dem Energiesektor der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen. Vor allem die Methan- und Lachgasemissionen spielen wegen ihrer hohen Klimawirksamkeit (GWP) eine entscheidende Rolle: Methan ist danach 25-fach, Lachgas 298-fach klimaschädlicher als Kohlendioxid. Abgegeben werden die Emissionen in allen Bereichen des landwirtschaftlichen Betriebes: Von den Tieren selbst, von Mist und Gülle, von den Feldern, auf denen Dünger und Gülle ausgebracht wird. Der größte Teil der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland stammt mit 40 Prozent aus der Nutzung landwirtschaftlicher Böden und mit 38 Prozent aus dem Methanausstoß beim Verdauungsvorgang von Wiederkäuern. Um das Klimaschutzziel 2050 zu erreichen, also die Gesamtemissionen um 80 bis 95 Prozent zu mindern, besteht auch im Landwirtschaftssektor dringender Handlungsbedarf. Weitere Informationen zu den geplanten Maßnahmen für die Landwirtschaft finden sich im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung:
http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/nationale-klimapolitik/klimaschutzplan-2050/
Zur Verringerung der Methanemissionen, die vor allem direkt von Rindern stammen, ist die wichtigste Stellschraube schlicht die Verkleinerung der Rinderbestände. Hier sind allerdings weltweit die Verbraucher gefragt: Wenn weniger Rindfleisch oder Milchprodukte konsumiert werden, müssen weniger Rinder gehalten werden und dadurch verringern sich die Methanemissionen direkt. Ein Abbau der Tierbestände kann darüber hinaus auch durch den geringeren Futtermittelbedarf indirekt einen positiven Klimaeffekt nach sich ziehen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 23.02.2017


Die Frage darf nicht heißen was Verbraucher tun können, sondern was Verbraucher tun müssen. Wer als Verbraucher und Bürger mitreden möchte zum Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Tierschutz etc der hat auch die Pflicht sich an den steigenden Kosten daran zu beteiligen. Ein großer Teil der Bevölkerrung handelt in seinem Verhalten dazu sehr schitzophren. Das Einkaufverhalten der Bürger zeigt dies deutlich. Nachhaltigkeit bedeutet niemals zum Angebotsschnäpchen zu greifen sondern zum premiumprodukt , welches regional, umweltgerecht und unter der Berücksichtigung der sozialen Standarts im nationalen Bereich . Wer Angebotsware kauft der verliert somit sein demokratisches Mitspracherecht zu diesem Thema. Auch bedacht werden muß , das ein Nachhaltiger Preis die Wünsche des Verbrauchers einpreisen muß, sowie ein jährlicher Inflationsausgleich auf Lebensmittelpreise. Wer bäuerliche betriebe haben möchte,welche nachhaltig wirtschaften , der muss ausländische Billigware zurückweisen.

Herr SgL Kremershof | 21.02.2017


Verbraucher sollten sich als erstes mal Informieren. Und zwar nicht bei spendenoptimierenden NGO´s sondern bei Fachleuten (Landwirten). (Gilt übrigens auch für Frau Hendriks) Die Politik kann sich auf den Kopf stellen. Was nicht gekauft und adäquat bezahlt wird, wird nicht hergestellt. Also hat es nur der Verbraucher in der Hand was produziert wird. Wir können auch Bio! Kauft es (natürlich nur teurer aus Deutschland) und wir liefern!

Herr Dipl.Ing.agr. Claus-Philipp Graf(FH) | 21.02.2017


Dem Verbraucher muss einfach klar gemacht werden, dass er sich entscheiden muss:

Entweder "jetzt weiter billig" mit unkalkulierbaren, steigenden externen Kosten wie zum Beispiel für sauberes Trinkwasser und dazu noch unter dem Damokles-Schwert eines unwiederbringlichen Biodiversität-Verlustes oder Totalkollapses, wenn zum Beispiel die Bestäuber-Insekten ganz verlorengehen.

Oder "jetzt direkt höhere Preise" für eine nachhaltige Landwirtschaft und den Erhalt der Biodiversität auch im Hinblick auf zukünftige Generationen hier und überall auf der Welt.

Frau Anja Rolf | 21.02.2017


Ich muss beim Einkaufen leider immer wieder feststellen, dass die meisten Verbraucher nur auf den Preis schauen und nicht wo das Produkt herkommt. Wenn man immer nur über die deutschen Landwirte schimpft, da zu viel gedüngt und zu viele Pestizide eingesetzt werden, passt es irgendwie nicht ganz zusammen, dass man Tomaten im Januar aus Ägypten kauft. Denn diese überschreiten mit Sicherheit die dt.Grenzwerte, aber égal, die sind ja billig. Die Verbraucher sollten endlich regional und saisonal einkaufen, das ist nachhaltig.

Frau Schmidt | 21.02.2017


Mehr bezahlen! Nicht Bioprodukte im Discounter von ausländischer Herkunft kaufen! Warum sind diese trotz des Transportaufwandes vielfach wesentlich günstiger? Heimische Landwirtschaft kann nicht mit den Kostenstrukturen von Auslandsware konkurrieren. Machen Sie das den Verbrauchern klar.

Schwaiger | 21.02.2017


Es wäre falsch, nur das BMUB wegen einer schlecht gezielten Kampagne in die Pfanne zu hauen. Das BMEL zeigt auf seinen Kinderseiten (!) einen Traktor mit einem Gerät (http://www.igsz.eu/AGR/BMEL-20170220-2256.png), das eher nicht zur präzisen Saatausbringung geeingnet ist und dem Text "Auf einem modernen Bauernhof ... werden Traktoren mit modernster Ausstattung eingesetzt. So kann per Navigationssystem die exakte Größe des Feldes berechnet und das Saatgut zielgenau verteilt werden." Naiver geht es kaum.

Anfangs der 70er Jahre gabe es eine Agrarbroschüre des Ministeriums für Verbraucher mit dem schönen Titel "Im Märzen der Bauer". Auf dem Titelbild sah man einen Mähdrescher. Noch Fragen?

Beantworten müßte das BMEL vielmehr Fragen nach der landwirtschaftlichen Produktion und der Einkommenssituation und das so, daß es auch eine "Normalverbraucherin" versteht, obwohl sie gerade gemüsebeladen auf der Frankfurter Zeil möglichst schnell zur U-Bahn will.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 20.02.2017


Vorweg: dort liegt der größte Hebel dazu, etwas zu verändern.

An allererster Stelle: die Verbraucher müssen den Zusammenhang zwischen ihrem Fleischkonsum in Menge und der Art der Produktion des Fleisches und der fortlaufenden Umweltzerstörung global erkennen (Soja aus Brasilien für das 2,99 Euro Huhn in Deutschland). -> awareness und dann an zweiter Stelle müssen sie danach dann auch handeln.

Herr Prof. Dr. Thomas Bausch | 20.02.2017


Lassen wir 'mal weg, wie die Plakatserie der beauftragten Berliner Werbeagentur doch relativ ungeprüft die Außenwelt erreichen konnte.

Aber es wäre hilfreich, zu erfahren, wie denn der Status des Vorgehens gegen das Tierschutzbüro, das das Schweinestall-Plakat ja auch mit dem verliebten Sauen-Paar in Sachen Praxisnähe eher noch verschlimmbessert hat, aktuell aussieht. Denn das sollten sich weder Landwirte noch das BMUB gefallen lassen.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 20.02.2017

Lieber Herr Kluge,

seien Sie versichert, wir haben unsere Kampagnenmotive sehr wohl geprüft. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass unsere "Bauernregeln" harmlos und keineswegs dazu angetan sind, irgendjemanden zu beleidigen, zu diffamieren, zu verunglimpfen oder dergleichen. Nichts läge uns ferner. Wir nehmen aber zur Kenntnis, dass es nicht wenige Menschen gibt, die das ganz anders sehen. Diese Empfindungen respektieren wir und bedauern, dass sie entstanden sind. Dies hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch in einem Statement zum Ausdruck gebracht, das hier abgerufen werden kann: www.facebook.com/hendricks.barbara/videos/1457058224317888/.
Wir haben daraus die Konsequenz gezogen, die "Bauernregeln" im Rahmen unserer Kampagne nicht mehr zu verwenden. Stattdessen haben wir andere Motive eingesetzt, in denen wir stärker betonen, dass es uns um einen gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft geht.

Es hat im Verlaufe der vergangenen Wochen Bestrebungen von verschiedener Seite gegeben, die grafische Anmutung und Aufmachung der von uns konzipierten Bauernregel-Motive abzukupfern, um damit jeweils eigene Ziele zu propagieren. Den Anfang machte übrigens der Deutsche Bauernverband (DBV) mit Fotomotiven auf Twitter, die in ihrer grafischen Gestaltung den unserigen zum Verwechseln ähnlich sehen.
Nach Einschätzung unseres Justiziariats bestehen sichere Rechtsansprüche unsererseits jedoch nur bei der identischen Verwendung der Motive. Das ist weder bei den Motiven, die der Deutsche Bauernverband (DBV) auf Twitter verbreitet hat, noch bei dem Plakatmotiv des Deutschen Tierschutzbüros der Fall. In beiden Fällen sind Aufmachung und grafische Gestaltung zwar ähnlich wie die Motive des BMUB, weisen aber auch eine Reihe von Abweichungen auf. Hinzu kommt, dass die Plakate des BMUB gar nicht plakatiert wurden, so dass auch deswegen fraglich ist, ob eine Verwechslungsgefahr tatsächlich besteht.
Aufgrund dieser rechtlichen Unsicherheiten halten wir es nicht für ratsam, an dieser Stelle in eine juristische Auseinandersetzung zu gehen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 03.03.2017


Direktvermarkter und Markenartikel unterstützen. Die niedrigen Erzeugerpreise sind das Hauptproblem der Landwirte. Wachsen oder Weichen wird hier massiv gefördert. Tierwohl kann nur gefördert werden, wenn es sich lohnt Landwirtschaft zu betreiben. Die Weltmarktpreise sind ein graus. Die Produktionskosten steigen jedes Jahr mindestens um die Inflationsrate. Die Erzeugerpreise gehen immer weiter in den Keller. Solange der Einzelhandel seine Preise nicht erhöht und der Verbraucher günstig einkaufen will, stirbt die Landwirtschaft in den industrialisierten Welt aus. Es entstehen große Betriebe die effizient und kostengünstig produzieren können. Diese können auch die zunehmenden Auflagen stemmen.

Herr Diplom Ingenieur Rudolf Roessle  | 20.02.2017


[Fortsetzung] bereits kolbentragende Maispflanzen benetzen. Genau das aber wird auf den Plakaten u.a. suggeriert. Es stünde dem BMUB gut an, wenn es sich hinsichtlich nun einmal erfolgter und damit der Schadensbegrenzung zuzuführender falscher Aussagen endlich in erkennbarem Maße zurücknehmen würde.

Herr Dipl. Ing. agr. | 20.02.2017


In top agrar news liest man online unter "Hendricks ändert Plakatkampagne lediglich ab" (16.02.2017) "'Wir werden die Kampagne mit anderen Anzeigen und Flächen weiterführen. Das steht völlig außer Frage. Denn es ist doch klar: Die Inhalte, auf die wir mit dieser Kampagne aufmerksam machen wollten, bleiben ja. Es sind unbestreitbare Tatsachen, die diesen Bauernregeln zugrunde liegen. Sie sind auch von niemandem, auch nicht von den Kritikern, grundsätzlich bestritten worden', so der Sprecher [des BMUB] weiter. (....) Das Ministerium bleibe dabei, dass die Aussagen 'Fakten' seien und Deutschland 'enorme Probleme mit bestimmten Formen von Landwirtschaft' habe."

Die Behauptung des BMUB, daß die Inhalte, von denen es textlich und graphisch vermittelte gibt, Tatsachen reflektierten, ist teilweise schlichtweg unwahr.

Es ist z.B. keine unbestreitbare Tatsache, daß Landwirte Pestizide auf 30m Breite per Spur und ungesteuert (per Güllefass) ausbringen und dabei auch bereits [Fortsetzung]

Herr Dipl.- Ing. agr. | 20.02.2017

Lieber Teilnehmer,

vielen Dank für Ihren Beitrag. "Topagrar" zitiert den Sprecher des BMUB völlig korrekt. Daran gibt es nichts zu korrigieren oder zurückzunehmen. Auf den Plakaten mit unseren "Bauernregeln", die wir bekanntlich zurückgezogen haben, wird auf die unbestreitbare Problematik der Pestizidausbringung hingewiesen – mehr nicht. Wir können nicht erkennen, dass der von Ihnen wahrgenommene Eindruck damit verbunden ist. Aber wie gesagt: Wir verbreiten die Plakate nicht.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Der Verbaucher muss sich entscheiden was er will. Billig und Ramsch oder Qualität mit Preis. Dann kann die Landwirtschaft darauf ausgerichtet werden.
TTIP und CETA machen den Preiskampf und die Qualität(Gentechnik macht noch höheren Pestiziteinsatz möglich) noch schlechter. Die Landwirtschaft wird hier ganz klar für unsere Autoindustrie geopfert, aber das nur am Rande. Meiner Meinung nach sollte in ganz Deutschland auf Bio umgestellt werden, dann haben wir nur bedingt etwas mit dem Weltmarkt zu tun. Der Verbraucher der das nciht möchte kann dann die gentechnisch veränderten, pestizitbelasteten Nahrungsmittel (die sicherlich um ein Vielfaches höher belastet sind als unsere aktuellen Erzeugnisse aus der BRD) aus den USA kaufen, der Rest kauft unsere einheimischen Erzeugnisse.
Die Politik muss sich auch endlich mal von der Industrie loslösen und sinnvolle Entscheidungen treffen und nicht die der Industrie (z.B. große Chemieunternehmen oder Auto)

Herr Dipl.-Ing.(FH) Martin Weber | 20.02.2017


Gärten müssen nicht aussehen wie frisch gestaubsaugt.

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass Gärten als Statussymbol teuer zur Erweiterung des Wohnzimmers umgebaut werden. Mit Granit, Tropenholz und Golfrasen entstehen Wohnlandschaften unter freiem Himmel. Dazu finden sich in den Vorgärten sterile Steingärten mit exotischer Bepflanzung. So erfreulich es ist, dass der Garten als Lebensraum für Menschen wahrgenommen wird, so unnötig ist es, die Gärten so lebensfeindlich für heimische Arten zu gestalten. Gärten können Oasen für Bienen, Igel, Zauneidechsen und viele Arten mehr sein.
Wir können im eigenen Garten schon viel tun, wenn wir nur bei der Gestaltung an die heimischen Tiere und Pflanzen denken. Auch Gärten, in denen Biodiversität gefördert wird, können wunderbare Wohnlandschaften sein!

(Mit Landwirtschaft hat das wenig zu tun. Aber es ist ein erster Schritt, zu begreifen, dass man einiges in der Hand hat mit dem "Land" das man zuhause selber "bewirtschaftet".)

Herr Franz-Gerstein | 20.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

in diesem Dialogforum gibt es einige Beiträge zu der Frage, ob das Thema Ernährung ausreichend in unseren Schulen präsent ist. Bildungspolitik liegt in der föderalen Struktur der Bundesrepublik in der Hoheit der Länder. Wir setzen uns mit unseren Mitteln im Rahmen der Umweltpolitik für das Thema zukunftsfähige Landwirtschaft und damit auch für das Thema Ernährung ein. Das Bundesumweltministerium verfügt über hochwertige Materialien zur Umweltbildung, über die es jungen Menschen Wissen und Kompetenzen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen vermittelt. Auf www.umwelt-im-unterricht.de erscheinen zweiwöchentlich aktuell und kostenlos Hintergrundinformationen, Unterrichtsvorschläge, Arbeitsmaterialien und Bilderserien für die Grundschule und die Sekundarstufe zu einem aktuellen Ereignis aus der Themenpalette des Bundesumwelt- und Bauministeriums. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative und des Europäischen Sozialfonds fördert das BMUB Bildungsprojekte mit Angeboten für vorrangig außerschulische Aktivitäten für alle Jahrgänge und Schulformen. Auch über die Kinderseite des Bundesumweltministeriums werden Kinder in Spielen, einer Kreativ-Werkstatt oder kurzen kindgerecht aufbereiteten Texten zu aktuellen Umweltthemen sowie über die Arbeit des Ministeriums informiert.

Der "Dialog Landwirtschaft" ist dazu angelegt, eine breite gesellschaftliche Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu initiieren. Eine Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, die den Landwirtinnen und Landwirten ein gutes Einkommen sichert und die gesunde Lebensmittel produziert. Uns geht es darum, auf Fehlentwicklungen, die uns alle betreffen, aufmerksam zu machen und diese zu korrigieren: der steigende Ausstoß von Treibhausgasen, die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und das Wohl der Nutztiere. Über die Benennung dieser Fehlentwicklungen sensibilisieren wir auch Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber der Frage, woher unser Essen stammt und was es uns wert sein sollte.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Mehr Geld für Ernährung ausgeben, viele Deutsche geben einen absurd geringen Anrteil ihres Einkommens für ihre Ernährung aus.
Hier hilft Bildung: An Ganztagesschulen sollte zum Beispiel vermehrt gemeinsam gekocht werden.

Franz-Gerstein | 20.02.2017


Die Landwirtschaft steht als Bindeglied zwischen Produktion und Lebensmittelindustie. Doch der Verbraucher hat sich die Macht von der Lebensmittelindustie (Billige Lebensmittel) Discounter entnehmen lassen um günstig einkaufen zu können. Dem Verbraucher müssen die Lebensmittel (ob Bio oder konventionell)die sie einkaufen und zu sich nehmen eine andere wertstellung geben. Wenn der Landwirt durch ein besseres Kaufverhalten einen gerechteren Preis erhält könnte man die Subventionen bestimmt um einiges senken und damit die Haushalte der Politik entlasten.

Herr Buchholz | 20.02.2017


Leider sind viele Deutsche so, dass sie die teuersten Küchen und Küchengeräte kaufen, aber kein Geld für hochwertige Lebensmittel ausgeben. Geld und Ansehen bedeutet vielen mehr als die eigene Gesundheit. Sicher gibt es in einigen Bereichen der Landwirtschaft noch Handlungsbedarf, aber wenn ich die Inhaltsstoffe vieler Lebensmittel lese, begreife ich nicht, wie Menschen soetwas noch kaufen und es sogar an Ihre Kinder verfüttern. An der gesamten Ernährung der Menschen gibt es noch sehr viel zu verbessern, aber die Bauern sind das schwächste Glied in dieser Kette und deshalb ist es am Einfachsten diesen Berufsstand zu verunglimpfen. Es ist eine politische Herausforderung, die Ernährung der Menschheit nicht nur auf Quantität sondern auch auf Qualität umzustellen und dabei sollte man bei den Lebensmittel-, Chemie- und Pharmakonzernen anfangen.

Frau Angelika Balzer | 20.02.2017

Liebe Frau Balzer,

besten Dank für Ihren Beitrag. Heute ernähren sich viele Menschen bewusster und viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, für höhere Umwelt- und Tierschutzstandards mehr zu bezahlen. Alle zwei Jahre gibt das Bundesumweltministerium die Studie zum Umweltbewusstsein der Deutschen heraus. Die nächste Studie kommt im März. Ein Ergebnis vorab: Vier von fünf Befragten sind bereit, mehr für Fleisch zu bezahlen, wenn sie wissen, dass die Tierhaltung besser ist, als unsere Mindeststandards es vorschreiben. Für höhere Umweltstandards würden fast genauso viele Menschen mehr Geld ausgeben. Wenn dies dann im Laden weniger geschieht, liegt das auch daran, dass den Verbrauchern oft nicht klar ist, welchem Siegel er trauen kann und welche wohlklingenden Aufschriften nur Werbung sind. Transparenz, Verlässlichkeit und Überschaubarkeit der Siegel sind also wichtig.

Für eine nachhaltigere Landwirtschaft ist der gesamte Bereich der Ernährungspolitik ein wichtiger Ansatzpunkt. Die Aufgaben der Ernährungspolitik erstrecken sich zunehmend auf Aspekte wie Nachhaltigkeit und einen gesunden Lebensstil. Somit gewinnt die Aufklärung der Verbraucherinnen und Verbraucher über Themen wie die Herkunft und die Umweltwirkungen der Produktion von Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung. Besonders wichtig sind hierbei auch Initiativen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln, da in Deutschland jährlich insgesamt ca. 11 Millionen Tonnen Lebensmittel als Abfall entsorgt werden. In diesem Zusammenhang werden auch Maßnahmen wie bspw. eine Neuregelung des Mindesthaltbarkeitsdatums geprüft.

Viele Grüße aus dem BMUB | 22.02.2017


Das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft noch bekannter machen und nach Möglichkeit junge SoLaWi-Initiativen fördern.

In Deutschland gibt es aktuell mindestens 125 SoLaWis und 107 weitere befinden sich im Aufbau (https://www.solidarische-landwirtschaft.org/de/solawis-finden/solawi-hoefe-initiativen/). Das SoLaWi-Prinzip erdet den Verbraucher. Erst durch meine Mitgliedschaft habe ich die Regionalität und Saisonalität so richtig kennen und schätzen gelernt. Der wöchentliche Höfe-Brief schafft Transparenz und Nähe. Bei freiwilligen Jäte- und Ernteaktionen im Gemüse erfährt man auch die Artenvielfalt hautnah: Man lernt Wildkräuter kennen und schmecken und freut sich über die verschiedenen Frösche und Kröten, die einem dabei begegnen. Erst hierbei wurde mir auch richtig klar, dass man mit Bioanbau nicht nur die Biodiversität sondern auch die humusreichen Böden schützt und fördert.

Frau Anja Rolf | 19.02.2017


Ernährung/Nahrungsmittel sollten effizienter genutzt werden. Z.Zt. werden Nahrungsmittel/Ernährung schon fast schon Gegenstand der Unterhaltungsindustrie. Gleichzeitig wissen immer weniger Menschen, wie man Nahrung richtig zubereitet. Die Verarbeitung der Lebensmittel sollte vielmehr darauf abzielen, den Nährstoffgehalt aufzuschließen bzw. zu erhöhen. Beispiele dafür sind z.B. Keimung von Getreiden, Hülsenfrüchten, Fermentation, oder, was in Mexiko schon seit tausenden von Jahren gemacht wird, in der Gegenwart im industrialisierten Prozess: die Nixtamalization, die industrielle Verarbeitung von Maiskörnern zum Zwecke der Aufschließung der Nährstoffe.
https://en.wikipedia.org/wiki/Nixtamalization
Verantwortlich mit unseren Ressourcen umzugehen heisst für mich, aus dem Vorhanden das Beste und so viel wie möglich herauszuholen. Das halte ich für ein lohnendes Ziel von Forschung und Lebensmittelverarbeitung.

Frau Andrea Binek | 19.02.2017


dem Verbraucher sollte mehr Aufklärung geboten werden, wie er mit den Konsumausgaben gutes oder schlechtes bewirken kann. Nahrungsmittel aus umweltbelasteten Anbau- und Haltungsformen,sollten mit Strafsteuern belegt werden.

Herr Klaus Rundt | 19.02.2017


Wir kaufen seit Jahren fast ausschließlich Biolebensmittel. Nicht weil wir noch gesünder leben wollen, sondern weil wir wollen, dass auf den Wiesen und Äckern alle leben können, die da leben wollen. Das kostet einiges, aber das ist es uns wert. Wir gehören also zu denen, die sich die Bauern immer wünschen.

Vor 15 Jahren haben wir aufgehört Tiere zu essen, vor 5 Jahren damit begonnen, vegan zu leben. Uns geht es sehr gut damit. Und die Auswahl an Lebensmitteln wird immer größer und immer besser. Gibt es also noch irgendeinen Grund, Tiere zu essen? Wir meinen nein.

Das finden die konventionellen Landwirte jetzt nicht so gut, weil wir damit ihr Tun in Frage stellen. Selbst Biobauern klagen, dass die Vegetarier sie mit dem Töten allein lassen. Der Herr vom Bauckhof macht deswegen Führungen durch seine Hahn- und Hennenhaltung nur bis zum bitteren Ende: vom Küken gucken bis zum Schlachten. Jeder Landwirt, der gut mit seinen Tieren umgeht, hat unsere Sympathie.

Frau Diplom Designerin Inge Prestele | 19.02.2017


Aufgrund dessen, daß die Pressemeldung Nr. 043/17 (Berlin, 02.02.2017), die die Bauernregel-Plakataktion quasi "über den Grünen Klee" lobt und eine FAQ-Antwort, die die nachteilige Wirkung der Plakataktion bestreitet, nach wie vor im BUMB-Internet-Auftritt stehen, müssen auch inhaltlich begründete Gegenpositionen wie www.bauernregeln.igsz.de ihre bundesweite Öffentlichkeit finden.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman  | 19.02.2017


Landwirte, die sich mit "sensiblen" Maßnahmen befassen (Flüssigdüngung, Gülleausbringung, Pestizidanwendung,....) sollen Nachbarn und Behörden entsprechend informieren (Was, wievieln wann und wo). So müßten gerüchte von vornherein ausschließbar sein. Dabe ist zu prüfen, ob dies in Form eines Angebotes (Internet o. ä.) an die Landwirte erfolgen kann, das von einer Behörde, aber möglichwerweise auch von einem Berufsverbandes im Zuge einer Informationsoffensive getragen werden sollte.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 19.02.2017


"Gut" statt "billig" kaufen (Bereich Lebensmittel), bspw. regionale Produkte aus Kampagnen (vergleichbar bspw. zu "nos regions ont du talents" in Frankreich!) bevorzugen und damit die heimische/regionale Landwirtschaft stärken, eine Umwelt-/Zukunfts-Ampel für besonders "gut" (=ökologisch, tierschutzgerecht, nachhaltig usw.) erzeugte Produkte sowie eine Kennzeichnung für Fleisch vergleichbar zur Entwicklung bei den Eiern (0=Bio, 1=Freiland,...) fordern und unterstützen, kritischen, aber offenen Dialog mit Bauern vor Ort führen, Bio-Läden und -erzeuger unterstützen, sich im Verbraucherschutz stark machen usw.

Frau Meike Held | 19.02.2017


Eine sehr gute Nachricht von der Verbraucher-Bottom-Up-Bewegung:

Die Zahl der SoLaWis ist stark wachsend. So gibt es in Deutschland mindestens 125 SoLaWis und weitere 107 sind in Planung. Ich selbst bin Mitglied und die SoLaWis, die ich kenne, haben alle lange Wartelisten.

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/de/solawis-finden/solawi-hoefe-initiativen/

In Europa versorgen inzwischen rund 2.800 SoLaWis eine halbe Million Menschen mit Lebensmitteln.

https://www.boell.de/de/konzernatlas

Frau Anja Rolf | 19.02.2017


Die landw. Berufsvertretungen (DBV) sollten ausdrücklich aufgefordert werden, ihren Berufsstand und seine Arbeit für Verbraucher transparent darzustellen. Das ist derzeit kaum der Fall. Eine derartige öffentlich zutage getragene politische Passivität ist wenig hilfreich. Vielmehr führt nicht zuletzt sie, da Verbraucher ja kaum etwas über landwirtschaftliche Praxis wissen, zu den bekannten hämischen Reaktionen auf die "Bauernregeln" des BMUB. Hier ist Offensive gefragt nach der Devise "Tu´ Gutes und rede darüber". Entsetzen und Empörung hingegen führen viel zu oft zu dem Rückschluss "Getroffene Hunde bellen". Um das zu vermeiden, muß der Berufsstand eigene Schritte mit politischem und inhaltlichem Tiefgang einleiten.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 18.02.2017


Durch ein besseres Informationssystem über das z. B. verkaufte Fleisch in Supermärkten, kann ein Verbraucher schnell erkennen, woher sein Fleisch stammt. Ähnlich wie bei den Eiern sollte eine Kennzeichnung deutlich sichtbar anzeigen, dass das Fleisch aus Massentierhaltung stammt.

Herr Patrick Braun | 18.02.2017


Auch das BMUB zählt zu den Verbrauchern! Für viele Menschen in unserem Land hat eine Bundesbehörde Vorbildfunktion. Wenn nun die Ministerin (oder Herr Flachsbart) anweist, aus Umweltschutzgründen kein Fleisch mehr an Gäste zu servieren, ist das ein falsches Signal.
Für die von Ihnen geforderte Ökologisierung der Landwirtschaft muss, das ist unbestritten, die Viehhaltung ausgeweitet werden.
Bieten Sie Ihren Gästen gutes Fleisch aus regionaler Herkunft an!
Handeln Sie nicht für ein Bundesministerium als Vorbild für viele Verbraucher auf der Grundlage Ihrer persönlichen Ideologie!

Herr Claus-Dieter Tobaben | 18.02.2017

Lieber Herr Tobaben,

in der BILD-Zeitung hieß es am 18.2.2017, Ministerin Hendricks habe "für Gäste ihres Ministeriums ein Fleisch- und Fischverbot verhängt". Richtig ist: das BMUB verbietet niemandem, Fleisch oder Fisch zu essen, auch seinen Gästen nicht. Aber als Gastgeber bei Veranstaltungen unseres Hauses (etwa Pressekonferenzen) entscheiden wir selbstverständlich, was serviert wird – so wie jeder Gastgeber das tut. Niemand wird bevormundet, wenn er als Gast mit Speisen bewirtet wird, die der Gastgeber für ihn ausgewählt hat – egal, ob mit Fleisch oder ohne. Die öffentliche Kantine des BMUB bietet wie eh und je Mittagsmenüs mit und ohne Fleisch an – das wird auch so bleiben. Im Übrigen hat Frau Hendricks immer betont, dass sie in puncto Ernährung niemandem etwas vorschreiben will und wird – und dass deshalb die Frage, ob man vegetarisch lebt oder nicht, Privatsache ist. Deshalb wird es vom BMUB auch keine Vorschläge geben für irgendwelche Vorschriften zum Essen. Gerade weil wir als BMUB immer die Freiwilligkeit betonen, ist es nur folgerichtig, dass wir dort, wo das Ministerium selbst über seine Nachfrage entscheidet – etwa als Gastgeber – sich so klimaverträglich wie möglich verhält. Das ist der Grund, warum wir zum Beispiel auch Naturstrom beziehen. Das Ministerium wird bei der Bewirtung seiner Gäste immer den Maßstab von Gastfreundlichkeit wahren – und bezüglich des Essens darauf achten, dass es unseren Gästen schmeckt. Das wird ganz sicher auch gelingen, wenn wir dabei auf Fleisch verzichten. Viele Grüße aus dem BMUB

Viele Grüße aus dem BMUB | 20.02.2017


Der preisorientierte Verbraucher wird es weiterhin richten.
Kleiner Faktencheck am Rande:
12 % grüner Wähler/ 3 % Nachfrage nach Bioprodukten= 75 % Maulhelden. Für die, die den Dreisatz noch beherrschen.
Ich hab den links grün sozial polierten Wahlkampf satt.

Lödige | 18.02.2017


Dass die Nachfrage das Angebot bestimmt und nicht umgekehrt kann nur durch Bildung gefördert werden. Das BMUB sollte in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium Aktionstage an Schulen durchführen. Jedes Kind muss während er Schulzeit mindestens einmal pro Jahr auf dem Feld, in einem Stall, auf dem Schlachthof gewesen sein. Wer ein echtes Bild von der Produktion seiner Lebensmittel hat, wählt anders. Und hat mehr Respekt vor der Arbeit der Landwirte und den hergestellten Nahrungsmitteln. Es müssen abwechselnd positive aber auch negative Beispiele erlebt werden können, z. B. Biohof vs. Großmastanstalt. Und natürlich mit der fachlichen Betreuung durch darauf vorbereitete Lehrer.

Herr Stephan Gilbert | 18.02.2017


Auf den Packungen sollten Bilder der Herstellerbetriebe abgebildet werden - echt und ungeschönt: Photos der Legebatterien auf Eierkartons wenn diese nicht Bio/Freiland sind. Auf Wurstpackungen Photos von den Schlachtbedingungen des Herstellerbetriebes, auf Milchpackungen Aufnahmen aus den Stallungen der Milchlieferanten.

Herr Stephan Gilbert | 18.02.2017


Der Verbraucher sollte nur die Produkte kaufen, deren Produktion er für gut befindet und die er mit dem Kauf unterstützen möchte. Dazu ist eine entsprechende Kennzeichnung des Produktes maßgebend. Er muss sehen können, aus was für einer Tierhaltung Fleisch, Eier, Milch usw. kommt, ob Gentechnik angewendet wurde usw.

Frau Stade | 17.02.2017


Als Verbraucher möchte ich umwelt- und tierschutzkonform produzierte Lebensmittel, möglichst aus regionalem Anbau (dass das bei exotischen Früchten nicht möglich ist, versteht sich) angeboten bekommen. leider findet man im Angebot der Supermärkte oftmals nur ein recht eingeschränktes regionales Angebot vor. Das Preisdiktat der Supermärkte den Landwirten gegenüber muss weg.
Was die "neuen Bauernregeln" betrifft, müssen sich Landwirte, die umwelt- und tierschutzkonform produzieren mit Sicherheit nicht angesprochen fühlen.

Frau A. Konegen | 17.02.2017


Ihre Ernährung auf Biovegan umstellen, unsere Bauern hätten eine Lebensgrundlage, das Grundwasser und das Klima würden entscheidend entlastet und in Afrika könnten die Menschen ihr Getreide selbst essen, statt es an unsere Massentierhalter zu verkaufen. Die Lunge der Erde - der Regenwald könnte wieder aufgeforstet werden !

Herr Marian Anton | 17.02.2017


Nicht nur verbrauchen, sondern mitmachen!

Die Produktivität ist mittlerweile allgemein extrem hoch. So hoch, dass es für viele Menschen keine und für viele andere nur sehr schlecht(e) bezahlte Arbeit gibt.
Diese sollten die Möglichkeit (insbesondere Zugriff auf Land) erhalten, selbstorganisiert für sich Lebensmittel anzubauen. Ohne großen technischen Einsatz, aber mit dem heutigen Wissen, insbesondere zu Bioanbau oder sogar Permakultur.

Der Umwelt wäre geholfen, die beteiligten Menschen gewännen an Freiheit und werden - wie in der solidarischen Landwirtschaft - auch Bäuerinnen und Bauern mit ihrem Wissen und ihrer Arbeitskraft einbezogen, kommt auch ihnen eine gute Rolle zu.

Herr Moog | 17.02.2017


Lenkend einzugreifen würden den Verbraucher(inne)n deutlich leichter fallen, gäbe es mehr Transparenz in den Deklarationen: aktuell weiß man viel zu häufig nicht, wo sich ein höherer Preis lohnt: wie sind die Produktionsbedingungen? Wieviel bekommt der Landwirt?... Auch würde ihm eine "lenkende" Besteuerung die Entscheidung manches mal einfacher machen ...

intressierter Verbraucher | 17.02.2017


Würden nur noch umweltschonend von regionalen Kleinbetrieben hergestellte Produkte gekauft, würde auch nur so produziert (oder zumindest deklariert). Allerdings ist für einen Teil der Bevölkerung unrealistisch, die hierfür nötigen Preise bei gleicher Konsummenge aufbringen zu können - ihr Lebensstandard würde sinken. Dazu wären verständlicherweise viele nicht bereit, darüber hinaus gibt es auch ohne Zweifel zahlreiche Menschen, die den Themen "umweltschonende Produktion", "Klimaschutz" und "Auskommen der Landwirte" keine entscheidende Bedeutung beimessen Doch steht auch fest, dass es in verschiedenen Bereichen Überproduktionen gibt, deren Abbau (ggf. erzwungen) den Preis stabilisieren und Landwirte/Märkte außerhalb der EU schützen würde. Zumindest zum Teil sind diese deckungsgleich mit Produkten, deren Produktion mit hohen Umweltbelastungen und deren übermäßiger Konsum mit Gesundheitsrisiken verbunden ist - kurz: Verteuerung wünschenswert.

intressierter Verbraucher | 17.02.2017


Durch die Übernahme der Tengelmann-Gruppe durch Edeka und Rewe, die der mittlerweile abgesetzte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel gegen das ausdrückliche Verbot durch das zuständige Bundeskartellamt genehmigt hat, hat der Lebensmitteleinzelhandel weiter an Marktmacht gewonnen. Die Position von Produzenten und Verbrauchern ist dadurch weiter geschwächt worden. Der Verbraucher sollte Discounter meiden und gegen derartig unsachliche politische Fehlentscheidungen zukünftig deutlich protestieren!

Herr Claus-Dieter Tobaben | 17.02.2017


Wir als Verbraucher müssen versuchen, ausschließlich landwirtschaftliche Produkte saisonal, regional und wenn möglich aus biologischem Anbau zu kaufen. Höhere Preise für Lebensmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sind in dieser Idee mit inbegriffen. Natürlich ist ein höherer Preis keine Garantie für hochwertige Lebensmittel, allerdings vertraue ich hier auf die Vernunft meiner Mitbürger und fordere Sie hiermit auf, Ihr Gemüse bei einer lokalen Gärtnerei oder Gemüsehändler zu kaufen und nicht beim Discounter. So können Geschäfte oder Lieferanten mit schlechter Qualität schnell identifiziert werden und von Kunden gemieden werden, bis sich die Qualität zum besseren ändert.

Schulz | 17.02.2017


Regionale und saisonale Produkte kaufen - Lokale Wirtschaft fördern, Transportwege minimieren.

Übergesetzliche Standards müssen von den Verbrauchern auch tatsächlich bezahlt werden, nicht nur reden.

Herr Rainer-Florian Sontheimer | 17.02.2017


Den Verbrauchern muss endlich klar werden das Landwirtschaft ihren Preis hat! Doch leider ist gerade in Deutschland der Lebensmittelhandel ein dumping Geschäft alles muss immer billig sein aber natürlich "bio" und zertifiziert von "glücklichen" Tieren aus Artgerechter haltung. Solange sich der Verbraucher nicht an die eigene Nase greift und bereit ist mehr für Lebensmittel zu zahlen wird sich auch für die Landwirtschaft nichts ändern. Wir brauchen mehr bewusstsein für die Arbeit der Landwirte egal ob Sie Puten, Schweine oder Kühe halten Weizen, Gerste oder Wein anbauen. Der Landwirt arbeitet rund um die Uhr wenn nicht auf dem Feld oder im Stall dann im Büro. Man muss Landwirt, Händler, Bankfachmann, Steuerrechtler, Arbeitgeber uvm. sein man ist selbstständig haftet also mit allem was man hat, trägt das Risiko! Ständig kommen neue Gesetze und Vorgaben, und am Monatsende bleibt für viele eine Arbeitlohn der weit unter dem gestz. Mindestlohn liegt, ist das Gerecht? Nein!

Herr Conrad | 17.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

immer wieder lesen wir in Beträgen, dass die Öffentlichkeit nicht ausreichend über die Rahmenbedingungen von Landwirtschaft informiert sei.

Wir geben Ihnen recht. Mit unserer Kampagne zur nachhaltigen Landwirtschaft wollen wir das öffentliche Interesse daher auf dieses Thema lenken, das uns alle angeht: Die Zukunft unserer Landwirtschaft und damit die Zukunft unserer Ernährung. Um dafür, aber auch für die tägliche Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte ein stärkeres Bewusstsein und mehr Wertschätzung zu schaffen, braucht es Aufmerksamkeit. Unser „Dialog Landwirtschaft“ soll dazu einen Beitrag leisten, hier im Forum nehmen wir Ihre Beiträge zu diesem Thema auf. Viele der eingetroffenen Beiträge zeigen: Hier werden sowohl die Bedarfe und Positionen von Landwirtinnen und Landwirten als auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern sichtbar.

Viele Grüße aus dem BMUB


Der Verbraucher sollte aufgeklärt werden, dass er schon heute wählen kann, besonders Wochenmärkte und Direktvermarkter ermöglichen einen Einblick in die jeweilige Produktion. Die Öffentlichkeitsarbeit durch Landwirte sollte gestärkt werden, es gibt niemanden der besser erkären kann, warum man Tiere so hält und was dahinter steckt.

Frau Kirsten Brandsmeier | 17.02.2017


Wir brauchen eine effektive Ressortabstimmung zwischen dem Umwelt- und dem Agrarressort. Bei einer funktionierenden Abstimmung hätte des die BMUB-Bauernregeln in der vorgelegten Form (die Idee als solche ist ja unstrittig gut) nicht gegeben.

Gäbe der BMUB sein Dialogforum mit einer ensprechenden Kategorie für lyrisch ambitionierte Bürger frei und/oder machte daraus eine eigene Aktion, kämen mit Sicherheit bottom up verfasste Bauernregeln mit mehr Tiefgang und fachlicher Trefflichkeit heraus, als es die top down präsentierten Bauernregeln vom 2.2. bieten konnten. Vom gesparten Geld schweigt (hier) des Sängers Höflichkeit.

Herr Dr. Ing. agr. Tilman Kluge | 17.02.2017


Wenn Verbraucher mit einseitigen und plakativen Informationen überschüttet werden (wie zuletzt über die unsägliche Plakataktion "Neue Bauernregeln" des Bundesumweltministeriums geplant), dann liegt es in der Verantwortung der Landwirtschaft, über eine "bildende" Öffentlichkeitsarbeit dagegenzuhalten. Soll heißen: Landwirte öffnen ihre Betriebsstätten, organisieren Führungen, gehen in Kindergärten und Schulen, laden Vereine ein ... Die Landwirtschaft muss wieder näher an den Verbraucher herangebracht werden und sich gleichzeitig öffnen. Wer nichts zu verbergen hat - und das hat ein überwältigender Teil der Landwirte nicht - der scheut auch nicht das Licht der Öffentlichkeit. Nur so können die Verbraucher dazu angehalten werden, für Regionalität, Qualität und Frische tiefer in den Geldbeutel zu greifen. Wer von der Praktikerseite keine Informationen bekommt, wie qualitativ hochwertige Lebensmittel auf den Tisch kommen, kann auch kein Vertrauen in die heimische Landwirtschaft aufbauen.

Frau Richter | 17.02.2017


Die Verbraucher sollen Biolebensmittel so weit als möglich aus Deutschland kaufen. Damit sind alle Punkte erledigt.

Herr Merk | 17.02.2017


Vielen Dank für Ihre vielen und konstruktiven Beiträge zum Thema Einfluss von Verbraucherinnen und Verbraucher und gute Lebensmittel. Heute ernähren sich viele Menschen bewusster und viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, für höhere Umwelt- und Tierschutzstandards mehr zu bezahlen. Damit können Konsumentinnen und Konsumenten ihren Einfluss auf die Lebensmittelproduktion geltend machen. Alle zwei Jahre gibt das Bundesumweltministerium die Studie zum Umweltbewusstsein der Deutschen heraus. Die nächste Studie kommt im März. Ein Ergebnis vorab: Vier von fünf Befragten sind bereit, mehr für Fleisch zu bezahlen, wenn sie wissen, dass es den Tieren besser geht, als unsere Mindeststandards es vorschreiben. Für höhere Umweltstandards würden fast genauso viele Menschen mehr Geld ausgeben.

Wenn dies dann im Laden weniger geschieht, liegt das auch daran, dass den Verbrauchern oft nicht klar ist, welchen Siegel er trauen kann und welche wohlklingenden Aufschriften nur Werbung sind. Transparenz, Verlässlichkeit und Überschaubarkeit der Siegel sind also wichtig. Zudem müssen wir alle wieder mehr über Lebensmittel und Ernährung wissen, damit wir sie besser wertschätzen können. Eine Ernährung mit guten und umweltgerechten Lebensmittel muss sogar nicht mal teurer sein. Regionale und saisonale Produkte sind nicht nur ist gut für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit und den Geldbeutel. Denn Obst und Gemüse der Saison sind nährstoffreicher und in der Regel preiswerter. Und wenn mehr darauf geachtet wird, Lebensmittel auch aufzubrauchen z.B. indem man nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums erstmal prüft, ob sie wirklich schlecht sind, werden weniger Lebensmittel weggeschmissen: Das spart viel Geld und entlastet die Umwelt. Auch eine Ernährung mit weniger Fleisch, Wurst und Käse und mehr pflanzlichen Produkten schont Umwelt und Geldbeutel. Aber nicht nur die Verbraucher sind gefragt: Landwirtinnen und Landwirte bekommen heute auch aufgrund der Marktmacht der Lebensmittelindustrie oftmals die Preise diktiert. Dadurch sind immer mehr bäuerliche Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Zudem kommen Umwelt und Natur durch ein "billiger, schneller, mehr!" zunehmend unter die Räder. Damit sind viele Menschen unzufrieden. Wir möchten diese Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik entgegensteuern und die Rahmenbedingungen für unsere Landwirtinnen und Landwirte so gestalten, dass gute Lebensmittel besser in Einklang mit der Natur produziert werden können.

Zu guter Letzt: Das Ziel unserer Kampagne "Gut zur Umwelt. Gesund für alle" ist es, auch alle Bürgerinnen und Bürger in ihrer Rolle als Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik und auf die Rahmenbedingungen der Produktion guter Produkte aufmerksam machen.

Viele Grüße aus dem BMUB


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe im Dorf, bin seit 1985 in der Landwirtschaft tätig und bin so entsetzt, das ich mich hiermit erstmals in den sogenannten Foren oder "sozialen" Netzwerken äußere. Das mein Berufsstand, meine Ausbildung, mein Studium und mein Lebensinhalt mit, Entschuldigung, dümmlichsten Bauernregeln verunglimpft wird und mit Steuermitteln Plakate gestaltet werden - ich bin fassungslos. Wahrscheinlich bekommt Ministerin Hendricks Ihre Lebensmittel angeliefert. Nach diesen Darstellungen ist es mein Lebensinhalt Tiere zu quälen und Giftmüll auf mein Eigentum, als Grund und Boden zu schütten.
Die Verrohung in unserer Gesellschaft ist unbestritten, aber das gewählte, studierte "Volksvertreterinnen", welche mit meinen Steuergeldern bezahlt werden, da freudig mitmachen? Mein Vorschlag wäre, haltet selbst Tiere und baut Obst und Gemüse an, aber das ist ja mit täglicher, gewissenhafter, körperlicher , anstrengender und schmutziger Arbeit verbunden.

Frau Susanne Koch | 16.02.2017

Sehr geehrte Frau Koch,

wir bedauern, dass durch unsere Kampagnen-Motive bei Ihnen der Eindruck entstanden ist, wir würden Ihren Berufsstand und Ihren Lebensinhalt verunglimpfen. Unsere „Bauernregeln waren niemals dazu angetan irgendjemanden zu diffamieren – weder einzelne Bauern noch die Landwirtschaft insgesamt. Nichts läge uns ferner. Wir nehmen aber zur Kenntnis, dass es nicht wenige Menschen so wie Sie gibt, die das ganz anders sehen. Diese Empfindungen respektieren wir und bedauern, dass sie entstanden sind. Dies hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch in einem Statement zum Ausdruck gebracht, das hier abgerufen werden kann: www.facebook.com/hendricks.barbara/videos/1457058224317888/. Wir haben daraus die Konsequenz gezogen, die "Bauernregeln" im Rahmen unserer Kampagne nicht zu plakatieren (noch waren diese Plakate bis auf eine Ausnahme ja noch nirgendwo aufgehängt worden). Stattdessen verwenden wir andere Motive, in denen wir stärker betonen, dass es uns um einen gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft geht. In diesem Dialog möchten wir über bestimmte Fehlentwicklungen und Missstände sprechen, denen wir Einhalt gebieten müssen – zum Beispiel dem übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder dem Verlust natürlicher Lebensräume im Agrarland. Vor der harten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, die ihren Beruf lieben und verantwortungsvoll ausüben, haben wir jeden Respekt! Denn wir wissen, dass viele Bäuerinnen und Bauern sich längst auf den Weg zu einer Landwirtschaft gemacht haben, die auf Qualität statt Masse setzt, und mit Recht erwarten, für gute Leistungen und Erzeugnisse einen fairen Preis zu bekommen. Ihnen gilt unsere Unterstützung! Wir wollen etwas FÜR die Bauern tun. Unsere Vorschläge zur Reform der Agrarförderung hätten zur Folge, dass gerade die bäuerlichen Betriebe für Leistungen prämiert würden, für die sie bisher so gut wie gar nichts bekommen: für Leistungen im Dienste der Gemeinschaft wie Landschaftspflege und Naturschutz – davon profitieren wir alle! Insofern würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich an unserem Dialog beteiligen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017


Kommen Sie zu mir auf den Hof, arbeiten Sie mit, ragen Sie mich alles, was Sie wissen wollen! Mache ich gerne! Gilt auch für Frau Hendricks und die Mitarbeiter des BMUB :-) Und glauben Sie nicht vorschnell einfachen Botschaften...

Bauer Willi | 16.02.2017


Nicht nur höhere und sichere Produktionsstandards fordern. Diese auch beim Einkauf auch bezahlen. Und so die Arbeit der Landwirtschaft auch wertschätzen.

Herr Sick | 16.02.2017


Der Verbraucher sollte beim Einkauf wenigstens auf das Herkunftsland seiner eingekauften Produkte achten. Wenn in Deutschland immer höhere Auflagen eingehalten werden müssen, der LEH aber auch global das günstigste Produkt zu niedrigeren Auflagen einkauft, wird das langfristig in eine Sackgasse führen.

Herr Haman | 16.02.2017


Die Verbraucher sollen nicht so hysterisch sein. Im Großen und Ganzen haben die Lebensmittel eine sehr gute Qualität. Die Verbraucher sollen darauf verzichten, wegen 2 cent Unterschied beim Stück Butter zum nächsten Discounter zu rennen. Die Verbraucher sollen sich fragen, ob ein Kilo Fleisch nur 2 Euro wert ist. Der Verbraucher soll über alle Aspekte der Lebensmittelerzeugung (Bodenschutz, Wasserschutz, Abholzung, Arbeitsbedingungen, Transport, Verpackung, Energie) wenigstens nachdenken und dann entscheiden.

Frau Müller | 16.02.2017


Regionale Produkte, die nachweislich nachhaltig erzeugt wurden, kaufen.

Herr Johann Steffens | 16.02.2017


Verbraucher können bei der inzwischen eingefrorenen Plakataktion nachfragen, warum neben den im Grunde gar nicht so furchtbaren "Bauernregeln" (die durchaus mehrheitlich zu einer nicht von vornherein "angeheizten" Diskussion anregen können) zeicnerisches Beiwerk veröffentlicht wurde, das geeignet ist, Klischeés über Landwirtschaft zu bestärken oder schlichtweg falsch sind.

Ackergift auf ca. 30 m Breite per Spur mit dem Güllewagen auszubringen, ist so ein Fall (Bauernregel 11). Dies widerspräche in jedem Fall der landwirtschaftlich guten und bewährten sowie gesetzkonformen Praxis.

Darüber, daß dann auch noch am Rande gentechnisch veränderte Pflanzen (vor dem "Ackergift" beschirmt) gedeihen, sollte sich das BMUB 'mal Gedanken machen ;) .

Kurzum, engagiert man eine Wwerbeagentur, sollte es im Interessse der wenig vorgebildeten Verbraucher und Verbraucherinnen den zeichnerischen Unterschied zwischen überspitzter Satire und überspritzter Falschmeldung kennen.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 16.02.2017


Ich rate meinen Kinder schon länger dringend davon ab, sich einen Beruf in der Landwirtschaft auszusuchen. Diese Branche hat bei der Poltik keine Zukunftsperspektive. Am besten wirds sein das man die Produktion ins Ausland verlagert und Deutschland zum Naturschutzgebiet erklärt. Dann hat man gleich alle Probleme auf einmal gelöst und die Politik kann sich wieder feiern lassen: Umweltschutz überall eingehalten, das Aussenhandelsdefizit wird deutlich kleiner so wie von der EU gefordert , in Deutschland ist nur noch Bio erlaubt und der LEH kann zum Dumpingpreis Lebensmittel verkaufen. Gerade beim LEH hilft man per Ministererlaubnis sogar noch der Stärkung dieser schon fast Monopolstellung des LEH und setzt so dem Produzenten noch mehr die Pistole auf die Brust. Ich sehe zu das ich es noch bis zu Rente schaffe dann wird mein Betrieb geschlossen, verpachtet oder verkauft. Die täglichen neuen teils absurden Forderungen kann ich als Familienbetrieb gar nicht erfüllen

Herr Dieter A. | 16.02.2017


Sich bewußt über die Leistungen der Landwirte sein, und uns unsere Arbeit machen lassen, ohne alles besser zu wissen. Die Wertschätzung am besten an der Ladentheke beweisen. Die Nahrungsmittelkette sollte dann Natürlich transparenter sein, und jeder Verbraucher sollte wissen, was beim Landwirt ankommt, wenn er Brot, Fleisch oder Gemüse beim LEH kauft!

Herr Alexander Spahr | 16.02.2017


ich bin landwirt.
damit der verbraucher etwas tun kann, muß er zuerst gut informiert werden. was läuft in der landwirtschaft. was hat wie welche auswirkungen auf wen und was. beim einkauf muß der kunde ihm wichtige eigenschaften des produktes erkennen können. zbsp.: genfrei, tierwohl, herkunft auch des futters,usw
mein vorschlag wären labels mit klarer definition ähnlich wie bei den eiern.beispiel für die milch-grundgedanke ernährungssouveränität/weltagrarbericht
0 für mindeststandard

  • EU: produkt stammt zu 100% aus der EU, auch das futter für die tiere. gentechnikfrei
  • kleinere region besonderes tierwohl besondere umweltleistungen
  • bio
  • bio aus der region

Linhuber | 15.02.2017


Verbraucher und Verbraucherinnen können und müssen vom BMUB fordern, daß eine Bildungsoffensive installiert wird, die Verbrauchern und Verbraucherinnen das Grundwissen vermittelt, um die in Diskussionen um Landwirtschaft geäußerten Meinungen kritisch zu bewerten, anstatt ihnen mangels dieses Grundwissens ungeprüft Glauben schenken zu sollen. Wenn in einer Kommentierung eines Internet-Beitrages des Bayerischen Rundfunks befürchtet wird, Obstbäume könnten Nitrat als "Gift" aufnehmen, dann zeigt sich, wir groß die Lücke zwischen vielen Diskutanten auf dem Weg zu einer kritischen Erörterung auf gleicher Augenhöhe noch ist. Hiervon sind auch führende Politiker nicht ausgeschlossen, zumindest ist es nicht anderweitig erklärbar, wenn eine nicht mehr amtierende Bundeslandwirtschaftsministerin von "genfreiem Saatgut" sprach. Kurzum, Verbraucher müssen Transparenz fordern statt oft plakativ dargestellte Dinge akzeptieren zu sollen.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 15.02.2017


In der Themenrubrik fehlt ein wichtiger Player: der Lebensmitteleinzelhandel. Ich höre immer wieder, dass gesagt wird, dass der Verbraucher bereit ist, für mehr Tierwohl mehr zu bezahlen. Dazu ein Beispiel: Ab dem 1. Januar 2017 wird auf das Schnäbelkürzen freiwillig verzichtet. Mit gleichem Datum hat der Lebensmittelhandel die Einkaufspreise für Eier GESENKT!!! Wer bleibt auf den Mehrkosten sitzen? Können Sie jetzt verstehen, warum viele Bauern frustriert reagieren? Ähnlich läuft es ja auch bei der Initiative Tierwohl. Viele wollen mitmachen, aber der LEH will nicht zahlen, obwohl er sich das Geld beim Verbraucher ja holen könnte. Lösung? Dem LEH auf die Finger klopfen, aber der wird sich halb totlachen...

Herr Bauer Willi | 15.02.2017


Ich glaube, daß der Verbraucher faire Preise zahlen würde, wenn er sicher sein könnte, daß sein Lebensmittel "tiergerecht" entstehen. Das ist aber leider vielfach nicht so, weil Tierprodukte industriell produziert werden, also mit allen Aspekten der Rationalisierung und Gewinnmaximierung. Deshalb werden Landwirte, die tiergerecht produzieren wollen, von Großbetrieben und Importen preislich unterboten und verdrängt. Ich sehe aber einen Weg dagegen: Preise für Tierprodukte durche eine Verbrauchssteuer verteuern und die Einnahmen in tiergerechte Haltungsformen investieren. Und ganz nebenbei dient das noch der Gesundheit, denn nach einer Preiserhöhung nur noch halb so viel Fleisch essen wirkt der zunehmenden Fettleibigkeit entgegen.

Herr Arne von Treuenfels | 15.02.2017


Teurere Lebensmittel in Kauf nehmen und nicht immer nur die billig Produkte aus dem Discounter kaufen ! Der LEH hat eine viel zu GROSSE MACHT.

Herr/Frau Wegemann | 15.02.2017


Verbraucher sollten Produkte kaufen bei denen die Bauern auch entsprechend am Gewinn beteiligt werden und solche Produkte meiden bei denen diese nur ausgebeutet werden. Man kann keine Milch für 50 Cent und das Kilo Fleisch für unter 5 Euro kaufen und im gleichen Atemzug Naturschutz erwarten. Das ist ökonomisch nicht möglich.

Herr Johannes Dötsch | 15.02.2017


Meiner Meinung nach, ist das größe Problem unserer Gesellschaft im Bezug auf dieses Thema die mangelnde Verbrauchenaufklärung, mit folgenden u.a. auch politischen Kurzschlüssen. Ein Bsp.: Dem Verbraucher felht der Überblick über den Proktionsprozess in der landwirtschaft. Es kann nicht sein, dass man sich über die "schlechten" Tierhaltungen aufregt und dann im nächsten Supermarkt Milch, Fleisch und Eier zu lächerlich niedrigen Preisen verlangt. Und in diesem Punkt greift die Politik dann ein, um sich bei dem Verbraucher/Wähler beliebt zu machen und verteufelt die Tierhaltung weiter, fordert strengere Tierhaltungsnormen usw., ohne aber der Ursache für dieses Problem entgegen zu gehen, dem Markt, welcher die Preise für den fehlgeleiteten Verbrauchen drückt. Es ist eine Perversion, Lebensmittelfleisch für 2.50€ im Angebot verkaufen zu wollen, wäre Produkte aus dem selben Rohstoff für z.B. Hundefutter für z.T. weiter über 50€ angeboten wird und dieses auch gekauft wird!

Herr Blumhagen | 15.02.2017


Wir müssen endlich verstehen, dass die Vielfalt unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe in einer Marktwirtschaft zugrunde geht. Die Räder einer Marktwirtschaft werden nun mal von der Maxime "billiger, schneller, mehr!" angetrieben. Genau dieser Grundsatz ist bei der Herstellung von Lebensmitteln aber total fehl am Platz! Daher ist ein Systemwechsel bei der Preisbildung der Lebensmittel nötig!

Herr Johannes Danner | 15.02.2017


Die Verbraucher müssen besser über Landwirtschaft informieren. Vielen ist nicht mehr bekannt welche Arbeitsschritte überhaupt nötig um etwas essbares zu erzeugen. Trotzdem kritisieren sie wo es nur geht. Beispeil: Ernte in der Nacht, an Feiertagen oder am Wochennende. Die Leute fühlen sich in ihrer Ruhe gestört und rufen die Polizei wegen Lärmbelästigung. Dabei sollte jedem klar sein, es muss geerntent werden wenn die Frucht reif ist und das Wetter es zulässt, das Timing ist entscheidend bei der Qualität des Produktes. Auf menschliche Bedürfnisse kann hier kein Rücksicht genommen werden. Daneben gibt es noch viele weitere Beispiele wo die Unverständis rein auf Unwissenheit zurück zuführen ist. Teilweise herrscht aber auch eine Mentalität gegenüber der Landwirtschaft, wie bei den Erneuerbaren Energien: "Windräder zur Stromerzeugung? Super Sache! Aber bitte nicht in meiner Nähe" Es muss wieder gelernt werden zusammen mit der Landwirtschaft zu leben.

Herr Eike Bohlen | 15.02.2017


Was können Verbraucher und Verbraucherinnen tun? (Verbraucher) Beitrag: Der Verbraucher sollte sich kein schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn er (wie die allermeisten auch) meistens zu konventionell erzeugten Lebensmitteln greift. Alle Produkte der deutschen Bauern sind von sehr hoher Qualität! Sowohl aus historischer Sicht als auch im Ländervergleich, sind Lebensmittel spitzenmäßig sicher!

Herr Bernhard Barkmann | 14.02.2017


Die Verbraucher und Verbraucherinnen können Ihren Ankündigungen Taten folgen lassen und mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Seit Jahren merken Sie an, dass Sie bereit sind mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. "Premium-Hähnchen" und andere "Tierwohlprodukte" bleiben trotzdem in den Supermärkten liegen. Der Verbraucher hat durch sein Einkaufsverhalten die Macht, die Produktion nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Leere Worte vor dem Mikrofon bringen aber nichts!

Herr Thilo Pries | 15.02.2017


Wir brauchen eine Kennzeichnung "aller" Lebensmittel,um eine höhere Wertschöpfung zu erzielen, vergleichbar zu Eiern: 0 (oder Grün) = Bio 1 (gelb) = Erfüllung der Kriterien einer nachhaltigen Landwirtschaft (vom Gesetzgeber in Absprache mit Forschung, Anbauverbänden, Berufsvertretung sowie LEH festzulegen). 2 (rot) = Gesetzlicher Mindeststandard (hierunter würden dann auch die meisten importierten Lebensmittel fallen, wenn sie nicht "bio" sind).

Herr Dr. Arndt Wüstemeyer | 15.02.2017


Verbraucher können darauf vertrauen, dass die deutschen Bauern die saubersten, effizientesten, qualitativsten, hygienischsten und ethischsten Lebensmittel produzieren! In keinem Land auf dieser Welt geht es den Tieren in den Ställen so gut wie hier! In keinem Land auf dieser Welt sind die Vorschriften für Tierhaltung und Pflanzenproduktion so hoch wie hier! In keinem Land sind die Kontrollen so hoch wie hier! Und auch in keinem anderen Land möchte der Bauer so effizient und nachhaltig wirtschaften wie hier! Wer meint es wäre anders, sprecht euren Bauern aus dem Dorf an und bucht den nächsten Urlaub nach Amerika oder Russland! Auch wenn die Tiere dort viel mehr Platz haben, aber die Haltungsbedingungen sind dort bodenlos. #machteuchselbsteinBild #gibMedienkeineChance 

Herr Ansgar Nal | 15.02.2017


Wie können wir den Verbraucher darin bestärken, nicht ausschließlich auf das Billigste zurückzugreifen? Mit den regionalen Produkten wurde schon ein guter Anfang gemacht, ich wünsche mir dennoch, dass die Verbraucher nicht in dem Irrglauben gelassen werden, Bio ist das Allheilmittel für sie und die Bauern. Konventionelle Lebensmittel, die ohnehin eine sehr gute Qualität aufweisen, zu guten Preisen, das brauchen unsere Bauern.

Herr Xaver Frank | 15.02.2017


Ich als Landwirt würde so gern auf eine staatliche Förderung verzichten können. Dann wäre auch unser Leben deutlich einfacher. Allerdings wäre dann der Preis für Lebensmittel ganz deutlich erhöht. Wir haben sehr hochwertige, und trotzdem billige Nahrungsmittel, ein so geringer Anteil des Verbraucher-Einkommens musste noch nie für Lebensmittel aufgewendet werden. Dies ist möglich durch die Effizienz der Landwirtschaft und durch staatliche Subventionen. Gern kommen wir ohne die Subventionen aus, aber dann muss der höhere Preis auch gezahlt werden und dann nicht auf billigere, importierte Lebensmittel zurück gegriffen werden. Die sind nämlich nur billiger, weil sie unter geringeren Standards und mit Subventionen produziert worden sind...

Frau Dr. Inka Müller-Scheeßel | 15.02.2017


Wenn es darum geht, sich möglichst umweltfreundlich zu ernähren, dann wäre es für eine Sensibilisierung der Verbraucher/innen eine tolle Sache, wenn auf allen Lebensmittelverpackungen eine Ökobilanz abgedruckt werden müsste. Dann würde man nämlich sehen, was es beispielsweise für Konsequenzen hat wenn man außerhalb der jeweiligen heimischen Erntezeitfenster die Erdbeeren, die Äpfel, den Salat, die Tomaten, etc. etc. im Einkaufskorb haben möchte!!! Und dann kommt da noch etwas dazu: Flugbenzin und Schifffahrts-Kraftstoff unterliegen keiner Steuer, sprich der Transport selbst über die weitesten Strecken lohnt sich für die Handelshäuser - vor allem weil in den meisten Anbauregionen außerhalb Deutschlands die Produktionskosten durch niedrigere Löhne und auch niedrigere Umweltauflagen viel wettbewerbsfähiger sind. Wer eine einheimische Produktion sichern will, muss diese Disparitäten beachten!!!

Herr Dieter Dänzer | 14.02.2017


Vertrauen auf die gesetzlichen Grenzwerte für Pflanzenschutz-Rückstände in deutschen Lebensmitteln. Beispiel: ALDI fordert von seinem Zulieferer HELMA, dass die Anbauer von HELMA sich zur deutlichen Unterschreitung der gesetzlichen Grenzwerte verpflichten. Wofür haben wir dann gesetzliche Grenzwerte? Ich vermute, dass ALDI keine solchen Forderungen an Palmölproduzenten für Schokoladen-Brotaufstrich stellt. Das sollte der Verbraucher wissen.

Herr Thomas Horlacher | 15.02.2017


Verbraucher und Verbraucherinnen sollten sich vermehrt objektiv mit der Landwirtschaft auseinandersetzen und versuchen ohne Vorurteile, die durch NGO's geschürt werden, Landwirte direkt anzusprechen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Meistens können die Verbraucher das Handeln des Landwirts dann auch sehr gut nachvollziehen und verstehen die Zusammenhänge, warum etwas auf diese Weise in der Landwirtschaft passiert. Das BMUB wollte mit seinen "Bauernregeln" einen Dialog anstoßen, das hat es wohl geschafft, allerdings nicht zum positiven. Die Fronten haben sich wohl weiter verhärtet.

Herr T. Schiller | 15.02.2017

Lieber Herr Schiller,

vielen Dank für Ihren Vorschlag! Wir unterstützen die Idee, dass sich auch Konsumenten noch stärker damit auseinandersetzen, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie produziert werden. Wir sind überzeugt, dass wir einen Dialog angestoßen haben, der dringend notwendig war. Denn die Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik können wir nur gemeinsam mit allen Beteiligten diskutieren und angehen. Mit diesem Forum wollen wir einen Beitrag dazu leisten – und es sind bereits viele konstruktive Vorschläge von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den unterschiedlichen Themen eingegangen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 15.02.2017


Verbraucher und Verbraucherinnen müssen nicht alles, was in der Zeitung oder im Internet steht, gedankenlos hinnehmen. Sie müssen sich nicht an verbalen Schlammschlachten gegen die Landwirtschaft beteiligen. Und Sie können den Landwirten gegenüber genau so viel Respekt aufbringen, wie sie für sich selbst in Anspruch nehmen. Also, geht zum Tag der offen Tür bei den Landwirten. Fragt sie, wie sie produzieren und leben. Holt euch Informationen aus dem Netz von Landwirten, landwirtschaftlichen Unternehmen sowie der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche.

Herr Hecht | 14.02.2017


Das ist sehr einfach. Die Verbraucher sollen einfach so einkaufen, wie sie es in Umfragen angeben. Regional, saisonal. Und weniger wegwerfen. Damit wäre schon viel erreicht.

Herr Bauer Willi | 14.02.2017


Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks, mein Wunsch an das BMUB wäre es allen Mitbürgern (ich nenne sie ungern "Verbraucher") glaubhaft zu vermitteln, dass man der deutschen Landwirtschaft sehr wohl vertrauen darf. Denn das ist Fakt. Die Landwirtschaft ist in Deutschland strengen Regelungen unterworfen, die nur von den schwarzen Schafen ignoriert werden. Diese gibt es in jeder Branche (z.B. Automobilbranche, die nicht in der Dauerkritik steht). Weiter bitte ich einzusehen, dass die Landwirtschaft ebenso im internationalen Wettbewerb steht wie der Rest der deutschen Wirtschaft. Allein der Landwirtschaft wird dies zum Vorwurf gemacht. Zudem muss Objektivität beim Bürger gefördert werden. Viele vergessen, dass die "guten" NGOs (NABU,BUND,PETA,etc.) nicht zuletzt im finanziellen Eigeninteresse (Spenden) handeln. Um Spenden zu mehren wurden in der Vergangenheit nachweislich Unwahrheiten verbreitet. Die mediale Aufrüstung der vergangenen Monate sollte gestoppt werden.

Herr Christian Brand | 14.02.2017


Hören Sie endlich auf Die Landwirte für etwas zu beschimpfen was der Verbraucher fordert. warum gibt es kein Plakate mit Appellen an die Verbraucher zB. : Lebensmittel sind kein Ramschartikel. Tierschutz kostet Geld,sind Sie bereit dafür zu bezahlen ?

Herr Harald Kohler | 14.02.2017


Hallo, liebe Frau Hendricks, ich habe durch Zufall gerade gehört, dass Sie die Bauernspruch-Kampagne abbrechen werden oder abgebrochen haben. Ich finde das sehr bedauerlich, weil dadurch die Chance bestanden hätte, Verbraucher auf M ißstände hinzuweisen, die sich bisher nicht haben vortellen können, was in der Tierhaltung passiert. Und dass Bauern Prämien bekommen, wenn sie den Schweinen nicht die Scjwänze abschneiden und den Hühnern nicht die Schnäbel kappen, finde ich geradezu absurd. Wie wäre es denn, wenn Bürger, die keine Straftaten begehen, von Ladendiebstahl bis Einbrucch und Raumbüberfall dafür prämiert werden? Ich finde dass sich hier grundsätzlich etwas ändern muß, und mich stört auch, dass ich über Rückstände in Lebensmitteln nichts erfahre, ich glaube, dass das auch anderen Verbrauchern so geht. Man erfährt nicht, was von den Spritzmitteln sich noch in Äpfeln oder anderem Obst und Gemüse befindet - keine Warnhinweise!! Sehen Sie eine Chance zu besseren Kontrollen? 

Frau Gudrun Rogge | 14.02.2017


Direktzahlungen der ersten Säule nur noch an Betriebe ausbezahlen die pflichtversicherte Arbeitskräfte nachweisen können. Gekoppelt an die Anzahl der Arbeitskräfte würde dies Tierhaltern zugute kommen die nicht mit möglichst wenig Personal versuchen möglichst viele Tiere zu halten.

hbg | 14.02.2017


weniger Fleischkonsum, keine Macht der Chemieindustrie = artgerechte Haltung, eine "humane" Tötung, Unterstützung von Kleinbauern, Ehrfurcht vor dem Leben, Erhaltung eines gesunden Lebensraums für Wildtiere, Erhaltung der Landschaft wie Bäume und Pflanzen

Frau Biscan | 13.02.2017