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Dialog-Forum Artenvielfalt - Wir erhalten wir die Artenvielfalt in Feld und Flur?

Beiträge: 272

Dazu gehören: Nutztiervielfalt, Wildtiervielfalt bzw. die Erhaltung ihrer Lebensräume, Pflanzen- und Nutzpflanzenvielfalt sowie die einseitige Ackernutzung (Monokultur). Die Gründe sind vielfältig, lassen sich aber einigen Bereichen zuteilen: Einsatz umweltfremder Mittel (Pestizide etc.), Monokulturen, zunehmende Versiegelung und zunehmende Flächengestaltung, Einsatz einzelner gezielt gezüchteter (Tier-/Pflanzen-)Arten.

Um die Artenvielfalt in Feld und Flur zu erhalten, müssen die Zielzustände klar benannt werden (s. o.) und die dazu gehörigen Gründe (s.o.) klar bekämpft werden.

Herr Karl-Georg Schumacher | 06.04.2017


indem Sämereien nicht nur von den Großkonzernen verkauft weren, die dazu gleich die Dünge- und Planzenschutzmittel liefern. Betriebe die Saatgut in kl. Mengen produzieren, sollten dieses auch in Zukunft vertreiben dürfen, ... nicht die Menge des Ertrages zählt in Notsituationen, sondern die Artenfielfalt lässt uns überleben, wenn Pflanzen anpassungsfähig und robust sind. Das Saatgut muss für Folgegenerationen erhalten bleiben und dies funktioniert nur über Nieschen/bzw. kleinere Hersteller. Vielfalt bringt Geschmack und Lebensqualität auf lange Sicht. Die industrielle Herstellung von Lebensmitteln läuft in eine falsche Richtung, Masse statt Klasse ... Ernährungsräte sollten in Hemer unterstützt werden, damit dieses Thema wieder mehr in den Fokus der Bevölkerung rückt. Erst kauft man billige Lebensmittel und dann finanziert man die Krankheiten, die die falsche Ernährung mit sich brachte.

Frau Hermine Hackler | 08.03.2017


Artenvielfalt auf dem Feld wird von vielen geschaffen und erhalten – nicht von wenigen. Viele kleine Züchtungsinitiativen, die ökologisch und gemeinsam mit Landwirten (partizipativ) an lokalen Sorten züchten und Sorten als Gemeingüter ohne private Eigentumsrechte sehen, müssen gezielt und vermehrt durch die EU gefördert werden.
Bevorstehenden klimatische Unsicherheiten kann nur mit einer Sortenvielfalt begegnet werden, bei welcher Sorten mit unterschiedlichen Stärken zur Verfügung stehen. Die rigorose Handhabung der „Uniformity“-Aspekte in den DUS-Kriterien führen derzeit jedoch zu der genetischen Vereinheitlichung von Sorten, das muss drastisch geändert werden. Viele spezialisierte Sorten, vor allem in der ökologischen Zucht, scheitern dadurch bei der Zulassung.
Durch Verbraucheraufklärung bekommt die vielfältige Sortenzüchtung Anerkennung und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Jede Fruchtart hat viele Namen, nicht nur die Kartoffeln Linda und Sieglinde.

Forschungsprojekte RightSeeds? und EGON | 08.03.2017


In früheren Jahren ca 1950/70 wurden vielerorts Flurbereinigungen durchgeführt.Dabei sind viele Umweltfehler begangen worden.Heute will die Bevölkerung keine neuen Bodenordnungsverfahren mehr dulden. Es wäre sehr wichtig das durch solche Verfahren die Umweltfehler korrigiert Schutzpflanzungen,(Biotopvernetzung),Feucht und Trockenbiotope wieder hergestellt würden . Hier würde Flora und Fauna von Profitieren.Wenn hierdurch die zu bearbeiteten Flurstücke sich noch vergrößern würden hätte dies den Nebeneffekt das durch die kürzeren Bearbeitungszeiten , also einen wesentlich geringeren Treibstoffverbrauch,einen großen Beitrag zur Umwelt Entlastung durch Abgase beigetragen würde.Solche Maßnahmen sind aber nur im Einklang mit den Ortsansässigen Landwirten durch zu führen um für Mensch und Natur ein optimales Miteinander entstehen zu lassen.

Herr Oswald Wölbert | 08.03.2017


Die einseitige Fokussierung der Landwirtschaft auf Wettbewerbsfähigkeit und somit Kostensenkung hat tiefe Spuren hinterlassen. Die Liberalisierung der Märkte verschärft diese Entwicklung, da der wirtschaftliche Druck auf die Betriebe weiter steigt, wie derzeit in der Sauenhaltung und Milcherzeugung deutlich zu sehen ist. Für eine Verbesserung der Situation muss an verschiedenen Stellen angesetzt werden: Agrarpolitik muss sich an nachhaltigem Wirtschaften orientieren. Betriebe müssen finanziell überhaupt handlungsfähig sein und Spielraum haben, den Pfad der Intensivierung und Industrialisierung verlassen und alternative Betriebssysteme umsetzen zu können. Dazu muss die gemeinsame Marktpolitik beitragen. Wenn öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen eingesetzt werden, dürfen die Maßnahmen nicht nur Kostennachteile vergüten, sondern müssen Anreize schaffen, um attraktive Alternativen zu bieten. Erweiterung der Themen in der landwirtschaftlichen Ausbildung!

Frau Kirsten Wosnitza | 08.03.2017


Warum eigentlich keine Gentechnik in der Landwirtschaft? Gentechnik ist in der Industriellen Herstellung völlig akzeptiert Enzyme, Vitamine, Aromastoffe (Hefeextrakt) und sogar in der Medizin wird sie jeden Tag angewendet (Insulien). Es soll sogar Bakterien mittels Gentechnik beigebracht werden Krebszellen zu fressen, wie will man den hier die sicherheit garantieren? der GAU ist doch viel gefährlicher als, wenn ein Roundup resistenter Ackerfuchsschwanz irgendwo rumsteht.

Herr Andreas Rudolph | 08.03.2017

Lieber Herr Rudolph,

gentechnisch veränderte Organismen (GVO) können sich ebenso wie alle anderen Organismen in der Umwelt verbreiten und sich - auch durch Kreuzung mit wilden Verwandten - fortpflanzen. Durch diese Fähigkeiten können die Auswirkungen nur schwer eingegrenzt werden oder sogar unumkehrbar sein. Sollten diese Organismen schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und die Natur haben, könnten diese Auswirkungen nicht ohne weiteres dadurch gestoppt werden, dass der betreffende Organismus nicht weiter verwendet wird. Aus diesem Grund gilt das Vorsorgeprinzip für den Anbau von GVO in ganz besonderem Maße. Aus dem Anbau von herbizidresistenten GVO in Süd- und Nordamerika ist bekannt, dass resistente Unkräuter entstehen. Dies führt langfristig zu einem erhöhten Herbizideinsatz, der die Umwelt noch stärker belastet.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Alle reden nur von der Land- und Forstwirtschaft. In unseren Dörfern gibt es keine lebensgrundlage mehr für Insekten und damit auch keine für die entsprechenden Vögel. Es gibt keine Pfützen mit feuchtem Lehm, alle Regentonnen sind abgedeckt (keine Mücken mehr) es gitbt nur noch wenige Komposthaufen bzw richtige Misten aus Kleintierhaltung mehr und jede Fliege in der Wohnung wird mit Sagrotan und Insektizieden bekämpft. Da hilft auch kein Inssektenhotel aus dem Baumarkt fürs gute Gewissen.

Herr Rudolph | 08.03.2017


Nur einer von vielen Ansätzen: Kleingärten fördern, mit Bildungs- und Sensibilisierungsangeboten, vielleicht auch mit "Belohnungs"anreizen. Pestizide müssen auf ein absolutes Minimum reduziert werden- ich beobachte in nur 5 Jahren einen unfassbaren Rückgang der heimischen Tier- und Insektenwelt, weil deren Lebensräume u.a. durch "aufgeräumte" Gärten ohne Rückzugsmöglichkeiten und akkurat geschnittene Sträucher/ Hecken vom Menschen zerstört werden. Gut beworbene, positive und nachhaltige Projekte mit Anreiz müssen geschaffen werden, es darf nicht immer nur um Wachstum und optimale Erträge gehen. Auch Selbstversorgung sollte unterstützt werden! Vielfältiges Saatgut muss erhältlich sein (vgl. hierzu Aufschriften z.B. auf Paprika/ Tomaten: Nicht zugelassen, daher nicht für den Verzehr geeignet). Nicht nur Bienenprogramme, alle Insekten sind wichtig!

Frau Andrea Kunert | 08.03.2017


Die Förderung muss stärker ökologische Aspekte berücksichtigen:
Zurückschrauben der Förderung von Biogasanlagen, so schnell wie möglich.
Ökologisch stark schädliche Anbaumethoden dürfen nicht auch noch gefördert werden. Hierzu gehören:
- der enge Abstand von Getreidesaaten, die sowohl Wildflora wie auch Feldbrüter aushebeln.
- hohe Mahdfrequenz
- artenarme Grünlandeinsaaten
- Mähen bei hoher Geschwindigkeit bei bis 15m breiten Mahdstreifen und/oder Mähen in der Nacht.
Für den Lebensraumtyp 6510 der FFH Richtlinie sollten die Landwirte direkt mit klaren und dem jeweiligen Verhältnissen flexibel angepassten Verträgen in die Pflege eingebunden werden und nicht umgekehrt mit Sanktionen bei Verlust der FFH-Flächen bedroht sein. Die flächendeckende aufwändige Kontrolle dieses LRT könnte dann stark zurückgefahren werden.
Verträge mit den Landwirten und Zahlungen für ökologische Landschaftspflege sollten flexibler gestaltbar sein und von der Bezahlung her so attraktiv sein, dass sie mit droh

Herr Alfred Buchholz | 08.03.2017


Prof. Dr. Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, Schweiz, sieht moderne Züchtungstechnologien wie Crispr/Cas als große Chance an, die konventionelle Landwirtschaft umweltfreundlicher zu gestalten (zuletzt nachzulesen im greenpeace magazin). Neue Nutzpflanzensorten, die resistent sind gegen Krankheiten wie Krautfäule, würden helfen, tonnenweise Pflanzenschutzmittel einzusparen. Auch im Ökolandbau werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt, um etwa Kartoffeln gegen Krautfäule zu schützen. Da synthetische Wirkstoffe im Bio-Bereich verboten sind, muss auf Kupferverbindungen zurückgegriffen werden, die für das Bodenleben schädlich sind. Das ist für mich ein Skandal! In den USA ist bereits heute eine mit klassischer Gentechnik gezüchtete Kartoffelsorte zugelassen, die Krautfäule-resistent ist. In Uganda u. Bangladesch laufen Feldversuche mit solchen gentechnisch verbesserten Kartoffeln. Als Landwirt hätte ich hier auch gerne diese Freiheit!

Frau Susanne Günther | 08.03.2017


Wichtig ist eine ausreichende Anzahl von Wirkstoffen. Reduzierte Höchstmengen und eingeschränkte Mittelauswahl behindern sachgerechten Pflanzenschutz. Selektive Mittel kann ich nur anwenden wenn ich sie habe. Wir hier in Deutschland sind nicht fähig die nach EU-Recht vorgesehene gegenseitige Anerkennung von PSM (zonale Zulassung) frisstgerecht zu erledigen. Das liegt auch am Vetorecht des UBA. Gut gemeint, aber schlecht für die Umwelt.

Herr Martin Körner | 08.03.2017


Bei der ganzen Diskussion sollte aber auch nicht vergessen werden, dass gerade durch extensive Bewirtschaftung auch giftige Pflanzen wie z.B. das Jakobskreuzkraut sich rapide vermehren.
Die Produktion von sicheren Nahrungsmittel ohne natürliche Gifte wie Pyrrolizidinalkaloide sollte allerdings weiterhin im Vordergrund stehen.

Frau Birgit Sauter | 08.03.2017


Häufig scheint die Diskussion um das Thema Artenschutz ideologisch gefärbt zu sein: Gerade die Niederwild-Bestände gehen hierzulande ständig zurück. Projekte in Frankreich und Großbritannien zeigen, dass eine Erholung etwa bei den Rebhuhn-Beständen nur dann zu erwarten ist, wenn die Prädatoren konsequent bejagt werden. Der gezielte Abschuss etwa von Rabenvögeln und Füchsen darf einfach kein Tabu sein. Zusammen mit Lebensraumverbesserungen kann hier eine Menge erreicht werden. Die Lebensraumverbesserungen müssen sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Art richten. Irgendwo, irgendwas machen, wird nicht viel bringen. In Intensivackerbauregionen müssen solche Lebensraumverbesserungen stärker gefördert werden, weil sie dort wertvoller sind. Privatgärten werden in der Debatte oft ausgespart: Wie wäre es mit einer Kampagne gegen Kiesbeete? Etwa so: "Wächst zwischen dem Kies nur Kiefer und Buchs, dann sieht man im Garten auch keinen Luchs."

Frau Susanne Günther | 07.03.2017

Liebe Frau Günther,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie haben recht, es gibt viele wichtige Themen, die durch Kampagnen öffentlichkeitswirksam unterstützt werden könnten. Zu dem Thema Gärten, das Sie genannt hatten: Es wäre ein wichtiger Schritt für die Biodiversität (nicht nur) in Städten, wenn viele Gartenbesitzer noch mehr für die Natur tun würden und z.B. Flächen mit entsprechenden Blühmischungen z.B. für Bestäuber, einsäen würden. Städte und Kommunen haben hier eine besondere Vorbildfunktion. Manche Gemeinden sind hier bereits aktiv und vielleicht könnten Sie Ihre Gemeinde auch dazu anregen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Die Versiegelung der Städte durch Siedlungen und Industriegebiete scheint das Hauptproblem zu sein. In der Landwirtschaft könnte man das Anlegen von Hecken fördern oder eine Prämie für Stillegungsflächen wieder einführen.

Herr J. Hagmann | 07.03.2017


Der Verlust der Artenvielfalt hat mit Sicherheit viele Ursachen. Hier bedarf es einer unabhängigen und ergebnisoffenen Forschung, die alle Aspekte berücksichtigt. Dazu gehört auch die Einbeziehung klimatischer Veränderungen (mit Auswirkungen auf den Wasserstand von Söllen etc. und nachfolgend dem Verschwinden von Lurchen), von invasiven Arten wie Waschbär oder Mink, die Gelege von Bodenbrütern räubern, von Flächenfraß durch Siedlungsbauten. Wir haben hier in D sehr hohe Standards, was den Umweltschutz in der Landwirtschaft angeht. Weitere Einschränkungen z.B. beim Pflanzenschutz führen zu einer weiteren Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Ländern. Ziel kann es nicht sein, hier weiter zu extensivieren, aber auf der anderen Seite mehr Lebensmittel aus dem Ausland zu importieren.

Dr. Müller | 07.03.2017


Die Artenvielfalt hat abgenommen, weil immer mehr chemische Zusatzstoffe in der Landwirtschaft verwendet worden sind, um die Erträge der Landwirte zu erhöhen und deren Lebensexistenz zu sichern. Zu billige Lebensmittel bedrohen gleichzeitig Landwirte und die Artenvielfalt. Es muss immer mehr produziert werden und dies ist am Ende nur mit aggressiven chemischen Mitteln möglich. Der Einsatz dieser Mittel muss stark eingeschränkt werden und auf neue Anbaumöglichkeiten gesetzt werden, die mit der Natur zu vereinbaren sind. Das System der Agroforstwirtschaft muss viel stärker in den Vordergrund gerückt werden. Forscher haben bewiesen, dass dies eine Möglichkeit wäre, die Artenvielfalt und den Ertrag zu fördern. Bäume haben ein unglaubliches potenzial, welches wir vergessen haben zu nutzen. Bürokratische Hindernisse sollten den Landwirten aus dem Weg geräumt werden.
Dies wäre ein Weg, um die Artenvielfalt wieder zurück auf die Felder zu holen!!!

Herr Lukas Lönnig | 07.03.2017


Artenvielfalt in Feld und Flur erhalten wir durch eine Landwirtschaft, die die im Einklang mit ökologischen Systemen arbeitet (Ökolandbau) und indem Strukturelemente in der Landschaft (Hecken, Gewässer, Blühstreifen, …) gezielt gefördert werden. Nicht zu vergessen ist die Vielfalt der Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen. Auch diese sollte durch gezielte Programme, Marketing und Informationen gefördert werden. Die Weiterentwicklung der Nutzpflanzenvielfalt auf Grundlage ökologischer Prinzipien ist voranzutreiben. Wir brauchen keine Gentechnik – wir brauchen eine Vielfalt von Gemüse, das schmeckt, das mit ökologischer Düngung und ohne Pestizide angemessene Erträge bringt. Wir brauchen Hühnerrassen, die fit für den Auslauf sind und bei denen der „Bruderhahn“ kein Wegwerfprodukt ist. Wir brauchen Kühe, die vor allem Gras fressen und ihre Hörner stolz tragen. Dafür brauchen wir eine mittelständische, vielfältige Biozüchtung.

Frau Antje Kölling | 07.03.2017


Artenvielfalt wird durch Großkonzerne und Profit getötet . Die Vielfalt auf dem Acker und dem Teller ist massiv geschrumpft . die Bauern werden von den Konzernen geknebelt , auch zu Lasten der Verbraucher . Vielfalt durch Agroforst , keine Pestizide, verbindliche Blühstreifen die nicht durch Greeningvorgaben behindert werden .Siedlungsbau auf 30 ha tgl.begrenzen und nicht auf den fruchtbaren Standorten ausweisen. in den letzten Jahrzehnten sind 75 % aller flugfähigen Insekten verloren gegangen . das muss schleunigst ein Ende haben .

Herr Martin Krauch | 07.03.2017


Wann wird die Land und Forstwirtschaft in die Rechtsfolgen der Eingriffsregelung einbezogen oder Standards festgelegt, die nicht durch Fachbehörden oder Berufsverbände der Land- und Forstwirtschaft selbst bestimmt werden.
Wo bleibt die Anwendung des § 44 Abs. 4 BNatSchG?
Wie kann es sein, dass die Erfolge von Förderprogrammen und der sinnvollen Verwendung von Steuermitteln,die einen Ertragsausfall der Landwirte ausgleichen die auf mineralische Düngung und Chemie verzichten, auf gesetzlicher Grundlage wieder zerstört werden dürfen (§14 Abs. 3 BNatSchG).
Warum zieht ein Umweltministerium eine gute Kampagne zurück weil man des Pudels Kern kurz und einprägsam formuliert? Wie ist zu vermitteln dass mit deutschen, mit Steuermitteln subventionierten,Exporten regionale Märkte in Entwicklungsländern zerstört werden und gleichzeitig die Zerstörung der Lebensgrundlagen des Menschen und seines natürlichen Umfeldes mit Steuermitteln in Deutschland und der EU subventioniert wird!

Herr Frank Forch | 07.03.2017

Lieber Herr Forch,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Was Ihre Frage zum Bundesnaturschutzgesetz angeht: grundsätzlich ausgenommen von der Eingriffsregelung ist die Landwirtschaft nicht, sondern nur dann, wenn der Naturschutz berücksichtigt wird. Die - in der Tat sehr allgemein formulierte und bislang nicht eigenständig durchsetzbare - gute fachliche Praxis muss aber weiter konkretisiert werden. Wäre zudem "Natur auf Zeit" nicht möglich, wären nur wenige Landwirte bereit, sich an Naturschutzkooperationen zu beteiligen. Es trifft nicht zu, dass § 44 Abs. 4 BNatSchG nicht vollzogen würde.

Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die "Bauernregeln" unserer Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ harmlos und keineswegs dazu angetan waren, irgendjemanden zu diffamieren oder zu verunglimpfen. Wir haben aber zur Kenntnis genommen, dass es nicht wenige Menschen gibt, die das ganz anders sehen. Diese Empfindungen respektieren wir und bedauern, dass sie entstanden sind. Wir haben daraus die Konsequenz gezogen, die "Bauernregeln" im Rahmen unserer Kampagne nicht zu plakatieren. Mit der zweiten Stufe der Kampagne betonen wir nun den Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft. Mit der Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ weisen wir auf bestimmte Fehlentwicklungen und Missstände hin, denen wir Einhalt gebieten müssen – zum Beispiel dem übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder dem Verlust natürlicher Lebensräume im Agrarland. Auf eines der größeren mit der Agrarpolitik verbundenen Probleme weisen Sie am Ende selbst hin, und hier sind wir mit Ihnen der Meinung, dass es nicht vermittelbar ist, durch die Verausgabung öffentlicher Mittel der Zerstörung regionaler Märkte in Entwicklungsländern oder der Zerstörung unserer Lebensgrundlage Vorschub zu leisten. Genau deswegen wollen wir ja, dass die Förderarchitektur der Gemeinsamen Agrarpolitik geändert wird.

Viele Grüße aus dem BMUB | 09.03.2017


Die Artenvielfalt in Feld und Flur ist das Ergebnis bäuerlicher Arbeit unzähliger Generationen. Erst seit dem von unserem Wirtschaftswunder ausgehenden Wohlstand begann mit dem Rationali-sierungsdruck auf die Landwirtschaft parallel das Arten- und Bauernsterben. Die Versuche die Natur zu schützen, werden solange unbefriedigend bleiben scheitern, wie die Ursachen ignoriert werden. Natur lässt sich schließlich nicht managen wie ein Betrieb. Um die überall wieder wahrnehmbaren Spannungen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu entschärfen, ist die Koordination zwischen Agrar- und Umweltpolitik der erste notwendige Schritt. Der derzeitige Trend zur Teilung der Landschaft in Nutz- und Schutzgebiete spaltet dagegen und ist mit Blick auf die großen Herausforderung des Klimawandels kaum zukunftsfähig. Erst wenn die Multifunktionalität der Landnutzung, wie sie der Weltagrarbericht fordert, zum gemeinsamen Modell von Naturschutz und Landwirtschaft verfolgt wird, ist die Artenvielfalt zu er

Herr Schwarzwaldbauer Siegfried Jäckle | 07.03.2017


Pflanzenschutzmittel erhalten! Diese stellen sicher das wir gute gesunde Nahrungsmittel produzieren die nicht verpilzt sind. Greeningauflagen nicht weiter hoch schrauben und auch nicht mehr % der Fläche !
Insbesondere auch den Pflanzenschutz und die Düngung auf Leguminosen Greening weiter ermöglichen.

Kein Zwang zu immer weiteren Ökologischen Maßnahmen!

Herr Johannes Reichert | 07.03.2017


Ich kann hier und heute keinen konkreten *Beitrag* liefern. Mir ist sowieso auch nicht klar, was Sie unter einem *Beitrag* verstehen. Aber ich möchte Präsenz zeigen, mit meinem Namen, nicht als anonyme Masse, ich möchte meine Stimme erheben. Das Thema Artenschwund treibt mich sehr stark um und ich verstehe es nicht, warum alle Beteiligten die Augen vor allen Tatsachen verschließen. Agrarförderung in die falsche Richtung, fehlende monetäre Bewertung der "Ökosystem-Dienstleistungen", Kuschen vor der Agro-Chemie-Industrie, Diktat des Mammon, eiskalter Lobbyismus. So bleibt am Ende dieses Textes vielleicht diese eine Idee: bitte veranlassen, dass die Leistungen, die Ökosysteme (die Arten, Böden, Wasser, Luft, Klima, Landschaftsbild ...alle Schutzgüter!) für uns erbringen, tatsächlich endlich einmal monetär bewertet werden!!! So kann ein Landwirt, der sich um das Wohl der Bodenlebewesen und der vielen Arten der Agrarlandschaft kümmert, auf fundierter Basis entlohnt werden.

Frau Dipl. Ing. Claudia Börsting | 07.03.2017

Liebe Frau Börsting,

im Sinne unseres Dialogforums Landwirtschaft haben Sie mit Ihrer Nachricht einen Beitrag eingebracht – vielen Dank dafür. Denn wir möchten die Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle“ und die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch dazu nutzen, den Dialog mit den Landwirten und den Verbrauchern über konkrete, praktische und realisierbare Lösungen zur Zukunft der Landwirtschaft voranzutreiben. Wir setzen uns für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Dabei handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Wir wollen das System der Förderung grundlegend neu ordnen. In Zukunft sollen Landwirte stärker für öffentliche Leistungen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Tierwohl honoriert werden. Öffentliche Gelder soll es nur für öffentliche Leistungen geben. Denn Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie naturverträglich ist und Artenvielfalt, Klimaschutz und die Gesundheit der Menschen mit berücksichtigt.

Viele Grüße aus dem BMUB | 07.03.2017


Schonende Bodenbearbeitung und gleichzeitig Einschränkung von Pestiziden insbesondere von unsinnigen Unkrautvernichtungsmitteln. Mehr Flächen mit extensiver Bewirtschaftung wie Wiesen. Ackerrandstreifen und Knicks als Rückzugsgebiet für Wildtiere.

Herr Hermann | 07.03.2017


Sehr geehrte Damen u. Herren, die Umweltbehörden des Landes Brandenburg vernichten mit Fördergeldern der EU und des BfN(was letztendlich sicherlich ebenfalls EU-Gelder sind)FFH-Lebensräume, streng geschützte Biotope und "Rote Liste" Arten. Dazu würde ich gerne eine Stellungnahme von Ihnen bekommen wollen. Es sind nicht die Landwirte, sondern die Umweltbehörden selbst, welche die Umwelt zerstören. Wann werden Sie diesbezüglich eine Kampagne starten? Werden Sie die Gelder für die illegalen Projekte weiter zahlen? Wo genau sehen Sie den Nutzen in der Beseitigung der ökologischen Landwirtschaft, der FFH-Lebensräume und der "Rote Liste"-Arten? Weshalb ist diese Zerstörung überhaupt Förder- u. Genehmigungsfähig. Wenn Sie Gelder umschichten, werden nur mehr Arten beseitigt, da mehr Geld für illegale Projekte zur Verfügung steht. Wo sehen sie da einen Mehrwert für unsere Gesellschaft? Wenn die Möglichkeit eines Dokumentenanhanges bestünde, hätte ich mein Biozertifikat zu Ihrer Kenntnis mit bei

Herr Volker Schmohl | 07.03.2017

Lieber Herr Schmohl,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Vergabe von Projekten, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich betreut und mit Mitteln des BMUB gefördert werden, ist an bestimmte, objektiv nachprüfbare Kriterien geknüpft, so dass sicher nicht davon auszugehen ist, dass es sich hierbei um - wie Sie schreiben - "illegale Projekte" handelt. Auch widerspricht es unseren Förderrichtlinien grundlegend, mit solchen Projekten FFH-Lebensräume zu zerstören oder Rote Liste-Arten zu gefährden - das Gegenteil ist der Fall.

Viele Grüße aus dem BMUB | 09.03.2017


Die Artenvielfalt erhalten wir nur wenn es uns gelingt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe in den Dörfern hoch zu halten. Wenn die Umweltauflagen immer weiter steigen treibt das die jungen Leute in die Städte und am Dorf bleibt nur ein großer Betrieb übrig der denn zwangsläufig auf Monokulturen setzen muß. Der hat dann weder Zeit noch Lust sich mit Artenvielfalt zu beschäftigen. Hier treibt das Profitdenken und das internationale Vergleichen einseitig einige wenige Fruchtarten in den Vordergrund. Das Landwirtschaftsministerium sollte daher sorgfältig auf die Ausbildung und die Entbürokratisierung der Landwirtschaft achten.

Herr Dipl.Ing.agr.(FH) Markus Flury | 06.03.2017


Umweltschäden in die Preise aller Produkte einrechnen.
Keine Aufweichung des bestehenden Artenschutzrechtes.
Die Standortfindung für erneuerbare Energien am Arten-, Natur- und Landschaftsschutz ausrichten und nicht am maximalen Profit für den Betreiber. Vorbelastete Standorte mit geringem Konfliktpotenzial (insbesondere Autobahntrassen) nutzen, statt die letzten naturnahen Lebens- und Erholungsräume – die Wälder – zu Industriestandorten umbauen.

Frau Roth | 06.03.2017


Direktzahlungen der 1. Säule erhalten. Werden die Zahlungen durch Umschichtung weniger, der Antragsaufwand immer höher und die Sanktionen undurchsichtiger und unverhältismäßig hoch, werden große, zukunftsorientierte und finanzstarke Ackerbaubetriebe ohne Fördermittel und damit ohne Greeningvorgaben (DGL-Erhalt, ÖVF, Anbaudiversifiezierung) wesentlich besser leben. Viele kleine Betriebe wirtschaften im Nebenerwerb und eine Förderung der Nebenerwerbsbetriebe ändert an deren Beitrag zur Artenvielfalt nichts! Abschaffung und keinesfalls Ausweitung der Umverteilungsprämie. Unbedingter Erhalt der Tierhaltung in tierarmen Gebieten (Thüringen...)und damit Erhalt des Anbaus von Futterkulturen. (Dazu gehört auch das Sanktionsverfahren CC zu überdenken. Flächenlose Viehbetriebe werden bei Verstößen bevorzugt. Eine zu spät gemeldete Kuh sollte in jedem Betrieb gleich bestraft werden!) Anerkennung von GPS als Hauptfutter (in Bezug auf AGZ) bei Verzicht von Maisanbau!

Frau Andrea Jungmichel | 06.03.2017


Wie für jeden wirtschaftenden Betrieb gelten auch für Bauernfamilien ökonomische Zwänge. Diese werden vielfach auch durch einen spekulativen Weltmarkt und insbesondere durch die brutale und erzeugerverachtende Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels diktiert. Jede zusätzliche Auflage zur Verbesserung der Artenvielfalt führt zunächst zu Mehrkosten, die in der Regel nicht vom Markt ausgeglichen werden.
Insofern müssen zusätzliche Auflagen finanziell ausgeglichen werden. Denn Artenvielfalt ist nur nur Aufgabe der Landwirtschaft, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die durch Steuergelder finanziert werden muß.

Herr Josef Derstappen | 06.03.2017


Die Finanzmittel der EU, des Bundes und der Länder müssen verstärkt über die 1. Säule der EU als Direktzahlungen in die landwirtschaftlichen Familienbetriebe fließen. Denn nur bei auskömmlichen Einkommen können die Betriebe zusätzliche ökologische Maßnahmen ergreifen, was letztlich auch der Umwelt hilft.
Die Bindung finanzieller Unterstützungen an Auflagen führt nur zu höheren Kosten, schwächt die wirtschaftliche Kraft der Betriebe, führt zu einem erhöhten Strukturwandel und vernichtet kleine und mittlere Familienbetriebe.
Eine verbesserte Investitionsförderung sowohl in Stall und Technik führt zu einer Verbesserung der Umwelt. Denn jede neue Investition kommt auch der Umwelt und den Tieren zugute.
Investitionsförderung ist deshalb praktizierter Umwelt- und Tierschutz.

Herr Josef Derstappen | 06.03.2017


Produktionsintegrierter Naturschutz anstelle von Produktionsaufgabe (Flächen Stilllegung)

Wirkung von Greening evaluieren hin zu Bódenschonender Fruchtfolge (Fruchtfolgen optimieren)

Herr Hewecker | 06.03.2017


Indem die Landwirte wirtschaftlich in die Lage versetzt werden nicht nur die betriebswirtschaftlich am höchsten abschneidenden Kulturen anbauen zu müssen. Mit einer starken Förderung der 1. Säule und somit einer Grundsicherung der LW-Betriebe unabhängig von ihrer Größe (alle ha sind gleich viel wert) kann dies erreicht werden. Bleibt dann auch noch die Tierproduktion erhalten, kann die Artenvielfalt durch Anbau vielfältiger Futterpflanzen wie Luzerne, Klee und Grasmischungen erweitert werden. Wird die Tierproduktion durch übermäßige Auflagen und Erschwernisse weiter niedergerungen, werden wir in Zukunft deutlich engere Fruchtfolgen auf den Flächen sehen. Weiterhin dürfen eng gefaßte und am grünen Tisch beschlossene Termine zur Ausbringung von Dünger, Umbruch von Kulturen und Ernte nicht die Möglichkeiten und Notwendigkeiten in der Bewirtschaftung beeinträchtigen. Die deutschen Landwirte sind hervorragend ausgebildet und wissen was wann zu tun ist. Niemand schädigt den Boden absichtlic

Herr Gunnar Jungmichel | 06.03.2017


indem die industrielle Landwirtschaft abgeschafft wird und geld für die Umstrukturierung gegeben wird: für eine bäuerliche Landwirtschaft in der pflanzen angebaut werden statt Tiere ausgebeutet werden.

Frau M.A. Angelika Sänger | 06.03.2017


Wenn nicht mehr der Anbau von einigen wenigen Obst- oder Gemüsesorten gefördert wird, wird m. E. automatisch die Vielfalt größer, weil sich Bauer A durch ein anderes Angebot von Bauer B absetzen möchte. Dadurch werden Monokulturen verhindert, die Böden unterschiedlich beansprucht und eine vielfältige Fauna folgt nach.

Frau Langer | 06.03.2017


Verbot von Holzlagerung auf landwirtschaftlichen Flächen in kleinen Umfang Auch an solchen Lagerflächen tummeln tummeln sich junge Hasen (Verstecke sogar vor Hunden/Füchsen/...) Eidechsen, Salamander, ... Rückzugsgebiete, ... Daher fordere ich Sie auf, diese Gängelung im Kleinsten zu unterlassen.

Herr Dipl. mult Michael Foerst | 06.03.2017


Aufforstungsverbot in FFH-Gebieten
hier sehe ich ebenfalls enteignungsgleiche Eingriffe. Flächen, die landwirtschaftlich nicht mehr sinnvoll/wirtschaftlich/rentabel zu bewirtschaften sind, sogar an Wald direkt angrenzen sollten wieder aufgeforstet werden dürfen. Zumal der Wald erheblich mehr CO2 speichert und Rückzugsgebiete anderer FF-Objekte bietet

Herr Dipl. mult. Michael Foerst | 06.03.2017


Durch die zunehmende Versiegelung von Flächen, wir nicht nur Ackerland vernichtet. Auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird hier vernichtet. Diese Konkurrenz muss verhindert werden indem erstmal nicht mehr benötigte versiegelte Fläche renaturiert werden. Statt Ausgleichsflächen könnt hier ein Ausgleich stattfinden.

Frau Miriam Weghorn | 06.03.2017


Bitte weniger Herbizid- und Pestizid Einsatz. Kleinere Landwirte unterstützen. Alte Sorten zulassen und keine genetisch veränderten Samen ausbringen.

Frau Mechthild Liefke | 06.03.2017


Es ist wichtig die Artenvielfalt zu erhalten und diese soweit mögliche zu schützen. Hierbei darf dies aber nicht nur auf die Landwirte beschränkt gesehen werden, sondern es muss die gesamte Bevölkerung seinen Teil dazu beitragen. Da die Landwirte hierzu einen erheblichen Teil beitragen können / müssen ist es notwendig für diese Anreize zu schaffen um dies umzusetzen. Dies sollte aber nicht mit immer strengeren Regel oder Gesetzen durchgeführt werden, sondern durch finanzielle Anreize welche von der gesamten Bevölkerung getragen werden. Nur so kann eine langfristige nachhaltige Landwirtschaft betrieben werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist beispielsweise das Kulap Föderprogramm in Bayern.

Herr Johannes Eiwanger | 06.03.2017


Um die Bio-Diversität im Reich der sehr nützlichen Insekten zu erhalten wäre es hilfreich, wenn die Landwirte nur nachts Pestizide ausbringen dürften. Bienen, Fliegen und Wespen beispielsweise sind dann nicht mehr aktiv und sind nicht von den direkten Auswirkungen der Pestizidbelastung betroffen.

Herr Jan Hingst | 06.03.2017


Fruchtfolgen fördern, wodurch der Druck durch Krankheiten, Schädlinge und Unkraut verringert wird, wodurch der Einsatz von Artenvielfalt belastenden Pflanzenschutzmitteln verringert werden kann. Die Pflanzenvielfalt durch Saatgutvielfalt fördern, wodurch die Insektenvielfalt gefördert wird. In Städten sollten die Grünflächen Insektenfreundlich miteinander verbunden sein.

Frau Andrea Gallotti | 06.03.2017


Die Artenvielfalt in der Natur wird von den Landwirten sehr ernst genommen. Sie gehen meines Wissens sehr sorgfältig und gewissenhaft mit den Ressourcen Grund und Boden um.

Herr Christian Schmidt | 06.03.2017


Ein großes Problem neben dem grassierenden Flächenverbrauch ist meines Erachtens auch die rasende Abnahme der Anzahl bäuerlicher Betriebe - da wird zwar viel geredet, das Ergebnis ist aber alle Jahre auf´s Neue deprimierend - die zu einer wachsenden Vereinheitlichung der Bewirtschaftung dem Wegfall von Grenzstrukturen führt. Gerade in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte haben wir häufig das Problem, dass die Nachkommen von kleinen Betrieben die Bewirtschaftung aufgeben, um zur Behebung ihres Bewegungsmangels joggen oder ins Fitness-Studio gehen zu können. Hier fehlt m.E. eine Image-Kampagne zur Förderung kleiner und kleinster Betriebe, es muss aber auch wieder möglich, Standards im Bereich der Lebensmittelsicherheit an kurze Wege zwischen Erzeuger und Verbraucher anzupassen.

Herr Walter Appenzeller | 06.03.2017


Der Bereich "Greening" sollte zur Förderung der Arten(Insekten)Vielfalt VERPFLICHTEND einen bestimmten %satz der Fläche für Blühstreifen vorsehen, was freiwillig ja schon möglich ist. Gerades auch für große Flächen von 50/100 ha wäre das wichtig. Möglichst viele lange (Rand)streifen von max. 10 m Breite. Die Vielfalt der Insekten käme sich der Landwirtschaft durch natürliche Fressfeinde und Bestäubung zugute.

Herr Gerd Otten | 06.03.2017


Landwirte arbeiten gerne in und mit der Natur und sind in hohem Maße daran interessiert diese auch zu erhalten und zu pflegen. Es muss ihnen allerdings aber auch ermöglicht werden, davon auf einem vergleichbaren Niveau mit der restlichen Bevölkerung, leben zu können. Mehrkosten, die bei der Erfüllung gewünschter Standards entstehen, müssen ausgeglichen werden. Nur so können sie dem Druck aus dem Weltmarkt Stand halten und langfristig überleben und bestehen.

Frau Rotraud Weber | 06.03.2017


Förderprogramme, wie das Kulap in Bayern; Weniger "Freizeitdruck" in unseren Fluren. Flächenversiegelung/-zerstückelung beenden. Anleinpflicht für Hunde in sensiblen Gebieten...

Herr Heinrich Weikl | 06.03.2017


Umweltprogramme , die Blühstreifen und eine vielfältige Fruchtfolge fördern sollten ausgebaut werden . Teilnehmende Betriebe müssen für die wirtschaftlichen Verluste entschädigt werden , damit sie im harten Konkurrenzkampf bestehen können

Herr Volker Diels | 06.03.2017


Im Naturschutz müssen die Grundsätze wie "Schützen durch Nützen" flexibel und stärker berücksichtigt werden. Auch der Flächenverbrauch durch die Industrie muss durch die Politik stärker reduziert werden. Wenn Verbrauch nur durch Ausweisung einer größengleichen Ausgleichsfläche.

Herr H. Wache | 06.03.2017


Artenvielfalt sollte auch von der EU, vom Land und den Kommunen betrieben werden. Durch die EU wurden hektarweise Wacholderheiden gefördert um Heuschrecken- und Lerchenarten einen besseren Lebensraum zu bieten. Dies ist durchaus erfreulich, doch wurden andere Habitate, wie das der Wildkatze zerstört. Jedes Jahr im Frühjahr werden die Straßenböschungen bis auf den Grund und Boden gemulcht, seltene Pflanzenarten, wie z.B. die Arnika werden dadurch zerstört. Im Sommer, wenn das Jakobskreuzkraut in der Blüte ist, um sich dann auf den artenreichen mageren Wiesen aus zu breiten, werden die Straßenränder selten gemäht. Bei den Agrarumweltprogrammen sind den Landwirten die Hände gebunden und Sie können wenig gegen die Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes tun.Eine Lockerung des Mulchverbotes, z. B. Höhenlagenabhängig würde helfen neue Lebensräume zu schaffen. Beim Mulchen im Oktober werden in Hecken und Gebüsch mehr Lebewesen zerstört als jetzt im März bei Eis und Schnee.

Frau Dipl. Ing. agr. Barbara Müller | 06.03.2017


Die Gesellschaft sollte es als ihre gemeinschaftliche Aufgabe ansehen, die für Mitteleuropa typische Artenvielfalt der Äcker und Grünlander zu erhalten. Der v. a. seit 1950 fortschreitende Artenrückgang im Offenland wird zwar durch die veränderte Landwirtschaft verursacht, aber die Landwirte sind nicht diejenigen, die alleine für diese Veränderung verantwortlich sind. Die Gesellschaft brauchte damals eine intensive, hochproduktive Landwirtschaft, um zu überleben. Die Gesellschaft wollte die Intensivierung in allen Bereichen. Insofern sollten m. E. heute nicht die einzelnen Landwirte für den Status quo verantwortlich gemacht werden, sondern die Gesellschaft sollte sich über die Genese des heutigen Status klar sein und sehen, dass die Landwirtschaft damals die Bedürfnisse der Gesellschaft befriedigte. Heute sind wir in einer anderen Situation, es ist nicht mehr die Nahrung knapp (in Dtl. u. Mitteleuropa), sondern Biodiversität. Wir sollten daher GEMEINSAM und PARTNERSCHAFTLICH umsteuern.

Frau Catharina Druckenbrod | 06.03.2017


Umstellung sämtlicher LW auf Bio am besten gleich auf Verbandsbio (Demeter, Bioland etc.) Da das leider ein ehr langfristiges Ziel ist. konnen bis dahin seitens des Staats zusätzliche Förderungen für den Artenschutz den Landwirten zukommen, die das aus ihrer inneren Haltung eh schon tun (Bio). Die Entwicklungs und Forschungsmittel müssen mehrheitlich in die Richtung Artenvielfalt gelangen. Forschungs.-/Entwicklungsgelder für Bio-Saatzucht, Bio-Tierzucht, Umwelt (Boden, Wasser etc.) Absolutes Verbot von Gentechnik.

Frau Brig Wohnig | 06.03.2017


Die Landwirtschaft wird zu pauschaliert betrachtet. Ein Landwirt arbeitet nach seinen lokalen und regionalen Gegebenheiten. Er denkt immer langfristig. Viele Vorgaben oder Auflagen der EU bringen dem Standort wirtschaftliche Nachteile.

Herr Erhard Cäsar | 06.03.2017


für die Agrarförderung soll das Landwirtschaftsministerium zuständeig bleiben. wir haben die höchsten Anforderungen an unsere Produktion und werden nur unzureichend von unseren Politikern vom Welthandel geschüzt. Die Nahrungsmittel sollten eindeutig gekennzeichnet werden wo und wie sie hergestellt wurden.
Es hat jeder Verbraucher die Möglichkeit auf Bio umzusteigen.

Herr Hubert Karl | 06.03.2017

Lieber Herr Karl,

vielen Dank für Ihren Beitrag! Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich etwas an den Zuständigkeiten der Ressorts in der Bundesregierung verändert – diese sind klar geregelt. Wir können Güter wie sauberes Wasser, gesunder Boden und die Artenvielfalt – für deren Schutz das BMUB zuständig ist – jedoch nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen der Natur respektiert werden. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Mit der Kampagne machen wir auf dieses Thema aufmerksam und klären über die Zusammenhänge auf.

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Den Kommunen wird es zu einfach gemacht. Ein Mindeststandart in einer guten fachlichen Artenschutzplanung existiert für Kommunen nicht, die Landwirte hingegen werden deshalb mit immer härteren Auflagen belastet. Eine Kommune wie Bremen hat im Gegensatz zu einem Landwirt die Möglichkeit, wenn auch nur um den eigenen Verwaltungsaufwand einzuschränken, Schutzmaßnahmen aufzubauen (Pet: S 19/194). Ein Landwirt kann das nicht!
Gut siebzig Prozent der Waldgebiete werden nach einem Ökosiegel bewirtschaftet. Stadtparks und Baumgruppen in den Städten stehen dagegen nicht einmal unter dem wirtschaftlichen Druck wie die Forstbetriebe. Trotzdem hängt die Qualität des Naturschutzes bei der Bewirtschaftung in den Städten noch deutlich hinter den Betrieben, die unter einem wirtschaftlichen Druck stehen, hinterher. Das ist ein personelles Problem der Stadtverwaltungen.

Herr Heiko Fritschen | 06.03.2017


Es geht nur mit die kleinen Bauern ,haben weniger Wiesen und Acker und sind meisten noch mit Tierhaltung ,die die brauchen mehr verschiedene Plfanzen Arten , Sorten , verschiedenes Futter für die Tiere , Heu , Mais Getreide,Raps oder Senf ,weil sie kömmen nicht das teuere Kraftfutter kaufen , die großen Bauern haben gar nicht die Zeit dafür , da wird nur Mais und Silage gemacht , haben nicht mehr das Heu für die Tier mehr ,kommten ohne die Arbeitweise die Tier nicht mehr Füttern , bräuchten über das doppelte Futter mehr ,( ohne Kraftfutter)

Herr Adalbert Heigl | 06.03.2017


Flächenversiegelung stoppen. Den Bauern zutrauen, dass sie ihre Felder nachhaltig und schonend bewirtschaften. Auch wir sind an einer Erhaltung der Artenvielfalt interessiert. Wer arbeitet denn in und mit der Natur?

Frau Annette Götz | 05.03.2017


Hier hat sich in der Vergangenheit bereits das Konzept" Schützen durch Nutzen" bewährt und sollte weiter ausgebaut werden. Vertragsnaturschutz auf Augenhöhe. Zudem müssen detaillierte Greeningauflagen-/bestimmungen vereinfacht werden, um tatsächlich einen Schutz zu erreichen. Dazu könnte eine Flexibilisierung der Randstreifenbreiten ebenso beitragen, sowie die Aufhebung der unsinnigen Bestimmung zur Entstehung von Dauergrünland.

Frau Marion Wendt | 06.03.2017


zeigen, wie mehr Effizienz funktionieren kann. Mehr Vertrauen zu den Landwirten statt Bauernbashing durch das BMUB kann auch nicht schaden.

Herr Erich Hinrichs | 05.03.2017

Lieber Herr Hinrichs,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Den Vorwurf des Bauernbashings weisen wir aber klar zurück. Wir diffamieren niemanden – weder einzelne Bauern noch die Landwirtschaft insgesamt. Aber wir weisen auf bestimmte Fehlentwicklungen und Missstände hin, denen wir Einhalt gebieten müssen – zum Beispiel dem übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder dem Verlust natürlicher Lebensräume im Agrarland. Vor der harten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, die ihren Beruf lieben und verantwortungsvoll ausüben, haben wir Respekt. Denn wir wissen, dass viele Bäuerinnen und Bauern sich längst auf den Weg zu einer Landwirtschaft gemacht haben, die auf Qualität statt Masse setzt, und mit Recht erwarten, für gute Leistungen und Erzeugnisse einen fairen Preis zu bekommen. Ihnen gilt unsere Unterstützung! Wir wollen etwas FÜR die Bauern tun. Unsere Vorschläge zur Reform der Agrarförderung hätten zur Folge, dass gerade die bäuerlichen Betriebe für Leistungen prämiert würden, für die sie bisher so gut wie gar nichts bekommen: für Leistungen im Dienste der Gemeinschaft wie Landschaftspflege und Naturschutz – davon profitieren wir alle!

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Im Naturschutz sollten die Grundsätze wie zum Beispiel“ Schützen durch Nützen“, Flexibilität und Dynamik viel umfassender berücksichtigt werden. Beispiele nicht zeitgemäßer Gesetzgebungen: Aufforstungsverbot von Grünflächen im FFH-Gebieten Umbruch von Dauergrünland (z.B: für die Nutzung von Blühflächen etc.)

Herr Josef Först | 05.03.2017


Für die Agrarpolitik, Ernährungsfragen und den ländlichen Raum ist das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig. Wir müssen Ackerfläche vor Versiegelung schützen, dann erhalten wir auch die Artenvielfalt. Ackerfläche bedeutet Leben.

Frau Maria Hoßmann | 05.03.2017


Der Schutz von kleineren Betrieben sichert eine artenreiche Landwirtschaft, die nicht nur durch ständiges Wachsen oder Weichen gezwungen sind größere Einheiten und einzelne Früchte anzubauen.

Herr Alois Mühlhuber | 05.03.2017


Insbesondere seit dem "Biogasboom" hat sich die Landwirtschaft einschneidend verändert. Große Flächen werden abwechselnd mit Grünroggen und Mais bebaut. Solche Monokulturen lassen keine Artenvielfalt zu. Dazu wird mehrmals im Jahr schwarze Gülle ausgebracht. Diese Art der Landnutzung (Ausbeutung) müsste untersagt werden.

Herr Frieder Schmutterer | 05.03.2017


Es sind nicht nur die Landwirte die für den Verlusst der Artenvielfalt verantwortlich gemacht werden dürfen. Allein die Kommunen teeren jährlich eine Fläche so groß wie München für ihre Industriegebiete zu. Dass erschwert natürlich jede Bemühung die Artenvielfalt zu erhalten, da der Landwirt auch ausreichend Fläche zur Futtergewinnung benötigt.

Frau Katharina Rest | 05.03.2017


Bei der Evaluierung der Umsetzung der bayerischen Agrarumweltprogramme (Kulturlandschaftsprogramm und Vertragsnaturschutzprogramm) im Rahmen der EU-Agrarpolitik 2007 bis 2013 stellte die staatlich beauftragte Forschungsgruppe Agrar- u. Regionalentwicklung Triesdorf unter anderem folgende Ergebnisse fest, dass 784.131 Hektar zur Biodiversität beitragen und 60 Prozent der 14 relevanten Maß- nahmen sogar hohen naturschutzfachlichen Wert haben.

Herr Landwirtschaftsmeister Florian Engelbrecht | 05.03.2017


• Bei der Evaluierung der Umsetzung der bayerischen Agrarumweltprogramme (Kulturlandschaftsprogramm und Vertragsnaturschutzprogramm) im Rahmen der EU-Agrarpolitik 2007 bis 2013 stellte die staatlich beauftragte Forschungsgruppe Agrar- u. Regionalentwicklung Triesdorf unter anderem folgende Ergebnisse fest, dass 784.131 Hektar zur Biodiversität beitragen und 60 Prozent der 14 relevanten Maß- nahmen sogar hohen naturschutzfachlichen Wert haben.

Herr Landwirtschaftsmeister Florian Engelbrecht | 05.03.2017


Durch unsere vielfältige Fruchtfolge und kleinstrukturierte Flur bestehen sehr gute Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Dies ist in Bayern/Franken nahezu perfekt.

Herr Schunk | 05.03.2017


-Förderung kleinstrukturierter Landwirtschaft;

-Fruchtfolge mit Anbau von Klee, Erbsen oder andere Leguminosen, die wiederum eine Einsparung von N-Dünger bewirken;

-grüne Korridore pflanzen;

-Anbau heimischer Kulturpflanzen und Getreidearten in Mischkulturen statt Getreidemonokulturen;

-Pflugverbot zum Schutz von Bodenbrüter, Bodenorganismen, Bestäuber und vor Erosion (durch Wasser);

-Verbot umstrittener Herbizide, wie z.B. Glyphosat, und Pestizide;

-Debatte zwischen land-sharing und land-sparing zur Förderung der Artenvielfalt in der Landwirtschaft;

Frau Clara Frasconi Wendt | 05.03.2017


- Kleinere Schläge

- Mehr Strukturen

- Biotopverbund! (auch um Wanderungen von Arten in Folge des Klimawandels zu begünstigen)

- Mehr Mischkulturen, Zwischensaaten

- Keine großflächigen (Mais-)Monokulturen

- Mehr Agrarbegleitflora zulassen!

- Weniger Bodenbearbeitung

- Und nastürlich viel weniger Pestizide und mineralischen Dünger

-> Föderung von kleinbäuerlicher ökologischer Landwirtschaft

Herr Jonas Friederitzi | 05.03.2017


Zur Erhaltung der Artenvielfalt muss mehr auf eine sinnvolle Fruchtfolge geachtet werden. Der Einsatz von Zwischenfrüchten, Blühflächen und Blührandstreifen ist hier der richtige Ansatz und muss weiter gefördert und ausgebaut werden. Es muss für den Landwirt praktikabel und nicht zu Bürokratisch sein. Zum Erhalt der Artenvielfalt gehört auch das Eindämmen des immer größer werdenden Flächenfraßes. Ohne Flächen gibt es keine Artenvielfalt und keine regional erzeugten Lebensmittel.

Herr Popp | 05.03.2017


BREITE und vernetzte naturbelassene Randstreifen um Äcker, an Gewässern, Wäldern und Gehölzen. Förderung Biolandwirtschaft

- Verbot von Pestiziden und Verminderung der Gülledüngung - Verbot von Gentechnik

- Verbot von Massentierhaltung (Gülleverklappung, Landgrabbing im globalen Süden, keine Futtermittelimporte (Schutz des Regenwaldes, Verminderung der CO2-Mengen aus Transporten + Abholzung, Schutz der einheimischen Bevölkerung und deren Nahrungsgrundlagen)

- Schutz und Nutzung alter einheimischer Rassen und Sorten, die hier bei uns angemessen sind

- FlächenENTSIEGELUNG

- Rückbau unnützer Strassen und Wege

- weniger ist mehr auch bei der Grünfläche"PFLEGE" in den Orten, die Mitarbeiter müssen im Sinne des Naturschutzes unterwiesen werden und Laub unter die Bäume und Hecken fegen, anstatt alles zu entfernen. TOTER BODEN BLEIBT ZURÜCK!

- Äcker wieder mit Gehölzstreifen umgrenzen aus einheimischen Gehölzen, wie Holunder, Weichselkirsche, Brombeeren, Schlehen, alten Apfelsorten, Brennessel

Frau birgit haushahn | 05.03.2017


@ [Agrarf.] Hr Burchhardt | 05.03.2017

[Zitat Anfang] - massive Abholzung verbiete [Zitat Ende]

Das ist im Grunde bereits in D geregelt. Wald darf nur mit Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörde gerodet und in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden (Umwandlung). Die Genehmigung soll versagt werden, wenn die Erhaltung des Waldes überwiegend im öffentlichen Interesse liegt, insbesondere wenn der Wald für die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, die forstwirtschaftliche Erzeugung oder die Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist. Der Wald soll im Rahmen seiner Zweckbestimmung ordnungsgemäß und nachhaltig bewirtschaftet werden. DWaldbesitzer sollen kahlgeschlagene Waldflächen oder verlichtete Waldbestände in angemessener Frist mindestens wieder aufzuforsten oder zu ergänzen, soweit die natürliche Wiederbestockung unvollständig bleibt. Vgl. §§ 9 u. 11 BWaldG

Herr Dipl. Ing. agr. Tilmann Kluge | 05.03.2017


In Bayern gibt es gute Anätze mit dem Kulap-Programm, wie Randstreifenprogramme etc.Eine bessere Vernetzung der Programme mit Jägern und Imkern wäre hilfreich. Vieles nutzt aber nichts, weil der Freizeitdruck zu groß ist. Wie sollen sich Wiesenbrüter in extensivierten Flächen halten können, wenn Hunde oder Katzen oder auch "Naturfreunde" diese regelmäßig durchstöbern. Sicher ist auch die Verinselung ein Problem. Was hilft es dem Feldhasen, wenn er trotz vereinzelter Randstreifen dauernd Straßen überqueren muss und dabei totgefahren wird. Vor allem muss daher der Flächenverbrauch gestoppt werden. Landwirte sollten besser geschult werden für die Belange der Artenvielfalt und wie man sie erhält. Freiwilligkeit und Einsicht führt zu viel besseren Ergebnissen als Druck und Maßregelung, wie es heutzutage leider auch vom BMUB gerne praktiziert wird. Permanent Landwirte an den Pranger zu stellen ist kontraproduktiv.

Herr Franz Beutl | 05.03.2017


Wir haben in Deutschland einen enormen Flächenverbrauch für die "Zivilisation". Dieser muss in Zukunft stark reduziert werden, denn auch auf diesen Flächen herrscht eine erhaltungswürdige Artenvielfalt. Auf allen Flächen, die für die "Zivilisation" der Fläche für Feld und Flur entzogen werden wird auch die Artenvielfalt zerstört. Es kann nicht sein, dass als Ausgleich dafür dann weitere Flächen der landw. Nutzung entzogen werden, um darauf Artenvielfalt zu schützen bzw. neu zu generieren. Wir leben in einer von Menschenhand geschaffenen Kulturlandschaft mit entsprechender Artenvielfalt. Durch kooperative Projekte mit der Landwirtschaft kann die Artenvielfalt auch in Zukunft erhalten werden. Unsere Kulturlandschaft wurde seit Generationen für den Menschen genutzt. Dies muss in Zukunft auch so bleiben. Die Landwirte, sind der Personenkreis, welcher aktuell den Großteil unserer Kulturlandschaft pflegt und dadurch die vorhandene Artenvielfalt erhält. Dies wird auch in Zukunft so bleiben!

Herr Steinbacher | 05.03.2017


Dieser Dialog ist längt überfällig und hätte schon vor Jahren vom Landwirtschaftsministerium begonnen werden müssen. Vielen Dank für diese Initiative, Frau Hendriks. Ich möchte auf das Greening eingehen. Es wäre sinnvoll, wenn es zum Wohle der Insekten ausgelegt wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Die Blühflächen kommen zu spät, weil es einen bürokratisch festgelegten Aussaattermin gibt. Vor dem 15.07. dürfen keine Blühflächen angelegt werden. Das führt dazu, dass erst im späten Herbst die Felder zu blühen beginnen, mit fatalen Folgen für die Bienen. Sie beginnen im Oktober mit einem neuen Brutzyklus, obwohl sie Winterruhe bräuchten. Folge: Sie sterben viel früher, da sie sich abarbeiten, um Nektar und Pollen einzutragen. Sommerbienen, die rund um die Uhr arbeiten, sterben bereits nach 6 Wochen. Winterbienen sollten bis zu 6 Monate leben. Im Januar sind Völker neben Greeningflächen tot. Auch andere Insekten brauchen im Sommer Nektar/Pollen zum leben. Im Sommer ist die Landschaft leer.

Herr Matthias Rühl | 05.03.2017


Die Landwirte sind selbst an einer großen Artenvielfalt in Feld und Flur interessiert. Agrarumweltprogramme mit entsprechenden Fördermöglichkeiten gibt es bereits. Wichtiger wäre aber, den Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen mehr Freiräume und Flexibilität einzuräumen. Die quadratmetergenaue Feststellung der Flächen und Landschaftselemente tragen dazu bei, einst oft und gern von Landwirte für den Umweltschutz angelegte Flächen, nun zu bewirtschaften. Spontanität und umweltfreundliches Verhalten opfert die EU der Bürokratie! Daher mein Appel an die Legislative, den Betrieben endlich wieder mehr Freiräume zu ermöglichen, ohne diese mit bürokratische Hürden zu verbinden. Dies würde der Artenvielfalt ganz sicher weiterhelfen. Das heißt auch: Mehr Vertrauen in die landwirtschaftlichen Leistungen. Die Bauern sind die Naturschützer Nr.1. Man sollte ihnen aber die bürokratischen "Handschellen" entfernen!

Herr Herbert Netter | 05.03.2017


Neuauflage von attraktiven Förderungsanreizen für Blütenreiche Randstreifenprogrammen für die Artenvielfalt.

Frau Sabine Göbel | 05.03.2017


Indem bestimmte Flächen (Ackerflächen) mit einem Diversitätsindex bewertet werden, ähnlich Saprobienindex. Einmal ist die Diversität der beste Indikator für die ganzen Missstände. D.h. Überdüngung (Wasser), Monokulturen, Bienensterben usw.. Des weiteren braucht die Menschheit die Diversität zum Überleben. Weniger Eutrophierung, weniger Pestizide, weniger Monokulturen führen zur Verbesserung. Aktiv verbessern über breitere Ackerrandstreifen, Brachen, Hecken, Geröllfluren, Wasserläufe… Gerade die Übergänge schaffen Diversität. Die Diversität kommt dem Anbau wiederum zugute. Dies gilt für Bodenorganismen (Verdichtung), Pflanzen und Tiere. Sie wissen besser als ich, dass die Diversität erschreckend schnell abnimmt. Und v.a. die Menge und Variationen für stabile im Gleichgewicht befindliche Genpoole. Dies gilt gerade für das Land. Die Städte, ein riesen Potential werden mehr und mehr verdichtet. Bei der Waldwirtschaft totale Verarmung. Die Weichen der Landwirtschaft könnten einiges bewirken

Herr Oliver Laauser | 05.03.2017


80 – 95% Ökolandbau in 2050. Förderschwerpunkt für Umstellung auf hohe Qualität und Gemeinnutzen (Verbände wie z. Bsp. Demeter, Bioland, Naturland, etc.)

Herr Matthias Wohnig | 05.03.2017


In unserer Gegend werden jedes Jahr die Feldraine aber auch Straßenränder auch zur Brutzeit gemulcht. Alles was in den Häcksler gerät wird getötet oder zerstört: Insekten, Kleinsäuger, Nester von Bodenbrütern. Das Sauberkeitsdenken hat sich dank bequemer Technik bereits in die freie Landschaft begeben. War dieses zuerst nur in Gärten und Parks, so sind die Lebewesen jetzt nirgends mehr sicher. Braucht es wirklich drei Häckseltermine an den Straßenrändern? Braucht es einen "sauberen" Ackerrand weil vom AELF suggeriert wird, dass man damit die Feldhygiene verbessern kann? Früher wurden diese Flächen für die Ernährung der Tiere in der Landwirtschaft gemäht. Die Biomasse war damit dieser Fläche entzogen und dadurch konnten sich blütenreiche Flächen entwickeln, die wiederum für die Artenvielfalt sorgten. Diesen Arbeitsaufwand könnten die wenigen Landwirte die noch übrig sind gar nicht mehr lei- sten. Heute bleibt die Biomasse liegen, düngt zusätzlich zum N-Eintrag durch die Luft den Boden

Herr Hans Seitz | 04.03.2017


-Kleegras statt Mais anbauen, überhaupt vielfältige Fruchtfolgen; -Hecken planzen;

-Wegränder nicht bis zur Fahrspur wegpflügen oder -spritzen, sondern grünlassen;

-Feuchtbiotope anlegen;

-Waldbeweidung zulassen;

-Ökolandbau als Ausgleichsmaßnahme anerkennen;

-"Solidarische Landwirtschaft";

-Ökologische Steuerreform: Konventionelle Produkte mit normalem Mehrwertsteuersatz belasten;

-Lob und Anerkennung für ökologische, Naturraum schaffende Maßnahmen geben;

-Umweltbildung: Hauswirtschafts- und Gartenbauunterricht + Landbaupraktika an allgemeinbildenden Schulen, überhaupt die Liebe zur Natur und Kreatur bei den Kindern anlegen

Herr Hinrich Jacob | 04.03.2017


der Flächenfrass muss aufhören. in Datteln wird der newparc gebaut ca 500ha und im Rhrgebiet ligen alte schon versiegelte flächen brach.wir müssen erst die flächen im ruhrgebiet wieder nutzbar machen bevor wir neue flächen verschwenden. Vielleicht muss dann im Ballungsgebieten auch mal über die umverteilung von Gewerbesteuer gesprochen werden, weil nur das ist der antrieb für Projekte wie den new park datteln

Herr Stefan Wietkamp | 04.03.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, niederschwellig in dem konsequent die guten gesetzlichen Instrumente zum Schutz von Gewässerrand-, Ackerrandstreifen, Hecken, etc. umgesetzt, die Beweisumkehr eingeführt (was auf der eigenen Scholle passiert, verantwortet grundsätzlich der Bewirtschaftende und ebenso auf einem Streifen von x-Metern breite direkt neben seiner Scholle)und die Bußgelder empfindlich werden. Gewässerrandsteifen, Ackerrandstreifen, Hecken, etc. sind in der Realität Ackererweiterungsfläche. Prävention und Verfolgung sollte mit Mitteln des 21. Jahrhunderts erfolgen(regelmäßige Befliegungen, Dokumentation der Pflugwut über Luftbilder, "Reifenfesseln" an Fahrzeugen von Mehrfach- und Intensivtätern. Hochschwellig: der Ausstieg aus der sog. konventionellen Produktion

Frau Mues-Schroeder | 04.03.2017


Wichtig erscheinen mir zwei Dinge:

  1. Reduktion des Pestizideinsatzes warum? Erstens scheinen reichern sich verschiedenste Substanzen auch nachweislich im menschlichen Gewebe an (Vorsorge), zweitens bestehen direkte Wirkungen zwischen Pstizid, Fungizid und Biozid-Einsatz und Rückgang der Artenvielflat und schließlich drittens würde die Landwirtschaft wieder gezwungen, die Fruchtfolge und damit die gute Fachliche Praxis einzuhalten, so wie des die biologsich wirtschaftenden Betriebe tun, die ja zeigen,dass es ohne PSM geht. was ist zu tun? Setzen Sie sichd afür ein, Frau Ministerin, dass der in den Bundestag eingebrachte Antrag: Pestizide reduzieren – Mensch und Umwelt schützen (Drucksache 18/7240) vom 13.01.2016 umgesetzt wird.
  2. Der Kenntnisstand zum Artenrückgang ist viel zu gering, das Tempo zu hoch. Kurz: Wir wissen nicht was wir verlieren; wir wissen weder wo, noch wie schnell. Warum? Weil es kein geeignetes Monitoring gibt. Setzen Sie ein großes Artenmessnetz auf.

Herr Prof. Dr. Tillmann Buttschardt | 03.03.2017


Noch nie gab es in Deutschland soviel Wald wie heute. Der Anteil der unter Schutz gestellten Flächen ist wesentlich größer als vielfach angenommen (etwa 20 - 25 %), nur weil da keine Schilder stehen. Schade, dass die Leistung unserer Gesellschaft so schlecht dargestellte wird. Wir haben mehr Feldgehölze, machen Greening! Nützt das alles nichts?? Wie steht es um den Klimaschutz. Hier lernt man nichts. Der Verzicht auf die Holznutzung zum Beispiel in Nationalparks ist klimaschädlich! Dazu gibt es Gutachten!! Ähnliches gilt für den Ökolandbau, wenn er nicht von den Besten betrieben wird.

Herr Dr. agr. Hans Coenen | 03.03.2017


Es ist nachzuweisen, daß es tatsächlich bis zum März 2020 braucht, um den Einsatz von Regiosaatgut (RSG) umfassend im Sinne des §40 Abs.4 BNatSchG durchzusetzen und nicht nur eine vorzugsweise Verwendung von Regiosaatgut zu empfehlen.

Die Übergangsregelung wurde geschaffen, um die Nachfrage nach RSG zu fördern und den Produzenten hinreichend Zeit zu geben, entsprechende Angebote zu entwickeln (vgl. Beschluss Bt-PetA v. 15.12.2016 zu Pet-2-18-18-277-027640).

Angesichts dessen, daß sich auch der Genpool nicht als RSG anzusehenden Saatgutes progressiv vermehren kann, ist jeder frühere Einsatz von RSG artenvielfaltsfördend.

Daher ist festzustellen, wie weit die Produzenten (wozu im Grunde zuerst auch Eigentümer von Einsaatflächen gehören!) mit ihrer Produktions- oder Bereitstellungsstrategie sind. Diese Feststellung dient auch der Vermeidung eines "BER-Effektes", nämlich, daß sich dann 2020 erwiese, daß die Produktion/(...) noch nicht die gebotenen Nachfragen erfüllen könnte.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 03.03.2017


Das s.g. Greening könnte ein Ansatz sein, sowohl die Biodiversität zu verbessern, als auch das Einkommen der Bauern zu erhöhen. Zielstellung muß sein, die Eiweißversorgung in Europa von Importen aus der ganzen Welt zu entkoppeln. Dann bräuchten dort keine Urwälder für den Sojaanbau zu sterben, Europa würde kein gentechnikverändertes Soja importieren, sondern wahrscheinlich, beginnend in Südeuropa, nach europäischen Normen, selber anbauen. (Vielleicht ist hier der Protektionismus Trumps eine Chance.) In der Folge wird der dortige Weizenanbau reduziert, nach Norden verlagert, wo in der Fruchtfolge, beginnend bei der Züchtung, geförderte Leguminosen für einen bunteren Anbau und geringeren Stickstoffeinsatz sorgen.

Herr Jens Winter | 03.03.2017


Erfolgreich ist kooperativer Naturschutz: Bei der Evaluierung der Umsetzung der bayerischen Agrarumweltprogramme im Rahmen der EU-Agrarpolitik 2007 bis 2013 stellte die staatlich beauftragte Forschungsgruppe Agrar- u. Regionalentwicklung Triesdorf unter anderem folgende Ergebnisse fest, dass 784.131 Hektar zur Biodiversität beitragen und 60 Prozent der 14 relevanten Ma߬nahmen sogar hohen naturschutzfachlichen Wert haben.
Die Politik muss den anhaltenden, übermäßigen Flächenentzug für die Landbewirt-schaftung stoppen. Der bayerischen Landwirtschaft sind in den letzten 40 Jahren mehr als 5.000 Quadratkilometer Acker- und Grünland durch die gesamtgesellschaftlichen Infrastruktur- und Siedlungsprojekte verloren gegangen, was dem heutigen Umfang an Acker- und Grünland des gesamten Regierungsbezirks Schwaben entspricht. Mit diesen über 500.000 Hektar sind auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren gegangen.

Herr Matthias Borst | 03.03.2017


Anerkennung der Maxime des Umweltschutzes durch Bewirtschaftung. Landwirte leisten einen großen und unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt und Pflege der Kulturlandschaft. Dies muss gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung erfahren.

Herr Hehn | 03.03.2017


Den Lebensraum für den einzelnen Menschen nicht mehr ausdehnen. In Häusern wo früher 10 Menschen wohnen , leben heute nur noch zwei, dadurch werden immer mehr Siedlungsgebiet benötigt und die Natur verdrängt. Man benötigt dadurch auch immer mehr Infrastruktur und zerstört Lebensraum. Der Flächenverbrauch muss gestoppt werden.

Herr Köninger | 03.03.2017


Der Einsatz von Dünger in der Landwirtschaft muss gesetzlich strenger geregelt und vor allem auch besser kontrolliert werden. Pestizide sollten erst dann zugelassen werden, wenn sie sowohl auf ihre langfristigen Auswirkungen auf Bestäuber untersucht als auch die Wechselwirkungen mit anderen, bereits am Markt befindlichen Mitteln getestet wurde. Stecken Sie mehr Geld in das Monitoring von Insekten und anderen Arten der Feldflur, damit auch langfristige Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft bei Ihren Entscheidungen berücksichtigt werden können.
Treten Sie Bundesländern wie NRW auf die Füße, dass ihre Kommunen verpflichtet werden, Ersatzlebensräume zu schaffen und zu erhalten (z.B. blühende Wegränder, die es in Bayern an vielen Straßen gibt, in NRW aber kaum noch).
Mehr Umweltbildung an den Landwirt: Bei einer Diskussionsveranstaltung mit Landwirten auf Kreisebene wurde mehrfach die Frage nach dem Sinn der Insektenvielfalt gestellt.

Frau Sixta Görtz | 03.03.2017


Wie zahlreiche Projekte und freiwillige Initiativen zeigen, sind Landwirte, Gärtner und Winzer sehr gerne bereit, sich zur Förderung der Artenvielfalt einzusetzen und mit entsprechenden Zusatzaufwand die Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung zu erhöhen, Ressourcen zu schonen, Lebensräume zu erhalten oder zu schaffen und die Bewirtschaftung anzupassen, um Artenschutz zu gewährleisten. Sehr interessiert sind sie in produktionsintegrierten Maßnahmen, die flächenschonenden Ausgleich für Eingriffe anderer Verursacher bieten. Bei zunehmendem Flächenschwund ist das sehr wichtig für die Landwirtschaft und hilft beiden - Natur und Landwirtschaft. Jedoch ist es absolut notwendig, den Aufwand, der durch entsprechende Maßnahmen zu Gunsten der Artenvielfalt für den Bewirtschafter entsteht, monetär zu entschädigen, denn letztlich zählt die Wirtschaftlichkeit. Artenschutz darf nicht zur Existenzbedrohung werden.

Frau Anneliese Buchsbaum | 03.03.2017


Dies erfordert v.a. auch einen Mentalitätswandel des Staates, denn aktuell wird der Schutz von Artenvielfalt und Umwelt allgemein in der Weise betrieben, indem einigen Wenigen (häufig Landwirte, Grundstückseigentümer allgemein) aufgebürdet wird, die Kosten für den Schutz der Artenvielfalt und Umwelt zu tragen. Eine adäquate Entschädigung gibt es i.d.R nicht und es gibt auch keinen automatischen, gesetzlichen Anspruch darauf. Der Grundsatz sollte gelten, wenn die Gesellschaft mehr Artenvielfalt fordert, sollte auch der Staat seine Ressourcen anzapfen und für vernünftige Ausgleichsregelungen sorgen. Derzeit herscht jedoch ein riesiges Missverhältniss, was die Akzeptanz von Umweltmaßnahmen stark beeinträchtigt!

Herr Dipl.Ing. Niels Wrogemann | 03.03.2017


Diese Frage sollte eigentlich überflüssig sein! Denn Bund und Länder beschäftigen seit Jahren Heerscharen von Spezialisten die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Herr Christoph Zeitz | 03.03.2017


Brauern brauchen eine direkte Förderung, sie bewirtschaften die Flächen nach immer strengeren Vorgaben, um Natur und Umweltschutz und somit auch die Artenvielfalt zu gewährleisten. Die Bauern sind auch bereit dazu.
Weitere Einschränkungen sind mit Maß und Ziel und ggf auch mit einem finanziellen Ausgleich vorzunehmen. Was nutzt es uns, wenn wir unkotrollierte Lebensmittel aus dem Ausland importieren müssen!weil unsere Bauern nicht mehr marktfähig sind. Noch mehr Artenvielfalt wird in Bayern mit KULAP, VNP Randstreifenprogramme und dgl. mit finanziellen Anreizen erzielt.
Aber eigentlich ist das ein Thema des Landwirtschaftsministeriums, welches nicht nur Umwelt sondern auch die betroffenen Landwirte im Blickfeld hat.

Herr Johann Weininger | 02.03.2017


Der hohe Flächenverbrauch für Siedlungs und Gewerbeflächen und die Zerstückelung der Landschaft durch immer neue Straßen und der Freizeitdruck durch immer mehr Menschen ist der Hauptgrund für den Rückgang der Artenvielfalt. Um die Artenvielfalt auf den Feldern zu erhalten ist eine gute Fruchtfolge nötig. Je größer und spezialisierter die Betriebe sind desto schwieriger wird es.

Herr Lorenz Kranz | 02.03.2017


Das geforderte Saatgut z. B. für die Zwischenfrucht - Bienenweide, Blumenwiese, die wir anbauen sollen, bzw. müssen, sollte frei sein. Das heißt: es sollte für die Bauern einfach mal nichts kosten.
Jeder Bürger in unserem Land profitiert von unseren fleißigen Bienen und anderen Insekten.
Jeder Bürger erfreut sich an blühenden Wiesen.
Jeder will gepflegte Grünflächen sehen, aber bezahlen soll es immer der Landwirt.
Zumindest ein überwiegender Teil des Saatgutes sollte bezuschußt werden.
So macht Landwirtschaft und Flächenpflege auch Spass und man sorgt für die Vielfalt ohne großen Aufwand.
Was wäre das bisschen Geld - im Vergleich - was Deutschland in andere Projekte steckt??
Der Erhalt unserer schönen Heimat sollte der Regierung schon auch mal etwas wert sein!

Frau Schauer | 02.03.2017


Weltweit sterben Bienen. Auch wenn die Ursachen vielfältig sein mögen und nicht abschließend geklärt sind:
Klar ist, dass die Monokulturen in der industriellen Landwirtschaft die Artenvielfalt einschränken und dass dies mehr und mehr zu einer eindimensionalen Ernährung der Bienen führt. Begleitet wird die intensive Landwirtschaft vom Einatz einer Vielzahl von Pflanzen"schutz"mitteln die gleichzeitig Gift für die Bienen sind.
Der Imker hat nahezu keine Möglichkeit den Nachweis zu führen, welche konkrete Ursache zum Tod eines Bienenvolkes geführt hat. Dennoch müssen die Imker Jahr für Jahr mit den Ausfällen von Bienenvölkern zurecht kommen und diese kompensieren.
Wenn man nun noch bedenkt, dass die Bestäubungsleistung der Bienen allein in Deutschland jährlich rund 2 Mrd. Euro beträgt, die die Imker mit ihren Bienen quasi gratis leisten, ist es nicht mehr als recht und billig, wenn den Imkern pro Volk eine Bestäubungsprämie zuerkannt wird. Diese Förderung kommt der Artenvielfalt zugute.

Herr Friedrich | 02.03.2017


Im gezielten Dialog mit der Landwirtschaft und den Umweltverbänden sind sicherlich an vielen Stellen viele positive Aspekte umzusetzen. Dies setzt aber voraus, dass auch von Seiten der Umweltverbände eine Kenntnisnahme der schon sehr guten Pflege und Erhalt durch die Landwirtschaft (z.B. angepasste Pflege von Hecken und Feldrändern).

Herr Dr. Cord Buhre | 02.03.2017


Der riesige Flächenentzug aus der Landwirtschaft durch Infrastrukturmaßnahmen, Bau- und Gewerbegebiete muss gestoppt bzw. auf ein verträgliches Maßzurückgefahren werden, denn hier werden wertvolle Lebensräume für Pflanzen zerstört. Vor allem auch der Fläcghenentzug für Ausgleichsmaßnahmen muss drastisch zurückgefahren werden. Es bringt nichts wenn immer neue Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen geschaffen werden und die bereits in einer Vielzahlvorhanden Ausgleichs- und Biotopflächen nicht gepflegt werden. Denn dann nimmt die Artenvielfalt ab, wenn alles verwildert! Es muss der Grundsatz gelten "Schützen durch Nützen!", dabei muss es auch möglich sein das Betriebe selbst über die Art der Bewirtschaftung entscheiden können und nicht alles unter Schutzgestellt wird. Ansonsten wird es unsere vielfältige und Artenreiche Kulturlandschaft nicht mehr geben, da niemand mehr da ist der sie pflegt.

Herr Daniel Spaderna | 02.03.2017


Wir brauchen endlich eine Kampagne, dass Stassenränder nicht einfach gemulcht werden sondern erst dann gemäht werden, wenn die meisten Arten zum Blühen kammen und damit Lebensraum und Vielfalt erhalten. Evt. sollten die Kommunen Handlungsverpflichtungen bekommen,die Biodiversität zu fördern.
Gute Vorschläge für Kommunen gibt es z.B. beim Netzwerk blühende Landschaft: www.bluehende-landschaft.de
Landwirte sollten ebenfalls nicht bis zum Strassenrand pflügen sondern Raum lassen.
Wir brauchen Ökologische Vorrangflächen, wo nicht gepritzt wird, und Blüh- und Brachflächen, Hecken blühende Wiesen, die später gemäht werden, wofür die Landwirte auch Ausgleichszahlungen bekommen sollen.Mischkulturanbau mit Leindotter in intensiven Agrarregionen bringt auf der Fläche ein größeres Pollen- und Nektarangebot. Ökolandbau bietet mehr Artenvielfalt auf der Fläche, der muss noch viel besser gefördert werden und in der landwirtschaftlichen Ausbildung verankert.

Marion Ruppaner | 02.03.2017


Die Erhaltung der Artenvielfalt ist eine Gesellschaftliche Aufgabe und nicht alleine der Landwirtschaft. Die Gesellschaft kümmert sich nicht um Landwirschaft warum soll die Landwirtschaft dies alleine tun? Natürlich bewirtschaften wir die Felder und die Flur, aber Verbraucher nutzen diese auch selbsverstänlich auch als Naherholungsgebiet unter den schwarze Schafe sind die sich nicht an Recht und Ordnung halten und somit auch Artenvielfalt in Gefahr bringen. Es ist jedoch so dass wir mit ökologischer Landwirtschaft das auch nicht schaffen. Wir brauchen die konventionelle Landwirtschaft mehr den je. Auch hier wirschaften wir doch nachhaltig, sonst wären wir in diesem Bereich nicht Spitzenreiter! Wenn die Landwirtschaft höher monetäre Erträge aus der Produktion erhlten würde wäre eine weitere Fruchtfolge das kleinste Thema. Hier könnte unterstütz werden wenn man Tierhaltungsbetriebe mit reinen Ackerbaubetrieben unterstützen würden mit anreizen zum Flächentausch oder Kooperation fördert

Herr Thomas Schmoll | 01.03.2017


indem wir die Landwirtschaft fördern damit die Hofnachfolger eine gute Zukunftsperspektive haben und den Hof weiterführen wollen und eine landwirtschaftliche Ausbildung anstreben in der gute Sachkenntnisse erlernt werden und so der Boden von Fachmännern und Frauen bewirtschaftet wird. Keine verschwendung von Boden mehr damit der druck auf die fläche nicht immer größer wird.

Frau Eva Bail | 01.03.2017


Keine weitere Förderung des Strukturwandels (Betriebsvergrößerung)und keine weitere Förderung für Biogasanlagen.

Durch die einheitliche Flächenbewirtschaftung der großen Betriebe geht die Artenvielfalt verloren. Bei vielen kleinen Betrieben werden alle Flächen unterschiedlich bewirtschaftet (mit bzw. ohne Weidegang, Heu oder Silo, unterschiedliche Düngung, unterschiedlich intensive Nutzung...) Umso mehr Landwirte wir haben umso höher ist die Artenvielfalt. Das Höfesterben ist nicht umkehrbar. Die Förderungspolitik geht jedoch Richtung Großbetriebe (Begründung Weltmarkt...).

Herr Christoph Weidner | 01.03.2017


Die vorhandene Artenvielfalt wurde durch eine nachhaltige Landbewirtschaftung geschaffen und diese weiterhin erhalten. Der zunehmende Flächenverbrauch ist für die Artenvielfalt nicht sinnvoll und muss aus diesem Grund dringend reduziert werden!

Herr Markus Bauer | 01.03.2017


- anteilig zur landwirtschaftlich genutzten Fläche, zwischen den bewirtschafteten Flächen, 20% Grünstreifen und Rückzugsflächen für Flora und Fauna schaffen/erhalten

- Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Düngeemitteln reduzieren

Herr Denis Halank | 01.03.2017


- Die Politik muss den anhaltenden, übermäßigen Flächenentzug für die Landbewirtschaftung stoppen. Der bayerischen Landwirtschaft sind in den letzten 40 Jahren mehr als 5000 Quadratkilometer Acker- und Grünland durch die gesamtgesellschaftlichen Infrastruktur- und Siedlungsprojekte verloren gegangen, was dem heutigen Umfang an Acker- und Grünland des gesamten Regierungsbezirks Schwaben entspricht.

- Mit diesen über 500.000 Hektar sind auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren gegangen. Und damit wird enorm zur Verknappung landwirtschaftlicher Flächen beigetragen.

- Bei der Evaluierung der Umsetzung der bayerischen Agrarumweltprogramme im Rahmen der EU-Agrarpolitik 2007 bis 2013 stellte die staatlich beauftragte Forschungsgruppe Agrar- u. Regionalentwicklung Triesdorf unter anderem folgende Ergebnisse fest, dass 784.131 Hektar zur Biodiversität beitragen und 60 Prozent der 14 relevanten Maßnahmen sogar hohen naturschutzfachlichen Wert haben.

Herr Stefan Kramer | 01.03.2017


Durch gezieltere Bejagung erhält man einen für den Bürger angenehmeren Wildbestand. Insbesondere Invasive Tierarten müssen bejagt werden. Hier sind zu nennen Krähen, Elstern, Marderhund,Waschbär aber auch der Wolf macht eine von den Bürgern gewünschte Weidehaltung von Tieren nahezu unmöglich. Die Landwirte haben bereits einen großen Beitrag zur Anbaudiversifizierung geleistet. Wir befinden uns in einer Kulturlandschaft die in Ihrer Schönheit weltweit ihresgleichen sucht. Jeden Tag wird wird nach wie vor über 100 ha Landwirtschaftliche Fläche zerstört. Lebensräume werden durch Straßen und andere Bauten zerstört. Z.B. Die Tennet Erdverkabelung zerstört viele Landwirtschaftliche Flächen. Der größte Lebensraum ist der Boden selbst. Nur wenn der Boden weiterhin nachhaltig bewirtschaftet wird ,wie es die Landwirtschaft von je her getan hat ,hat die Menschheit überhaupt eine Zukunftschance.

Herr Helmut Rhode | 01.03.2017


Biolandbau fördern! Umstellungshilfen für Landwirte überprüfen. Bekommen sie das, was sie brauchen? Vernetzung von Brachflächen fördern. Menschen mit ihrer Region und ihren Landwirten wieder mehr verbinden

Frau Dohm | 01.03.2017


durch den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft durch Verbot von Pestiziden und der Subventionierung von Massentierhaltung / Großbetrieben

Frau Ruth Wohlfahrt | 01.03.2017


o Wirkung des Greenings evaluieren
o Produktionsintegrierter Naturschutz anstatt Produktionsaufgabe

Herr Andreas Müller | 01.03.2017


Durch Förderung einer flächendeckenden Landwirtschaft aus der ersten Säule, kombiniert mit freiwilligen Umweltprogrammen aus der zweiten Säule Kulap,VNP

Herr Kraus | 01.03.2017


Dies kann nur mit einer Naturnahen und möglichst kleinstrukturierten Landwirtschaft erreicht werden.

Herr Jürgen Speer | 01.03.2017


Fünfgliedrige und mehrjährige Fruchtfolgen fördern gekoppelt mit Staffelung der Prämien an die Betriebsgrösse, je kleiner um so mehr.Grün in Grüs säen mit aufnehmen,dazu Förderung von noch mehr Zwischenfruchtaussaat.

Herr Eckermann | 01.03.2017


Mit der Flurbereinigung sind die kleinen Felder mit Heckenstreifen und Feldwegen verloren gegangen. Große Felder, die schon bei geringer Hangneigung erosionsgefährdet sind, sind entstanden. Auerhühner, Rebhühner, Bikhühner und viele andere Tiere wurden nahezu ausgerottet oder in die für diese Tiere lebensfeindliche Bergregionen vertrieben. Ich finde es ganz wichtig, dass zwischen den Feldern wieder mehr Hecken und Bäume gepflanzt werden. Sie bietern einen wichtigen Lebensraum für Vögel, Insekten und Tiere. Sie bieter Schutz vor Erosion durch Regen und Wind. An Straßenrämdern machen sie Schneezäune überflüssig. Sie bieten Windschutz für Wanderer und sie sehen einfach schön aus. Eine kahle Landschaft ohne Hecken ist langweilig. Sie soll auch junge Menschen in die Natur locken, doch wo keine Natur mehr ist, sondern nur noch große, langweilige Agraflächen, die man nicht betreten darf, lockt niemanden vom Smartphone weg. Mit einem Programm zum Anpflanzen von Hecken würde alle gewinnen!

Frau Eva Krötz | 01.03.2017


Der Umbau in der Landwirtschaft von Misthaufen und Odel zu einer gemischten Gülle auch dann auf Wiesen ausgebracht zum Einen und dann das "Sauerkraut der Kühe" die sogenannte Grassilage mit besonders frühen Mähzeiten im Frühjahr auf fast allen Grün-Flächen Andererseits sind ohne ein Prophet zu sein die größten Fehler in der Landwirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte. Aufgrund des techn. Fortschrittes wäre es durch gezielte Fördermaßnahmen ein leichtes dies zu korregieren (ein Mehraufwand ist allerdings nicht zu bestreiten, wenn Festmist verarbeitet und ausgebracht werden muss). Die Milch aus Silagefreien Betrieben müssten allerdings eine Anschubfinanzierung zusammen mit den Molkereien bekommen. Der Milchberg würde wegfallen, wenn die Förderung der nicht umstellungsbereiten Betriebe deutlich gekürzt würde. Eine Nachhaltigkeit der bewirtschafteten Fläche bei mehr als 50 Milchkühen pro Landwirt sehe ich momentan nicht und würde die kleineren Betriebe mehr fördern.

Herr Rudolf Schilling | 28.02.2017


Die Leistungen, die die Landwirte zur Erhaltung der Biodiversität erbringen, müssen entsprechend bezahlt werden. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit,das Artenvielfalt automatisch erhalten wird

Herr Gebhard Aierstock | 28.02.2017


Sofortiges Verbot aller Neonicotinoide. Steuern auf Pestizide und Mineraldünger. Unabhängige !! Umweltverträglichkeitsprüfungen für Pflanzenschutzmittel, spritzmittelfreie Ackerrandstreifen/Blühstreifen, Förderung 1 -3 schüriger Mähwiesen, Wegränder mähen statt mulchen, Umbruchsverbot für Dauergrünland.

Frau Silke Geukes | 28.02.2017


Förderung einer kleinteiligen, vielfältigen und bäuerlichen Landwirtschaft, die honiert wird, wenn z.B. die Bodenfruchtbarkeit gefördert wird, möglichst wenig Pestizide eingesetzt werden, extensive Weidehaltung betrieben wird, artenreiches Grünland erhalten und Hecken und Raine gepflegt werden, keine übermäßigen Düngemittelmengen/Biogasgärreste zum Einsatz kommen, die Futtermittelerzeugung v.a. im eigenen Hof erfolgt u.ä.

In Natura2000-Gebiete sollten deutlich mehr Fördergelder investiert werden.

Frau Friedlein | 28.02.2017


"Wir" erhalten gar nichts. Nur die, die in Feld u. Flur aktiv sind, nehmen dort Einfluss. Dabei sind sie einem Zielkonflikt zwischen Nahrungserzeugung und größtmöglicher Biodiversität ausgesetzt. Beides geht nicht zu 100%. Nachhaltigkeit heißt hier, die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales gleichwertig auszutarieren. Von Artenvielfalt alleine werden "wir" nicht satt.

Herr Eberhard von Ilten-Ausmeyer | 28.02.2017


Seit ca. 1980 gibt es die Ausgleichsflächen hier werden meistens Ackerflächen als Ersatzflächen ausgewiesen und Begrünt mit Bäumen bepflanzt usw. Man nehme die ICE Strecke Köln Frankfurt im Teilbereich der Stadt Köln. Flächenbedarf für die Bahntrasse 170.000 Qm Flächenbedarf insgesamt das 10 Fache nämlich 1700.000 Quadratmeter (1 Qm = 1 mal 1 Meter). Diese Ausgleichsfläche ist im Stadtgebiet von Köln Anfang 2000 fertig gestellt worden.
Was ist mit der Artenvielfalt auf den vielen Flächen die seit ca. 80er Jahren aus der Landwirtschaftlichen Produktion genommen wurden? Wenn alle Arten Heute kurz vor dem Aussterben stehen dann nehmen wir besser wieder alle aus der Produktion genommenen Ausgleichsflächen wieder in Kultur wie früher! da gab es ja viel mehr Arten!!!! Oder gibt es womöglich auch andere Probleme

Herr Hermann-Josef Broicher | 28.02.2017


Die Extensivierung von Acker und Grünland führt, wie die Bezeichnung es schon sagt, zur Extensivierung der lokaltypischen Flora und Fauna. Die derzeitigen Agrar- Umweltprogramme greifen nicht. Die derzeitigen agrarpolitischen Zielstellungen zur Verminderung des Artensterbens verstärken diesen Trend eher. Gezielt auf die Bundesebene mit deren Umsetzung auf Landesebene. Gezielte Förderung und Öffentlichkeitsarbeit zur Tierhaltung und somit die Förderung der organischen Düngung - in Abhängigkeit der Gebietskulisse. Mindest- GV- Besatz mit jährlicher „Kopfprämie“ zur Reaktivierung der Grünland- Weidehaltung. Bei langjähriger Extensivierung, z.B. Magerweiden- ohne Futternährwert, muss ein Flächensanierungskonzept erstellt werden (Blattdüngung und Schlitzsaat zur Bestandsrekultivierung). Nur so werden die Weideblüten, dann die Insekten und dann die Vögel zurückkommen.

Herr M.Sc. Ulrich Benedix | 28.02.2017


Ein Problem der Artenvielfalt ist die Trennung von den einzelnen Fachbereichen im Naturschutz. Wir fordern zwar die Landwirtschaft zum Handeln auf, Städte und Kommunen vernachlässigen dieses Thema und verschärfen dadurch den Druck auf die Landwirte. Das liegt an den Maßnahmen der Naturschutzbehörde und der Ortsämter. Als ein Beispiel soll hier die gültige Baumschutzverordnung in Bremen dienen: Todholzbäume stehen explizit nicht unter Schutz und dürfen ohne weitere Prüfung aus allen öffentlichen Bereichen entfernt werden. Es wird, wenn ein Baum gefällt wird, bis zur Grasnarbe hin alles entfernt. Was zur Folge hat, dass im Land Bremen kaum Todholzbestände in der Fläche vorhanden sind, wodurch die Artenvielfalt dieses Lebensraumes massiv eingeschränkt wird. Das ist ein Ergebnis von bewussten Entscheidungen und kommunalpolitischen Handlungen, die in der Konsequenz am Ende die Landwirtschaft und Bauträger in ihren Handlungen einschränkt, da einzelne Tierarten dieses Biotops in der FFH-Richt

Herr Heiko Fritschen | 28.02.2017


Nach dem Baugesetz liegt die Verantwortung der Bebauungspläne in der Regel bei den Kommunen und Beiräten. Viele der Beiräte führen ihre Tätigkeiten ehrenamtlich aus, dabei greifen sie auf Planungsbüros zurück, deren Arbeit unterschiedlich beurteilt werden kann. An einem Bebauungspan aus Bremen Nr. 1243 (Auslegung bis 13.01.2017) möchte ich das derzeitige bundesweite Problem einmal darstellen. Ein Gebiet von 3,2 ha sind knapp 100 Wohnungen zum Teil mit Fördergeldern aus dem Sozialen Wohnungsbau geplant. Der Bebauungsplan ist ein rechtsverbindliches Dokument, in diesem Fall wird rechtsverbindlich festgelegt, dass alle Grundstücke im Vorgartenbereich, öffentliche Fußwege und Radwege eine Buchenhecke von 1m Höhe pflanzen müssen, und dauerhaft zu erhalten sind. Ziel ist es, optisch ein homogenes Ortsbild zu erhalten. Die Beiräte sind ehrenamtlich tätig und vertrauen natürlich der Firma, die diesen Entwurf erstellt. Trotzdem ist die Frage, ob wir uns im Bereich des Artenschutzes von Geschm

Herr Heiko Fritschen | 28.02.2017


Die Landwirtschaft kann entlastet werden. Artenschutz ist eine Arbeitsleistung und im Kern grundsätzlich leicht durchzuführen. Nehmen wir in Bremen ein knapp 300 ha großes und gut 400 Millionen Euro derzeitiger Investitionssumme durchgeführtes Bauprojekt im Stadtkernbereich, mit etwa 112.000 Quadratmetern Bürofläche und rund 900 Wohnungen:
Geschaffen wurde eine ökologische Wüste, da die Projektplaner kein sinnvolles Konzept für den Naturschutz vorlegen konnten, folgen wir Martin Pampus, Präsident des BDA in Bremen, „Es ist ausgesprochen erfreulich, dass die Jury ein wegweisendes Projekt für die Umgestaltung der alten Hafenreviere in Bremen Überseestadt ausgewählt hat.“
Die nächsten Architekten orientieren sich an der Auszeichnung, ein deutliches Zeichen, dass der BDA das Problem des Naturschutzes nicht wirklich versteht. Bei Großprojekten ist auch ein Habitatansatz möglich. Die Bepflanzung kann im Bebauungsplan/Flächennutzungsplan vorgeschrieben werden. Das ist schon heute rechtlich k

Herr Heiko Frtitschen | 28.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

viele von Ihnen schreiben in dieser Rubrik dazu, dass die Flächen für die Landwirtschaft knapper werden. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Flächenentzug ja nicht vom Naturschutz ausgeht, sondern von den vielfältigsten Bauprojekten im Land. Unsere Rechtslage sieht vor, dass es für die überbauten Flächen eine entsprechende Kompensation geben muss, die der Natur als Ausgleich "zurückgegeben" werden. Das ist auch gut so, denn sonst würden Straßen-, Siedlungs- Industrie- oder auch Wasserbau ohne jeglichen Ausgleich durchgeführt werden können und die Natur wäre immer der Verlierer. Oft legen die örtlichen Behörden für diese Ausgleich Ausgleichsflächen fest. Es gibt aber auch zunehmend produktionsintegrierte Maßnahmen. Je nach Bundesland wird der so genannten Produktionsintegrierten Kompensation (PiK) ein hoher Stellenwert eingeräumt. Nach unseren Erfahrungen wird die Zusammenarbeit mit den Landwirten von den zuständigen Naturschutzbehörden keineswegs abgelehnt. Dabei müssen nur Lösungen gefunden werden, die für beide Seiten tragfähig sind.

Viele Grüße aus dem BMUB


Das BMUB ist nicht zuständig für die Agrarpolitik, Ernährungs-fragen und die Politik für den ländlichen Raum. Der Flächenentzug durch die Gesellschaft muss gestoppt werden. Jeder Ha welcher der Landwirtschaft nicht mehr zur Verfügung steht ist für die Artenvielfalt verloren. Im Naturschutz müssen die Grundsätze wie zum Beispiel „Schützen durch Nützen“, Flexibilität und Dynamik viel umfassender berücksichtigt werden.

Herr Michael Bienlein | 28.02.2017


Die Politik muss den anhaltenden, übermäßigen Flächenentzug für die Landbewirt-schaftung stoppen. Der bayerischen Landwirtschaft sind in den letzten 40 Jahren mehr als 5.000 Quadrat-kilometer Acker- und Grünland durch die gesamtgesellschaftlichen Infra¬struktur- und Siedlungsprojekte verloren gegangen, was dem heutigen Umfang an Acker- und Grünland des gesamten Regierungsbezirks Schwaben entspricht.
Mit diesen über 500.000 Hektar sind auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren gegangen. Und damit wird enorm zur Verknappung landwirtschaftlicher Flächen beigetragen. Bundesweit stellt sich diese Situation völlig vergleichbar dar.
Letztlich sollte auch das Anlegen von Blühflächen mehr gefördert werden und das die fünfjährige Umbruchpflicht von freiwillig angelegtem Grünland abgeschafft werden.

Frau Martina Roth | 28.02.2017


Durch die Grenningauflagen an die Landwirtschaft wurden die Fruchtfolgen erweitert, Zwischenfrüchte angebaut, Randstreifen angelegt, usw. dies hat die Lebensräume für viele Arten wieder erweitert. Mit gezielten Maßnahmen vor Ort und mit den Landwirten gemeinsam können wir alle gemeinsam noch viel mehr erreichen. Mit weiteren allgemeinen hohen Auflagen und einer Hetze gegen die Landwirtschaft, werden immer mehr Landwirtsfamilien zermürbt aufgeben. Wie wollen wir junge Leute motivieren Landwirt zu werden, wenn sie von der Gesellschaft nur beschimpft und beleidigt werden. Eine „Agrarwende“ ist durchaus eine Möglichkeit die Artenvielfalt zu erhalten. Sie muss intensiv durch Forschung und Förderung begleitet werden und darf nicht zu einem massiven Höfesterben führen. Wenn die „Agrarwende“ so begleitet wird, können wir jungen Menschen auf dem Land eine Zukunft bieten und so unsere Familienbetriebe und den ländlichen Raum erhalten.

Herr Marc Timm | 27.02.2017


Mit Einführung des Grünlandumbruchverbotes bzw. in dessen Vorfeld war Folgendes zu beobachten: Viele Landwirte haben noch kurz vor dem endgültigen Verbot auch jede noch so nasse Wiese in Ackerland umgepflügt, da nun mal Ackerland wesentlich mehr wert ist als Dauergrünland. Man hat es hier also wieder einmal gut gemeint - aber schlecht gemacht. Ohne Einführung dieses Verbotes würde es noch viele Wiesen geben...

Herr Höffti | 27.02.2017


Erhalten Sie die Feldraine! Wenn Bauern aus wirtschaftlichen Gründen sich gezwungen sehen bis an den Wegrand hin zu pflügen, stimmt was nicht im Preisgefüge!
Verbieten Sie die Benutzung von Petiziden im Bereich der Trocknung von Getreide. Glyphosat gehört nicht auf fast fertiges Getreide gespriitzt. Lassen Sie jeden !JEDEN! Buchführen über den Einkauf und Verbrauch von Glyphosat! und ähnlichen Giften. Am Besten per internet und immer sofort!

Drehen Sie das Rad des TURBO-Kapitalismus wieder in Richtung Soziale Marktwirtschaft

Herr Wolfgang Otten | 27.02.2017


Durch dei bereits geltenden Greeningauflagen wird die Fruchtfolge in den Betreiben stark erweitert. Dies trägt in großem maß zur Verbesserung der Artenvilefalt bei. Eitere Auflagen führen nur zur Aufgabe von Betrieben,v.a. in strukturschwachen Regionen.

Herr Dieter Heberlein | 27.02.2017


Grünlandbetriebe bzw. Betriebszweige wie Mutterkuhhaltung die Weidegang und Haltung praktizieren und auch nur Grasprodukte insbesondere Heu füttern fördern und ausbauen

Herr Bernhard Jocher | 27.02.2017


1. Es muß besondere Förderung für die Erhaltung artenreicher Einheiten geben (z.B. ein- und zweimal gemähte, ungedüngte Wiesen)
2. Wenigstens 1 m breite ungedüngte Ackerrandstreifen müssen bundesweit verpflichted eingeführt werden.
3. Es muß die Pflanzung von Hecken in vernünftigen Abständen verpflichtend vorgeschrieben werden
4. Es braucht VIEL mehr Kontrolle durch Begehung (also: Personalaufstockung bei den zuständigen Ämtern)!
5. Das Güllen von Wiesen muß sofort verboten werden

Frau Prof. Dr. Sigrid Liede-Schumann | 27.02.2017


Im Naturschutz müssen die Grundsätze wie zum Beispiel „Schützen durch Nützen“, Flexibilität und Dynamik viel umfassender berücksichtigt werden. In Bayern wird dies erfolgreich durch KULAP und VNP umgesetzt.

Herr Metalagring | 27.02.2017


Die Landwirtschaft ist ständig vom Flächenentzug betroffen. Der Entzug für Infrastrukturmaßnahmen ist sicher schmerzlich, aber unverständlich ist der Flächenentzug für Kompensationsmaßnahmen. Derartige Flächen werden meist aus der Produktion genommen, wobei es heutzutage intelligentere Möglichkeiten gibt. Hier sollte ein Umdenken bei Planern und Behörden hinsichtlich produktionsintergrierter Maßnahmen oder der Nutzung von Ökopunkten einsetzen.

Herr Uwe Fischer | 27.02.2017


Indem wir Veränderungen auch zulassen, die natürlicherweise über die Jahre geschehen. Man kann nichts eingefrieren. Wir haben immer Varianzen in unserer Flur. Gezielte Rückzugräume müssen sich auch verändern können und wieder verlegt werden können. Naturschutz darf man nicht einbetonieren in seinen Schutzräumen.

Wiedemann | 27.02.2017


Umstellung auf biologische Landwirtschaft, Verbot von Glyphosat und Neonicotinoiden, drastische Beschränkung des Maisanbaus und nachwachsender Rohstoffe, Massive Begrenzung der Ausbringung von Gülle und Stickstoffdünger, kein Gülleexport in noch unbelastete Gebiete. zwingende Verpflichtung für Ackerrandstreifen und Gewässerrandstreifen, Verpflichtung zur Anlage von Feldhecken, kein Grünlandumbruch,Stopp von Meliorationsmaßnahmen, Tierhaltung gekoppelt an Hoffläche, Förderung einer ökologischen Weidetierhaltung auch von Wanderschäferei.

Herr Manfred Krauß | 26.02.2017


Zur Erhaltung der Artenvielfalt sind Blühstreifen zwingend vorzuschreiben. Diese Blühstreifen müssen durch eine aufklärende Beschilderung flankiert werden.Da viele Bürger diese Blühstreifen als Selbstbedienungsläden sehen. Die Sonnenblumen werden abgeerntet und die anderen Blüher werden niedergetrampelt. Düngung mit Klärschlämmen, Einsatz von Pestiziden und Herbiziden ist bei Strafe zu unterbinden. Es müssen wieder unabhängige Kontrollinstanzen her. Selbstkontrolle der Akteure ist absurd und funktioniert nicht. Nahrung ist durch Energieeinsatz veredelt. Deshalb: keine landwirtschaftliche Nutzung zur Befüllung von Biogasanlagen (ausgenommen anfallende Abfälle und Bewirtschaftungsreste). Keine Erzeugung von so genannten "Biokraftstoffen". Die nötigen Riesenschläge sind Monokulturen die wieder nur mit Chemieeinsatz funktionieren. Förderung kleiner Strukturen (Familienbetriebe). Kampagnen zur Ernährungsumstellung. Wir müssen uns weniger über den "Umweg" Tier ernähren.

Herr Ralf Schulz | 26.02.2017


Ein großes Problem ist, dass die Anerkennung des Artenschutzes in der (Land-)Bevölkerung zu gering ist. Es wird oft gegen die "Ökos" geschimpft, ohne zu bedenken, dass der Großteil dieser lediglich eine lebenswerte Umwelt für uns ALLE unterstützt. Es muss viel in Bildung und in Aufklärung investiert werden. Man muss Kompromisse finden, die sowohl für die Bauern, den Freizeitwert und den Naturschutz vereinbar sind. Man muss den Landwirten die sich gegen Einschränkungen der Düngermenge wehren erklären wieso bspw. Nitrat im Grundwasser so ein großes Problem darstellt. Und um das alles zu erreichen ist es ganz wichtig dem Verbraucher klar zu machen: Du bist zu einem großen Stück mit Schuld. Ändere deine Gewohnheiten, werfe weniger weg, kaufe bewusster ein, unterstütze die Massentierhaltung mir ihrer großen Gülleproduktion nicht, und und und.
Hier muss viel getan werden!

Frau Friederike Stellter | 26.02.2017


Die Artenvielfalt zu erhalten ist bestimmt ein sehr hohes und wichtiges Ziel. Es ist aber bestimmt nicht leicht das zu schaffen. Wie wir wissen hat sich die Artenvielfalt unserer Erde schon seit ihrer Entstehung immer wieder verändert. Es ist schwierig 7 Milliarden Menschen und mehr, mit unbearbeiteten Flächen zu ernähren. Und selbst in Gebieten wo keine Landwirtschaft betrieben wird, ändert sich die Artenvielfalt.

Schmitt | 28.02.2017


Besonders wir kleinen Familienbetriebe wirtschaften noch nachhaltig und schonender für Natur und Umweld als die Agrarfabriken,dazu brauchen wie die Agrarförderung um zu überleben

Durch weite vielfältige Fruchtfolge,nicht zu große Schläge haben auch Wildtiere genügend Lebensraum

Herr Josef Frank | 26.02.2017


Artenvielfalt ist von der Gesellschaft sehr gewünscht und wird nicht nur erwartet sondern oft einfach vorausgesetzt. Die Politik muss mehr mit den Landwirten zusammen arbeite, anstelle sie nur immer zu denunzieren. Konventionelle Landwirte bringen in bestimmten Regionen Deutschlands einen großen Beitrag an Artenvielfalt mit. Der jedoch zu wenig gewürdigt wird. Oft ist es einfach selbstverständlich. Hier können wieder spezielle Programmen sehr unterstützende wirken abgestimmt auf Region und Gebiet.
Vergessen sollte nicht die Artenvielfalt im landwirtschaftlichen Nutztiersektor. Er wird vielfach getragen im Nebenerwerb und in der Hobbyhaltung. Unbürokratische Kleinstförderung in Zusammenarbeit mit Zuchtprogrammen könnte sehr hilfreich und fördernd sein.

Frau Katrin Lutze | 26.02.2017

Liebe Frau Lutze,

es ist natürlich richtig, dass auch die konventionelle Landwirtschaft einiges für die Artenvielfalt tut, z.B. in Mittelgebirgslagen, in denen sie die Offenhaltung der Landschaft sowie den Weiterbestand des für die Artenvielfalt wichtigen Grünlandes sichert. Auch Nebenerwerbsbetriebe und Hobbytierhalter leisten hier Beiträge. Außerdem gibt es überall Länderprogramme zur natur- und umweltgerechten Bewirtschaftung, die über die so genannten Agrarumweltmaßnahmen mit EU-Geldern gefördert werden. Besonders gute Ergebnisse erbringen dabei Vertragsnaturschutzprogramme. Richtig ist auch, dass die Politik mit den Landwirten zusammen arbeiten muss, unter anderem deshalb haben wir dieses Dialogforum eingerichtet. Wir diffamieren niemanden – weder einzelne Bauern noch die Landwirtschaft insgesamt. Aber wir weisen auf bestimmte Fehlentwicklungen und Missstände hin, denen wir Einhalt gebieten müssen – zum Beispiel dem übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder dem Verlust natürlicher Lebensräume im Agrarland. Vor der harten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, die ihren Beruf lieben und verantwortungsvoll ausüben, haben wir jeden Respekt. Denn wir wissen, dass viele Bäuerinnen und Bauern sich längst auf den Weg zu einer Landwirtschaft gemacht haben, die auf Qualität statt Masse setzt, und mit Recht erwarten, für gute Leistungen und Erzeugnisse einen fairen Preis zu bekommen. Ihnen gilt unsere Unterstützung!

Viele Grüße aus dem BMUB | 01.03.2017


Die bäuerliche Landwirtschaft trägt sowieso zur Artenvielfalt in Feld und Flur bei, muss sich aber auch wirtschaftlichen Zwängen unterwerfen. Ein Kommen und Gehen der Arten gab es immer und wird es auch immer geben. Eine gerechtere Globalisierung mit weniger Containerschiffs- und Flugverkehr würde die Artenvielfalt der Welt mehr bewahren und den Klimawandel eindämmen.

Herr Falter | 26.02.2017

Lieber Herr Falter,

Artenverluste gab es zwar immer und wird es auch immer geben, denken Sie an das Aussterben der Dinosaurier. Derzeit hat das Artensterben aber eine bisher nie dagewesene Geschwindigkeit erreicht, die die natürliche Aussterberate bei weitem übersteigt. Deshalb ist der Verlust an biologischer Vielfalt so besorgniserregend. Da kann man das Artensterben - z.B. im Gegensatz zur Reinigung von belastetem Wasser - nicht wieder rückgängig machen. Daher ist es so wichtig, dass wir jetzt energisch umsteuern und insbesondere in der intensiven Landwirtschaft eine Agrarwende herbei führen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 01.03.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, der Artenvielfalt wird durch eine übertriebene Flut von Auflagen ein Bärendienst erwiesen. Nur in Zusammenarbeit mit den Landwirten kann es gelingen, die Artenvielfalt zu erhalten. Durch starre Vorgaben werden die Ziele z. B. zum Schutz bestimmter Arten nicht erreicht. In vielen Fällen resultiert die vorgefundene Artenvielfalt aus der Bewirtschaftung der Fläche durch die Landwirte. In Deutschland wird oft das Vorgefundene "geschützt bzw. konserviert", dabei werden entscheidende Fehler bei der weiteren Pflege gemacht. Sehr häufig ist es den Verantwortlichen dabei nicht bewusst, welche Auswirkungen die von ihnen beauftragten oder vorgeschriebenen Pflegemaßnahmen auf die Artenzusammensetzung im jeweiligen Biotop haben. Auch bezüglich der sehr hohen Kosten ist es dringend erforderlich, die gesamte Diskussion auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen, um weitere Steuergeldvernichtung (für nicht adequate Maßnahmen des Artenschutzes) zu verhindern.

Herr Stefan Thurner | 26.02.2017

Lieber Herr Thurner,

es ist leider richtig, dass manche zu bürokratischen Auflagen den Artenschutz erschweren können. Auf der anderen Seite brauchen wir aber Vorschriften und Auflagen, damit die Artenvielfalt nicht zu stark unter die Räder kommt. In der Landwirtschaft gibt es aber –im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbereichen – für viele dieser Auflagen Ausgleichszahlungen. Für die hohen Ausgaben der EU-Agrarpolitik, die im Wesentlichen aus Steuergeldern stammen, soll daher zukünftig gelten "öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen". Das heißt, dass nur diejenigen Landwirte Gelder bekommen sollen, die auch Leistungen für die Allgemeinheit erbringen. Solche Leistungen sind z. B. der Schutz der Artenvielfalt, des Grund- und Trinkwassers oder des Klimas.

Viele Grüße aus dem BMUB | 01.03.2017


Ich konnte auf meinem Betrieb die Artenvielfalt in den letzten Jahren deutlich steigern. Das geschah durch Erhöhung des Humusgehaltes mit Hilfe des Pflugverzichtes und Zwischenfruchtanbau. Damit einher ging eine erhebliche Steigerung des Bodenlebens. Diese Steigerung von Kleinstlebewesen bis zu Regenwürmern im Boden bildet ein hohes Nahrungsangebot z.B. für Vögel. Deshalb haben die Bestände von Rebhühnern, Feldlerche und Singvögeln wie Gold- und Grauammer deutlich zugenommen. Weitere Arten, die auch zu sehen sind, sind mir leider unbekannt. Da auf meinem Betrieb im Jahr 2016 die DLG Feldtage stattfanden, konnte sich ein breites Publikum davon überzeugen. Überrascht war ich von Biologen und Agrarökologen, die auf der Fläche eine überdurchschnittliche Zahl an Nützlingen, wie Laufkäfern und Wolfsspinnen fanden. Darunter waren auch seltene Arten.

Herr Diplom Agrar Ingenieur(FH) Klaus Merkel | 25.02.2017


Wer, der mit der Landwirtschaft und sostigen zusammenhängen in der Natur nichts zu tun hat, soll auf dies Frage antworten. Allein auf diese Frage kann man einen mehrstündigen Vortrag halten. Hier sind einzelne Schlagworte, die meist gegen die konventionelle Landw. gehen zu kurz gegriffen (importierte fremde Insekten und Tiere, die bei uns keine natürlichen Feinde haben usw.)

Herr Ruth | 25.02.2017


Der Gesetzgeber muss muss sowohl auf EU- als auch auf Bundesebene unverzüglich gegen die Agrarfabriken, die Großbauern und die Argrarlobby vorgehen und die "kleinen" Landwirte (Biobetriebe und Nebenerwerbslandwirte) unterstützen.

Herr Paul Sauer | 25.02.2017


Artenvielfalt läßt sich nur schützen, wenn durch entsprechende Nutzungen verschiedene Lebensräume geschaffen werden. Dazu gehören nicht nur zahlreiche Strukturelemente wie Hecken, Knicks, Tümpel etc.,sondern auch bewußte Fortführung/Wiederaufnahme altertümlicher Bewirtschaftungen (ggf. subventionieren!), um z.B. Heiden oder Trockenrasen zu ermöglichen. Wesentlich dabei ist die Unterbindung der als Düngung getarnte Abfallentsorgung aus Massentierhaltung.

Herr Dr. Heinz Klöser | 25.02.2017


Natürliche Arten müssen mehr geschützt werden. Die Massentierhaltung muss abgeschafft werden. Sie ist Klima-Killer und Umwelt-Killer Nummer 1. Massentierhaltung wo ein Schwein in einem 70 cm Kastenstand vor sich hin vegetieren muss, sind schlimmer jede Hölle, die man sich als Mensch vorstellen kann. 0,35 qm anstatt 0,30 qm Platz werden laut Chr. Schmidt einem Ferkel zugestanden. Schweine sind intelligent, sie spielen wie Hunde und Katzen. Wenn man eine Katze derart einsperren würde, würde man angezeigt werden. Das ist paradox. In der Schweiz ist man da schon viel weiter und Kastenstände sind längst verboten. Außerdem werden pro Kilo Fleisch 10.000 Trinkwasser verbraucht. Wo soll das noch hinführen? Fleisch-/Milchalternativen müssen subventioniert werden. Massentierhaltung und Massenkonsum von Fleisch müssen endlich gestoppt bzw. ausgebremst werden.

Frau Camila Cirlini | 25.02.2017


Artenvielfalt erhält man durch viele kleine Landwirte, welche durch entsprechende Preise und staatliche Fördergelder von ihren Höfen auch noch leben können. Die Fördergelder kann man ja mit entsprechenden Umweltauflagen belegen.

Frau Landwirtin Maria Kainzmaier | 24.02.2017


Bei allen Strategien sollte berücksichtigt werden, dass Landwirtschaft auf vielen Flächen erst die Voraussetzung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt schafft. Der Klimawandel, die Nahrungs-erzeugung und auch der ganze Bereich der Energie sind die zentralen Themen, bei denen die Landwirtschaft nicht nur betroffen ist und auf Veränderungen reagieren muss, sondern mehr zum wichtigen Akteur mit eigenen Gestaltungsmöglichkeiten wird, ohne Beschränkungen zu erfahren.

Herr Michael Schulz | 24.02.2017


Für die Agrarpolitik ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig!Die Artenvielfalt kann man am besten durch vielfältige freiwillige Agrarumweltmaßnahmen ( 2. Säule)sicherstellen. Und durch bessere Erzeugerpreise und weniger staatliche Auflagen( Düngeverordnung!), weil dann die Landwirte aus Ihren Flächen nicht das letzte herausholen müssen.

Herr Helmut Mader | 24.02.2017


Wenn den Landwirten mehr Fläche zur verfügung steht, können diese weniger intensiv arbeiten und gleichzeitig von ihren Erträgen leben. Die Flächen verknappen sich aber immer mehr, wodurch die Landwirte zu weitere Intensivierung gezwungen werden. Hierbei haben die Ausgleichsflächen einen erheblichen anteil. Leider wird jedoch gerade hierbei eine Zusammenarbeit seitens des Naturschutzes ständig abgelehnt. Gerade auf Ebene der UNBs hat man kein Interesse an echten PIK-Maßnahmen, sondern ist nur an Flächenerwerb und dinglicher Sicherung interessiert.

Herr Franz Sedlmeier | 24.02.2017


Keine Patente auf Saatgut erteilen. Genmanipuliertes Saatgut verbieten. Am besten Ökosaatgut oder eigenes Saatgut verwenden. Herbizide und Insektizide mit Glyphosaten oder anderen Schadstoffen verbieten um die Artenvielfalt in Flora und Fauna zu erhalten. Um Böden, Bienen und andere Nützlinge aber auch uns Menschen zu schützen.

Frau Dagmar Butterweck | 24.02.2017


Unterstützung der kleinbäuerlichen Betriebe.

Herr Martin Kupfer | 24.02.2017


Für den Erhalt der Artenvielfalt sind nicht nur Deutschland und die Landwirtschaft zuständig sondern die gesamte Gesellschaft. Daher sind weitere Anstrengungen von allen und europaweit notwendig, um die Vielfalt zu erhalten (Stichworte Energiewende, Verkehr, Zersiedlung der Landschaft.) Mehr Artenvielfalt ist (vielleicht) zu erreichen, wenn es mehr zusätzliches Geld gibt, die Maßnahmen einfach sind und die Landwirtschaft nicht darauf angewiesen wäre, mit der Produktion von zu billigen Nahrungsmitteln Geld zu verdienen und teuren Boden zu bezahlen. Artenvielfalt muss Spass machen und sich lohnen. Dafür ist zusätzliches Geld notwendig, das jedoch der Landwirtschaft nicht an anderer Stelle entzogen werden darf. Dringend erforderlich ist auch ein Abbau der Durchführungs- und Kontrollbürokratie. So ist z.B. nach wie vor die Anlage von Blühstreifen zu kompliziert.
Eine einseitige Fokussierung auf Extensivierung ist nicht hilfreich und eine Abschaffung der Tierhaltung schon garnicht.

Herr Böhm | 24.02.2017


Ich muss Herrn Brehm vom 23.2.17 vollkommen Recht geben. Die Flächenversieglung nimmt auch bei uns in den letzten Jahren extrem zu. Es wird immer landwirtschaftliche Fläche entzogen, das ist ja auch am einfachsten... Aber alte Gewerbegebiete, alte Industrieanlagen verschandeln die Natur. Es kann nicht sein, dass ein Neubau auch noch permanent gefördert wird. Warum kann man nicht die alten versiegelten Flächen wieder aufwerten und die Nutzung bzw. den Rückbau fördern? Dann fallen auch die Probleme mit Hamsterumsiedlung, sowie viele andere Fakten, die Naturschützer vorbringen, weg!

Frau Dipl.-Ing- agr. Susanne Holter | 24.02.2017


Landwirtschaftliche Nutzflächen sind private Betriebsfaktoren. Falls jemand dort umweltschutzmaßnahmen entgegen den Willen des Bewirtschafters durchsetzen will, sollte er vorher fordern, daß in Fabrikgebäuden, Privatwohnungen oder auf Straßen Ökogebiete für Artenschutz etabliert werden. Eisvogel im Schlafzimmer und Froschteich in der Fabrikhalle, denn die waren vorher da.
Ansonsten sollte sich die Anspruchsgesellschaft auf die massenhaft entstandenen Ökoausgleichsgebiete beschränken.

Herr Dipl.-Ing. Stefan Renz | 23.02.2017


Die Artenvielfalt ist durch die industrielle Landwirtschaft aufs Höchste gefährdet. Die Singvogelbestände sind in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen, vor allem durch die Gifte in der Landwirtschaft.
Etliche Vogelarten sind bereits ausgestorben, darunter auch die Haubenlerche. Die Feldlerche und der Feldsperling stehen vor der Ausrottung, Uferschwalben gibt es auch kaum mehr, weil Uferzonen von Gewässern abgebaggert und zubetoniert werden.
Viele der einheimischen Vogelarten kennt man nur noch vom Hörensagen.
Hilfreich wären endgültige Verbote für Glyphosat (krebserregend und teratogen!), Bienenkiller-Pestizide (vor allem Neonikotinoide), Schutz von Hecken und Gehölzen, in denen die Singvögel Unterschlupf und Nahrung finden statt massiver Rodung aller Hecken und ausschließlicher Monokultur mit Kunstdüngern und Giften.
Uferzonen müssen in ihrem natürlichen Zustand erhalten oder renaturiert werden, damit Uferschwalben und Eisvögel wieder leben können.

Herr Dipl.-Chem. Gottfried Karenovics | 23.02.2017


Kleine Betriebe fördern, die ein breites Sortiment anbauen und nicht Großbetriebe mit Monokulturen. Die Anforderungen an die Erzeugnisse von Saatgutbetrieben senken, damit mehr und auch nicht so perfekte Sorten/Arten auf dem Markt bleiben oder wieder kommen.

Frau Marlene Werfl | 23.02.2017


Wir erhalten die Artenvielfalt nicht durch mehr Kontrollmaßnahmen und behördliche Anordnungen oder Verunglimpfungen der Naturnutzer. Die Naturnutzer (Landwirte, Jäfger , Angler und Fischer) sind es die täglich in der Natur sind und ihren Einfluss auf Erhaltung dieser Resouren cssausüben, diejenigen die nur aus der Entfernung zuschauen und ein falsches Bild davon haben, sollten einmal mit in die Natur um zu verstehen wie das alles ineinandergreift. Es ist einfach das nachzuerzählen , was uns angebliche Naturschützer alles erzählen.

Herr Peter Stodian | 23.02.2017


Ich sehe die Landwirtschaft, so wie sie heute funktioniert als tot an. Es wird ein Umdenken stattfinden müssen, wenn wir nicht an der ausufernden Massentierhaltung und deren Fäkalien sterben wollen. Dazu sollte jeder erst einmal vor seiner eigenen Haustür kehren. Masse statt Klasse – so kaufen viele Verbraucher doch heute noch ein. Egal, ob das gequälte Huhn voller Antibiotika dahingesiecht ist. Hauptsache billig. Regenwald für Soja abholzen? Kein Problem, Hauptsache unsere Rinder haben was zu fressen. Kacke und Methanfurze vergiften unsere Böden und die Luft. Klima und hungernde Menschen in Drittländern sind da wohl auch den meisten scheiß egal. Eine kleine Spende von 5 € und schon ist das Gewissen beruhigt. Ich denke man sollte endlich umsteigen auf „Peace Food“. Denn es ist nicht nur für die Umwelt, unsere Mutter Erde sondern auch für unsere Körper und Seelen eine fantastische und schöne Erfahrung, wenn man auf Fleisch und Gift verzichtet. Und sowas wie Monsanto, Bayer und Co. gehö

Frau M. Westphal | 23.02.2017


Als langjähriger Fachmann kann ich nur empfehlen, mindestens 25% der bundesweiten Grünlandfläche nicht zu düngen (auch nicht "biologisch") und mindestens 25 % der bundesweiten Ackerfläche nicht mit Pestiziden zu behandeln. Wenn man unter diesen groben Richtwerten deutlich darunterliegt (wie aktuell gegeben) wird der Verlust der Biodiversität ungebremst weitergehen mit sehr schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung in Deutschland.

Herr Dipl.-Biol. Thomas Sperle | 23.02.2017


in dem es praxistaugliche Programme gibt, in dem der Landwirt, es auch nicht schwer hat, etwas umzusetzen- Schwierigkeit ist häufig das Fehlen an passenden Nutzungscodes... oder Auflagen zur Verpflichtung des Mulchen/Mähens von Flächen...

Frau Wischemann | 23.02.2017


Durch eine starke LAndwirtschaft und die Nutzung der Natur.

Herr Köppel | 23.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren,
hierbei muss meiner Meinung bei der Flächenversiegelung angesetzt werden. Diese ist mit 80 000m² täglich, eindeutig zu hoch. Es gibt genug Industrie- und Privatbrachen die einer neuen Nutzung unterzogen werden können. Es muss nicht bei den Landwirten angesetzt werden. Ich kann mir vorstellen das die meisten Landwirte schon gewillt sind die Artenvielfalt in Feld und Flur aufrecht zu erhalten, dies aber nicht umsetzbar ist da die Flächen die Ihnen zur Verfügung stehen für die Produktion von Lebensmitteln und zur Energiegewinnung und somit zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes und dem Wohl der restlichen Bevölkerung von Deutschland benötigt wird.
Daher ist meine Meinung, das Flächenversiegelung gestoppt und die Umwandlung von Industrie- und Privatbrachen in ihren Ursprung gefördert werden sollte.

Herr Peter Brehm | 23.02.2017


Auf allen bewirtschafteten Flächen sollte eine mehrgliederige Fruchtfolge durchgeführt werden. Die einzelnen Schläge dürfen nicht zu groß sein. Eine Bindung der Tiereinheiten an die Fläche wäre wünschenswert. Pflanzenschutzmittel haben kaum Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Diese Voraussetzungen können durch eine gezielte Förderung erreicht werden. Entsprechende Maßnahmen müssen mindesten EU-weit Wirksam sein, damit für die einheimisch Landwirtschaft keine Nachteile entstehen.

Herr Albrecht Wörner | 22.02.2017


Soll der Verlust der Artenvielfalt gestoppt und gewendet werden, muss die Agrarpolitik der EU und Deutschlands neu ausgerichtet werden: Statt möglichst billiger Massenproduktion muss das Grundziel die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden, ökonomisch und ökologisch nachhaltig produzierten Lebensmitteln sein. Dieses kann erreicht werden, wenn...
> die allgemeinen rechtlichen Vorgaben für die sogenannte „gute fachliche Praxis“ in der Landwirtschaft in einem mehrjährigen Prozess schrittweise und berechenbar auf das Niveau des Ökolandbaus angehoben werden, z.B. über eine entsprechende Verschärfung der Düngeverordnung.
> die bisherige finanzielle Agrarförderung auf diese Entwicklung so ausgerichtet wird, dass vorrangig kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe dabei gut (über-)leben können.
> darüber hinaus gehende Leistungen zur Förderung der Biotop- und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft über ein erfolgsorientiertes Förderprogramm gesondert und hinreichend attraktiv honoriert werden.

Herr Reinhard Degener | 22.02.2017


Mechanische Unkrautbekämpfung, v.a. im Frühjahr, gefährdet den Lebensraum von Niederwild und Bodenbrütern. Außerdem ist der Energiebedarf und CO2-AUSSTOSS verhältnismäßig hoch. Sinn machen würde deshalb, den Einsatz von gut geprüften, ungefährlichen Herbiziden zu unterstützen.

Herr Claus-Dieter Tobaben | 22.02.2017


Die Wende im Verlust der Artenvielfalt in der intensiv genutzten Agrarlandschaft ist nur zu erreichen, wenn die Hauptursachen des geradezu dramatischen Artenschwundes
> hoher Nährstoffeinsatz,
> Pestizideinsatz,
> Beseitigung naturnaher Landschaftselemente,
> Grünlandumbruch
politisch angegangen werden. Die bisherige auf Massenproduktion ausgerichtete Agrarpolitik der EU und Deutschlands hat diese Entwicklung in der Landwirtschaft mit jährlich hunderte Milliarden Steuermitteln herbei „gefördert“, genauso wie das fortschreitende Sterben der kleinen und mittleren Bauernhöfe zugunsten großer Agrarbetriege in den letzten Jahrzehnten.
Längst geht es nicht mehr darum, die Ernährung der eigenen Bevölkerung sicher zu stellen.
„Produktion für den Weltmarkt“ ist die Devise. So ist Deutschland zum größten (subventionierten) Fleischexporteur der Welt aufgestiegen – auf Kosten der Artenvielfalt im eigenen Lande und der Kleinbauern und der Selbstversorgung z.B. in Afrika.

Herr Reinhard Degener | 22.02.2017


Es erscheint erforderlich eine ausreichende Grundsicherung der biologischen Vielfalt durch das Ordnungsrecht sicherzustellen. Das ist derzeit nicht gewährleistet, wie die Entwicklung von Indikatoren zeigen. Relevant sind insbes. PSM-Wirkstoffe und -Anwendung, die Erhaltung von Landschaftsstrukturen und Standorteigenschaften (z.B. Feuchtgrünland, Einzelbäume, Hecken)sowie eine hinreichende Differenzierung der Fruchtfolge (Winterweizen, Zuckerrübe genügt nicht und mehr als 40% Maisanteil in manchen Gemeinden auch nicht). Zur Umsetzung des Ordnungsrechts gehört eine umfassende Kontrolle. Damit dürfen in Zukunft nur unabhängige Institutionen beauftragt werden! Das alles wird aber nicht genügen, daher sollten öffentliche Gelder für zusätzliche Maßnahmen zur Verfügung stehen, die den Teilnehmern eine sehr langfristite Perspektive/Planung ermöglichen. Und in Schutzgebieten müssen Flächen durch die öffentliche Hand aufgekauft werden, um einen günstigen Zustand für Fauna und Flora wiederherzust

Herr Sander | 22.02.2017


In dem wir den Klimawandel stoppen. Hierzu sind alle Bürger gefragt.

Herr Thomas Kersting | 22.02.2017


Betriebe unter 100 ha und angepaßtem Viehbesatz von aller Bürokratie befreien! Diese Familienbetriebe achten aus Eigeninteresse auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge. Und ohne den Regulierungswust ist dann auch der Druck weg, das maximale rausholen zu müssen, um ein hakbwegs akzeptables Einkommen (im vergleich zum Arbeitseinsatz; vgl. Gewerbe) zu erzielen!

Ottinger | 22.02.2017


Liebes BMUB,
vielen Dank für die Antwort vom 21.02.2017
Ich habe sie an die zuständige Fachbehörde beim Landkreis weitergegeben. Eine kürzlich in meinem kleinen ehrenamtlich geführten Betrieb, durch die Landwirtschaftskammer durchgeführte Betriebsprüfung hat mir den Sachverhalt bestätigt, dass auch für die illegal umgepflügten Flächen direkte Zuwendungen an den Nutzer ausgezahlt werden. Die Bewilligungsstelle habe kein Problem damit, hat sie gesagt.
Viele Grüße

Herr Geert Vrielmann | 22.02.2017


1. Verbot der Neonicotinoide weil
: www.scinexx.de/wissen-aktuell-21166-2017-02-16.html

2. Einführung kleinparzelliger Raumstrukturen zur Biodiversivitätssteigerung

3.Flächendeckender Einsatz von Wildtierschützern/ Rangern nebst Strafverfolgung

4. ökobilanzgerechte Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse - ggf. durch staatliche, KOSTENNEUTRALE Massnahmen

Herr Dr. Paul Blonz | 21.02.2017


Zur Erhaltung der Artenvielfalt werden gegenwärtig vor allem Förderinstrumente des Greenings genutzt. Das ist für die Landwirte mit Aufwand verbunden - dennoch hapert es an der entsprechenden Umsetzung durch die Landwirte: immer wieder werden wertvolle Biotope vorsätzlich zerstört (in unserer Region VEC u.a. auch von SchülerInnen angelegte Strauchreihen).Daher braucht es mehr Kontrollen, deutlich höhere Strafen, aber auch Anreizsysteme i.S. besserer Vermarktungsmöglichkeiten bei hohen Greening Ansätzen.

Herr Karl Martin Born | 21.02.2017


Die einzige zukunftsfähige Landwirtschaft sehe ich in den Bioland- und Demeter-Höfen, die durch ihre Arbeit einen für alle – Menschen, Tiere, Pflanzen - bereichernden, lebenswerten LEBENSraum gestalten.
Ein Landwirtschaftsgesetz sollte mindestens die ökologischen Landwirtschaft als Standard definieren, und das Ziel der Bioland- und Demeterhöfe, eingeführt in einem zweiten Schritt in einigen Jahren, formulieren. Ich halte es auch für sinnvoll, Maximalgrößen für Bauernhöfe festzuschreiben.
Wie brauchen dringend ein Tierschutzgesetz, das dann die industrielle Haltung von Tieren (genannt Fleischproduktionsbetriebe!) wie sie zurzeit in Deutschland getrieben wird, unterbindet.
Nur die Politik kann dem von Ihnen beschriebenen Problem Einhalt gebieten!
Für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft sollen die Agrar-Fördergelder bereitgestellt werden.

Frau Dipl.-Ing. Sarah Brückner | 21.02.2017


Drei Faktoren sollten betrachtet werden:
1) massive Reduktion von Pestiziden und Herbiziden in der Landwirtschaft - dies hat unmittelbaren Einfluss auf die Artenvielfalt. Glyphosate sei als Beispiel genannt: es zerstört innerhalb weniger Jahre die Mikrobiologie der Böden und hinterlässt somit eine nicht mehr natürlich nutzbare Produktionsgrundlage bei gleichzeitiger Ausrottung vielfältiger Tier und Pflanzenarten, da durch die Monokulturen diesen der Lebensraum genommen wird
2) Die Art der Bewirtschaftung: extensiv bewirtschaftete Flächen mit geringem Nitrateintrag weisen eine deutlich höhere Artenvielfalt auf. Almwiese, die mit einer verträglichen Anzahl von Tieren bestoßen werden, weisen eine zigfach höhere Artenvielfalt auf. Dies gilt auch für Ackerbaulandschaften in denen Fruchtwechsel und der Verzicht von Mineraldüngern stattfinden
3) Die Rückbesinnung auf alte, traditionelle Nutzpflanzen (Getreide, Gemüse und Obst) und damit verbundene genetische Vielfalt, z.B. Streuobstwiese

Herr Prof. Dr. Thomas Bausch | 20.02.2017


Oft sind Kleinigkeiten mehr. 2 Meter Grünlandstreifen rund um den Acker erhöht die Insektenvielfalt. Kleine Hecken, die die Landwirte nicht stören erhalten und schaffen. Flexibel sein, bei Vorgaben (nicht stur), das macht nämlich nur sauer. Gewerbegebiete begrünen, Golfrasen in Vorgärten verbieten. Flächen entsiegeln und bei Flurbereinigungen sinnvoll agieren usw. usw. Industriedreck vermeiden, Kerosin besteuern. Kein Schweröl in Schiffen zulassen.

Herr Diplom Ingenieur Rudolf Roessle | 20.02.2017


@ Geert Vrielmann | 18.02.2017

Wegeränder dürfen generell nicht in die landwirtschaftliche Nutzung (intensiv oder sonstwie) genommen werden, denn, wie es der Name schon sagt, es sind Teile eines Weges. Ich wüßte nicht, warum es ein Förderprogramm dafür geben müßte, daß eine Gemeinde oder ein anderer Wegeeigentümer ihr/sein Eigentum vor Beschädigungen schützt und Beschädigungsverursacher zur Wiederherstellung eines Wegerandes zur Kasse bittet. Hinzu kommt, was noch gar nicht angesprochen wurde, die Tatsache, daß beim Wegeränder-Schädigen eine bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeit vorliegt (vgl. §69 Abs.3 Nr.1 BNatSchG, ggf. auch Nr.8 und einige mehr;
https://dejure.org/gesetze/BNatSchG/69.html). Zu Sachbeschädigung siehe auch §823 BGB und §303 StGB.

Herr Dipl. Ing. agr. | 20.02.2017


Einführung einer Versiegelungssteuer (auch von der öffentlichen Hand zu zahlen, z.B. bei Straßenbau), denn wo eine Fläche einmal versiegelt ist, ist gar keine Artenvielfalt mehr möglich. Mit dem Geld könnten dann Artenvielfaltsprojekte (z.B. Randstreifen, Spritzfenster...) gefördert werden!

Herr Dr. Arndt Wüstemeyer | 20.02.2017


Die Politik muss endlich das Überangebot an Nahrungsmitteln in den Supermärkten eindämmen (z.B. durch Strafzahlungen für weggeschmissene Lebensmittel der Supermärkte). Dadurch würde gleichzeitig mehr ökologische Landwirtschaft ermöglicht werden weil anstelle der Quantität neue Freiräume für Qualität geschaffen werden könnten. Es gebe mehr Anbaufläche für ökologisch produzierte Lebensmittel weil weniger Fläche für eine den Bedarf übersteigende Massenproduktion benötigt wird. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, die absolut moralisch verwerflich ist. Niemand braucht dieses Überangebot an Nahrungsmitteln hierzulande. Wenn ich nach Feierabend einkaufen gehe, wäre es doch gar nicht schlimm wenn die Hälfte der Regale leer wäre. Gäbe es im Regal keine Kartoffeln mehr, bereite ich mir halt Nudeln, Reis, Knödel oder CousCous zu. Wo ist das Problem? Durch mehr ökologische Anbauflächen würde natürlich auch die Artenvielfalt gefördert werden.

Herr Henning Scherres | 20.02.2017


Der Einsatz von chemischen Wirkstoffen sollte drastisch reduziert werden. Die Auswirkungen von vielen in der Landwirtschaft eingesetzten Wirkstoffen sind unzureichend bekannt. Das gilt nicht nur für die Auswirkung von niedrigdosierten Wirkstoffkombinationen als Dauergabe für den Menschen über die Nahrung, sondern das gilt im Besonderen auch für die Auswirkungen auf das Ökosystem.

Die Landwirtschaft sollte schnellstmöglich so reformiert werden, dass hochpotente Chemikalien sukzessive ersetzt werden. Zum Beispiel sollte die Robotik in der Landwirtschaft stark gefördert werden. Statt bodenverdichtenden Kolossen und Chemie sollten kleine, vollautomatische Einheiten eingesetzt werden. Gute "Jäteroboter" (siehe "Bonirob") könnten bei entsprechender Förderung schon bald Herbizide ersetzen.

Herr Franz-Gerstein | 20.02.2017


- Struktur in der Fläche fördern (Hecken, Feldgehölze, andere Kleinbiotpe)

- flächendeckende Monokulturen vermeiden (das gravierendste Beispiel ist hier aktuell der Mais. Dabei könnte der Maisanbau für Biogasanlagen drastisch reduziert werden, würden Wildpflanzenmischungen entsprechend gefördert! lebensraum-brache.de )

- alte Beweidungssysteme als Hotspots der Biodiversität weiter beweiden. (Hutewälder, Grinden, Almen)

Franz-Gerstein | 20.02.2017


Noch ein Wort zur Jagd: auch ich ärgere mich darüber, dass viele Jäger ihre Rehe hegen und pflegen, aber z.B. jeden Fuchs, den sie vors Gewehr kriegen, wegballern. Ich als Landwirt muss dann wieder mit Mäusegift lostigern, um der Mäusepopulation Herr zu werden. Noch schlimmer finde ich, wenn ich Sitzstangen für Bussarde an meine Felder stelle, und die Jäger nutzen diese, um die Bussarde verbotenerweise zu Schießen. Bestes Beispiel, wo es doch super funktioniert sind die Staatswälder. Hier unterliegen die Jäger keinen wirtschaftlichen Zwängen, und können echte Hege durchführen. Naturverjüngungen im Wald funktionieren dann plötzlich - und Füchse und Bussarde werden nicht als Konkurrenten gesehen, sondern als Nützlinge...

Herr Höffti | 20.02.2017


Indem wir die Pestizidverwendung stark einschränken. Pestizide dürfen nicht zur Ernteerleichterung oder Arbeisersparnis eingesetzt werden. Die Menge der eingesetzten Pestizide muss reduziert werden durch Mengenbeschränkung, Einsatzartenbeschränkung (s.o.), bessere Kontrollen von Mengen und Wirkungen (Wasserkontrollen). Grünland muss wieder Wiese werden statt sortenarmer Grasacker.

Frau Dr. Petra Ludwig-Sidow | 20.02.2017


Ganz einfach: Abschaffung der Biogas-Förderung. Erst dadurch kam es doch zur derart starken Ver"maisung" der Landschaft - ein hausgemachtes Problem. Einen Tod muss man halt sterben. Weitere Möglichkeiten für Artenvielfalt: Förderung koppeln an Bedingungen wie: mindestens 6 verschiedene Früchte pro Jahr, ggf. noch Feldfrüchte vorgeben, die minestens angebaut werden müssen, ... Oder die Förderung ganz abschaffen, und stattdessen auf der Nachfrageseite eingreifen (z.B. durch Werbekampagnen). Ein Landwirt ist starken wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Er baut nun mal bevorzugt das an, womit mehr verdient ist. Mehr verdient ist mit Ware, die stärker nachgefragt ist. Am Ende bestimmt der Verbraucher mit seinem Kaufverhalten...

Herr Dipl.-Ing. (FH) Höffti | 20.02.2017


Durch die sogenannte "Flurbereinigung" in den vergangenen Jahrzehnten ist die Artenvielfalt drastisch gesunken. Ganz besonders natürlich durch die großen Flächen in der damaligen DDR, aber auch im Westen. Heute könnten nachträglich Hecken, Büsche und Baumstreifen angelegt werden, auch durch eine Umschichtung der Fördermittel.

Herr Dr. Ulrich Schenck | 19.02.2017


Indem das Umwelt und Bauministerium etwas unternimt damit nicht Täglich 70 ha Versiegelt werden.

Herr Hubert Heinz | 19.02.2017


In dem die Naturschutsflächen besser bewirtschaftet werden.Erfahrene Fachleute müssen Ideologen ersetzen.Freiwillige Randstreifen sind effektiver als aufgezungene und sollten finanziell gefördert werden.Räuber-auch Raben- im Bestand reduzieren

Herr Rolf Scharnberg | 19.02.2017


(Fortsetzung) Ferner sollten wir ernsthaft darüber nachdenken, ob ein dichtbesiedeltes Land wie Deutschland ausgerechnet durch Agrarexporte hervortreten muss. Vor allem sollten aber (2.) künftige Fördermittel in die Behebung ökologischer Schäden und Fehlentwicklungen (Mais, Fichte, Bachbegradigungen etc.) investiert werden, sowie in die Förderung extensiver Landnutzungen (Beweidung, Streuobst usw.) Mangelnde Vielfalt ist ein Indikator verfehlter Landnutzung, Vielfalt ist nichts, das man sich "dazukaufen" könnte.

Herr M.A. Stefan Heinrichs | 19.02.2017


Naturschutz, und damit auch Artenschutz, jeglicher Spielart ist ein Allgemeininteresse, dem partikuläre, meist wirtschaftliche Interessen entgegenstehen. In den 80er Jahren behauptete die Automobilindustrie phrenetisch, dass in ein Benzin ein Blei hineingehöre, weil sonst die Motoren kaputtgehen, und die chemische Industrie drohte mit dem sofortigen Bankrott, falls sie ihre Abwässer klären müsste. Was man damals aber per Gesetz in wenigen Jahren in den Griff bekam, das zieht sich in der Auseinandersetzung zwischen Naturschutz und Landwirtschaft seit Jahrzehnten wie Kaugummi, obwohl auch hier verbindliche Regelungen für alle Chancengleichheit auf einem neuen, aber identischen Niveau schaffen würden.

Inhaltlich wäre wohl zweierlei anzumerken, und zwar (1.), dass Flächen, die unter hohem landwirtschaftlichen Produktionsdruck stehen, für die Artenvielfalt so gut wie gestorben sind. Hier wäre eine Ächtung der sogenannten "Energiepflanzen" zwingend erforderlich. (Fortsetzung folgt!)

Herr M.A. Stefan Heinrichs | 19.02.2017


Die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere erhalten wir indem wir ihnen Lebensraum ermöglichen. Das heißt genügend Knicks um kleinere Felder und Wiesen, immer wieder geschützte Bereiche, wie das grüne Band, die sich flächendeckend durch Deutschland ziehen.
Kein Glyphosat, keine Pestizide und schädliche Düngemittel verwenden.
 Alternativen: Terra petra, Effektive Mikroorganismen, natürlicher Kompost. Selber pflege ich meinen Garten mit Homöopathie und Pflanzenjauchen mit großem Erfolg, gerade auch bei sogen. Schädlingen. Es funktioniert wirklich!!!, ist einfach und kostet fast nichts. ( siehe auch Literatur, z.B. von Christine Maute)

Frau Ulrike Henning | 19.02.2017


Der Naturschutz gehört an die Basis zu den Landwirten und in deren Produktion integriert. Mit Zwischenfrüchten, die auch sauber angebaut werden im Greening! Der Totalverzicht auf Pflanzenschutz hilft auf der Stilllegung nicht weiter. Diese verkrautet und muss dann mit Mehraufwand sauber gemacht werden. Gegen Marderhund und Waschbär muss konsequent vorgegangen werden und die Population der Rabenvögel zugunsten der Artenvielfalt eingeschränkt werden. Dann wird auch der Kiebitz mehr werden!

Herr Willers | 19.02.2017


Momentan wird an vielen Straßenrändern, Bundesstrassen, Autobahnen usw. Büsche, Bäumen entfernt (fast Kahlschlag). In gewisserweise sinnvoll, oftmals aber auch nicht, auf der B469 z.B. beobachte ich seit der letzten Aktion dieser Art mehr tote Tiere auf der Fahrbahn. Warum unterläßt man diese Aktionen nicht. Zumal Bäume und Büsche auch noch Lärm abhalten. Einsichtig ist es wenn ein Baum problematisch ist, doch wenn man sich die abgeschnittenen Bäume ansieht, waren diese gesund. Dies geschieht auch an Radwegen - warum nur ? Es muss doch nicht überall total aufgeräumt aussehen.
Ebenso würde ich verbieten in Privatgärten Unkrautvernichtungsmittel zu verwenden. Es sollte ein Fach in der Schule geben, welches lehrt, die Natur zu ehren und nicht nur für die Belange des Menschen umzuformen!!! Ebenso sollte eine Straftat sein, wenn man Müll aus dem Auto schmeißt. In vielen Ländern ist dies so, könnte man ganz einfach mit Kameras an den Straßenpfosten lösen. Es wird eh überall gefilmt. /p>

Frau Katharina  | 19.02.2017


Wir brauchen Jäger, die in ihren Revieren den Bestand kennen und wissen wieviel davon gut tut. Die Lizenzen für Jäger brauchen eine Obergrenze!
Wenn wir die natürlichen "Feinde" wie Wolf, Luchs akzeptieren, sind das "Helfer" dern Bestand zu regulieren. Wir benötigen eine Liste der gefährdeten Tierarten. Wer ein solches Tier tötet macht sich strafbar. Solange Tiere nämlich Sachen sind, braucht der Mensch nicht darauf zu achten - "wenn man eine McDonalds Tüte überfährt oder in Wiese zermäht" ist das ja egal; ein Reh nicht!

Herr Roland Reichelt | 19.02.2017


Die Artenvielfalt ist eindeutig nur mit weten Fruchtfolge + ökologische Landwirtschaft zu schaffen.

Herr Klaus Rundt | 19.02.2017


Bitte dringend die Jagdausbildung auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand bringen: Fuchs, Marder und Waschbär sind nicht die Schuldigen am Artensterben auf den Wiesen! (Predatie bij weidevogels, 2005) Ausgeräumte Landschaften und Umweltgifte lassen doch gar kein Leben auf den Wiesen mehr zu.

Und wenn dann der Landwirt seine erste Mahd im Frühjahr immer früher einbringt, zerschreddert er leider alle Jungtiere, die in den Wiesen sitzen: Hasen, Rehe, Fasane... Verschieben wir den Mahdtermin so weit nach hinten, bis alles Jungvolk flügge und gut zu Fuß ist. Das kann man dann finanziell ausgleichen, so dass die Landwirte keine Einbußen haben...

Frau Diplom Designerin Inge Prestele | 19.02.2017


Als Landwirt hat man den Eindruck, dass in den Ämtern immer mehr Menschen sitzen - einschließlich der sogenannten Experten-, die völlig den Bezug zur Landwirtschaft und zur Natur verloren haben. Von der Politik, den NGOs und Sonstigen wird immer mehr eine vegetarische Lebensweise und eine fleischlose Ernährung propagiert. Ist Ihnen allen denn nicht bewußt, dass der größte Teil der Landfläche der Erde mit Steppengebieten bedeckt ist, wo kein Ackerbau möglich ist. Desweiteren gibt es in Deutschland ein Umbruchverbot für Grünland, denn es ist politisch gewollt, das Dauergrünland zu erhalten. Ich würde gerne wissen, wie sich die Politiker eine Nutzung bzw. Erhaltung dieses Grünlandes vorstellen, wenn jegliche Tierhaltung unrentabel wird, weil es (nach dem Willen der Grünen) bald niemanden gibt, der noch Fleisch ißt. Ich habe ein paar Schafe und Ziegen und beweide mit ihnen ein paar Magerrasen-Biotope, wo auch Orchideen vorkommen. Ich bin die einzige weit und breit in der Region, die dazu

Frau Jutta Hummler | 19.02.2017


Flächenorientierte Ausgleichspflanzungen in der Landwirtschaft gesetzlich vorschreiben, Förderung ökologischer (Um-)widmung von Flächen in Gemeinden, Förderung von Forschung zu ökologischem Anbau und der Umsetzung solcher Projekte, heimische Gehölze für Gärten statt invasive Arten, den Wert der "Unordnung" (Totholzhaufen und -hecken, Steinhaufen, Brache usw.) in Landwirtschaft, aber auch bspw. in Neubaugebieten vermitteln und fördern, Glyphosat(produkte) endgültig verbieten, private Imkerei und Schutzmaßnahmen wie Vogel- und Fledermausnistkästen oder bereits bauliche Naturschutzmaßnahmen bezuschussen, Fach "Ökologie und Zukunft" an den Schulen einführen, Naturschutzgebiete auch nicht für Windkraft oder Solarenergienutzung opfern, sondern als tatsächlich letzte Rückzugsgebiete einstufen...

Frau Meike Held | 19.02.2017


Es wäre hilfreich, wenn man mit Fachleuten, wie der Jägerschaft, zusammenarbeitet, statt über Massnahmen, welche die Landbevölkerung betreffen von ahnungslosen Theoretikern entscheiden zu lassen. Was glauben die selbsternannten Naturexperten denn, wer in vergangenen Jahrzehnten für eine artenreiche Natur gesorgt hat? Ohne staatliche Unterstützung und unter Opferung von viel Freizeit und finanziellen Mitteln.

Herr Jörg Schmidt | 19.02.2017


Ausweitung von Schutzflächen (Naturschutzgebiete) mit eingeschränkter Betretung bzw. Betretungsverboten (auch für Hunde).

Herr Dr. Wolfgang Vogel | 18.02.2017


Viele Kommunen verschließen die Augen davor, dass Landwirte aus Versehen oder mit Absicht auch solche Flächen (z. B. Wegerandstreifen) in die intensive landwirtschaftliche Nutzung nehmen, die nicht ihnen, sondern der Gemeinde gehören. Meine Frage an das Bundesumweltamt: Gibt es Förderprogramme, die die Gemeinden bei dem Vorhaben unterstützen, diese Flächen zurückzuholen und für mehr Natur zu nutzen?

Herr Geert Vrielmann | 18.02.2017

Lieber Herr Vrielmann,

solche Flächen können grundsätzlich über Agrarumweltmaßnahmen, d. h. mit Hilfe von Agrargeldern, gefördert werden, wenn die jeweiligen Regelungen die Förderung solcher i. d. R. ja recht kleinen Flächen zulassen und Gemeinden als Zuwendungsempfänger vorsehen. Diese Sachverhalte werden von den Ländern festgelegt. Zudem bieten auch andere Einrichtungen wie Stiftungen Fördergelder an.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Artenvielfalt auf Feld und Flur hat kompromisslos Priorität.
Strengste Gesetze, Subventionen, Stopp der Konkurrenz aus anderen Ländern sind völlig okay.
Kleinbauern sollten nicht leiden, die großen Agrarfabriken schon.

Herr Martin Wienand | 18.02.2017


Finde das "Silvoarable Agroforestry for Europe" Projekt da sehr zielführend. www.berliner-zeitung.de/frueher-gehoerten-auch-baeume-auf-den-acker--das-koennte-bald-wieder-so-sein-pappel-hilft-gerste-15674640

Damit ist ein 30% höherer Gewinn/Fläche bei deutlich verringerter Umweltlast und erhöhter Artenvielfalt möglich! Es basiert darauf auf den Feldern im Abstand von 12 m Bäume gepflanzt werden. Diese schützen das Getreide vor zuviel Wind, Sonne und verhindern das austrocknen der Felder. Es reduziert den Insektizid bedarf durch in den Bäumen lebenden Vögel. Die tieferliegenden Wurzeln der Bäume nehmen den überschüssigen Dünger auf, so dass dieser nicht mehr ins Grundwasser kommt. Dafür wachsen die Bäume besser. Nach 20 Jahren können sie gefällt werden und bieten einen Zusatzgewinn. Da dieser das Projekt aber erst Rentabel macht müssten dieser Zeitpunkt Brückenfinanziert werden!

Hier kommt dann die Agrapolitik ins Spiel!

Herr Sebastian Junker | 18.02.2017


Mehr recht zur Eigenverantwortung! Anstelle von Gesetzen die es verbieten nur eine Hecke zurück zuschneiden. Was im Endeffekt dazu führt das kein Landwirt freiwillig auch nur einen Busch oder Strauch auf seinen Grundflächen aufkommen lässt sollte man endlich den Landwirten mehr Handlungsspielraum geben. Eine feste prozentualle Regelung die besagt das JEDER Betrieb z.B. 3% seiner Betriebsfläche (Auch die großen Agrarkonzerne, keine Ausnahmen!) als ökolögische Nische freihalten muss, er aber selbst entscheiden kann wo und wie lange er diese Fläche dafür Nutz die er nach 3,5 oder auch nach 10 Jahren wieder umbrechen und landw. nutzen kann sollange er anderswo neue Flächen freistellt. Würde für alle mehr bringen als reguros jede "wilde" Brombeerhecke zum Naturschutzelement aufzuwerten. Die Kontolle wäre ganz einfach alle Betrieb müssen heute schon Flächenverzeichnisse führen diese werden sowieso regelmäßig überprüft und mehrjährige Brachen tun auch dem Boden gut ein + für alle!

Herr Conrad | 18.02.2017


Es sollten strengere Regeln für Pestizide gelten, unabhängige Forschung muss hier mehr gefördert werden, da viele der Studien zu Auswirkungen von Pestiziden auf Mensch und Umwelt von den hestellenden Unternehmen in Auftrag gegeben und unerwünschte Ergebnisse unter Umständen unter den Tisch fallen gelassen werden. Außerdem sollten zeitweise brachliegende Flächen durch Subventionen stärker gefördert werden, als Rückzugsort für Arten und zur Regeneration des Bodens..

Frau Wellbrock | 18.02.2017


Es können unbewirtschaftete Randstreifen je Hektar Landwirtschaftsfläche vorgeschrieben werden. z. B. ein 3 Meter breiter naturbelassener Streifen um jedes Feld mit mehr als x Hektar. Dies erlaubt Wanderkorridore und Rückzugsgebiete für Flora und Fauna und unterteilt Ackerlandschaften in kleinteiligere Felder.

Herr Stephan Gilbert | 18.02.2017


In dem wir auch kleine landwirtschaftliche Betriebe leben lassen und nicht nur Großbetriebe mit EU-Geldern fördern. Zum Beispiel wird in Zukunft die Anbindehaltung (Milchvieh) verboten, wegen Tierwohl.Doch gerade in diesen kleinen Betrieben hat der Landwirt eine soziale Bindung zu seinen Tieren (die haben sogar einen eigenen Namen), haben noch Hörner und bekommen frisches Gras zum fressen,usw.

Diese Landwirte werden mit Vorschriften zum Aufgeben gedrängt obwohl diese die Probleme (Antibiotika, Gülle, Luft usw.)nicht verursacht haben,sondern die Großbertiebe. Diese Betriebe werden weiterhin gefördert mit dem Erfolg,daß auf den Äckern nur noch Mais wächst, die Wiesen alle 4 Wochen abgemäht und siliert werden. Da können in Zukunft nur noch einzelne Grasarten überleben.Es wird massiv Gülle,Kunstdünger und Pflanzenschutz benötigt.Einzelne Pflanzen und Tiere werden aussterben

Herr Rudi Oesterle | 17.02.2017


Durch mehr Permakultur und mit Abstand weniger Pestizide und Düngemittel.
Den Bürgern vor allem klar machen, dass man sein eigenes Gemüse und Obst auch auf kleinem Raum selbst ziehen kann. Ich wohne auf dem Dorf und wundere mich eigentlich, wie wenig die Nachbarn sich noch selbst versorgen können. Die, die es noch machen sind entweder über 70 Jahre alt, oder aus den östlichen Gefilden.

Frau Andrea Würtz | 17.02.2017


Um die Artenvielfalt und den Naturschutz in Monokulturen wie Weinbau zu erhöhen, sollte vor der Wiederbepflanzung bzw. nach der Rodung für mindestens ein Jahr Ökogemenge eingesät werden. Dadurch erhält man punktuelle "Biotope" die Flora und Fauna fördert. Um für diese "Öko-Brache" einen Anreiz zu schaffen, müßten diese unbestockten Flächen bereits beim Vermarktungskontigent angerechnet werden.

Herr Rüdiger Lind | 17.02.2017

Lieber Herr Rempt,

hier können wir nur zustimmen, es wäre ein wichtiger Schritt für die Biodiversität (nicht nur) in Städten, wenn viele Gartenbesitzer noch mehr für die Natur tun würden und z.B. Flächen mit entsprechenden Blühmischungen z.B. für Bestäuber, einsäen würden. Städte und Kommunen haben hier eine besondere Vorbildfunktion. Manche Gemeinden sind hier bereits aktiv und vielleicht könnten Sie Ihre Gemeinde auch dazu anregen. Viele Anregungen für geeignete Blühmischungen gibt es bereits, z.B. bei den Biologischen Stationen oder Naturschutz-Zentren in Ihrem Umfeld, bei den zuständigen Naturschutzbehörden Ihres Landkreises sowie bei den Naturschutzverbänden, z.B. BUND und NABU. Viele Grüße aus dem BMUB


...der 1. Schritt ist die Ressort-übergreifende, breite gesellschaftliche Diskussion darüber. Insofern ist diese Initiative genau richtig, auch wenn die Aufteilung des Dialogforums in 5 Bereiche zeigt , dass hier noch kein wirklich ganzheitliches Bewusstsein besteht. Landwirte, die erklären, für sie sei nur das Landwirtschftsministerium zuständig, Städter sollten sich bitte nicht einmischen und Umweltschutz könnten sie eigentlich auch nur leisten, wenn sie dafür Geld bekommen ("wie ein Gewerbebetrieb"), haben offensichtlich etwas Grundlegendes nicht verstanden: es geht hier um nichts anderes als die Lebensgrundlagen von uns allen, um natürliche Ressourcen, die weder großen Agrarkonzernen noch dem Bundesbauernverband gehören! Ohne den Fortbestand von Arten und Biotopen, gesunde Böden und unvergiftetes Wasser können wir nicht leben. Höchste Zeit, die Wachstumsideologie, mit der auch noch immer alle etablierten Parteien werben, zu hinterfragen! "Think globally, act locally!"

Herr Dipl. Ing. Michael Bodenstedt-Peters | 17.02.2017


Das Wichtigste ist, die Luftreinhaltung zu gewährleisten, indem die Chemtrails, die Frau Merkel in Übereinstim- mung mit USA eingerichtet hat, unterbunden werden; auch wenn unsere Umweltmi nisterin davon noch nie was gehört hat: Ohren auf,Augen auf,Nase in die Luft, Frau Hendricks!

Herr Barbara Schmit | 17.02.2017


Was passiert eigentlich mit den Ausgleichszahlungen bei Baumaßnahmen und Verkehrsprojekten? Was wird davon finanziert? Gibt es konkrete Projekte? Gibt es Aufstellungen mit diesen Projekten?

Frau Müller | 17.02.2017

Liebe Frau Müller,
zunächst ist festzustellen, dass nach geltendem Recht eine Beeinträchtigung durch ein Bau-/Verkehrsprojekt vorrangig zu vermeiden ist. Nicht vermeidbare erhebliche Beeinträchtigungen sind zunächst durch Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen zu kompensieren.
Erst wenn diese Optionen ausgeschöpft sind – nach entsprechender Genehmigung – ist eine Ausgleichszahlung bzw. ein Ersatzgeld möglich. Die Ersatzzahlung muss zweckgebunden für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege möglichst im betroffenen Naturraum verwendet werden. Mögliche Maßnahmen sind z.B. die Schaffung von Amphibienlebensräumen, die Renaturierung von Bachläufen oder die Etablierung von Magerrasen. Auf Bundesebene gibt es allerdings keine Aufstellungen über ergriffene Maßnahmen, weil dafür die Länder und Kommunen zuständig sind. Diese überwachen auch die Verwendung des Ersatzgeldes. Sie müssten sich also hinsichtlich möglicher Maßnahmen an Ihre zuständige untere Naturschutzbehörde beim Landkreis bzw. bei der Stadt wenden.

Viele Grüße aus dem BMUB | 22.02.2017


Es ist wahr, was einige hier schon angesprochen haben: Artenvielfalt erhalten ist die Aufgabe von allen. Wer sagt denn, dass Parks generell grüne Rasenflächen brauchen? Wo sind dort die Wildwiesen und das Totholz für Insekten? Hier könnten Städte und Gemeinden mehr tun. Und die vielen gekiesten Flachdächer? Begrünung könnte Pflicht werden und würde zugleich dem staubigen Stadtklima guttun - und damit den Menschen. Und ja, mehr Mut zu einem naturnahen Garten täte auch den Vororten gut. Aber Artenvielfalt tut auch der Landwirtschaft gut: Wo mehr Fledermäuse und Eulen sind, gibt es weniger Schädlinge, nur so als Beispiel. Auch Füchse fressen im Übrigen eher kleine und große Nager (Ratten!) als seltene Vögel, wenn man sie denn duldet in der Nähe der Felder und nicht in die Naturschutzräume verbannt. Und ohne Bienen geht vielleicht Korn. Aber "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein", wie es in der Bibel treffend heißt. Wir brauchen all diese Tiere viel mehr als sie uns.

Frau Kathrin Geltinger | 17.02.2017


Produktionsintegrierter Naturschutz anstatt Produktionsaufgabe.

Die Wirkungen des Greenings evaluieren. Begrünungen, Blühmischungen...

Herr Rainer-Florian Sontheimer | 17.02.2017


Ohne Ausgleichzahlungen können die Bauern in einem Land mit der teuersten Produktion von Agrarprodukten nicht mit dem Weltmarkt konkurieren.Die derzeitigen Greeningmaßnahmen sind im Sinne der Umwelt nicht zielführend.

Herr Dr. Wilfried Furchert | 17.02.2017


Es sollte sich strikter an bestehende Gesetze und Regelungen gehalten werden. Die Kontrollen durch die zuständigen Behörden müssen nicht nur nach Anzeigen aus der Bevölkerung erfolgen, sondern wenn es erfahrungsgemäß notwendig ist. Ich denke da nur an die Gülleausbringung auf gefrorene Böden - hier gängige Praxis(Mecklenburg -Region Ludwigslust-Parchim). Die Güllelagunen sind voll und die Gülle muss raus - gerne auch schon vorher bei Nacht und Nebel.
Thema Sölle. Wir müssen das Wasser in der Landschaft halten - dazu wird immer und überall einhellig genickt. Aber wie sieht die gängige Praxis aus- es wird entwässert, wo es nur geht, nur um weitere Flächen zu nutzen. Dies passiert aber nur scheinbar, die oberflächlich entwässerten Flächen sind meist nur mit teurer Spezialtechnik zu bewirtschaften und irgendwann lässt man es wieder. So werden aus wichtigen Lebensräumen und Trittsteinbiotopen nach und nach artenarme Brennessel/Kohldistel - Gesellschaften.

Herr Monty Erselius | 17.02.2017


Artenvielfalt und damit Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz kann nur durch eine schnelle und konsequente Agrarwende auf Bundesebene erreicht werden. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung für eine erfolgreiche Umsetzung dieser dringend erforderlichen Kurskorrektur in der Agrarpolitik?

Herr Wolfgang Weuster | 17.02.2017


Neue Auflagen führen immer zu einem beschleunigten Strukturwandel. Diese verdrängt die kleineren Betriebe oder die, die ungewöhnliche Wege gehen. Sie erreichen so fast immer das gegenteil von den gewollten Zielen.

Frau Kirsten Brandsmeier | 17.02.2017


Themenrubrik: Wie erhalten wir die Artenvielfalt in Feld und Flur? (Artenvielfalt) Beitrag: Umwelt und Artenschutz auf der einen Seite, der "böse" Landwirt auf der andern Seite so hört man es all zu oft. Das der Landwirt aber massgeblich zur Gestaltung von Flur und Feld beträgt und damit auch die Artenvielfalt erhält bleibt völlig auser acht. Wichtig ist, dass das Fingerzeigen auf die bösen Landwirte ein Ende hat wir sind nicht immer perse die bösen. Viele Gesetze und Vorgaben führen oft am Ziel vorbei. Hecke und gestrüppe die die Landschaft überziehen so dicht und undurchlässig das selbst die Vogel und Kleintiere sie nicht mehr aufsuchen verkommen oft zu illegalen Müllhalden. Das wäre alles nicht wenn der Landwirt auch mal eine Hecke zurückschneiden dürfte ohne gleich Strafanzeige fürchten zu müssen. Hecken wachsen nach schneller als manch einer glaubt! In Sachen Umweltschutz sollte endlich mit und nicht gegen den Berufsstand Landwirt gearbeitet werden. Es bringt nichts immer mehr Flächen für den Naturschutz still zulegen wenn diese dann verkommen.

Herr Conrad | 17.02.2017


Neue Auflagen führen immer zu einem beschleunigten Strukturwandel. Diese verdrängt die kleineren Betriebe oder die, die ungewöhnliche Wege gehen. Sie erreichen so fast immer das gegenteil von den gewollten Zielen.

Frau Kirsten Brandsmeier | 17.02.2017


In dem wir kein "Schindluder" mit der Natur betreiben und sie nicht ausnutzen. Wir sind Teil der Natur, wir dürfen sie nicht ausnutzen wie eine Maschine um sie immer effizienter zu machen.

Frau Frauke Sandrock | 17.02.2017


Wiederzulassung der Neonicitinoide für die Beizung von Rapssaat. Die Rapsblüte ist eine wertvolle Tracht für alle Bienenarten. Unter den jetzigen Bedingungen wird der Raps bald aus unserer Landschaft verschwunden sein.

Hans-Peter Tobaben | 17.02.2017


Bessere Schulung von Hobbyimkern. Auch Imkerei ist Tierhaltung! Ein Großteil der Bienenverluste könnte durch Verbesserungen im Bereich Haltung und Pflege, zB. Bekämpfung der Varroamilbe vermieden werden.

CD Tobaben | 17.02.2017


... nur durch ein grundsätzliches Umdenken unserer "konventionellen" Landwirte. Sie, und auch EU-Agrarkommissar Hogan, sollten sich zunächst einmal ernsthaft über die Prinzipien der PERMAKULTUR informieren. Vielleicht wäre das ein Anfang. Lesen Sie z. B. die Schriften von Prof. Declan Kennedy, Bill Mollison und anderen. Dort steht alles dazu drin. Falls es unsere Welt in 100 Jahren noch gibt, wird sie sich dankbar an Sie erinnern.

Herr Dipl. Ing. Kurt Bertram Breuniger-Stolzenfels | 17.02.2017


Hat sich jemand schon mal Landwirtschaft in Südamerika, Nordamerika oder China angesehen? Diskussionen über exakte Förderung für Agrarumweltmaßnahmen gehen dort nicht mal unter - sie existieren schlichtweg nicht. Wir sind in solchen Themen (EU und v.a. Deutschland)MEILENWEIT voraus. Ein Landwirt macht im Vergleich zu seinem Amerikanischen Kollegen sehr wohl Gedanken darüber wie hoch er die Intensität in Pflanzenschutz und Dünger ansetzt. Je nach Unkraut- und Schadpilzspektrum setzt er gezielt nur die Pflanzenschutzmittel ein, die er benötigt und keine pauschale Behandlung mit Totalherbiziden (=Roundup ready Kulturen). Das setzt einen hohen Stand an Fachwissen voraus, weshalb ich das Argument in diesem Blog "die Bauern entfernen sich vom Wissen über die Pflanzen und den Boden" entkräften möchte.

Herr Hans Seife | 17.02.2017


Die erste Säule der Agrarförderung wird als einzige Säule beibehalten. DAs Greening wird verändert . max 30% der Verpflichtung über Untersaaten bzw. Zwfrucht. bei 50 % Mais 4 Fruchtfolgeglieder max. 70 % für eine Hauptfrucht

Herr Dipl. Ing. agr. Rudolf Kreiser | 17.02.2017


@ Frau Krick | 15.02.2017
Man mag, plakativ gesehen so wie Sie schreiben, von Artenvielfalt nicht satt werden. Dies ist aber mit möglichst viel Artenvielfalt durchaus machbar. Wenn Sie schließlich fordern, daß in Sachen Naturschutz "erst einmal definiert werden [müsse], was geschützt werden soll. Es fehl[t]en sinnvolle Naturschutzkonzepte" kann man das so nicht stehen lassen. Denn was geschützt ist und was man deshalb zu tun und zu lassen hat, steht vor allem recht umfassend im Bundesnaturschutzgsetz. Angesichts dessen war es gar nicht so verkehrt, daß zu Zeiten, als 1976 das erste Bundesnaturschutzgesetz eingerichtet wurde, von "im Sinne dieses Gesetzes (...) ordnungsgemäßer landwirtschaftlicher Bodennutzung" die Rede war. Denn wenn sich Landwirtschaft schlichtweg an die Gesetze hält, ist das schon (fast!) gute fachliche Praxis genug. Vgl. auch §1a Düngemittelgesetz.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 17.02.2017


Es muß den Verbrauchern transparent dargestellt werden, daß wir im Grunde weitgehend eine Kulturlandschaft haben, deren Artenvielfalt gerade deshalb in hoher menschlicher Verantwortung steht. Wird eine vom Brachvogel besiedelte Aue nicht regelmäßig und, wenn die Jungen mobil werden, systematisch (!) gemäht, wäre alleine schon durch die dann drohende Gehölzsukzession auf Dauer Schluß mit dem Brachvogel. "Natur pur" muß daher oft durchaus nicht erste Wahl der Dinge sein.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 17.02.2017


Auf dem Schleswig-Holsteinischen Naturschutztag 2016 erläuterte Prof. Leuschner von der Uni Göttingen, warum der Verlust der Biodiversität die größte Bedrohung für die Menschheit ist - noch vor dem Klimawandel (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Planetary_Boundaries). Das Hasensterben auf Pellworm macht die Auswirkungen des Artensterbens aktuell deutlich (http://orig.www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/Hasensterben-auf-Pellworm,ndraktuell36562.html). Noch fehlt den allermeisten Menschen diese Erkenntnis, siehe auch steigende Anzahl der "Vorgärten aus Stein". Die Menschen können nur das schützen, was sie kennen. Daher sollte dieses überlebenswichtige Grundwissen schnellstmöglich verbreitet werden.

Frau Anja Rolf | 17.02.2017


Was ist eigentlich mit Gartennutzer ,sollten diese nicht 20% ihrer Fläche brach legen.

Herr Landwirt Claus Mahnken | 16.02.2017

Lieber Herr Mahnken,

in der Tat wäre es ein wichtiger Schritt für die Biodiversität (nicht nur) in Städten, wenn viele Gartenbesitzer noch mehr für die Natur tun würden und z.B. Flächen mit entsprechenden Blühmischungen z.B. für Bestäuber, einsäen würden. Viele Grüße aus dem BMUB


Um solche Ziele zu erreichen, müssen die Landwirte wieder mehr mit ihren Produkten verdienen. Dann können sie Zusatzleistungen im Umweltschutz und Artenschutz bewältigen. Dies geht aber nicht im weltweiten Konkurrieren mit Ländern in denen nicht auf solche Zusatzleistungen geachtet wird. Daher müssen regionale Märkte wieder aufgebaut und geschützt werden. Umweltschutz erreicht man am Besten, wenn sich dieser für die Landwirte lohnt aber nicht als Extraarbeit sondern integriert ins normale wirtschaften.

Herr Randy | 16.02.2017


Ein guter Kompromiss wäre die Förderung des Erhalts und die Neuanlage von ökologischen Nischen innerhalb der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft. Dazu zählen u.a. Hecken/Knicks, Feldgehölze, Steinrücken, Blühstreifen, Brachestreifen am Feldrand. Außerdem die Förderung von breiteren Fruchtfolgen und den Anbau von Zwischenfrüchten. Der chemische Pflanzenschutz nach guter fachlicher Praxis (nur soviel wie nötig) ist für eine effiziente und qualitätsorientierte Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse notwendig; generelle Verbote von Wirkstoffen mit Hinblick auf den Erhalt der Artenvielfalt sind daher wenig zielführend. Konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat tragen entscheidend zu einer höheren Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt des Bodenlebens bei, Stichwort Regenwürmer.

Herr Christian Heckmann | 16.02.2017


Als Bauernsohn habe ich als Schüler und Jugendlicher im elterlichen Betrieb auf dem Feld und bei der Einbringung der Ernte mitgearbeitet. Mit den Großbetrieben in der DDR und jetzt auch in der BRD wird mit den Arbeitsmethoden und den chemischen Mitteln den Lebewesen in Feld und Flur der Garaus gemacht. Ich wohne in Brandenburg am Feldrain, höre keine Lerchen mehr trillern, sehe keine Rebhühner, Fasanen und auch keine Hasen mehr, soweit ich auf den Ackerflächen schauen kann. Zu schweigen über den Rückgang der Insektenarten, denen die Wildkräuter als Futtergrundlage durch die "Chemische Keule" fehlen. Frau Ministerin halten Sie mit der Aktion für umweltgerechteres Wirken in den Agrarbetrieben durch, um unsere Vielfalt in der Natur zum Wohle der Menschheit zu erhalten. Nur durch staatliche Maßnahmen können die wirtschaftlichen Zwänge der Bauern so verändert werden, dass naturverträglich be- und erwirtschaftet wird. Als NABU - Mitglied leiste ich im kleinen einen Beitrag. MfG G. Sievert

Herr Chem.-Ing. Gerhard Sievert | 16.02.2017


... in dem wir Glyphosat verbieten und Agrarsubventionen nicht mehr nach Fläche, sondern endlich nach Umweltverträglichkeit bezahlen. Indem wir die Macht großer Agrarkonzerne begrenzen, lokale Bauern und Familienbetriebe stärken, und indem wir die Vestümmelung und Beseitigung von Bäumen und Hecken in Ackernähe gesetzlich verbieten! Viele Landwirte haben den "Kontakt zur Erde" leider völlig verloren und sind Opfer einer Agrarindustrie, die ihnen einimpft, gnadenlose Effizienz sei das wichtigste und anders sei die "Ernährung der Weltbevölkerung" nicht möglich. Dabei wäre ein fundamentales Umdenken erforderlich, anstatt die beleidigte Leberwurst zu spielen. Sepp Holzer wäre ein positives Beispiel, von dem Landwirte viel lernen könnten. Denen rufe ich zu: Befreit Euch aus der Abhängigkeit von den großen Agrarunternehe! Aber ich habe leider kaum noch Hoffnung, dass sich etwas ändert. Traurig aber wahr: hörst du weder Specht noch Wiedehopf, hat der Bauer nur noch Geld im Kopf ...

Frau Dr. Hiltrud Schulz | 16.02.2017


Die Haushaltsbilanz von Betrieben sollte obligatorisch um sozial-ökologische Indikatoren ergänzt werden, wie z.B. Qualität der Arbeitsplätze / Beschäftigungsstruktur; Bodenfruchtbarkeit; Biodiversität / Strukturvielfalt; Ressourcenverbrauch; Wertschöpfung in der Region....

Herr Paul Hofmann | 16.02.2017


Durch ungedüngte Ackerrandstreifen und Feldwege, Böschungen zwischen den Äckern, frei gehaltene Bachufer, klare Düngemittelgrenzen, Begrenzen des Gülleeintrags, viel extensives Grünland und viel Ökolandbau.

Herr Jens Jürgen Korff | 16.02.2017

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forum,
vielen Dank für die bisherigen Kommentare und die konstruktive Diskussion. Zunächst einmal greifen wir eine grundlegende Frage auf: Warum ist der Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft so wichtig? Es geht nicht nur um den Naturschutz oder darum, den Erholungswert der Landschaft zu erhöhen – Artenschutz kommt auch den Landwirten zugute. Wildpflanzen und Wildtiere sind ein wichtiger Bestandteil der Agrarlandschaft und tragen unter anderem dazu bei, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, Schädlinge einzudämmen oder die Wasserqualität zu verbessern.

Der Rückgang der Artenvielfalt bringt einerseits einen immensen immateriellen Schaden mit sich, weil wir die Vielfalt unserer Natur und ihre Schönheit unwiederbringlich verlieren. Aber das bedeutet auch einen enormen materiellen Schaden, weil die Arten wichtige Aufgaben für Ökosysteme insgesamt übernehmen. Nehmen wir zum Beispiel die Bienen. Von den 100 wichtigsten Pflanzenarten, die uns ernähren, werden 71 von Bienen bestäubt. Darunter fast alle Obstsorten. Die Biene ist ein echter Wirtschaftsfaktor, den Forscher allein für Deutschland mit rund 2,5 Mrd. Euro pro Jahr bemessen. Die Arbeit der kleinen Biene ist damit genauso viel wert, wie zum Beispiel der voraussichtliche Gewinn der Bundesbank im Jahr 2016 – eine Zahl, die zeigt, dass Bemühungen zum Erhalt der Artenvielfalt keine Marotte von Naturschützern ist, sondern eine wichtige Aufgabe für die ganze Gesellschaft. Dabei wollen wir die Landwirte noch besser unterstützen.

Ein weiterer Einschub: Es muss möglich sein – und es ist möglich – unsere Artenvielfalt zu erhalten und gleichzeitig genug hochwertige Lebensmittel zu produzieren, die für alle Menschen in Deutschland bezahlbar sind. Anders ausgedrückt: Landwirtschaft und Artenschutz schließen sich nicht aus – sie müssen sich nur besser ergänzen. In dieser Rubrik wird häufig betont, dass Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt nicht einfach am Schreibtisch skizziert werden können – sondern direkt in der Praxis entwickelt werden müssen. Das ist in Deutschland auch die Regel, wenn z.B. die Bundesländer ihre mit EU-Mitteln finanzierten Fördermaßnahmen mit allen Beteiligten – Landwirten und Naturschützern - abstimmen. Auch uns ist es wichtig, dass Landwirte und Naturschützer zusammen praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen erarbeiten, wie es etwa im F.R.A.N.Z.-Projekt geschieht. Deshalb fördert das BMUB auch dazu die wissenschaftliche Begleitforschung. Für uns steht fest: Die Artenvielfalt zu erhalten ist eine Aufgabe, bei der Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten müssen – besonders in diesem Bereich ist der #DialogLandwirtschaft wichtig! Wir freuen uns daher auf weitere Beiträge und bedanken uns an dieser Stelle für das große Interesse an diesem Thema.


Nur mit einer Vergütung der Ertragsausfälle, die z.B. aufgrund von extensiverer Bewirtschaftung entstehen

Frau Theresa Gaigl | 16.02.2017


Fuchs, Marder und vor allem der Waschbär dezimieren rigoros Niederwild und Bodenbrüter. Diese Räuber müssen bejagt werden.

Frau Tobaben | 16.02.2017


Die Frage allein ist doch schon ein Witz!
Jedes Tier und jede Pflanze braucht eine Grundlage, um überhaupt leben zu können. Doch um dem Verlust entgegenzuwirken, ist erst einmal das umdenken eines jeden einzelnen notwendig und damit meine ich nicht die Bauern. Nein, damit meine ich einen jeden Verbraucher und vor allem die Politik! Denn die Bauern handeln nur wegen derer so wie sie handeln...
Durch Überdüngung und Kahlschläge geht der Lebensraum vieler verloren. Viele Pflanzen sind auf magere Standorte angewiesen und werden, durch die vielen zugeführten Nährstoffe, verdrängt. Dem folgt ein langer Rattenschwanz... Denn viele Insekten sind auf solche Pflanzen spezialisiert, Insekten wiederum dienen Reptilien und Vögeln als Nahrung. Durch stetige Kahlschläge geht der Lebensraum für Vögel, Insekten und Niederwild verloren.
Theoretisch könnte ich das noch ewig weiter führen. Die Auswirkungen von Dünger auf Gewässer zB. Doch damit würde ich nichts neues erzählen...

J. Westphal | 16.02.2017


Gibt es noch die Artenvielfalt in Feld und Flur? Kleine Betriebe, die nach Vorgaben die Artenvielfalt erhalten oder wiederherstellen durch eine extensive Bewirtschaftung besser fördern. AUM,Nau.

Herr Johann Steffens | 16.02.2017


Kopplung von Ursache an Gegenwirkung.
Elbe verursacht Springfluten durch Tieferlegung. Bitte am Ort der Entstehung bekämpfen. Was kann die Landwirtschaft (die als Ausgleich herhalten soll) für den gierigen Raubbau an Mensch und Natur der von Hamburg und dessen Hafen ausgeht. Die sagen noch nicht mal danke.

Barnd Gellhaar | 16.02.2017


Haustiere verbieten? Haben Sie mal an die N-Deposition gedacht, die Katzen und Hunde in die Welt tragen? Die zulässigen N-Depositionen für schützenswerte Gebiete sind lächerlich niedrig. Bitte vergleichen Sie die zulässigen Werte mit der N-Deposition eines Gewitterregens. Und denken Sie an die Kosten-Nutzen-Bilanz. Bevor meine Steuergelder für eine ideologische Konjunkturbremse verschleudert werden, möchte ich, dass das Kindergeld erhöht wird.

Barnd Gellhaar | 16.02.2017


Ich züchte eine alte Hühnerrasse die vom aussterben bedroht ist. Sundheimer Hühner sind vom aussterben bedroht.

Frau Petra Gehricke | 16.02.2017


Wenn ich Ihnen hierzu einen Link angeben darf: https://www.welt.de/wirtschaft/article137324810/Deutschland-leidet-unter-gefaehrlicher-Oeko-Hysterie.html
Ansonsten sind wir Landwirte gerne bereit, jegliche Art von Maßnahmen zu ergreifen, Arten zu schützen. Allerdings muß dafür ein wirtschaftlicher Nachteil ausgeglichen werden, wie es in der Gewerbewirtschaft ebenso der Fall ist.

Herr Alexander Spahr | 16.02.2017


Der Einsatz von artenvielfältigerer Biomasse (z.B. Wildpflanzen) für die Biogasproduktion ist finanziell so zu unterstützen, daß den Nutzern und Produzenten solcher Biomasse im Vergleich zu Nutzern und Produzenten eher in Monokultur hergestellter Biomasse (Mais) keine aus diesem Unterschied resultierenden wirtschaftlichen Nachteile entstehen.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 15.02.2017


nicht nur erhalten-mehren
runter mit der intensität
weniger chemie
mehr fruchtfolge
lebensräume für wild schaffen,zb hecken,tümpel
beim grünland pflanzenvielfalt förderndurch weniger schnitte und weniger dünger
eine bildungsoffensive für artenvielfalt auf dem land- motto: gebt den bienen das futter zurück

Herr Sepp Linhuber | 15.02.2017


Artenvielfalt kann man nicht erzwingen, denn die verschiedenen Tier und Insekten haben die verschiedenste Ansprüche an ihre Umgebung.Das Problem ist nicht mit strengen Regeln wird man uns Landwirte überzeugen können sondern mit Erklärungen und dem Dialog. Letzters haben Sie ja leider aufs Spiel gesetzt. Sie glauben doch nicht, das ein Landwirt irgend jemand erzählen würde, wenn er z.B. einen Hamsterbau oder seltene Bienen bei sich vorfindet. Denn die nachfolgenden Regelungen würden Ihn in einem großen Maß einschränken. So werden Sie nie die Wahrheit über diese Tiere oder Insekten herausfinden. Ich weiß von verschiedenen Gesprächen mit Kollegen, das dies ein Problem darstellt. Vielleicht ist unsere Vielfalt gar nicht so eingeschränkt wie Sie annehmen, daher solange diese Einschränkungen von Amtswegen vorhanden sind, wird niemand Entdeckungen öffentlich machen.

Frau Susan Hofkann | 15.02.2017


Wir leben in einer Kulturlanschaft, das heißt in einer Natur die vom Menschen für den Menschen gestalltet wurde. Das hat über Jahrhunderte geklappt weil die Menschen in der Natur lebten und sie insgesamt erlebten. Heute sind viele Menschen fern der natürlichen Abläufe und picken sich einen Punkt herraus, Bienen, Wölfe, Wasser u.s.w. aber es wird nicht über den Rand geschaut schade.

Herr Martin Ernst | 15.02.2017


Es ist schade, dass Frau Hendricks sich von den Landwirtscahftsverbänden so sehr unter druck setzen lies und die "Bauernregeln" wieder zurück gezogen hat.

Herr Albert Doninger | 15.02.2017

Lieber Herr Doninger,

zunächst freut es uns, dass Ihnen anscheinend unsere Kampagnenmotive gefallen haben. Zum Hintergrund, warum sie nun nicht mehr im Verkehr sind: Wir sind nach wie vor überzeugt, dass unsere "Bauernregeln" harmlos und keineswegs dazu angetan sind, irgendjemanden zu beleidigen, zu diffamieren, zu verunglimpfen oder dergleichen. Nichts läge uns ferner. Wir nehmen aber zur Kenntnis, dass es nicht wenige Menschen gibt, die das ganz anders sehen. Diese Empfindungen respektieren wir und bedauern, dass sie entstanden sind. Dies hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch in einem Statement zum Ausdruck gebracht, das hier abgerufen werden kann: www.facebook.com/hendricks.barbara/videos/1457058224317888/.
Wir haben daraus die Konsequenz gezogen, die "Bauernregeln" im Rahmen unserer Kampagne nicht zu plakatieren (noch waren diese Plakate bis auf eine Ausnahme ja noch nirgendwo aufgehängt worden). Stattdessen verwenden wir andere Motive, in denen wir stärker betonen, dass es uns um einen gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft geht. Wir freuen uns daher, wenn Sie sich an unserem Dialog beteiligen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017


Eine ausgewogene Bewirtschaftung nach guter fachlicher Praxis, orientierend auf der Basis von wissenschaftlichen Forschungen/ Erkentnissen. Einsatz von Dünger u. Pflanzenschutzmitteln. Ansonsten wird unsere Kulturlandschaft wie wir sie heute kennen verschwinden. Das kann nicht gewollt sein, das wir dann unsere Lebensmittel aus dem Ausland bekommen. Deutschland soll kein ökologischer Erholungspark werden.

Herr Michael Meyer | 15.02.2017


Grenzschutz gegen Waren, die unterhalb unserer Umweltstandards produziert wurden. Dann müssen die auf entsprechendem Niveau halt hier erzeugt werden. Nicht nur Getreide und Mehl etc. sondern auch Kaffee, Kleidung und Elektrotechnik ;-) Ich werde gerne Verantwortung übernehmen.

Herr Barnd Gellhaar | 15.02.2017


Zunächst müssen wir akzeptieren, dass Landwirtschaft wie auch immer einen Eingriff in die Natur darstellt. Von Artenvielfalt wird man nicht satt. Wir können aus Deutschland kein Agrarmuseum machen und dann unsere Lebensmittel von sonst woher importieren. Es gibt sehr gute Ansätze, bei denen Naturschutz und effiziente Landwirtschaft nebeneinander existieren. Und nicht zuletzt muss erst einmal definiert werden, was geschützt werden soll. Es fehlen sinnvolle Naturschutzkonzepte. Viel Stückwerk .

Frau Krick | 15.02.2017


Ich wünsche mir, mehr Hecken und Biotope in der Flur.

Herr Grauvogel | 15.02.2017


Unterscheidung zwischen Großunternehmen und landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Bezahlung kleiner Betriebe für den Anbau gefährdeter Gräser und Pflanzen. Streichung der Subventionen für Unternehmen. Umverteilung hin zu kleinen Betrieben.

Herr johannes Dötsch | 15.02.2017


Es ist ja schön die Atenvielfalt erhalten zu wollen, doch das sollte gut durchdacht sein, denn an jeder Schraube an der man dreht, werden viele andere Dinge mit verändert. Es ist Vorsicht geboten, da auch vorallem durch greening etc. vielen Schadinsekten Unterschlupf geboten wird, diese aber im Gegenzug nichtmehr eingedämmt werden können da sämtliche Spritzmittel vom Markt genommen werden.

Herr ZP | 15.02.2017


In kleinen regionalen, uberührten Parzellen können sich Wild-Tiere und -Pflanzen am besten ausbreiten und Artenvielfalt somit verbessert werden. Am besten werden diesen noch ortsansässige Pflanzen und Gegebenheiten bei der Entstehung zugefügt. Inzwischen sind ausreichend Bereiche geschaffen, denn mit der Ausgleichsflächenregelung bei der Versiegelung von Flächen sind bereits riesengroße Gebiete geschaffen. In Zeiten, in denen immernoch Menschen hungern, die Ernährungssituation in Industrieländern aber so bleibt wie bisher, sollte man nicht vergessen, das Land ein knappes Gut ist. Gerade heute, wenn vermehrt über Produktion von erneuerbaren Energien auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gesprochen wird, sollte dies bedacht werden. Eventuell könnte eine Flächenversiegelung mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach oder der Beteiligung an einer Windkraftanlage ausgeglichen werden?!

Herr Wallat | 15.02.2017


ein schwieriges Thema. Zum einen hat die Politik mit jedem Versuch, irgendetwas zu schützen, das Gegenteil erreicht: -man will Hecken schützen. Das führt dazu, dass keine Hecken mehr entstehen, weil niemand etwas dauerhaft geschütztes auf seinen Flächen möchte. -man will Grünland schützen. Das führte dazu, dass vor der Unterschutzstellung alles umgebrochen wurde und das jetzt kein neues Dauergrünland entsteht. -man will kleine Betriebe und kleine Flächen. Man sorgt aber dafür (auch mit dieser dämlichen Kampagne!), dass immer mehr kleine Betriebe aufhören, weil ihnen Steine in den Weg gelegt werden.

Herr Hilmar Hüsing | 15.02.2017

Lieber Herr Hüsing,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Problematik, die Sie darlegen, hängt allerdings vorwiegend mit der EU-Agrarpolitik und hier insbesondere mit den Vorgaben für das so genannte "Greening" zusammen. Zunächst ist es aus unserer Sicht positiv, dass die EU Hecken und Grünland schützen will. Die Details der Greening-Regeln geben aber vor, dass es einen Stichtag geben muss, ab dem Grünland nicht mehr umgebrochen werden darf. Dies ist eine rechtlich notwendige Vorgabe. Wenn nun Landwirte im Vorgriff Grünland umbrechen so ist das natürlich weder im Sinne der EU noch in unserem Sinne. Ein Umbruch kann jedoch nur bis zu einer regional zulässigen Grenze gehen, bei uns in Deutschland meist 5% der gesamten Grünlandfläche der Region. Geht der Umbruch darüber hinaus muss an anderer Stelle Grünland wieder angelegt werden, hier ist also eine "Sicherheitslinie" eingebaut, die einem übermäßigen Umbruch vorbeugen soll.

Im Übrigen sorgt ja die Erfüllung der Greening Vorgaben auch dafür, dass Sie Ihre vollen Direktzahlungen bekommen. Eine Erfüllung der Vorgaben dürfte damit auch in Ihrem Sinne sein. Dies gilt übrigens auch für Hecken, die die Landwirte ja auch im Rahmen der Greening-Vorgaben als Ökologische Vorrangflächen einbringen können. Diese Vorrangflächen unterliegen keinem dauerhaften Schutz sondern können relativ flexibel eingerichtet werden.

Noch ein Satz zu den Kleinbetrieben: Immerhin hat sowohl die EU als auch die Bundesregierung dafür gesorgt, dass Landwirte für Ihre ersten Hektare zusätzliche Gelder bekommen (die sogenannte Regelung für die ersten Hektare). Damit sollen die Ungerechtigkeiten, die aus den Direktzahlungen resultieren, etwas zu Gunsten der kleineren Betriebe abmildert werden.

Viele Grüße aus dem BMUB


Innovationen helfen Probleme zu lösen, SZ 14.2. "Schnitzel 2.0" Proteinherstellung aus Mikroben,Green House Produktion ohne Erdreich, Algen von der Fassade etc. Forschung und Wissenschaft mache hier Reisenfortschritte im Sinne der SDG 2030 und des Klimaschutzplanes. Innovationen zulassen und fördern, den Bürger informieren über moderne Technologieen für gesunde, nachhaltige Ernährung. Und die Natur damit entlasten. BMUB sollte innovativ nach bioökonomischen Prinzipien Lösungen vordenken und mit den Erzeugern umsetzen.

Herr Stephan Becker-Sonnenschein | 15.02.2017


Wir sollten erkennen, dass die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft nicht trotz, sondern durch die Landwirtschaft entstanden ist. In Wäldern gibt es weniger Arten als in der historischen stark gegliederten Landschaft. Die steigende Artenzahl ging bis zu einem Punkt einher mit steigenden Erträgen. Weiter steigende Erträge lassen wegen der sich weiter veränderten Landschaft und Anbaumethoden die Artenvielfalt wieder fallen. Einige in unserer Gesellschaft meinen nun, dass das Optimum von Artenvielfalt und Erträgen erreicht, oder schon überschritten wurde und bewerten nun die Artenvielfalt als wichtiger als Erträge. Warum sollten wir eigentlich die bisherige, ohnehin durch den Bauern gemachte, Artenvielfalt in dieser Form erhalten? Wer entscheidet das denn? Das BMUB, das BMEL, die Parteien? Echter Dialog und ausgewogene Information wären da wichtiger als verordnete Meinungen und demagogische Plakataktionen.

Frau  Thea Spoon | 15.02.2017


Die Studie des UFZ zur PSM-Steuer ist wissenschaftlich grober Unfug (von Herrn Habeck in Auftrag gegeben), jedoch verdient die Grundidee eine genauere Betrachtung: 1 Mrd € Einnahme durch die PSM-Steuer plus 1 Mrd € Zuschuss durch das BMUB! Diese 2 Mrd € könnten wie folgt aufgeteilt werden: 300 Mio € für Forschung (z.B. für nachhaltige Landwirtschaft und weniger PSM-Einsatz, dies würde auch das UFZ wieder freuen). 100 Mio. € für Verwaltung. und 1,6 Mrd € Rückfluss in die LW: Mit diesen 1,6 Mrd € könnte deutschlandweit der flächenspezifische Verzicht von PSM gefördert werden (z.B. ca. 300-400 €/ha(insbesondere auf Grünland ist in den meisten Fällen ein Verzicht gut möglich (durch z.B. mulchen)). Hierdurch wären in kurzer Zeit ca. 30-35 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland PSM-frei und das BMUBhätte einen sinnvollen und leicht messbaren Beitrag für Artenvielfalt geleistet.

Herr Dr. Arndt Wüstemeyer | 15.02.2017


Ich frage mich, warum trotz immer weiter steigender Naturschutz- und Ausgleichsflächen die Artenvielfalt zurück geht? Ist die Landwirtschaft hier der einzige Akteur? Ein Denkanstoß: Die Misthaufen müssen abgedeckt werden. Dort hatten wir früher die größte Insektendichte auf unserem Hof.

Herr Bernhard Barkmann | 15.02.2017


Die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft muss großflächig und allgemein auf einem bestimmten Level gesichert werden. Hierzu kann eine weitreichende Extensivierung von Ackerflächen dienlich sein, wie etwa durch ein- und mehrjährige Brachen. Um dies in großem Umfang und von den Landwirten akzeptiert umzusetzen, ist vor Allem eine unbürokratische Umsetzung, sowie eine marktorientierte Entschädigung der Landwirte notwendig. Da besonders in den ersten Jahren Fläche aus der Produktion entfällt und somit das Einkommen gesenkt wird, sollten diese Einkommensrückgänge über die zweite Säule zusätzlich zur bisherigen Direktzahlung, oder durch Steuererleichterungen beglichen werden. Dies kann nach fünf bis zehn Jahren sukzessive zurückgefahren werden, wenn die verminderte Produktion zu höheren Produktpreisen führt. Die spezifischen Anbauregelungen für die Brachen können denen des aktuellen Greenings entsprechen. Insgesamt sollte so eine Fläche von 5-7% der Ackerfläche belegt werden.

Herr M. sc. agr. Hauke Ahnemann | 15.02.2017


Gute fachliche Praxis, Bildung und Kontrolle sind besser als aufgezwungene und mit hohem bürokratischem Aufwand erstellte Umweltprogramme wie bspw. FAKT.

Frau Maucher | 15.02.2017


Um die Artenviefalt zu erhalten brauchen wir wieder mehr Brachflächen und dem entsprechend muss die Föderung umgestellt werden. Weiter sollte ein Aufklärungprogramm gestartet werden, mit welchen Blühmischungen welche Arten gefördert werde und wie man diese Flächen attraktive gestaltet für Nutzinsekten wie Marienkäfer, Schwebfliege usw.. Der Flächen "verbrauch" muss ebenfalls runter und "Eh da Flächen" müssen für Insekten und Vögel attraktiver werden. Genauso müssen Vorschriften für Privatgärten gemacht werden damit jeder sein Teil zur Artenerhaltung beiträgt.

Herr Rene Rempt | 15.02.2017

Lieber Herr Mahnken,

in der Tat wäre es ein wichtiger Schritt für die Biodiversität (nicht nur) in Städten, wenn viele Gartenbesitzer noch mehr für die Natur tun würden und z.B. Flächen mit entsprechenden Blühmischungen z.B. für Bestäuber, einsäen würden. Viele Grüße aus dem BMUB


Wenn ein Betrieb etwas für die Artenvielfalt tut, darf er dadurch keine Nachteile erleiden. Ich selbst habe über viele Jahre auf den meisten meiner Ackerflächen Lerchenfenster angelegt um der Feldlerche damit zu dienen. Als ich dann einige Jahre später einen Stall gebaut habe, wurden die mittlerweile angesiedelten Feldlerchen für mich zum Nachteil. Ich musste neben der normalen Ausgleichsfläche für den Stallbau auch nioch eine 7000 m² große Fläche als Ausgleich für die Feldlerche schaffen. Erfolg dieser Maßnahme ist die Einstellung jedlicher Freiwiolligkeit bei mir. Icgh bin nicht mehr bereits auf Freiwilliger Basis eine Tier- oder Pflanzenart zu fördern, wenn die Gefahr besteht, dass mir hinterher dadurch Nachteile entstehen. Im Fall des genannten Lerchenfensters gehen mir bei der durchschnittlichen Fruchtfolge etwa 800-1000,- €/Jahr verloren.

Herr Arend Kokemüller | 15.02.2017

Sehr geehrter Herr Kokemüller,

zunächst freuen wir uns, dass Sie jahrelang etwas für die Feldlerche getan haben, dafür schon einmal herzlichen Dank. Natürlich ist es nicht im Interesse des Naturschutzes, wenn freiwillig und explizit zum Schutz oder zur Förderung von Arten durchgeführte Maßnahmen nachträglich zu Erschwernissen führen.

Andererseits sind die zuständigen Naturschutzbehörden natürlich verpflichtet, Eingriffe in Natur und Landschaft nach den aktuellen rechtlichen und fachlichen Regeln zu beurteilen. Das bedeutet u. a., dass es bei einem Stallbau mit Überbauung / Versiegelung von Boden sowie dem Verlust von Habitaten von Arten sowohl die Anforderungen der Eingriffsregelung als auch jene des speziellen Artenschutzes nach § 44 BNatSchG zu berücksichtigen gilt.

Daher sind verloren gehende Habitate der Feldlerche üblicher Weise durch Vermeidungsmaßnahmen zu vermeiden oder es ist durch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 Abs. 5 BNatSchG zu gewährleisten, dass die ökologische Funktion der betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang weiterhin erfüllt sind.

Dabei können Aufwertungen der Habitate durch Feldlerchenfenster oder durch weitere auch allgemein dem Naturhaushalt dienende Maßnahmen wie z. B. extensiv genutzte Ackerrandstreifen genutzt werden.

Diese Maßnahmen sind inzwischen weit verbreitete Praxis. Sie sollen einen Beitrag dazu leisten, den nach wie vor stattfindenden Artenschwund in der Landschaft zu stoppen und die Biodiversität in Deutschland zu bewahren.

Viele Grüße aus dem BMUB


Bewusstmachung ist der erste Schritt, die Kontroverse nach den neuen Bauernregeln ist also ein wichtiger Aufhänger. Dass es zwischen dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium überhaupt einmal einen Diskurs gibt, ist angesichts eines unantastbaren Koalitionsfriedens ohnehin erfreulich, da die Ministerien naturgemäß weitgehend entgegengesetzte Interessen vertreten. Ich finde die in Auftrag gegebenen neuen Bauernregeln pfiffig - angesprochen ist, wer sich angesprochen fühlt. Dass sich dabei kleinere Landwirte in mitunter unliebsame Geiselhaft von Großunternehmen nehmen lassen, ist eine andere -eine sozioökonomische- Baustelle. Aber unabhängig von der Betriebsgröße: täusche ich mich, oder schrumpfen die Ackersäume seit Jahren kontinuierlich? Und die große Menge an landwirtschaftlichem Bindegarn und sonstigem Plastikmüll auf den Äckern und Feldwegen finde ich im Hinblick auf die Gefährdung der Tierwelt und die Verunreinigung der Ackerfrucht einfach atemberaubend.

Herr Dr. Marc Strickert | 15.02.2017


Wo ist denn hier der Themenkomplex "Tierhaltung " zu finden? Wollten Sie das nicht auch hier besprechen (Stichwort "Schwein auf einem Bein ")?

Herr Claus-Dieter Tobaben | 15.02.2017

Sehr geehrter Herr Tobaben,
in unserem Forum haben wir folgende Themenbereiche, in denen kommentiert werden kann:

 

  • Agrarförderung
  • Artenvielfalt
  • Wasser/Boden
  • Verbraucher
  • Ländlicher Raum

Sehr gern können Sie das Thema in diesem Rahmen aufgreifen und dazu etwas posten.

Viele Grüße aus dem BMUB | 15.02.2017


Als aktiver Ldw. halte ich von viel Stillegungs - und Extensivierungsprogrammen. Durch Schaffen von Inseln - aber auch Beibehaltung der klassischen Ldw. auf den Restflächen - kann Bauer und Tier geholfen werden.

Herr Rolf aus MeckPomm | 15.02.2017


In dem sämtliche Baumaßnahmen in Form von Infrastruktur, Industrie, Gewerbe und Wohnbau verboten werden.

Herr Reinhard Seevers | 14.02.2017


Unterstützen Sie die aufwändigen Tätigkeiten der Wanderschäfer durch die Wiedereinführung einer Mutterschafprämie. Außerdem ist in der deutschen Kulturlandschaft kein Platz für Großpredatoren, hier Wölfe. Wer Wiederkäuer in Weidehaltung möchte, möchte seine Tiere in Sicherheit wissen. Entschädigung nach Rissen ist nicht ausreichend.

Frau S. Drews  | 14.02.2017


Ich denke, es ist wichtig, sowohl in Gesetzen und Steuern als auch in öffentlichen Kampagnen und Äußerungen sreng zu trennen zwischen
B A U E R N 
und 
U N T E R N E H M E N. 
Dann muss der Landwirtschaftsminister öfter Farbe bekennen und die Umweltministerin braucht sich bei den Bauern nicht zu entschuldigen, weil die Bauern ihr beipflichten.

Herr Armin Kaleck | 14.02.2017


Statt Greening halte ich eine Flächenstillegung aus Sicht der Artenvielfalt für sinnvoller. Ausserdem sinkt die Produktionsmenge, was sich auf die Preise positiv auswirken könnte.

Herr Bauer Willi | 14.02.2017


Agrarsubventionen sollten m. E. komplett eingestellt werden, denn sie schaden mehr als sie nützen. Solange dies nicht erreicht ist: bitte ändern Sie zumindest die Methode, bei der Agrar-Subventionen nach der Größe der Fläche gezahlt werden und ändern Sie auch die vor allem aErfassungsmethode für die Flächen. Hintergrund:ich beobachte, dass immer mehr "überhängende Äste" und Hecken am Rande von landwirtschaftlichen Nutzflächen verschwinden,bzw. von LAndwirten beseitigt werden. Den diese "grünen Streifen" werden bei der Erfassung der Agrar-Flächen via Satellitenfoto etc) ja nicht als subventionierbare Agrarfläche gewertet. Bitte ändern Sie die Bestimmungen entsprechend und setzen Sie sich dafür ein , dass die Größe zusammenhängernder Ackerflächen begrenzt und die Anpflanzung von Hecken und Bäumen dazischen vorgeschrieben wird! Sehr enttäuschend finde ich, dass das Bundesu vor dem Druck der Landesbauerverbände "einknickt"- warum ist die Plakat-Aktion "Bauernregeln" nicht mehr zu sehen?

Herr Ben Schulz | 14.02.2017


Hallo TBH, aktuell hat Deutschland ein Agrarhandelsdefizit von jährlich 8,8 Mrd €, d.h. wir sind weit davon entfernt, uns selbst versorgen zu können und sind hochgradig von Lebensmittelimporten abhängig. So liegt der Selbstversorgunggrad mit Eiern bei gerade einmal 70%; der mit Obst und Gemüse nur bei 20%. Für den Selbstversorgungsgrad mit "Sonntagsbraten" sind leider keine Zahlen bekannt, aber auch dieser dürfte weit unter 100% liegen. Andererseits steigt die Weltbevölkerung weiter an und Länder wie beispielsweise Ägypten würden endgültig im Chaos versinken, wenn sie keine günstigen Lebensmittel auf dem Weltmarkt beziehen könnten. Wie lässt sich unter diesen Umständen rechtfertigen, die gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft auf Umweltthemen zu reduzieren, aber die Notwenigkeit der Produktion von Lebensmitteln völlig zu ignorieren?

Herr Harald Müller | 14.02.2017


Flächenstilllegung dient ja der Biodiversität. Mein Vorschlag: JEDER Garten wird auf 10% der Fläche komplett stillgelegt, ebenso jeder 10. Parkplatz sowie jedes 10. Abgeordnetenbüro. Das spart auch Strom und Heizkosten.

Herr Thomas Meyer | 13.02.2017