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Dialog-Forum Agrarförderung - Wie hilft Agrarförderung sowohl Landwirten als auch Umwelt?

Beiträge: 478


An dieser Stelle muss die Politik in der nächsten Zeit eine Grundsatzentscheidung treffen. Will Deutschland im weltweiten Vergleich den besten Preis oder das beste Tierwohl aufzeigen können? Auch bei höchsten Bemühungen der konventionellen Landwirte – deren Arbeit definitiv zu schätzen ist – werden beide Maxime zusammen nie erreicht werden können. Effizienz in der Landwirtschaft geht leider nicht, ohne Tierwohl einzuschränken. Die Politik und wir als Gesellschaft müssen uns daher überlegen, ob wir konventionelle Produkte weiter mit Subventionen konkurrenzfähig halten wollen oder ob wir die ersten sein wollen, die Tierwohl wieder in den Mittelpunkt stellen und in der biologischen Landwirtschaft zum Vorreiter werden. Sehr interessant ist meiner Ansicht nach das Ziel, in der biologischen Landwirtschaft zum Weltmarktführer zu werden. Derzeit muss Deutschland viele ökologische Produkte importieren. Würden wir unser volles Potenzial ausnutzen – indem wir die ökologische Landwirtschaft massiv stärken (Vorsicht: Hier bedarf es vorher noch gesetzlicher Bestimmungen, um erneuten Preisdruck und "Massenaufrüsten" zu verhindern) – könnten wir schon bald die Landwirtschaft von morgen bestimmen. Das muss auch all den konventionellen Landwirten klar gemacht werden, die noch zu oft das Gefühl haben, nicht für ihre Arbeit wertgeschätzt zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass auch ihnen das Tierwohl am Herzen liegt und sie diesen Punkt – bei fairer Wahl – dem niedrigen Preis vorzögen.

Wie hilft die Agrarförderung also? Indem sie den Landwirten endlich eine klare Handlungsempfehlung gibt, sich in ökologische Richtung zu bewegen, statt einen Mix aus ganz unterschiedlichen Förderungen für alle Richtungen anzubieten. So wird gleichzeitig die Umwelt entlastet und Landwirten eine klare Handlungsperspektive aufgezeigt. Zudem muss die Agrarförderung gebündelt von einem Ministerium ausgegeben und einfach gestaltet werden. Um einen umweltverträglichen Strukturwandel zu erreichen, sollten Experten der Raum- und Regionalplanung die Prozesse vor Ort begleiten, um mit der Agrarwende gleichzeitig (wieder) ein hochwertiges Landschaftsbild zu schaffen bzw. es zu stärken.

Absatz von oben gilt hier auch: Des Weiteren muss der Staat die Umstiegsbedingungen für Landwirte senken. Wenn ein Bauer von konventioneller auf biologische Produktion umstellt, muss ihm dies möglich sein, ohne sein ganzes Vermögen dafür zu verwenden oder hohe Kredite aufzunehmen. Finanzierungsmittel der Länder müssten bevorzugt an Bio-Betriebe ausgezahlt werden. Eine Option wäre auch, für Übergangszeiten niedrigere Bio-Standards anzusetzen. Ebenso könnten sich vermehrt besonders engagierte Bürger durch Regionalgesellschaften (wie die "Regionalwert AG") an den Umstellungen beteiligen.

Herr Karl-Georg Schumacher | 06.04.2017


Die Agrarförderung muss den Aufbau regionaler Strukturen und Netzwerke von KMU-Betrieben fördern und eine lokale Direktvermarktung unterstützen. Der umsichtige, lokal vermarktende, konventionelle Familienbetrieb leistet vermutlich mehr für die Umwelt, als die industrielle Bio-Landwirtschaft - für eine lebenswerte Landschaft und ländliche Regionen tut er es allemal. Hier braucht vielfältigere Kriterien und objektive Messung statt Pauschalisierung: wie sehr ist der Boden auf dem jeweiligen Feld mit Nitraten belastet? Wie sehr ist der Boden verdichtet oder erodiert? Danach sollte sich die Agrarförderung richten. Familienbetriebe müssen wirtschaftlich gestärkt werden, sie sind wichtige Bausteine für lokale Ernährungssysteme, Resilienz und Ernährungssouveränität.

Frau Gmeiner | 08.03.2017


Die Förderung sollte nur über kleinere Betriebe erfolgen, denn die Großbetriebe sorgen zwar für die Masse an Produkten, die sie herstellen, aber richten imensen Umweltschäden an und drücken die Preise über die Masse. Überproduktion durch Subventionen sind keine Seltenheit. Wenn man bedenkt, das zuviel im Müll landet ... läuft vieles verkehrt. Was wir in der Eu nicht brauchen wird dann noch in z. B. Afrika usw. geschickt (subventioniert) und das Leben der einheimischen Bauern/Fischer kaputtgemacht. Der Wohlstand des Westes wird auf Kosten weniger entwickelter Staaten (billigere Arbeitskräfte) erreicht, was meiner Meinung nicht menschenwürdig ist. Ausbeutung auf höchsten Niveau ist angesagt, bis keine Ressourcen mehr da sind und die Böden so kaputt sind, bis nichts mehr wächst. Erde/Boden braucht Jahrzehnte bis man darauf pflanzen kann und ist wertvoll. Pflanzen sorgen für unser Klima, das sich ändert!

Frau Hermine Hackler | 08.03.2017


Die Vergangenheit hat gezeigt, dass alle Versuche der Politik mit Hilfe von Subventionen jeglicher Art, ob Betriebsprämie, Ökoförderung, EEG etc. bzw. überzogener ideologisch geleiteten Gesetzgebung, nur Ungerechtigkeiten und Marktverwerfungen verursacht hat, mit dem Ergebnis das der Strukturwandel sich nur noch beschleunigt hat, zu Lasten unserer bäuerlichen Werthaltungen und somit nicht zuletzt auch unserer Kultur und Landschaft.

Was wir auch nicht brauchen, sind Gesetzesverschärfungen und Auflagen, die jeder wissenschaftlichen und nach gesundem Menschenverstand nachvollziehbaren Grundlage entbehren! Wenn die Politik was für die Umwelt tun will, sollte sie den Landwirten die Bestmögliche Ausbildung zukommen lassen, die Forschung und das Versuchswesen im Agrarbereich besser unterstützen, und die Landwirte ohne Diffamierungen ihre Arbeit tun lassen – denn kein anderer kann das besser.

Herr Martin Buchholz | 08.03.2017


Wir brauchen keine Agrarförderung! Unsere Landwirtschaft ist eine der effizientesten, Umwelt-, Natur- und Tierverträglichsten auf der ganzen Welt. Unsere Landwirte, die in der Mehrzahl 12 bis 15 Stunden an 365 Tage im Jahr für den Erhalt Ihrer Betriebe arbeiten, produzieren Lebensmittel in einer Menge und Qualität die in der ganzen Welt geschätzt und nachgefragt wird, und sind trotz der höchsten Tier- und Umweltstandards unter Weltmarktpreisbedingungen noch wettbewerbsfähig. Respekt!!! Jeder Betrieb, ob klein oder groß, ob ökologisch oder konventionell wirtschaftend hat seine Daseinsberechtigung, weder ist das Eine schlechter noch das Andere besser für den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen und unserer Umwelt. Entscheidend ist, dass die in Generationen denkenden, nachhaltig wirtschaftenden Landwirte sich mit Ihrer verantwortungsvollen Arbeit identifizieren können und nicht von Politik und Verwaltung gegängelt werden.

Herr Martin Buchholz | 08.03.2017


Initiative Tierwohl bezuschussen sodass alle die mitmachen wollen mitmachen können

Herr Meyer | 08.03.2017


Die Agrarförderung muß umgebaut werden, damit die Bedürfnisse der Bevölkerung (Artenvielfalt, ökologischer Landbau, regionale Landwirtschaft) mit den Notwendigkeiten der Landbevölkerung zusammenpasst. Dabei ist der gesellschaftliche Nutzen und nicht die Fläche als Meßgrundlage zu nehmen. Der Gegensatz zwischen Umweltschutz und Landwirtschaft muß aufgelöst werden, die zukunftige Ernährunspolitik muß übergreifend in einem Ministerium gebündelt werden.

Herr Klaus Flesch | 08.03.2017


Ohne Förderung der Landwirtschaft, wird z.Z. wohl keine Ausreichende Produktion von Lebensmitteln möglich sein. Eine Flächendeckente Förderung für alle Betriebe und nicht nur oder im hohen Maß für Biologisch Wirtschaf. Bertiebe.

Räth | 08.03.2017


Wer der Umwelt "helfen" will, muß dafür sorgen, daß Landwirte ökonomisch in die Lage versetzt werden, zusätzliche Agrarumweltmaßnahmen zu ergreifen. Dazu ist es erforderlich, die öffentlichen Mittel EU-weit aufzustocken und im Rahmen der Direktzahlungen über die 1. Säule den bäuerlichen Familienbetrieben zur Verfügung zu stellen.
Aufgrund der hohen Einkommenswirksamkeit der 1. Säule - sowohl in den ökologischen wie auch in den konventionellen Betrieben - darf es zu keiner Umverteilung in die zweite Säule kommen.
Dort wird nur ein Nachteilsausgleich gewährt, der nicht den leistungserbringenden Landwirten zugute kommt, sondern lediglich die erhöhten Kosten auffängt.
Nur höhere Marktpreise und sichere staatliche Transferzahlungen helfen, sowohl Landwirte wie auch die Umwelt zu fördern. Darüberhinaus ist ein wirklich durchgreifender Abbau von Bürokratie, Kontrolle und Sanktionen unerläßlich, um die Motivation zur Umsetzung von zusätzlichen, freiwilligen Umweltmaßnahmen zu steigern.

Herr Josef Derstappen | 08.03.2017


Was mich auch interessiert, was machen die Verbraucher für unsere Umwelt? Es kann nicht sein, dass wir immer die Bösewichte für alles sind. Wir möchten mehr Respekt für unsere Arbeit und Anerkennung. Das Gute wird nämlich nicht in der Presse veröffentlicht. Wir sind auch Menschen, die Gefühle haben und uns um unsere Tiere kümmern und um den Erhalt der Natur. Es ist eine schöne, vielseitige Arbeit, die wir haben. Aber mit der kompletten Überwachung vom Staat fühlt man sich als Unternehmer sehr eingeengt. Ich glaube an sie, dass sie das ändern. Machen sie nicht noch mehr Auflagen. Denn durch mehr Auflagen werden die Familienbetriebe aussterben, da sie es zeitlich und aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten können.

Aaltje und Peter Mescher | 08.03.2017


Wie ist es mit VW, werden die Bürger hier auch zum Dialog gebeten? Die hintergehen das Gesetz und wir haben den Eindruck, dass wir für alles schuldig gemacht werden. Oder wie ist es mit Kerosin? Wie wirkt sich das auf die Umwelt aus?
Sie wollen die Weidewirtschaft fördern, aber auch den Wolf, dass passt nicht zusammen. Es hatte bestimmt einen Grund, dass der Wolf ausgerottet worden ist. Da fragt man sich als Landwirt, welcher Tierschutz wichtiger ist. Wenn er sich weiter so verbreitet, habe ich Angst um meine Familie und um meine Tiere.

Aaltje und Peter Mescher | 08.03.2017


Die Milchviehhalter beziehen 50% ihres Einkommens aus öffentlicher Förderung widerspricht der Behauptung, die deutschen/europäischen Milchviehhalter seien wettbewerbsfähig am Weltmarkt Gleichzeitig setzt die Liberalisierung des Milchmarktes die Bauern immer mehr unter enormen wirtschaftlichen Druck, dem sie oft genug mit steigender Produktion und weiteren Kostensenkungen zu begegnen versuchen. Dies lässt auf den Betrieben keinen Spielraum und die Intensivierung nimmt weiter zu. Mit der zweiten Säule wird versucht, die Folgen dieser Agrarpolitik reparieren.Trotz enormen Mitteleinsatzes wurden die gesetzten Ziele nicht erreicht. Daher müssen die Rahmenbedingungen am Milchmarkt so verändert werden, dass die Erzeuger dort grundsätzlich ihr Einkommen verdienen können. Um negative Entwicklungen zu verhindern, kann Ordnungsrecht greifen und öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen verwendet werden.

Frau Kirsten Wosnitza | 08.03.2017


Wenn Lebensmittel teuer werden, wird auch nicht mehr so viel weggeschmissen. Dann entsteht eine Wertschätzung durch die Verbraucher. Wir bekommen einen besseren Milchpreis und können so wirtschaften, dass der Betrieb nicht mehr wachsen braucht, um die Kosten zu senken. Das Ziel sollte sein, dass wir allein von unseren Produkten leben können, und nicht vom Staat abhängig sind.
Wir haben so gute Lebensmittel. In der ganzen Welt wird „ Made in Germany“ sehr anerkannt, aber in Deutschland leider nicht, dass sollte geändert werden. Wir haben hohe Standards, wir brauchen deshalb keine zusätzlichen. Machen Sie eine gute Propaganda.

Aaltje und Peter Mescher | 08.03.2017


Des Weiteren sollte der GAP Antrag wieder einfacher gestaltet werden. Wir müssen jede Fläche einzelnd einzeichnen, obwohl sie in den Vorjahren einfacher angeklickt werden konnte. Außerdem muss jeder Baum, jede Wallhecke berücksichtigt werden. Da verbringt man, wegen ein paar Euro, Stunden im Büro. Die Zeit wollen wir lieber sinnvoller im Stall verbringen.
Außerdem wurde versprochen, dass die Bürokratie weniger werden soll, stattdessen wird es immer mehr und immer komplizierter. Welcher Landwirt kann das leisten? Es kann doch nicht sein, dass man eine zusätzliche 40 bis 50 Stunden- Kraft einstellen muss, am besten noch einen Rechtswalt, um alles leisten zu können. Woher sollen wir dieses Geld verdienen?

Aaltje und Peter Mescher| 08.03.2017


Die Gülle ist ein wertvoller Dünger aus der Natur in die Natur. Kunstdünger wird nicht unnötig gestreut, sondern nur bedarfsgerecht, damit die Kühe gehaltvolles Futter bekommen. Der Landwirt sollte selber entscheiden dürfen, ob er konventionell oder Bio produziert. Die Milch ist genauso gut.
Und wie ist es mit den Biogasanlagen? Durch Biogas ist das ganze Problem, in meinen Augen, erst entstanden. Die Gülleabgabe mit Nitraten aus pflanzlichen Nährstoffen wird gar nicht berücksichtigt in der Düngeverordnung.
Die Biogasanlagen hätten nicht so groß werden dürfen und nur in Bauernhand als Kleinbiogasanlage gemusst. Ihre Politik hat es verursacht, und wir müssen es ausbaden. Außerdem bekommen Biogasanlagen eine doppelte Förderung und zwar die Flächenprämien und die Einspeisevergütung vom Staat. Damit sind die Flächen für uns teurer geworden und die Gülleverteilung auch.

Aaltje und Peter Mescher | 08.03.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks,
Ich habe den Eindruck, dass wir Landwirte Umweltverschmutzer sind, dabei kümmern wir uns um unsere Umwelt. Wir haben schließlich Landwirt gelernt.
Sie haben kein Vertrauen in uns. Wir bekommen nicht die Anerkennung für unsere Arbeit, die uns zusteht. Stattdessen werden Kampagnen gegen uns gemacht. Das hat uns sehr getroffen. Warum erscheint keine positive Presse für uns? Stattdessen demotiviert die Politik die Landwirte mit noch mehr Auflagen und immer höheren Strafen. Muss das sein?
Wir haben den Eindruck, dass die Landwirtschaft alleine für die Nitratbelastung verantwortlich ist. Wie ist es denn mit den Fäkalien der Menschen, wurde das berücksichtigt?

Aaltje und Peter Mescher | 08.03.2017

Liebe Frau und lieber Herr Mescher,

wir diffamieren niemanden – weder einzelne Bauern noch die Landwirtschaft insgesamt. Aber wir weisen auf bestimmte Fehlentwicklungen und Missstände hin, denen wir Einhalt gebieten müssen – zum Beispiel dem übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder dem Verlust natürlicher Lebensräume im Agrarland. Vor der harten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, die ihren Beruf lieben und verantwortungsvoll ausüben, haben wir jeden Respekt. Denn wir wissen, dass viele Bäuerinnen und Bauern sich längst auf den Weg zu einer Landwirtschaft gemacht haben, die auf Qualität statt Masse setzt, und mit Recht erwarten, für gute Leistungen und Erzeugnisse einen fairen Preis zu bekommen. Ihnen gilt unsere Unterstützung. Wir wollen das System der Förderung grundlegend erneuern, um so die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu schaffen. Es ist unser Ziel, dies in der neuen Förderperiode ab 2020 zu ändern, indem EU-Mittel an die Erbringung von Gemeinwohlleistungen wie Umwelt- und Naturschutz geknüpft werden. Dies bietet insbesondere kleineren Betrieben eine wirtschaftlich tragfähige Alternative. Den Dialog Landwirtschaft führen wir, da wir die Agrarwende hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft nur gemeinsam schaffen - Landwirte, Naturschützer, Konsumenten. Deshalb wollen wir die Kampagne und die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch dazu nutzen, den Dialog mit den Landwirten über konkrete, praktische und realisierbare Lösungen voranzutreiben. Vielen Dank für Ihre Vorschläge dazu.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Die moderne Landwirtschaft bedeutet nicht die Rückkehr zu einzelbäuerlichen Familienbetrieben wo sich bereits andere Strukturen entwickelt haben.Daher muß die 1. Säule in dieser Form erhalten bleiben und keine weitere Umverteilung auf erste Hektare oder in die 2. Säule erfolgen.Für zusätzliche Leistungen die den Umweltschutz betreffen müssen zusätzliche Gelder bereit gestellt werden, wie das bei jeder Dienstleistung im öffentlichen Interesse der Fall ist.Ein mehr an Ökologie setzt immer eine gesicherte Ökonomie vorraus.dem müssen die Regelungen zur Agrarförderung Rechnung tragen.

Herr Andreas Fernekorn | 08.03.2017


Wenn die Verbraucher für ihre Lebensmittel das bezahlen würden, was sie Wert sind, dann brauchen Landwirte keine Agrarförderung, die Betriebe könnten auch mit weniger Fläche überleben, das käme auch der Umwelt zugute, da die kleineren Strukturen bleiben.

Frau Josefine Ammer | 08.03.2017


Vielleicht eine eher laienhafte Formulierung, aber ich denke verständlich: Ausgehend vom Ansatz, dass Bio eigentlich günstiger ist befürworte ich eine Förderung kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe in einem höherem Maß als es zum jetzigen Zeitpunkt der Fall ist. Mischkulturen und Tierhaltung muss sich auch für kleinere (Familien-) Betriebe mindestens gleichwertig in Relation zu großen, konventionellen Höfen lohnen, hier ist zu überlegen, ob im Sinne der Verbraucher sogar eine großzügere Förderung nötig ist. Saisonale Waren sollten für den Verbraucher zu einem angemessenen und ggf. günstigen Preis erhältlich sein, hingegen sollten importierte und insbesondere nicht- saisonale Waren teurer angeboten werden (Verrechnung). Auch kurze Wege der regionalen Produkte als Stichwort. Lebensmittelmärkte sollten dahingehend mit regionalen Betrieben auf fairer Basis zusammen arbeiten.

Frau Andrea Kunert | 08.03.2017


Leider reicht das Verständnis oder der Wille der Verbraucher für eine Zukunftsfähige Landwirtschaft nicht in dem Maße, daß sie bereit wären, einen angemessenen Preis für Nahrungsmittel aus ökologischem Anbau zu zahlen.
Deshalb bin ich für höhere Auflagen seitens der Politik und eine Ökosteuer, so daß Nahrungsmittel, die nicht nachhaltig sind und in der Folge Mehrkosten verursachen, auch entsprechend teurer werden.

Frau Regina Oswald | 08.03.2017


Wenn man wirklich die aktiven Landwirten und die Umwelt gleichzeitig fördern will, so muss man dafür sorgen, dass die aktiven Landwirte eine sehr gute Ausbildung haben, die aber wiederum einen angemessenen Stundenlohn bzw Arbeitsentgeld oder Unternehmerlohn verlangt. Dieser notwendige Gewinn für Landwirt und Umwelt ist mit Kleinbäuerlichen Strukturen und veralteten Techniken nicht zu realisieren. Dieses steht natürlich im Widerspruch zu der öffentlichen Meinung, dass kleinbäuerliche Strukturen für Mensch und Natur besser seien. Die meisten gut ausgebildeten, hoch motivierten jungen Menschen werden sich gegen eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Agrarsektor entscheiden und zurück bleiben überwiegend die Alternativlosen, deren Beitrag zur Erhaltung der Umwelt oftmals begrenzt ist. Wir benötigen attraktive Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, dann werden auch viele engagierte junge Leute für die Umwelt einsetzen im Rahmen ihrer Tätigkeit alles andere wird mehr schaden als nützen.

Herr Dipl. Ing. agrar Jörg Meyer | 07.03.2017


Die Agrarförderung hilft genau so wie sie jetzt ist beiden Bereichen am besten: Durch die hohen Umweltauflagen, die die Landwirtschaft zu erfüllen hat um die Förderung zu erhalten, wird die Umwelt geschützt.Gleichzeitig sind die Zahlungen ein Ausgleich für die Landwirte: Die Förderung gleicht die Wettbewerbsnachteile aus, die die Landwirte aufgrund der hohen Auflagen im internationalen Vergleich haben.

Herr Ritz | 08.03.2017


Das EEG hat gezeigt, dass Landwirte rechnen können und Anreizsysteme gut annehmen. Wenn die Gesellschaft das will - und diese Debatte muss zuerst geführt werden -, spricht nichts gegen die weitere Förderung von Agrarumweltmaßnahmen. Schonstreifen, Blühflächen, Heckenanpflanzungen bringen mehr für die Artenvielfalt als ein Ausbau des Ökolandbaus, denn auch dieser muss Biodiversität auf dem Acker reduzieren, um einen Ertrag zu realisieren. Bestimmte mechanische Verfahren im Ökolandbau wie das Hacken bei Mais und Rüben sind gerade für Bodenbrüter schädlicher als der konventionelle integrierte Pflanzenschutz. Die Förderung sollte auf die Region und die vorkommenden Arten abgestimmt sein, kein Gießkannenprinzip. Lebensraumverbesserungen sollten mit Prädatorenmanagement verbunden werden. Verbesserungen in Intensivackerbauregionen müssen höher gefördert und Mitnahmeeffekte in Gegenden, wo eh - z.B. aufgrund des Profils - extensiv gewirtschaftet wird, vermieden werden. Controlling einführen.

Frau Susanne Günther | 07.03.2017


Will das Bmub mit den Landwirten ins Gespräch kommen? Hier schreiben doch viele Mitglieder von irgendwelchen Naturschutzverbänden. Ich habe bisher keine Aufforderung des Bmub an solche Leute gelesen, dass sie mit der Landwirtschaft reden sollen.

Herr Andreas Schmid | 07.03.2017

Lieber Herr Schmid,

ja, wir als BMUB suchen den Dialog mit den Landwirtinnen und Landwirten und freuen uns über die zahlreiche Beteiligung, unter anderem in diesem Forum. Wir stellen uns den Fragen: Was läuft schief im Agrarsektor? Was muss sich ändern? Wie können wir Bauern eine sichere Zukunft bieten? Wie lassen sich Landwirtschaft und Naturschutz miteinander versöhnen? Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Verantwortung wahrnehmen? Wir freuen uns über alle sachlichen Beiträge und sparen dabei niemanden aus.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Keine Zulassung von gentechnik-veränderten Pflanzen, Saatgut, Tieren sowie kein Pauschaleinsatz von Pestiziden und Antibiotika!
Dadurch mehr Unabhängigkeit der Landwirte, keine Diktatur seitens der Global player der Agrarchemie/Agrartechnik.
Förderung von regionalem und ökologischem Anbau/ Landwirtschaft.
Förderung von artgerechter Tierhaltung.
Oder andersherum-auf Produkte der intensiven Massentierhaltung/Landwirtschaft sollten die Verbraucher mehr zahlen zu Gunsten der zertifizierten Ökolandwirtschaft-der Umwelteuro zB.!

Frau Wiese | 07.03.2017


Umweltschutz kann nur mit den Landwirten funktioniereen. Strenge Gesetze machen nur Sinn. wenn der Landwirt einen Ausgleich bekommt, da er zu Weltmarktpreisen produzieren muß.

Herr J. Hagmann | 07.03.2017


Vor dem Hintergrund, dass mehr als 40% des EU-Haushaltes jährlich für die Agrarförderung aufgewandt werden und es wohl seit Jahrzenten in keinem anderen Wirtschaftszweig weitreichendere staatliche Interventionen gibt als in der Landwirtschaft, sich die Situation der kleinen und mittleren Betriebe aber dennoch kontinuierlich verschlechtert hat, stellt sich die Frage, ob die Agrarförderung ansich das richtige Instrument ist.
Dass Diskussionen um die Zukunft in der Landwirtschaft reflexartig in den Zusammenhang mit Fördermitteln gebracht werden, ist ein Beleg für die vollkommen verkehrte Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Dient die Förderung in letzter Instanz nicht eher der Agrarindustrie und dem Handel, um Produkte möglichst billig einkaufen zu können und einen Teil der Gestehungskosten auf die Allgemeinheit zu verlagern? Interessant scheint die Frage, was wirklich passieren würden, wenn es keine Förderung mehr gäbe? Würden damit automatisch kleine Familienbetriebe verschwinden?

Herr Bauer | 07.03.2017

Lieber Herr Bauer,

der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist auf Kosten der kleinen Höfe gegangen. Dazu haben auch die EU-Fördergelder beigetragen. Da diese überwiegend nach der bewirtschafteten Fläche ausgezahlt werden, erhalten nach wie vor wenige große Betriebe sehr viele Mittel. Wir wollen das System der Förderung grundlegend erneuern, um so die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu schaffen. Es ist unser Ziel, dies in der neuen Förderperiode ab 2020 zu ändern, indem EU-Mittel an die Erbringung von Gemeinwohlleistungen wie Umwelt- und Naturschutz geknüpft werden. Dies bietet insbesondere kleineren Betrieben eine wirtschaftlich tragfähige Alternative. Unsere Vorschläge zur Reform der Agrarförderung hätten zur Folge, dass gerade die bäuerlichen Betriebe für Leistungen prämiert würden, für die sie bisher so gut wie gar nichts bekommen: für Leistungen im Dienste der Gemeinschaft wie Landschaftspflege und Naturschutz – denn davon profitieren wir alle.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Bisher bietet die 2. Säule der EU-Agrarpolitik lediglich einen Ausgleich für höhere Kosten, die dem Landwirt entstehen, wenn er Agrarumweltmaßnahmen umsetzt. Daher sind die Fördermaßnahmen der 2. Säule nicht einkommenswirksam. Außerdem sind Kontrollaufwand und Anlastungsrisiko unverhältnismäßig hoch, ufert die Bürokratie aus. Greeningmaßnahmen wie zum Beispiel Feldrandstreifen würden bei den Landwirten eine viel größere Akzeptanz finden, wenn man nicht Gefahr liefe, bei einer Überschreitung der 20-m-Breite sofort in einem anderen Bewertungsfaktor zu landen.

Frau Dr. Müller | 07.03.2017


Am Besten wäre es Sämtliche Agrarförderungen zu streichen. seien wir Ehrlich wir erhalten dadurch Strukturen aufrecht die nicht Zukunftsfähig sind. Am Ende fördern wir nur günstige Lebensmittel für den Verbraucher und der Sollte doch direkt an der Ladentheke auch die Lebensmittel bezahlen.

Herr Thomas Jansen | 07.03.2017


Die Agrarförderung hilft zb.bei Stallneubauten, da dort die neusten technischen wie auch wissentschaftlichen Erkenntnisse in das Bauvorhaben einfließen können.Mir fehlt eine Agrarförderung im Bereich von alten Stallanlagen dort müssten Anreize geschaffen werden um diese Ställe auf den neusten Stand der Technik sowie des Tierwohls zu bringen.

Herr Hartmann | 07.03.2017


Die Landwirtschaft stellt nicht einfach „nur“ Lebensmittel her*. Sie gestaltet die Landschaft, die uns umgibt und sie bestimmt zu einem wesentlichen Anteil, welche Ressourcen unserer Enkelgeneration noch zur Verfügung stehen werden. Öffentliche Gelder in dem Bereich müssen daher in Zukunft für gesellschaftliche Leistungen ausgegeben werden. Und damit den landwirtschaftlichen Betrieben Perspektiven und Planbarkeit bieten. Honoriert werden müssen vor allem:
- Schutz des Trinkwassers und der Gewässer
- Schutz der Luftqualität
- Sicherung der landschaftsbezogenen Biodiversität
- Erhaltung und ökologisch angepasste Weiterentwicklung der Nutzpflanzen- und Nutztierrassenvielfalt (siehe z.B. „Kultursaat“) - Bodenschutz (nachhaltiger Aufbau der Bodenfruchtbarkeit und Erosionsschutz)
- Klimaschutz (Minderung der Treibhausgasemissionen, Kohlenstoffspeicherung)
- Hohe Tierschutzstandards in der Nutztierhaltung Ökolandbau ist in diesen Bereichen Vorreiter.

Frau Antje Kölling | 07.03.2017


Die Diskussion um die Agrarförderung greift zu kurz. Die Ursache liegt tief in den Verträgen der europäischen Union. Nach Artikel 39 des Gründungsvertrages, der unverändert in den Vertrag von Lissabon übernommen worden ist, soll die Produktivität der Landwirtschaft durch Förderung des technischen Fortschritts gesteigert werden, um für die Belieferung der Verbraucher zu angemes-senen Preisen Sorge zu tragen. Um auch der Landwirtschaftlichen Bevölkerung einen angemessenen Lebensunterhalt zu sichern, sollen sie den bestmöglichen Einsatz der Produktionsfaktoren, insbesondere die Arbeitskräfte steigern. Die Folge dieser Widersprüche ist der Strukturwandel mit Arten-, Bauern- und Landsterben als Preis für billige Nahrungsmittel. Wer verhindern will, dass Umwelt und Natur nicht zunehmend unter die Räder der Maxime "billiger, schneller, mehr!" kommen, muss diese von der Politik mit Förderung erhaltenen Widersprüche aufarbeiten.

Herr Schwarzwaldbauer Siegfried Jäckle | 07.03.2017


Bisher werden für die ausgereichten Fördermittel zu erheblichen Teilen nicht an ökologische Leistungen gekoppelt. Nur die Verfügbarkeit von Flächen reicht aus um erhebliche Summen Steuergelder und damit Geldern der Mehrheit der Bevölkerung einzustreichen. Die Auswirkungen dieser "Steuerungsinstrumente" sind allgegenwärtig. Nitrat und andere Substanzen im Grundwasser, ständig sinkende Artzahlen in der Agrarlandschaft, Bodendevastierung...
Wie kann es sein, dass im BNatSchG festgeschrieben ist, die Erfolge von Fördermitteln wieder zu zerstören § 14 Abs. 3 BNatSchG. Wann wird die Land und Forstwirtschaft in die Rechtsfolgen der Eingriffsregelung einbezogen oder Standards festgelegt, die nicht durch Fachbehörden oder Berufsverbände der Land- und Forstwirtschaft selbst bestimmt werden.
Wo bleibt die Anwendung des § 44 Abs. 4 BNat
Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass die Zerstörung der Lebensgrundlagen des Menschen und seines natürlichen Umfeldes mit Steuermitteln subventioniert wird!

Herr Frank Forch | 07.03.2017


ich als Verbrauche wünsche mir das eine Landwirtschaft subvetioniert wird die die Lebensgrundlagen für die nächsten generationen sichert.Honorriert sollen leistungen werden die zugunsten des Artenschutzes,Wasserschutzes und gegen Bodenerosion agierren.Also Subventionen für eine nachhaltige Landwirtschaft die Belastungsgrenzen der Umwelt berücksichtigt.Eu Subventionen auch in Tier und Umweltschutz umschichten+Reduktion des Tierbestandes wie im Klimaabkommen vereinbart,Subventionen für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft,regionale Märkte stärken,klimachädliche Subventionen abschaffen,Menschenrechtsstandarts für Importe einführen,Kennzeichnungpflicht der Tierhaltungsform eifuhren,fairen gerechten Welthandel fördern der zu nachhaltiger Landwirtschaft beiträgt,Umweltpolitik als Wirtschaftsfaktor enbeziehen

Frau Paulina Kowalska | 07.03.2017


Zuerst einmal sollten nur Betriebe Ausgleichszahlungen bekommen, die auch tatsächlich Lebensmittel produzieren. Somit würde vor allem Gnadenhöfe und ähnliches ausgeschlossen werden.

Frau Agathe Sauer | 07.03.2017


Ohne Landwirte gibt es keine gepflegte Natur und keinen Erholungsraum in freier Flur, wie der normale Verbraucher sie kennt und schätzt. Die Agrarförderung sicherte historisch das Einkommen der Landwirte und das Absetzen der Produkte im Zuge der Gründung der EU (damals EG - Römische Verträge). Heute hat die Agrarförderung mehrere Zwecke: Die Einkommenswirkung in der Landwirtschaft, Ausgleich für eine Produktion über dem Standard des Weltmarktes und Investitionsförderung für besonders umweltschonende Technik bzw. Verfahren. Vor dem Hintergrund der Bewirtschaftung der Landwirte über Generationen, liegt es in ihrem ureigensten Interesse dauerhaft und nachhaltig mit der Umwelt zu wirtschaften. Hierdurch ist der Umwelt besondere Rechnung getragen.

Frau Stefanie Sakwerda | 07.03.2017


Unser kleiner Betrieb im Berggebiet ist ohne staaliche Hilfe nicht existenzfähig. Dabei tragen wir durch unsere Arbeit zum Erhalt der tollen Landschaft bei. Mit den staatlichen Zuschüssen ist uns sehr geholfen, jedoch die immer noch schwerpunktmäßige Handarbeit nicht bezahlt, sondern eigentlich nur eine Anerkennung. Und das ist gut so.
Roland Maier

Herr Roland Maier | 07.03.2017


Die 1 Säule muss in dieser Form erhalten bleiben, sie dient dazu Landwirtschaftlichen Betrieben das überleben zu sicher. Zusätzlich muss Geld bereit gestellt werden um Umweltmaßnahmen und neue Gesetze einzuhalten. Dies darf nicht immer nur auf dem Rücken der Betriebe ausgetragen werden.
Hier sehe ich höhere Fördersätze z.B. für die Investition in Gülletechnik wegen der Nitratrichtlinie. Neue Haltungsformen in der Tierhaltung müssen mehr gefördert werden!

Herr Johannes Reichert | 07.03.2017


Anders gefragt: Schadet die Agrarförderung den Landwirten und der Umwelt? Die Landwirte, denke ich, erleiden durch die Förderung keinen Schaden. Und die Umwelt? Eigentlich wird diese aufgrund einer einfachen Zuwendung auch nicht geschadet. Schaden an der Umwelt entsteht eher an der Art und Weise wie man sich Ihr gegenüber verhält. Unabhängig von der Größe des landwirtschaftlichen Unternehmens sollte man mehr Wert in die Ausbildung des Bewirtschafters legen. Denn der Landwirt ist aus Eigennutz schon daran interessiert, dass es seinen Produktionsfaktoren gut geht. Aber nicht immer ist klar, was der „Richtige Weg“ ist. Selbst die sogenannten Agrarexperten haben häufig unterschiedliche Meinungen. Woher soll der „kleine“ Landwirt wissen, was nun richtig ist. Aus Erfahrung? Zu „Großmutters Zeiten“ wurde auch nicht alles richtig gemacht.
Für wichtig erachte ich, den Landwirt nicht permanent zu überwachen, sondern Ihn lieber objektives Expertenwissen zur Seite zu stellen (keine Vertreter).

Herr Benjamin Seidel | 07.03.2017


Der Aufruf "Wir müssen reden“ stellt die Situation völlig falsch dar. Viele ökologisch wirtschaftende Landwirte zeigen längst mit großem Engagement und trotz Nachteilen den Weg. Denn: die Agrarindustrie „rechnet sich“ nur, weil ihre Folgekosten sozialisiert werden und irreparable Schäden an der Natur der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Es muss daher heißen: „Die Agrarpolitik muss endlich handeln!“ – der Weg für gesunde Böden und Wasser für alle ist klar, wie auch die vielen Zuschriften belegen: 1.Eine transparente Preispolitik (ohne Dumping) 2.Gerechte Wettbewerbsbedingungen, die auch Neben- und Folgekosten einbeziehen.
Nachzulesen ist alles in vielen Veröffentlichungen (z.B. Es ist genug zu essen da. Für alle. Wenn wir den Hunger bekämpfen, nicht die Natur" von F.zu Löwenstein bei KNAUR)

Herr Dr. Heinrich Günther | 07.03.2017

Lieber Herr Günther,

uns ist bewusst, dass viele Bäuerinnen und Bauern sich längst auf den Weg zu einer Landwirtschaft gemacht haben, die auf Qualität statt Masse setzt, und mit Recht erwarten, für gute Leistungen und Erzeugnisse einen fairen Preis zu bekommen. Ihnen gilt unsere Unterstützung. Wir wissen zudem, dass die intensive Landwirtschaft die Belastungsgrenzen von Böden und Natur viel zu oft überschreitet. Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie naturverträglich ist und Artenvielfalt, Klimaschutz und die Gesundheit der Menschen mit berücksichtigt. Wir setzen uns für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. In Zukunft sollen Landwirte stärker für öffentliche Leistungen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Tierwohl honoriert werden. Öffentliche Gelder soll es nur für öffentliche Leistungen geben. Unsere Vorschläge zur Reform der Agrarförderung hätten zur Folge, dass gerade die bäuerlichen Betriebe für Leistungen prämiert würden, für die sie bisher so gut wie gar nichts bekommen: für Leistungen im Dienste der Gemeinschaft wie Landschaftspflege und Naturschutz – davon profitieren wir alle. Die Agrarwende hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft schaffen wir nur gemeinsam -Landwirte, Naturschützer und Konsumenten. Deshalb wollen wir die Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ und die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch dazu nutzen, den Dialog mit den Landwirten über konkrete, praktische und realisierbare Lösungen voranzutreiben. Darum geht es bei unserem Angebot: „Wir müssen reden.“

Viele Grüße aus dem BMUB | 07.03.2017


Es sollten die Nebenerwerbslandwirte mehr gefördert werden. Denn die wo einen Beruf ausüben und gleichzeitig Landwirtschaft betreiben gehen auch mit dem entsprechenden Herz an die Sache. Sie arbeiten für die Umwelt, Landwirtschaft und nicht für Ihr Konto. Aber ein gewisses Einkommen um die Kosten richtig zu decken sollte das mindeste sein. Bei Hallen und Stallbauten sollten diese genauso gefördert werden wie die Hauptberuflichen.

Herr Sch. | 07.03.2017


Wenn man eine bäuerliche Landwirtschaft so fördert,das sie davon auch gut leben kann.Es gibt niemanden der so gut mit der Umwelt umgehen kann wie eine Bauerfamilie.Von klein auf lernt der zukünpftige Landwirt mit der Umwelt umzugehen.Es ist ja seine Exitenzgrundlage.Er braucht ja die Umwelt um wirtschaften zu können.Über Jahrhunderte haben die Bauern diese tolle Landschaft erschafen und gepflegt. Die Landwirte wissen am besten mit der Umwelt um zu gehen und sie zu schützen.Es kann doch nicht sein das Umweltverbände usw. über die Agrarförderung entscheiden.Von dennen hat noch keiner Handangelegt und mit der Natur gearbeitet.Mit schlau daher reden kann man keine Umwelt erhalten und schützen.Es gibt ja auch ein Sprichwort.Wenn der Bauer stirbt.Stirbt auch die Umwelt,weil es dann keinen mehr gibt der sie pflegt und schützt. Wer arbeitet in Deutschland noch am meisten.Ein Bauer arbeitet mit seiner ganzen Familie bis er stirbt 365 Tage im Jahr 14 bis 15 St. am Tag. Für ca. 3 €/Stunde.Blöde

Herr Bäuerliche Landwirtschaft Götz | 07.03.2017


Durch die Direktzahlungen habe ich ein Grundeinkommen, welches mir Spielräume verschafft, mich mehr mit ökologischen Aspekten auseinander zusetzen. Ohne Zahlungen muss ich mehr durch Ertragsteigerung erwirtschaften.

Frau Kroner | 07.03.2017


Kleine Landwirte bzw. Lebensmittelproduzenten haben im Verhältnis zur Betriebsgröße einen höheren Anteil an Produktionskosten und Kosten für Logistik etc. Optimierungsprozesse und Preisnachlässe beim Einkauf von Produktionsmitteln begünstigen eher Großbetriebe. Als Beispiel sei das Bauernsterben und die Milchbauern, die heute nach dem Prinzip "Wachse oder weiche" wirtschaften müssen. Auch Transportkosten werden bei größerer Menge verhältnismässig sehr viel günstiger. Diese Liste ließe sich noch länger fortsetzen.

Kleinbetriebe mit Kreislaufwirtschaft könnten aber wohl mit weniger Umweltbelastung arbeiten als Großbetriebe, wenn man ihnen bei der Umrüstung auf moderne Energieversorgung und Produktion etc. helfen würde.

Die Politik müsste meiner Ansicht nach so eingreifen, dass die Nachteile, die kleinere Landwirte bei den Produktionskosten haben, irgendwie besser aufgefangen würden. Dafür dürfte die Landwirtschaft nicht nur nach Masse subventioniert werden.

Herr Rolf Schosser | 07.03.2017


Die Situation ist doch absurd: Bioware wird aus anderen Kontinenten eingeflogen, das kleine Deutschland verkauft weltweit Fleisch und Milch. Lebensmittel in der Schweiz sind teurer aber von anerkannt hoher Qualität. Brauchen wir wirklich immer mehr Masse, nur um damit den noch vorhandenen Rest der Kulturlandschaft zu bereinigen? Natur- und artgerechte Produktion muss unterstützt werden, kleinere Höfe noch stärker gefördert. Die industrielle Landwirtschaft ist eine Lösung nur für die biochemische Industrie, von Gentechnik noch gar nicht zu reden. Wir als "Verbraucher" wollen das nicht. Auch viele Landwirte wollen es nicht, müssen aber nach den Regeln der Großkonzerne mitspielen.

Herr Bernd Baudler | 07.03.2017


Agrarförderung am Nutzen der jeweiligen Fläche für Umwelt (incl. Artenschutz, Boden Biodiversität usw.) ausrichten (z.B. Förderung für einen artenreichen, ECHTEN Ackerrandstreifen höher als für die eigentliche Nutzfläche), keine Pseudo-Ackerrandstreifen (Mindestbreite, Alibi-Einsaaten), ausreichender Anteil von Brachflächen, gleichmäßig über die Fläche verteilt, Förderung von Extensivierung vor allem in ökologisch hochwertigen Gebieten (Natura 2000 u.a.)

Frau Claudia Börsting | 07.03.2017


Die 1. Säule muss bestehen bleiben, allerdings brauchen wir eine Stärkung der Familienbetriebe, dass heißt die Umverteilungsprämie muss gestärkt werden Zugleich sollte man eine Obergrenze für Betriebe über 250 ha und eine Untergrenze für Hobbybetriebe unter 5 ha einführen.

Herr Stefan Raab | 07.03.2017


Die Agrarförderung muß gezielter schauen welche Produktionsverfahren aus Umweltschutzaspekten wünschenwert sind und diese unbürokratisch fördern. Mehr Bürokratie kann es nicht sein. Ich war häufig im Ausland. Dort werden die Kontrollen weit laxer gehandhabt als bei uns. Die Agrarförderung sollte daher unter der Regie vom BMELV stehen. Im Bundesumweltministerium fehlt die fachliche Bindung zur Landwirtschaft. Hier sollte gelten; Viele Köche verderben den Brei. Das LAndwirtschaftsministerium kann punktuell sachdienliche Informationen vom Umweltminister anfordern, wenn nötig.

Herr Markus Flury | 06.03.2017

Lieber Herr Flury,

Sie schreiben uns zu der Zuständigkeit des Bundesumweltministeriums und der Ressorts innerhalb der Bundesregierung. Es steht außer Frage, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium für die Agrarpolitik in Deutschland zuständig ist. Jedoch ist das BMUB ist in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Wir setzen uns für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Bei der EU-Agrarförderung handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Wir wollen das System der Förderung grundlegend erneuern, um so die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen.

Für die von Ihnen angesprochenen Kontrollen ist übrigens weder das Bundesland- noch das Bundesumweltministerium zuständig, sondern die Länder (und dort sinnvollerweise überwiegend die für die Abwicklung der Zahlungen zuständigen Landwirtschaftsministerien und Rechnungshöfe).

Sie haben recht, die Bürokratie ist beim Greening tatsächlich zu hoch und auch bei den besonders Gemeinwohl-orientierten Maßnahmen der 2. Säule ist sie ein wachsendes Hemmnis für die Teilnahme der Landwirte. Wir als BMUB möchten daher unnötige Bürokratie vermeiden, wie sie z. B. durch mehrfache Kontrollen ein und derselben Maßnahme entsteht, ohne die Wirksamkeit der Maßnahmen abzuschwächen. Hier ist vor allem die EU-Kommission gefragt.

Viele Grüße aus dem BMUB | 08.03.2017


Einen Förderung wie sie jetzt gemacht wird, nützt nur den Flächeneigentümer. Umweltschutzmaßnahmen sollten nur noch gezahlt werden. Grasuntersaat im Mais, Zwischenfruchtanbau,reduzierte Stickstoffgabe und Einsatz moderner Technik als Beispiel. Und das ohne dem aktuellen bürokratischen Superaufwand und Kontrolle. Landwirte sollten das mit Wasserschutzberatern erarbeiten und umsetzen. Ich bin selber Landwirt.

Herr Jens Engelken | 06.03.2017


Es sollte für die höheren Umweltstandards in Deutschland Ausgleichszahlungen geben.

Herr Andreas Schäch | 06.03.2017


Gefördert werden sollten ausschließlich ökologischer Landbau, der unsere Lebensgrundlagen (u. a. fruchtbarer Boden, sauberes Wasser) langfristig erhält und gesunde Lebensmittel produziert. Zum Erhalt der ohnehin schon stark in Mitleidenschaft gezogenen Biodiversität ist zudem unbedingt die Subventionierung von Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen (Blühstreifen etc.) erforderlich. Die derzeitige Subventionspolitik, die v.a. die großen Agrarkonzerne fördert, ist völlig kontraproduktiv. Der Plan der EU-Kommission Fleischwerbung durch EU-Gelder zu subventionieren ist in Zeiten des Klimawandels schlichtweg ein Skandal.

Frau Roth | 06.03.2017


Wir wünschen uns bezahlbare Lebensmittel und Landwirte die auch noch mit 50 Jahren gerade laufen können und von ihrer Arbeit leben können. Da gibt es nur eine Lösung: Erhalt der Direktzahlungen in der 1.Säule.
Vereinfachung des Antrags-, Verwaltungs- und Kontrollsystems. Die quadratmetergenaue Beantragung ohne wirkliche Toleranz und Nichtanerkennung von nicht beantragten beihilfefähigen Quadratmetern führen hier nicht zum Ziel, insbesondere im Kulap wo bis zu 6-jährige Rückforderungen drohen obwohl ausreichend Fläche vorhanden ist.
Erhalt der Tierhaltung in Deutschland.....neuseeländische Milch kann nicht das sein was der Verbraucher will!

Frau Andrea Jungmichel | 06.03.2017


Fast jeder dritte Bauernof in Deutschland ist in den vergangenen Jahren eingegangen. Zwischen 2003 und 2013 sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hierzulande um knapp 31 Prozent auf 285000, wie das EU-Statistikamt Eurosta mitteilte. Die Landwirte bräuchten dringend die gesellschaftliche Unterstützung. Das BMUB hat das noch nicht erkannt.

Herr Först | 06.03.2017

Lieber Herr Först,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist auf Kosten der kleinen Höfe gegangen. Dazu haben auch die EU-Fördergelder beigetragen, denn da diese überwiegend nach der bewirtschafteten Fläche ausgezahlt werden, erhalten nach wie vor wenige große Betriebe sehr viele Mittel. Dies möchten wir in der neuen Förderperiode ab 2020 ändern, indem EU-Mittel an die Erbringung von Gemeinwohlleistungen wie Umwelt- und Naturschutz geknüpft werden. Dies bietet insbesondere kleineren Betrieben eine wirtschaftlich tragfähige Alternative. Mit unserer Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ möchten wir eine breite Öffentlichkeit auf die große Bedeutung einer nachhaltigen Landwirtschaft aufmerksam machen. Wir treten mit Landwirten und Verbrauchern in einen Dialog, wie eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft aussehen kann und werben damit für eine breite gesellschaftliche Unterstützung für dieses Thema.

Viele Grüße aus dem BMUB | 07.03.2017


Investitionsförderung für besonders umweltschonende Technik/Verfahren Streichung der Einzelbetrieblichen Flächenprämien für die gesamte EU

Herr Tobias Hewecker | 06.03.2017


Die Förderung darf nicht ausschließlich flächenabhängig erfolgen, sondern muss berücksichtigen, dass Betriebe die weniger Hektar bewirtschaften, dadurch einen Wettbewerbsnachteil haben. Stattdessen sollte die Förderung je Hektar nur für solche Flächen (voll) gezahlt werden, die besondere Kriterien in Hinblick auf Artenschutz (Dauerbegrünung, Fruchtfolge), Erosionsschutz (Landschaftsstrukturelemente), Grundwasserschutz (keine Pflanzenschutzmittel, kein N-Überschuss) und so weiter erfüllen. Wichtig hierbei ist die Unterscheidung zwischen ebendiesen gerade beschriebenen Maßnahmen und der Umschichtung in die zweite Säule. Während die 2. Säule zunächst einmal nicht genauer spezifiert, ob ein Dorfplatz gepflastert wird oder Landwirte für Heckenplanzungen gezielt gefördert werden, ist es sehr wichtig, dass die bisherige Flächenprämie auf Qualitätskriterien ausgebaut wird und die Gelder somit weiterhin direkt LandwirtInnen zugute kommen und nicht im Pool der ländlichen Entwicklung verschwinden

Frau Artlich | 06.03.2017


Obwohl dieses Thema eher vom Landwirtschaftsministerium als vom Umweltministerium zu bearbeiten ist, muss man unbedingt am grundsätzlichen System der Hauptförderung über die direkten Zuwendungen der ersten Säule festhalten. Damit ist ein gewisses Grundeinkommen der Landwirte gesichert, die ordnungsgemäße flächendeckende Bewirtschaftung aller Flächen in Deutschland gewährleistet und die Bevölkerung mit äußerst preiswerten und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln versorgt. Dabei ist die Flächengröße der LW-Betriebe völlig unerheblich - wichtiger ist die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter und damit der versorgten Familien. Keinesfalls darf eine weitere Umschichtung über die derzeitigen 4,5% von der 1. in die 2. Säule vorangetrieben werden, da dieses Geld nicht in den Landwirtschaftsbetrieben ankommt. Einer Stärkung der 2. Säule aus Geldern des BMUB spräche nichts entgegen. Damit können zusätzliche Maßnahmen im Umweltschutz gefördert werden.

Herr Gunnar Jungmichel | 06.03.2017


indem geld dafür gegeben wird dass die industrielle Landwirtschaft umgestellt wird auf eine bäuerliche Landwirtschaft die pflanzen anbaut und nicht Tiere ausbeutet

Frau M.A, Angelika Sänger | 06.03.2017


DieAgrarförderung muß in der Zuständigkeit des Landwirtschaftsministeriums bleiben. Die Direktzahlungen sichern das Einkommen der Familienbetriebe.

Herr Ludwig Meßner | 06.03.2017


: Wenn die lebensnotwendige Herstellung von Lebensmitteln zur Ernährung der Bevölkerung gefördert werden muss, stimmt offensichtlich etwas Grundsätzliches nicht. Weniger Lebensmitteleinfuhren und eine Sensibilisierung der Menschen für die Wichtigkeit der Arbeit, die die Beschäftigten in der Lebensmittelproduktion leisten, hätten vielleicht ein reelles Preisniveau zur Folge, das eine Förderung überflüssig macht.

Frau Langer | 06.03.2017


Eine gute Infrastruktur für Auto, Bus, Bahn und Fahrrad. Internet. Kultur,- Sport und Kinder,- und Freizeiteinrichtungen. Sehenswürdigkeiten, Attraktionen, Feste, Führungen, die auch Touristen anziehen.

Frau Miriam Weghorn | 06.03.2017


Wenn der landwirtschaftliche Familienbetrieb wirklich auch für die Zukunft noch ein Erfolgsmodell darstellen soll, muß die direkt einkommenswirksame Förderung über die Flächenprämien degressiv gestaltet werden.
Mein Vorschlag wäre, bis zu 50 ha die Prämie zu verdreifachen, von 50-100 ha verdoppeln, von 100-150 ha unverändert lassen und ab 150 ha Betriebsfläche die Flächenprämie streichen.

Im Bereich Agrarumweltmaßnahmen ist der in Bayern gewählte Weg der Extensivierung und Flächenförderung über Vertragsprogramme außerordentlich erfolgreich und sollte in ganz Deutschland umgesetzt werden.
Freiwilligkeit verknüpft mit finanziellen Anreizen ist einem Zwangsmodell immer vorzuziehen und ist auch wesentlich erfolgreicher, was den Schutz von Umwelt, Klima und Wasser anbelangt.

Herr Ernst Seeger | 06.03.2017


keine Förderung auf Flächen kleiner 1000 qm

diese Maßnahme unterstützt wiederum nur die Großagrarier, die es nicht nötig haben. insbesondere Konzerne, die Land auf(ge)kauft/en haben. Diese mögen sich auf ihre Kernkompetenzen beschränken oder ihr Portfolio anderweitig ausbauen.

Herr Dipl. mult Michael Foerst | 06.03.2017


indem man von einer mechanistisch-materialistischen Denkweise zu übergeordneten geistig-Menschheitsentwicklungsgemäßen Denkweisen übergeht

Herr Gottfried Krause | 06.03.2017


Der größte Teil der sogenannten Agrarförderung nannte sich vor Jahren noch Preisausgleichszahlung,was es auch tatsächlich ist-kaum ein Verbraucher weiß noch,wie viel die Produktion von Nahrungsmitteln tatsächlich kostet;Agrarförderung ist notwendig u.a.für die Investitionsförderung für umweltschonende Technik;Agrarförderung trägt zur flächendeckenden Bewirtschaftung bei

Frau Heike Ezell | 06.03.2017


Um auf dem Weltmarkt nachhaltige Lebensmittel mit hohen Standards produzieren zu können, benötigt es entweder ein Abschottung des Marktes oder einen Ausgleich für die Landwirte. Nur so ist es langfristig und nachhaltig möglich gute Lebensmittel im Einklang mit der Natur / Umwelt zu produzieren. Hierbei müssen einerseits die ländlichen Strukturen aber auch die geforderten Standards berücksichtigt werden.

Herr Johannes Eiwanger | 06.03.2017


Es sollte eine Förderung für eine freiwillige, gemeinsame Standardisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse geben! Probleme und sehr häufig auch die dazugehörigen Lösungen sind in weiten Teilen der Landwirtschaft bekannt und warten nur auf ihre formgerechte Umsetzung. Sie als Bundesregierung können eine Art Qualitätssiegel und ein ökologisches Produktionskonzept für jeden Bereich entwickeln, in dessen Wirkungsweise sowohl ökonomische, als auch ökologische und soziale Aspekte den selben Stellenwert besitzen. Um eine ökologische Transformation in der Landwirtschaft, die den Erwartungen dahingehend gerecht wird, dass sich ökonomische, ökologische und soziale Bedingungen objektiv verbessern, nachhaltig implementieren zu können, muss auch in den Förderangeboten deutlich werden, dass wir uns weiterentwickeln müssen. Die Konzepte werden wie ein Franchise vergeben und regelmäßig aktualisiert. (Zu wenig Platz)

Herr Jan Hingst | 06.03.2017


Die Agrarförderung sollte nicht Flächen,- sondern Praxisbezogen sein. Landwirte, die eine mindestens dreijährige Fruchtfolge einhalten und die Futter für Ihr Vieh größtenteils selbst anbauen, sollten besonders gefördert werden. Betriebe, die möglichst wenig externe Inputs wie Dünger, Pflanzenschutzmittel und zugekauftes Saatgut verwenden, sollten für Ihre Leistung gegenüber der Umwelt belohnt werden. Warum nicht anfangen, die EU-Bio-Richtlinien als Mindeststandard anzupeilen?

Frau Andrea Galotti | 06.03.2017


Ich bin selbst Landwirt und finde es großartig, dass das Umweltministerium endlich den längst überfälligen Dialog über Agrarförderung, Umweltschutz und gesunde Nahrungsmittel anstösst! Denn so wie bisher kann es nicht weitergehen!Kleinbetriebe sollten gezielt gefördert werden, Bemühungen um den Erhalt der Biodiversität,um gesunde Böden und reines Grundwasser unterstützt werden. Ist das Problem: "Luftbildaufnahmen zur Ermittlung der Flächen/Subventionen" im BMUB schon erkannt? Hier fallen jedes JAhr unzählige Hecken und Bäume Rodungsmaßnahmen zum Opfer, da sonst Subentionskürzungen befürchtet werden! Machen Sie bitte Schluss damit. Die Flächen sind beim Katasteramt erfasst, auf diese Daten sollte man zurückgreifen!

Herr Bernd-Wilhelm Müller | 06.03.2017


In allen Bundesländern ist die Förderung natürlich benachteiligter Gebiete verpflichtend umzusetzen ohne bestehende Förderprogramme zu streichen.Dabei sind die Förderhöchstgrenzen je Betrieb zu erhöhen,die Förderung darf nicht zu Lasten der 1.Fördersäule gehen.Dort sollte die Kleinstunternehmerregelung auf 6000,- Euro (ca 20 ha) erhöht werden.Betriebe bis zu dieser Grösse müssen von Auflagen und Sozialabgaben entlastet werden(Mindestgrößenregelung im Bereich der SVLFG).

Frau Daniela Lutz | 06.03.2017


Viele meinen, Landwirtschaft und Ernährung (inkl. Agrarförderung) falle in den Zuständigkeitsbereich des Landwirtschaftsministeriums und das BMUB solle sich deshalb heraushalten.

Das ist leider zu kurz gedacht.

Mit Ökosystemen kann man nicht diskutieren, bis zu welcher Grenze sie denn bitte stabil zu bleiben hätten. Die Grenzen sind einzuhalten und das BMUB steht m.E. in der Pflicht, dafür zu arbeiten, dass die Politik in Deutschland und in der EU dies erkennt und als Leitplanken für die zukünftige Arbeit akzeptiert.

Die Initiative von Frau Hendricks und des BMUB ist deshalb nicht nur zu begrüßen. Sie ist dringend notwendig.

Herr Matthias Wohnig | 06.03.2017


Das Bundesumweltministerium ist nicht zuständig für die Agrarpolitik, die Ernährung sowie die Entwicklung im ländlichen Raum. Eine weitere Schwächung der ersten Säule wäre verkehrt, weil dadurch die Landwirtschaft in der Fläche an Wirtschaftskraft verlieren würde. Die schlechten Jahre 2015 und 2016 haben deutlich gemacht, wie wichtig die Betriebsprämien für die bäuerlichen Mehrfamilienbetriebe sind. Unsere Landwirte sind sehr gut ausgebildet und erzeugen effizient hochwertigste Nahrungsmittel. Sie erfüllen bei der Erzeugung dieser Lebensmittel und Rohstoffe die höchste Umweltstandards in der EU und wahrscheinlich auch weltweit. Gleichzeitig müssen sie ihre Erzeugnisse in einem globalen Markt platzieren. Die höheren Umweltstandards müssen deshalb in irgendeiner Form ausgeglichen werden (ob als staatliche Agrarförderung oder durch staatlich gelenkte höhere Erzeugerpreise - die Politik kann sich aussuchen, welcher der beiden Wege in Deutschland einfacher umzusetzen ist.)! Auch in Zukunft

Frau Simone Hartmann | 06.03.2017


Die aktuelle Agrarförderung (Flächenprämie) hilft v.a. den Landbesitzern. Die praktizierenden Landwirte, dürfen diesen Beitrag einfach als erhöhte Pacht weiter geben. Diese ist im ökologischen-Bereich übrigens noch höher. Wobei nur durch das umstellen auf eine ökologische Wirtschaftsweise aber nicht gesagt ist, dass die Bewirtschaftung nachhaltig für den Boden betrieben wird.
An dieser Stelle ist an das Mitdenken der Verpächter zu appelieren, da diese wenn Sie nach Pachtende einen ausgelaugten Boden haben, auch nichts davon haben. Dem bewirtschafteten Boden muss man über Düngung auch was zurück geben, um "Raubbau" zu verhindern. Die Flächenprämien einfach wegfallen lassen, treibt allerdings viele Landwirte, bei aktueller Marktlage schlicht in den Ruin. Daher bitte keine Schnellschüsse.
Es wäre wichtig in der Bevölkerung wieder eine Wertschätzung für die Arbeit hinter den Lebensmitteln zu erzeugen. Somit auch wieder höhere Preise für Lebensmittel begründen zu können, so wie überall.

Frau Frech | 06.03.2017


Landwirte arbeiten seit Jahrhunderten nachhaltig und denken in Generationen. Würden sie das nicht tun, würden sie ihren wichtigsten Produktionsfaktor zerstören. Die EU-Fördermittel müssen in der ersten Säule der Landwirtschaft erhalten bleiben. Nur so können sie die hohen bundesdeutschen Standards erfüllen und auch davon leben. Die fast unbegrenzte und immer gierigere Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels muss in ihre Schranken verwiesen werden. Preiswert ja, billig nein! Nur eine Produktion in Deutschland gewährleistet eine landwirtschaftliche Produktion nach unseren Wertmaßstäben und -vorstellungen. Die Landwirtschaft braucht eine Kultur der Wertschätzung für ihre unermüdliche und verantwortungsbewusste tägliche Arbeit und nicht immer neue bürokratische "Monster". Besonders umweltschonende Techniken und Methoden sollten im investiven Bereich, aber auch den Verfahren gefördert werden. Schließlich erhalten, pflegen und kultivieren Landwirte ganz unsere wunderschöne Kulturlandschaft.

Frau Rotraud Weber | 06.03.2017


Ich denke, die Agrarförderung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums! Dennoch: Die EU-Direktzahlungen sichern die Existenz unserer Familienbetriebe in Bayern! Eigentlich traurig...

Frau Beate Stadler-Weikl | 06.03.2017


Intensiv und professionell wirtschaftende Betriebe sind die einzigen Betriebe , die in der Landwirtschaft noch ein halbwegs zeitgemäßes Einkommen erwirtschaften und jungen Leuten eine Zukunftsperspektive bieten können. Die Flächenprämien sind derzeit unverzichtbar.Bei allen Extensivierungsmaßnahmen müssen die Einkommensverluste für diese Betriebe ausgeglichen werden , sonst kann man keiner jungen Frau oder Mann diesen Beruf empfehlen. Ohne wirksamen Außenschutz führen Extensivierungsmaßnahmen ohne Ausgleichszahlungen zu Einkommensverlusten und forcieren den Wachstumsdruck.
Biobetriebe sind derzeit im Trend , aber selbst wenn die Flächenanteile auf 20 - 30 % ausgedehnt werden ,sollte man die restlichen 70-80% konventionell wirtschaftende Betrieb nicht aus den Augen verlieren. Sie sind es letztlich , die ausreichende Nahrungsmittel in hoher Qualität zu günstigen Preisen herstellen und damit die Ernährung der bevölkerung sichern. Dafür verdienen sie Respekt und Anerkennung.

Herr Volker Diels | 06.03.2017


Die Agrarumweltmaßnahmen, die man auch unter Thema Vertragsnaturschutz aufführen könnte müssen grundsätzlich umstrukturiert werden hin zu einer flächendeckenden Umsetzung und nicht wie in der Vergangenheit mit festen Prämiensätzen hinterlegt werden. Ziel variabler Ausgleichszahlungen je nach Standortbonität oder Viehhaltungsdichte muß es sein in allen Regionen Agrarumweltmaßnahmen in gleichen Anteilen an der LN umzusetzen. Hierfür bedarf es z.B. in der Hildesheimer Börde einen deutlich höheren Betrag je ha als im Odenwald. Bei den monentan festen einheitlichen Prämiensätzen gibt es kaum die notwendigen Extensivierungsmaßnahmen in den Intensivregionen dafür aber überproportional viele Extensivierungsverträge auf Grenzstandorten mit für die Gesellschaft eigentlich nicht akzeptabelen ausgeprägten Mitnahmeeffekten. Am besten wäre eine Verteilung der Prämien z.B. nach Landkreisen oder Großgemeinden und ein damit verbundenes Ausschreibeverfahren bis zur 100%igen Mittelverwendung.

Herr Dipl.Ing.agrar Jörg Meyer | 06.03.2017


Bäuerliche Familienbetriebe(kleine Betriebe) in Bayern sind auf die EU-Direktzahlungen(Betriebsprämie) angewiesen. Ohne der Betriebsprämie würde das Höfesterben beschleunigt werden.

Herr H. Wache | 06.03.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare und Vorschläge zur Zukunft der Landwirtschaft. Viele von Ihnen schreiben zu den besonderen Rahmenbedingungen kleiner Betriebe.

Unsere Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie unsere Umwelt, das Klima und unsere Natur schont, das Wohl der Nutztiere berücksichtigt, gesunde Lebensmittel produziert und für auskömmliche Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Bäuerinnen und Bauern sorgt.

Die derzeitigen Rahmenbedingungen bevorzugen große Betriebe. Maßgeblich dafür ist die derzeitige Verteilung der EU-Agrarsubventionen: Diese machen noch immer 40% des EU-Haushaltes aus, in der laufenden Förderperiode von 2014-2020 sind das EU-weit ca. 400 Milliarden Euro. Der überwiegende Großteil dieser Gelder wird nach der bewirtschafteten Fläche verteilt, dadurch erhalten 1% der Betriebe in Deutschland 20% der Zahlungen, obwohl größere Betriebe vielfach ohne Subventionen rentabel arbeiten könnten. Kleinere Betriebe dagegen könnten mit mehr Mitteln dabei unterstützt werden, ihre Produktion an die Anforderungen von Umwelt und Gesellschaft anzupassen.

Auch bei den gesetzlichen Auflagen sollten große Betriebe nicht bevorteilt werden. Dies berücksichtigen wir in unseren derzeitigen Vorschlägen. So zielen die aktuellen Vorschläge des Bundesumweltministeriums, für Stallbauten einen Bebauungsplan zu verlangen, die Vorschläge zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für Schweine- und Geflügelställe oder zur Stoffstrombilanz im Düngerecht auf große Betriebe.

Viele Grüße aus dem BMUB


Es sollte mehr bei der bäuerlichen Landwirtschaft (die meiner Meinung nach eher zu der Umwelt steht)ankommen als bei den Konzernen die ohne vorrangige Sicherung ihrer Lebensgrundlage sehr viele und große Flächen bewirtschaften sowie bei der Verwaltung weil es sich da ja eher um die finanzierung von Arbeitsplätzen handelt welche nicht unter Agrarförderung fallen sollten!

Herr A. Bäuml | 06.03.2017


Die EU-Agrarpolitik muss neu ausgerichtet werden. Die pauschalen Flächenzahlungen müssen abgeschafft werden. Es braucht ein neues Berechnungs- und Anreizsystem, das landwirtschaftliche Leistungen für die Umwelt und die Gesellschaft honoriert. Die europäische Agrarpolitik muss kohärent mit den nachhaltigen Entwicklungszielen sein.
Es sollte ein regelmäßiges Monitoring ihrer Auswirkungen auf die Märkte des Südens geben sowie Beschwerdemechanismen für Produzent/innen in Entwicklungsländern.
Die Wettbewerbspolitik muss reformiert werden. Sie muss auch das Wohl von Produzent/innen und zukünftigen Konsument/innen im Blick haben. Die Fusionskontrolle muss verschärft werden, um der übermäßigen Nachfragemacht und der erhöhten Marktkonzentration im Einzelhandel zu begegnen.
Darüber hinaus muss eine starke deutsche und/oder europäische Regulierung durchgesetzt werden, die unlautere Handelspraktiken effektiv unterbindet.

Frau Anne Berk | 06.03.2017


1. keine Fördermittel mehr für Konzerne/Erzeuger wie z. B. Nestle/Südzucker etc.
2. Zügige Umstellung aller Landw. auf Bio (insbesondere auf Verbandsbio wie z. b. Demeter etc.). Diese Umstellung besonders fördern! Bis dahin die Agrarförderungen nach ha. mit mit einem Umgekehrten "Steuersystem" (wer viele (ha. hat bekommt je ha. weniger)Darüber legen Sie bitte unbedingt noch eine Systematik "Anzahl Tiere auf dem Hof im Verhältnis zu den ha. (Demeter hat dazu gute Vorgaben!)

Frau Brig Wohnig | 06.03.2017


1.Säule muss bei den Landwirten bleiben. Umverteilung durch plus für Betriebe unter 100 ha und für Betriebe mit hoher Biodiversität im Anbau. Einführung einer Strukturausgleichsprämie für Wirtschaftserschwernisse in kleinteiligen Fluren, Mittelgebirgslagen und den von Natur benachteiligten Gebieten.

Herr Harald Knebel | 06.03.2017


Die Agrarförderung hilft bereits gegenwärtig Landwirten und der breiten Gesellschaft: Zum einen ist sie derzeit unverzichtbarer Einkommensbestandteil der Landwirte (je nach Betriebsstruktur bis ein Drittel), zum anderen sichert sie auch indirekt ein niedriges Preisniveau der Lebensmittel, so dass diese für alle Einkommensschichten in Deutschland erschwinglich sind. Zugleich dienen sie den Landwirten dazu, mögliche Einkommensnachteile im internationalen Wettbewerb durch unterschiedliche Umwelt-und Tierschutzstandards auszugleichen. Diesbezüglich wäre es wünschenswert, Investitionen in umweltschonende Techniken sowie in wissenschaftliche Forschung noch mehr zu fördern.

Frau Marion Wendt | 06.03.2017


Unsere Agrargenossenschaft bewirtschaftet zwar eine sehr große Fläche, aber wir achten sehr auf Fruchtfolgen und Umweltschutz. Wir bewirtschaften sehr viele Naturschutzflächen durch eine wenig lukrative Beweidung. Wenn wir das nicht mehr tun, dann werden diese Wiesen in Zukunft verbuschen.
Ich verstehe nicht, wieso die Arbeit, die unsere Mitarbeiter jeden Tag leisten, weniger wert sein soll, als die Arbeit von Landwirten in Familienbetrieben. Wenn die Förderung an die Betriebsgröße gekoppelt wird und uns noch mehr Geld entzogen wird, dann können wir auf unserem Mittelgebirgsstandort die gewünschten und auch sinnvollen Umweltschutzleistungen nicht mehr erbringen. Auch unsere Mitarbeiter brauchen mehr als den Mindestlohn zum Leben!
Wenn man Ausgleichzahlungen umverteilt, dann doch in Abhängigkeit von der Notwendigkeit einer Zahlung um eine bestimmte Bewirtschaftungsform zu erhalten bzw. zu unterstützen!

Herr Gunter Martin | 06.03.2017


Landwirte leben mit der Natur. Die Agrarförderung unterstütz den Landwirt, die bereits hohen geltenden Anforderungen und den damit verbundenen Produktionskosten etwas auszugleichen. Vergleicht man unsere Standards mit Nicht-EU Ländern, sind wir um Welten voraus.

Herr Ulrich Bader | 06.03.2017


- Einkommensstützung für die Landwirte da der Markt nur schwankende Erlöse bringt.
- Nur durch die Landwirte wird nachhaltig die Kulturlandschaft gepflegt

Herr Andreas Lenz | 06.03.2017


Das Landwirtschaftsministerium hat möglicherweise die höhere Kompetenz zu entscheiden, was gefördert werden soll. Gemessen wird diese Kompetenz aber nicht verbal, sondern an den derzeitigen Ergebnissen. Sind wir mit der derzeitigen Situation zufrieden, dass kein Handlungsbedarf besteht? Vielleicht sollte ein anderes Ministerium hier unterstützend tätig werden, ich finde diese Aktion hier gut. Ein wenig über den Tellerrand zu schauen, hat noch niemanden geschadet.

Herr Heiko Fritschen | 06.03.2017


Verbot von Haushaltsreinigungsmitteln mit bestimmten chemischen Bestandteilen. Entlohnung von Umwelt-, Natur und Gesellschaftsleistungen der Landwirtschaft durch die Industrie, welche für die Versiegelung von landwirtschaftlichen Flächen verantwortlich sind (Infrastrukturmaßnahmen).

Herr Heiko Fritschen | 06.03.2017


Betrachten wir die tatsächliche Situation, werden die Verursacher nur mit der Bildung der Ausgleichsfläche für den Schaden zur Rechenschaft gezogen: Auslöffeln müssen die Suppe die Landwirte. Vielleicht reicht das nicht, und es sollte zur Bildung der Ausgleichsfläche noch eine Artenschutzausgleichszahlung eingeführt werden? Damit würde der Verursacher die Förderung der Landwirtschaft zumindest finanziell unterstützen.
Natürlich muss diese Zahlung ein Anreiz für die Stadtplaner und Architekten sein, den Artenschutz überhaupt in die Planung mit einzubinden, denn dann würde die Zahlung nicht fällig werden.
Sehen Sie es als Motivation, den Artenschutz in die Bau- und Stadtplanung mit einzubeziehen. Die schlechten Planer, und damit die Verursacher der Probleme und jetzt auch der zusätzlichen Kosten für den Bauherren, werden dann vom Markt selbst aussortiert.

Herr Heiko Fritschen | 06.03.2017


Sind die Landwirte mit den Aufgaben überfordert, müssen die Kommunen gezwungen werden, auf ihren Grundstücken Teilaufgaben zu übernehmen. Nicht jede Rasenfläche in der Stadt muss so beschaffen sein, dass man darauf Golf spielen kann. Führen Sie eine Strafzahlung für die Kommunen ein, die nicht mindestens 30 Prozent ihrer Rasenflächen nur ein mal im Jahr mähen, das ist eine Logistik-Aufgabe und verursacht keine zusätzlichen Kosten, sondern senkt diese sogar. Die Gelder bei Strafzahlungen können direkt zur Förderung der Landwirtschaft genutzt werden. Zur Entlastung der Landwirtschaft muss der Druck auf die Verursacher deutlich erhöht werden.

Herr Heiko Fritschen | 06.03.2017


Die Fördermittel werden nicht gerecht verteil , jeder redet über Bio, wissen ab nicht was das bedeutet, bei uns in der Ortschaft stellt auf Bio um,hat nur Ackerbetrieb und Wiesen keine Tier , die Wiesen soll dann ein herkommiger Bauer abmähen und verfüttern und der Acker wie Getreide für die Biomasse geben , will dann mit sagen , daß er nix produktziert,hat weniger Arbeit ,müß nix dazu kaufen (samen,Getreide Kalk)und weniger Zeitaufwand ,der Boden wird zerstört,aber bekommt die Förderung über das doppelte als ein herkommiger Bauer.reine Geldabkasieren von Staat , die keinen Bauern bleiben auf der Strecke, in paar Jahren wir es so wie in der DDR , nur Gesellschaften oder Imnobilien die Flächen in größen Still kaufen

Herr Adalbert Heigl | 06.03.2017


Alle Aufrufe von Umschichtungen oderAbbau der EU-Ausgleichszahlungen bedeuten Einkommenskürzungen für alle Familienbetriebe, diese Zahlungen sicheren teilweise den Erhalt der Betriebe, da Sie oft 40 % und mehr vom Einkommen ausmachen

Herr Thomas Sedlmayr | 05.03.2017


Umweltmaßnahmen müssen auch für kleine Betriebe umsetzbar sein und entsprechend entlohnt werden.Es darf keine Umschichtung von der 1. in die zweite Säule geben, sonst bleibt das Geld nicht bei den Landwirten. Es würden die diversen Umweltorganisationen profitieren

Herr Richard Götz | 05.03.2017


Folgende Themen sind mir sehr wichtig, sie passen nur leider in keine der genannten Themenrubriken:

1. Die Vergabe von Antibiotika in der Tierhaltung radikal zurückfahren und die Vergabe von Reserve-Antibiotika verbieten!

2. Die Haltebedingungen für Geflügel deutlich verbessern und nicht mehr länger beim Kückenschreddern wegschauen und den Tierschutz ignorieren!

Herr Leonarda da Silva | 05.03.2017


Die Regelung (Direktzahlungen) für unsere Kleinlandwirte in Europa, für die ersten Hektare mehr zu bezahlen reicht nicht aus um die Aufgabe von Kleinstbetrieben zu verhindern. Dies zeigt auch die Statistik. Stillgelegte Ackerflächen i.R. AUM Eine Beschränkung der Förderung für den Anbau von Blühflächen - B48 – Blühflächen an Waldrändern und in der Feldflur - B47– Jährlich wechselnde Blühflächen sollte es nicht geben. Bei der Höhe der Förderung sollte der Arbeitsaufwand mit einem Faktor bewertet werden. Nicht alleine die EMZ sollte die Höhe der Förderung bestimmen. Den Saatgutherstellern sollten bezüglich ihrer Preisbildung für das Saatgut Regelungen auferlegt werden. Förderung für Flächen die kleiner als 1000 qm sind.

Herr Josef Först | 05.03.2017


Die jetzigen Förderinstrumente in der 1. und 2. Säule der Eu-Agrarpolitik machen eine differenzierte Förderung, die in Bayern zum Erhalt der Familienbetriebe und einer vielfältigen strukturierten Landwirtschaft beigetragen hat erst möglich.

Herr Klemens Hoßmann | 05.03.2017


Die Direktzahlungen der ersten Säule sind Ausgleichszahlungen für Vorgaben der EU. Maßnahmen wie das Greening schützen die Landschaft und die Umwelt.

Herr Alois Mühlhuber | 05.03.2017


Für die EU-Agrarpolitik und die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig, nicht das Bundesumweltministerium.

Frau Monika Nüßlein | 05.03.2017

Liebe Frau Nüßlein,

das haben wir auch niemals bestritten. Das BMUB ist in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Denn wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektiert. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Wir setzen uns wie bereits beschrieben für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Bei der EU-Agrarförderung handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Das geht uns alle an – sei es als Landwirt, Verbraucher oder Steuerzahler. Wir wollen das System der Förderung grundlegend erneuern, um so die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen. Denn nur eine Landwirtschaft, die unsere Umweltgüter – und damit ihre eigenen Produktionsgrundlagen – schont und die Anforderungen der Gesellschaft berücksichtigt, ist zukunftsfähig und kann hohe öffentliche Unterstützungen weiter rechtfertigen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Mit der Kampagne machen wir auf dieses Thema aufmerksam und klären über die Zusammenhänge auf.

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Nur mit der EU Agrarförderung wie sie seit Jahren besteht, kann die Deutsche Landwirtschaft und die Arbeitsplätze so erhalten werden.

Dennoch sollte darüber nachgedacht werden ob Flächen zur Energiegewinnung(Mais oder GPS zur Biogas erzeugung) oder Flächen zur Futter- bzw. Nahrungsmittelerzeugung weiterhin gleich gefördert werden.

  Außerdem bin ich der Meinung dass ausschließlich das Bundeslandwirtschaftsministerium für die EU- und Bundesagrarpolitik zuständig sein sollte, und nicht das Umweltministerium

Herr Alfred Meier | 05.03.2017


Die Agrarförderung muss sich stärker nach der Betriebsgröße richten. Kleine Betriebe bis ca. 70 ha müssen einen wesentlich höheren ha Betrag bekommen als Betriebe mit mehr Fläche. Diese Abstufung würde kleineren Vorteile verschaffen. Die Abstufung muss deutlich sein und nicht wie jetzt nur ein paar Euro betragen. Mein Vorschlag wäre ab ca.150 ha die Halbierung der Flächenzahlungen. Außerdem musste der Flächenantrag wesentlich vereinfacht werden im Interesse des Landwirts und der Behörden um hier Mitarbeiter einzusparen und für sinnvollere Aufgaben einzusetzen. Zum Schluss möchte ich noch sagen das die Deutsche Landwirtschaft hervorragende Arbeit leistet und die Versorgung der Deutschen Bürger sichert und das alles zu einem sehr niedrigen Preis. Außerdem ist die Berichterstattung in den Medien und von ihrem Ministerium teilweise stark Diskriminierend gegenüber den hart arbeitenden und recht schaffenden Landwirtsfamilien, weil auch Landwirte verdienen Respekt.

Herr Josef Huber | 05.03.2017


Nur mit der EU Agrarförderung wie sie seit Jahren besteht, kann die Deutsche Landwirtschaft und die Arbeitsplätze so erhalten werden.

Dennoch sollte darüber nachgedacht werden ob Flächen zur Energiegewinnung(Mais oder GPS zur Biogas erzeugung) oder Flächen zur Futter- bzw. Nahrungsmittelerzeugung weiterhin gleich gefördert werden.

  Außerdem bin ich der Meinung dass ausschließlich das Bundeslandwirtschaftsministerium für die EU- und Bundesagrarpolitik zuständig sein sollte, und nicht das Umweltministerium

Herr Geiger | 05.03.2017


Für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sichern gerade die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämie) in normalen Jahren durchschnittlich rund 40 Prozent des landwirt- schaftlichen Einkommens. In wirtschaftlich schwierigen Phasen wie 2015 und 2016 ist die Stabilisierungswirkung für die Betriebe noch deutlich höher und sichert zum Teil vollständig das betriebliche Überleben von Agrarmarktkrisen

Herr Landwirtschaftsmeister Florian Engelbrecht | 05.03.2017


Die Agrarförderung ist eine wichtige Unterstützung bäuerlicher Familienbetriebe, damit sie die Kosten die eine Umweltfreundliche Bewirtschaftung verursacht, bewältigen können. Bäuerliche Betriebe die freiwillig die Anforderungen dieverser Förderprogramme erfüllen, sollen dafür eine Ertragsentschädigung erhalten.

Frau Katharina Rest | 05.03.2017


Ohne angemessene Agrarförderung wird es bald keine landwirtschaftliche Familienbetriebe mehr geben. Mit Erzeugerpreisen wie z.B. 2015-16 kann keiner Wirtschaften, oder bestenfalls eine Nullrunde fahren. Und dann soll auch noch die Agrarförderung gekürzt werden. Noch dazu auf Vorschlag vom Bundesumweltministerium das damit normalerweise gar nichts zu tun hat, sondern Sache vom Bundeslandwirtschafts-ministerium ist. Welche unserer Nachfolger sollen denn so einen Beruf ausüben, wo man von Auflagen und Bürokratie nur so getrieben wird und wenn einer für den Pranger gebraucht wird, auch noch herhalten muss. Und zu guter letzt nicht mal was verdient hat! Wo von soll man da noch Leben? Erst wenn alles kaputt gemacht wurde, werden wir sehen, was wir hatten.

Herr Ströhuber | 05.03.2017


Es bildet gerade für die kleinen Betriebe eine Grundlage dar, darauf kann man bauen, sollte Flächen abhängig sein, den gerade für kleinere Betriebe ist es schwer ein gewisses Einkommen zu erwirtschaften. Und eine kleine strukturierte Landschaft ist ein Kulturgut.

Frau Kinzinger | 05.03.2017


Zur Sicherung des Einkommens und Erhaltung der Bäuerlichen Betriebe. Und Pflege der Kulturlandschaft

Herr Landwirtschaftsmeister Josef Englbrecht| 05.03.2017


: Durch unsere kleinstrukturierte Flur und durch unseren Bezug zu Natur und Umwelt haben wir Landwirte in Bayern einen Herzenswunsch, unseren Lebensraum Tiere, Wasser, Boden, Pflanzen usw. im Bestzustand zu belassen. Dies ist allerdings nur mit einer nicht sinkenden Agrarförderung weiterhin möglich. Würde die Förderung sinken, wäre in unserer Struktur keine Pflege der Umwelt mehr möglich!!!

Herr Schunk | 05.03.2017


-Erhalt der Kulturlandschaft

- Positive Einkommenswirkung zur Investition in moderne umweltschonende Technik

-Ausgleich für erhöhte Umweltauflagen gegnüber der weltweiten Konkurrenz

Herr Alexander Schiller | 05.03.2017


mehr geld für die milch

Frau theresia spensberger | 05.03.2017


Wenn wir eine Landwirtschaft haben wollen, dann brauchen wir die Agrarförderung. Durch die 1. und 2. Säule wird schon sehr viel für die Umwelt erreicht. Man sollte an dem bestehenden festhalten, denn die Landwirtschaft braucht Planungssicherheit um bestehen zu können.

Herr Johannes Römert | 05.03.2017


Agrarförderungen helfen Umweltmaßnahmen umzusetzen und die Umwelt nachhaltig zu schützen für folgende Generationen. Ohne Förderungen sind viele Familienbetrieb vor dem Aus. Ziel muss sein die Familienbetriebe in der Landwirtschaft zu erhalten und zu stärken, d.h. auch weg von Großbetrieben und Massentierhaltung.

Herr Popp | 05.03.2017


Agrarförderung hilft Betriebe zu erhalten (Strukturwandel bremsen)Greenpeace sagt viele Betriebe ist besser, weil Parzellen kleiner bleiben, mehr verschiedene Früchte in der Flur. Große Pachtbetriebe legen Flächen und Fruchtarten zusammen. Kostensenkung durch immer noch größere und schwerere Maschinen. Die Industrieb treibt die Landwirtschaft dazu, weil dort der Takt vorgegeben wird wie produktiv eine Menschenarbeitsstunde sein muss. Es wird behauptet Ausgleichszahlungen werden nur an den Verpächter (Grundbesitzer profitiert von öffentlichen Gelder, dass will man im heutigen Sozialismus unbedingt vermeiden.)weitergeleitet. Wie wäre es, wenn man Ausgleichszahlungen an Eigentumsfläche koppelt. Ich bewirtschafte fast nur eigene Flächen. Mich würde Verlust der Direktzahlungen hart treffen. Viele Kleinflächenbesitzer würden dann aber Ihren Acker an zahlungskräftige Baulandbauern verkaufen, weil die Pacht nicht mehr viel bringt. Strukturwandel - Artenverlust. Und zum Ende ist das zubetoniere

Herr Reinhard Maurer | 05.03.2017


Förderung ausschließlich für Bio-Bauern!

Frau birgit haushahn | 05.03.2017


Die Agrarförderung der 1. Säule muss wie bisher voll umfänglich den landwirtschaftlichen Betrieben zufliessen. Die meisten Betriebe können mit Weltmarktpreisen nicht überleben - es ist jetzt schon äusserst schwierig mit einem Plus auf dem Konto ins nächste Wirtschaftsjahr zu gehen.Es gehört viel Liebe zur Natur und zum Beruf Landwirt dazu, bei ständig steigenden Auflagen und dem damit verbundenen bürokratischen Aufwand diesen arbeitsintensiven Job zu erledigen. Falls noch mehr Auflagen des Bundesumweltamtes kommen, müssen unsere Bauern dafür aus der 2.ten Säule einen finanziellen Ausgleich erhalten. Die Statistiken weisen es doch aus : viele Familienbetriebe mussten in den letzten Jahren aufgeben.

Frau Gabriele Wenger | 05.03.2017


Gerade kleinere Landwirte bis 100 ha LN müssen weiter wirtschaftlich produzieren können.Eine weitere Kürzung der Prämien ist dabei nicht hilfreich. Statt mehr Mittel für die 2. Säüle muss die Prämie mit der Größe des Betriebes gekoppelt werden. Die Einhaltung von CC-Maßnahmen kann weiter gefordert werden. Leider orientieren sich viele Maßnahmen nicht der wissensschaftlichen Erkenntnissen, sondern an emotionalen, romantisierten Vorstellungenm von Landwirtschaft. Ich frage mich, was eigentlich noch die gute und fundierte landwirtschaftliche Ausbildung, in der auch ökologische Zusammenhänge umfassend vermittelt werden, für einen Wert hat,wenn wir oft wider besseren Wissens zu Maßnahmen gezwungen werden, die weder dem Landwirt noch der Gesellschaft nutzen, wie es in der 2. Säule häufig der Fall ist.

Herr Franz Beutl | 05.03.2017


Deshalb, denken Sie bei allen Entscheidungen die in den nächsten Jahren im Bereich Landwirtschaft getroffen werden bitte daran, dass es nicht nur um das Überleben jedes einzelnen Bauernhofes - auch die Betriebe, die Landwirtschaft im Nebenerwerb bewältigen sind wichtig - geht, sondern auch um den Erhalt unserer Landschaft, um hochwertig produzierte landwirtschaftliche Erzeugnisse (egal ob Konventionell oder Bio) die ich auch in Zukunft nicht missen möchte, um viele Arbeitsplätze die auch von der Landwirtschaft leben, (auch Ihrer ist betroffen), und es geht im Endeffekt auch darum, dass die kommenden Generationen auch eine gute Grundlage vorfinden, so wie wir und die Generationen vor uns auch vorgefunden haben.

Herr Thomas Diederich | 05.03.2017


Wenn wir nun diese Fragen beantworten und dann auswerten,können wir nachvollziehen,warum in den letzten Jahren so viele Bauernhöfe ihre Hoftür für immer geschlossen haben,warum Insolvenzen auch in der Landwirtschaft keine Seltenheit mehr sind obwohl angeblich "Vermögen“ in den Betrieben vorhanden ist, nur wissen wir nicht, wieviel % davon den Banken gehören.Auch wissen wir,warum so viele Vermögende die Möglichkeit haben,ihr Geld in der Landwirtschaft zu platzieren.Es ist bestimmt nicht im Sinne des Landwirts,doch viele Betriebe können leider nur noch diesen Weg wählen.Auch verstehen wir dann,warum Landwirte keinen 8 Stunden Tag haben sondern teilweise viel länger.Über den Stundenlohn brauche ich dann nicht viel zu sagen. Die Politiker der letzten Generationen und auch von heute wussten und wissen, dass Landwirte sich für ihren Betrieb zerreißen und lassen es zu, dass das Höfesterben fortschreitet und damit existenzielles Wissen aus einem Berufsstand verloren geht.

Herr Thomas Diederich | 05.03.2017


Folgende Fragen möchte ich stellen:

• warum wurde die Agrarförderung eingeführt

• wieviel % aus dem Pott der Agrarförderung (EU, Bund, Land) kommen direkt beim Landwirt heute noch an

• spiegelt die Agrarsubventionen den eigentlichen Gewinn des landwirtschaftlichen Betriebes wieder. Ich sage nein, denn dieser wird in vielen Betrieben deutlich niedriger sein!

• wie hat sich die Inflationsrate in den letzten 71 Jahren entwickelt und wie entwickelten sich die Erzeugerpreise der landw. Produkte im gleichen Zeitraum?

• wie entwickelten sich die Gehälter von anderen selbstständigen Berufsgruppen, von Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst und auch von den Angestellten in den anderen Branchen im Durchschnitt in diesem Zeitraum

• wie entwickelten sich die Produktionskosten der landw. Produkte über Jahrzehnte. Dagegen sollten wir die Erlöspreise sämtlicher landw. Produkte stellen (Vollkostenrechnung)!

Herr Thomas Diederich | 05.03.2017


Für die EU-Agrarpolitik und die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleit das Bundeslandwirtschftsministerium federführend zuständig. Für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sichern gerade die EU -Direktzahlungen (Betriebsprämie) in normalen Jahren durchschnittlich rund 40 Prozent des landwirtschaftlichen Einkommens. In wirtschaftlich schwierigen Phasen wie 2015 und 2016 ist die Stabilisierungswirkung für die Betriebe noch deutlich höher und sichert zum Teil vollständig das betriebliche Überleben von Agrarmarktkrisen. Der Erhalt der vielen kleinen Betriebe sichert somit auch das schöne idyllische Landschaftsbild.

Herr Wolfgang Fischer | 05.03.2017


Die Agrarförderung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Existenz und damit für die Anzahl und Vielfalt der landwirtschaftlichen Betriebe. Davon profitiert letztendlich die gesamte Region! Das Dorf, das Landleben, das Handwerk und die Umwelt! Auch di

Herr Christian Beil | 05.03.2017


Die Agrarförderung ist beiuns Landwirten in Bayern maßgeblich für den Erhalt unserer kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe überlebenswichtig. Das Agrarministerium ist hierfür zuständig, nicht das Umweltministerium.

Herr Landwirt Johann Zenk | 05.03.2017


Die Landwirteinnen und Landwirte in Deutschland sind sehr gut ausgebildet und erzeugen hochwertigste Nahrungsmittel. Sie erfüllen bei der Erzeugung dieser Lebensmittel und Rohstoffe die höchste Umweltstandarts in der EU und wahrscheinlich auch weltweit. Gleichzeitig müssen die sie ihre Erzeugnisse in einem globalen Markt platzieren. Die höheren Umweltstandarts müssen deshalb in irgendeiner Form ausgeglichen werden (ob als staatliche Agrarförderung oder durch staatlich gelenkte höhere Erzeugerpreise - die Politik kann sich aussuchen, welcher der beiden Wege in Deutschland einfacher umzusetzen ist.)! Auch in Zukunft müssen die hohen Umweltstandarts, welche bei der Erzeugung unserer Nahrungsmittel eingehalten werden durch einen entsprechenden finanziellen Ausgleich hornoriert werden. Werden die Standarts in Zukunft weiter verschärft ist ein entsprechend höherer Ausgleich vorzusehen. Solange es weltweit keine einheitlichen Umweltstandarts gibt, müssen höhere Standarts vergütet werden.

Herr Steinbacher | 05.03.2017


Ich selbst bin Nebenerwerbslandwirt und muss immer wieder feststellen, dass ohne die Agrarförderung beim Landwirt nichts oder sehr wenig übrig bleibt. Wir haben sehr schlechte und trockene Sandböden (Bonität 27) und können und mit Betrieben in besseren Regionen und Flächenstrukturen nicht behaupten. Ohne Agrarfördergelder würde niemand auf Dauer nur mit reinem Idealismus unsere Kulturlandschaft pflegen und erhalten wollen. Ich selbst nehme an verschiedenen Programmen wie Kulap, VNP in Form von extensiver Grünlandpflege, Bienenweiden und Blühflächen teil und bin von deren positiven Auswirkungen auf unsere Umwelt (gesundes Trinkwasser, Insektenschutz) überzeugt. Speziell für Landwirte welche im Vollerwerb tätig sind und ähnlich schlechte Böden haben,sind derartige Zahlungen überlebenswichtig.

Herr Eisen | 05.03.2017


Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen! Den von der EU ermöglichten SPielraum von 15 % zur Umschichtung von EU-Fördermitteln von der ersten in die zweite Säule voll ausnutzen! Industriell hergestellte Stickstoffdünger und Agrarchemikalien (Pflanzenschutzmittel, Pestizide) je nach Giftigkeit und Umweltgefährdungspotential massiv besteuern, dadurch verteuern und die eingesetzten Mengen verringern, weil die Bauern merken, dass es auch anders geht!

Herr Landwirtschaftsdirektor Goerg Stöckl | 05.03.2017


Die Landwirte leben und arbeiten mit der Umwelt. Die Vielfalt des Lebens ist für die landwirtschaftliche Arbeit unerlässlich. Bienen oder Raubinsekten seien beispielhaft genannt. Es liegt also im Interesse der Betriebsleiter, die Artenveilfalt zu erhalten. Daher ist eine Grundförderung über die erste Säule, die allen bäuerlichen Familienbetriebe zugute kommt unerlässlich. 4,5 Prozent der Mittel der ersten Säule sind bereits in die zweite Säule umgeschichtet worden. Das genügt völlig, um dort Anreize zu schaffen, wo über über die gute fachliche Praxis hinaus Maßnahmen sinnvoll sind, die der Artenvielfalt dienen. Keinesfalls aber darf die erste Säule weiter geschwächt werden, weil dadurch die Landwirtschaft in der Fläche an Wirtschaftkraft verlieren würde. Dies würde der Landwirtschaft und somit auch der Umwelt enorm schaden. Das Jahr 2016 mit seinen Erzeuger-Tiefstpreisen machte deutlich, wie wichtig die Betriebsprämien für die bäuerlichen Familienbetriebe sind.

Herr Herbert Netter | 05.03.2017


Wir dürfen nicht vergessen, daß Agrarförderung keine Almosen sind. Vor 25 Jahren wurden Agrarzölle abgeschaft und die sinkenden Agrarpreise wurden durch Förderung teilweise Ausgeglichen. Grund dafür ist, daß deutsche Landwirte mit unseren hohen sozialen- und Umweltauflagen nicht zu Weltmarktpreisen produzieren können. Deshalb müssen Maßnahmen zum Umweltschutz durch zusätzliche finanzielle Förderung honoriert werden. Deshalb ist es nicht akzeptabel, daß derzeitige Fördergelder an zusätzliche Umweltauflagen gekoppelt werden.

Herr Harald Hüsam | 05.03.2017


Für die EU-Agrarpolitik und die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig, nicht das Bundesumweltministerium!

Herr Johann Glonner | 05.03.2017

Lieber Herr Glonner,

vielen Dank für den Hinweis, dies ist uns bewusst. Wie in früheren Kommentaren bereits erwähnt, ist das BMUB in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Denn wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektiert. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Mit der Kampagne machen wir auf dieses Thema aufmerksam und klären über die Zusammenhänge auf. Wir freuen uns über Ihre konstruktiven Beiträge in unserem Forum!

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Tierwohl und Umwelt steht es in der Landwirtschaft nicht so schlecht, wie NGO's oder die Skandalindustrie es uns glauben machen wollen. Die neue Dünge-VO wird beitragen, bisherige Missstände zu beseitigen. Begleitende Investitionsförderung würden Bauernfamilien bei der Anpassung zu einer noch klimafreundlicheren und umweltgerechteren Landwirtschaft helfen.

Herr Erich Hinrichs | 05.03.2017


Agrarförderung sollte ausschließlich an Landwirte gezahlt werden, nicht an lebensmittelverarbeitende Industrie. Und die Höhe am besten in Abhängigkeit des landschaftsschützerischen Nutzens für die Gemeinschaft. Also Massentierhaltung soll weniger Förderung erhalten als kleinere Betriebe. Überproduktion z.B. bei der Milch darf nicht noch gefördert werden.

Frau Sabine Göbel | 05.03.2017


Das Bundesministerium ist nicht zuständig für die Agrarpolitik , die Ernährung sowie die Entwicklung im ländlichen Raum . Für diese Angelegenheiten haben wir ein Budeslandwirtschaftsministerium . Und das soll auch weiterhin so bleiben .

Herr Josef Meier | 05.03.2017

Lieber Herr Meier,

dies wird auch so bleiben. Für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt ist jedoch das BMUB innerhalb der Bundesregierung zuständig – und hier ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Agrarpolitik. Denn diese Güter können wir nur schützen, wenn alle Formen der Landbewirtschaftung die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektieren. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne sowie diesem Forum an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Wir würden uns daher freuen, wenn auch Sie sich mit konstruktiven Vorschlägen in diesem Forum beteiligen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Guten Tag Frau Bundesministerin Barbara Hendricks, generell sollten nur landwirtschaftliche Betriebe gefördert werden, die auch die ökologischen Zusammenhänge beachten also keinerlei Antibiotika bei Tieren, kein Roundup und Glyphosateinsatz ebenso keinerlei synthetische Spritzmittel. Grossbetriebe ab 300 ha sollten generell kein EU-Förderung erhalten. Bitte darauf achten, dass dann nicht der ehemalige Hof dann auf 3 oder mehr Leute aufgeteilt wird um nur unter diese Schwelle von 300 ha zu fallen. Konventionelle Betriebe sollten eine Umstellungsprämie erhalten. Betriebe die nicht umstellen, keine EU-Prämie egal wie gross der Bauernhof ist. Eine Förderung des ökologischen Grünlandes sollte absolute Priorität haben. Gerade diese Biodiversität im Grünland muss wieder gefördert werden. Eine Gesamtjahresbeweidung mit Fleischrindern und Pferden ist ebenso erforderlich um das Entwurmen der Tiere zu vermeiden, da die Gailstellen gegenseitig begrast werden. Mistkäfer ist besonders zu schütze

Herr Reinhard Geißler | 05.03.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks, mischen Sie sich bitte nicht in Themenbereiche ein, die Sie nicht verstehen (wollen) und die Sie auch nichts angehen. Für die Agrarpolitik in Deutschland ist das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig und nicht das Bundesumweltministerium!

Herr Josef Kammermeier | 05.03.2017

Lieber Herr Kammermeier,

in Themenbereiche wie Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt müssen wir uns einmischen, denn sie fallen in unseren Zuständigkeitsbereich. Wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen der Natur respektiert werden. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Die Agrarwende hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft schaffen wir nur gemeinsam - Landwirte, Naturschützer, Konsumenten. Deshalb wollen wir die Kampagne und die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch dazu nutzen, den Dialog mit den Landwirten über konkrete, praktische und realisierbare Lösungen voranzutreiben. Dazu haben wir in der zweiten Kampagnen-Phase den #DialogLandwirtschaft in den Mittelpunkt gestellt, u. a. in Form von Fachveranstaltungen, Fragestunden in den Sozialen Medien etc. Wir freuen uns über Ihre konstruktiven Beiträge in unserem Forum!

Viele Grüße aus dem BMUB | 06.03.2017


Die Agrarförderung in der jetzigen Form ist gedacht als Ausgleich für die niedrigen Erzeugerpreise. Daher ist eine Umverteilung von der Ersten in die Zweite Säule abzulehnen. Die Zweite Säule sollte mit Mitteln aus dem Budget des BMUB aufgefüllt werden.

Herr Schild | 05.03.2017


Agrarförderung nicht nach Größe (ha) sondern gemäß Beitrag zum Klimaschutz, Umweltschutz und sozialem Ausgleich: Klimaschutz & Anpassung (Resilienz): nur 50% Treibhausgaseinsparung bis 2050 (35 Mio. t CO2-Äq.) ist inakzeptabel wenig. Wollen wir den Ausstoß von Treibhausgasen in 2050 auf netto Null senken, so muss die Landwirtschaft radikal reduzieren und gleichzeitig das Potenzial als CO2 –Senke von Land und Forst maximal erschließen – u.a. durch > 80% Ökolandbau, Kreislaufwirtschaft, Rinderhaltung auf Weideland (vgl. Dr. A. Idel zum Humusaufbau durch Weidemanagement) Agrarförderung – Kriterien:

1) Klima&Resilienz: THG-Emissionen (Bilanz der globalen Nährstoffkette)/Output an Nahrungsmitteln, Humusaufbau, Ergebnis der Pflanzenzüchtung (Vielfalt, vom Bauern nachbaufähige Sorten)

2) Umwelt: Artenvielfalt, Wasserschutz

3)Sozial: mehr fair entlohnte Arbeitsplätze anstatt Förderung von Industrie und großer industrialisierter Landwirtschaft

Herr Matthias Wohnig | 05.03.2017


Direcktzahlungen die das Betriebseinkommen der Landwirte stützt sind derzeit, in einem offenem Markt, für das Weiterbestehen von Familienbetrieben unentbehrlich. Umschichtungen mit Umweltschutzanreitz gibt es bereits. Diese werden von den Landwirten rege genutzt! Für noch höhere Standards muss es auch höhere und Erzeugerpreise geben.

Herr Ederer | 04.03.2017


mehr Anreiz schaffen für Kleegrasanbau durch höhere Prämie.Der Maisanbau würde sich dadurch reduzieren. Kleegras ist eine einheimische Eiweißquelle.Erhöhung der Prämie bei kleinen Flächen z.B. bis 2 ha + 20% bis 5ha +10% ab 10ha-10% ab 20ha-20% denn kleinere Flächen sind teuerer zu bewirtschaften als Große. Durch Anbau von verschiedenen Früchten auf großen Flächen würde Erosion vermindert. Dies bringt auch mehr Abwechslung für Feldtiere.

Herr Rothlehner | 04.03.2017


‚Bio’ kann und wird nicht jeder Landwirt umsetzen. Meiner Meinung nach ist dies auch nicht die Lösung der Probleme. Bildung ist gefragt. Die Verbraucher gehen viel zu wenig wertschätzend mit allen Lebensmitteln um. Wie viel landet täglich im Müll? Was ist Umweltschutz dem Verbraucher wert und zahlt er das letztendlich auch? Das Umdenken über Mengen des Verbrauches und die Haltbarkeiten von Lebensmitteln müssen geschult werden und dass reicht nicht in der Grundschule aus. Die Wertschätzung allgemein muss gesteigert werden und die Produkte brauchen faire Preise. Wenn Sie Bauernfamilien unterstützen wollen, dann nur mit Maßnahmen wie die Unterstützung beim Strukturwandel, Ausgleichszahlungen für Umweltauflagen oberhalb des Weltniveaus, Keine Umschichtung der Gelder der ersten Säule aus der GAP in die zweite Säule, eine Einschränkung der Marktmacht des Einzelhandels gegenüber der Erzeuger, Unterstützung von Erzeugergemeinschaften und Bürokratie Abbau sind erforderlich. Zu wenig Platz hier

Frau Marion Schmitz | 04.03.2017


Für die EU-Agrarpolitik, die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig

• Das Bundesumweltministerium ist nicht zuständig für die Agrarpolitik, Ernährungsfragen und die Politik für den ländlichen Raum.

• Für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sichern gerade die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämie) in normalen Jahren durchschnittlich rund 40 Prozent des landwirt- schaftlichen Einkommens. In wirtschaftlich schwierigen Phasen wie 2015 und 2016 ist die Stabilisierungswirkung für die Betriebe noch deutlich höher und sichert zum Teil vollständig das betriebliche Überleben von Agrarmarktkrisen.

• Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten.

• Der heutige „Werkzeugkasten“ mit erster und zweiter Säule der EU-Agrarpolitik (GAP) ermöglicht eine differenzierte Förderung, die in Bayern maßgeblich zum Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe und ein

Herr Florian Schöpfer | 04.03.2017


Agrarförderung hilft weder den Landwirte noch der Umwelt, seit Einführung derselben geht es rapide bergab mit Beiden. Sie fördert die Gier und Ihren Mißbrauch, weils ein Sport wird, die Schlupflöcher zu finden Wenn man wirklich etwas für Landwirtschaft und Umwelt tun wollte, müßte man die Agrarförderung abschaffen und durch eine höhere Mehrwertsteuer für mit schädlichen Produktionsverfahren hergestellte Produkte belasten, so daß der Verbraucher sich leichter für ein umweltfreundliches Produkt entscheiden könnte. Die Bauern würden dann freiwillig umweltfreundlich wirtschaften.

Herr Jacob Hinrich | 04.03.2017


Agrarförderung dürfte es nur für Betriebe geben, die sich viel stärker, als es bisher allgemein der Fall ist, am Tierwohl orientieren. Tierschutz kommt bei ihren Themenrubriken leider nicht vor. Ich sehe ihn als Selbstzweck, für alle anderen: das nutzt auch echten bäuerlichen Betrieben (nicht der Agrarindustrie) und der Umwelt.

Frau Bettina Alsheimer | 04.03.2017


 - Förderung nicht pro ha

- Förderung von Umweltleistungen

- Förderung von bodengebundener artgerechter Tierhaltung

- Obergrenze pro Betrieb

- Einbeziehung Arbeitskräftebedarf

Frau Angela Müller | 04.03.2017


Keine Förderung mehr für Großbetriebe mit mehr als 100ha. Stop von Ankaufförderungen für Großbetriebe. Mehr Förderung von Nebenerwerbslandwirten zur Erhaltung bäuerlicher Kleinbetriebe bis 25 ha.

Herr Peter Eckardt | 04.03.2017


Durch die bereits bestehenden vielfältigen Programmmöglichkeiten werden viele Naturschutzprogramme durch Förderungen genutzt und umgesetzt. Dies sollte so beibehalten und weitergeführt werden. Keinesfalls ist eine Abschaffung der Agrarförderung denkbar, da diese Gelder für die bäuerlichen Familien existenzerhaltend sind!

Frau Sieglinde Furthmeier | 04.03.2017


Die Förderung der Betriebe sollte zum einen mit der Grösse abnehmen, da grosse Betriebe sowieso betriebswirtschaftliche Vorteile haben, zum anderen sollte es an ein positives Punktesystem für Umweltschutzmaßnahmen gekoppelt werden. Die Förderung von Maisanbau zur Biogasgewinnung muss sofort beendet werden. Es gibt erforschte Pflanzenmischungen als Alternativen, die ökologisch viel besser sind.

Herr Eckhard Neudert | 04.03.2017


Alles hängt mit allem zusammen, darum finde ich die Einteilung in Themenrubriken überflüssig. Man könnte noch Gesundheit, wegen der Ernärung, ergänzen, die Energiefrage etc.) Mein Plädoyer gilt der Förderung und damit Wertschätzung des Arbeitsaufwandes, also der arbeitenden Menschen, für die Produktion gesunder Nahrung und dem gleichzeitigen Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und Gleichgewicht der Natur. Der "markt" regelt da nichts. Und die Natur lässt sich nicht beHERRschen, sondern man muss achtsam MIT ihr leben. Überall auf der Welt. Aber die derzeitige EU-Belohnung der Agrarexporte, der Massenproduktion und in deren Gefolge die abartige Einfuhr von ungeeignetem Tierfutter kann bald zu eine Fiasko führen. Dann haben unsere Enkel nicht mal mehr Ungesundes sondern gar nichts mehr zu futtern. Ich bin Mitglied einer CSA-Gruppe und der Genossenschaft BioBoden,aber das sind natürlich nur Tropfen auf den heißen Stein, die gegen die Agrarlobby noch nichts ausrichten. Die Politik muss ran!

Frau Karin Weitze | 04.03.2017


1. Fördergelder sollten praktische Anwendung finden und nicht bei immer mehr ideologisch vorbelasteten Akteuren ohne Hintergrund-wissen aus der Praxis vergeudet werden.

2. Wenn zeitgemäß(auch zum sinnvollen Abbau der Bürokratie) auf elektronische Antragsstellung umgestellt wird und dazu Fristen einzuhalten sind, muss eine Funktionssicherheit gewährleistet sein. Beispielsweise bei der Flächenbewirtschaftung in mehreren Bundesländer hapert es derzeit noch gewaltig mit der Praxistauglichkeit. Auch die Serverleistung bzw. deren Zuverlässlichkeit in RLP sind derzeit nicht ausreichend. Versehentlich bei der Antragstellung unterlaufene Fehler sollten mit größtmöglicher Toleranz gehandhabt werden. 3. Praxisorientierte Investitionsförderung für besonders umweltschonende Techniken bzw. Verfahren in der 1. Säule der EU-Agrarförderung müssen Alibiinvestitionen aus der 2. Säule (wie z.B. Dorfsanierung)vorgezogen werden.

Herr Christof Strahlenbach | 04.03.2017


Agrarförderung hilft der Umwelt, wenn diese den Familienbetrieb unterstützt. Sie darf nicht von weiteren Bewirtschaftungsauflagen und Mehraufwand für die Bürokratie aufgefressen werden. Sie muss für den einzelnen Landwirt einkommenswirksam bleiben. Hierbei wäre eine stärkere Förderung der ersten Hektare vorstellbar.

Herr Frank Kuett| 04.03.2017


Die Agrarförderungen sollen vom Landwirtschaftsministerium koordiniert werden, wobei die kleiner strukturierten Betriebe hinsichtlich ökologischem Landbau und tierwohlgerechter Viehhaltung stärker gefördert werden sollten.

Herr Lorenz Kandlinger | 04.03.2017


es kann nicht sein das die volle förderung nur ausgezahlt wird wenn kein bewuchs auf den Lnf beschattet. Diese veranlast die landwirste die hecken jedes jahr auf den stock zu setzen. der lebensraum für wild und vögel wird sich so nicht erholen

Herr Stefan Wietkamp | 04.03.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, "den Landwirt" gibt es nicht. Größe, Produkte, Betriebsstruktur, Bio/nicht-Bio unterscheiden sich stark. Soll Agrarförderung der Umwelt ernsthaft und nachhaltig helfen, muss sie den Ideen der Agrarwende folgen. Ergo: eine Förderung sollte es - stufenweise einzuführen (ähnlich Ausstieg aus der Kohleförderung oder Kernenergie) nur noch für die Produktion von BioLebensmitteln geben. Teile dieser Förderung könnten ausserhalb der produzierenden Landwirtschaft liegen: im Bereich Forschung. Zum Beispiel zu technischen Möglichkeiten der Biolandwirtschaft oder smarten Betriebskooperativen in Vernetzung mit Wetter-, und Klima- und Bodendatenforschung - und Marktanalysen, die auf dieser Daten ihre saisonale Fruchtwahl treffen. Desweiteren Forschung zur Abmilderung der Verlusteffekte bei Umstellungsbetrieben.

Frau Mues-Schröder| 04.03.2017


Wenn man die Agrarförderung nicht für bereits im Ökoflächenkataster enthaltene Fläche ausgibt, sondern den normalen Fläche zugesteht. Denn die im Ökoflächenkataster befindlichen Flächen haben ja schon Auflagen und sind zudem zu 90 % nicht im Besitz von bäuerlicher Hand.

Herr Franz Pöschl | 03.03.2017


Die erste Säule der Agrarförderung ist viel zu hoch. 50 Euro je ha wäre angemessen. Die dann übrigen Gelder in die Säule 2. Denn nur wer etwas leistet für die Umwelt sollte auch dafür entlohnt werden. Wenn ich in meinem Beruf weniger mache werde ich nicht dafür entlohnt oder belohnt wie z. B. bei der Milchmengenreduzierung

Herr Roland von Kampen| 03.03.2017


Als Verbraucher wünsche ichmir eine zukunfsorientierte Landwirtschaftdie kommenden Generationen einezahlreiche Artenvielfalt, fruchtbare Böden,saubere Luft und eine tierschutzgerechte Tierhaltung hinterlast.Dasistzu erreichen durch einen Umbau nach sozialen und ökologischenKritereien:

  • 100%ökologisierte Standarts in Erzeugung und Ernahrung
  • Importe aus Ländern wo Regenwald abgeholzt wird und Genpflanzen angebaut werden umschichten in eigenen Tierfutteranbau hier vor Ort, Fleischkonsum senken,vor allem Massentierhaltung abschaffen dafür Tierwohl verbindliche Tierhaltung+Tierhaltungskennzeichnungspflicht mit Fotos einführen,niedersächsischen Tierschutzplan auf Bundesebene durchsetzen,Düngeverordnung,Wasserschutzgesetz,
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel,
  • Natura200 umsetzen und stärken,klimaschädliche Subventionen abschaffen dafür klimafreundliche Fördern und damit zum Umbauanimmieren,bessere Aufklährung der Verbraucher

Frau Paulina Kowalska| 03.03.2017


Mehrgliedrige Fruchtfolgen fördern, Mindestens drei Kulturen Pflicht sein sollten, Extensivierungsmaßnahmen aller Art mehr fördern als intensiv genutzte Flächen. Vor allem Grünland ohne Dügung sollte mehr gefördert werden. Vertragsnaturschutzprogramme sollten ausgebaut und fiannziell noch attraktiver gestaltet werden. Dann machen die Landwirte auch gerne Naturschutz.

Herr Söhnlein | 03.03.2017


Maßnahmen und Bewirtschaftungsformen, die zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutz der Umwelt beitragen gezielt und lukrativ fördern und dafür die flächenbezogene Förderung abschaffen

Herr Hafner | 03.03.2017


-Mehr Gelder für Forschung und Beratung im Ökologischen Landbau
-Nur noch Gelder für Ökosystemdienstleistungen
-Deckelung der Zahlungen
-Stärkere Umverteilung auf die ersten Hektare
-Höhere Förderung der Ökobetriebe

Herr Marco Rostermund | 03.03.2017


Man sollte die Landwirte weiterhin fördern, weil sie dadurch gewisse Verpflichtungen eingehen und sich daran auch halten. Gibt es keine Förderung mehr, dann macht jeder was er will. Die Folgen wären, Überdüngung und noch mehr Produktion, was zu einem Überfluss und dadurch zur Verschwendung führt.

Herr Eichhorn | 03.03.2017


Kosten für die Erhaltung der Artenvielfalt, Bodenbearbeitung und um gesunde Lebensmittel für unsere Verbraucher herzustellen

Herr Johann Eibl | 03.03.2017


Bayern geht seit Langem mit einer starken Umsetzung der zweiten Säule der GAP voran und erzielt damit in Kombination mit den EU-Direktzahlungen letztlich eine ausgewogen differenzierte Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft und verhindert somit strukturpolitische Brüche.
Forderungen nach zusätzlicher Umschichtung von der ersten in die zweite Säule der GAP hebeln dieses erfolgreiche Umsetzungsmodell aus und werden in Bayern erheblichen Strukturwandel auslösen. Aktuelle Umschichtungsforderungen von 15 Prozent würden für die bayerische Landwirtschaft sofort zusätzlich rund 100 Millionen Euro pro Jahr an voll einkommenswirksamen Kürzungen bedeuten und werden deshalb abgelehnt.
Zusätzliche Umschichtungen bei den Direktzahlungen spüren alle Bauern im Geldbeutel. Denn es sind einkommenswirksame Kürzungen auch für Bauern, Ökobetriebe und Bergbauern. Die aktuellen Bundesratspläne bedeuten minus 15 Mio. € im Jahr für bayerische Bauern, die über die 2. Säule nicht aufgefangen werden können

Herr Matthias Borst | 03.03.2017


Die derzeitige Flächenprämie dient einerseits den Verpächtern zur Argumentation zugunsten höherer Pachtpreise, andererseits der aufnehmenden Hand zur negativen Beeinflussung der Erzeugerpreise. Die Argumentation daß große Betriebe sich über die Flächenausstattung mit "Subventionen vollzögen" ist dahin nur die halbe Wahrheit, da hier keinerlei Differenzierungen zwischen arbeitskraftintensiven und -extensiven Betrieben vorgenommen wird. Die derzeitige Förderung ist kontraproduktiv hinsichtlich einer nachhaltigen Landbewirtschaftung mit angepaßter Tierproduktion. Sie ist derzeit notwendig, ob in dieser Form ist zweifelhaft, um die niedrigen Einkommen in der Landwirtschaft auszugleichen. Der Ansatz vergangener Jahre, dieselbe an eine notwendige Arbeitskraftausstattung/Lohnsumme zu binden, war eine Überlegung in die richtige Richtung.
Ziel der notwendigen Agrarförderung könnte sein, ein Agrarproduktpreisniveau zu erreichen, daß den Landwirten ein Auskommen bietet.

Herr Jens Winter | 03.03.2017


Für die EU-Agrarpolitik, die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig. Das Bundesumweltministerium ist nicht zuständig für die Agrarpolitik, Ernährungsfragen und die Politik für den ländlichen Raum. Für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sichern gerade die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämie) in normalen Jahren durchschnittlich rund 40 Prozent des landwirtschaftlichen Einkommens. In wirtschaftlich schwierigen Phasen wie 2015 und 2016 ist die Stabilisierungswirkung für die Betriebe noch deutlich höher und sichert zum Teil vollständig das betriebliche Überleben von Agrarmarktkrisen. Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten.
Der heutige „Werkzeugkasten“ mit erster und zweiter Säule der EU-Agrarpolitik (GAP) ermöglicht eine differenzierte Förderung, die in Bayern maßgeblich zum Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe beiträgt.

Herr Matthias Borst | 03.03.2017


Ohne ausreichende Agrarfördung ist das Einkommen der Landwirte nicht gesichert. Für geforderte Umweltstandarts muss der Landwirt entschädigt werden. Eine Investitionsfördung für umweltschonende Technik/Verfahren ist nötig.

Frau Christine Ruby | 03.03.2017


Die Agrarförderung, die dem Verbrauch von Land und insbesondere landwirtschaftlicher Nutzfläche entgegenwirkt, hilft sowohl den Zielen der Landwirtschaft als auch des Artenschutzes. In diesem Zusammenhang sind insbesondere produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen von Bedeutung.

Herr Hehn | 03.03.2017


Am besten Hilft die Agrarförderung, in dem sie abgeschafft wird.

Herr Jörn Jansson | 03.03.2017


Einkommenswirkung der Agrarzahlungen, Ausgleich für Umweltstandards über Weltniveau, Investitionsförderung für besonders umweltschonende Technik/Verfahren

Briest | 03.03.2017


Flächenförderung abschaffen!
Ein paar Stichpunkte als Ideen. Die Gestaltung ist so schwierig, das überlasse ich gern Experten. Vollbeschäftigte Arbeitskräfte pro Hektar fördern! Kleine Betriebe erhalten mehr Förderung. Anstrebenswertes Verhältnis Fläche- Tierzahlen als Großvieheinheiten pro Hektar ist sicher eine gute Hilfe Struktur zu schaffen. Bonus für Naturschutzaufgaben, Herstellung regionaler Erzeugnisse, Grünlandanteil,Saatgutvermehrung im Betrieb und alte Haustierrassen, Bildungsarbeit.

Herr Ralf Haas-Langwagen | 03.03.2017


Einkommenswirkung der Agrarzahlungen
Wirkung des Greenings evaluieren
Verteilung von Wirtschftsdüngern fördern-
Ausgleich Ackerbau und Ver- edlungsregionen
Mehrzahlungszahlung für übergesetzliche Standards einlösen
Landwirtschaft als Arbeitsplatz im ländlichen Raum

Herr Dipl.-Ing.-Agrar Johann Peter Petersen | 03.03.2017


Meiner Meinung nach sollte die Agrarförderung dazu genutzt werden Landwirten den Einstieg in neue effiziente und umweltfreundliche Produktionsmethoden/verfahren schmackhaft zu machen oder zu erleichtern und somit die Entwicklung einer auch zukünftig wettbewerbsfähigen und umweltfreundlichen Landwirtschaft zu unterstützen (Bodennahegülleausbringung, konservierende Bodenbearbeitung, Güllelagerung/Lagerungsdauer,Anreize für einen Effizienten Einsatz von Mineraldünger,..)
Aufgezwungene Maßnahmen wie das jetzige Greening bringen nur sehr geringe Beiträge zum Umweltschutz und verschlechtern gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, da sie in jedem Betrieb umgesetzt werden müssen egal ob sie zur Betriebsorganisation passen oder nicht. Es sollte deshalb mehr Wert darauf gelegt werden durch finanzielle Anreize Maßnahmen umzusetzen welche die entscheidenden Probleme lösen können(N-Überschüsse, Bodenerosion).

Herr Steffen Koeninger | 03.03.2017


Durch Umstellung sowohl der GAP-Förderungen, als auch der Nationalen Steuersysteme, könnte ein wirtschaftlicher Anreiz die Landwirte zu nachhaltigeren Anbaumethoden lenken. Z.B. wenn Schritt für Schritt die Umsatzsteuer auf Lebensmittel mit Biosiegel auf konventionell hergestellte Produkte umverteilt wird. Somit ist die Produktentscheidung der Konsument nicht mehr so stark an die Geldfrage gekoppelt, sondern eher auf eine ethische.
Auch die Förderungen der GAP können dazu beitragen die biologische Landwirtschaft besser zu fördern und Europa zu einer Hochburg der Gesunden und Umweltschonenden Lebensmittel zu machen. Dazu würden aber auch In- und Export regularien benötigt, damit nicht billigere und damit meistens auch umweltschädigendere Produkte aus anderen Teilen der Welt unseren heimischen Markt übernehmen.

Herr Micha Reimer | 03.03.2017


Was den Bauernfamilien helfen kann:
- Die unbegrenzte Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandelsbeschränken
- Keine Umschichtung von Geldern der ersten in die zweite Säule der EU-Agrarförderung
-Abbau bürokratischer Hindernisse
-Ausgleich für Umweltstandards über Weltniveau
-Unterstützung bei der Bewältigung des Strukturwandels Investitionsförderung für besonders umweltschonende Technik/Verfahren

Herr Pascal Kersten | 03.03.2017


Die Agrarförderung dient der Erhaltung der landwirtschaftlichen Nutzung vor allem in benachteiligten Gebieten mit einem sehr geringen Viehbesatz. Ohne sie würde sich die Artenvielfalt stark reduzieren und die seit Jahren ausgeprägte Kulturlandwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Hierbei ist es vollkommen egal, ob die Landwirtschaft durch bäuerliche Betriebe betrieben wird oder durch größere Betriebseinheiten. Hauprsache ist, das ortsänsässige Landwirte , die mit dieser Region verbunden sind die Flächen bewirtschaften.Die Landwirte machen sehr viel für ihre Umwelt, denn sie sind es, die hauptsächlich davon leben und ich glaube auch kaum, das die Stadtbevölkerung gern Ausflüge in eine Wildnis unternimmt.Die Agrarförderung ermöglicht auch die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen, wo der Ertrag eigentlich eine Nutzung unrentabel macht.

Herr Volkmar Frömrich | 03.03.2017


Die Agrarförderung für die Landwirtschaft ist unverzichtbar, da bei diesen Preisen kein wirtschaften möglich ist und die Landwirtschaft von der Bildfläche verschwinden würde. Es sollten aber wirklich nur Landwirte gefördert werden, die ihr Land selber bewirtschaften und nicht irgendwelche Konzerne oder Gesellschaften. Der richtige Landwirt bewirtschaftet sein Land wie es die Natur verlangt, nicht wie er den größtmöglichen Gewinn erziehlt. Nicht jedes Kulap-Programm ist der Natur auch wirklich dienlich. Oft ist eine Verwilderung der Natur vorprogrammiert, und das will niemand. Wird die Agrarförderung gestrichen, können wir bald alle Lebensmittel aus dem Ausland beziehen, wollen wir das wirklich? Dann wissen wir nicht mehr was wir bekommen!

Frau Marion Hamperl | 03.03.2017


Für Agrarpolitik in der BRD ist ausschließlich das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig. Hände weg davon!!!!! Einkommenswirkung der Agrarzahlungen und es ist ein Ausgleich für zusätzliche Umweltstandarts über Weltniveau.

Herr Grottke | 03.03.2017


Agrarförderung hilft der Umwelt, wenn diese den Familienbetrieb unterstützt. Sie darf nicht von weiteren Bewirtschaftungsauflagen und Mehraufwand für die Bürokratie aufgefressen werden. Sie muss für den einzelnen Landwirt einkommenswirksam bleiben. Hierbei wäre eine stärkere Förderung der ersten Hektare vorstellbar.

Herr Köninger | 03.03.2017


Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn es tut sich ein gewaltiges Spannungnsfeld auf. Historisch betrachtet ist die Agrarförderung ein Überbleibsel aus der Vergangenheit mit dem Ziel den Nahrungsmittelmangel zu beheben. Heute ist das Ziel erreicht und dieses Relikt der Agrarförderung sorgt v.a. nun dafür, dass Nahrungsmittel zuverlässig günstig bleiben -denn der Handel und die Verarbeitung verlassen sich auf dieses Instrument der Zusatzeinnahme der Landwirte und kalkulieren ihre Abnahmepreise entsprechend -oder im Umkehrschluß, die Landwirte müßten notgedrungen deutlich höhere Preise für ihre Produkte durchsetzen, um ihr Überleben zu sichern. Denn man muss sich nichts vormachen,Nahrungsmittel werden gebraucht und in Zeiten von Klimawandel und Klimadiskusion macht es nur Sinn Nachrungsmittel dort zu erzeugen, wo sie auch verbraucht werden! Agrarföderung hat somit nicht vorangig direkt etwas mit Umweltinteressen zu tun, sonder hat v.a. auch eine große soziale Komponente.

Herr Dipl.Ing. Niels Wrogemann | 03.03.2017


Die Vorgaben für eine Umweltverträgeliche Landwirtschaft darf nicht nur Stilllegung bedeuten. Es müssen auch moderne Anbautechniken wie Untersaat, Direktsaat, Mulchsaat etc. gefördert werden. Diese Modernen Anbautechniken sind ausgereift und möglich und nebenher umweltverträglich, da sie Ressourcen schonen durch geringeren Dieseleinsatz und durch weniger Überfahrten der Ackerflächen. Allerdings werden diese hochspezialisierten Anbauverfahren nicht durch ein gerechtes Entgelt der Lebensmittel bezahlt. Nur Blühstreifen und Grünlandflächen zu fordern und zu fördern reicht nicht aus, im Gegenteil, dadurch veramrmt die Kulturlandschaft. Die Landwirtschaft hat das Wissen und das Know How, das muss in erster Linie gefördert werden.

Frau Franziska Wolland | 03.03.2017


Ohne Agrarförderung würde sämtliche Wiesen verbuschen und das Aufkommen von Schwarzwild wäre noch schwieriger einzudämmen. Seit Jahren ist in der Landwirtschaft ohne Förderung ein kostendeckendes Wirtschaften nicht möglich. Deutschland ist zwar grundsätzlich ein wohlhabendes Land, für Lebensmittel wird jedoch im Verhältnis zum Einkommen nur sehr wenig Geld ausgegeben. Durch die starke Konkurrenz unter dem Lebensmitteleinzelhandel und der Marktmacht liegen die Preise für landwirtschaftliche Produkte oft unter den Produktionskosten. Sollten wir als Nutzer der Kulturlandschaften nicht bereit sein mehr für die Erzeugnisse der Landwirtschaft zu zahlen, dann muss es über die Agrarförderung geleistet werden. Keine andere Branche tut so viel für die Umwelt wie die Landwirte. Kein Autobauer, kein Chemieerzeuger und auch kein Pharmaunternehmen. Wieso konzentriert sich die "Energie" der Naturschutzorganisationen so sehr auf die Landwirte? Uns geht es zu gut!!!

Herr Christian Karl Müller | 03.03.2017


Die Agrarförderung ist bei den derzeit desaströsen Preisen für die Produkte der LW unverzichtbar. Damit wird das Einkommen unserer Landwirte gesichert, in dieser globalen Welt die regionale LW erhalten.Dies ist umso wichtiger für die dt. Landwirte, da sie oftmals erheblich höhere Umwelt-standards erfüllen müssen. Nicht zuletzt können nur starke LW-Betriebe auch Kraft und Investitionen in immer wieder neue und auch umweltschonende Techniken und Verfahren stecken.

Frau Anne Buhlau| 03.03.2017


Durch höhere Erzeugerpreise ist der Druck einer immer mehrerzeugenden Landwirtschaft genommen. Der Verbraucher müsste sich natürlich auch an höhere Preise gewöhnen.

Herr Johann Dietl | 03.03.2017


Agrarförderung hilft nur den Landwirten und der Umwelt, wenn diese nicht schon im Vorfeld wieder von anderen Beteiligten z. B. Landeigentümern (Pacht) und Institutionen (fragwürdige Umweltprojekte) abgeschöpft werden.
Vorschlag: keine Flächensubventionen nach dem Gieskannenprinzip mehr, diese müssen ansonsten direkt weitergereicht werden an z. B. die "Kapitalgeber-Boden", ohne wirkliche Hilfe für den Landwirt.
Massnahmen die , die konventionelle Landwirtschaft einschränken und somit der Umwelt zu gute kommen, müssen nach einem zu erarbeitenden System honoriert werden.

Herr Christoph Zeitz | 03.03.2017


Landwirte können mit Hilfe der Förderung Ihre Flächen ordnungsgemäß bewirtschaften. Ohne diese Förderung würden landwirtschaftliche Betriebe zugrunde gehen und das kleinbäuerliche Leben auf den Dörfern aussterben. Die Umwelt profitert von der Förderung ebenfalls, da de landwirte Ihre Flächen Ordnungsgemäß bewirtschften können, z.B. Grunddüngung der Flächen (ohne diese können Böden versauern, oder Pflanzen nicht Ihr genetisches Potential ausnutzen)

Herr Willy Buchheim | 03.03.2017


Hallo, solange Biogasanlagenbetreiber mit fast 5000 € pro ha (Einspeisevergütung + Betriebsprämie) gefördert werden sehe ich schwarz für die Zukunft der Kleinbauern und Umwelt (Grundwasserbelastung mit Nitrat). Erste Möglichkeit wäre für Maisflächen die Betriebsprämie auszusetzen. mfg Jochen Hörner

Herr Jochen Hörner | 03.03.2017


Die Agrarförderung ist eine Subvention, die dazu dienen soll, den Landwirten ein Auskommen zu sichern. Dabei stellt sich die Frage, warum erstens die Landwirtschaft subventioniert werden muss und zweitens die Gemeinschaft diese Subventionen bereitstellen sollte. Wenn es in der Landwirtschaft nur darum ginge, die Versorgung mit Lebensmitteln möglichst preisgünstig sicherzustellen, dann sollte sie in Deutschland wegen zahlreicher Wettbewerbsnachteile sicher eine deutlich geringere Rolle spielen als es heute der Fall ist. Wir würden dann noch mehr landwirtschaftliche Produkte aus dem Ausland beziehen und könnten uns die Subventionen sparen.
Tatsächlich hat die Landwirtschaft in Deutschland m.E. aber eine andere Aufgabe: Sie ist Teil der Kultur im ländlichen Raum und trägt zum Erhalt der Kulturlandschaft bei. Dafür ist die Zahlung von Subventionen gerechtfertigt, weil diese Leistung vom Markt nicht bereitgestelt wird. Allerdings nur, wenn Umwelt und Gesundheit nicht geschädigt werden.

Herr Dr. Christian Sartourius | 02.03.2017


Zu 1.
Die agrarförderung hilft besonders den Familienbetrieben. Jede Senkung erhöht den Kostendruck auf die Landwirte und verstärkt den Trend zu immer größeren Betrieben mit immer größeren Tierbeständen.
Die Förderung der Biobetriebe ist gut und sollte nicht gekürzt werden. Die Agrarförderung sollte so ausgerichtet sein, daß die Nachfrage nach Bioprodukten mittelfristig aus heimischer Produktion gedeckt werden kann.
Die Zuständigkeit für die Agrarpolitik muß beim Bundeslandwirtschaftsministerium als fachlich geeignetes Ministerium bleiben. Das Bundesumweltministerium wird von Ideologisch gefärbten Tierschutz und Umweltorganisationen beeinflusst die fachlich weit von der Praxis entfernt sind.

Herr Lorenz Kranz | 02.03.2017


Ich als landwirt will eigentlich gar keine förderung. Es wirkt deprimierend das ganze jahr 7 tage die woche zu arbeiten und dann nicht vom erlös der eigenen produkte leben zu können. Somit sind wir auf fördergelder leider angewiesen.

Herr Griesbeck | 02.03.2017


Zunächst einmal eine Berichtigung Ihrer Behauptung im Eingangstext, die Agrarförderung sei ungerecht, womit man suggerieren will, die Förderung der Landwirte sei ungerecht! Sie ist eher unzureichend und zum Teil mehr kleinstrukturierten Betrieben anzupassen. Außerdem maßt sich Frau Hendricks schon wieder an mit Ihrer negativen Einstellung den Bauern gegenüber, diese maßregeln zu müssen. Fasst alle Agrarfördermaßnahmen zielen jetzt schon darauf ab,den Umweltschutz mit zu berücksichtigen. Der Bayerische Weg, darüberhinausgehend mit speziellen Natur- und Umweltschutzprogrammen diese Leistungen (auf freiwilliger Basis) zu erreichen, ist selbst von "grünen" Politikern anerkannt worden.

Herr Johann Weininger | 02.03.2017

Lieber Herr Weininger,

wir schreiben in unserem Eingangstext, dass Landwirte auf der einen Seite zu Getriebenen einer ungerechten Agrarförderung werden und gleichzeitig von der Marktmacht der Lebensmittelindustrie die Preise diktiert bekommen. Beides führt dazu, dass immer mehr bäuerliche Betriebe in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Beides hat auch zur Folge, dass Umwelt und Natur zunehmend unter die Räder der Maxime "billiger, schneller, mehr!" geraten. An welcher Stelle lesen Sie dort eine negative Einstellung der Ministerin gegenüber den Bauern heraus? Vor der harten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, die ihren Beruf lieben und verantwortungsvoll ausüben, haben wir Respekt. Viele Bäuerinnen und Bauern haben sich längst auf den Weg zu einer Landwirtschaft gemacht, die auf Qualität statt Masse setzt. Sie erwarten mit Recht, für gute Leistungen und Erzeugnisse einen fairen Preis zu bekommen. Ihnen gilt unsere Unterstützung! Wir wollen etwas FÜR die Bauern tun. Unsere Vorschläge zur Reform der Agrarförderung hätten zur Folge, dass gerade die bäuerlichen Betriebe für Leistungen prämiert würden, für die sie bisher so gut wie gar nichts bekommen: für Leistungen im Dienste der Gemeinschaft wie Landschaftspflege und Naturschutz – davon profitieren wir alle!

Viele Grüße aus dem BMUB | 03.03.2017


Für die EU Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig, nicht das Bundesumweltministerium

Herr Florian Riepl | 02.03.2017


Es sollten nur noch Landwirte gefördert werden, die ökologisch nachhaltig und verantwortlich wirtschaften und somit auf gefährliche Pestizide ,eine "Vermaisung" der Landschaft und eine Überstrapazierung der Böden verzichten. Gerade die Vielfalt von Pflanzen und Tieren ist durch die derzeitige Landwirtschaft stark gefährten, aber für den Menschen extenziell wichtig.

Herr Frank Sturm | 02.03.2017


Förderung der "mittelgroßen" Betriebe bis 20 ha Fläche:
Gerade die kleineren Betriebe sind betroffen! Sind sie doch oft noch Vollerwerbsbetriebe, fallen aber nicht in das Bio- oder Bergbauernprogramm und können durch die geringe Fläche weder "Wachsen" noch weichen. Diese Betriebe haben eine überschaubare Größe, einen Viehbestand, in dem die Tiere noch Namen haben.
In dieser Größenordnung werden die Höfe noch gepflegt und sind keine "maschinengesteuerten Produktionsanlagen".
Hilfreich wäre, wenn diese Betriebe MEHR Flächenforderung erhalten würden, als die "Großen". So kann zum Beispiel das fehlende Einkommen durch Milchproduktion aufgebessert werden und in die Umwelt - was ja die nächste Umgebung am Hof und im Dorf wäre - investiert werden. Bzw. auch ein gewisser Standard erhalten bleiben.
Wir Landwirte wollen ja gerne auch unsere Umwelt schützen und pflegen, nur muß es auch bezahlt werden und nicht noch mehr Auflagen Forderungen per Gesetze erlassen werden, die finanziell ruinieren !

Frau Ortsbäuerin Regina Schauer | 02.03.2017


Die Agrarförderung hat als oberstes Ziel die Einkommenssicherung und den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft.Umweltgedanken wurden durch verfehlte politische Leitlinien hineinintepretiert.

Herr Karl Freihart | 02.03.2017


indem wesentlich mehr der GAP-Gelder von der 1. in die zweite Säule auch gegen den Widerstand der einschlägigen Lobby umgeschichtet werden. Auch bei der Plitik des ländlichen Raumes kann es nicht nur dort Förderung für dioe Landwirtschaft geben. Schließlich leben und wirtschaften dort auch andere Bürger in den unterschiedlichsten Berufen und Selbständigkeiten.

Herr Dr. Peter Bodem | 02.03.2017


Einkommensunterstützung für Landwirte. Ausgleich von Qualitätsstandard über dem Ei bzw welstandard durch finazelle Unterstützung. Unterstützung finanziell für besonders umweltschonende Technik : Standards und Tierhaltung

Herr Andreas Baum | 02.03.2017


Durch industrielle Landwirtschaft ist unsere Umwelt "übernutzt". Wir exportieren uns zu Tode. Bienen/Insekten sterben durch zu viel Pflanzenschutzmittel. Vögel, Reptilien sterben ebenfalls. Pollen ist hochgradig mit Pestiziden belastet. Förderung soll nur der Landwirt erhalten, der auf PSM verzichtet und nachweislich umweltgerecht wirtschaftet. Ein neues Leitbild zur Landbewirtschaftung ist längst überfällig. Wir Verbraucher akzeptieren die Zerstörung unserer Umwelt nicht mehr.

Herr Matthias Rühl | 02.03.2017


Für die Agrarpolitik und die Umsetzung der EU-Agrarpolitik in Deutschland muss das Bundeslandwirtschaftsministerium das federführend zuständige Ministerium bleiben. Das Bundesumweltministerium hat andere Aufgaben! Für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe voar allem in Bayern sind die Direktzahlungen ein wichtiges Instrument zur Einkommens stabilisierung. Jegliche Kürzung oder Umschichtung der Zahlungen muss unterbleiben. Den sie zwingt letztendlich gerade unsere Bäuerlichen Familienbetriebe zur Aufgabe. Ohne Bauernfamilien wird es auch keine flächendeckende Landschaftspflege und diese herrlichen Landschaften die unser Bayern ausmachen geben.

Herr Daniel Spaderna | 02.03.2017


die Agrarförderung muss umgebaut werden. Nicht diejenigen, die die meiste Fläche bewirtschaften sollen das meiste geld bekommen, sondern diejenigen die die höchsten gesellschaftlichen Leistungen erbringen, Z.B.: Wer noch kleine Felder bewirtschaftet, und damit Randstrukturen erhält, die der Artenvielfalt dienen, weil sie Lebensraum schaffen, soll dafür gesellschaftlich entlohnt werden. Tierschutz,Boden-und Grundwasserschutz, Leistungen für die Artenvielfalt, die über den allgemeinen gesetzlichen Standard hinausgehen müssen gefördert werden. Und es muss Obergrewnzen für die Zahlungen geben.

Marion Ruppaner | 02.03.2017


Agrarförderung war und ist in erster Linie Einkommenstützung und sichert eine flächendeckende Landbewirtschaftung(Kulturlandschaftspflege).
Die zur Zeit geltenden Regelungen sind bereits kompliziert genug und teilweise für die Umwelt kontraproduktiv. Beispiel: Wir bauen auf langjährigen Stilllegungsflächen jetzt abwechselnd Mais an, da durch die fragwürdige EU-Definition von Grünland diese Flächen sonst Ihren Ackerstatus verlieren würden. Mit dem auf diesen Flächen erzielbaren Maiserträgen ist allerdings unser betriebsergebnis nicht aufzubessern. Ohne diese Eu-Regelegung hätten wir die unserer Mainung nach ökologisch vorteilhaften Dauerbrachen nicht umgebrochen.
Die Fördersätze sollten villeicht nicht an die Fläche sondern an den Länge der Feldränder gekoppelt werden. In den Randbereichen gibt es die größte Artenvielfalt deer Agrarlandschaft.

Herr Lehmann | 02.03.2017


Die bisherige Agrarförderung ist ein Erfolgsmodell, da sie eine flächendeckende Landbewirtschaftung ermöglicht, was global betrachtet vielerorts nicht erreicht wird.Auch die Art der Förderung wird gerade unseren kleineren baüerlichen Familienbetrieben gerecht

Herr Wolfgang Scholz | 02.03.2017


Sie ist eine wichtige Stütze der Betriebe damit wird ihre Leistung für Arbeit in und an der umwelt honoriert, die Vielfältige Landschaft kommt der ganzen Wirtschaft und Bevölkerung zugute.

Frau Eva Bail | 02.03.2017


Es sollte die Agrarförderung nur wirtschaftliche Benachteiligungen ausgleichen die geographisch und Strukturell gegeben sind. Grundsätzlich sollte sich die Landwirtschaft von der Produktion tragen, was aber in den nächsten zehn Jahren ein unmögliches Ziel ist. Dagegen könnten wir es schaffen die Generationen die zur Zeit in Kindergarten und Grundschulen gehen wieder an die Nahrungsmittelproduktion heranzuführen.
Da muss aber ein einheitliches Bilduntgssystem über alle Bundesländer hinweg eingeführt werden, zumindest in diesem Bereich. Die Verbraucher der Zukunft müssen wieder einen größeren Anteil Ihres Einkommens für die Nahrungsmittel ausgegeben!
Ob hier nun einer Steuerentlastung für die Bürger einhergeht und dadurch weniger Geld nach Brüssel geht weil wir in der Landwirschaft nicht mit pauschalen Fördergeldern unser Einkommen bestreiten wollen, sondern die Lebensmittelrohstoffe einfach mal um 15 Prozent anziehen, dadurch höhere Mehrwertsteuereinnahmen generiert

Herr Thomas Schmoll | 02.03.2017


Welches Ziel wollen wir wo erreichen? Dies kann regional komplett unterschiedlich sein. dann erst die Agrarförderung festlegen.Für den Landwirt als Unternehmer mit globalen Erzeugerpreisen muss es dann auch sozioökonomisch passen. Dann wird es ein Erfolg für die gesamte gesellschaft.

Herr Helmut J. Herrmann | 02.03.2017


Agrarförderung kann nur sinnvoll sein, wenn sie die biologisch wirtschaftende Artenvielfalt fördert. Die Tiermästereien, wo die Tiere "untierlich" behandelt werden und mit Medikamenten vollgestopft werden damit sie schnell heranwachsen und das Fleisch billigst (und vergiftet) verkauft werden kann dürfen nicht weiterhin mit unseren Steuergeldern gefördert werden. Ich bitte Sie darum an die Zukunft unserer Nachkommen zu denken und eine Kehrtwendung in der derzeitigen Förderung der industriellen Agrarförderung zu vollziehen. Es muss auch endlich daran gedacht werden Konzernen, wie Monsanto, Bayer und Co die Stirn zu bieten und Ackergifte wie Glyphosat und deren Nachkommen, zu verbieten. mfg Peter Brehm.

Herr Dipl. Ing. Peter Brehm | 02.03.2017


Die Aararförderung sollen nur Betriebe die Beiträge zur Krankenversicherung und zur Alterskasse bezahlen bekommen.

Herr Josef Eichinger | 01.03.2017


In meinen Augen sollte Agrarförderung nur an Landwirte gezahlt werden, die auch einen Nutzen für die Gesellschaft leisten - ganz im Sinne einer Gemeinwohlökonomie.
Auch sollten Förderungen nicht auf Agrarprodukte gezahlt werden, welche durch deren Export lokale Märkte in Entwicklungsländern zerstören. Damit könnten Fluchtursachen wirklich bekämpft werden.

Herr Stefan Reich | 01.03.2017


Für die EU-Agrarpolitik, die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig. Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten.
Der heutige „Werkzeugkasten“ mit erster und zweiter Säule der EU-Agrarpolitik (GAP) ermöglicht eine differenzierte Förderung, die in Bayern maßgeblich zum Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe und einer vielfältig strukturierten Landwirtschaft beigetragen hat.
Bayern geht hier seit Langem mit einer starken Umsetzung der zweiten Säule der GAP voran und erzielt damit in Kombination mit den EU-Direktzahlungen (erste Säule der GAP) letztlich eine ausgewogen differenzierte Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft und verhindert somit strukturpolitische Brüche.
Forderungen nach zusätzlicher Umschichtung von der ersten in die zweite Säule der GAP hebeln dieses erfolgreiche Umsetzungsmodell aus.Kürzungen lehne ich ab.

Herr Timo Forkel | 01.03.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks,
Auf alle 5 Fragestellungen Ihrer "Themenrubrik" gibt die bio-dynamische Wirtschaftsweise (Demeter) die, im echten,wörtlichsten Sinn, nachhaltigsten Antworten.
Sehr gut dargelegt finde ich diese Antworten in dem Titel-Artikel der aktuellen Ausgabe des Magazins Atempo ( auch enthalten in dem Magazin Alverde des Drogeriemakt DM ) von Martin von Mackensen.
Daraus ergibt sich auch ganz klar welche Form der Landbewirtschaftung gefördert gehört, denn soweit ich weiß, gibt es keinen "Ersatz-Planeten" auf den wir flüchten können wenn wir diesen gänzlich vergiftet und zugrunde gewirtschaftet haben. Ich unterstütze also voll jedes Umdenken in ökologischer und wirklich nachhaltiger Richtung und vor allem jedes Handeln darauf hin. es wird höchste Zeit !
(ich lebe für und von einer Schafherde auf der Schwäbischen Alb und bewirtschafte mit meiner Familie 160 ha Kalkmagerrasen, natürlich bio-dyn! )
Mit besten Grüßen,Johanna v.Mackensen

Frau Johanna von Mackensen | 01.03.2017


Landwirte sind auf die Förderung (Direktzahlungen/Betriebsprämie) zwingend angewiesen, um ihre Existenz sichern zu können. Mit ihrer Existens und dem Erhalt schützenswerter Kulturflächen tragen sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Flora und Fauna bei!

Herr Walther | 01.03.2017


Durch die Direktzahlungen werden die Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe stabilisiert! Dieser Effekt zeigt sich besonders in wirtschaftlich schwierigen Jahren deutlich! Durch die Möglichkeit Umweltmaßnahmen aus der zweiten Säule zu finanzieren kann der Mehraufwand ausgeglichen werden und die Umwelt profitiert von den Maßnahmen! Die Ökologie funktioniert nur mit Ökonomie!

Herr Markus Bauer | 01.03.2017


• Für die EU-Agrarpolitik, die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig
• Das Bundesumweltministerium ist nicht zuständig für die Agrarpolitik, Ernährungs-fragen und die Politik für den ländlichen Raum. • Für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sichern gerade die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämie) in normalen Jahren durchschnittlich rund 40 Prozent des landwirt- schaftlichen Einkommens. In wirtschaftlich schwierigen Phasen wie 2015 und 2016 ist die Stabilisierungswirkung für die Betriebe noch deutlich höher und sichert zum Teil vollständig das betriebliche Überleben von Agrarmarktkrisen.
Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten.

Herr Stefan Kramer | 01.03.2017


MWSTsatz für biologisch erzeugte Waren senken. Für Pestizide und Kunstdünger raufsetzen.

Dohm | 01.03.2017


Als Landwirt bin ich der Meinung, dass die Argrarföderungen langsam abgebaut werden sollten, da diese sowieso nur an der Verpächter weitergereicht werden. Sie erhöhen die Pachtpreise und somit auch die Kaufpreise und machen es dem Landwirt damit nur schwer, Land zu erwerben. Zur Planungssicherheit müsste dies aber langfristig voraus bekannt gegeben werden, damit es in kommenden Pachtverlängerungen einkalkuliert werden kann. Man könnte z.B. beschließen, ab in 5 Jahren bis in 15 Jahren die Förderung auf nahezu null zu senken. Umweltmaßnahmen sollten jedoch weiter gefördert werden.

Herr Dipl. Ing. Klümper | 01.03.2017


Flugbenzinsteuer einführen. Dann wird Urlaub teurer. Die Anzahl der Urlaube pro Jahr wird dadurch reduziert. Die Umwelt profitiert durch weniger unnötige Abgase. Der Verbraucher hat mehr Geld für Lebensmittel über. Dadurch kann der Teufelskreis in dem wir uns befinden durchbrochen werden. Die Lebensmittelketten schärfer durch das Kartellamt kontollieren

Herr Helmut Rhode | 01.03.2017


Indem die Agrarförderung die ökologische Landwirtschaft und damit vor allem Familienbetriebe und Hofgemeinschaften unterstützt. Diese Betriebe gewährleisten durch ihre Wirtschaftsweise den Erhalt von Natur und Umwelt.

Frau Marlene Greinwald | 01.03.2017


Für die EU -Agrarpolitik , die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig .

Herr Karl Wallner | 01.03.2017


 Einkommenswirkung der Agrarzahlungen

  • Ausgleich für Umweltstandards über Weltniveau
  • Investitionsförderung für besonders umweltschonende Technik/Verfahren

 Herr Andreas Müller | 01.03.2017


Die Agrarförderung muss nicht mehr an den Hektar festgemacht werden, sondern an der Zahl der Vollzeitarbeitsstellen pro Hektar. Die Arbeitsstellen sind aj bei der Steuer angegeben. Dann loht schiere Größe nicht mehr! MfG Frank Rössner

Herr Frank Rössner | 01.03.2017


Landwirte müssen für Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit eine gerechte Entlohnung bekommen. Besser als mit Subventionen ginge es mit jährlich angepassten Preisen welche sich am allgemeinen Lohnanpassungsniveau orientieren sollten.Falls dies nicht geht so muß dem Landwirt eine angemessene Agrarförder, je nach Betriebsgröße zugestanden werden.

Herr Rudolf Sattes | 01.03.2017


Nehmen Sie den Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe weg, der durch den Flächefraß entsteht.Landwirtschaftlicher Boden ist die Existenzgrundlage für die Betriebe. Die Folge dessen ist Heute : hohe Pachtprise, und um gleiches zu erwirtschaften, intesievere Nutzung bzw höhere Erträge zu erzielen.Respekt und Aktzeptanz der Arbeit von der Gessellschaft wäre ein Ansatz

Herr Josef Sailer | 01.03.2017


Die Bevormundung der Landwirtschaft durch die Politik ist abzulehnen! Ökologische Landwirtschaft macht nur da Sinn, wo nach einer einzelbetrieblichen Prüfung eine Zukunftsperspektive ermittelt worden ist. Auch eine konventionelle Bewirtschaftung ist im Einklang mit der Umwelt möglich und wird bereits praktiziert.

Herr Konrad von Klinggräff | 01.03.2017


Agrarförderung hilft der Landwirtschaft grundsätzlich, weil sie zu einer flächendeckenden Landbewirtschaftung beiträgt und auch den kleineren Betrieben das Überleben erleichtert. Zusätzlich benötigen gerade kleinere und Betriebe, die unter erschwerten Bedingungen arbeiten, Förderungen, damit sie das Land in diesen Regionen oder benachteiligten Strukturen weiter aktiv und schonend bewirtschaften. Hier ist besonders die Zweite Säule der Agrarpolitik und damit der Einsatz der Bundesländer gefordert.

Herr Walther Pittroff | 01.03.2017


Die Landwirtschaftliche Krankenkasse sollte sich verändern. Ein Betrieb mit ca. 80ha ist sehr stark mit Beiträgen belastet. Bei z.b. 200ha ist der Beitragssatz nur noch geringfügig höher. Das heißt die kleineren Familienbetriebe sind Zahlmeister . Die Betriebe die alle haben wollen werden zerstört .

Herr Sauerland | 01.03.2017


Die Agrarförderung muß so gestaltet sein das es seine Tätigkeit als Landwirt voranbringt ,verbessert, denn das ist seine Haupttätigkeitsfeld wovon er sich und seine Mitarbeiter entlohnt. Die finanziellen Mittel mehr und mehr in die 2. Säule zu schieben bringt nicht viel für den Landwirt.Da er sich nur so beteiligen wie es seine Arbeit erlaubt.

Herr Günter Mähnert | 01.03.2017


Durch die Agrarförderung wird das Einkommen der Landwirte gesichert (in Bayern ca. 40.%) Eine Kürzung würde die Landwirtschaft zwingen intensiver zu wirtschaften.

Herr Kraus | 01.03.2017


Eine Direktzahlung für die Bauern wird auch über das Jahr 2020 hinaus notwendig sein, damit die Landwirte auch in schwierigen Jahren wie z. B. 2016 überleben können und die Landwirtschaft für die Versorgung von howertigen heimischen Lebensmitteln sorgen kann und wir nicht vom Ausland abhängig sind, in dem bei weitem nicht die Produktions- und Umweltstandards gelten wie bei uns. Das gilt für ökologische und konventionelle Produkte gleichermaßen. Wichtig wäre auch, etwas dafür zu tun, dass die marktbeherrschende Stellung des Lebensmitteleinzelhandels untersucht wird, damit die Vermarktungsorganisationen endlich auf Augenhöhe verhandeln können.

Herr Lehner | 01.03.2017


Betriebe unter 100 ha Fläche müssen stärker unterstützt werden, da dies die Betriebe sind welche in der Vergangenheit aktiven Umweltschutz betrieben haben und dies auch in Zukunft tun werden, eine weitere Industrialisierung der Landwirtschaft wird weitere und größere Umweltprobleme verursachen als bisher.

Herr Jürgen Speer | 01.03.2017


Es wäre Sinnvoll die Agrar- förderung nicht Flächenbe- zogen sondern AK bezogen auszubezahlen. Es wäre dann eine Stärkung der Kleinstrukturierten LW.

Herr Peter Kasrg | 01.03.2017


Die Agrarförderung sollte verstärkt für die Kleinbetriebe angehoben werden. Kleine Einheiten sind gut für den Umweltschutz.

Herr OStR Reiser | 01.03.2017


Wie oder wem hilft die Agrarförderung?

Ich bin der Meinung das den kleineren bzw. den Familienbetrieben zu wenig Förderung zu teil wird. Wie kann es sonst sein das wir so großes Bauernhof sterben haben. Dabei sind es gerade diese die für eine Vielzahl an Lebensmitteln sorgen und der Bevölkerung auch zugänglich sind und Einblicke in das Bauernhof leben geben.Zudem produzieren diese auf Qualität und nicht auf Quantität. Die großen Agrarbetriebe können ohne Förderung bzw. mit erheblich kleiner Förderung auskommen als die kleineren Betriebe.Was hier aber auch sehr wenig bis gar keine Beachtung findet ist die Förderung der Imkerinen und Imker die im erheblichen Maße zur Produktion von Lebensmitteln beitragen. Gerade die Neuimker und Bestandsimkereiförderung lassen sehr zu wünschen übrig.Da werden Milliarden in große Agrarkonzerne gesteckt und ein Neuimker erhält gerade einmal eine Förderung von max.500€ und das alles ohne Subventionen. Hier besteht Handlungsbedarf.

Herr Jörg Krötz | 01.03.2017


Der BMUB ist nicht für Agrarpolitik , Ernährungsfragen , sowie für die Politik im ländlichen Raum zuständig !!

Herr Meier | 01.03.2017

Lieber Herr Meier,

wie bereits in einem früheren Kommentar erwähnt, ist das BMUB in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Denn wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektiert. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Mit der Kampagne machen wir auf dieses Thema aufmerksam und klären über die Zusammenhänge auf. Wir freuen uns über Ihre konstruktiven Beiträge in unserem Forum!

Viele Grüße aus dem BMUB | 03.03.2017


Ausfuhrzölle:
Zwar sinkt der Fleischkonsum in Deutschland, Produktion und Export aber steigen. Es wird Soja als Futter eingeführt. Übermäßig viel Gülle muss auf die Felder gebracht werden, mit den entsprechenden Folgen für die Gewässer. Für die Schäden kommen die Verursacher nicht auf. Ausfuhrzölle könnten den Export reduzieren. Die Einnahmen könnten kleineren, ökologisch nachhaltig ausgerichteten Betrieben zugute kommen. Deren Zahl würde steigen, es würde weniger Gülle anfallen...
Nebeneffekt: jedes Land sollte seinen Lebensmittelbedarf möglichst selbst decken können, sofern das mit vernünftigem Aufwand möglich ist. Der Preisdruck durch deutsche/EU-Exporte der Fleischüberproduktion oder der -abfälle auf die Bauern der importierenden Länder würde abnehmen. Vielleicht ließen sich ja Freihandelsabkommen, die Schutzzölle dieser Länder verhindern, auf diese Weise umgehen.

Herr Martin Dreiocker | 28.02.2017


Neben allen populistischen Ansätzen hilft eins: Gehen wir davon aus, das wir Landwirtschaft benötigen, um dem Verbraucher für bezahlbares Geld die Nahrungsmittel zur Verfügung stellen, die er nachfragt. Ich schließe dabei geziehlt die Bevormundung der Verbraucher aus. Um zu Verhindern das unsere Landwirtschaft zu einer "Museumslandwirtschaft mit Streichelzooalüren" runtergestuft wird, und der Rest der Welt uns mit günstigen Lebensmittel "vollfährt" währe ein Ausgleich der Umweltmaßnahmen im Tierschutz und in den Umweltauflagen wichtig. Beispiel sind Förderungen der immisionsarmen Gülleausbringung, Ringelschwanz und Freilaufprämie oder noch besser klare Kennzeichnungen der Lebensmittel.

Herr Hohls| 28.02.2017


Die praktizierten Umweltschutzmaßnahmen erfordern einen finanziellen Ausgleich für die Landwirte, damit diese weiter global wettbewerbsfähig produzieren können und auch kleinere Familienbetiebe ein Auskommen erwirtschaften können.

Herr Michael Hanselmann | 28.02.2017


Das Bundesumweltministerium hat ganz andere Interessen als die Landwirtschaft. Die Förderung ist ausschließlich als Ausgleich für die Einkommensverluste in der Landwirtschaft zu sehen. Für die Umwelt müssen weitere sinnvolle Förderungen angedacht werden. Nur den Landwirt für Umweltprobleme verantwortlich zu machen, ist zu einfach gedacht.

Herr Elmar Maag | 28.02.2017

Lieber Herr Maag,

das würden wir so nicht unterschreiben, denn auch die Landwirtschaft hat ein Interesse an gesunden Böden, sauberem Wasser und an der Artenvielfalt. Dies sind alles Güter, für deren Schutz wir als BMUB in der Bundesregierung zuständig sind. Und Sie haben Recht, Landwirte sollten für die bestehenden Umweltprobleme nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das tun wir aber auch nicht. Wir kritisieren die unbestreitbaren Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik. Daher setzen wir uns für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Dabei handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Das geht uns alle an – sei es als Landwirte, Verbraucher oder Steuerzahler. Wir wollen das System der Förderung grundlegend neu ordnen. In Zukunft sollen Landwirte stärker für öffentliche Leistungen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Tierwohl honoriert werden. Öffentliche Gelder soll es nur für öffentliche Leistungen geben. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie sich mit Ihren konstruktiven Vorschlägen hier beteiligen würden, wie wir unsere Landwirtschaft zukunftsfähig machen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 03.03.2017


Die Agrarförderung sollte eine multifunktionale und bäuerliche Landwirtschaft in besonderem Maße fördern, die hochwertige Lebensmittel erzeugt, eine strukturreiche Kulturlandschaft erhält, die Tierhaltung möglichst artgerecht gestaltet, Gewässerschutz, Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt fördert und bewahrt. Förderung anhand einfacher Bewertungskriterien wie z.B. Schlaggrößen und Bodenpunkte, Vielfalt der Fruchtfolge, Anteil Leguminosen, Anteil artenreiches Grünland und Landschaftselemente, Verzicht auf Totalherbizide, bodengebundene Tierhaltung und Bedeutung für Lebensmittelerzeugung. In den Natura2000-Gebieten sollten zudem noch mehr Fördermittel eingesetzt werden, um die Gebiete in einem günstigen Zustand zu erhalten (z.B. mehr Förderung von Landwirten, die artenreiches Grünland erhalten).

Frau Friedland | 28.02.2017


Wenn Agrarförderung an Umwelt- und Tierschutz gekoppelt wird (und nicht nach dem Gießkannensystem verteilt wird), ist beiden geholfen, den Landwirten und der Umwelt - und den Tieren auch.

Frau Barbara Lehnert-Gruber | 28.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, leider haben sie Ihre Themen so eingegrenzt, dass die wichtigste Aufgabe eines Landwirtes, die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln auf dem von ihm bewirtschafteten Acker zur Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln vollkommen außer acht gelassen wird. Schon der Begründer der Deutschen Agrarwissenschaft Albrecht Daniel Thaer wusste schon vor über 200 Jahren: „Solange man das Ganze der Landwirtschaft nicht übersieht, sind einseitige und schwer zu löschende Einbrüche beinahe unvermeidlich, und diese haben der Theorie und der Praxis viele Nachteile gebracht.“ Deshalb kann man die Landwirtschaft nicht einseitig aus einem Blickwinkel betrachten. Dann läuft man Gefahr, dass die hier benötigten Lebensmittel in Asien oder Südamerika produziert werden. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die sogenannten Fördermittel der ersten Säule nichts anderes darstellen, als eine Subvention der Lebensmittel. Nicht vergessen darf weiterhin, dass der L...

Herr Werner Franke | 28.02.2017


Zum Greening gibt es Zahlen, die im BMUB scheinbar nicht bekannt oder ignoriert werden: Die Landwirte legten 2016 auf knapp 1,4 Millionen Hektar ÖVF (+10.400 ha gegenüber Vorjahr)an. (= Landesfläche von Schleswig-Holstein!)
Allein + 26 Prozent mehr Pufferstreifen an Gewässern und Randstreifen an Wegen und Waldrändern in 2016, obwohl es hierbei erhebliche bürokratische Schwierigkeiten gibt. Die in 2016 leicht angestiegene Fläche für Grasuntersaaten und Zwischenfrüchte (ca. 281.400 Hektar), stickstoffbindende Pflanzen (ca.123.000 Hektar) und Kurzumtriebsplantagen (742 Hektar) bestätigt die Forderung des Berufsstandes, das Greening produktionsintegriert umzusetzen.Der positive Trend (ca. 123.000 Hektar Leguminosen als ÖVF in 2016) würde mit dem von der EU-Kom.vorgeschlagenen Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln völlig konterkariert.

Herr Heinemann | 28.02.2017

Liebe Herr Heinemann,

die aktuellen Zahlen zur Umsetzung des Greenings sind dem BMUB selbstverständlich bekannt. Was allerdings zu Missverständnissen führen kann ist, dass die einzelnen Maßnahmen mit unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren (zwischen 0,3 und 2) in die Berechnung der ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit eingehen. Diese Gewichtungsfaktoren wurden eingeführt, da die verschiedenen Arten von ökologischen Vorrangflächen eine unterschiedliche ökologische Wirksamkeit haben: Wenn z.B. effektive Maßnahmen wie Blühstreifen oder Hecken gewählt werden, müssen diese auf weniger Fläche gemacht werden als für Umwelt und Natur weniger effektive Maßnahmen wie Zwischenfrüchte. So werden dann zwar insgesamt auf 1,38 Millionen Hektar Greening-Maßnahmen gemacht, da aber überwiegend wenig effektive Maßnahmen gewählt werden, entsprechen diese nach Anwendung der Gewichtungsfaktoren 0,7 Millionen Hektar ÖVF. Die Wirksamkeit der einzelnen Greening-Maßnahmen und der unterschiedlichen ÖVF wird im Geschäftsbereich des BMUB derzeit durch Forschungsvorhaben evaluiert.

Viele Grüße aus dem BMUB | 01.03.2017


Umschichtung oder Abbau der Eu-Direktzahlungen bedeutet für alle bäuerlichen Familienbetriebe massive Einkommenskürzungen. Mit der ersten und zweiten Säule der EU-Agrarpolitik (GAP)ermöglicht es eine differenzierte Förderung, die in Bayern maßgeblich zum Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe und einer vielfältig strukturierten Landwirtschaft und Landschaft beigetragen hat.

Frau Marion Warmuth | 28.02.2017


Die Agrarförderung dient dazu über die Erzeugung von gesunden qualitativ hochwertigen Nahrungsmittel hinaus, Aufgaben für die Gesellschaft unter Weltmarktbedingungen erfüllen zu können.
Für den Erhalt der Direktzahlungen aus der 1.Säule müssen bis zu 19 EU-VO und die dazugehörigen nationalen Gesetze und Verordnungen eingehalten werden. Verstößt ein Landwirt gegen eine der Vorschriften, wird er im Rahmen von Cross Compliance sanktioniert. Hinzu kommt eine entsprechende Bestrafung durch das nationale Fachrecht-das legen die Abgeordneten fest. Deshalb wird auch mit den Bauernregeln ein völlig falscher Eindruck erweckt. Der Leser könnte meinen, der Landwirte hätte keine Gesetze zu beachten und könnne tun und lassen was er will. Das stimmt eben gerade nicht.
Für die Zahlungen aus der 2. Säule muss der Landwirt zusätzliche Auflagen erfüllen, nach dem EU-Recht müssen die Kosten der zusätzlichen Auflagen berechnet werden und die gewährte Prämie muss sich daran orientieren!

Frau Bothe Heinemann | 28.02.2017

Liebe Frau Bothe-Heinemann

Sie haben recht, die Basisprämie bzw. Direktzahlung ist an die Einhaltung der Cross Compliance Regelungen gebunden. Dies sind Vorgaben zu „Grundanforderungen an die Betriebsführung“, die sich aus insgesamt 13 europäischen Richtlinien und Verordnungen ableiten. Hinzu kommen die Standards zur Aufrechterhaltung des „guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustandes der Flächen“. Die Einhaltung der Auflagen wird von den zuständigen Fachbehörden jährlich bei ca. 1 % der Zahlungsempfänger kontrolliert. Bei Feststellung eines Verstoßes erfolgt in Abhängigkeit der Schwere, Ausmaß und Dauer des Verstoßes, eine Kürzung der Prämien und durchschnittlich 3 %. Da die Regelungen nach Cross Compliance hauptsächlich die Einhaltung des gegenwärtig geltenden Fachrechts beinhalten, ist hiermit noch keine gesellschaftliche Honorierung verbunden. Das BMUB setzt sich dafür ein, das EU-Zahlungen zukünftig vollständig an gesellschaftliche Leistungen gebunden werden, d.h. an Leistungen, die über das geltende Fachrecht hinausgehen. Damit werden nachhaltige Bewirtschaftungsverfahren für die Flächenbewirtschafter attraktiver und diese würden im Sinne von „öffentliche Gelder für öffentliche Güter“ gefördert.

Mit den neuen "Bauernregeln" ging es uns darum, einen unkonventionellen und frischen Zugang zu einem äußerst komplexen und schwierigen Thema zu öffnen: Wie können wir Umwelt und Landwirtschaft besser zusammenbringen? Uns ist selbstverständlich bewusst, dass die Landwirtschaft Rahmenbedingungen und Gesetzen unterliegt – genau diese Rahmenbedingungen möchten wir ändern und zwar mit einem Umbau der EU-Agrarförderung, die Landwirte stärker für öffentliche Leistungen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Tierwohl entlohnt. Denn Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie naturverträglich ist und Artenvielfalt, Klimaschutz und die Gesundheit der Menschen mit berücksichtigt.

Viele Grüße aus dem BMUB | 02.03.2017


Indem die Mittel gegen Auflagen auf die aktiven Landwirte konzentriert werden. Jede Umleitung in andere Taschen schwächt den flächendeckenden Umweltschutz.

Herr Eberhard von Ilten-Ausmeyer | 28.02.2017


Die bisherige Agrarförderung hat meiner Heimat (der Landkreis mit der dritthöchsten Viehdichte in Deutschland) schwere Schäden zugefügt. Da können sich LW-Funktionäre noch so bockbeinig hinstellen!

Herr Geert Vrielmann | 28.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

in dieser Rubrik des Forums lesen wir immer wieder zu der Zuständigkeit des Bundesumweltministeriums und der Ressorts innerhalb der Bundesregierung. Wir haben niemals bestritten, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium für die Agrarpolitik in Deutschland zuständig ist, noch haben wir die Absicht, diese Zuständigkeit in Frage zu stellen. Das BMUB ist in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Wir setzen uns wie bereits beschrieben für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Bei der EU-Agrarförderung handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Das geht uns alle an – sei es als Landwirt, Verbraucher oder Steuerzahler. Wir wollen das System der Förderung grundlegend erneuern, um so die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen. Denn nur eine Landwirtschaft, die unsere Umweltgüter – und damit ihre eigenen Produktionsgrundlagen – schont und die Anforderungen der Gesellschaft berücksichtigt, ist zukunftsfähig und kann hohe öffentliche Unterstützungen weiter rechtfertigen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 28.02.2017


In dem ladw. Betriebe, speziell bäuerlicher Betriebe erhalten bleiben um unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Seid wann ist die Umweltbehörde für die Landwirtschaft zuständig?

Herr Reinhart R. v. Stockmar von Wangenheim | 28.02.2017


Frau Hendricks, Sie sollten wissen dass die Landwirte keine Subventionen sondern Ausgleichszahlungen für vom Staat gestohlenes Geld bekommen. Von der EU und den Regierungen wurden die Preise für landwirtschaftliche Güter zu Gunsten der gewünschten Globalisierung nahezu halbiert (zB. Weizen kostete damals bereits über 50 DM/dt). Um diesen Verlust für die Landwirte erträglich zu machen wurde durch die EU-Agrarpolitik (die ja der einzige europaweite gemeinsame Haushalt ist) Ausgleichszahlungen an die Landwirte gezahlt. Somit müsste eigentlich der gesamte EU-Haushalt in den Landwirtschaftsbereich fallen, was aber durch immer weitere Kürzungen nur noch bei ca. 40% der Haushaltssumme der Fall ist. Nicht genug wurde dann mit der Landwirtschaft Entwicklungshilfe betrieben und das Abkommen mit den 50 ärmsten Ländern "alles außer Waffen" ein zollfreier Handel in die EU beschlossen. Was hauptsächlich den Zuckersektor verwarf und den europäischen Landwirtschaften wurde die Zuckerquote gekürzt.

Herr Hermann-Josef Broicher | 28.02.2017


- Eine Umverteilung der Fördergleder von der 2. in die 1. Säule wäre sinnvoll, damit mehr Fördergelder in der Landwirtschaft bleiben.
- mehr Dialog mit der Landwirtschaft, auf einer Ebene mit den Umweltverbänden!!!

Herr Thomas Jost | 28.02.2017

Lieber Herr Jost,

das BMUB setzt sich dafür ein, dass EU-Zahlungen zukünftig wesentlich stärker bzw. vollständig an gesellschaftliche Leistungen gebunden werden, d. h. an Leistungen, die über das geltende Fachrecht hinausgehen. Damit werden nachhaltige Bewirtschaftungsverfahren attraktiver und diese würden im Sinne von „öffentliche Gelder für öffentliche Güter“ gefördert. Momentan, d.h. im Rahmen der aktuellen GAP, ist dies am ehesten durch Mittel aus der zweiten Säule zu realisieren, weshalb wir uns auch für eine verstärkte Umschichtung aus der ersten in die zweite Säule einsetzten. Allerdings muss hier natürlich sichergestellt sein, dass diese zusätzlichen Mittel auch der Landwirtschaft bzw. dem Ausbau von Agrarumweltmaßnahmen zugutekommen und nicht in andere Schwerpunkte der ELER-Förderung fließen.

Das ist unser Ziel: Wir wollen die Kampagne und die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch dazu nutzen, den Dialog mit den Landwirten über konkrete, praktische und realisierbare Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft voranzutreiben. In diesem Zusammenhang steht aktuell der #DialogLandwirtschaft hier im Mittelpunkt: mit unserem Dialogforum, mit Fachveranstaltungen, Fragestunden in den Sozialen Medien etc. stehen wir in einem engen Austausch mit Landwirten, Naturschützern und Konsumenten. Denn die Agrarwende hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft ist nur gemeinsam möglich.

Viele Grüße aus dem BMUB | 02.03.2017


Kleinbetriebe in der Landwirtschaft haben bei der Produktentwicklung sowie bei der Markteinführung neuer Produkte vom Umsatz aus betrachtet, mit höheren Investitionen als ein Großbetrieb zu rechnen. Durch die Fehler der groangelgten industriellen Lebensmittelerzeugung werden jetzt auch Forderungen an die Kleinbetriebe gestellt, die der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht gerecht werden. Eine hier greifende Förderung muss also speziell auf die Belange und Möglichkeiten von Kleinbetrieben zugeschnitten sein. Gerade im Einzugsbereich von Ballungsgebieten bietet sich für einige Betriebe die Möglichkeit, mit hochpreisigen Sonderprodukten ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern. Diese Nischenprodukte, wie knapp 200 Wildkräuter oder Zwischenprodukte und Nichtholzwaldprodukte, erscheinen derzeit praktisch nicht auf dem Markt, da diese Pflanzen zu einer Gruppe gehören, die sich dem industriellen Anbau entziehen. Setzt hier eine Förderung an, müsste die Hilfe hier aus einem Netzwe

Herr Heiko Fritschen | 28.02.2017


Die meisten Förderungen versuchen etablierte Anbaumethoden weiter auszubauen. Durch ein Umdenken auf alternative Methoden mit der Nutzung der natürlichen Prozesse könnten Tätigkeitsfelder und damit zusätzliche Einnahmequellen für kleine und spezielle landwirtschaftliche Betriebe erschlossen werden. Die Bäume in unserem Umfeld benötigen für ihr optimales Wachstum einen Symbionten: Ein Pilz, der teilweise an eine bestimmte Baumart und an ein bestimmtes Alter des Baumes gebunden ist. Nachweislich kommt zum Teil noch ein dritter bzw. weitere Partner hinzu. Grundsätzlich wurde bei einer Etablierung eines Ektomykorrhiza-Pilzes die Wuchssteigerung von bis zu 200 % nachgewiesen. Ähnliche Auswirkungen haben diese Systeme vermutlich auf die Partner. Zusätzlich wurde die Freigabe von Phytohormonen, Pheromonen sowie eine Verbesserung der Phosphataufnahme festgestellt. Die industrielle Lebensmittelerzeugung arbeitet meist mit einer Monokultur. Dadurch werden zusätzliche Nährstoffeinträge und Spritz

Herr Heiko Fritschen | 28.02.2017


Jede Umschichtung oder der Abbau von EU-Direktzahlungen würden Einkommenskürzungen für alle Landw.Familienbetriebe bedeuten.Ohne Landwirte ist kein Umweltschutz möglich,nur sie können unsere Kulturlandschaft erhalten.

Herr Albin Englert | 28.02.2017


Die Agrarförderung ist das einzige und effektivste Mittel um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Landwirte zu erhalten.

Herr Horst Theil | 28.02.2017


Die Agrarförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Einkommen des Landwirts. Deshalb ist es unverzichtbar die Agrarförderung weiter auszubauen. Denkbar wären weitere Anreize für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft und natürlich eine stärkere Förderung der bereits auf ökologische Landwirtschaft umgestellten Betriebe (mit angliederung an einen Verband wegen der strengeren Vorschriften als bei EU-Bio). Auf diese Weise wird nicht nur die Umwelt geschützt und die Bauern unterstützt/lebensfähig gemacht, sondern auch die regionale Wirtschaft da Bauern regional denken und regional Aufträge vergeben!

Herr Bernd Schwaninger | 28.02.2017


Die agrarförderung ist und bleibt im Hoheitsgebiet des Landwirtschaftsministeriums ,da hier das fachliche wissen vertreten ist,und leider nicht im Umweltministerium.

Herr Edgar Engert | 28.02.2017


Agrarförderung ist Aufgabe das Landwirtschaftsministeriums und nicht des Umweltministeriums. Lassen Sie hier ihre Finger weg.

Herr Steffen Ehrlich | 28.02.2017

Lieber Herr Ehrlich,

wenn es um den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt geht, dann müssen wir als BMUB unsere Finger ins Spiel bringen. Denn dafür sind wir innerhalb der Bundesregierung zuständig. Diese Güter können wir jedoch nur schützen, wenn alle Formen der Landbewirtschaftung die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektieren. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne sowie diesem Forum an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Wir würden uns daher freuen, wenn auch Sie sich mit konstruktiven Vorschlägen in diesem Forum beteiligen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 03.03.2017


Für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sichern gerade die EU-Direktzahlungen in normalen Jahren durchschnittlich rund 40 Prozent des landwirt-schaftlichen Einkommens. In wirtschaftlich schwierigen Phasen wie 2015 und 2016 ist die Stabilisierungswirkung für die Betriebe noch deutlich höher und sichert zum Teil vollständig das betriebliche Überleben von Agrarmarktkrisen. Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten.Der heutige „Werkzeugkasten“ mit erster und zweiter Säule der EU-Agrarpolitik (GAP) ermöglicht eine differenzierte Förderung, die in Bayern maßgeblich zum Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe und einer vielfältig strukturierten Landwirtschaft beigetragen hat.

Frau Martina Roth | 28.02.2017


Die ewige Pestizid und Massentierhaltungsdebatte sorgt dafür, dass "intensive" Landwirtschaft böse und Ökolandwirtschaft gut ist. Aus der Lichtreflexion in den Satellitenaufnahmen lässt sich der chlorophyllgehalt und damit das Pflanzenwachstum rekonstruieren. In dicht besiedelten Gebieten wurde es viel grüner als als in unbesiedelten Gebieten. Wo intensive Landwirtschaft betrieben wurde, rund um die Dörfer nahm der Vegetationsindex doppelt so stark zu , als in Waldgebieten. Die globalen Vegetationsveränderungen werden durch den Menschen beeinflusst. Der Klimawandel macht die Welt nicht grüner, der Bauer schon. In Klimamodellen wird dieser Umstand nicht berücksichtigt, weil dies nicht in das Weltbild des Umweltministeriums passt. Landwirte begrünen den Planeten, die Zuständigkeit für landwirtschaftliche Fragen gehört in das Landwirtschaftsministerium.

Herr Michael Roßmann | 27.02.2017


Die Agrarförderung ist ein wichtiger Einkommensbestandteil, für landwirtschaftliche Familienbetriebe. Diese leisten einen großen Beitrag zur Umwelt- und Landschaftspflege. Unsere Umwelt- und Klimaschutzstandards sind deutlich höher als in weiten Teilen der Welt und müssen honoriert werden. Durch diese Förderung wird nicht nur der einzelne Landwirt gefördert, es wird damit auch der ländliche Raum gefördert, welches von immenser Bedeutung ist, wenn wir nachfolgenden Generationen eine Zukunft vor Ort bieten möchten. Um den Einfluss unseres Handelns auf die Umwelt zu reduzieren, ist es unerlässlich die Förderung für besonders umweltschonende Techniken und Verfahren zu erhöhen. Nur durch Innovationen und einer Zustimmung aus Politik und Gesellschaft können wir junge Leute für die Landwirtschaft begeistern und als Hofnachfolger gewinnen.

Herr Marc Timm | 27.02.2017


Es wird höchste Zeit, dass sich das Bundesumweltministerium um Agropolitik kümmert, denn Äcker und Wiesen sind eben kein x-beliebiges Produktionsmittel, sondern unser aller Umwelt! Von einer Umschichtung der Direktzahlungen weg von Großgrundbesitzern/ Agrarindustriellen hin zu kleineren Betrieben, die bestimmte Mindeststandards erfüllen, würden die "bäuerlichen Familienbetriebe" doch nur profitieren! Wer das vehement ablehnt, gehört scheinbar zur ersten Fraktion.

Frau Silke Geukes | 27.02.2017


Familienbetriebe sind nur mit gezielter Förderung zu erhalten!

Herr Herbert Pantel | 27.02.2017


Viehhaltung ist so an die bewirtschaftete fläche zu binden, dass Überdüngung mit Stickstoff nicht möglich ist. Die Förderung der Betriebe darf nicht linear an die Größe erfolgen, sondern bäuerlich wirtschaftende Betriebe sind besonders zu unterstützen.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Hans Neubig | 27.02.2017


Die Agrarförderung ist notwendig, damit Landwirte in Deutschland weiterhin ihre Betriebe bewirtschaften können. Ansonsten müßten wir mehr Nahrungsmittel aus Ländern importieren, in denen nicht so sehr auf eine umweltgerechte Produktion geachtet wird wie in Deutschland.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Johannes Rauch | 27.02.2017


biobauern besser stellen!

Herr Hermann Kolb  | 27.02.2017


Für die EU-Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführent zuständig

Frau Ursula Kraus | 27.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

wir haben als Diskussionsgrundlage mal ein paar Antworten zu Ihren Fragen/Beiträgen zum so genannten Greening zusammengefasst:

Was ist Greening?/Ist Greening ein Zwang?:
Die Greening-Vorgaben sind Bestandteil der sog. 1. Säule der EU-Agrarpolitik, d. h. der Zahlungen, die Landwirte vor allem in Abhängigkeit der von Ihnen bewirtschafteten Fläche erhalten. Da die Direktzahlungen vollständig aus EU-Steuermitteln bezahlt werden, sollen über das Greening Gemeinwohlleistungen erbracht werden, wie die Förderung der Artenvielfalt. Das Greening ist nicht verpflichtend, wollen Landwirte aber die vollen Direktzahlungen erhalten, müssen sie es umsetzen. Dies bedeutet, dass Grünland erhalten werden muss, eine Mindestvielfalt von Feldfrüchten angebaut werden muss und 5 Prozent sog. ökologische Vorrangflächen (ÖVF) eingerichtet werden müssen. Die Mehrheit der Landwirte in Deutschland beteiligen sich am Greening.

Müssen durch das Greening Flächen stillgelegt werden?
Bei den Greening-Maßnahmen Grünlanderhalt und Mindestfruchtfolge werden die Flächen weiter landwirtschaftlich genutzt. Bei den Vorrangflächen können Maßnahmen aus einem Katalog ausgewählt werden. In Deutschland wählen die Landwirte überwiegend Greening-Maßnahmen aus, die sie in ihre Produktion integrieren können, vor allem Zwischenfrüchte und Eiweißpflanzen (Leguminosen). Die allermeisten Greening-Flächen sind damit nicht der landwirtschaftlichen Produktion entzogen. In geringem Umfang werden auch ökologische hochwertige Maßnahmen wie Brachen, Landschaftselemente und Blühstreifen ausgewählt. Die bisherige Umsetzung zeigt, dass dabei ganz überwiegend bestehenden Brachen und Hecken für das Greening genutzt werden, so dass auch für diese Maßnahmen keine Flächen stillgelegt wurden.

Wie ist das Greening aus Naturschutzsicht zu bewerten?
Das Greening soll insbesondere Leistungen für die biologische Vielfalt erbringen. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat das Greening in Deutschland diese Erwartungen nicht erfüllt. Dies liegt einerseits daran, dass nur sehr wenige ökologisch hochwertige Maßnahmen als ökologische Vorrangflächen ausgewählt wurden, dass dadurch kaum neue Lebensräume entstanden sind und dass der biologischen Vielfalt abträgliche Praktiken wie der Pestizideinsatz auf Eiweiß-Vorrangflächen bestehen bleiben.

Ist Greening bürokratisch?
Der bürokratischem Aufwand beim Greening hat vor allem zwei Gründe: Einerseits soll die Bewirtschaftung insbesondere der Vorrangflächen erhalten bleiben und muss daher in Einklang mit den Greening-Anforderungen gebracht werden. Andererseits ist es gerechtfertigt, diese Zahlungen aus Steuermitteln an Auflagen und damit an überprüfbare Anforderungen zu binden. Denn schließlich muss ja auch überprüft werden, ob Maßnahmen ihr Ziel erreichen, d.h. die Gelder effizient eingesetzt wurden. Allerdings ist die Bürokratie oftmals tatsächlich zu hoch, bei den besonders Gemeinwohl-orientierten Maßnahmen der 2. Säule ist sie ein wachsendes Hemmnis für die Teilnahme der Landwirte. Wir als BMUB möchten daher unnötige Bürokratie vermeiden, wie sie z. B. durch mehrfache Kontrollen ein und derselben Maßnahme entsteht, ohne die Wirksamkeit der Maßnahmen abzuschwächen. Hier ist vor allem die EU-Kommission gefragt.

Wie wichtig ist die 1. Säule zur Einkommenssicherung?
Die Aussage, dass Bauern ohne die Direktzahlungen der 1. Säule nicht am Weltmarkt konkurrieren können, ist verkürzt. Sie trifft für viele Landwirte auf weniger ertragreichen Standorten und Böden (z. B. in Mittelgebirgslagen) zu, nicht aber pauschal auf alle Landwirte in Bördelandschaften, also von Klima begünstigte Landschaften mit sehr guten Böden. Dort ist eine Produktion zu Weltmarktpreisen durchaus möglich und wird auch praktiziert. Zudem wird dadurch von der Frage abgelenkt, wie unseren Landwirten dauerhaft ein auskömmliches Einkommen gesichert werden kann. Daher gehen bei den Direktzahlungen der 1. Säule die Meinungen sehr stark auseinander. Einige fordern deren weitgehend unveränderte Beibehaltung, andere deren Abschaffung oder – wie wir als BMUB – deren vollständige Bindung an die Erbringung von Gemeinwohlleistungen.

Fördern Greening-Flächen Schadinsekten?
Nein, vielmehr fördern Brachen, Landschaftselemente und Blühstreifen Nützlinge, die natürliche Feinde von Schadinsekten sind. Auch die Greening-Auflage der Mindest-Fruchtfolge wirkt Schädlingen entgegen.

Viele Grüße aus dem BMUB


Die Förderung hilft sowohl der jahrhundertelang gewachsenen Kulturlandschaft und ist für landwirtschaftliche Familien überlebenswichtig. Auch wird der ländliche Raum gestärkt. Sie ist wichtig, auch für die Hofnachfolger, da auch diese weiterhin die Höfe bewirtschaften sollen und vor allem Freude und Lust daran haben, die sich auch durch den Verdienst auszahlt.

Frau Doris Leikam | 27.02.2017


Initiativen aus der Mitte der Gesellschaft wie Agroforstwirtschaft, Permakultur, biozyklisch-veganer Landbau, solidarische Landwirtschaft, Urban Gardening usw. tragen aktuell zur großen Vielfalt von Ideen für die Weiterentwicklung des Ökolandbaus bei. Die großen Potentiale solcher Initiativen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sind oftmals noch zu wenig bekannt und werden kaum als Lösungsansätze für die drängenden Umwelt- und auch sozialen Fragen ausgeschöpft. Hier sollte eine gezielte Förerung einsetzen. Auf diese Weise könnten auch Landwirten, die sich heute immer mehr in ihrer Existenz bedroht sehen, neue praktikable Alternativen aufgezeigt werden.

Herr Axel Anders | 27.02.2017


Mit dem Greening sprechen sie einen interessanten Punkt an. Ich kenne eine Vielzahl von Betrieben, die noch nie Mais angebaut haben. Seit Einführung des Greening jedoch bauen sie auch Mais an, weil es für sie am einfachsten ist, durch eine vorangehende Zwischenfrucht die Greeningauflagen zu erfüllen. Wir selbst erfüllen Greening unter anderem durch Brachen an Waldrändern, aber auch mit einer sogenannten Kurzumtriebsplantage. Wieso solche KUP jedoch nur mit dem Faktor 0,3 auf Greening angerechnet wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. Hier wird für Jahrzehnte keinerlei Dünger oder Pflanzenschutz ausgebracht. Im Dickicht kann sich jede Menge Getier aufhalten und vermehren...

Hier sollte dringend nachgebessert werden!

Herr Dipl.-Ing. (FH) Höffti | 27.02.2017


 

  • Einkommenswirkung der Agrarzahlungen, für viele Landwirte ist es der Gewinn um den Privaten Lebendsunterhalt zu bestreiten.
  • Ausgleich für Umweltstandarts über Weltniveau, In Deutschland ist das Umweltbewusstsein sowie der Umgang mit der Umwelt viel besser und stärker als in den meisten anderen ländern der Erde, Außerdem sind in Deutschland die Methoden zur Messung der Umweltvertäglichkeit sehr gut, genau und nicht verfälscht.
  • Investitionsförderung für besonders Umweltschonende Verfahren/Technik. Umweltschonende Technik und Verfahren gibt es auf dem Markt ist aber deutlich zu teuer um Wirtschaftlich zu Produzieren.

 

Herr Tramsen | 27.02.2017


Nur mit den jetztigen Förderprogrammen, wie sie besonders gut in Bayern angeboten werden, wird auch die Umwelt in vielen kleinen Flächen und Bereichen naturnah und extensiv bewirtschaftet und gepflegt. Damit wird auch der Bevölkerung weiterhin eine lebenswerte Umwelt - und Landschaftspflege angeboten.

Herr Georg Kellermann | 27.02.2017


Ich habe in den Beiträgen immer wieder die Forderung gelesen, das die Agrarförderung auch als Ausgleich für hohe Umweltstandards gelten soll. Wie kann das sein? Gehört die Umwelt/Natur den Landwirten, so daß wir deren Erhalt von diesen kaufen müssen? Sollten wir da die Bauern nicht eher an die Sozialverpflichtung des Eigentums erinnern?

Herr Bernhard Schönhammer | 27.02.2017


Das Bundesumweltministerium ist nicht zuständig für die Agrarpolitik, Ernährungsfragen und die Politik für den ländlichen Raum. Jede Umschichtung oder Abbau der EU Direktzahlungen bedeutet Kürzungen des Einkommens für bäuerliche Familienbetriebe. In Bayern bewirtschaften Landwirte rund 1,8 Mio. Hektar mit freiwilligen, zusätzlichen Umwelt- und Naturschutzleistungen

Herr Mayr | 27.02.2017


Antwort auf Ihre Antwort auf FRAU BALZER

Liebes BMUP,
stecken Sie alle Label in die Tüte. Glauben Sie, dass noch irgendjemand einem Label glaubt, wenn seit 12 Wochen der Aufstallpflicht immer noch Freilandeier verkauft werden? Glauben Sie, dass Sie so das Vertrauen in die Auszeichnung der WAren erhalten, geschweige denn wiederherstellen können? Verbieten Sie irreführende Aufdrucke, wie die gesunden Kinder auf Schokolade und die Idylle auf den Wiesenhofhähnchen, verbieten Sie, dass auf den Packungen gelogen wird, nennen Sie Zucker beim Namen und erlauben Sie nicht, dass er versteckt wird in irgendwelchen Zutaten. Nennen Sie Gifte beim Namen und nicht bei einer Nr, die selbst ich ersmal nachschlagen muss, um so zu erfahren, dass ich 10% des Käse abschneiden muss, da die Rinde mit Gift behandelt wurde, schreiben Sie es drauf, lassen Sie den Konden das nicht bezahlen. es ist dann eben kein KG Käse sondern nur 900 gramm, kostet dasselbe, zeigt dann seine Differenz im Preis pro KG. Verbeiteu

Herr wolfgang otten | 27.02.2017


Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten.Das System ist bereits sehr komplex und verursacht hohe Verwaltungskosten. Weitere Änderungen erhöhen den Verwaltungsaufwand, der reduziert werden sollte.

Herr Dieter Heberlein | 27.02.2017


Die EU-Direktzahlungen sichern den Fortbestand der bäuerlichen Familienbetriebe. Doch genau dieses Betriebe sind diejenigen, die hier Umweltmaßnahmen, Umweltschutz und Umwelterhalt betreiben, wie es dem Staat niemals möglich wäre. Mit jeder einzelnen Kürzung (z.B. unberechtigte Gleichsetzung von unwägsamen Weideland und Mähwiese) geht Kulturland verloren, da es dem Bauern so nicht mehr möglich ist, unwägsames Land zu bewirtschaften. Hier ist jetzt schon Alarm angesagt!

Frau I Grasmüller | 27.02.2017


Förderung von Regionalen und Saisonalen Produkten.

Vor Ort für den Ort erzeugt...

Abbau von Vermarktungshemnissen wie Innungsgehabe usw.

Herr Bernhard Jocher | 27.02.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks,

das kürzlich beschlossene "Tiewohllabel" ist ein Witz. Wenn es der Regierung tatsächlich um das Wohl der Tiere ginge, warum nicht einfach für ALLE bessere Standards verordnen? Freiwilliges, undurchschaubares Hickhack, bringt nichts. Wer Tierwohl kaufen will, kauft Bio-Erzeugnisse: Kein chemischer Dünger auf dem Feld, größere Ställe, kein Spaltenboden, Freilauf, Aufenthalt im Freien usw. Was tut die Regierung gegen Massentierhaltung? Was tut sie gegen die damit einhergehenden extrem hohen Nitratwerte in unserem wichtigsten Lebensmittel, dem Grundwasser? Weniger Massiertierhaltung, weniger Gülle auf dem Feld, weniger Nitrat im Boden. Warum ist die Agrarlobby stärker als die Politik? Wozu Subventionen für Milch und Fleisch, wenn die Nachfrage so gering ist? Warum unterstützen Sie es, dass mit unseren Exporten Märke in Schwellenländern und Drittweltländern zerstört werden, weil unser Fleisch selbst die lokaen Preise unterbieten kann? Mehr Moral, bitte!

Frau Dr. Sarah Schmid | 27.02.2017

Liebe Frau Schmid,

ja, es geht uns bei dem Thema Massentierhaltung um die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt. Unser Ziel ist es, die Tierhaltung in der Landwirtschaft umweltverträglich zu gestalten und eine geordnete Flächennutzung sicherzustellen. Als Bundesbauministerium sprechen wir uns daher dafür aus, die gesetzlichen Regelungen zur Genehmigung der Stallanlagen stärker als bisher auf diese Ziele hin auszurichten. Dazu haben wir bereits eine Verschärfung des Baurechts vorgeschlagen. Große Anlagen zur Intensivtierhaltung sollen künftig nur genehmigt werden, wenn die Gemeinde einen entsprechenden Bebauungsplan erlässt. Konkret bedeutet dies: Die Kommunen sollen selbst entscheiden, ob und wo auf ihrem Gebiet Anlagen zur Intensivtierhaltung errichtet werden dürfen. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen beim Bau großer Tierhaltungsanlagen mehr Mitsprache bekommen - durch die Möglichkeit zur Beteiligung am Bebauungsplanverfahren und an der Umweltverträglichkeitsprüfung, die für solche Anlagen durchzuführen ist. Schließlich sollen große Ställe ihre Staub-, Ammoniak- und Geruchsemissionen verringern. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Sie mit dem kürzlich vorgestellten Tierwohllabel wahrscheinlich die Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums ansprechen: http://www.bmel.de/DE/Tier/Tierwohl/_texte/Tierwohllabel-Vorstellung-IGW.html.

Die verschärften Düngeregeln, die kürzlich verabschiedet wurden, sind eine Maßnahme, um die Folgen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung einzudämmen und die Überdüngung zu reduzieren. Seit Jahren leiden Gewässer, Böden und Luft an den Folgen der dauerhaften Überdüngung. Die verschärften Düngeregeln werden helfen, die Folgen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung einzudämmen. Uns geht es bei allen Maßnahmen um die Sache: eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft, die Artenschutz, Naturschutz und die Gesundheit berücksichtigt.

Viele Grüße aus dem BMUB | 28.02.2017


Es sollte biologische bzw. biologisch-dynamische Landwirtschaft gefördert werden.

Frau Sonja Bischof | 27.02.2017


1. Die Agrarförderung muß klar an ökologische Standards gekoppelt werden.

2. Die Agrarförderung muß so gedeckelt werden, daß große, industrieartige Betriebe nicht mehr gefördert werden.

3. Die Agrarförderung darf besonders umweltschädigende Produktionsformen nicht mehr fördern (Schweinemassenhaltung, Maisanbau, Legebatterien)

Frau Prof. Dr. Sigrid Liede-Schumann | 27.02.2017


Jede Forderung nach Umschichtung oder Abbau der EU-Direktzahlungen würde Einkommenskürzungen für alle bäuerlichen Familienbetriebe bedeuten. Dies wiederum beschleunigt den Strukturwandel.

Herr Metalagring | 27.02.2017


Die Agrarförderung in Deutschland ist auch als Ausgleich für unsere hohen Umweltstandards zu sehen und leistet somit einen positiven Beitrag zum Umweltschutz. Ohne eine starke erste Säule oder die die Investitionsförderung von besonders umweltschonender Technik sind die derzeitigen Auflagen kaum erfüllbar. Eine Angleichung der Standards in der EU oder besser weltweit ist dringend erforderlich.

Herr Uwe Fischer | 27.02.2017


Indem sie nachhaltig ist. Nachhaltig heißt dabei vor allem, dass ich als Bauer noch davon leben kann was ich tue und die Produktion nicht abgewürgt wird.

Herr Wiedemann | 27.02.2017


Die Agrarförderung sollte auf eine Größenordnung, die für die Existenz eines bäuerlichen Betriebes notwendig ist, beschränkt werden. Flächenförderung bis ca 70 ha, Tierhaltung über 2 GV/ha - Abzüge der Direktzahlungen vornehmen

Herr Franz Prock | 27.02.2017


Einen gemeinsamen Dialog zwischen Bürgern/Verbrauchern/Steuerzahlern, Politik und Landwirten zu machen war das Beste was Sie machen konnten. Genau wie die Onlinebefragung der EU. Super. Weiter so BMUB. Denn nur wenn alle Leute "miteinander" planen hat das ganze Zukunft. Vorschlag Förderungen so ausrichten: -Effizienz fördern -etwas mehr Wald, weniger Grünland Naturschutz -auf den besten Böden, abhängig der Bodenwertzahl, Lebensmittel Getreide, Gemüse, Rapsöl, Zucker usw. (dort keine Milch, Boden dafür zu gut) -Auf den Böden mit geringer Bodenwertzahl, Milcherzeugung. -mehr Bio Flächen=gesündere Lebensmittel (weniger Ertrag, weniger Überproduktion, weniger Allergien, Krankheiten, Unverträglichkeiten, Antibiotikaverbrauch, Umwelt- Grundwasserbelastung) -Wiederkäuerzahl wegen CO² Ausstoß evtl. etwas begrenzen, bei den Massentierhaltungsbetrieben.

Herr Begin | 27.02.2017


Die Frage nach der Agrarförderung ist die zentrale, die alle weiteren Fragen mit beantwortet. Wenn wir hier eine Weichenstellung in Richtung ökologische Landwirtschaft und Landschaftspflege hinbekommen, sind die Themen Artenvielfalt, Wasser und Böden, Verbraucherschutz und attraktiver ländlicher Raum mit gelöst. Wie alle Forschungsergebnisse belegen, hatten wir die höchste Artenvielfalt als wir extensiver und mit dem Grundgedanken eines Kreislaufs gewirtschaftet haben. Das schont zugleich die Böden und das Wasser, erzeugt gesündere Lebensmittel und schönere Landschaften, in denen man sich gerne aufhält. Außerdem schafft es etwas mehr Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, in der Lebensmittelverarbeitung und im Tourismus in ländlichen Regionen. Investoren getriebene Landwirtschaft hingegen nutzt vor allem den Investoren, denen eine nachhaltige Bewirtschaftung egal ist . Bitte suchen Sie sich Verbündete in anderen EU-Staaten, bevor es in die nächste EU-Verhandlungsrunde geht. Danke!

Frau Henze | 26.02.2017


So wie es zur Zeit gehandhabt wird: mit verschiedenen Programmen (z.B. Kulap)bekommt die Umwelt besondere "Freiräume"

Herr Schmitt | 26.02.2017


Frau Hendricks, Sie sollten wissen dass die Landwirte keine Subventionen sondern Ausgleichszahlungen für vom Staat gestohlenes Geld bekommen. Von der EU und den Regierungen wurden die Preise für landwirtschaftliche Güter zu Gunsten der gewünschten Globalisierung nahezu halbiert (zB. Weizen kostete damals bereits über 50 DM/dt). Um diesen Verlust für die Landwirte erträglich zu machen wurde durch die EU-Agrarpolitik (die ja der einzige europaweite gemeinsame Haushalt ist) Ausgleichszahlungen an die Landwirte gezahlt. Somit müsste eigentlich der gesamte EU-Haushalt in den Landwirtschaftsbereich fallen, was aber durch immer weitere Kürzungen nur noch bei ca. 40% der Haushaltssumme der Fall ist. Nicht genug wurde dann mit der Landwirtschaft Entwicklungshilfe betrieben und das Abkommen mit den 50 ärmsten Ländern "alles außer Waffen" ein zollfreier Handel in die EU beschlossen. Was hauptsächlich den Zuckersektor verwarf und den europäischen Landwirtschaften wurde die Zuckerquote gekürzt.

Herr Falter | 26.02.2017


Agrarförderung sollte auch vom Agrarministerium betrieben werden. Umschichtung der wich: Für die EU-Agrarpolitik und die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium federführend zuständig, nicht das Bundesumweltministerium.

Herr heinrich Jülichs | 26.02.2017


Ohne Agraaförderung können viele Landwirte garnicht Überleben.

Herr Manfred Storch | 26.02.2017


Durch die Agrarförderung ist der Landwirt nicht mehr nur den Gesetzten des Marktes ausgesetzt und muss nicht zwingend das Höchste herausholen und schont somit Land und Umwelt. Agrarförderung ist auch Strukturförderung und kleinere Betriebe können weiter existieren.

Herr Karl Wagner | 26.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, wie der Name schon sagt, ist es eine Agrarförderung und keine Umweltförderung. Daher sollte der Gesetzgeber sinnvolle Maßnahmen zum Umweltschutz im europäischen Umfeld als Leitplanken vorgegeben. Die Landwirte stehen in einem sehr scharfen Wettbewerb und benötigen eine Gleichbehandlung mit den europäischen (weltweiten)Berufskollegen. Wenn die Politik für deutsche Landwirte zusätzliche Auflagen beschließt, das Marktumfeld aber außer acht lässt, wird es die kleinstrukturierte Landwirtschaft mehr lange geben, sondern nur noch Agrarkonzerne (siehe USA), die mit Lobbyarbeit die Regeln bestimmen (und da wird dann ein seltenes Pflänzchen keine Rolle mehr spielen). Nationale Alleingänge, wie etwa 10 % des Waldes stillzulegen, verlagern das Problem nur ins Ausland. Ein Beispiel ist auch das frühzeitige Verbot der Käfighaltung von Legehennen, alle Käfige wurden gen Osten transportiert, wo heute wieder Hennen Eier für die deutsche Verabeitungsindustrie produzieren.

Herr Stefan Thurner | 26.02.2017


Agrarförderung sollte immer angepasst an Region, Bodenpunkten und auch an vorhandenen Schutzgebieten in der Region sein. Hier sollte man sich an den vorhandenen Produktionsrhythmen und regional auch traditionellen Verfahren andocken. Es wird zu einheitlich mit der Gießkanne überall hingegossen. Regional heißt dann nicht nur für jedes einzelne Bundesland sondern für jeden Landkreis. Bei übergreifenden Schutzgebieten in den Landkreisen muss auch übergreifend ohne viel Bürokratie zusammengearbeitet werden. Das gilt nicht nur für ökologisch orientierte Betriebe sondern auch für konventionell arbeitende Firmen. Konventionelle Firmen sind oft bereit mehr zu wagen in bestimmten Gebieten, wenn die Ausgleichzahlungen angemessener wären.

Frau Katrin Lutze | 26.02.2017


Wenn die Landwirtschaft einen angemessenen Preis für ihre produckte bekommen würde und die Lebensmittel nicht so verramscht wie es zurzeit ist und die Industrie alles einsteckt brauchen wir keine Förgrerung. Aber das will man nicht sonst kann man keinen mehr knechten.

Herr gleichmann | 26.02.2017


Durch die Agrarförderung wird es Betrieben in benachteiligten Gebieten ermöglicht wirtschaftlich Landwirtschaft auf der Fläche zu betreiben. Durch Greening und z. B. Kulap in Bayern werden Fruchtfolgen und einheimischer Eiweißanbau unterstützt

Herr Manfred Dorner | 26.02.2017


In dem die Gießkannförderung der ersten Säule komplett in die zielgerichteten Maßnahmen der zweiten Säule umgeschichtet wird. Die erste Säule führt nur zu Mitnahmeeffekten bei Betrieben, die auch ganz gut ohne Förderung auskommen, aber nichts für die Umwelt (Grundwasser, Artenvielfalt, Landschaftsbild!) tun. Welche andere Wirtschaftsbranche bekommt Geld für das Einhalten von Gesetzen?

Herr Martin Schmidt | 26.02.2017


Die Prämien der ersten Säule, die an keine Auflagen gebunden sind, helfen den Landwirten. Die Landwirte haben in der Regel einen positiven Einfluß auf die Umwelt. Will man spezielle Umweltziele fördern, geschieht das z.B. über KULAP. Sollte in der Zukunft Geld von der ersten in die zweite Säule verlagert werden, hilft das nicht der Umwelt, da dies bereits durch Agrarumweltprogramme abgedeckt wird. Die Umschichtung hat allein ein geringeres Einkommen der Bauern zur Folge.

Herr Diplom Argrar Ingenieur(FH) klaus Merkel | 25.02.2017


Die EU Agrarpolitik und die Agrarpolitik muß in den Händen der Fachleute aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium bleiben. Hier wird mit Sachverstand und ohne fragwürdige Ideologien der Rahmen für die zukünftige Landwirtschaft festgelegt.

Herr Abel | 25.02.2017


Die Subventionierung der Landwirtschaft sollte radikal zurückgefahren werden. 60 Milliarden Euro an Landwirte zu überweisen und sie durch Protektionismus zusätzlich künstlich zu bevorteiligen, nur weil sie ihren Job machen, ist ungerecht, verschwenderisch und ineffizient. Ungerecht, weil andere Berufe nicht in dem Umfang subventioniert werden. Ungerecht auch, weil den Verbrauchern durch die protektionistischen Maßnahmen die Lebensmittel künstlich verteuert werden. Verschwenderisch, weil die 60 Milliarden woanders investiert besser angelegt wären (z.B. in Forschung & Entwicklung im Agrarbereich). Ineffizient, weil künstlich Betriebe erhalten werden, die knappe Ressourcen (Arbeit, Land und Kapital) binden, obwohl diese Ressourcen in anderen Betrieben oder Wirtschaftszweigen mehr zum Gemeinwohl beitragen würden. Was Externalitäten angeht: Wenn bestimmte landwirtschaftliche Praktiken die Umwelt (am Markt vorbei) verschmutzen, dann sollte diese Umweltverschmutzung besteuert werden.

Herr Dr. Jonas Kathage | 25.02.2017


Guten Tag, ich bin kein Landwirt, aber weshalb kümmert sich das BMUB um landwirtschaftliche Anliegen. Sie sollte sich um Hausheizungen, vorallem Kamine mit Holz und Abfallfeuerung kümmern. Als Gabriel Umweltminister war, hatte er sich dieses Problems intensiv angenommen, wurde dann aber Wirtschaftsminister, und jetzt wird sich darum nicht gekümmert, sondern um Landwirtschaft, die uns mit den besten Lebensmitteln weltweit versorgt. Das sind nicht Themenvon der Ministerin. Mit freundlichen Grüßen Bruno Fehse

Herr Bruno Fehse | 25.02.2017


Durch die jetzige Förderung wird ein wesentlicher Beitrag zur Einkommenssicherung in der Ldw.gestellt. Für dieses Geld erbringen Landwirte ja auch heute schon Leistungen für die Allgemeinheit und die Umwelt. Also sollte diese Förderung auch so beibehalten werden.

Herr Stephan Ruth | 25.02.2017


Die Flächenprämie sollte ganz entfallen. Eine Förderung sollten nur Biolandwirte in der Höhe erhalten, die der Allgemeinheit im Vergleich zu konventionell wirtschaftenden Bauern nicht entstehen z.B. ein Liter Glyphosat das aus dem Trinkwasser gefiltert werden muss verursacht Kosten in Höhe von 100.000,--€

Herr Landwirt Helmut Keller | 25.02.2017


Es kann nicht angehen daß ein Berufsstand Geld nur dafür erhält, daß er existiert. Finanzielle Unterstützung muß sich in Gegenleistung widerspiegeln, gerade auch für die Umwelt, und Kritik durch die Geldgeber, d.h. Steuerzahler, akzeptiert werden. Subventionen sind kein gottgegebenes Recht.

Herr Dr. Heinz Klöser | 25.02.2017


Die Förderung von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben. Höher sollten ökologische Betriebe gefördert werden.

Herr Ramsauer | 24.02.2017


Wie kann Viehhaltung und der Nährstoffkreislauf der Natur bezüglich der Landwirtschaft wieder geschlossen werden.

(Abstimmung von Viehhaltung und Ackerflächen)

Frau Anjana Pfoch | 24.02.2017


Dadurch werden Artenschutz Programmen verstärkt in der Landwirtschaft angewandt(Blühstreifen).

Herr Stephan Hollweck | 24.02.2017


Durch gute und fundierte Ausbildung der Landwirte, durch den Fruchtfolgewechsel der Ackerflächen - Ablehnung von Monokulturen!

Frau Sonja Dirl | 24.02.2017


Agrarförderung sollte auch vom Agrarministerium betrieben werden. Umschichtung der wichtigen Fördergelder gehen den Landwirtschaftlichen Familien verloren werden aber als Förderung für die Landwirtschaft verkauft. Die Landwirte sind Naturschützer und Erhalter der artenreichen Landschaft. Deshalb ist es Wichtig besonders die Familienbetriebe zu erhalten und zu stärken. Immer mehr Auflagen schwächen und demoralisiert die Betriebe. In Bayern gibt es schon genügent Flächen für den Naturschutz. Diese Sollten ordentlich gepflegt werden. Wir brauchen die Flächen für die Ernährung von Mensch und Tiere.

Herr Michael Rumpel | 24.02.2017


Ich finde es schade, wenn Fördermittel gezielt für eine Ideologie herangezogen werden und die Landwirte nicht selbst entscheiden können, was sie tun. Das Modell zur zeit gibt jeden Betrieb die Möglichkeit, das zu tun, was er für richtig hält. Dies ist mit der Gleichstellung der Agrarförderung( Eu Prämie) erfolgt. Und die unterschiedlichen Strukturen in Deutschland können gezielt z.b. Ausgleichzulage ausgeglichen werden. So steht es im Grundgesetz, alle Menschen sind gleich. Und so ist es doch auch bei der Agrarförderung. Biobetriebe bekommen für ihren Aufwand auch eine zusätzliche Förderung. Ziel der Agrarförderung sollte erstmal eine gesunde Nahrungsmittelproduktion für alle Menschen sicher zu stellen und einen Ausgleich zu schaffen für Umweltstandarts, die es nur bei uns gibt, aber nicht auf der ganzen WELT. Agrarförderung ist eine sichere Einkommensquelle, um z.b. Investitionen für mehr Tierwohl,Umweltschutz ... abzusichern. Es ist ein Förderprogramm für eine bessere Zukunft.

Herr Jörg Porisch | 24.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

einige von Ihnen sprechen in Ihren Beiträgen immer wieder die Zuständigkeiten der Ressorts innerhalb der Bundesregierung an. Wir haben niemals bestritten, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium für die Agrarpolitik in Deutschland zuständig ist, noch haben wir die Absicht, diese Zuständigkeit in Frage zu stellen. Das BMUB ist in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Denn wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektiert. Wir unterstützen und beteiligen uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, der Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Wir setzen uns wie bereits beschrieben für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Bei der EU-Agrarförderung handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Das geht uns alle an – sei es als Landwirt, Verbraucher oder Steuerzahler. Wir wollen das System der Förderung grundlegend erneuern, um so die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen. Denn nur eine Landwirtschaft, die unsere Umweltgüter – und damit ihre eigenen Produktionsgrundlagen – schont und die Anforderungen der Gesellschaft berücksichtigt, ist zukunftsfähig und kann hohe öffentliche Unterstützungen weiter rechtfertigen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Mit der Kampagne machen wir auf dieses Thema aufmerksam und klären über die Zusammenhänge auf. Vielen Dank an dieser Stelle schon mal für die vielen guten und konstruktiven Beiträge. Wir wünschen Ihnen und uns weiterhin einen guten Dialog!

Viele Grüße aus dem BMUB


* Für die Agrarpolitik in Deutschland und die EU-Agrarpolitik ist das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig!
* die EU-Direktzahlungen sichern das Überleben von bäuerlichen Familienbetrieben!
* Das Bundesumweltministerium ist nicht zuständig für Agrarpolitik, den ländlichen Raum und Ernährungsfragen!

Frau Schwab | 24.02.2017


Wenn ihr für Bodenschutz zuständig seid, wie ihr hier regelmäßig schreibt, warum legt ihr nicht Bodenschutzprogramme für Landwirte auf? Sie könnten ja ihren halben Haushalt so für den Umweltschutz durch die Landwirte zur Verfügung stellen.

Herr Andreas Schmid | 24.02.2017

Liebe Herr Schmid,

wenn‘s nur so einfach wäre! Die Zuständigkeit des BMUB für den Bodenschutz heißt ja nicht, dass wir Mittel für eine Agrarförderung zur Verfügung hätten – erst recht nicht in der Höhe unseres halben Haushalts. Für die Landwirtschaft stehen aber aus anderen öffentlichen Töpfen erhebliche Steuermittel (immerhin 40% des EU-Agrarhaushaltes) zur Verfügung – auch, um Einschränkungen zur Schonung der Umwelt finanziell auszugleichen. So werden über Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen derzeit bereits viele Maßnahmen u.a. zum Bodenschutz gefördert, z. B. die Verhinderung von Bodenerosion und von Einträgen in Gewässer oder die Förderung von Streifen- oder Direktsaat. Um diese Maßnahmen kurzfristig ausbauen und damit eine flächendeckende Wirkung erreichen zu können, ist allerdings eine deutliche Erhöhung der Mittel der sogenannten 2. Säule der GAP erforderlich. Dies ist durch die Umschichtung von Mitteln aus der ersten Säule möglich.

Viele Grüße aus dem BMUB | 01.03.2017


Ich finde die Förderung auf die bewirtschaftete Fläche bezogen mit evt. Umweltauflagen als richtig. Die jetzt stattfindende einzelbetriebliche Investitionsförderung mit z. T. horrenden Zuschüssen für einen einzelnen Betrieb finde ich sehr schlecht, da damit die einzelnen Landwirte getrieben wurden, ihre Betriebe ständig zu vergrößern, da man z. T. nur ab einer bestimmten Größe den optimalen Zuschuss erhält. Da manche Landwirte für den Rest der Bausumme gar nicht genügend eigenes Erspartes einbringen konnten, haben sie hohe Schulden gemacht, welche jetzt mit der gerade durch dieses Investitionsförderprogramm herbeigeführten Überproduktion und den dadurch sinkenden Warenpreisen nicht zurückgezahlt werden können. Eine Vergütung pro bewirtschaftetem Hektar hätte es ermöglicht, dass man sich für große Investitionen etwas ansparen hätte können. Währen dann vom Staat allgemeingültige Auflagen bzg. Umwelt und Tierschutz vorgegeben gewesen, hätte kaum einer so groß gebaut.

Frau Landwirtin Maria Kainzmaier | 24.02.2017


Für die Agrarpolitik ist ganz klar das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig.Die EU-Betriebsprämie ist wichtig für das Überleben unserer landwirtschaftlichen Betriebe.Sie stellen rund 40 % des landwirtschaftlichen Einkommens dar.Bereits jetzt kann man mit der 2.Säule genügend Umweltschutz betreiben, was ja auch gemacht wird, zumindest in Bayern.

Herr Helmut Mader | 24.02.2017


Die Agrasrförderrung ist immer mit einem größer und mehr gekoppelt. Kleine Maßnahmen die sinnvoll wären kommen bei den Förderüberlegungen nicht vor. Und die damit verbundene Bürokratie verselbständigt sich. Gebe es keine Computer wäre die techinkgläubigkeit nicht so uneingeschränkt groß und der normale Menschenverstand würde sich wieder durchsetzen.
Viele stehen nicht mehr zu ihrer Meinung und verstecken sich hinter Gesetzen.

Herr Rolf Wagner | 24.02.2017


In dem in der EU nur noch echte Ökologische Landwirtschaft gefördert wird. Das laugt die Böden nicht aus. Das verseucht/vergiftet weder die Landwirte/Innen, noch die Verbraucher/Innen, die Böden und das Grundwasser. Keine Massentierhaltung und reelle Preise für die Landwirte. Herbizide und Insektizide verbieten. Glyphosate verbieten. Super strenge Wasser- und Bodenschutzauflagen Qualität statt Quantität.

Frau Dagmar Butterweck | 24.02.2017


Mit dem Grünbuch Ernährung, Landwirtchaft, Ländliche Räume (http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Gruenbuch.pdf?__blob=publicationFile) hat das BMEL bereits einen Wegweiser für Ziele und Maßnahmen der zukünftigen Agrarpolitik erstellt. Es ist damit schon alles gesagt. Warum startet das Umweltministerium nun eine neue Initiative? Passen dem BMUB die Ergebnisse nicht? Nach Vorstellung des BMUB soll sich die Landwirtschaft wohl nur noch um Umwelt-, Natur- und Artenschutz sorgen. Damit werden die zusammen mit den ökologischen Aspekten im Nachhaltigkeitsgedanken vereinten wirtschaftlichen und sozialen Aspekte aufgegeben.
Daher sollten Fragen zur nachhaltigen landwirtschaftlichen Erzeugung nicht im Umweltministerium bearbeitet werden. Hier ist alleine das Landwirtschaftsministerium zuständig und sollte dies auch weiterhin bleiben!

Herr Hendrik Schneider | 24.02.2017


Mit einem ausreichenden Einkommen der Landwirte, wird die Neigung zum "Betrug" verringert. Mit einer besseren Kontrolle werden die schwarzen Schafe schneller entdeckt und sollten mit hohen Strafen an den Kosten der Kontrolle beteiligt sein.

Herr Martin Kupfer | 24.02.2017


Dem Bundesumweltministerium gehen die Ausgleichszahlungen nichts an.

Herr Thomas Schaffner | 24.02.2017


Für die EU Agrarpolitik und die Agrarpolitik in Deutschland ist und bleibt das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig nicht das Bundesumweltministerium

Herr Karl-Heinz Flohr | 24.02.2017


Die Agrarförderung mit den Direktzahlungen hilft den Landwirten umweltgerecht zu wirtschaften. Hiermit u.a. werden die hohen Kosten für die überdurchschnittlichen Umweltstandards und Auflagen zumindest teilweise ausgeglichen. Sie dienen dem Prinzip - öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen. und sind auch eine unverzichtbare Einkommenshilfe. Ohne diese Hilfen müssten die Betriebe wesentlich intensiver wirtschaften. Wenn zusätzliche Leistungen von den Landwirten erbracht werden sollen ist hierfür zwingend auch zusätzliches Geld notwendig. Eine Umschichtung ist keine Lösung. Noch mehr öffentliche Leistungen können nur mit mehr öffentlichen Geldern erbracht werden. Mit dem Greening werden bereits heute Umweltleistungen erbracht, (Grünlandschutz, Boden- und Klimaschutz, Biodiversität etc.), ohne dass mehr Geld zur verfügung steht als 2013.
Die Direktzahlung würden, wenn sie direkt aus dem Bundeshaushalt kämen, nur 1,5 % der Ausgaben ausmachen und dienen schon heute dem Umweltschutz.

Herr Böhm | 24.02.2017


Die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit, gerade auch von der Politik, nicht permanent negativ darstellen. Damit werden Landwirte als die Bu-Männer unseres Landes dargestellt und die Agrarförderung als unnötig und nicht notwendig in der Bevölkerung suggeriert. Wir Landwirte leben mit der Umwelt, wir sind darauf angewiesen, dass sie funktioniert. Und dafür tun wir auch sehr viel, gerade in Deutschland. Dass das in anderen Teilen der Welt absolut gegenteilig läuft, wird überhaupt nicht offeriert. Die Leute denken, die Lebensmittel aus Deutschland sind vergiftet, aber wenn es aus Brasilien oder Spanien kommt. Wer weiß denn da, was genau drin ist oder was für Pflanzenschutz gespritzt wurde??! Also mehr Werbung auch für regionale Lebensmittel, stärkt den Zusammenhalt, den Bezug zur Region, die Umweltbilanz, unser Nachwuchs weiß wieder, wo Lebensmittel herkommen, etc. Danke!!!

Frau Susanne Holter | 24.02.2017


Das Bundesministerium für Landwirtschaft ist für die Landwirtschaft zuständig, nicht das Umweltministerium. So ist es auch auf europäischer Ebene.

Herr Wolfgang Wild| 23.02.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks,
jegliche Förderung sollte auf Arbeitsplätze und soziale und ökologische Nachhaltigkeit abzielen, wobei die Förderquote mit steigender Größe des Unternehmens bezüglich Fläche und Ertrag sinken sollte. Es muss eine Landwirtschaft gefördert werden, die wieder im Einklang mit der Natur erfolgt, hierzu gehört auch Bodenaufbau (Humus) statt Düngemitteleinsatz.
Desweiteren sollten die Projekte der Solidarischen Landwirtschaft oder der gemeinschaftlich-unterstützten Landwirtschaft (CSA) eine Förderung erhalten, da sie auch eine Bürger.innen-Erziehung mit sich bringen. Auch sollten diese, egal in welcher Rechtsform, grundsätzlich die landwirtschaftliche Privilegierung erhalten.

Herr Jochen Walter | 23.02.2017


Was würde denn der Landwirt ohne Beihilfen tun? Er wäre nur auf maximalen Gewinn aus. Das müsste er auch tun, um seine Familie ernähren zu können.
Ein Landwirt pflegt und hegt aber auch unser Umfeld, unseren Lebensraum. Er erhält auch Strukturen.
Wie würde denn unsere Landschaft aussehen, wenn es keine Landwirte mehr in Deutschland gäbe? Nur noch Hecken und Gebüsch? Soll das unser Zukunft sein?
Die Direktzahlungen sind wichtig, um gerade kleinere Betriebe zu erhalten. Diese leisten einen erheblichen Anteil an Landschaftspflege, erhalt von Kulturräumen
Wer soll denn diese Leistungen, welche die Landwirte kostenlos erbringen, sonst tragen? Die Kommunen? Die Länder?, Die Landwirte erhalten auch nichts um sonst, alles ist an Bedingungen geknüpft, verursacht einen sehr hohen Aufwand.

Was wären wir denn ohne Landwirte? Die bekommen viel zu wenig an Direktzahlungen

Herr Bernhard Wolter | 23.02.2017


Die Agrarförderung muss im Landwirtschaftsministerium bleiben !!!

Herr Landwirtschaftsmeister Alfons Mark | 23.02.2017


Die Agrarförderung hilf den Landwirten die politisch gewolten günstigen Lebensmittel für die Verbraucher überhaupt noch zu erzeugen. Wer hat den Lust Landwirt zu sein, wenn jeder Nichtlandwirt vorgibt besser zu wissen wie richtig Nahrungsmittel erzeugt werden. Die politische Verantwortung muss einzig und allein beim Bundeslandwirtschaftsministerium verbleiben und sonst niergend wo anders!!!

Herr Schimmer | 23.02.2017


In dem die Förderung bei dem aktiven Landwirt direkt ankommt und sie praxistauglich umsetzbar ist

Frau Anne Wischemann | 23.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, meine Eltern hatten noch einen landwirtschaftlichen Betrieb der zwischenzeitlich stillgelegt ist. Denn seit es die EU früher die EG gibt, begann das Höfesterben. Mit den Manshold-Plänen ging es los. Seither werden kleine Betriebe systematisch vernichtet zu Gunsten großer Einheiten. In den letzten Jahren setzte sich das verstärkt fort - es wurden nur noch Ställe gefördert in denen mindestens 600 Stück Vieh Platz finden. Mit der Energiewende haben auch bei uns die von Ihnen angeprangerten Maisfelder ein Ausmaß angenommen das erschreckend ist. Aber Mais ist der Stoff den die zwischenzeitlich rein mit Rohstoffen betriebenen Biogasanlagen lieben um eine optimale Leistung zu fahren. Jauche kann man da nicht gebrauchen, denn die enthält eventuell Antibiotika die den Bakterien der Anlage schaden. Und wer steuert dies alles - die Politik - dem kurzfristigen Erfolg geschuldet ist alles Gut was Wählerstimmen garantiert.

Herr Rudolf Ettwein | 23.02.2017

Lieber Herr Ettwein,

es stimmt, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft auf Kosten der kleinen Höfe gegangen ist. Dazu haben auch die EU-Fördergelder beigetragen, denn da diese überwiegend nach der bewirtschafteten Fläche ausgezahlt werden, erhalten nach wie vor wenige große Betriebe sehr viele Mittel. Dies möchten wir in der neuen Förderperiode ab 2020 ändern, indem EU-Mittel an die Erbringung von Gemeinwohlleistungen wie Umwelt- und Naturschutz geknüpft werden. Dies bietet insbesondere kleineren Betrieben eine wirtschaftlich tragfähige Alternative.

Sie haben ebenfalls Recht, dass Mais durch den hohen erzielbaren Methanertrag pro Hektar eine sehr attraktive Pflanze für Biogasanlagenbetreiber ist. Allerdings sind mit der Ausweitung der Maisflächen hohe Umweltkosten verbunden, die durch die Stromproduktion und Wärmebereitstellung nicht zu rechtfertigen sind. Vergleicht man die Flächeneffizienz und die flächenbezogene Minderung von Treibhausgasemissionen verschiedener erneuerbarer Energien, so schneidet Biogas auf der Basis von intensiven Ackerkulturen, wie z.B. Mais, sehr schlecht ab. Nutzt man hingegen Gülle in Biogasanlagen fallen keine Umweltkosten durch die Bereitstellung an. Stattdessen kann eine Reduktion der Methanemissionen erreicht werden. Da Jauche kaum Organik enthält, braucht diese jedoch eine entsprechende Beimischung für die Nutzung in Biogasanlagen. Trotzdem werden schätzungsweise nur 10-20% des Potenzials an Gülle und Mist energetisch genutzt. Hier sollte eine stärkere energetische Nutzung gefördert werden.

Zu guter Letzt: Wir möchten Rahmenbedingungen gestalten, die eine zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft möglich machen. Wenn dann die Belastungsgrenzen von Böden und Natur weniger überschritten werden, haben wir einen Erfolg, der sowohl der Natur als auch den Menschen zugutekommt.

Viele Grüße aus dem BMUB | 27.02.2017


Sie stärkt den ländlichen Raum und ist notwendig und eine aktive Landwirtschaft hilft der Umwelt und dem Artenschutz. Stilllegung und Extensivierung ist keine Lösung.

Herr Köppel | 23.02.2017


Liebes BMUB, Sie behaupten, an dieser Stelle einen Dialog führen zu wollen , an dessen Ende Sie sich im Sinne aller Beteiligten zum Thema Agrarförderung eine Position bilden können.
Da erstaunt es mich doch sehr, dass Sie bereits jetzt eine weitere Umschichtung von der Ersten in die Zweite Säule forcieren, ist doch gerade das eines der an dieser Stelle am kontroversesten diskutierten Frage. Da frage ich mich doch ernsthaft, warum wir hier diskutieren, wenn entscheidende Ergebnisse offensichtlich bereits vorher feststehen??

Herr Claus-Dieter Tobaben | 23.02.2017

Sehr geehrter Herr Tobaben,

die entscheidenden Weichenstellung für die Agrarpolitik ist die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Wie diese aussehen wird, ist derzeit komplett offen. Es laufen hierzu zur Zeit zahlreiche vom Bundesumweltministerium geförderte Forschungsvorhaben und auch die Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (KLU) beschäftigt sich intensiv mit dieser Fragestellung. Für diese laufenden Prozesse ist es von großer Bedeutung, zahlreiche Meinungen und Ideen aus der Öffentlichkeit einzuholen und einzubinden. Deshalb sind wir dankbar für jeden konstruktiven Vorschlag, der hier gemacht wird. Übrigens können Sie als EU-Bürger Ihre Meinung zur künftigen Ausgestaltung der EU-Agrarsubventionen auch im öffentlichen Konsultationsverfahren einbringen:
www.bmub.bund.de/P4563/
Die Forderung des BMUB nach einer Umschichtung von Geldern aus der ersten in die zweite Säule der GAP bezieht sich dagegen auf die seit 2013 laufende GAP-Förderperiode und zielt darauf ab, die Agrarförderung unter den aktuellen Strukturen zu verbessern. Sie betrifft auch nur einen kleinen Teil der Gelder, nämlich maximal die 10,5 Prozent der Mittel, die zwischen dem bisherigen Umschichtungssatz von 4,5 Prozent und dem maximal möglichen von 15 Prozent liegt.

Viele Grüße aus dem BMUB | 23.02.2017


Guten Tag,
als Öko-Junglandwirt wünsche ich mir:
- Geld für Existenzgründer (=neue Ideen)z.B. als Niederlassungsprämie wie in Polen oder Österreich
- Kappung der Subventionen bei 120.000 dafür kleine ökologische Betriebe verstärkt fördern. Nach Punktemodell von der ABL.
- Abschaffung der Zahlungsansprüche-sie dienen nur der Konservierung, der bisherigen Strukturen
- Geld für Gemengeanbau, Leguminosen, Weidehaltung, alte Rassen /Sorten, Heufütterung - es gibt vieles was die Qualität und Umweltverträglichkeit fördert aber wegen zu wenig Masse und damit nicht lukrativ ist
MfG

Herr Janusz Hradetzky | 23.02.2017


Die erste Säule der Agrarförderung muss zugunsten der zweiten Säule gekürzt werden. Es muss für Großbetriebe eine Kappungsgrenze geben und die kleineren Betriebe müssen stärker gefördert werden.

Frau Barbara Merkel | 23.02.2017


Bei Freihandel ,dh offenen EU Grenzen und Wettbewerbsnachteilen durch kostensteigernde Auflagen durch Politik ( in diesem Fall Umweltmaßnahmen)und Gesellschaft, muß die Landwirtschaft staatliche Kompesatioszahlungen erhalten, sonst fallen Grenzstandorte aus der Produktion. Eine großteilige Umstellung auf ökologischen Landbau brächte diesen markt ebenfalls in den Ruin.
Die staatliche Förderung muss also die Differenz zahlen, die die gesellschaftliche Verteuerung verursacht.

Herr Dipl.-Ing. Stefan Renz | 22.02.2017


Die Landwirtschaft muss dafür entschädgt werden, dass Verbraucher von billigen Lebensmitteln profitieren, dass politisch gewollte Konzernförderung betrieben wird. Es kann nicht sein dass die Landwirtschaft Opfer der Industrialisierung wird. Anmerkung: Ihre themenauswahl stellt nur den Verbraucher (oder Wähler) in den Mittelpunkt. Die Landwirte scheinen Sie nicht zu interesieren

Herr Franz Kerner | 22.02.2017


Ich habe mir den Nitratbericht von der Internetseite des BMUB heruntergeladen.Dabei habe ich festgestellt, dass die Überschreitungen nur in bestimmten Gebieten auftreten. Diese Gebiete sollten bei der Förderung sanktioniert werden und das freiwerdende Geld für den Gewässerschutz verwendet werden. Eine Bestrafung aller Landwirte durch Umschichtung der Gelder von der 1. in die 2. Säule lehne ich ab, da hiermit auch Landwirte die auf die Natur achten Geld entzogen wird.

Herr Albert Kaisersberger | 22.02.2017


indem die Direktsubventionen gekappt, besser noch ganz abgeschafft werden

Herr Hengel | 22.02.2017


Der Landwirt bekommt Förderungen, dass ist richtig. Dieses Förderungen verteilt er wieder auf Löhne, Maschinen, hohe Umweltstandards und Pacht, alle vier Punkte sind auf dem Weltmarkt ziemlich hoch anzusehen. Die Erlöse bzw. Stückkosten werden allerdings für Weltmarktpreise verkauft, da kein Händler und auch nur wenige Verbraucher mehr als notwendig bezahlen wollen und teilweise auch nicht können! Der Landwirt bleibt mit seinen Investitionen in der Region!! Sofern er was über hat, wird dieses wieder in den Betrieb gesteckt, was Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der ländlichen Region bedeutet. Auch Investitionen in umweltschonenden Techniken werden von Überschüssen bezahlt. Bei gut laufenden Betrieben geht die Agrarförderung über die Einkommenssteuer wieder zurück an den Staat, denn es ist ja nicht so, dass die Einnahmen aus Förderung steuerfrei ist.

Herr Uwe Janssen | 22.02.2017


Auszahlung von Förderungen koppeln an Leistungen zum Schutz der Umwelt - und diese auch kontrollieren. Förderung koppeln an ökologische u tierschutz-Kriterien, nicht der größte Landwirt bekommt die meiste Förderung.

Frau Ball | 22.02.2017


Agrarförderung nur bei tiergerechten Haltungsformen,Verbot der einstreulosen Beton-Vollspaltenboden-Haltung beim Schwein;nur Strohaufstallung noch erlaubt;Festmist statt Gülle;Nitrat im Trinkwasser bedenken;
Erfassung von Technopathien bei der Fleischuntersuchung mit Konsequenzen für die Haltung

Herr Dr. Hermann Meiler | 22.02.2017


Anstelle der eindimensionalen und nicht allen Landwirten gerecht werdenden Förderung von Fläche/Betrieb mit der Gießkanne müssen öffentliche Fördermittel sich an den Auswirkungen auf Umwelt und Soziales orientieren. Die optimale Förderpolitik sorgt nicht nur für das Überleben aller Betriebe, sondern belohnt positiven Einfluss auf Umwelt und Natur und alle von der Landwirtschaft lebenden Menschen. Die Herausforderung ist ein unbürokratisches Fördermodell, welches Artenvielfalt erhaltende und umweltschonende Bewirtschaftung "misst" und die Fördermittel anpasst.

Frau Karin Kowol | 22.02.2017


Im Bereich der Agrarförderung brauchen wir ein sofortiges Umsteuern: öffentliche Gelder nur für öffentliche Leistungen (d.h. für Maßnahmen der Landwirtschaft die nachweislich dem Arten/Biotop-, Gewässer-, Grundwassser- und Bodenschutz zu Gute kommen). Es kann nicht sein, dass Landwirte mit 100'er Böden in der Magdeburger Börde mit höchsten Erträgen die gleiche Flächenprämie bekommen wie Betriebe auf ertragsschwachen Standorten. Stattdessen sind diese Gelder zielgerichtet für die naturschutzgerechte Bewirtschaftung von Flächen, insbesondere Grünland, umzulenken. Dipl. Biol. Dieter Leupold

Herr Dieter Leupold | 22.02.2017


Die pauschale Flächenprämie muss beginnend ab der nächsten Förderperiode Schritt für Schritt reduziert und bis 2027 komplett abgeschafft werden. Stattdessen sollen die konkret nachweisbaren Leistungen der Agrarbetriebe für Umwelt, Klima, Tierwohl, etc. honoriert werden (Erzeugung von Nahrungsmitteln oder anderen Agrarrohstoffen ist ein Produk und keine öffentliche Leistung). Wer keine über dem gesetzlichen Standard liegenden Leistungen erbringen will oder kann, der bekommt auch keine EU-Gelder (darf aber trotzdem weiter wirtschaften). Auch die bisherigen Programme aus der zweiten Säule gehören im Sinne "öffentliches Geld für öffentliche Leistungen" auf den Prüfstand (bspw. Agrarinvestitionsförderung).

Herr Christian Rehmer | 22.02.2017


  1. Einheitliche Mehrwertsteuersätze: 19 % auf alle konventionell erzeugten Produkte, 9 % auf die ökologischen Produkte.
  2. Verbot irreführender Bezeichnungen von Agrarprodukten: Keine "Sachsenmilch" aus dem Rheinland, kein "griechischer Feta" aus deutscher Kuhmilch.
  3. Reduzierung der Tiertransporte auf 1h Transportzeit --> schont die Tiere, verringer Emissionen und fördert regionale Kartelle, die den Landwirten ermöglichen bessere Preise zu erzielen (der Schlachthof kann ja nicht mit der Konkurrenz argumentieren).
  4. Erhebung eines Wassercents auf Fleisch aus Großanlagen.
  5. Unabhängige (vgl. die Anregungen des Koll. Spiller aus GÖ) Kontrollen!
  6. Adäquate Sanktionen: Three Strikes and you`re out (Drei Verfehlungen und dann sofort Verbot der Tierhaltung bzw. der Bodenbearbeitung)

Herr Prof. Dr. Karl Martin Born | 22.02.2017


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

ein Thema, welches in vielen Ihrer Beiträge zur Sprache kommt, ist der bürokratische Aufwand. Gerade kleine Betriebe werden im Verhältnis zu großen stärker durch die zahlreichen bürokratischen Anforderungen belastet – das ist ein allgemein bekanntes Problem, dem beim Erlass neuer Regelungen wenn möglich Rechnung getragen wird. So sind beispielsweise bei der novellierten Düngeverordnung die Ausnahmen, Erleichterungen und Vereinfachungen für kleine Betriebe noch erweitert worden, im Vergleich zur aktuell geltenden Verordnung. Zudem wird zunehmend versucht so viele Daten wie möglich, aus bestehenden amtlichen Datenbeständen zu erfassen und auf eine zusätzliche Datenerhebung zu verzichten. Auch in der Diskussion "Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020" unterstützt Deutschland die Absicht der EU-Kommission, Vereinfachungen eine hohe Priorität zu geben.

Viele Grüße aus dem BMUB


Einkommenswirkung der Agrarzahlungen
Ausgleich für Umweltstandards über Weltniveau
Investitionsförderung für besonders umweltschonende Technik/Verfahren

Herr Michael Zimmermann | 21.02.2017


Landwirtschaftliche Produkte müssen sich am Markt behaupten können. Agrarförderungen werden in Zukunft vom Steuerzahler nicht mehr akzeptiert.

Herr Josef Lohmaier | 21.02.2017


Die Agrarförderung ist im ursprünglichen Sinne eine Ausgleichszahlung für Wettbewerbsnachteile, die uns Landwirten entstehen, weil zu Weltmarktpreisen nicht nach den Wünschen des Verbrauchers produziert werden kann. Wenn der Verbraucher weitere Umweltleistungen wünscht, so muss er zusätzliche Mittel bereitstellen, ansonsten wird die Landwirtschaft in Deutschland keine Zukunft haben und der oft beklagte Strukturwandel wird sich eher beschleunigen.

Herr Wolfgang Schleicher | 21.02.2017


Die AbL hat einen Vorschlag für die Fördergeldverteilung der ersten Säule erarbeitet der bei der AbL-Bayern angefordert werden kann.
Da wir über eine sehr langsame Internetverbindung verfügen (64kbit/s) bitte ich zu Entschuldigen, daß ich den Vorschlag nicht gleich mitschicke. Im übrigen fand ich die Aktion mit den "Bauernregeln" sehr gut und würde mich freuenwenn sie mir einen Satz schicken könnten befor sie eingestampft werden. Gern würde ich sie bei uns auf dem Hof aufhängen.
Mit freundlichen Grüßen
Hubert Hochreiter
www.solidarische-landwirtschaft.com

Herr Hubert Hochreiter | 21.02.2017


Agrarförderung und Umweltpolitik gehören strikt getrennt. Die Agrarförderung (Subventionierung) ist historisch gesehen ein Instrument zur Förderung der Agrarwirtschaft und muss als eine temporäre Erscheinung betrachtet werden, die auf lange Sicht abgeschafft gehört. Die Politik muss die Landwirtschaft in die Lage versetzen (Förderung des Strukturwandels) ohne diese Almosen auszukommen. Die Agrarförderung schadet der Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft. Die Umweltpolitik darf an diesem Instrument nicht herumpfuschen, weil sich die Ziele der Agrarförderung und der Umweltpolitik diametral entgegenstehen.

Herr Dipl. Ing. agr. (FH) Claus-Philipp Graf | 21.02.2017


Die Agrarförderung wurde ursprünglich eingeführt, um einen Einkommensausgleich aufgrund der niedrigen Erzeugerpreise zu erreichen. Da meiner Meinung nach, diese auch weiter niedrig gehalten werden sollen, müssen die Landwirte auch weiterhin entschädigt werden. Wie wäre es denn mit einer Basisprämie von 150.000 EUR für alle Haupterwerbsbetriebe. Das würde auch den Familienbetrieben helfen die nur 100-300 ha Fläche bewirtschaften. Zusätzliche Umweltauflagen sollten auch extra gefördert werden, da diese auch mehr Kosten verursachen. Die kleinen Betriebe müssen endlich von ihrer Arbeit auch wieder leben und investieren können. Sonst werden dann tatsächlich nur noch die Agrarfabriken übrigbleiben, die ja angeblich keiner haben will. Die können aber "BILLIG"

Frau Schmidt | 21.02.2017


Die einzige zukunftsfähige Landwirtschaft sehe ich in den Bioland- und Demeter-Höfen, die durch ihre Arbeit einen für alle – Menschen, Tiere, Pflanzen - bereichernden, lebenswerten LEBENSraum gestalten.
Ein Landwirtschaftsgesetz sollte mindestens die ökologischen Landwirtschaft als Standard definieren, und das Ziel der Bioland- und Demeterhöfe, eingeführt in einem zweiten Schritt in einigen Jahren, formulieren. Ich halte es auch für sinnvoll, Maximalgrößen für Bauernhöfe festzuschreiben.
Wie brauchen dringend ein Tierschutzgesetz, das dann die industrielle Haltung von Tieren (genannt Fleischproduktionsbetriebe!) wie sie zurzeit in Deutschland getrieben wird, unterbindet.
Nur die Politik kann dem von Ihnen beschriebenen Problem Einhalt gebieten!
Für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft sollen die Agrar-Fördergelder bereitgestellt werden.

Herr Nikki Niggemann-Brückner | 21.02.2017


Eine Förderpolitik die nicht die quantitative Produktion sondern die Umweltleistung der Landwirtschaft belohnt ist erforderlich. Aspekte wie die artgerechte Tierhaltung, die extensive Nutzung der Fläche, Bewirtschaftungen, die die Artenvielfalt fördern oder den negativen Einfluss auf das Grundwasser und die Fließgewässer minimiert sollten deutlich höher bewertet werden. Solange Deutschland erhebliche Anteile der subventionierten Produktion auf dem Weltmarkt verschleudern muss kann die Produktion heruntergefahren werden. Es ist ökologischer Wahnsinn Milchprodukte, Geflügel oder Getreide um die halbe Welt zu transportieren, weil wir billiger produzieren als die Bauern in Afrika oder China.

Herr Prof. Dr. Thomas Bausch | 20.02.2017


Es wäre wohl besser, Agrarsubventionen ganz abzuschaffen, denn sie fördern unterm Strich nur Anspruchsdenken, Gier und Naturzerstörung. Wesentlich umweltverträglicher wäre ein bedingunsloses Grundeinkommen, auch für Landwirte. Kombiniert mit strikten Naturschutzbestimmungen, einer Aufklärung über die Zusammenhänge der Natur (Permakultur), sowie ein Verbot von Pesiziden, und widersinnigen "Landschaftpflege"-Maßnahmen. Aber solange in Deutschland noch nicht einmal ein gesetzliches Verbot von Laubbläsern möglich ist, erscheint mir die ganze Debatte eher illusorisch, auch angesichts der mächtigen Agrar-Lobby (siehe Glyphosat) und der Profiteure der Milliarden-Subventionen.

Frau Hilke Hölzig-Traubenstedt | 20.02.2017


Wenn man den Fachleuten nicht vertraut fragt man das Volk. Was soll dabei rauskommen?

Herr Jan Köpcke | 20.02.2017

Lieber Herr Köpcke,

bei diesem Dialog geht es in erster Linie darum, eben nicht Teile der Gesellschaft auszuschließen, sondern eine breite Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu führen. Dazu zählen Fragen wie: Was läuft schief im Agrarsektor? Was muss sich ändern? Wie können wir Bauern eine sichere Zukunft bieten? Wie lassen sich Landwirtschaft und Naturschutz miteinander versöhnen? Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Verantwortung wahrnehmen? Diese Fragen sollten nicht alleine unter „Fachleuten“ diskutiert werden – oder sind Sie da anderer Meinung? Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn Sie sich ebenfalls konstruktiv in die Debatte einbringen würden.

Viele Grüße aus dem BMUB | 23.02.2017


Sehr geehrte Frau Hendricks,

Sie wollen kleinere Strukturen in der Landwirtschaft? Dann bedenken Sie bitte, das je nach Betriebsausrichtung bis zu 50% des Einkommens der Bauernfamilien aus der GAP kommen.
Eine höhere Umschichtung fördern den Strukturwandel, mehr auch nicht.
Man sollte die ersten Hektare mehr fördern. Denn es kann nicht sein, das Betriebe mit ein paar Hundert ha Fläche genauso viel Geld pro ha bekommt, wie ein kleinerer Betrieb.
Ich persönlich bewirtschafte 12 ha, ein Betrieb, wie sich der Verbraucher ihn sich wünscht.
Kürzt man unseren Betriebgrössen das Geld, profitieren wieder nur große Betriebe, welche die Umweltprobleme mehr verursachen, als wir Kleinen.
Wir produzieren auch Nachhaltiger

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Mit freundlichen Grüßen
Martin Reinecke

Herr Martin Reinecke | 20.02.2017


1. Fertiggerichte verbieten-nur wer selber seine Nahrung zusammenstellt macht sich Gedanken über deren Herstellung!

2. Es darf in Deutschland nur das verkauft werden, was auch in Deutschland produziert werden darf!

Köpcke | 20.02.2017


Hallo, ich bin der Meinung, dass wir die landwirtschaftliche Produktion konsequent an die zur Verfügung stehende Fläche koppeln sollten. Also unser Vieh von dem lebt, was hier wächst und nur ausscheidet, was hvon unseren Äckern stammt. Keine Überproduktion von MIlch und Fleisch, was die Märkte in den Entwicklungsländern ruiniert und keine Futtermittelimporte, die uns die Gülle- und Nitratseen bescheren. Ganz nach dem ehemaligen Werbeslogan: Von deutschen Landen frisch auf den Tisch.
Auf dem Weg dahin brauchen wir eine Besteuerung von N-Dünger und Füttermitteln. Gülle börsen sind ein Schritt in die falsche Richtung.

Im übrigen sollte die Agrarförderung gedeckelt werden und stärker an die Arbeitsplätze gekoppelt werden, die ein Betrieb bereitstellt. Lass sie doch die Betriebe teilen, wie dann immer eingewendet wird. Das kann man regeln, wenn man will.
Vielen Dank!

Herr Dr. Friedrich Twenhöven | 20.02.2017


Liebes BMUB,
ich persönlich denke, um eine neue Agrarpolitik zu erlassen muss als erstes einmal die Frage geklärt werden muss, wo unsere Landwirtschaft in 5-10 Jahren stehen soll? Wollen wir den Familienbetrieb bis 100/200 ha oder große Agrarfabriken, die billigste Produkte erzeugen? Erst wenn diese Frage offen beantwortet ist, können sich die Landwirte aufs Wachsen, wohl aber eher dem Weichen einstellen. Diese Frage wird von unserer Politik nicht offen beantwortet, da die Familienbetriebe auch Wählerstimmen bedeuten.
Die Entwicklung hin zu Agrarfabriken ist von Seitens der Politik und unseren "tollen" Vertretern erkennbar z.B. in der aktuellen Düngeverordnung.Höhere Auflagen, Mehrkosten. Auch das ist eine indirekte Förderung der Agrarfakriken.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Martin Weber | 20.02.2017

Lieber Herr Weber,

das sind berechtigte Fragen, die wir an dieser Stelle mit allen Beteiligten diskutieren möchten. Aus unserer Sicht können die derzeitigen Entwicklungen in der Agrarpolitik so nicht weiter gehen. Die verschärften Düngeregeln, die nun verabschiedet wurden, sind daher eine Maßnahme, um die Folgen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung einzudämmen und die Überdüngung zu reduzieren. Deshalb haben sich das Bundeslandwirtschaftsministerium und wir uns auf folgende Neuerungen geeinigt:

  • Größere Abstände zu Gewässern bei der Düngung
  • Längere Sperrzeiten zur Ausbringung von Düngemitteln
  • Neue Stoffstrombilanz zur besseren Berechnung der Nährstoffmengen eines Betriebs
  • Weitere Maßnahmen in Gebieten mit hohen Nitratwerten

Die Förderung von "Agrarfabriken", welche Sie ansprechen, wird jedoch eher durch das derzeitige System der EU-Agrarsubventionen unterstützt. Das Motto heißt "Wachse oder weiche" – und das schon seit Jahrzehnten. Dadurch werden Familienbetriebe zu Opfern eines Wettbewerbes, in dem das Angebot größer ist als die Nachfrage, und in dem die Produktion trotzdem steigt. Wir setzen und daher für eine Landwirtschaft ein, die sozial und ökologisch ist. Die für eine faire Entlohnung sorgt. Die das Wohl der Tiere und die Belastungsgrenzen der Natur respektiert. Bei der auch der Handel seine Verantwortung für eine funktionierende Wertschöpfungskette erkennt. Eine Landwirtschaft, die die Anliegen der Verbraucher ernst nimmt und gleichzeitig zu Recht von ihnen fordert, für eine gute Leistung einen angemessenen Preis zu zahlen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Die Agrarförderung sollte so umgestellt werden, dass die Auswirkungen auf die Umwelt das Hauptkriterium sind. Als weiteres wichtiges Kriterium sollte in der Produktion von tierischen Lebensmitteln das Tierwohl gelten. Die Produktivität der Landwirtschaft in Deutschland ist mehr als ausreichend. Sie des Ertrages wegen über die GAP weiter zu steigern, wie es in den letzten Jahren geschehen ist, geht auf Kosten der Nachhaltigkeit. Aktuell sind Bauern durch den Zwang zur zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft genötigt immer neue Kredite aufzunehmen. Aus dieser Falle der immer höheren Verschuldung müssen wir unsere Landwirte befreien! Auch das kann mit einer Umstellung der Förderung nach dem Hauptkriterium Ökologie gelingen.

Herr Franz-Gerstein | 20.02.2017


Sehr geehrte Frau Ministerin,
eine zukünftige Agrarförderung muß die Lebensmittelproduktion langsam wieder in meßbare nachhlatige Produktion drängen.
1. Die Stickstoffüberschüsse müssen durch Flächengebundene Tierhaltung und strikte Hoftorbilanz gesenkt werden indem man, wie es in vielen Waserschutzgebietsgebieten schon üblich ist die Stickstoffeffizienz errechnet und in den Bereich nahe 100 % bringt.
2. Es muß durch eine geziehlte Förderung von Hecken, Bäumen und artenreichen Grünstreifen eine Verbindung von Biotopen erreicht werden um die Artenvielfakt zu erhöhen.
3.Durch die Förderung muß der Umbau in Richtung ökologischer Landwirtschaft gelenkt werden um die Produktion mehr in Richtung Qualität und nicht Quantität zu forcieren. Dies wird zwar die Nahrungsmittel verteuern, aber die Folgekosten für die Trinkwasseraufbereitung, Meeresbelastung, Artenschwund z.B. Bienensterben, Belastung der Nahrung mit Pflanzenschutzmittel und nicht zuletzt die Abwanderung vom Land erheblichreduzien.

Herr Heinfried Emden | 20.02.2017


Wir mästen Schwein konventionell. Und es ist möglich, den Tieren trotzdem ein gutes Leben zu ermöglichen. Wieso fördert man denn nicht z.B. Betrieben, die mit wenig oder gar keinen Antibotika auskommen (weil sie - wie auch immer - den Tieren gute Lebensbedingungen ermöglichen). Wir z.B. haben seit über drei Jahren kein Antibiotikum mehr einsetzen müssen. Es gibt so viele (ganzheitlichere) Ansätze, die auch ausserhalb der Bio-Schiene eingesetzt werden können.
Von der Umstellung auf Bio-Landwirtschaft hat uns bisher der Aufwand für den Umbau der Stallungen, der erhöhte Arbeitsaufwand, aber auch der Raubbau im Ackerbau abgehalten.
Wir sind der Meinung, konventionelle Landwirtschaft geht auch "unkonventionell". Es müsste halt mehr in diese Richtung gefördert werden. Die Ringelschwanzprämie in einem Bundesland ist doch ein hervorragender Anfang. Es werden nicht klein-klein irgendwelche Vorgaben gemacht, sondern anhand intakter Ringelschwänze auf gute Haltungsbedingunen geschlossen. Gut so!

Herr Höffti | 20.02.2017


Es müssen
primär Gemeinwohlleistungen bezahlt werden, als
wichtigste Fördersäule mit dem größten Fördervolumen. Gemeinwohlleistungen sind für mich:
-Erhalt und Förderung der Artenvielfalt,
-Schutz von Ressourcen wie Grundwasser,
-Oberflächengewässern und Boden,
-Erhalt und Pflege von Landschaftsbild und landschaftstypischen Elementen, -ethisch gut vertretbares Tierwohl,
-Tiergesundheit ohne prophylaktische Antibiotikagabe,
-Reduzierung des Treibhausgasausstoßes,
-Erhalt der genetischen Vielfalt von Sorten und Rassen,
-Produktion unter radikaler Reduzierung von Pestiziden,
-Produktion ohne Einsatz von Herbiziden zur Ernteerleichterung oder Arbeitsersparnis,
-Biogaserzeugung nur mit ausgebildeten Fachleuten,
-Verwendung von Reststoffen zur Energieerzeugung,
-menschliche Arbeitskräfte statt Industrialisierung mit geringstem Personal, -vielfältige schadstofffreie Lebensmittel regionaler Erzeugung.
Da diese Leistungen auf Kosten der Produktiviät gehen, müssen sie finanziell gefördert werden

Frau Dr. Petra Ludwig-Sidow | 20.02.2017


Grundsätzlich finde ich es gut, dass Sie nun einen Weg hin zu "echtem Dialog" eingeschlagen haben. Die Bauernregel-Plakataktion hat auch mich schwer getroffen. Ich konnte sogar einige Nächte kaum noch schlafen.
Gerade auch fachkundige Nebenerwerbslandwirte sollten weiterhin gefördert werden - denn gerade diese Betriebe stellen eines der letzten Bindeglieder zwischen Landwirtschaft und "Rest-"Gesellschaft dar. Ich sehe es an mir selbst, wie weit weg die breite Masse mittlerweile von der Urproduktion ist - aber auch wie groß der Wunsch danach da wäre, Produkte zu bekommen, von denen man wirklich weiß, wie und von wem sie produziert wurden. Leider ist durch eine Vielzahl von (EU-)Auflagen aber dieser direkte Absatz kaum - oder nur sehr bürokratisch möglich. Früher konnte man einfach mal ein halbes Schwein an Kollegen verkaufen. Bis m an heutzutage das Schwein geschlachtet kriegt und dann wieder hat, ist mit riesigem Aufwand verbunden.

Herr Höffti | 20.02.2017


Sie schrieben, dass man kleinere Betriebe nach EU-Recht deutlich überproportial fördern könnte
("Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

eine Frage, die viele von Ihnen umtreibt: Wie können kleinere Betriebe gefördert werden? Momentan werden nur 7 Prozent der Mittel der ersten Säule für die ersten 30 bzw. 46 Hektar eingesetzt. Die EU-Länder haben aber die Möglichkeit, die ersten Hektare mit bis zu 30 Prozent der finanziellen Mittel stärker zu fördern bzw. eine Kappung bei 150.000 Euro je Betrieb und Jahr vorzunehmen. Damit würden kleinere Betrieb stärker gefördert.

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017") 

Dann machen Sie das doch bitte - oder setzen Sie sich zumindest dafür ein!
Und bitte nicht beim Bauernverband fragen, ob das sinnvoll ist. Der Bauernverband ist NICHT der Vertreter aller Landwirte. Vor allem nicht der Vertreter der "Kleinen"...

Herr Höffti | 20.02.2017


Noch was: Stoppt endlich die Förderung von Stallbauten! Nach wie vor werden Stallbauten mit bis zu 40% bezuschusst(auch wenn man dann zumindest ein wenig mehr als die "Mindeststandards" einhalten muss). Diese Förderung führt doch dazu, dass im Zweifel lieber ein bisschen größer gebaut wird, als eigentlich nötig. Oder es wird ein Stall gebaut, den der Markt nicht bräuchte - und zerstört so die Preise.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Höffti | 20.02.2017


Wenn man weg möchte, von immer größeren Agrar"fabriken" - wobei es z.B. einem Schwein in einem 10.000er Maststall sicher mindestens so gut geht wie in einem alten 100er Stall - dann muss man einfach weggehen davon, die Förderung an die Flächengröße zu koppeln. Was glauben Sie, wie schnell ein zusammengepachteter Großbetrieb mit 500 Hektar Pleite ist, wenn es nur noch für 20 Hektar Prämie gibt, und für diese 20 Hektar aber ordentlich.
Am sinnvollsten wäre aber wohl die komplette Abschaffung der Prämien. Dies hätte eine Marktbereinigung zur Folge. Für die, die es überleben, wäre es sicher besser. Weiterer Vorschlag: Tierhaltung nur noch mit Sachkundenachweis/Ausbildung (ähnlich wie im Pflanzenschutz).

Herr Dipl-Ing. (FH) Höffti | 20.02.2017

Lieber Herr Höffti,

vielen Dank für Ihre Beiträge - wir freuen uns ebenso, dass Sie sich so rege an unserem Dialog beteiligen! Sie sprechen da einen wichtigen Punkt an, denn das derzeitige System der Agrarförderung führt leider dazu, dass zu allererst kleine Familienbetriebe, in der Folge aber auch die Umwelt und das Tierwohl das Nachsehen haben. Die Leistungen der Landwirte für das Gemeinwohl müssen daher stärker belohnt werden – also beispielsweise Maßnahmen zur Landschaftspflege oder zugunsten des Artenschutzes, des Wasserschutzes oder gegen Bodenerosion. Dafür setzen wir uns ein.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Die Agrarförderung ist für die deutsche Landwirtschaft zwingend notwendig da sonst kein ausreichendes Einkommen, aufgrund des hohen Umweltstandards, nicht mehr möglich wäre. Der Umwelt kommt es in sofern zu gute, da die Kulturlandschaft natürlich durch Rinder und Schafe gepflegt wird. Die unterschiedlichen Standards ind der EU machen es der deutschen Landwirtschaft umheimlich schwer konkurenzfähig zu bleiben. Sowie der wahnsinnige Bürokratie aufwand, der durch nichts mehr zur rechtfertigen ist.

Frau Birgit Koch | 20.02.2017


Danke für dieMöglichkeit am Dialogforum teilzunehmen.
Ich bin ausgebindeter Landwirt und arbeite seit über 25 Jahren für die Engtwicklung des ländlichen Raumes, auch in der Regionalvermarktung. Nach meiner Auffassung brauchen wir mehr bäuerliche Familienbetriebe und eien stärkere Unterstützung der regionalen vermarktung. So könnte wieder das direkte Gespräch Bauer und Verbraucher stattfinden. Jetzt unterliegen die Bauern nur noch dem Preisdruck des Weltmarktes. Die Folge ist weiter zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und Großproduktion. Das ist schlecht für die Natur, schlecht für die Bauern und ihre Tiere und schlecht für die Verbraucher.

Herr Dr. agr. Gerd Lehmann | 20.02.2017


Die Agrarförderung ist eine Subventionierung der Produktion; d.h durch Förderung wird die Produktionsschwelle herabgesetzt mit dem Ergebnis, dass die Produktion, die ohne Subventionierung unwirtschaftlich wäre, fortgeführt wird. Hierdurch ergeben sich die seit Jähren niedrigen Verbraucherpreise. Für die Landwirtschaft wäre es ein Segen gewesen, hätte es diese Subventionierung nie gegeben.

Herr Dipl. Ing. agr. Dr. Bernd von Essen | 20.02.2017


Die Agrarförderung verhilft mir als Landwirt zur Zeit nur, dass ich nicht pleite gehe. Die Nahrungsmittelpreise sind katastrophal niedrig. Mit der 2. Säule machen wir Verluste, da in unserer Region die Pachtpreise enorm steigen.Meiner Meinung nach sollte man auf der einen Seite intensive Landwirtschaft betreiben, und auf der anderen Seite gezielt Flächen für Naturschutz entnehmen. Für diese Flächen müssen dann aber wesentlich höhere EU Prämien bezahlt werden. Auch wir Landwirte wollen ein vernünftigen Stundenlohn erzielen und unser eingesetztes Kapital soll verzinst werden.

Herr Diplom Ingenieur Rudolf Roessle | 20.02.2017


Die Agrarförderung hilft mehr der Umwelt
(und der Industrie ) als den Landwirten da viele Vorschriften bei guter fachlicher Praxis eh eingehalten werden, die Landwirte aber auf Grund des weit überhöhten Bürokratismus nicht mehr die notwendige Zeit haben sich um die korrekten Anwendungen zu kümmern. Sehr viele Formulare sind auch nicht einfach auszufüllen. Eine Umweltfreundlichere Produktion wird auch nicht vom LEH unterstützt, da die Mehrkosten nicht entsprechend honoriert werden, ( und lieber das Produkt aus fragwürdigen Quellen vermarktet wird, teilweise sogar mit fragwürdigen Argumenten) Die Förderung der Artenvielfalt funktioniert zwar im ersten Jahr der Brachlegung bei weiterer Fortführung ist die Gefahr der Versteppung und der Verwilderung von Nutzflächen vorgegeben, was wiederum zu großen Problemen bei der Schädlingsbekämpfung und der Reinhaltung von Wasser (Grundwasser-) flächen führt, ausserdem führt es zum Artensterben.

Herr Uwe Wucherer | 19.02.2017


Ich denke es wäre sehr wichtig, kleine, nachhaltig arbeitende gegebenenfalls privat geführte Landwirtschaftsbetriebe zu fördern, anstatt große Betriebe noch größer zu machen. Dies gilt besonders für Mastbetriebe.
Außerdem wären für mich sehr viel mehr unabhängige und nicht angekündigte Kontrollen in Schlachtbetrieben und bei Milchhöfen wichtig, um das Tierwohl zu verbessern.

Frau Anna-Lena Fischer | 19.02.2017


in dem neue wissendschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis umgesetzt werden. Neue Ställe sind Tier und Umweltgerechter. Deutsche Lebensmittel werden sonst durch Ausländische ersetzt.Das hilft unser einen ERDE nicht

Rolf Scharnberg | 19.02.2017


Zunächst finde ich es nicht richtig, dass die Bundesumweltministerin erneut den Bundeslandwirtschaftsminister mit diesem Diskussionsfourm indirekt bevormundet. Generell stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht mehr! Wenn der Milchbauer nur 30 Cent pro Liter Milch bekommt und der Verbraucher an der Tankstelle 130 Cent pro Liter Sprit zahlt stimmt etwas nicht. Die Bauern brauchen einen fairen Preis - wie wäre es mit einem Mindestmilchpreis von 50 Cent pro Liter?

Herr Karl Berndorfer | 19.02.2017

Lieber Herr Berndorfer,

wir möchten gerne eine Sache klar stellen: Die Bundesumweltministerin bevormundet niemanden – auch nicht Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt. Das BMUB ist in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Denn wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektiert. Wir unterstützen und beteiligen uns mit diesem Dialog-Forum an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Der von Ihnen angesprochene Milchpreis ist ein Symptom, das die aktuellen Fehlentwicklungen mehr als deutlich macht: Viele Familienbetriebe stehen unter permanentem Druck. Sie kämpfen um ihre Existenz und müssen ihren Hof am Ende aufgeben. Wir alle haben diese Geschichten im Zuge der Milchkrise immer wieder gehört. Die Familienbetriebe sind die Opfer eines Wettbewerbes, in dem das Angebot größer ist als die Nachfrage, und in dem die Produktion trotzdem steigt. Wir setzen uns daher für eine Landwirtschaft ein, die sozial und ökologisch ist. Die für eine faire Entlohnung sorgt. Die das Wohl der Tiere und die Belastungsgrenzen der Natur respektiert. Bei der auch der Handel seine Verantwortung für eine funktionierende Wertschöpfungskette erkennt. Eine Landwirtschaft, die die Anliegen der Verbraucher ernst nimmt und gleichzeitig zurecht von ihnen fordert, für eine gute Leistung einen angemessenen Preis zu zahlen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Die Agrarförderung zu ändern wäre direkt einkommenswirksam . Der Strukturwandel würde noch mehr angeheizt als schon jetzt bei den schlechten Preisen. Die Zukunftstechnik die auch in der Landwirtschaft Einzug hält muss stärker noch gefördert werden. Das schont die Umwelt !

Herr Willers | 19.02.2017


Einkommenswirkung der Agrarzahlungen ist groß. Die hohen Umweltstandards im Weltvergleich auszugleichen ist enorm wichtig. Dabei muss umweltschonende Technik besonders gefördert werden, mehr wie bisher!

Herr Christian Willers | 19.02.2017


Mein Vorschlag:
Die Förderung über die erste Säule abschaffen und die Mittel auf die zweite Säule umverteilen. Bei allen Flächenförderungen einen Degressivfaktor einbeziehen, so dass ab einer bestimmten Flächengröße weniger ausbezahlt wird, um somit die kleineren Betriebe zu stärken. Und: Umweltschädliches Verhalten durch Abgaben reduzieren (Pesizidabgabe, Stickstoffabgabe, ...)

Dr. Uli Zerger | 19.02.2017


Agrarförderung sollte grundsätzlich nur an aktive Landwirte bezahlt werden, welche strenge Umweltschutzmaßnahmen erfüllen; Bonus - Malus Prinzip.

Herr Klaus Rundt | 19.02.2017


Wenn die Agrarförderung ist als Unterstützung der Landwirte zum Überleben angepriesen wird, und real nur den Produzenten von Dünger u. ä. Umsätze garantiert.....und in der Folge Abhängigkeiten von Geldinstituten schafft. Dann ist es besser, auf die Förderung zu verzichten und nur dort einzusetzen, wo statt der Landwirtschaft tatsächlich keine beruflichen Perspektiven für die Menschen da sind.

Herr Roland Reichelt | 19.02.2017


Die Förderung muss sich an dem realen Wirken der Landwirte für den Schutz der Umwelt und der in ihr lebenden Tiere ausrichten. Je lebensfreundlicher die bewirtschaftete Fläche wird, umso mehr Geld muss es geben.
Die Förderung der Flächen ist völlig kontraproduktiv! Das bringt außer den "Beschenkten" niemand etwas.

Frau Diplom Designerin Inge Prestele | 19.02.2017


Hallo!

Agrarförderung nicht nur für "Landwirte" sondern auch für Imker!

Die Völkerverluste werden in den Nachrichten erwähnt, Hilfe gibt's keiner. Der Imker bekommt das wohl jährlich selbst in den Griff, auch wenn das Wirtschaftsvolk mit 150 EUR zu rechnen ist.

Eines der wichtigsten Nutztiere ist die Biene!

Förderung der Forschung im Zusammenhang mit der Varroa-Milbe! Zuschüsse zu ökologisch verträglichen Behandlungsmitteln - Sch.. auf die EU! Bestäubungsprämien gab es früher auch einmal, heute gibt es Werbeprämie die zu zahlen ist!

Markus Krebs  | 19.02.2017


Wenn ein Schafhalter an der Elbe seine Tiere nicht zu einem angemessenen Preis vermarkten kann, leiden die Deiche. Und wieviel kostet es den geizigen Steuerzahler dann, die Deich anders zu sichern? Wenn ein Kleinbauer mit ca 25 Milchkühen in den Alpen keinen tragfähigen Erlös mehr für seine Milch bekommt, wie sollen dann die Hänge befestigt bleiben und vor dem Verbuchen geschützt werden? Wenn in Niederbayern Bauern keinen Deckungsbeitrag mehr für ihr Getreide erwirtschaften können und nur gegen Auflagen kämpfen - wer baut dann noch an. Noch in diesem Jahr sind wir von 6 Betrieben der letzte im Ort - und auch wir sind ein Auslaufmodell. Viel Arbeit, kein Gewinn und immer neue Auflagen, da können wir uns auch anderes vorstellen. :-)

Frau Karen Hendrix | 19.02.2017


Förderung von Nachhaltigkeit und Effektivität in der Landwirtschaft - auch der präventive Aspekt (zB. Wasserschutz durch sinnvolle Düngung statt Überschussausbringung von Exkrementen aus der Massentierhaltung, weniger Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung durch tiergerechte Haltungsbedingungen und infolge dessen weniger Stress/Immunanfälligkeit) muss belohnbar sein! Langfristig sinnvolle Maßnahmen wie o.G. müssen durch Abpufferung vorübergehender finanzieller Einbußen gefördert werden, um eine bessere Landwirtschaft für alle erreichbar zu machen. Daneben aber auch eine Bildungsinitiative "unser Land, unser Essen" an den Schulen, um die Lebensmittelvielfalt aus und in Deutschland zu zeigen und den Wert guter Lebensmittel zu vermitteln! Weg von "Billig", hin zu "Gut" - jede(r) muss wissen, was er durch den Kauf bestimmter Lebensmittel an Maßnahmen und Folgen (zB auch Folgekosten für die Umwelt, das Gesundheitssystem und somit auch für die jüngere Generation etc.) mit verursacht!

Frau Meike Held | 19.02.2017


-Stützt das Einkommen der Landwirte gegenüber dem geringen Erlös der agrarprodukte
-Ausgleich für Umweltstandards über Weltniveau
-Investitionsförderung für Umweltschonendere Techniken und Maßnahmen/Verfahren

Herr Manuel Winkler | 19.02.2017


Alle Subventionen welche den Bodenkulturen schaden und die Bodenfruchtbarkeit mindern/ zerstören, gehören ersatzlos gestrichen, ebenso alle Förderungen von Monokulturen. Mit den eingesparten Geldern muss agrarökologische Landwirtschaft wissenschaftlich & technologisch unterstützt und aufgebaut werden: Artenvielfalt, kleinteilige Produktionsweisen, regionale Produkte. Die landwirtschaftlichen Produkte müssen gesund sein, dürfen keine toxikologische Rückstände aufweisen.

Herr Architekt Klaus Griesser  | 18.02.2017


1. Agrarförderung sollte allein ökologisch orientierten Betrieben zugute kommen.
2. Tierhaltung sollte wieder (ich glaube, das hatten wir schon mal) an die verfügbare LN gekoppelt sein.
3. Umstellung der Milchviehhaltung. Einer schweizerischen Untersuchung zufolge lässt sich mit Weidehaltung und hofeigenem Zusatzfutter ein höherer Ertrag erwirtschaften als mit dem Einsatz importierten Kraftfutters. Die positiven Effekte liegen auf der Hand: Sinkende Milchmenge, kostendeckende Preise für die Bauern, reduzierter Import von Soja = Beitrag zum Schutz des Regenwaldes

Herr Dr. Detlef Rethwilm | 18.02.2017


"Erzeugte Lebensmittel müssen bezahlbar sein", diese Aussage steht meist am Ende und am Anfang einer Diskussion und zeigt die aktuelle Lage auf, in der sich Landwirtschaft befindet und wie sie agieren muss.
Bei näherer Betrachtung der oben genannten Forderung wird klar, der Preis der Lebensmittel muss sich an die Einkünfte der Bürger richten muss. Durch diese Problematik entsteht der erste Preisdruck und die Gefahr das zwischen einer Langfristig funktionierenden Umweltverträglichen Landwirtschaft die uns Gesunde Lebensmittel gibt und einer die an Preise pro Stückzahl orientiert ist, nur kurzfristig funktionieren kann und ausschließlich monetär handelt entscheiden muss. Gezielte Subventionsmaßnahmen können Anreize schaffen und eine Weg für Bauern, die den Kurswechsel letztendlich vollziehen müssen, vorgegeben. Subventionen allein reichen nicht, eine Umorientierung braucht außerdem diverse Systemideen für Betriebe und Zeit. Landwirtschaft kann mehr als nur Lebensmittel Produzieren!

Herr Franz Eisgruber | 18.02.2017


Sämtliche Großbetrieb werden nicht mehr subventioniert, sondern zahlen höchste Strafen, wenn sie Tier- und Naturschutz nicht einhalten. Agrarförderung nur noch für Bauern, die ihre Tiere in Weidehaltung halten, mit Horn natürlich. Diese Bauern sollten auch in Genuss von hohen Subventionen kommen. Subventionen sind okay, da Tier, Natur und Kleinbauern in Konkurrenzsituationen selbstverständlich die Verlierer sind. Wir verlieren aber auch den wertvollen Raum und unsere eigene Würde. Keine Kompromisse.

Herr Martin Wienand | 18.02.2017


Kein Problem. In der ehemaligen machte man 100 ha-Landwirte zu "Junkern", vielleicht mutieren Schweinemäster jetzt zu "Schweine-Baronen", wer weiss, was die Politik alles möglich macht.

Willi Pig | 18.02.2017


Da braucht man doch nichts neu zu erfinden. Agrarförderung muss an ökologische Faktoren gebunden sein. Die sind alle bekannt. Das Problem ist die Agrarlobby, die im Einvernehmen mit ihr genehmen Politikern, besonders aus der CSU, diese Lösungen seit Jahren verhindert. Sie hat in der EU natürlich die entsprechenden Bündnispartner. Die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf Umwelt und Gesundheit von Tier und Mensch sind auch bekannt. Frau Hendricks hat gute Ansätze, ich bezweifle nur, dass sie etwas gegen dieses Bollwerk an Lobbyisten erreichen kann Sie sollte den Kandidaten Schulz von ihren Lösungvorstellungen überzeugen. Vielleicht hift es!

Herr Conrad Goerg | 18.02.2017


Agrarförderung nur für bäuerliche Familienbetriebe. die Tierzahl an die vorhandene Fläche koppeln. Mist darf nur auf eigene Fläche ausgebracht werden, Futtermittel zu einer bestimmten %-Quote muss aus Eigenanbau stammen - nicht genmanipuliert.

Frau Eva Schiebel | 18.02.2017


Warum erfolgt die Agrarförderung nach wie vor größtenteils anhand der Flächenprämie? Eine Förderung von Arbeitskräften je Flächeneinheit würde Kleine und mittlere Betriebe stärker unterstützen, da sie eher unterproportional technisch ausgestattet sind. Dies würde den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringern, da sich mechanische Bodenbearbeitung wieder mehr lohnen würde, die ländlichen Regionen würden belebt und sozialen Engagement würde stärker belohnt. Die Flächenprämie hingegen fördert Großbetriebe überproportional, da diese allein von den Prämien existieren können. Sie führt zur Erhöhung der Bodenpreise und öffnet Tür und Tür für Spekulation im Agrarsektor. Dies geht so weit dass sich aktuell immer mehr außerlandwirtschaftliches Kapital in ganze Betriebe einkauft und ländliche Strukturen veröden.

Herr Roland Bischof | 18.02.2017


DIE Landwirtschaft und DIE Landwirte gibt es nicht. In Bezug auf die Förderung gibt es eine kleine Gruppe von großen Betrieben, denen die Förderunge sehr hilft und die davon leben und eine große Gruppe für ist die Förderung zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Von der ersten Gruppe tun wenige sehr wenig und die meisten nichts für Wasser-, Boden-, Artenschutz. Aber auch diese Grupe ist von der Förderung abhängig und in ökonomischen Zwängen gefangen und tut zu wenig für das eigentliche Ziel aller Landwirtschaft: die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt. Darum haben wir ein massives und wissenschaftlich belegtes Artensterben, eine dokumentierte Kontaminierung des Grundwassers und eine jederzeit belegbare partielle Verschlechterung der Bodenqualität. Das Wort "nachhaltig" findet sich in vielen Sonntagsreden, aber leider spielt es in Handlungen der meisten Agro-Politiker und Landwirte nur die Rolle eines Feigenblattes.

Herr Freiherr Ludolf von Maltzahn | 18.02.2017


Indem Fördermittel für ökologisches Verhalten (zB kein Pestizideinsatz, Randstreifenbewuchs zulassen) vergeben werden

Herr Carsten Jansing | 17.02.2017


Wieso klappt das in Österreich und nicht bei uns?

Dort gibt es viele kleine Erzeuger, die Tiere sind draußen, die Erzeugnisse werden v.a. regional nachgefragt. Das ist auch für alle (die Erzeugnisse, die Erzeuger, die Verbraucher und die Umwelt) das BESTE ! ALSO: eher weniger Freihandel in Sachen Lebensmittel! UND: Warum sind die Lebensmittelpreise in Dtl. tw. so niedrig? Fehlende Wertschätzung, Achtsamkeit vor der Schöpfung. Zudem eine Kampagne: zwei mal Wurst/Fleisch pro Woche reicht !! und GESUNDHEIT/ERNÄHRUNG als Unterrichtsfach ab dem KINDERGARTEN ! Besuch eines Schlachthauses und MASSENTIERHALTUNG als PFLICHTEXKURSION ! OK ? UND: LOBBY entmachten!!! bayer, basf.....

Mathias Thomann | 17.02.2017


Die Agrarförderung muss sich radikal an den eigentlichen Erfordernissen unserer heutigen Realität orientieren, und die sind:
Eine Landwirtschaft, die von einer im Augenblick zerstörenden Kraft zu einem stabilisierenden Moment für das Weltklima wird. Eine Landwirtschaft, die auch ohne globalisierten Warenverkehr die Ernährung der heimischen Bevölkerung annährend deckt.
Eine Landwirtschaft, die vielen Menschen würdevolle, gute Arbeit, unseren Mitlebewesen ein gutes Leben und der weiteren Bevölkerung einwandfreie, gesunde Nahrung bietet. Praktisch: Subventionen bei 150.000 kappen, viehlose LW fördern, Knüpfung an Energie-effiz Ziel der Gesamtumstellung dt LW auf bio-Produktion. Subventionssystem nach Schweizer Vorbild.
Ausserdem von staatlicher Seite: Bodenreform (Land denen, die es bearbeiten), Gesetze gegen Finanz-spekulation auf Nahrungsmittel und landwirtschaftliche Flächen. Hohe Zölle auf Einfuhr aussereuropäischen Futtermittel, Gesetze gegen jegliche Monopolisierung von Saatgut.

Herr Landarbeiter Obrist | 17.02.2017


Die Frage ist doch recht seltsam. Wozu wollen Sie den Landwirten helfen? Die kommen schon nicht zu kurz. Helfen sie mal den Hebammen, den Friseuren, den ...

Und warum gerade Agrarförderung der Umwelt helfen soll ist mir auch nicht so ganz klar.

Schaffen sie mal den Biosprit ab, dann haben wir weniger Agrarförderung und das hilft dann auch der Umwelt.

Frau Liselotte Pauli | 17.02.2017


Indem es eine Grenze nach oben gibt. Wenn ich einen Kuhstall für 40 Kühe bauen will, bekomme ich keine Fördergelder, er muß mindestens für 60 Kühe gebaut werden, das ist nicht nachvollziehbar, denn die kleineren Landwirte machen aktiv kostenlosen Umweltschutz, während die Megaställe die Umwelt zerstören. Es muß eine natürlich Obergrenze für Förderungen geben. Es kann nicht sein, dass Futter aus Übersee benötigt wird und Europa nur noch als Misthaufen für die Agrarfabriken verwendet wird, mit allen negativen Folgen für Natur und Umwelt. Gelder nur noch für die kleineren Landwirte z.B. unter 1000ha und unter 1000 Großvieheinheiten. Nur so kann Umweltschutz und Landwirtschaft funktionieren. Dazu ein Verbot von Genpflanzen und Gentieren und Verbot der giftigen umweltschädigenden Spritzmittel. Agrarfabriken und Umweltvernichter dürfen keine Subventionen mehr erhalten, die Kleinen - bereits ab 10 ha (z.B. Sonderkulturen) besser fördern und je größer, desto weniger Geld!

Frau Dorothea Höhn | 17.02.2017


Die derzeitige Agrarförderung ist für Tierhaltungssysteme in dauerhafter Stallhaltung, in Anbindehaltung und auf Vollspaltenböden in keiner Weise mit dem Tierschutzgesetz vereinbar.
Im Sinne der Erhaltung einer lebenswerten Umwelt begrüße ich es, wenn hier die Gesetze im Sinne des Kritischen Agrarberichtes 2013 von Dr. Christoph Maisack, https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/KAB-Artikel/K überarbeitet und beschlossen werden.
Derzeit vermeide ich wo es geht, tierische Lebensmittel im Handel zu kaufen und setze mehr auf eine kleine Eigenhaltung, weil ich die agrarindustrielle Tierproduktion, so wie sie praktiziert wird total ablehne. Mit dem Kauf von tierischen Produkten aus solchrn Erzeugung unterstützt man deren Tierquälereien und schämt sich, ein Mensch zu sein.
Ähnlich sieht es in der Pflanzenproduktion aus. Monopolisierungen (Saatguterzeuger) sind abzulehnen.
Frau Hendricks "neue Bauernregeln" fand ich toll. Mehr Mut zu solchen Aktionen!!!

Frau Gartenbaumeister Adelheid Konegen | 17.02.2017


Eine politische Kapazität hat schon vor Jahren den Vorschlag gemacht, der Landwirt müsse sich stärker seinen Tieren widmen: 20 sec pro Tag ein Schwein hinter den Ohren kraulen, soll gut sein und schränkt die Produktion ein...

Sau | 17.02.2017


Die Förderungen für die Massentierhaltung müssen unbedingt gestrichen werden. Stattdessen sollte die Umstellung auf biologischen Ackerbau massiv gefördert werden. Der Bedarf auf dem deutschen Markt ist groß und wird derzeit überwiegend durch Importe gedeckt !

Frau Eva-Marie Springer | 17.02.2017


Aktion und Dialog-Moderation durch das BMUG sind hervorragend. Man merkt, hier ist geschultes Personal am Werk. Und das ist jetzt, nach den irrationalen Reaktionen aus dem BMEL und von den Landesbauernverbänden ganz wichtig. Also, Danke und weiter so! Immer freundlich Resonanz geben, integrieren, positiv bleiben und nicht nachlassen. Viele Landwirte glauben leider, Dunkelställe, Glyphosat und andere "High-Tech-Produkte" der Agrarindustrie seien alternativlos; und sie würden damit einen wertvollen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung leisten. Da kann man nur durch Freundlichkeit, Aufklärung und mit viel Diplomatie etwas erreichen, nicht durch Konfrontation. Besuchen Sie den Landwirt in ihrer Umgebung, er hat nichts zu verbergen. Nur in den Raum mit den "Pflanzenschutzmitteln", da dürfen sie nicht rein. Ich erfuhr von einem Landwirt, dass er jedes Jahr 40 Tsd. Euro für Pestizide und andere Gifte ausgibt. Wollen wir diesen Irrsinn wirklich noch länger subventionieren? Lieber nicht!

Frau Sandra Meyer-Unbehagen | 17.02.2017


Als Bauer wird man mehr kontrolliert als ein Atomkraftwerk.Man hat irgendwann keine Lust mehr.

Wohlfarth | 17.02.2017


dDie Subventionen sollten beibehalten warden. Dies sichert weiterhin günstige Lebensmittelpreise für die deutschen Verbraucher. Die Qualität unserer Lebensmittel war noch nie so gut wie heute. Wer eine weitere Steigerung haben möchte, soll gerne zum Biomarkt gehen. Das kann sich aber nicht jeder leisten.

Herr Kromka | 17.02.2017


Eigentlich einfach: Indem alle Maßnahmen nicht nur in Sonntagsreden sondern in der tatsächlichen Umsetzung auf die Auswirkung hinsichtlich dieser beiden Prämissen geprüft werden. Solange aber weiterhin Produktionsmenge und Fläche die entscheidenden Faktoren hinsichtlich Fördermittel bleiben, keine Maßnahmen zur Förderung (wesentlichen) Maßnahmen zur Förderung einer umwelt- und gesundheitsbewussten Konsumkultur (direkte Förderung, steuerliche Lenkung, eingängige und transparente Informationen über Produktionsverfahren und -wege sowie Gesundheitswert) getroffen werden, ein klima- und umweltschonendes (land-)wirtschaften nicht explizit belohnt wird, werden diese Ziele auch nicht erreicht.

Herr interessierter Verbraucher | 17.02.2017


Agrarförderung hilft grundsätzlich nur da, wo sie allen zu Gute kommt. Damit meine ich nicht den Menschen und den Großbauern, oder Agrarkonzere, sondern im kleinen bäuerlichen Betrieb sollte man viel mehr fördern, vor allem in Bezug auf ökologische Landwirtschaft und Permakultur. Täte der Umwelt und damit auch den Menschen viel besser.

Frau Andrea Würtz | 17.02.2017


Sehr geehrtes BMUB, Sie sprechen in diesem Themenkomplex von "unbestrittenen Fehlentwicklungen ". Können Sie das etwas konkreter benennen?

Frau Clara Tobaben | 17.02.2017

Liebe Frau Tobaben,

wir wissen, dass die intensive Landwirtschaft die Belastungsgrenzen von Böden und Natur viel zu oft überschreitet. Die aktuellen Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik fördern u. a. die Nitratbelastung des Grundwassers, den Rückgang der Artenvielfalt und das Höfesterben. Um einen Kurswechsel voranzubringen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Daher möchten wir mit diesem Dialog-Angebot auf das Thema aufmerksam machen und klären über die Zusammenhänge auf.

Viele Grüße aus dem BMUB | 21.02.2017


Als Biobetrieb werden wir freiwillig ausgiebig kontrolliert, von spezialisierten privatwirtschaftlichen Kontrollunternehmen. Diese Kontrollen müssen wir selber bezahlen. Obendrauf kommt die Verbandskontrolle. Nun kommt der Staat zu guter letzt und erfindet das Rad von Neuem. Inklusive neuem Label und so weiter und so fort. Worin besteht da der Sinn??
 Und am Ende werden unsere Erzeugnisse ebenso verramscht, wie alle anderen Massenwaren. Glaubt irgendjemand wirklich einem Einkäufer im Lebensmitteleinzelhandel (Edeka, Lidl, etc.) geht es wirklich um die bessere Produktionsweise?? Unglaublich wie naiv man sein kann....

Herr Stefan Schumacher  | 17.02.2017


Heute richtet sich die Förderung ausschließlich nach der Fläche die ein Landwirt bewirtschaftet. Unabhängig wie Verantwortungsvoll er mit Boden, Wasser und Natur umgeht. Mein Vorschlag:Die Fördergelder sollten sich an der Nachhaltigkeit eines Betriebes richten. z.B. was macht ein Landwirt um die Qualität seines Bodens zu verbessern und langfristig zu erhalten. ( unabhängige Bodenproben) Wie effektiv arbeitet ein Betrieb ( wie viel Kunstdünger,Spritzmittel und Schlepper PS/KW pro Hektar und Jahr werden verwendet) Wie hoch ist die Qualität seiner Erzeugnisse. ( Hinsichtlich der Rückstände) Dies sind nur ein paar Punkte die sofort eine Wirkung zeigten und auch automatisch zu einem Umdenken unserer Landwirte führen.- Folglich zu höherer Qualität, Preis,Nachhaltigkeit,Anerkennung und mehr Verständnis unter der Bevölkerung.

Herr Willibald Glutzberger | 17.02.2017


Verwaltungskunst klingt toll, ist aber unrealistisch, zumal in einer entfremdeten Umwelt eben kaum noch zusammenhänge hergestellt werden können. Da passiert dann z.B. folgendes: (Vermarktung Regional) Ein Mitarbeiter vom Laves reklamiert einen Lieferschein von mir, auf dem alles steht, Name, Adresse, Steuernr., etc., weil nicht aus deutschen Landen draufsteht. Alle meine Kunden wissen woher die Ware stammt, etc. damit hält sich der Bürokrat in der Realität auf,... und ich habe noch viele solcher Beispiele parat... wir schaffen uns ab..

Herr Dipl-Ing. Agrar Stefan Schumacher | 17.02.2017


Wir müssen zurück zu überschaubaren Produktionsabläufen und einer intelligenten Kreislaufwirtschaft! Bitte keine weitere Lobbypolitik für Agrar-Riesen- und andere Industriekonzerne, die bereits fleißig Pläne für die Patentierung von Saatgut und die lukrative "Monetarisierung" der gesamten Nahrungsmittel- und Wasserversorgung entwickelt haben.

Frau Gudrun Eisenhut | 17.02.2017


Einletzter Beitrag: Schluß mit den Prämien, keine Förderungen mehr. Gesetze und Bestimmungen gibt es genug, deren Einhaltung kann man ja kontrollieren. Keinen überflüssigen Wasserkopf mehr. Subventionen verzerren nur, und verlängern unnötiges Leiden. Wir leben im 21. Jahrhundert, da arbeitet keiner mehr mit der Forke in der Hand. Nur der billige Knecht aus Osteuropa. Und das wollen wir auch nicht wissen!

Herr Dipl-Ing. Agrar Stefan Schumacher | 17.02.2017


Die Förderung hat bislang nur die Ungerechtigkeit gefördert. Reiche Bauern reicher gemacht. Der technische Fortschritt geht weiter, und damit auch der Wandel. Die Betriebe, die rausfallen wird man nicht wieder auferstehem lassen können. Die Lobby der Großgrundbesitzer ist sehr mächtig und die Beste aller Lobbyisten, das sagte schon mein Professor. Beispiel Ringelschwanzprämie: 15 €/ Tier. Ich halte 150 Tiere, muß 2 Beratungen extra machen (obwohl seit 20 Jahren Biobetrieb und sowieso immer mit Schwanz und Zähnen (quasi der Erfinder...). mein Nachbar hat 4000 Schweine, Beratungskosten sind gleich, Prämie wird mal eben mitgenommen, damit hat er mehr Geld bekommen, als er vielleicht im Durchschnitt der vergangenen Jahre am Tier verdient hat. Ändert sich deswegen etwas an der Haltung?? Unser größtes Problem: Zuviele reden, zuviele tolle Ideen, die unproduktive Bürokratie wird letztendlich alle wirtschaftliche Erzeugung bis auf ein paar Großbetriebe und Nischen abschaffen.

Herr Dipl.-Ing. Agrar Stefan Schumacher | 17.02.2017


Als sogenannter bäuerlicher Betrieb (Bio) mit 60 ha Ackerbau, 4 ha Feingemüse und 150 Mastschweinen bin vergangenes Jahr 5x (!!!)kontrolliert worden. Veterinäramt, Laves, Biokontrolle, Verbandskontrolle und Landwirtschaftskammer. Das entspricht überhaupt nicht mehr dem Wert den wir erwirtschaften. Und leider wird vieles doppelt und dreifach kontrolliert, wobei das niemand wahrhaben möchte. Lidl und Aldi lachen sich tot! Und das haben wir unseren aufgeklärten Verbrauchern zu Verdanken, die sich an Bord eines x-beliebigen Kreuzfahrtschiffes zum dritten Mal im Jahr vergnügen. Das ist die Realität!

Herr Dipl-Ing. Agrar Stefan Schumacher | 17.02.2017


Ausgleich für Umwelt- und Tierschutzstandards über Weltniveau. Das sind keine SUBVENTIONEN! - das muss auch so kommuniziert werden

Herr Rainer-Florian Sontheimer | 17.02.2017


Bürokratie wurde mehrmals angesprochen. Bürokratie ist das Gegenteil von Verwaltungskunst.

Bürokratie beginnt dort, wo der Sinn von Behördenhandeln den betroffenen Bürgern nicht erklärbar ist. Sie setzt sich fort, wo Behördenhandeln (z. T. rechtswidrig, vgl. §39 VwVfG) nicht begründbar ist. Bürokratie ist die Verliebtheit in den Schreibtisch und hat ihren Namen vom afrofranzösischen "Burre", einem grünen Stoff, mit dem man früher Schreibtische (der "grüne Tisch") bezog. Bürokratie gehört abgeschafft, nicht nur abgebaut. Verwaltungskunst repräsentiert das Gegenteil von engagierten Behörden für engagierte Bürger respektive Landwirte.

Wer meint, doch noch Bürokratie im Sinne von Max Weber zu brauchen, vegißt, daß Max Webers Modell keine Wahlbeamte, weil nicht top down in die behördl. Hierarchie einfügbar, kennt.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 17.02.2017


Als Verpaechter von Landwirtschaflichen Flaechen (Getreideanbau) muss ich feststellen das Betriebe mit Biogasanlage bereit sind eine wesentlich hoehere Pacht als andere Betriebe zu Zahlen. Ich vermute das so eine indirekte Quersubventionierung ueber den Strompreis zu den Landeigentuemern erfolgt was mich persoenlich erfreut allerdings volkswirtschaflich ein nicht gewuenschter Effekt sein kann. Mein Vorschlag ist sofern Subventionen weiter gezahlt werden das diese in absoluten Betraegen gedeckelt sind und an die Landwirte verteilt werden ohne viel Buerokratie. (Keine Steuerverguenstigung, keine hohe Dokumentationspflicht)

Herr Michael Erhardt | 17.02.2017


Die Flächen sollten nicht über Luftbilder vermessen werden, sondern nach Katasterkarten. Dann hat der Landwirt keinen Grund Hecken und Grabenränder möglichst klein zu halten. Außerdem spart das viele Kontrollen und Bürokratie von allen Seiten.

Frau Kirsten Brandsmeier | 17.02.2017


Es sollte nicht alle 6 Jahr alles umgeschmissen werden. Landwirte können heutzutage kaum länger als 2-3 Jahre sich auf neue Regeln verlassen. Ställe brauchen aber 30Jahre bis sie sich remontiert haben. Wie soll sich den jemand heutzutage trauen in neue innovative Technik zu investieren, wenn man nicht weiß wie lange Regeln gelten.

Frau Kirsten Brandsmeier | 17.02.2017


Hallo und vielen Dank für diese super Initative!
Meine Idee ist einfach: Warum kein Bonussystem installieren? Wer pro QM weniger Spritz- und Düngemittel braucht als der Durchschnitt oder wer seinen Tiere mehr Platz etc. einräumt, als der Standard, bekommt mehr. Wer pro bewirtschafteter Fläche oder Hektoliter Gülle einen prozentualen Ausgleich schafft, etwa wilde Feldraine, unberührte Waldstücke oder Wasserschutzmaßnahmen, bekommt mehr. Das ist fair, weil keine Hofgröße und keine Form der Landwirtschaft stigmatisiert wird und alle, gerade auch kleine Höfe, dieselbe Chance haben, zu profitieren. Damit setzen sich dann wirklich die besten und aktivsten für Verbraucher und Umwelt durch, nicht die Größten und Lobbystärksten. Btw: Warum klammern sich so viele Landwirte an die bisherigen Methoden? Das hat ihnen bisher nur Höfesterben, Agrarindustrie im Größenwahn, Skandale, bodenlos fallende Preise und sinkenden Respekt bei den Kunden gebracht. Ein gute Bilanz sieht anders aus.

Frau Kathrin Geltinger | 17.02.2017


Umweltfreundliche und nachhaltige Landwirtschaft ist eine den künftigen Generationen geschuldete Pflicht.
Es müssen strenge Auflagen zur nachhaltigen Produktion gesetzt werden. Hierin müssen bei der Tierhaltung sowohl Mindestflächen, Futtermittel, Transportdauer der Tiere zum Schlachthof, etc. geregelt werden. Bei der Agrarwirtschaft muss es entsprechende strenge Auflagen zu eingesetzten Düngemitteln, Pestiziden etc. geben. Nur Produkte, welche diese Vorgaben erfüllen, dürfen in Deutschland angeboten werden. Produkte, welche die Nachweise nicht erbringen können, dürfen in D nicht vertrieben werden.
(Die Kunden werden fast nie - dies ist die Erfahrung aus der Autoindustrie- freiwillig ein Auto mit höherer Emissionsstufe kaufen, da dadurch Mehrkosten verbunden sind.) Daher muss es gesetzl. geregelt werden. Durch die Auflagen wird Billigimport verhindert und die Preise entwickeln sich im Sinne der Bauern. Eine Förderung zur Landschaftspflege ist darüber hinaus im allg. Interesse.

Herr Wechner | 17.02.2017


Die Agrarförderung dient als Motor für Modernisierung und Anpassung an sich verändernde Vorgaben von Gesetzgeber, Kunden und Umwelt. Viele neuen Ideen und Verbesserungen die auch dem Umweltschutz dienen sind nur mit erheblichen kosten umzusetzen. Kosten die der Landwirt unter umständen selbst nicht tragen kann also bleibt alles so wie es ist! Will man das sich die Landwirtschaft den veränderten bedingungen anpasst muss man die Landwirte dabei unterstützen auch finanziell! Neue Gesetze und Verbote bringen nichts wenn der Landwirt die vorgaben aus eigener Kraft nicht mehr erfüllen kann. Das führt unweigerlich dazu das Betriebe sprichwörtlich in die Ecke getrieben werden. Und eins soll und darf man nie vergessen der Landwirt pflegt durch sein tun die Landschaft, ohne Landwirt leidet auch die Natur, und jeder Betrieb der aufgibt bedeutet eine helfende Hand weniger!

Herr Conrad | 17.02.2017


Eine Themenrubrik allgemeiner Art wäre auch hilfreich, da man meines Erachtens den Komplex Landwirtschaft im Wandel (Industriezeitalter/ Dienstleistungsgesellschaft und Kapitalismus) auch als solches Betrachten muß, um zu Erkennen, daß sowohl die Sichtweisen der Verbraucher/ Konsumenten und der Öffentlichkeit/ Presse und Politik nichts mit der Realität zu tun haben. Wir pflegen einen romantischen Blick auf die Landwirtschaft, gerne als bäuerlich bezeichnet (ein Lobbybegriff, der bäuerliche Betrieb als solches ist vor 20 Jahren ausgestorben! Wenn wir so eine Landwirtschaft wie vor 40 Jahren haben wollen, muß allen klar sein, das Nahrungsmittel generell viel teurer sein müssen. Wir bedeutend weniger konsumieren müßten und wir auch im weiten Sinne auf industriealisierte Nahrungsmittel verzichten müssen. Die Realität der Fastfood/ Essen-geh- Gesellschaft, und Convienience- Prdukte- Verzehrer, der Supermarkt/ Discounter- Verdrängungswettbewerb lassen keinen Platz für Romantik.

Herr Dipl. Ing. agr. Stefan Schumacher | 17.02.2017


Agrarförderung sollte auf Bio-Betriebe beschränkt werden, die nachhaltige Landwirtschaft betreiben.
Insbes. investitionsintensive Tierschutzvorschriften halten v. a. kleine Betriebe davon ab, auf Bio umzustellen, oder führen sogar dazu, dass finanziell angeschlagene Bio-Betriebe wieder auf konventionelle Landwirtschaft umstellen, um Investitionen aufgrund immer schärfer werdender Vorschriften zu vermeiden.

Die Agrarförderung sollte gleichzeitig an die zur Verfügung stehende Weidefläche pro Großvieheinheit gekoppelt werden, damit nicht mehr Gülle pro Hektar produziert wird, als der Qualität des Grundwassers zuträglich ist.

Herr Dr. Hartmann | 17.02.2017


Unbedingt die Erste Säule in vollem Umfang erhalten. Nur so können sich unsere Betriebe im Wettbewerb auf dem Europäischen Markt behaupten. Hier geht es schlicht um Chancengleichheit!
Nur durch die Beibehaltung flächendeckender Landwirtschaft haben wir überhaupt die Möglichkeit, unseren Verbrauchern weiterhin die qualitativ außerordentlich hochwertigen Lebensmittel unserer Landwirte anbieten zu können.
Umweltschutzmaßnahmen sollten aus einem Ausgleichsfond finanziert werden, der beispielsweise durch Ausgleichszahlungen für Flächenversiegelung oder CO2-Ausstoss oder andere vom Steuerzahler verursachte Umweltsünden gespeist wird.

Herr Claus-Dieter Tobaben | 17.02.2017


Unsere Landschaft ist durch unsere Landwirtschaft so geworden wie sie ist. Jetzt gilt es die Betriebe zu Erhalten, dass langfristig unsere Kulturlandschaft erhalten bleiben kann.

Herr Klaus Ascher | 17.02.2017


Die Bürokratie ist jetzt schon!! für jeden sogenannten bäuerlichen Betrieb überbordend!!! Das heißt im Klartext, daß die Arbeitsbelastung so steigt, daß wir dem nicht mehr nachkommen können. Wir steigen aus, und der nächst größere macht weiter, und so weiter.
Alle!!! Kontrollen sind nicht zielführend, sondern reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für genervte, überforderte und unpraktische zu gut ausgebildete Fachkräfte, die von der Praxis zu wenig kennen. Am Ende stehen 3 Kontrolleure für einen landwirt, und der soll dann wie produktiv sein????

Herr Dipl. Ing. agr. Stefan Schumacher  | 17.02.2017


Tierhaltung

Kleine Betriebe Subventionieren große Betriebe/Massentierhaltung Abstrafen bzw. mit Sondersteuer belegen.

Auf die Art wird Artgerechte Tierhaltung Wettbewerbsfähiger im Handel und Bauernhöfe haben einen größeren Anreiz die Haltungsbedingungen zu verbessern.

Herr Kulla | 17.02.2017

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

eine Frage, die viele von Ihnen umtreibt: Wie können kleinere Betriebe gefördert werden? Momentan werden nur 7 Prozent der Mittel der ersten Säule für die ersten 30 bzw. 46 Hektar eingesetzt. Die EU-Länder haben aber die Möglichkeit, die ersten Hektare mit bis zu 30 Prozent der finanziellen Mittel stärker zu fördern bzw. eine Kappung bei 150.000 Euro je Betrieb und Jahr vorzunehmen. Damit würden kleinere Betrieb stärker gefördert.

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017

Seit Jahrzehnten gilt in der Agrarwirtschaft die Devise "wachse oder weiche". Das wollen, und das müssen wir ändern: Es darf nicht sein, dass Landwirte Getriebene der Agrarpolitik sind! Im Interview mit der Neuen Westfälischen hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks darüber geschrieben, wie wir die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Betriebe zu verbessern können. Ein wichtiger Ansatz ist die Umstellung der EU-Agrarförderung: Die Leistungen der Landwirte für das Gemeinwohl müssen stärker belohnt werden – also beispielsweise Maßnahmen zur Landschaftspflege oder zugunsten des Artenschutzes, des Wasserschutzes oder gegen Bodenerosion. Die Ministerin geht damit auf eine Reihe von Themen ein, die auch in diesem Forum diskutiert werden. 

BMUB | 16.02.2017


Unbedingt die Erste Säule in vollem Umfang erhalten. Nur so können sich unsere Betriebe im Wettbewerb auf dem Europäischen Markt behaupten. Hier geht es schlicht um Chancengleichheit! Nur durch die Beibehaltung flächendeckender Landwirtschaft haben wir überhaupt die Möglichkeit, unseren Verbrauchern weiterhin die qualitativ außerordentlich hochwertigen Lebensmittel unserer Landwirte anbieten zu können. Umweltschutzmaßnahmen sollten aus einem Ausgleichsfond finanziert werden, der beispielsweise durch Ausgleichszahlungen für Flächenversiegelung oder CO2-Ausstoss oder andere vom Steuerzahler verursachte Umweltsünden gespeist wird.

Herr Claus-Dieter Tobaben | 17.02.2017


Seit Jahrzehnten fliessen Milliarden an Subventionen in die Landwirtschaft nur wegen der Egoismen der EU-Staaten. Damit fehlen Mittel für Forschung und Bildung, die wir im globalen Wettbewerb dringend brauchen. Wir leben vom Verkauf von High Tech Produkten. Das sollte auch Frau Hendricks erkennen.

Herr Manfred Giltjes | 17.02.2017


Ausgleich für die die weltweit sehr unterschiedlichen Umweltstandarts.

Herr/Frau Unseld | 17.02.2017


Förderung für:

A Rinder

  1. Weidehaltung+Heumilch-(als Vorzugsmilch)
  2. Käseherstellung auf Hof (u.o.KäsereiGenossenschaften)
  3. Mutter/Ammenkuhhaltung
  4. Zweinutzrinder
  5. Schlachtgenossenschaften mit Reifekammern Ausbildung von Metzgern zur besseren Verwertung z.B,französischer/amerikanischer Schnitt Verbraucher/Erzeugergenossenschaften

B.Schweine

  1. Förderung alter Rassen
  2. Ställe mit Auslauf und Mistplatte
  3. Veredelung auf dem Hof (möglichst hohe Ausbeutung durch "Verspecken" und Salami pur porc und lardo z.B. Hals als coppa, Bauch als Pancettarolle, Karréspeck, Rest im Glas oder in Genossenschaften, neue Vermarktung für junge Generation z.B.Bestellen u. Zahlen per App, abholen in Fach mit Code

Herr Gernot Schilling | 17.02.2017


  1. Die Landwirte müssen lokale und kleinräumige Verteilstrukturen bekommen. Gegenwärtig steht ihnen nur der Verkauf der Produkte an Genossenschaften und Großhändler zur Verfügung. Wir brauchen Verteil (Verkaufs)- Strukturen, die es erlauben, lokale Käufer zu erreichen. Dazu gehören kleine Molkereien, Schlachthöfe und lokale Abnehmer mit herkömmlichen Hygiene-Richtlinien. Die EU schreibt Hygiene für Megabetriebe mit Mio. Verbrauchern vor. Wenn ich in der Woche 30 Eier verkaufe, dann ist das überzogen.
  2. Agrarsubventionen nur noch an Landwirte die Kreislaufwirtschaft betreiben, statt Konzentration, Vielfalt. Gülletransporte über Kreisgrenzen hinaus sollten nicht möglich sein. Nur so kann eine lokale, Vielfalt gefördert werden und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ackerbau und Viehhaltung.
  3. Kontrollen, ob die Düngerverordnung überhaupt eingehalten wird.
  4. Keine weiteren Megaställe. Keine Zulassung von Massentierhatungen.
  5. Subventionen nur für regionale Futtermittel. Vorbei :-(

Frau Birgit Güntner | 17.02.2017


Die Agrarförderung von konventionell und Bio sollte überdacht werden, Biobetriebe beuten den Boden meistens durch nicht mögliche Düngung aus, der Humusgehalt und damit die Qualität des Bodens ist im konventionellen Bereich meist höher weil durch den doppelten Ertrag natürlich auch die Wurzelmasse und Strohmengen usw. doppelt so hoch sind. Weiterhin ist anzumerken dass Gülle kein Gift ist sondern wertvoller Närhstoff und Humuslieferant, auch die Aussagen von Naturschützern usw. der Ackerboden wäre kaputt und vergiftet wird schon dadurch wiederlegt das jeder Bauer auf Bio umstellen kann, mit freundlichen Grüßen Hans Maier.

Herr Hans Maier | 17.02.2017


Wenn in der ganzen EU die gleichen Produktionsstandards gelten. Und sich Deutschland nicht durch Verschärfung der in der EU geltenden Standard profilieren will. Beispiel Zulassung von neuen Pflanzenschutzmitteln,Unterschiedliche Gewässerabstände in Deutschland. Gleiche Standards für alle.

Herr Sick | 17.02.2017


Indem die Förderung an wissenschaftlich untersuchte, nachhaltige Umweltstandards gekoppelt wird und für den produzierenden Landwirt auch sinnvoll umsetzbar ist. Beispiel Grünland: Förderung für Feuchtwiesenpflege schön und gut, aber wohin mit dem Mähdgut? Verfüttern schließt sich aufgrund der Gräser (Binsen, Seggen etc.) aus. So etwas sollte vorher auch mit den praktizierenden Landwirten bzw. der DLG diskutiert werden. Gerade letztere hat übrigens auf Eigeninitiative ein Muster für eine Darstellung der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft anhand messbarer öknomischer, ökologischer und sozialer Faktoren erarbeitet. Dialog mit Experten hat noch keinem geschadet.

Frau Christian Heckmann | 17.02.2017


Sie ist wichtig für die Landwirte.starke landwirtschaftliche Betriebe sind die Stütze für den ländlichen Raum und für die Menschen die da wohnen.

Herr Diplomingenieur Detlef Nickel


Indem klare Mindeststandards für Ackerrandstreifen, Böschungen zwischen den Äckern, ungespritzte Ackerwege, frei gehaltene Bachufer sowie für den Tierschutz im Stall zur Bedingung für Fördermittel gemacht werden, und indem die EU auf übertrieben penible Flächenkontrollen dabei verzichtet. Denn die führen zu übertriebenem bürokratischen Aufwand und schrecken viele Bauern ab.

Herr Jens Jürgen Korff | 16.02.2017


Die erste Säule muß in vollem Umfang erhalten warden. Für zusätzliche Umweltauflagen oder Programme der Zweiten Säule muß zusätzliches Geld zur Verfügung stehn (z.B.Strafzahlungen Umweltschäden VW -Diesel oder Ausgleichzahlungen bei Bauvorhaben) den sonst bezahlt die Landwirtschaft die zusätzlichen Anforderungen.

Herr Hubert Heinz | 16.02.2017


Eine Konsequente Förderung von Agrarumweltdienstleistungen ist notwendig. Unter anderem sollten insbesondere Agroforstsysteme (wie von der EU-Komission bereits vorgeschlagen)gefördert werden. Viele Gründe sprechen dafür: Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Verhinderung von Stickstoff-Auswaschungen in Grundgewässer, Verminderung von Wind und Wassererosion, Erhöhung der Flächenproduktivität und der Strukturvielfalt -> mehr Habitate für Biodiversität). Eine (monetäre) Anerkennung dieser Ökosystemleistungen beispielsweise als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme wäre wünschenswert. Außerdem braucht es einen landwirtschaftlichen Flächennutzungscode für Agroforst, da diese in Deutschland bisher nicht über die 1. Säule förderfähig sind.

Herr Paul Hofmann | 16.02.2017


Zielorientierte Vorschriften anstatt maßnahmenorientierten (z.B. Einhaltung des Nitratgrenzwertes im Grundwasser anstatt pauschaler Obergrenze von 170 kg N pro ha aus Wirtschaftsdüngern)

Frau Theresa Gaigl | 16.02.2017


Die Arbeit für Natur-, Landschaft-, Wasserschutz sowie der Biodiversität besser fördern. Diese Arbeit wird nicht vom freien Markt honoriert, ist aber wichtig um den ländlichen Raum, als Lebens- und Erholungsraum zu erhalten.

Herr Johann Steffens | 16.02.2017


Zunächst kann ich mich den anderen Beiträgen nur anschließen, dass das Bundesumweltministerium hier auf fachfremden Gebiet handelt. Die andauernden Angriffe auf den Berufsstand durch das BMUB verleihen der Befragung deutliche Unglaubwürdigkeit. Ich bin dafür, unabhängig von Betriebsgröße und -form, die Produktion von Lebensmitteln als gesellschaftliche Leistung zu würdigen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Landwirte unter den vorherrschenden Bedingungen (geringe Entlohnung, durchgehend hohe Arbeitsbelastung, hohe Produktionsstandards) die Bevölkerung mit Nahrungsmittel versorgen. Die Agrarförderung sollte dabei helfen, die unterschiedlichen Betriebsstrukturen zu erhalten, den Landwirten eine auskömmliche Entlohnung für ihre Leistung zukommen zu lassen und den Arbeitsaufwand durch die überbordende Bürokratie auszugleichen. Insgesamt sollte sich das BMUB aus der Agrarförderung aber aus fachlichen Gründen heraushalten.

Herr Marco Jung | 16.02.2017

Lieber Herr Jung,
als Bundesumweltministerium sind wir für den Schutz von Boden, Wasser, Luft und für die Bewahrung der Artenvielfalt zuständig. Diese Güter, die wir bewahren und schützen sollen, werden jedoch von der Art und Weise wie Felder und Äcker bewirtschaftet werden, maßgeblich beeinflusst. Insofern bewegen wir uns nicht auf fachfremdem Gebiet. Auf die unbestreitbaren Fehlentwicklungen hinzuweisen ist sogar unsere Pflicht. Wir bedauern, dass bei Ihnen der Eindruck entstanden ist, wir würden Ihren Berufsstand angreifen. Nichts läge uns ferner. Die Bundesumweltministerin kommt selbst aus einer ländlichen Region und kennt die Probleme von Landwirtinnen und Landwirten aus eigener Anschauung in ihrem Wahlkreis. Uns ist sehr wohl bewusst, dass viele von Ihnen sehr hart arbeiten und gleichzeitig immer weniger Auskommen haben. Gleichzeitig wissen wir, wie wichtig bäuerliche Betriebe für alle Menschen und für das Leben auf dem Land sind. Aber das genau ist der Punkt: Es kann nicht sein, dass Landwirte zu Getriebenen einer ungerechten Agrarförderung werden - und gleichzeitig von der Marktmacht der Lebensmittelindustrie die Preise diktiert bekommen. Beides führt dazu, dass immer mehr bäuerliche Betriebe in wirtschaftliche Schwierigkeiten sowie Umwelt und Natur zunehmend unter die Räder der Devise „billiger, schneller, mehr!“ geraten. Insofern suchen wir den Dialog mit allen Beteiligten, um gemeinsam diesen Fehlentwicklungen entgegen zu steuern. Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie sich mit konstruktiven Vorschlägen beteiligen, wie wir unsere Landwirtschaft zukunftsfähig machen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017


Liebe Frau Hendricks, zuerst einmal volles Lob für Ihre Initiativen, Als Landwirt und AbL-Mitglied setze ich mich seit Jahrzehnten für einen Weg einer zukunftsfähigen Landwirtschaft ein. Daher sind Ihre Vorstöße ermutigend innerhalb der Parteienlandschaft und einer der wenigen Gründe, seit mehr als 30 Jahren wieder SPD wählen zu gehen. Allerdings gestatten Sie mir 2 Anmerkungen: 1. die Bauernregel-Werbung war einfach zu flach und bot zu viele Angriffspunkte. 2. Es ist die Aufgabe der Gestalter der Landwirtschaft der Zukunft, von der "wir sitzen alle in einem Boot" Strategie bewusst wegzugehen und ganz geziehlt auch spaltend die Interessenunterschiede zu benennen. Besonders auch in der Öffentlichkeit. Es dauert eben viele Jahre, bis die Landwirte aufwachen - da braucht es viel Geduld. nur weiter so und alles Gute Eberhard Prunzel-Ulrich, Bauer!!

Herr Eberhard Prunzel-Ulrich | 16.02.2017

Vielen Dank für die zahlreichen konstruktiven Kommentare. Ein überwiegender Tenor bislang ist: Keine Förderung nach dem Gießkannen-Prinzip – dafür eine differenzierte Förderung und eine Stärkung der Landwirte in der Wertschöpfungskette. Beides ist uns wichtig. In unserer Zuständigkeit setzen wir uns dafür ein, dass sich die Förderung nicht (wie bisher) nach der bewirtschafteten Fläche richtet, sondern dass gezielter Leistungen der Landwirtschaft für den Schutz von Natur, Boden, Wasser oder Klima gefördert werden können, die der Markt bislang nicht honoriert. Für uns steht fest: Öffentliche Gelder soll es künftig nur für öffentliche Leistungen geben. An dieser Stelle verweisen wir gerne nochmal auf die Studie „ZA-NExUS: Zukunftsfähige Agrarpolitik – Natur erhalten, Umwelt sichern“, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Januar vorgestellt hat und die konkrete Schritte aufzeigt, wie sich die EU-Agrarförderung so reformieren lässt, dass sie stärker dem Gemeinwohl dient. 

Viele Grüße aus dem BMUB


@ Frau Diplom-Volkswirtin Karina Czupor | 13.02.2017

  • Sollte der Deutsche Bauernverband aufgelöst werden
  • und durch ein neues Gremium ersetzt werden, in dem
  • Verbraucher und Naturschutz repräsentiert werden.

Diese Forderung ist verfassungswidrig. Denn alle haben das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen berufliche Vereinigungen zu bilden. (Art. 9 GG).

Der Bauernverband ist solch eine Vereinigung, also weder ein altes noch ein neues Gremium, das man einfach so auflösen könnte. Maßnahmen, die das Recht auf Bildung von Vereinigungen einschränken oder zu behindern suchen, sind rechtswidrig (dto.).

Bauern können sich daher im Bauernverband genau so organisieren, wie sie es wollen, ohne daß da irgend jemand dazwischenfunkt. Es käme ja auch keiner auf die Idee, zu fordern, die Verbraucherverbände oder die Naturschutzverbände aufzulösen und durch jeweils "neue Gremien" zu ersetzen.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 15.02.2017


ich bin landwirt
erste säule, vorschlag der abl übernehmen.

Herr Linhuber | 15.02.2017


Agrarförderung gehört zum Landwirtschaftsministerium, da sie wichtig für den ganzen ländlichen Raum ist. Sie ist wichtig für Arbeitsplätze im strukturschwachen ländlichen Räumen. Nur wenn der ländliche Raum attraktiv ist finden sich Menschen die bereit sind unsere Kulturlandschaft erhalten. Agrarumweltmaßnahmen sind wichtig, schaffen aber keine Arbeitspätze und fördern auch nicht die Entwicklung der ländlichen Räume. Deswegen gehört Agrarförderung ins landwirtschaftsministerium, denn nur dort können beide Ziele ganzheitlich betrachtet werden. Umweltschutz geht nur mit einer Leistungfähigen Landwirtschaft.

Herr Dabbelt | 15.02.2017

Lieber Herr Dabbelt,
die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist ein Politikfeld der Europäischen Union. Dazu gibt es aktuell ein Bürger-Beteiligungsverfahren zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik. Wir möchten als BMUB dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen in unserem Land sich daran beteiligen – denn Güter wie Wasser, Boden, Luft und die Artenvielfalt, die wir schützen sollen, werden von den Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik beeinflusst. Es geht um das System der Agrarförderung und damit um die Neuordnung des größten Ausgabenpostens in der EU. Über den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen deutlich dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Da ist es wichtig, dies nicht nur als Diskussion innerhalb der Landwirtschaft anzusehen, sondern eine, die letztlich jeden angeht. Wir freuen uns daher, wenn Sie sich an diesem Dialog beteiligen!

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017


Im Prinzip ist das Greening für Errosionschutz in betroffenen Gebieten sinnvoll, aber dies überall durchzuführen ist für die Natur kontraproduktiv, da die Insekten einen längeren Sommer bzw. Herbst vorgegaugelt bekommen und diese dann nicht rechtzeitig in die Winterruhe kommen ( Insektensterben).Desweiteren sind die Blühstreifen auch im Frühjahr für die Insekten nicht wichtig ( genügend andere Blüher), aber dann wenn das Nahrungsangebot sich zu Ende neigt- August bis Anfang Oktober sind auch diese fertig. Komplett an der Natur vorbei geplant- Hauptsache was gemacht, ob sinnvoll oder nicht. Unser Betrieb arbeitet schon seit 12 Jahrenmit einem Imker zusammen und wir haben mittlerweile ein System um Blühpflanzen bis in den Oktober für die Bienen und anderen Insekten zu haben. Doch leider können wir diese Fläche nicht im Antrag angeben, da wir uns ja nicht an die Richtlinie halten- aber auch nach Meinung der Naturschutzbehörde sowie des NABUS - wir größere Erfolge damit haben als andere.

Frau Simone Hofmann | 15.02.2017


Agrarförderung muß voraussetzen, daß sich der geförderte Landwirt an die Gesetze und andere rechtlichen Bestimmungen hält. Alles, was über diesen Rahmen hinausgeht, kann als zusätzliche Leistung honoriert werden, ist aber von der Agrarförderung wie v.g. zu trennen. Sog. Öko-Landbau ist deshalb nicht besonders zu fördern, weil damit jeder Landwirt, der materiell gesehen einen "Öko-Betrieb" nach eigenem Gusto (quasi "Haus-Label Meier") bewirtschaftet, ohne daß es sich den Kriterien eines der klassischen Labels (DEMETER, BIOLAND,...) unterwirft, gegenüber jenen Landwirten benachteiligt wird, die durch die Bindung an ein Label ihre methodische Unabhängigkeit einschränken. Der Wahrhaftigkeit ist zu genügen, daß der Hintergrund der klassischen Labels (gerade z.B. die esotherischen Elemente von DEMETER) unter den Verbrauchern und Verbraucherinnen idR nicht geläufig sind, die vielmehr v.a. auf Kriterien wie z.B. "ohne Gentechnik" oder "ohne Kunstdünger" reagieren.

Herr Dipl. Ing. agr. Tilman Kluge | 15.02.2017


Ich würde die Prämie stärker an dem Arbeitskräfteeinsatz und dem Ausbildungsgrad des Landwirtes ausbezahlen. Die Gesellschaft will bäuerliche Produkte haben, die von dem Landwirt selber kommen. Nicht von große Agrarbetrieben mit 5 oder mehr ständigen Fremdarbeitskräfte. Ein Betriebsleiter mit Frau und Hofnachfolger der eine landwirtschaftliche Lehre erfolgreich absolviert hat sollte mehr bekommen wie eine Betriebsleiter der 5 Mitarbeiter (die nicht das fachliche Wissen haben) und einen Mastschweinestall von 10.000 Mastplätzen haben. Begründung: Ein bäuerlicher Familienbetrieb hat einen viel besseren Bezug zu Tier und Umwelt als große Betriebe die nur auf Profit aus sind und die Umwelt nicht so sehr berücksichtigen. Es wird auch besser garantiert, dass Betriebe nicht zu Agrarindustrien (die der Verbraucher nicht bevorzugt) entwickeln, da sie somit schlechter befördert werden. Je mehr Tiere, desto mehr Arbeiter braucht man.

Herr Helmut Eberhartinger | 15.02.2017


Landwirtschaft tut meiner Meinung nach genug für den Umweltschutz, wenn EU weit gleiche Richtlinien wie in Deutschland gelten würden würde das sehr viel bewirken. Für den Umweltschutz muss eine Kerosinsteuer für den Flugverkehr her...das ist die größte Umweltverschmutzung !!

Herr Christoph Schröder | 15.02.2017


Es sollte eine Deckelung der direktzahlungen geben z. B. 500 Hektar im Westen und gleichzeitig sollte die förderung der ersten Hektar erhöht werden. Zur Verringerung der Nitratauswaschung wäre eine praxisnahe förderung (keine riskierung von prämienkürzungen) von untersaaten und winterbegrünung sinnvoll. In belasteten gebieten sollte winterbegrünung Pflicht werden

Herr Sören Brase | 15.02.2017


Die Agrarförderung auf dem heutigen Niveau, sichert den Betrieben einen finanziellen Ausgleich für erbrachte Umweltleistungen auf der einen Seite, und entschädigt für Auflagen im Pflanzenschutz, der Düngung, u. dem enormen bürokratischen Aufwand, den Landwirte in anderen Teilen auf der Welt nicht leisten müssen auf der anderen Seite. Dort haben deutsche u. europäische Landwirte enorme wirtschaftliche Nachteile. Wir produzieren in Deutschland unter Weltmarktbedingungen.

Herr Michael Meyer | 15.02.2017


Beitrag: Agrarförderung ist erstmal Gebiet des Landwirtschaftsministeriums. Warum wildert man hier auf fremden Gebiet???!!! Euch fehlt das Fachwissen, um gleichzeitig etwas für Landwirte, ihre Familienbetriebe UND die Umwelt zu tun. Agrarförderung sollte zu aller erst Bauernhöfe erhalten, denn das schafft Vielfalt und bunte Landschaften!

Herr Cord Meier | 15.02.2017

Lieber Herr Meier,
Sie haben Recht, die Agrarförderung sollten Bauernhöfe erhalten, sie sollte den Menschen im ländlichen Raum unternehmerische Perspektiven geben, Arbeitsplätze sichern und ein anständiges landwirtschaftliches Einkommen ermöglichen – und das alles im Einklang mit einer guten Umwelt. Aktuell profitieren jedoch nicht die Betriebe, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und viel für Natur- und Umweltschutz tun. Daher setzen wir uns für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Denn es handelt sich dabei um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Das geht uns alle an – sei es als Landwirte, Verbraucher oder Steuerzahler. Wir wollen das System der Förderung grundlegend neu ordnen. In Zukunft sollen Landwirte stärker für öffentliche Leistungen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Tierwohl honoriert werden. Öffentliche Gelder soll es nur für öffentliche Leistungen geben.

Viele Grüße aus dem BMUB | 17.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, mein Vorschlag für eine zukunftsfähig Landwirtschaft beinhaltet zunächst eine klare Zuordnung der Kompetenzen des Bereich Landwirtschaft. Logischerweise lägen die wie bisher beim Landwirtschaftsministerium. Den Dialog mit den Landwirten sollte daher auch weiterhin das Landwirtschaftsministerium führen. Mit freundlichen Grüßen, Timo Jürgens

Herr Timo Jürgens auf der Haar | 15.02.2017

Sehr geehrter Herr Jürgens,
Sie haben Recht, das Bundesumweltministerium ist nicht für Agrarpolitik zuständig. Allerdings sind wir für den Schutz von Boden, Wasser, Luft und für die Bewahrung der Artenvielfalt zuständig – dies alles wird maßgeblich durch die Landwirtschaft beeinflusst. Wir können diese Güter nur schützen, wenn sich in der Agrarpolitik etwas ändert. Deshalb machen wir auf die unbestreitbaren Fehlentwicklungen aufmerksam und führen diesen Dialog – mit dem BMEL, den Landwirten, Natur- und Umweltschützern und den Konsumenten.

Viele Grüße aus dem BMUB | 15.02.2017


Dem Landwirt wäre schon geholfen, wenn die Agrarförderung unbürokratisch wäre. Der Natur würde man helfen, wenn man mit der Agrarförderung nicht auch andere ideologische Ziele verfolgen würde. Die vielen Kampagnen von BMUB, NABU, BUND, Greenpeace etc., die sich auf Kosten der modernen Landwirtschaft mit Hilfe von Halbwahrheiten und Falschaussagen profilieren bzw. bereichern wollen, sorgen dafür, dass die Gräben zwischen Bauern und Naturschützern an der Basis größer werden. Solche Kampagnen sind absolut kontraproduktiv!

Herr Bernhard Barkmann| 15.02.2017


Liebes Umweltministerium,

ein wichtiger Schritt wäre es nicht die "Guten" zu bestrafen. Niemand pflanzt mehr freiwillig Obstbäume auf seinen Wiesen. Man darf sie ja ohne Ausgleich/Neuanpflanzung und Co. nicht mehr straffrei entfernen. Das gleiche gilt für alles Mögliche andere "schützenswerte" was einen faktisch enteignet. Hier müssten Sie ansetzen. Der erste Schritt wäre eine Erstaufnahme des naturschutzrelevanten IST-Zustands aller Flächen in Deutschland. Egal um was für eine Fläche es sich handelt. Alle Biotope, Baumreihen, Solitärbäume, Gewässer, Brachen, versiegelten Flächen, usw werden aufgenommen und bewertet. Ja, das gibt es in großen Teilen bereits. (größtenteils aber schon wieder veraltet und zu ungenau). Es werden auf diesen Zustand Punkte verteilt bzw. abgezogen. Die Prüfung muss jedes Jahr aufs neue vollzogen werden. Grob gesagt müsste eine komplett mit Beton versiegelte Fläche von welcher keine negativen Immissionen ausgehen 0 Punkte erhalten. Gehen naturschädliche Immissionen aus kann der Wert ins Negative rutschen. Jeder der Natur zuträgliche Aspekt auf einer Fläche (unversiegelter Boden, Bäume, unverbaute Bachläufe, Biotope, Gräser, Tiere, usw.) führt zu positiven Punkten. Die gesamte ermittelte Punktzahl aller Flächen in Deutschland darf nicht mehr unterschritten werden. Es muss ab jetzt bergauf gehen. Für jeden Flächeninhaber in Deutschland gilt nun folgendes: Durch selbst verursachte Veränderungen darf er mit seinen Flächen (im Durchschnitt, das ist ein wichtiger Aspekt) den deutschlandweiten Durchschnitt der zu dem Zeitpunkt der Veränderung ermittelt war nicht mehr unterschreiten. Zusätzlich erfolgt ein Ausgleich in Geld zwischen der unteren und der oberen Hälfte. d.h. für jede Fläche welche einen unterdurchschnittlichen Punktestand aufweist müssen Transferzahlungen an die Flächen mit überdurchschnittlichem Punktestand erfolgen. d.h. Jeder der schützenswerte Flächen bewahrt erhält dafür Zuwendungen. Jeder dessen Fläche einen unterdurchschnittlichen Punktestand hat versucht automatisch seine Fläche "aufzuwerten" um nicht mehr zahlen zu müssen. Grob gesagt muss der Inhaber der luftverschmutzenden Fabrik viel an den Inhaber der Bergwiese mit Hecken und Bachläufen zahlen, da dieser die Natur fördert. Bestehende Reglementierungen und Verbote können nun dahingehend vereinfacht und geschrumpft werden das wieder mehr Verantwortung in die Hände der Bürger gelegt wird. Ein Eigentümer muss selbst entscheiden dürfen ob er ein Haus baut, Energiepflanzen anbaut oder eine Obstwiese anlegt. Beeinflusst wird er durch die Transferleistungen, wenn diese hoch genug sind wird sicher Jeder automatisch zum Naturschützer. Notwendige Baumaßnahmen und die Produktion von Nutz- und Zierpflanzen können trotzdem erfolgen. Selbstverständlich können Agrarsubventionen, die zurzeit flächengebunden sind, darin aufgehen. Land- und forstwirtschaftliche Flächen werden im Gegensatz zu bebauten Flächen immer positiver abschneiden. Land- und forstwirtschaft also auch weiterhin unterstützt. Zahlen wird diese nur nicht mehr jeder Steuerzahler sondern alle Inhaber von Flächen mit unterdurchschnittlichem Punktestand.

Viele Grüße L. Kohl

Herr Lukas Kohl | 15.02.2017

Liebe Forenteilnehmerinnen und Forenteilnehmer,

weil dies in einigen Ihrer Kommentare Erwähnung fand: Die Basisprämie bzw. Direktzahlung ist an die Einhaltung der Cross Compliance Regelungen gebunden. Dies sind Vorgaben zu „Mindestanforderungen an die Betriebsführung“ sowie an die Aufrechterhaltung des „guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustandes der Flächen“. Da diese Regelungen für die gesamte landwirtschaftliche Fläche gelten, wird derzeit auch die gesamte Fläche über die Basisprämie gefördert. Da die Regelungen nach Cross Compliance hauptsächlich die Einhaltung des gegenwärtig geltenden Fachrechts beinhalten, ist hiermit noch keine gesellschaftliche Honorierung verbunden. Das BMUB setzt sich dafür ein, das EU-Zahlungen zukünftig vollständig an gesellschaftlich Leistungen gebunden werden, d.h. an Leistungen, die über das geltende Fachrecht hinausgehen. Damit werden nachhaltigen Bewirtschaftungsverfahren für die Flächenbewirtschafter attraktiver und diese würden im Sinne von „öffentliche Gelder für öffentliche Güter“ gefördert.

Viele Grüße aus dem BMUB


Eine deutliche Erhöhung der Förderung der ersten 50 ha und eine Deckelung der förderungsfähigen Fläche auf 300 ha sind notwendig,um eine Zukunft der kleinen und mittleren Betriebe zu sichern. Außerdem sollten DEUTLICHE!!! finanzielle Anreize für Investitionen in moderne und nachhaltige Techniken gewährt werden. Wer in Deutschland eine Landwirtschaft will, die nicht in riesige Dimensionen (z.B. KTG Agrar) ausufert,sollte neben einer gut durchdachten Förderung (angemessene Marktpreise wären besser,sind aber kaum zu erwarten) auch darüber nachdenken,nicht durch immer neue Auflagen den WENIGEN verbliebenen Hofnachfolgern die Lust an der Landwirtschaft zu nehmen und so den Strukturwandel zu fördern. Sicher bedarf es in einigen Bereichen der Landwirtschaft Änderungen,doch ohne finanzielle Unterstützung sind diese für mittlere Betriebe nur sehr schwer oder meist gar nicht umzusetzen und führen dann zur Betriebsaufgabe. Das sollte eigentlich auch nicht das Interesse der Politik sein.

Herr Hendrik Albers | 15.02.2017


Ich wünsche mir, dass bei der Agrarförderung Umweltgesichtspunkte und Tierwohl stärker berücksichtigt werden.

Herr Grauvogel | 15.02.2017


Guten Tag, wenn wir die Förderung einstellen, dann hat die Politik keinen Einfluss mehr auf die Landwirtschaft. Es muss für jede Region eine separate Lösung geschaffen werden. Ich bin aus Mecklenburg-Vorpommern und der Meinung, ohne Landwirtschaft stirbt das Dorf. Im Moment ist eine Schieflage deutlich zu erkennen. Der Zauber ist erst vorbei, wenn man die Möglichkeit hat, sich auf dem heimischen Markt zuentscheiden. Es gibt viele große Betriebe bei uns aber sie helfen den einheimischen Mittelstand. Alles lebt von und mit uns. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir nicht über die Größe reden, sondern einen Anreiz schaffen können, das die Investition in der Region bleiben würden. 

Herr Rene Jakubowski | 15.02.2017


Ich kann mich der Meinung von Frau Rogge nur anschließen. Ebenso wichtig finde ich aber, dass der Lebensmittel-Einzelhandeln, speziell die Großen der Branche, endlich aufhört mit der Behauptung, "der Verbraucher will das so" und damit die Preisspirale im Konkurrenzkampf immer weiter nach unten drückt. Das kann aber nur passieren, weil entweder die Standards z. B. für die Lebensmittelproduktion nicht hoch genug sind, weil Einträge durch Gülle und Dünger das Grundwasser schon seit vielen, vielen Jahren eigentlich folgenlos geschehen usw. Die Landwirte - und allen voran der Bauernverband mit seinem prominenten Sprecher, nämlich dem Landwirtschaftsminister -, die sich durch die witzigen neuen Bauernregeln auf den Schlips getreten fühlen, sollten besser in sich gehen und überlegen, was sie selbst dazu beigetragen haben, dass mittlerweile in der Stadt Pflanzen und Tiere besser überleben können als auf dem Land. 

Frau Barbara Lohse | 15.02.2017


Eine Umschichtung von der 1. in die 2. Säule halte ich nicht für erforderlich. Man sollte die guten Ansätze, die es schon gibt, einmal darstellen und darauf aufbauen. Nach wie vor besteht die Hauptaufgabe der Landwirtschaft aber darin, Lebensmittel zu erzeugen, die für alle erschwinglich sind und die auf hohem Standard erzeugt werden.

Frau Krick | 15.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, das BMEL gibt die Höhe der Eu-Agrarsuventionen für das Jahr 2015 mit 6,8 Milliarden Euro an. Sie schreiben hier auf der Website des BMUB: "Schon dieses Jahr stehen wichtige Weichenstellungen an, wie die derzeit jährlich 60 Milliarden Euro EU-Agrarmittel nach 2020 verteilt werden sollen." Könnten Sie mir diese Zahlen bitte erläutern? Steigen die jährlichen AgrarSubevntionen von 6,8 (2015) auf 60 Milliarden Euro im Jahre 2020? Oder liegt hier ein Fehler vor? Welche Zahlen stimmen? Danke für Ihre Bemühungen. Link zu den Zahlen des BMLE: www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Foerderung-Agrarsozialpolitik/_Texte/VeroeffentlichungEUZahlungen

Herr Ben Schulz | 15.02.2017

Lieber Herr Schulz, beide Zahlen sind korrekt. Während die Zahlen von der BMUB-Seite jedoch die gesamte Agrarförderung in allen Mitgliedstaaten der EU beziffert, bezieht sich die von Ihnen zitierte Zahl des BMEL lediglich auf die Zahlungen, die an die Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland gehen. Weitere Informationen zur GAP sind auch hier zu finden: www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/gemeinsame-agrarpolitik-der-europaeischen-union

Viele Grüße aus dem BMUB | 15.02.2017


Jegliche Flächenprämie gehört abgeschafft. Die Flächenprämien bleiben doch nicht beim Landwirt, sondern werden in Form von überteuerter Pachtzahlungen an die Eigentümer durchgereicht.Die Veröffentlichung der Direktzahlungen tun da ihr übriges. Ergo hilft eine flächengebundene Agrarförderung keinem Landwirt, egal ob öko oder konventionell. Eine Produktförderung geht verständlicherweise noch weniger, das hatten wir schonmal. Letztlich ist es so, auch allen Ideologien zum Trotz, solange Deutschland/Europa sich mit immer mehr Freihandelszonen auseinander setzt, bleibt dem Agrarbetriebswirt nichts anderes übrig, seine Kosten über möglichst viele Produktionseinheiten zu deckeln, um überhaupt Wettbewerbsfähig zu sein. Letztlich haben wir auch auf der Seite der Verbraucher eine zunehmende Verarmung und leider können sich nicht alle Verbraucher teuere Ökoprodukte leisten und sind auf günstig produzierte Lebensmittel angewiesen, was nicht gleichzeitig heißen muss, dass diese minderer Qualität sind.

Herr Rudolf Arndt | 15.02.2017


Wir müssen endlich verstehen, dass die Vielfalt unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe in einer Marktwirtschaft zugrunde geht. Die Räder einer Marktwirtschaft werden nun mal von der Maxime "billiger, schneller, mehr!" angetrieben. Genau dieser Grundsatz ist bei der Herstellung von Lebensmitteln aber total fehl am Platz! Daher ist ein Systemwechsel bei der Preisbildung der Lebensmittel nötig!

Herr Johannes Danner | 15.02.2017


  1. Agrarförderung nur für Haupterwerbsbetriebe, sprich definitiv keine Förderung mehr an Nebenerwerbslandwirte
  2. Agrarumweltmaßnahmen stärker ausdehen, bzw. neue Programme aufsetzen, finanziert durch Geld aus der 1.Säule
  3. Kleine bäuerliche Betriebe mehr fördern (durch beispielsweise weitere Erhöhung der ersten Hektare
  4. Weideprogramme aufsetzen

Herr Wilfried Marquard | 15.02.2017


Die Lebenmittel in Deutschland sind einfach zu billig. Die Leute/Unternehmen kennen auch nicht mehr den Wert der Lebensmittel sondern nur noch den Preis. Wie sonst lässt sich eine jährliche Verschwendung von 18 Mio. Tonnen erklären? Mein Vorschlag: Abschaffung der vergünstigten Mehrwertsteuer auf Lebenmittel und stattdessen auch hier die 19% anwenden.

Folgen:

  • geringer Konsum führt zu weniger intensiven Landwirtschaft
  • Mehreinnahmen müssen direkt genutzt werden um die Landwirte besser zu subventionieren. Es sollte gelten, je höher der Tier- und Umweltschutz desto größer die Auszahlung an den Landwirt, um die mindereinnahmen ausgleichen zu können. Generell muss die Subvention dabei so hoch sein, dass der Landwirt deutlich weniger abhängig von dem Lebenmittelhandel ist
  • Für Menschen, die sich eine solche Preiserhöhung nicht leisten können müssen die Sozialhilfen entsprechend angeglichen werden.

Herr Eike Bohlen | 15.02.2017


Agrarförderung gestaffelt damit kleine Betriebe eine reelle Chance haben Direktvermarkter stärken mit sinnvollen Verordnungen im übrigen trennen von Landwirtschaft und Umweltministerium, weil man diese Bereiche nicht mit den gleichen Maßstäben belegen kann. Das Umweltministerium hat genug Baustellen denen es nicht gerecht wird. Sie sollen erst einmal in ihrem Ressort ihre Hausaufgaben machen!

Frau Ulrike Ehbrecht | 15.02.2017


Schafft die Praxisfernen Rahmenbedingungen ab die im Büro entstanden sind. Wenn man Blühstreifen etwa 10cm zu schmal anlegt und dafür sanktionen zu befürchten hat sowie extra Kontrollen dann schreckt das von vrnherein enorm ab.

Herr/Frau Zuborg | 15.02.2017


So wie es momentan ist, ist schon ganz gut. Agrarförderung und Umweltförderung sind ja kein Widerspruch. Beides weiter betreiben! Verstöße gegen geltendes Recht werden nicht nur mit Bußgeldern geahndet, es werden darüber hinaus auch Fördergelder zurückgefordert. Dies auch für Verstöße, die nichts mit der eigentlichen Förderung zu tun haben (CC-Prinzip). ZUSÄTZLICHE Leistungen müssen entgolten werden. Sie dürfen die gute fachliche Praxis nicht diskreditieren. Sie dürfen nicht zum Standart durch die Hintertüre werden. "Was nix koscht, isch nix wert." sagt man im Südwesten. Niemals vergessen: Der Hauptgrund Landwirtschaft zu betreiben, ist die Erzeugung von Lebensmitteln und Energie.r

Herr Martin Körner | 15.02.2017


Als Landwirt ist für mich zu diesen Fragen das MELF der Ansprechpartner. Das Umweltministerium hat, nicht zuletzt durch die Plakataktion von Ministerin Hendricks, jedwedes Vertrauen verspielt. 

Herr Gerd Schütte | 15.02.2017

Lieber Herr Schütte,
wir bedauern, dass die Motive der Kampagne bei Ihnen zu dieser Haltung geführt haben. Mit den neuen "Bauernregeln" ging es uns darum, einen unkonventionellen Zugang zu einem äußerst komplexen und schwierigen Thema zu öffnen: Wie können wir Umwelt und Landwirtschaft besser zusammenbringen? Die Bauernregeln waren niemals dazu angetan, jemanden zu beleidigen, zu diffamieren, zu verunglimpfen oder dergleichen. Nichts läge uns ferner. Wir nehmen aber zur Kenntnis, dass es nicht wenige Menschen so wie Sie gibt, die das ganz anders sehen. Diese Empfindungen respektieren wir und bedauern, dass sie entstanden sind. Dies hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch in einem Statement zum Ausdruck gebracht, das hier abgerufen werden kann: www.facebook.com/hendricks.barbara/videos/1457058224317888/. Wir haben daraus die Konsequenz gezogen, die "Bauernregeln" im Rahmen unserer Kampagne nicht zu plakatieren (noch waren diese Plakate bis auf eine Ausnahme ja noch nirgendwo aufgehängt worden). Stattdessen verwenden wir andere Motive, in denen wir stärker betonen, dass es uns um einen gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft geht. Insofern würden wir uns freuen, wenn Sie sich hier in unserem Forum mit konstruktiven Vorschlägen beteiligen – denn eine Veränderung können wir nur gemeinsam erreichen.

Viele Grüße aus dem BMUB | 15.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren, Das die Beiträge hier schon in Themenrubriken unterteilt sind und dies ein Pflichtfeld ist zeigt das hier schon ein großer denkfeler im Ministerium vorliegt. Unsere Umwelt ist ein sehr komplexes Thema und läst sich nicht in Wasser, Flora, Fauna usw. unterteilen. Denn alle Rubriken greifen ineinander und es kann Naturschutz nur statt finden wenn wir alles global betrachten. D.h. auch die Agrarförderung kann nicht auf einzelnen Masnahmen beschrenkt werden sondern sollte auf das ganze berücksichtigt werden.

Herrr Jörg-Dieter Landes | 15.02.2017


Landwirtschaft ist schon derzeit mit vielen Auflagen befrachtet und erhält, um im weltoffenen Markt bestehen zu können Ausgleichsleistungen! Wenn nicht marktgängige Leistungen gefordert werden, so kann das die Landwirtschaft nur liefern, wenn --zusätzliche Ersatzleistungen-- gewährt werden, die mit Anreiz/Risikokomponente ausgestattet sind und gegenüber der Erzeugung marktgängiger Produkte keinen Nachteil bringen! Hierbei ist eine ehrliche Rechnung notwendig. Bisher sollen die aufzubringenden Mittel für den Kostenausgleich von der Landwirtschaft selber bezahlt werden.

Herr Wolfgang Rühmkorf | 15.02.2017


Die Agrarförderung ist für viele familiäre Betriebe bis 200 Hektar die Haupteinnahmequelle. Eine Abschaffung würde weitere Industrialisierung bedeuten. Wie hilft diese der Umwelt? Moderne Technik ist so teuer geworden, dass ein Landwirt sich Maschinen kaum mehr leisten kann. Besonders Technik für gezielte Düngemittelapplikation oder Sensorgesteuertes ausbringen von Pflanzenschutzmitteln würden schon sehr viel Umweltschutz betreiben, da keine Flächen mehr doppelt überlappt werden und sich so dokumentiert werden kann, wo was und wieviel gemacht wurde. Großbetriebe haben dies mittlerweile größtenteils, Kleinbetriebe nicht! Wir wollen doch keine industrialisierte Landwirtschaft!? Es muss wieder auf den kleinen Betrieben Geld verdient werden, dass der kleine Bauer sagt, mit meinen 150 Kühen und 150ha verdiene ich genug um einen Mitarbeiter anzustellen, genug um die moderne Technik zu kaufen und genug um 2 Generationen zu ernähren.

Herr Christian Conzen | 15.02.2017


Eine Leistungsgerechte Bezahlung der Landwirte für konkrete Maßnahmen zum Umweltschutz ist unerlässlich. Man kann nicht erwarten, dass Landwirte für den Umweltschutz ihre ökonomischen Interessen zurückstellen. Für viele geht es um das Überleben. Ebenso können Sie nicht erwarten, dass der Umweltschutz höher gewichtet wird wenn internationale Konkurrenz mit deutlich niedrigeren Anforderungen auskommt aber den gleichen Markt bedient

Herr Bachelor of Science Johannes Dötsch | 14.02.2017


Ich bin selber Landwirt und weiß das der Naturschutz im ureigenen Interesse des Landwirtes liegt. Grundsätzlich sind die Agrarförderungen heute schon an strickte Auflagen gebunden. Ich selber würde mir wünschen, das Agrarprodukte wieder eine höhere Wertschätzung auch monetär erlangen, bei nur einer geringen Steigerung der Agrarerzeugerpreise wäre eine Subvention hinfällig. Uns sollte aber auch bewußt sein das die niedrigen Preise für Agrarprodukte gesamtgesellschaftliche Inflationshemmer sind. In Deutschland liegen die Preise für Lebensmittel im Verhältnis zum anderen europäischen Binnenland sehr niedrig. Letztlich ist die Frage nach einer geänderten Agrarstruktur auch eine Frage des Preises.Gleichzeitig sollte überlegt werden das jeder sechste Beruf in Deutschland mit dem Agrarsektor assoziiert ist. Darüber hinaus stellt sich die Frage ob die gleichen moralischen Standards die für den Agrarsektor gelten auch für andere Bereiche gelten. Stichwort Dieselgate usw.

Herr Christoph Hilden | 14.02.2017


Zunächst möchte ich hier einmal anmerken, dass der Begriff Agrarförderung missverständlich gebraucht wird! Wenn man sich ein wenig näher mit der Historie des Förderungssystems beschäftigt, dann wird einem nämlich sehr schnell klar, dass nicht die Landwirte gefördert, sondern die Rohstoffe für die Lebensmittel, und damit eben dieselben möglichst niederpreisig gehalten werden sollen. Man hatte ja schließlich mehrmals in der Historie das große Problem, dass die Bevölkerung nicht im Ansatz ausreichend mit Lebensmitteln versorgt werden konnte. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, haben alle Versuche durch noch mehr Umweltauflagen die inländische Produktion zu verteuern ein Resultat: den kleineren und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben wird die Existenzgrundlage entzogen, weil Rohstoffe heute weltweit gehandelt werden, und somit die Preis-Kosten-Schere den deutschen Landwirten den Garaus bereitet. Da hilft nicht einmal das "industrialisieren" der landwirtschaftlichen Erzeugung etwas!!!

Herr Dieter Dänzer | 14.02.2017


Die Erfüllung der Ökologischen Vorrangfläche sollte nur noch über a)Brache oder b)geförderte Blühstreifen/flächen möglich sein. Das schafft Bürokratieabbau, hilft der Artenvielfalt und entlastet den Markt.

Herr Thomas Horlacher | 15.02.2017


Umschichtungen von der ersten in die zweite Säule der Agrarförderung befördern vorhandenes Geld von der linken in die rechte Hosentasche und sind daher zwecklos. Für den Naturschutz mit zusätzlichen Erschwernissen müssen auch zusätzliche Gelder bereitgestellt werden. Ansonsten wird die Situation in den Betrieben noch angespannter.

Herr Christian Brand | 15.02.2017


Abschaffung der ersten Säule und Umschichtung der Zahlungen in die zweite! Koppelung von Grünlandprämie mit der Weidetierhaltung! Die Weidetierhaltung schafft ein Mosaik in der Landschaft, sie schafft Lebensraum für Wildtiere und Pflanzen. Seit Jahren werden Weidetierhalter bestraft und gegängelt. Eine ausgerissene (Zwangs-)Ohrmarke gefährdet die gesamte Betriebsförderung, vor wenigen Jahren hat die (Zwangs-)Berufsgenossenschaft die Beiträge für Grünland erhöht. Der Landkreis Nienburg bestraft viele Grünlandnutzer und seit einem Jahr mit sinnloser Unterschutzstellung. Seit diesem Jahr müssen Schafhalter Kosten für die (Zwangs-)Ohrmarken selbst tragen. Zusätzlich bedroht der Wolf die Weidetierhaltung insgesamt. Die Agrarförderung in der ersten Säule wird zum Großteil an die Verpächter weitergereicht. Sie ist somit das umgekehrte Robin-Hood-Prinzip (lass es alle zahlen und gib es den reichen). Freilandhaltung wird gefordert - sie wird aber nicht gefördert - sie wird geopfert!

Hilmar Hüsing | 14.02.2017


Gar nicht. Wenn wir als Verbraucher nicht bereit sind für gute Lebensmittel mehr zu bezahlen, ist keine nachhaltige Landwirtschaft möglich. Deshalb sofort alle Förderung einstellen. Die Landwirte sollen das protuzieren was der Verbraucher nachfragt.

Herr Armin Pfeuffer | 15.02.2017


Geben Sie der Meinungsdiktatur der NGO nicht diesen Raum. Wer heute 100000 likes sammelt oder 10000 Mitglieder hat ist noch lange nicht Vertreter des Volkes oder dessen Sprecher.Es wird nur die Meinung der Funktionäre und Gründer vertreten und medial verbreitet. Dort ist jeder Dialog mit der Ldw.verstummt.

Herr Rolf aus MeckPom | 15.02.2017


Stärken Sie die Familienbetriebe - wie groß auch immer - und unsere Position gegenüber dem LEH stärken. Flächenbeihilfen für Kirchenland, Gemeindeland, Flughäfen und sonstiges öffentliche außerlandwirtschaftl. Flächen streichen und umverteilen.

Herr Rolf aus MeckPomm | 15.02.2017


Beachten Sie das Dreieck der Nachhaltigkeit! Nur wer sowohl Ökonomische als auch Soziale Aspekte neben dem Umwelteffekt beachtet erreicht eine nachhaltige Verbesserung. Ich plädiere für weitere Rationalisierungsmaßnamen in der Landwirtschaft. Was hilft uns eine Ineffiziente Landwirtschaft. Je produktiver wir werden, desto weniger Fläche brauchen wir zur Ernährung und können diese dann der Natur zurück geben. Darum sage ich: Keine Bevorteilung der biologischen Landwirtschaft!

Herr Köster | 14.02.2017


Hallo TBH, aktuell hat Deutschland ein Agrarhandelsdefizit von jährlich 8,8 Mrd €, d.h. wir sind weit davon entfernt, uns selbst versorgen zu können und sind hochgradig von Lebensmittelimporten abhängig. So liegt der Selbstversorgunggrad mit Eiern bei gerade einmal 70%; der mit Obst und Gemüse nur bei 20%. Für den Selbstversorgungsgrad mit "Sonntagsbraten" sind leider keine Zahlen bekannt, aber auch dieser dürfte weit unter 100% liegen. Andererseits steigt die Weltbevölkerung weiter an und Länder wie beispielsweise Ägypten würden endgültig im Chaos versinken, wenn sie keine günstigen Lebensmittel auf dem Weltmarkt beziehen könnten. Wie lässt sich unter diesen Umständen rechtfertigen, die gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft auf Umweltthemen zu reduzieren, aber die Notwenigkeit der Produktion von Lebensmitteln völlig zu ignorieren?

Herr Harald Müller | 14.02.2014

Lieber Herr Müller, einen guten Überblick zur Förderung von Biobetrieben bekommen Sie unter: www.oekolandbau.de/erzeuger/oekonomie/betriebswirtschaft/foerderung/ Die Förderung ist sicherlich höher als konventionell wirtschaftende Betriebe, allerdings liegt sie nicht bei 90 Prozent des Einkommens. Generell geht es bei der gesamten Debatte aber nicht darum, dass die gesamte deutsche oder europäische Landwirtschaft ökologisch wirtschaften muss. Es geht vielmehr darum die Landwirtschaft mehr nach gesellschaftlichen Anforderungen auszugestalten. Als gesellschaftliche Leistungen sind der Umwelt-, Klima- und Naturschutz zu sehen. Das gesellschaftliche Anliegen ist dabei die Bewahrung der natürlichen Ressourcen für künftige Generationen. Auch konventionell wirtschaftende Betriebe sind in der Lage umweltgerecht zu wirtschaften. Das ist eine gesellschaftliche Leistung in den öffentlichen Gütern (Umwelt, Natur, Klima). Wenn sie dies leisten, bekommen sie weiterhin Subventionen.


Viele Grüße aus dem BMUB | 15.02.2017


Mit noch mehr Förderung, vor allem im Biobereich wird die Landwirtschaft immer abhängiger von staatlichen Transferleistungen. Stärken Sie unsere Stellung gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel.

Herr Bauer Willi | 14.02.2017


  • Wesentlich stärkere Konzentration auf die kleineren Betriebe.
  • Stärkung der Marktstellung in der Wertschöpfungskette.
  • Bindung der Zahlung an den Arbeitskräftebedarf des Betriebs, anstelle von Fläche

Herr Martin Deubzer | 14.02.2017


In dem erst einmal klargestellt wird wer tatsächlich Landwirt ist. Jeder darf sich ohne jeglichen Sachkundenachweis Landwirt nennen und Agrarförderung erhalten in welchem anderen Berufsfeld ist das möglich? Die Anzahl GV je ha sollte begrenzt werden für die Direktzahlungen, jeder der mehr Tiere hält als er Flächen zur Verfügung hat(z.B. durch Abgabe an Ackerbaubetriebe) auf dennen er die anfallende Gülle ausbringen kann, ist kein Landwirt sondern gewerblicher Tierhalter und sollte auch keine Agrarförderung erhalten.

Herr hbg | 14.02.2017


Unkomplizierte Förderung von Öko-zertifizierten (Naturland, Bioland, Demeter...) Betrieben. Förderung nicht nach Fläche sondern z.B. Artenvielfalt, Verschmutzungsgrad, Wasserverbrauch (je nach Region)...

Herr Gessner | 13.02.2017


Guten Tag, 1. Ich halte das Politikpapier zu einem neuen Gesellschafts-vertrag zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern, das Sie im Januar veröffentlicht haben, für einen sehr guten Ansatz. Landwirte sollen für ihre Leistungen zum Gemeinwohl entschädigt werden. Endlich ein Ansatz,der nicht nur Forderungen stellt, sondern Lösungen aufzeigt! 2. sollte die Umstellung auf ökologische LW massiver gefödert werden. 3. Sollte der Deutsche Bauernverband aufgelöst werden und durch ein neues Gremium ersetzt werden, in dem Verbraucher und Naturschutz repräsentiert werden. Es geht nicht an, dass der BAuernverband, der die Landwirte in die Massenproduktion inkl. Preisverfallund Umweltzerstörung hineingeredet hat und damit verantwortlich ist für den Niedergang eines ganzen Berufsstandes ein derartiges politisches Mitspracherecht erhält.

Frau Diplom-Volkswirtin Karina Czupor | 13.02.2017