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10.03.2021

UNEP und Oxford veröffentlichen Bericht zur Nachhaltigkeit staatlicher Corona-Konjunkturprogramme

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Wie umwelt- und klimafreundlich sind die staatlichen Corona-Hilfspakete? Dieser Frage geht eine Analyse des UN-Umweltprogrammes (UNEP) und der Universität Oxford nach. Deutschland ist in der Vorreitergruppe für "Green Recovery".

Wie umwelt- und klimafreundlich sind die staatlichen Corona-Hilfspakete?

Dieser Frage geht die Analyse "Are We Really Building Back Better?" des UN-Umweltprogrammes (UNEP) und der Universität Oxford nach, die heute veröffentlicht wurde. Dabei wird Deutschland eine starke Rolle bei der umweltverträglichen Überwindung der Pandemie bescheinigt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze nahm den Bericht zusammen mit der Direktorin des Internationalen Währungsfonds Kristalina Georgiewa, der Exekutivdirektorin des UN-Umweltprogramms (UNEP) Inger Andersen und dem Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz entgegen.

Bundesumweltministerin Schulze: "Ein umwelt- und sozialgerechter Wiederaufbau nach der Krise zahlt sich für alle aus. Es ist von strategischer Bedeutung, dass Wiederaufbauprogramme die Weichen hin zu einer umweltverträglichen, insgesamt nachhaltigen und damit zukunftssicheren Gesellschaft gestellt werden. Der Bericht belegt, dass umweltverträglich ausgerichtete Konjunkturmaßnahmen nicht im Widerspruch zu Wirtschaftswachstum stehen, da sie starke, schnell wirksame Wachstums- und Beschäftigungsimpulse setzten."

Einige Informationen zu dieser Studie

Weltweit wurden und werden sehr große Konjunkturprogramme aufgelegt, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Coronakrise abzumildern. Die UN-Umweltorganisation (UNEP) und die University of Oxford veröffentlichen heute ihre erste Studie zu dieser Art nationaler Übergangs- und Wiederaufbauhilfen. Die Analyse "Are We Really Building Back Better?" geht darauf ein, inwieweit diese neben der Bewältigung der Corona-Pandemie zugleich auch für einen ökologischen Umbau der Wirtschaft, von Verkehrssystemen und der Infrastruktur genutzt werden. Sie ist die bislang umfangreichste und detaillierteste Bestandsaufnahme globaler Konjunkturmaßnahmen in Reaktion auf die Corona-Krise. Deutschland gehört laut diesem Bericht zu den fünf Staaten, die durch ihre Wiederaufbaupläne erkennbar eine ökologische und klimafreundliche Modernisierung anstoßen.

Der Bericht hebt hervor, dass ein überwiegender Teil der grünen Wiederaufbaumaßnahmen bislang auf wenige Vorreiterstaaten entfällt, wie Norwegen, Polen, Dänemark, Deutschland und Frankreich. Umso wichtiger sind internationale Partnerschaften, die darauf abzielen strukturschwächere Länder bei einer nachhaltigen Krisenbekämpfung zu unterstützen. Aus diesem Grunde unterstützt das Bundesumweltministerium Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Entwicklung von "Green Recovery-Maßnahmen", damit sie nachhaltig und widerstandsfähig aus der Krise herauskommen.

10.03.2021 | Meldung Klimaschutz