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22.08.2018

Svenja Schulze zu Hilfen für von der Dürre bedrohte Landwirte

Bundesumweltministerin Svenja Schulze begrüßt die Dürrehilfen für Landwirte, schlägt jedoch auf nationaler Ebene die Einrichtung eines Sonderrahmenplans "Klimaanpassung und nachhaltige Landwirtschaft" vor.

Zu dem am 22. August im Bundeskabinett besprochenen Vorgehen zu Hilfen für von der Dürre bedrohte Landwirte erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze:

"Es ist gut, dass wir heute im Kabinett Hilfen für Landwirte vereinbart haben, die durch die Dürre besonders hart betroffen sind. Mir war es wichtig, dass wir nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen. Wir konzentrieren unsere Hilfen gezielt auf die Landwirtinnen und Landwirte, die durch die Dürre tatsächlich in eine Notsituation geraten sind. Das ist der richtige Ansatz beim Umgang mit Steuergeld. Perspektivisch sind kurzfristige Finanzhilfen aber keine Lösung des Problems. Die Landwirtschaft muss sich in Deutschland grundsätzlich auf häufigere Extremwetterlagen einstellen – seien es Trockenzeiten wie jetzt oder langanhaltende Regenperioden wie im letzten Jahr. Das sollte sie aus eigenem Interesse tun, das ist aber auch im langfristigen Interesse der Steuerzahler.

Darum müssen wir auch unsere Agrar-Förderpolitik umstellen und das Geld lieber in die Prävention stecken, statt in Zukunft immer wieder über Nothilfen sprechen zu müssen. Die Landwirtschaft muss robuster gegenüber Klimaveränderungen werden und sie muss selbst klimaverträglicher wirtschaften und sorgsamer mit Böden, Wasser, Luft und Natur umgehen. Diese Neuausrichtung der Landwirtschaft muss künftig im Mittelpunkt der Europäischen Agrarförderung stehen.

Der Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarförderung geht derzeit genau in die falsche Richtung, weil er zu viel Gießkannenprinzip vorsieht und zugleich Mittel für eine umweltschonende Landwirtschaft kürzt. Wir müssen uns deshalb als Bundesregierung darauf verständigen und dann in Brüssel dafür einsetzen, dass mehr Mittel verbindlich in eine umweltfreundliche und nachhaltige Landwirtschaft fließen. Denn das macht die Landwirtschaft auch widerstandsfähiger gegen den Klimawandel.

Auf nationaler Ebene schlage ich die Einrichtung eines Sonderrahmenplans "Klimaanpassung und nachhaltige Landwirtschaft" im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz vor."

22.08.2018 | Meldung Klimaschutz | Berlin