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17.02.2019

Statement der Bundesumweltministerin Svenja Schulze zum Insektenschutz

Mensch und Umwelt sind auf die Leistungen von Insekten angewiesen. Deshalb verdienen Insekten den Schutz durch ein eigenes Gesetz, betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Fast ein Fünftel der Wahlberechtigen in Bayern hat das Volksbegehren "Rettet die Bienen" unterschrieben. Gut, dass dieses Thema die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.

Die große Zustimmung gibt all denen Rückenwind, die wie ich für ein starkes Insektenschutzprogramm kämpfen – und zwar bundesweit!

Als Bundesumweltministerin mache ich jetzt Nägeln mit Köpfen. Mein Aktionsprogramm enthält konkrete Maßnahmen zum Schutz von Insekten und ihren Lebensräumen:

  • Ich will, dass es mehr Geld für Naturschutz in der Landwirtschaft gibt. Die aktuelle Reform der EU-Agrarförderung bietet dafür eine Riesenchance. Mein Ziel: Weniger eintönige Agrarsteppen – mehr vielfältige und strukturreiche Äcker, auf denen Insekten überleben können.
  • Und ich setze mich dafür ein, dass weniger Pestizide verwendet werden und dass Insektenschutz bei der Zulassung von Pestiziden stärker berücksichtigt wird. Und ich bleibe dabei: Wir müssen zügig raus aus Glyphosat, denn das raubt vielen Insekten ihre Nahrungs- und Lebensgrundlage.
  • Aber auch unsere Städte sollen grüner und bunter werden. Statt alles zu versiegeln müssen wieder mehr naturnahe Grünflächen entstehen. Der Bund wird Kommunen hier stärker unterstützen. Wichtig dabei auch: Die Lichtverschmutzung eindämmen – gerade in Städten ein großes Problem für Insekten.

Insekten brauchen den Schutz durch ein eigenes Gesetz. Dafür mache ich mich als Bundesumweltministerin stark. Die Eckpunkte hat das Bundeskabinett schon im vergangenen Jahr beschlossen, jetzt sollten wir uns innerhalb der Bundesregierung zügig auf ein konkretes Aktionsprogramm einigen.

17.02.2019 | Meldung Artenschutz