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30.11.2004

Riester-Rente bietet Chancen für Geldanlagen mit sozialen und ökologischen Standards

Jürgen Trittin und Edda Müller fordern mehr Angebote der Unternehmen

Gemeinsame Pressemitteilung BMU und vzbv

Das Bundesumweltministerium und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dringen auf ein größeres Angebot an Produkten zur privaten Altersvorsorge, die ethische, soziale und ökologische Standards bei der Geldanlage berücksichtigen. "Mit der Riester-Rente haben wir die große Chance, dass die Verbraucher ihr Geld jenen Anbietern anvertrauen, die ethische, soziale und ökologische Standards bei der Geldanlage berücksichtigen. Das kann aber nur funktionieren, wenn die Unternehmen entsprechende transparente Angebote überhaupt auf den Markt bringen," erklärten Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand des vzbv, und Bundesumweltminister Jürgen Trittin.

Nach Informationen des vzbv können bisher nicht einmal ein Prozent der rund 3.500 Produkte der Riester-Rente als nachhaltige Geldanlage gewertet werden. Die Anbieter von Produkten zur privaten Altersvorsorge sind mit der Riester-Rente verpflichtet, den Vertragspartner jährlich schriftlich darüber zu informieren, ob und wie er ethische, soziale und ökologische Belange bei der Verwendung der eingezahlten Altersvorsorgebeiträge berücksichtigt. Nach einer EMNID-Untersuchung im Auftrag des Bundesumweltministeriums wünschen sich 84,3 Prozent der befragten Verbraucher eine umweltbezogene Publizitätspflicht für Altersvorsorgegesellschaften. Edda Müller: "Verbraucher müssen Druck auf die Anbieter machen, damit mehr nachhaltige Riester-Produkte auf den Markt kommen."

Jürgen Trittin und Edda Müller appellierten an die Verbraucher, ihre Entscheidung für ein Angebot zur kapitalgedeckten Altersvorsorge nur nach umfassender Prüfung zu treffen. Sie sollten deshalb vor Vertragsabschluss neben der Rendite auch die Aspekte der ethischen, sozialen und ökologischen Anlagestrategie der Anbieter hinterfragen. Für einen Vertragsabschluss in diesem Jahr haben die Verbraucher noch über 10 Monate Zeit. Der vzbv forderte eine jährliche und umfassende Berichtspflicht aller Anbieter von Riester-Produkten einschließlich der betrieblichen Altersvorsorge. Bundesumweltministerium und vzbv bereiten eine Informationskampagne zu den Kriterien der Altersvorsorgeverträge vor.

Hinweis: Weitere Informationen sind bei vzbv unter den Telefon-Nr.: 030/25800 -303, -316 und -258 zu erhalten oder können per E-Mail (presse@vzbv.de) angefordert werden.

30.11.2004 | Berlin