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30.11.2004

Parlamentarische Staatssekretärin Gila Altmann besucht Unglücksorte in Rumänien (Kurzinfo)

Eine Delegation der Bundesregierung hat sich in Rumänien ein Bild davon gemacht, welche Hilfe Deutschland leisten kann, um die Folgeschäden der beiden Unfälle in den Bergwerken Baia Mare und Baia Borsa zu beseitigen. Die Delegation unter Leitung der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Gila Altmann, hielt sich vom 12. - 15. März 2000 in Rumänien auf und führte u. a. Gespräche mit dem rumänischen Umweltminister Tomescu. Die Bundesregierung entsendet erneut ein mobiles Messlabor des Technischen Hilfswerks, das Gewässerproben an beiden Unfallorten entnehmen und so allseits anerkannte Messwerte zur Verfügung stellen soll. Im Anschluss an den Besuch in Rumänien traf die Delegation in Budapest mit Vertretern der ungarischen Regierung zusammen, um sich über die Auswirkungen der beiden Unfälle an der Theiss zu informieren.

Die deutsche Delegation besuchte die Unglücksorte in Baia Mare und Baia Borsa und wurde von Umweltminister Tomescu, den Betreibern, örtlichen Behördenvertretern sowie Vertretern von Nichtregierungsorganisationen über Ursachen und Folgen der Unfälle informiert. Im Mittelpunkt der Gespräche standen präventive Maßnahmen sowie der notwendige Ausbau des Notfallmanagements. In Rumänien gibt es nach offiziellen Angaben rund 55 ähnliche Anlagen, deren Gefahrenpotenziale abgeschätzt werden müssen. Gila Altmann: "Als Konsequenz aus den Unfällen müssen vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, damit solche Unfälle gar nicht erst geschehen können. Die Unfälle in Rumänien sind kein nationales Problem, sondern ein europäisches, da die Auswirkungen von Umweltkatastrophen grenzüberschreitend sind. Auch in anderen Ländern gibt es vergleichbare Risikopotenziale." Frau Altmann sagte Rumänien Unterstützung auf seinem Weg in die Europäische Union zu. Sie überbrachte dem rumänischen Umweltminister Tomescu eine Einladung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu einem offiziellen Besuch in Deutschland.

In Budapest führte die Delegation u. a. Gespräche mit dem Regierungsbeauftragten für die Theiss, Gönczy, sowie Staatssekretär Kavassy vom Umweltministerium. Große Mengen Zyanidlauge, die Ende Januar aus der Anlage in Baia Mare in die Theiss gelangt waren, hatten das Leben in dem Fluss weitgehend zerstört.

30.11.2004 | Meldung Europa und Umwelt | Berlin