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27.04.2021

Naturkontakte sind für Jugendliche ein wichtiger Ausgleich in Corona-Zeiten

Erstmals legen das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Naturbewusstsein junger Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren vor.

Für sehr viele junge Menschen gehört Natur zu einem guten Leben dazu. Besonders in der Corona-Krise zeigt sich, dass sich die Lebensgestaltung für Jugendliche deutlich verändert hat: Mehr als die Hälfte geben an, sich häufiger in der Natur aufzuhalten, um sich abzulenken oder sich zu bewegen. Mehrheitlich sind sie zudem der Meinung, dass es zu den Pflichten der Menschen gehört, die Natur zu schützen. Das sind zentrale Ergebnisse der ersten Jugend-Naturbewusstseinsstudie, die am 27. April 2021 vorgestellt wurde.

Die Jugend-Studie wurde im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des Bundesumweltministeriums erstellt, und schließt an die Umfragen zum Erwachsenen-Naturbewusstsein alle zwei Jahre an. Für die erste repräsentative Jugend-Umfrage wurden im Frühsommer 2020 gut 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt. Im Herbst wurde die Befragung um das Thema "Natur und Corona" und weitere 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 ergänzt. Die Studie ist in ihrer Aussagekraft für ganz Deutschland repräsentativ.

Demnach wollen Jugendliche über Tiere und Pflanzen gerne mehr wissen. Allen voran interessieren sie die Säugetiere, Bäume und Vögel. Sie finden Schutzgebiete wichtig, um die Artenvielfalt zu sichern und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Und auch hinter der Energiewende steht ein Großteil der jungen Menschen - nur zwei Prozent der Heranwachsenden findet sie nicht richtig. Der Digitalisierung räumen die Jugendlichen im Allgemeinen deutlich häufiger Chancen als Risiken ein, während sie das Thema im Bereich Naturschutz eher zwiespältig sehen. Gentechnik in der Landwirtschaft gegenüber sind junge Menschen mehrheitlich skeptisch eingestellt: 83 Prozent wünscht sich beispielsweise eine eindeutige Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Was die biologische Vielfalt betrifft, sind fast drei Viertel der Befragten überzeugt, dass diese weltweit schwindet - und es zugleich Pflicht der Politik ist, dieser Entwicklung entgegenzutreten.

27.04.2021 | Meldung Naturschutz/Biologische Vielfalt | Berlin