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23.04.2018

NanoDialog der Bundesregierung zu den Themenbereichen Risikoforschung, -bewertung und -management wird fortgeführt

29.03.2016 | Gesundheit · Chemikalien

Forschungsprojekt zur Sicherheit von Nanomaterialien

Die Studie "Nano-In-Vivo" wurde im Einklang mit den OECD-Grundsätzen guter Laborpraxis und Prüfrichtlinien durchgeführt. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse ist zum Ende des Jahres zu rechnen.

Langzeitforschungsprojekt "Nano-In-Vivo"

Am 23. und 24. April findet der nächste FachDialog im Rahmen des NanoDialoges der Bundesregierung im BMU Berlin zur Diskussion des weltweit einzigartigen Langzeitforschungsprojektes "Nano-In-Vivo" statt.

In einem 2013 gestarteten Gemeinschaftsprojekt des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und der BASF SE, unter Mitwirkung von Fraunhofer ITEM und BfR wurden die möglichen Langzeitwirkungen eines marktrelevanten Nanomaterials untersucht. Ziel der Studie war es, Erkenntnisse zu Langzeiteffekten zu erheben um bestehende Wissenslücken über chronische Wirkungen von Nanomaterialien im relevanten Niedrigdosisbereich zu schließen. Hierfür wurde, über einen Zeitraum von vier Jahren, Cerdioxid in einer Nanoform geprüft. Die Langzeitstudie wurde im Einklang mit den OECD-Grundsätzen guter Laborpraxis und Prüfrichtlinien durchgeführt. Mit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse ist zum Ende des Jahres zu rechnen.

Die Untersuchung von niedrigen Dosierungen ist für die Einschätzung von Wirkungen, die bei realen Expositionssituationen von Verbrauchern und am Arbeitsplatz zu erwarten sind, von besonderer Bedeutung. Solche Daten waren bisher nicht verfügbar, haben jedoch eine hohe Relevanz für die Risikobewertung.

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze betonte: "Selten ist es gelungen, eine erfolgreiche Kooperation, in einem so wichtigen Langzeitforschungsprojekt gemeinschaftlich mit so vielen verschiedenen Akteuren aus Industrie, Wissenschaft und Behörden, zu verwirklichen."

Im Rahmen des FachDialoges, zu welchem 50 Gäste aus Industrie, Wissenschaft, Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen eingeladen sind, sollen zu einem frühen Zeitpunkt die vorliegenden Ergebnisse fachlich diskutiert und mögliche Anregungen für die Risikobewertung für die menschliche Gesundheit und die Regulation gegeben werden. Die Studienergebnisse gehen in die laufenden Arbeiten bei der OECD und in die Diskussionen auf EU-Ebene zur Risikobewertung von Nanomaterialien ein.

Der NanoDialog der Bundesregierung wird seit 2006 federführend durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) durchgeführt. Mehr als 300 Personen aus Nicht-Regierungsorganisationen, Wissenschaft, Industrie und Behörden arbeiten in diesem in Europa einzigartigen, vom Prinzip der Vorsorge getragenen Stakeholder-Dialog ehrenamtlich mit.

23.04.2018 | Meldung Nanotechnologie