https://www.bmu.de/ME9808
22.09.2021

Informationen zum Fortschrittsbericht zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie

Das Bundeskabinett hat den ersten Bericht zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie beschlossen. Dazu finden Sie im Folgenden ein Statement von Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie weiterführende Informationen.

Heute wurde im Bundeskabinett der erste Bericht zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie beschlossen. Dazu finden Sie im Folgenden ein Statement von Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie weiterführende Informationen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Grüner Wasserstoff wird zum Lebenselixier für die deutsche Industrie. Das ist eine zentrale Lösung auf dem Weg zur Klimaneutralität – von der Stahl- über die Chemieindustrie bis zum Flugverkehr. Es gibt viele gute Konzepte und Strategien, aber jetzt kommt es darauf an, den nächsten Schritt zu gehen, den industriellen Hochlauf. Die neuen gesetzlichen Mindestquoten für Kerosin aus grünem Wasserstoff zeigen bereits Wirkung. Im Oktober werde ich eine der ersten Fabriken zur industriellen Produktion von E-Kerosin eröffnen. Das ist eine Technologie, die große Exportchancen bietet und gute Jobs schafft. Zentrale Voraussetzung dafür ist der beherzte Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn wer Ja sagt zu grünem Wasserstoff und einer Industrie mit Zukunft, muss auch Ja sagen zu Windrädern und Solaranlagen."

BMU-Aktivitäten für grünen Wasserstoff

  • Mindestquote für Flugkraftstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff und weitere Maßnahmen zur ambitionierten Umsetzung der EU-Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II)
  • Start des Förderprogramms "Dekarbonisierung der Industrie" mit Schwerpunkt Wasserstoff. Investitionskostenzuschüsse zur Umstellung von konventionellen fossilen Technologien mit prozessbedingten Emissionen auf treibhausgasarme oder treibhausgasneutrale Verfahren in der Industrie. Fördervolumen: 3 Milliarden Euro bis 2024. Betreut wird das Förderprogramm vom Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI).
  • Förderprogramm für Klimaschutzverträge kommt. Betriebskostenzuschüsse für wasserstoffbasierte Klimaschutzprojekte, welche jene Vermeidungskosten von wasserstoffbasierten, klimaneutralen Technologien ausgleichen, die über dem absehbaren Preis für Emissionshandelszertifikate der EU liegen. Durch den Ausgleich der höheren Vermeidungskosten ist es Unternehmen unter einem "Carbon Contracts for Difference" möglich, betriebskostenintensive, klimaneutrale und wasserstoffbasierte Herstellungsprozesse wirtschaftlich zu etablieren. (geplanter Start in 2022)
  • International PtX Hub Dialog und Kompetenzaufbau mit mehreren Wasserstoff-Partnerländern sowie Entwicklung von Nachhaltigkeitskriterien für Wasserstoffprojekte.
  • PtX Lab Lausitz. Praxislabor für Kraft- und Grundstoffe aus grünem Wasserstoff. Plattform für Wissenschaft und Unternehmen, um Power-to-X-Technologien weiterzuentwickeln und den Markthochlauf voranzutreiben. Außerdem ist eine PtL-Kerosin-Anlage in der Region in Vorbereitung.
  • Global PtX Atlas. Weltweite Potenzialanalyse für erneuerbare Energien, mit Blick auf Importländer für grünen Wasserstoff.
  • PtL-Roadmap. Gemeinsamer Fahrplan von Politik und Wirtschaft für den Markthochlauf von Power-to-Liquid-Kerosin.
22.09.2021 | Meldung Klimaschutz