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16.01.2020

Grenzüberschreitendes UVP-Verfahren zum geplanten Neubau zweier Reaktoren am Standort Wylfa (Wales, Großbritannien)

Am Standort Wylfa (Wales, Großbritannien) ist die Errichtung zweier neuer Siedewasserreaktoren geplant.

Am Standort Wylfa, Grafschaft Angelsey im nördlichen Wales, in Großbritannien, soll ein neues Atomkraftwerk (AKW) mit zwei Reaktorblöcken errichtet werden, das AKW Wylfa Newydd. Das AKW soll eine elektrische Leistung von circa 3.100 Megawatt (MW) haben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wurde von der zuständigen britischen Behörde über den Fortgang dieses Projektes und die Einleitung einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß Espoo-Konvention unterrichtet. Das BMU informierte die zuständigen Landesministerien. Rheinland-Pfalz hatte Interesse an einer Beteiligung am grenzüberschreitenden Verfahren zum AKW Wylfa mitgeteilt und am 31. August 2018 die untenstehende Stellungnahme im Rahmen des Verfahrens gegenüber den zuständigen britischen Behörden abgegeben. Weitere Informationen über den Fortgang des Projekts können den unten angegebenen britischen Informationen sowie Veröffentlichungen zum Genehmigungsantrag des "Planning Inspectorate" entnommen werden. Die britische Regierung hatte zunächst geplant, bis 31. März 2020 über den empfehlenden Bericht der zuständigen Behörden vom 23. Juli 2019 zu entscheiden. Doch scheinen sich diese Planungen, öffentlich zugänglichen Informationen zufolge, zu verschieben. Das Planning Inspectorate will bis Ende 2020 eine Entscheidung für die weitere Planung des Standorts Wylfa Newydd treffen.

Großbritannien hatte auch der deutschen Öffentlichkeit bis 13. August 2018 (GMT, Ausschlussfrist) Gelegenheit gegeben, sich zu registrieren und eine Stellungnahme abzugeben, beziehungsweise Stellungnahmen in das weitere Prüfverfahren zu jedem Genehmigungsantrag einzubringen.

Auf dieser Website werden Sie über das weitere Verfahren informiert.

Aktueller Sachstand Februar 2021:

Die Hitachi-Tochter Horizon Nuclear Power hat ihren Antrag für eine Development Consent Order für das Neubauprojekt Wylfa Newydd zurückgezogen. Dennoch bleibt der Standort im Gespräch. Das britische Unternehmen Shearwater Energy entwickelt in Kooperation mit NuScale Power eine Hybridanlage aus Windenergie und Small Modular Reactor (SMR) und zieht Wylfa Newydd als Standort dafür in Betracht. 

16.01.2020 | Meldung Umweltprüfungen UVP/SUP
Aktualisierungsdatum:26.02.2021