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09.01.2017

"Blauer Engel" auch in Japan und China

Nachdem 2013 bereits Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit den nationalen Umweltzeichen von Südkorea und Österreich geschlossen wurden, kooperiert der Blaue Engel künftig auch mit den Umweltzeichen in Japan und China.

Der "Blaue Engel", Deutschlands bekanntestes Umweltzeichen, betritt verstärkt auch internationales Parkett. Nachdem 2013 bereits Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit den nationalen Umweltzeichen von Südkorea und Österreich geschlossen wurden, kooperiert der Blaue Engel künftig auch mit den Umweltzeichen in Japan und China. Das sehen Vereinbarungen zwischen den beteiligten Trägern der Zeichensysteme vor, die am 10. und 11. November 2014 am Rande einer internationalen Fachkonferenz über die Rolle von Umweltsiegeln auf den Weltmärkten in Berlin unterzeichnet wurden. Ziel der Abkommen ist es, die Vergabekriterien für die jeweils nationalen Umweltsiegel weitgehend zu harmonisieren und Hersteller bei der Antragsstellung zu unterstützen.

Entscheidender Punkt der Zusammenarbeit ist die gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Zertifizierungsstellen. Das erleichtert den Herstellern von Produkten die Antragstellung für das Umweltzeichen im jeweiligen Partnerland. Sie können zum Beispiel Anträge in ihrer jeweiligen Landessprache einreichen. Für japanische und chinesische Firmen ist dies ein Anreiz, für ihre Produkte das deutsche Umweltzeichen zu beantragen, und umgekehrt. Will ein deutsches Unternehmen seine Produkte auf den chinesischen Markt vermarkten und dafür das chinesische Umweltzeichen nutzen, kann es das chinesische Label zukünftig bei der RAL gGmbH, der deutschen Zertifizierungsstelle für den "Blauen Engel", beantragen.

Am 11.Oktober 2013 haben das südkoreanische Institut für Umweltindustrie und -technologie (KEITI) im Auftrag der Regierung der Republik Korea sowie Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und RAL gGmbH ein Kooperationsabkommen für die Umweltzeichen (Blauer Engel und koreanisches Umweltzeichen) der beiden Länder unterzeichnet.

Mit dem gemeinsamen Vertrag zwischen Deutschland und Korea wird einerseits eine gegenseitige Anerkennung der Zertifizierungsverfahren für Zeichennehmer aus dem jeweils anderen Land vereinbart. Andererseits soll eine Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von Vergabekriterien am Beispiel ausgewählter Produktgruppen erfolgen. Auch sollen die bereits existierenden Vergabegrundlagen im Hinblick auf eine Harmonisierung oder Übernahme in das jeweils andere Zeichensystem geprüft werden.

Mit diesem Abkommen wird eine Kooperation der beiden Umweltzeichensysteme mit den meisten Produktgruppen (Blauer Engel: ca. 120, koreanisches Umweltzeichen: ca. 150) erfolgen. Hiermit sollen auch neue internationale Potenziale für das Umweltzeichen "Blauer Engel" erschlossen werden.

Im Ergebnis wird dann das älteste deutsche Umweltzeichen auch in der Republik Korea den Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Produktinformationen vermitteln können.

09.01.2017 | Meldung Produkte und Konsum