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22.01.2019

Aachener Vertrag: Frankreich und Deutschland verankern Umwelt- und Klimaschutz als einen Schwerpunkt ihrer Kooperation

Flaggen wehen im Wind
Am 22. Januar unterzeichneten Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Macron in Aachen den neuen Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration, der an den Elysée-Vertrag von 1963 anknüpft.

Heute unterzeichnen Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Macron in Aachen den neuen Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration, der an den Elysée-Vertrag von 1963 anknüpft. So soll die Allianz der beiden Länder für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewappnet werden – darunter Umwelt- und Klimaschutz.

"Der Aachener Vertrag spiegelt die Überzeugung wider, dass wir Wohlstand und Sicherheit nur gewährleisten können, wenn wir uns vehement gegen die Erderhitzung und für intakte Ökosysteme einsetzen. Das wollen wir gemeinsam mit Frankreich tun, natürlich im Rahmen einer starken Europäischen Union. 1963 waren unsere Länder eine Triebkraft für Frieden in Europa, jetzt stehen wir vor dem dringenden Wandel unserer Gesellschaften zur Nachhaltigkeit und wollen diesen mit Mut und Solidarität gestalten", so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Anders als im Elysée-Vertrag ist im Aachener Vertrag ein eigenes Kapitel den Themen nachhaltige Entwicklung, Klima, Umwelt und wirtschaftliche Angelegenheiten gewidmet. Darin vereinbaren die beiden Länder unter anderem, internationale Übereinkommen wie das Pariser Abkommen und die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung zügig umzusetzen und gründen ein Zukunftswerk, um sich mit Transformationsprozessen auseinanderzusetzen. Zudem soll ambitionierter Klimaschutz in allen Politikbereichen verankert werden.

"Es ist offensichtlich, dass wir unsere mittel- und langfristigen Klimaziele nur erreichen, wenn jeder Wirtschaftszweig dazu beiträgt und wir den Weg zur Treibhausgasneutralität gemeinsam gestalten. Wir werden unsere Volkswirtschaften insgesamt anders aufstellen müssen, um sie zukunftsfähig zu machen. Ein enger Austausch mit Frankreich dazu ist sehr wertvoll. Dafür haben wir bereits die Meseberger Klima-AG gegründet, in der wir auch Optionen für eine CO2-Bepreisung diskutieren", erläutert Ministerin Schulze.

Der "Aachener Vertrag" ergänzt den Elysée-Vertrag, der vor genau 56 Jahren am 22. Januar 1963 unterzeichnet wurde.

22.01.2019 | Meldung Europa und Umwelt