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#keinAber beim Klimaschutz – Kampagnenmotive

Die sieben Motive der abgeschlossenen Kampagne #keinAber beim Klimaschutz zeigen auf, dass es viele gute Argumente für den Klimaschutz gibt und Deutschland in vielfältiger Weise davon profitiert: Von Arbeitsplätzen über Zukunftstechnologien bis hin zu positiven Gesundheitseffekten.

Über einen typografischen Ansatz wurden vermeintlich negative Aussagen in Bezug auf Klimaschutz überraschend positiv aufgelöst. Unterstützt wurde dieser Ansatz durch aussagekräftige Zahlen und Belege zu den positiven Effekten von Klimaschutz.

  • Wir sind richtig am Arbeiten. Mit über einer Million Jobs in Deutschland schafft Klimaschutz die Arbeitsplätze von morgen.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Wir sind richtig am Arbeiten

    Investitionen in den Klimaschutz sind gut für unsere Wirtschaft:

    Im Jahr 2017 gab es rund 1,5 Millionen Beschäftige im Bereich Klimaschutz. Damit ist jeder 30. Beschäftigte in Deutschland für den Klimaschutz tätig.

    Ein Markt, der zukünftig noch anwachsen wird und damit die Arbeitsplätze von morgen schafft.

    Hintergrund: Beschäftigte im Bereich Klimaschutz in Deutschland

  • Ist doch alles für die Kinder

    Es ist unsere Aufgabe, den nächsten Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. 2019 ist daher ein entscheidendes Jahr für den Klimaschutz.

    Das Bundesumweltministerium hat die Grundlagen für ein Gesamtkonzept für mehr Klimaschutz vorgelegt – für das umfangreichste Klimaschutzprogramm, das es in diesem Bereich je gab.

  • Ist doch alles für die Kinder. Für nachfolgende Generationen handeln wir jetzt, um die gravierendsten Folgen der Erderwärmung abzuwenden. Wir machen ein Klimaschutzgesetz, das Verbindlichkeit schafft.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Das führt doch zu null Emissionen. Mit dem Kohleausstieg verringern wir unsere Treibhausgasemissionen um deutlich mehr als 200 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Viertel der heutigen Gesamtemissionen Deutschlands.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Das führt doch zu null Emissionen

    Der Kohleausstieg Deutschlands ist ein wichtiger Baustein, um die Emissionen im Energiebereich zu senken und beim Klimaschutz voranzukommen. Damit ist Deutschland eines der wenigen Industrieländer, welches gleichzeitig aus der Atom- als auch aus der Kohleenergie aussteigt.

    Im Rahmen des Klimakabinetts werden nun auch in den Bereichen Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft konkrete Schritte vereinbart. Das Bundesumweltministerium hat die Grundlagen für ein Gesamtkonzept für mehr Klimaschutz vorgelegt.

  • Na dann mal gute Nachrichten

    In Deutschland sind die Patentanmeldungen für Klimaschutz-Technologien seit 1991 mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die Patentanmeldungen insgesamt.

    Das belegt, dass Klimaschutz ein wichtiger Innovationstreiber für die deutsche Wirtschaft ist.

    Mit rund 14 Prozent der weltweiten Patentanmeldungen für Klimaschutztechnologien steht Deutschland auf Platz drei nach Japan (etwa 20 Prozent) und den USA (circa 16 Prozent).

  • Na dann mal gute Nachrichten: Klimaschutz ist ein Innovationstreiber. Wir fördern Zukunftstechnologie und realisieren konkrete Projekte vor Ort.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Das bringt doch alles nur Abkühlung. Schon kleine Grünflächen können Hitzewellen in der Stadt um 3 bis 4 Grad abmildern. Deshalb investieren wir in Stadtnatur - für unser Klima und unsere Gesundheit.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Das bringt doch alles nur Abkühlung

    In Deutschland gibt es immer mehr heiße Tage – eine Folge des Klimawandels. Vor allem in Ballungsgebieten belasten Hitzewellen vor allem die Gesundheit von Menschen in Ballungsgebieten, da die enge Bebauung zu einem Temperaturunterschied von bis zu zehn Grad zwischen Stadt und Umland führen kann.

    Bis zur Mitte des Jahrhunderts kann durch den Klimawandel beispielsweise im Süden Ostdeutschlands und im Rheintal die Anzahl der heißen Tage pro Jahr von heute acht bis zwölf auf 15 bis 25 Tage ansteigen.

    Daher sorgen wir für mehr Natur in unseren Städten. Denn vielfältige Grünflächen verbessern nicht nur Stadtklima und Luftqualität, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.

  • Es ist alles ausbaufähig

    Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch stieg zwischen 2000 und 2018 von mehr als 6 Prozent auf rund 38 Prozent. Erneuerbare Energieträger verdrängen immer mehr fossile Energien – das vermeidet zunehmend klimaschädliche Treibhausgase.

    Allein im Jahr 2018 wurden so geschätzt 184 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart.

    Die Bundesregierung hat sich für die kommenden Jahrzehnte ambitionierte Ziele gesetzt, diesen Positivtrend weiter fortzusetzen. Bislang ist insbesondere die Energiewirtschaft auf einem guten Weg, einen substantiellen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu liefern. Aber gerade in den Bereichen Wärmenutzung und Verkehr sind noch weitere Anstrengungen erforderlich.

  • Es ist alles ausbaufähig. Knapp die Hälfte der bereits eingesparten Emissionen gehen auf das Konto der erneuerbaren Energien. Ein Grund, sie weiter auszubauen.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Das ist echt zum Konzepte-neu-denken. Innovative Mobilitätskonzepte, neue Antriebe und die europaweiten Grenzwerte für weniger CO2-Ausstoß sorgen für mehr Klimaschutz im Verkehr.
    Kampagnenmotiv "#keinAber beim Klimaschutz" - BMU
  • Das ist echt zum Konzepte-Neu-Denken

    Mit einem Anteil von knapp 20 Prozent am Treibhausgasausstoß ist der Verkehr weiterhin einer der größten Verursacher von Emissionen in Deutschland. Alleine 96 Prozent der Emissionen werden im Straßenverkehr verursacht.

    Mit dem Klimaschutzplan 2050 haben wir innerhalb der Bundesregierung eine Minderung der Verkehrsemissionen bis 2030 um 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 beschlossen (Sektorziel).

#keinAber beim Klimaschutz!

Klimaschutz Ja, aber-Bingo
Klimaschutz Ja, aber-Bingo - BMU
Aber Klimaschutz schadet der Wirtschaft.

Im Gegenteil. Fehlender Klimaschutz schadet der Wirtschaft, weil die Klimafolgen das Wirtschaftswachstum senken werden. Investitionen in den Klimaschutz hingegen sind gut für unsere Wirtschaft: Im Jahr 2017 gab es rund 1,5 Millionen Klimaschutzbeschäftigte. Damit ist jeder 30. Beschäftigte in Deutschland für den Klimaschutz tätig. Ein Markt, der zukünftig noch anwachsen wird und damit die Arbeitsplätze von morgen schafft.


Aber das ist Öko-Planwirtschaft.

Im Gegenteil. Mit dem Gesamtkonzept für mehr Klimaschutz verankern wir unsere Klimaschutzziele. Über die klare Zuordnung von jährlich zulässigen Emissionsmengen und einer regelmäßigen Berichterstattung über Fortschritte und Defizite, wissen wir immer genau wo wir stehen. Bei Überschreitungen muss die Bundesregierung unverzüglich nachsteuern. Welche Maßnahmen die Bundesregierung entwickelt und umsetzt, bleibt ihr überlassen. Die Verantwortlichkeit bleibt beim zuständigen Ministerium – muss aber ernst genommen werden.


Aber der Markt wird das schon regulieren.

Die Finanzkrise hat uns gezeigt, dass der Markt sich nicht selbst reguliert und nicht klima-effizient sein kann, solange Preise nicht die ökologische Wahrheit widerspiegeln. Hier kann eine CO2-Bepreisung, die sozialverträglich gestaltet ist, einen wichtigen Beitrag leisten. Allerdings hätten wir schon früher beginnen können, technologische Innovationen und nachhaltige Mobilitätskonzepte zu erforschen und auf den Markt zu bringen. Denn ungezügeltes Wirtschaftswachstum, das einseitig endliche fossile Ressourcen verbraucht, führt uns stärker in die Krise. Der vermehrte Einsatz etwa von erneuerbaren Energien, klimaschonender Mobilität, steigender Gesundheitsvorsorge sowie Techniken zur Herstellung von sauberem Trinkwasser hingegen führt zu wachsendem Wohlstand.


Aber Erderwärmung ist ja nicht unbedingt etwas Schlechtes.

Eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur und lokale Temperaturerhöhungen sind nicht dasselbe: letztere müssen in der Tat nicht unbedingt schlecht sein. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur über 1,5 Grad hingegen kann laut Weltklimarat IPCC bedeuten, dass wir in vielen Weltregionen mit einer Zunahme von Temperaturextremen mit entsprechenden Auswirkungen auf Mensch und Natur rechnen müssen. Klimawandel ist außerdem nicht nur auf den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur beschränkt. Auch Extremereignisse wie Starkniederschläge mit Hochwassergefahr, der Meeresspiegelanstieg mit Risiken für Millionen von Menschen, die Ozeanversauerung sowie das Artensterben gehören dazu.


Aber Deutschland allein kann ja eh nichts retten.

Stimmt. Muss es aber auch nicht. Weltweit gibt es zahlreiche Staaten, Regionen und Städte, die beim Klimaschutz vorangehen (und deutlich weiter sind als wir). Bereits 185 Staaten, darunter auch Deutschland haben sich im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens völkerrechtlich dazu verpflichtet, ihren Beitrag zu leisten, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad zu begrenzen.


Aber das Klima hat sich schon immer verändert.

Ja. Aber in der Menschheitsgeschichte niemals so schnell und so dramatisch. Dafür ist die Freisetzung von CO2 durch den Menschen verantwortlich.

Frühere Klimaveränderungen zeigen uns nicht, dass die Menschheit das Klima nicht beeinflussen kann. Im Gegenteil: Sie zeigen uns, dass das Klima sowie die Ozeane und in Folge auch die Ökosysteme empfindlich auf die Zunahme von Treibhausgasen reagieren. In den vergangenen hundert Jahren hat die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre rapide zugenommen. Dementsprechend rasant nimmt auch die globale Durchschnittstemperatur sowie die Versauerung der Ozeane zu.


Aber die Chance, noch einzugreifen, ist eh schon vertan.

Nein, richtig ist nur die Erkenntnis, dass je länger wir untätig sind, die Herausforderungen nur größer werden als kleiner. Es gilt weiterhin: Je heißer es wird, umso schlimmer werden die Folgen. Darum ist jede Senkung der Emissionen sinnvoll, um dieses Schlimmere zu verhindern.


Aber die Bürgerinnen und Bürger wollen das nicht.

Im Gegenteil, eine breite Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger fordert entschlosseneres Handeln der Politik beim Klimaschutz und ist auch bereit, auf die gewaltigen Herausforderungen des Klimaschutzes mit einer persönlichen Verhaltensänderung zu reagieren.


Aber andere Themen sind wichtiger als Klimaschutz.

Wenn es nicht gelingt, die steigende Erwärmung zu begrenzen, wird das weit reichende Folgen weltweit haben – ohne Emissionsbeschränkungen wird der Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts zwischen 45 und 82 Zentimeter ansteigen, so der Weltklimarat IPCC in seinem höchsten Emissionsszenario. Der IPCC schließt nicht aus, dass der Anstieg des Meeresspiegels auch deutlich höher ausfallen könnte. Küstenregionen und tief gelegene Inselstaaten würden dann überflutet. An vielen Orten der Welt kann man den bereits stattfindenden Klimawandel schon beobachten: anhand der Zunahme von Dürren, der Ausbreitung von Wüsten, häufigeren Überschwemmungen, der steigenden Zahl weiterer extremer Wetterereignisse und abschmelzenden Gletschern. Verantwortungsvolle Politik bedeutet auch, nachfolgendenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu erhalten und diesem Thema daher Priorität einzuräumen.