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Atommüllfässer

Wie viele Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen werden zwischengelagert?

In Deutschland befinden sich zurzeit rund 85.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in Zwischenlagern.

Wer ist für Genehmigung und Aufsicht der Zwischenlager zuständig?

Für die Genehmigung der Zwischenlager (Paragraf 6 AtG) ist das neu gegründete Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zuständig. Die Aufsicht liegt bei den Ländern.

Gibt es beschädigte Fässer mit radioaktiven Stoffen und was passiert mit diesen?

Von den Ländern wurde über Korrosionen an Fässern mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen berichtet. Korrosionen an Fässern, die über längere Zeit gelagert werden, sind grundsätzlich nicht auszuschließen, daher sind regelmäßige Inspektionen durch die Betreiber der Zwischenlager erforderlich und durch das Regelwerk des Bundesumweltministeriums vorgegeben. Für den Fall, dass Korrosionen festgestellt werden, liegen in Abhängigkeit von den Schäden gestufte Reparaturkonzepte vor. Diese sehen unter anderem vor, dass schadhafte Fässer vorsorglich in Überbehälter gestellt und verschlossen werden.

Wurden aus den korrodierten Fässern radioaktive Stoffe freigesetzt?

Zu Freisetzungen radioaktiver Stoffe ist es nach den Berichten der Länder bislang nur in die Kavernen im Kontrollbereich des Atomkraftwerkes Brunsbüttel gekommen. Für diesen speziellen Fall wird zurzeit ein Bergungskonzept durch die Betreiberin erarbeitet und durch die atomrechtliche Aufsichtsbehörde geprüft.
Darüber hinaus hat das Bundesumweltministerium die Länder infolge des Vorkommnisses im Atomkraftwerk Brunsbüttel um Verstärkung ihrer diesbezüglichen Aufsichtstätigkeit gebeten. Es wurde gegenüber dem Bundesumweltministerium bislang jedoch über keine Hinweise auf systematische Fehler (beispielsweise eine unzureichende Trocknung der radioaktiven Abfälle) bei der Behandlung und Verpackung der bislang rund 85.000 Fässer berichtet.